(19)
(11) EP 0 567 731 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.11.1993  Patentblatt  1993/44

(21) Anmeldenummer: 93101868.3

(22) Anmeldetag:  06.02.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04F 19/08, E04C 2/06, E04C 2/38
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB LI

(30) Priorität: 23.04.1992 DE 4213368

(71) Anmelder: Langenhorst, Günter, Dipl.-Ing.
D-59494 Soest (DE)

(72) Erfinder:
  • Langenhorst, Günter, Dipl.-Ing.
    D-59494 Soest (DE)

(74) Vertreter: Honke, Manfred, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Andrejewski, Honke & Partner, Postfach 10 02 54
D-45002 Essen
D-45002 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Revisionsabdeckung


    (57) Es handelt sich um eine Revisionsabdeckung mit einem Revisionsdeckel (2), der eine Dämmplatte (3) und einen die Dämmplatte (3) einfassenden Deckelrahmen (5) mit einem Auflagerschenkel (6) und einem Rahmenschenkel (7) aufweist. Der Deckelrahmen (5) ist mit Spachtelmasse (8) ausgefüllt. Die Dämmplatte (3) ist in die Spachtelmasse (8) eingedrückt und fluchtet mit dem Rahmenschenkel (7). Dadurch wird ein Nachspachteln nach dem Einbau der Revisionsabdeckung minimiert.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Revisionsabdeckung, mit einem Revisionsrahmen für Wand- und Deckeneinbau und mit einem in dem Revisionsrahmen gelagerten Revisionsdeckel, wobei der Revisionsdeckel eine Dämmplatte und ggf. auf seiner Rückseite eine Stahlplatte und einen die Dämmplatte und ggf. Stahlplatte einfassenden Deckelrahmen mit einem Auflagerschenkel und einem Rahmenschenkel aufweist.

    [0002] Aus fertigungstechnischen Gründen müssen bei derartigen Revisionsabdeckungen stets Toleranzen berücksichtigt werden. Das gilt insbesondere in bezug auf die Einlagerung der Dämmplatte mit ggf. einer Stahlplatte in dem Deckelrahmen des Revisionsdeckels. Aufgrund dieser Toleranzen sind die Dämmplatte und ggf. Stahlplatte gegenüber dem Rahmenprofil des Deckelrahmens zurückgesetzt. Nach erfolgtem Einbau muß folglich ein Ausgleich erfolgen. Zu diesem Zweck findet Spachtelmasse Verwendung. Mit dieser Spachtelmasse wird der Deckelrahmen gleichsam aufgefüllt, so daß nach dem Glätten der Spachtelmasse Revisionsrahmen und Revisionsdeckel untereinander und mit der betreffenden Wand oder Decke fluchten. Jedoch ist die an der Dämmplatte anhaftende Spachtelschicht insofern nachteilig als aus der Spachtelmasse Feuchtigkeit in die Dämmplatte eindringen kann, so daß die Dämmplatte schließlich unter Schüsselbildung ausbeult. Ein derartiges Ausbeulen der Dämmplatte stört nicht nur in ästhetischer Hinsicht, sondern kann sogar die Funktion der Revisionsabdeckung bzw. des Revisionsdeckels beeinträchtigen. Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Revisionsabdeckung der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu schaffen, bei welcher der Revisionsdeckel nach erfolgtem Einbau der Revisionsabdeckung allenfalls geringfügig nachgespachelt werden muß.

    [0004] Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen Revisionsabdeckung dadurch, daß der Deckelrahmen eine Füllung aus Spachtelmasse aufweist, daß die Dämmplatte ggf. mit der Stahlplatte derart in die Spachtelmasse eingedrückt ist, daß die Dämmplatte - nach Erhärten der Spachtelmasse - mit dem umlaufenden Rahmenschenkel fluchtet. - Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß schon im Zuge der Fertigung der Deckelplatte die aus fertigungstechnischen Gründen erforderlichen Toleranzen derart ausgeglichen werden können, daß ein Niveauausgleich zwischen Dämmplatte und Deckelrahmen bzw. seinem Rahmenschenkel durch Auftragen von Spachtelmasse nicht länger erforderlich ist. Folglich wird bei der erfindungsgemäßen Revisionsabdeckung auf eine Spachtelschicht für die Dämmplatte von vornherein verzichtet, so daß ein schüsselartiges Ausbeulen nicht länger auftritt, und daher die erfindungsgemäße Revisionsabdeckung einerseits in ästhetischer Hinsicht befriedigt, andererseits in funktionstechnischer Hinsicht opti-miert ist. Tatsächlich ist allenfalls noch ein geringfügiges Nachspachteln des Revisionsdeckels nach dem Einbau der Revisionsabdeckung in eine Wand oder Decke erforderlich, um eine Anpassung an die Wand- bzw. Deckenfläche herbeizuführen. In diesem Zusammenhang wird jedoch allenfalls eine äußerst dünne Spachtelschicht aufgetragen, deren Feuchtigkeitsgehalt minimal ist und folglich nicht stört. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß für die Befestigung der Dämmplatte und ggf. Stahlplatte in dem Deckelrahmen Schraubverbindungen nicht länger erforderlich sind. Denn die Spachtelmasse bildet eine Haftbrücke zwischen einerseits dem Deckelrahmen und andererseits der Dämmplatte und ggf. zwischengelagerten Stahlplatte. Das gilt nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung insbesondere dann, wenn es sich bei der Dämmplatte um eine Gipskartonplatte handelt, weil die Spachtelmasse mit dem Gips der Gipskartonplatte eine nahezu homogene Haftverbindung eingeht. Die Spachtelmasse kann nämlich nicht nur auf Basis von feingemahlenem Zement sondern auch auf Basis von Gips und Zement aufgebaut sein und enthält z. B. Quarzsand oder Quarzmehl als Zuschlagstoffe oder Füller, wobei übliche Zusatzmittel, z. B. Kunstharze, beigegeben sein können, um jene elastischen Eigenschaften einzustellen, die für eine einwandfreie Haftbrücke zwischen Deckelrahmen und Gipskartonplatte sorgen. Um ein optimales Anhaften der Spachtelmasse an dem Deckelrahmen zu erreichen, können der Rahmenschenkel und Auflagerschenkel innenseitig eine Riffelung aufweisen. Nach einem Vorschlag der Erfindung mit selbständiger Bedeutung ist jedoch vorgesehen, daß der Rahmenschenkel innenseitig zumindest ein Widerhakenprofil aufweist. Dieses Widerhakenprofil befindet sich bevorzugt im Randbereich des Rahmenschenkels und stört unter Berücksichtigung der ohnehin gegebenen Fertigungstoleranzen beim Eindrücken der Dämmbzw. Gipskartonplatte mit ggf. einer Stahlplatte in den Deckelrahmen nicht. Die Stahlplatte dient im übrigen dazu, die Widerstandsfähigkeit gegen Feuer und Wärme zu erhöhen.

    [0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
    Fig. 1
    eine erfindungsgemäße Revisionsabdeckung in schematischer Aufsicht auf die Sichtfläche und
    Fig. 2
    einen Querschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 1 gemäß der Linie I-I.


    [0006] In den Figuren ist eine Revisionsabdeckung dargestellt die in ihrem grundsätzlichen Aufbau einen Revisionsrahmen 1 für Wand- und Deckeneinbau und einen in dem Revisionsrahmen 1 gelagerten Revisionsdeckel 2 aufweist. Der Revisionsdeckel 2 besteht nach dem Ausführungsbeispiel aus einer Dämmplatte 3 und rückseitigen Stahlplatte 4 und einem Deckelrahmen 5, welcher die Dämmplatte 3 mit der Stahlplatte 4 einfaßt. Der Deckelrahmen 5 weist einen Auflagerschenkel 6 und einen Rahmenschenkel 7 auf. Der Deckelrahmen 5 besitzt eine Füllung aus Spachtelmasse 8. Die Dämmplatte 3 und die Stahlplatte 4 sind im Zuge der Fertigung des Revisionsdeckels 2 derart in die Spachtelmasse 8 eingedrückt worden, daß die Dämmplatte 3 nach Erhärten der Spachtelmasse mit dem Rahmenschenkel 7 auf der Sichtseite fluchtet. Die Dämmplatte ist als Gipskartonplatte 3 ausgeführt. Der Rahmenschenkel 7 weist innenseitig ein Widerhakenprofil 9 auf. Auf diese Weise bildet die Spachtelmasse 8 eine Haftbrücke zwischen dem Deckelrahmen 5 und der Gipskartonplattte 3, die eine homogene Haftverbindung mit der Gipskartonplatte 3 eingeht und mit dem Rahmenschenkel 7 in einem form- und kraftschlüssigen Verbund steht. Das Widerhakenprofil 9 befindet sich dazu im Randbereich des Rahmenschenkels 7.


    Ansprüche

    1. Revisionsabdeckung mit einem Revisionsrahmen für Wand- und Deckeneinbau und mit einem in dem Revisionsrahmen gelagerten Revisionsdeckel, wobei der Revisionsdeckel eine Dämmplatte und ggf. auf seiner Rückseite eine Stahlplatte und einen die Dämmplatte und ggf. Stahlplatte einfassenden Deckelrahmen mit einem Auflagerschenkel und einem Rahmenschenkel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelrahmen (5) eine Füllung aus Spachtelmasse (8) aufweist, daß die Dämmplatte (3) ggf. mit der Stahlplatte (4) derart in die Spachtelmasse (8) eingedrückt ist, daß die Dämmplatte (3) in der erhärteten Spachtelmasse mit dem Rahmenschenkel (7) fluchtet.
     
    2. Revisionsabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmplatte als Gipskartonplatte (3) ausgeführt ist.
     
    3. Revisionabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenschenkel (7) und der Auflagerschenkel (6) innenseitig eine Riffelung aufweisen.
     
    4. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmenschenkel (7) innenseitig zumindest ein Widerhakenprofil (9) aufweist.
     
    5. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Widerhakenprofil (9) im Randbereich des Rahmenschenkels (7) befindet und mit dem Rahmenschenkel umläuft.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht