[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von profilierten Formkörpern,
insbesonder Wellplatten, durch maschinelles Formen eines Materialbahnabschnitts aus
einer formbaren aushärtenden Masse mit einem Bett, das eine ein Negativ des Profils
bildende Schalungsfläche hat, und mit einem Bandförderer oder ähnlichem, der den Materialbahnabschnitt
dem Bett zum Einformen darin übergibt.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 38 20 495 bekannt. Per Bandförderer
der Vorrichtung ist ein Schießband, das einen Materialbahnabschnitt aus einer auf
einer Trennfolie aufliegenden, faserbewehrten hydraulisch abbindenden Masse in einer
Bewegung parallel zur Achsrichtung der Wellung auf die Wellenkuppen eines Formblechs
ablegt. Anschließend wird der Materialbahnabschnitt mit einem stempelartigen Formwerkzeug
in die Wellentäler des Formblechs eingedrückt und dabei zumindest abschnittsweise
über das Formblech gezogen.
[0003] Bei dem Einformen des Materialbahnabschnitts kann die noch klebrige Masse an dem
stempelartigen Formwerkzeug haften bleiben. Die Rauhigkeit der mit dem Formwerkzeug
bearbeiteten Plattenoberfläche wird dadurch in unerwünschter Weise erhöht, und es
tritt eine Verschmutsung des Formwerkzeugs ein, die nach der DE-OS 38 20 495 durchaus
zu beherrschen ist, doch nur mit einigem apparativen Aufwand.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine apparativ unaufwendige, für verschiedenste Querschnittsprofile
von Formkörpern verwendbare Vorrichtung der genannten Art zu schaffen, mit der sich
Materialbahnabschnitte ohne Berührung durch ein Formwerkzeug mit hundertprozentiger
Formgenauigkeit, insbesondere exakter Parallelität der äußeren Begrenzungsflächen,
und hoher Oberflächengüte in ein Bett einformen lassen.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der genannten Art dadurch gelöst, daß das
Band des Bandförderers in Querrichtung des Profils läuft, und daß das Bett der Profilierung
folgend mit dem Materialbahnabschnitt belegbar ist, wozu eine relative Querbewegung
von Bandförderer und Bett und/oder die Bandlaufgeschwindigkeit des Bandförderers der
Abwicklung des Profils entsprechend steuerbar sind.
[0006] Bei den erfindungsgemäß hergestellten profilierten Formkörpern handelt es sich um
im wesentlichen zweidimensional gekrümmte Formkörper, die ein in Längsrichtung im
wesentlichen unverändert bleibendes Profil haben. Die Längsrichtung ist die Achsrichtung
des Profils, und die Querrichtung der Einlegebewegung in das Bett dazu senkrecht orientiert.
Eine Krümmung des Formkörpers in der dritten Dimension, d. h. senkrecht zu der von
Längs- und Querrichtung aufgespannten Hauptebene, beispielsweise über einen Bogen
von 5 bis 10°, ist ebenso möglich wie eine nicht zu große Abweichung von der Profilkonstanz
in Längsrichtung des Formkörpers. Dank der erfindungsgemäßen Steuerung der relativen
Querbewegung von Bandförderer und Bett bzw. der Bandlaufgeschwindigkeit des Bandförderers
entsprechnd der Abwicklung des Profils erfolgt ein Einlegen des Materialbahnabschnitts
in das Bett ohne Verziehen, ohne Faltenbildung und ohne Verrutschen des Materialbahnabschnitts
auf der Schalungsfläche. Man erreicht so eine optimale Formgenauigkeit, ohne den inneren
Verbund des Materialbahnabschnitts zu belasten.
[0007] In einer ersten Ausführungsvariante ist der Bandförderer der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ein in Querrichtung des Formkörpers mit profilabhängig gesteuerter Geschwindigkeit
arbeitendes Schießband.
[0008] Es können die Bandlaufgeschwindigkeit des Schießbands und/oder die Vor- bzw. Rücklaufgeschwindigkeit
der Schießbandwalzenanordnung profilabhängig gesteuert werden. Wenn, wie bevorzugt,
das Bett beim Einlegen stationär ist, ist die profilabhängige Steuerung einer der
beiden Größen zwingend.
[0009] In einer zweiten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat der Bandförderer
einen konventionellen Aufbau, d. h. eine Walzenanordnung mit stationären Walzenachsen
an dem Ende, an dem das Einlegen des Materialbahnabschnitts in das Bett erfolgt. Das
Bett läßt sich relativ zum Bandförderer in Querrichtung des Formkörpers verfahren.
Es werden die Bandlaufgeschwindigkeit des Bandförderers und/oder die Verfahrgeschwindigkeit
des Betts profilabhängig gesteuert. Die Geschwindigkeitssteuerung einer dieser Größen
ist zwingend.
[0010] Dem Bandförderer kann ein Schießband zugeordnet sein, dem Materialbahnabschnitte
aus einer kontinuierlich arbeitenden Plattenmaschine mittels eines Beschleunigungsbands
überstellt werden, mit dem das Schießband während der Übergabe eines Materialbahnabschnitts
in gleicher Richtung synchron läuft. Die Bandlaufrichtung des Bandförderers ist vorzugsweise
senkrecht zu der des Schießbands orientiert, und es befindet sich das Band des Bandförderers
während der Übergabe des Materialbahnabschnitts von dem Schießband in Ruhe. Es sei
daran erinnert, daß nach der ersten Ausführungsvariante der Bandförderer selbst ein
Schießband sein kann; die Vorrichtung weist dann also zwei senkrecht zueinander arbeitende
Schießbänder auf. Die Umlenkung der Plattentransportrichtung um 90° beim Einformen
des Materialbahnabschnitts in das Bett ist besonders vorteilhaft für längliche Formkörper
mit Profilerstreckung und Hauptbewehrung in Längsrichtung, deren Breite durch die
Arbeitsbreite der Plattenmaschine bestimmt ist.
[0011] Es besteht aber auch die Möglichkeit, Materialbahnabschnitte aus einer kontinuierlich
arbeitenden Plattenmaschine mittels eines Beschleunigungsbands unmittelbar dem Bandförderer
zu überstellen, der während der Übergabe eines Materialbahnabschnitts in gleicher
Richtung synchron mit dem Beschleunigungsband läuft. Die Laufrichtung des Bahnförderers
beim Einformen des Materialbahnabschnitts in das Bett entspricht dann der der Plattenmaschine
und des Beschleunigungsbands, und man kommt in apparativ unaufwendiger Weise ohne
Umlenkung der Plattentransportrichtung aus. Es lassen sich so Profilkörper von praktisch
beliebiger Querabmessung herstellen, deren Profillänge durch die Arbeitsbreite der
Plattenmaschine bestimmt ist.
[0012] Normalerweise genügt es, den Materialbahnabschnitt allein durch sein Eigengewicht
in das Bett einsinken zu lassen, um sicherzustellen, daß die Hohlräume des Betts vollständig
ausgefüllt sind. Insbesondere bei komplizierten oder Feinstrukturen aufweisenden Profilen
ist es aber empfehlenswert, das Bett zu rütteln und/oder zu schocken, während der
Materialbahnabschnitt darin eingelegt wird. Die Absenkbewegung des Materialbahnabschnitts
in das Bett wird so unterstützt.
[0013] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sollen insbesondere Materialbahnabschnitte
geformt werden, die aus einer auf einer Trennfolie aufliegenden, nicht ausgehärteten
faserbewehrten hydraulisch abbindenden Masse bestehen. Die Faserbewehrung besteht
vorzugsweise aus in Profillängsrichtung durchgehenden Faserbündeln und/oder Kurzfasern.
Es können aber auch Formkörper aus Kunststoff mit oder ohne Faserbewehrung hergestellt
werden.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Draufsicht auf eine erste Anlage zur Formung von Wellplatten aus
ebenen Materialbahnabschnitten;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht der Anlage mit Blick in Richtung II von Fig. 1, und
- Fig. 3
- die schematische Draufsicht auf eine zweite Anlage zur Formung von Wellplatten aus
ebenen Materialbahnabschnitten.
[0015] Die Anlage gemäß Fig. 1 und 2 dient zur Herstellung von Wellplatten aus geschnittenen,
im Grundriß rechteckigen ebenen Materialbahnabschnitten 10, die auf einem Band liegend
aus einer kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 10 Meter pro Minute arbeitenden
Plattenmaschine 12 kommen.
[0016] Die Materialbahnabschnitte 10 bestehen aus einer nicht ausgehärteten zementgebundenen
Masse, die mit alkaliwiderstandsfähigen Glasfasern in Form von Faserbündeln und Kurzfasern
bewehrt ist. Die Faserbündel erstrecken sich in Ausstoßrichtung der Plattenmaschine,
d. h. in Profillängsrichtung der herzustellenden Wellplatten, und sie gehen über die
Länge eines Materialbahnabschnitts 10 durch. Die Masse liegt auf einer über die Fläche
des Materialbahnabschnitts 10 sich erstreckenden, wasserundurchlässigen Trennfolie
aus Kunststoff auf. Am Ende der Plattenmaschine 12 wird der Materialbahnabschnitt
10 auf ein in gleicher Höhe und Richtung laufendes Beschleunigungsband 14 übergeben,
dessen Transportgeschwindigkeit während der Übergabe der des Bands der Plattenmaschine
12 entspricht. Nach erfolgter Übergabe wird die Transportgeschwindigkeit stetig auf
ca. 30 Meter pro Minute erhöht. An das Beschleunigungsband 14 schließt sich ein in
gieicher Höhe und Richtung laufendes erstes Schießband 16 an, das bei der Übergabe
des Materialbahnabschnitts 10 mit einer der Endgeschwindigkeit des Beschleunigungsbands
14 entsprechenden Geschwindigkeit läuft. Das erste Schießband 16 transportiert den
Materialbahnabschnitt 10 auf ein zweites Schießband 18, dessen Laufrichtung quer zu
der des ersten Schießbands 16 gerichtet ist. Das zweite Schießband 18 dient dazu,
den Materialbahnabschnitt 10 in eine Formstation 20 zu transportieren und dort mit
einer geschwindigkeitsgesteuerten Bewegung in ein Formblech 22 einzulegen.
[0017] Bei der Übergabe des Materialbahnabschnitts 10 von dem ersten Schießband 16 auf das
zweite Schießband 18 befindet sich das letztere in Ruhe. Das erste Schießband 16 hat
eine in Transportrichtung der ankommenden Materialbahnabschnitte 10 horizontal verfahrbare
Frontrolle, die oberhalb des zweiten Schießbands 18 uber dessen volle Breite vorfährt.
Fur die sich dabei vergrößernde horizontale Lauflänge des ersten Schießbands 16 ist
ein Bandlängenausgleich vorhanden. Die Vorlaufbewegung der Frontrolle ist so mit der
Bandlaufgeschwindigkeit des ersten Schießbands 16 synchronisiert, daß der Materialbahnabschnitt
10 an den seitlichen Rand des zweiten Schießbands 18 transportiert und dort zum Stillstand
abgebremst wird. Es erfolgt dann eine Rücklaufbewegung der Frontrolle mit einer Geschwindigkeit,
die genau der Bandlaufgeschwindigkeit des ersten Schießbands 16 entspricht. Das Schießband
16 wickelt sich so unter dem Materialbahnabschnitt 10 ab, der dabei auf das in Ruhe
befindliche zweite Schießband 18 abgelegt wird. Nach Beendigung dieses Vorgangs läuft
das zweite Schießband 18 an, um den Materialbahnabschnitt 10 in ein Formblech 22 einzuformen.
[0018] Die Formbleche 22 haben eine Wellung, die der der herzustellenden Wellplatte entspricht.
Sie kommen aus einem Magazin, das sich seitlich neben der Formstation 20 befindet.
Von einem Stapel Formbleche 22 wird mittels eines Hebelmechanismus jeweils das unterste
vereinzelt und mit zwei über einen Unterbau laufenden Ketten in die Formstation 20
transportiert.
[0019] Die Bewegung der Formbleche 22 erfolgt dabei parallel zu der Transportrichtung der
ankommenden Materialbahnabschnitte 10, die der Achsrichtung der Wellung entspricht.
Auf der anderen Seite der Formstation 20 befindet sich eine Ablage, bis zu der die
Ketten laufen. Zugleich mit dem Einfahren eines leeren Formblechs 20 in die Formstation
18 erfolgt der Abtransport eines mit einer darin eingeformten Platte beschickten Formblechs
22 auf die Ablage.
[0020] Die Formbleche 22 haben eine Breite, der die Vorlauflänge des zweiten Schießbands
18 entspricht. Das zweite Schießband 18 hat eine horizontal verfahrbare Frontrolle
24, die oberhalb eines leeren Formblechs 22 in die Formstation 20 einfährt. Für die
sich dabei vergrößernde horizontale Lauflänge des Schießbands 18 ist ein Bandlängenausgleich
vorhanden. Die Vorlaufbewegung der Frontrolle 22 ist so mit der Bandlaufgeschwindigkeit
des Schießbands 18 synchronisiert, daß der Materialbahnabschnitt 10 millimetergenau
gesteuert an einen wohldefinierten Profilpunkt im seitlichen Randbereich des Formblechs
22 transportiert und dort zum Stillstand abgebremst wird. Es erfolgt dann eine Rücklaufbewegung
der Frontrolle 24 und Abwickelbewegung des Schießbands 18, durch die der Materialbahnabschnitt
10 von dem Schießband 18 freikommt und in das Formblech 22 eingelegt wird. Das Schießband
18 arbeitet dabei mit einer Geschwindigkeit, die dem Wellenprofil entsprechend gesteuert
ist, derart, daß bei der Bewegung des Schießbands 18 über das Formblech 22 eine der
überstrichenen Profillänge entsprechende Bahnlänge des Materialbahnabschnitts 10 von
dem Schießband 18 freikommt und sich vollflächig in das Formblech 22 legt. Das Formblech
22 ist bei diesem Vorgang vorzugsweise stationär, und die Bandlaufgeschwindigkeit
und/oder Rücklaufgeschwindigkeit der Frontrolle 24 des Schießbands 18 entsprechend
gesteuert. Bei stationärem Formblech 22 ist eine profilabhängige Geschwindigkeitssteuerung
einer dieser beiden Bewegungskomponenten erforderlich. Wesentlich ist die exakte Ausrichtung
des Formblechs 22 mit der Achsrichtung der Wellung quer zu der Arbeitsrichtung des
Schießbands 18.
[0021] Die Anlage gemäß Fig. 3 dient zur Herstellung von Wellplatten aus geschnittenen,
im Grundriß rechteckigen ebenen Materialbahnabschnitten 10, die auf einem Band liegend
aus einer kontinuierlich arbeitenden Plattenmaschine 12 kommen. Die Materialbahnabschnitte
10 bestehen aus einer nicht ausgehärteten zementgebundenen Masse, die mit alkaliwiderstandsfähigen
Glasfasern in Form von Kurzfasern bewehrt ist. Die Masse liegt auf einer über die
Fläche des Materialbahnabschnitts durchgehenden, wasserundurchlässigen Trennfolie
aus Kunststoff auf. Am Ende der Plattenmaschine 12 wird der Materialbahnabschnitt
10 auf ein in gleicher Höhe und Richtung laufendes Beschleunigungsband 14 übergeben,
dessen Transportgeschwindigkeit während der Übergabe der des Bands der Plattenmaschine
12 entspricht. Nach erfolgter Übergabe wird die Transportgeschwindigkeit stetig erhöht.
An das Beschleunigungsband 14 schließt sich ein in gleicher Höhe und Richtung laufendes
Schießband 26 an, das bei der Übergabe des Materialbahnabschnitts 10 mit einer der
Endgeschwindigkeit des Beschleunigungsbands 14 entsprechenden Geschwindigkeit läuft.
Das Schießband 26 legt den Materialbahnabschnitt in der zuvor beschriebenen Weise
in ein Formblech 28 ein, das sich auf der dem Beschleunigungsband 14 abgewandten Seite
des Schießbands 26 befindet. Die Wellung des Formblechs 28 ist quer zu der Laufrichtung
von Plattenmaschine 12, Beschleunigungsband 14 und Schießband 26 orientiert.
[0022] Es besteht die Möglichkeit, das zweite Schießband 16 (Fig. 1 und 2) bzw. alleinige
Schießband 26 (Fig. 3) durch ein herkömmliches Förderband zu ersetzen, das an dem
Ende, an dem das Einformen des Materialbahnabschnitts 10 in das Formblech 22, 28 erfolgt,
eine Walzenanordnung mit stationärer Walzenachse hat. In diesem Fall muß beim Einlegen
des Materialbahnabschnitts 10 eine Relativbewegung des Formblechs 22, 28 zu dieser
Walzenanordnung erfolgen, und zwar mit einer profilabhängigen Steuerung der Verfahrgeschwindigkeit
und/oder Bandlaufgeschwindigkeit.
[0023] Der Materialbahnabschnitt 10 sinkt allein aufgrund seines Eigengewichts derart in
das Formblech 22, 28 ein, daß er es gänzlich ausfüllt. Erforderlichenfalls kann dieser
Vorgang durch ein Rütteln oder Schocken des Formblechs 22, 28 unterstützt werden.
Liste der Bezugszeichen
[0024]
- 10
- Materialbahnabschnitt
- 12
- Plattenmaschine
- 14
- Beschleunigungsband
- 16
- erstes Schießband
- 18
- zweites Schießband
- 20
- Formstation
- 22
- Formblech
- 24
- Frontrolle
- 26
- Schießband
- 28
- Formblech
1. Vorrichtung zur Herstellung von profilierten Formkörpern, insbesondere Wellplatten,
durch maschinelles Formen eines Materialbahnabschnitts aus einer formbaren aushärtenden
Masse mit einem Bett, das eine ein Negativ des Profils bildende Schalungsfläche hat,
und mit einem Bandförderer oder ähnlichem, der den Materialbahnabschnitt dem Bett
zum Einformen darin übergibt, dadurch gekennzeichnet, daß das Band des Bandförderers
in Querrichtung des Profils läuft, und daß das Bett der Profilierung folgend mit dem
Materialbahnabschnitt (10) belegbar ist, wozu eine relative Querbewegung von Bandförderer
und Bett und/oder die Bandlaufgeschwindigkeit des Bandförderers der Abwicklung des
Profils entsprechend steuerbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandförderer ein in Querrichtung
des Formkörpers mit profilabhängig gesteuerter Geschwindigkeit arbeitendes Schießband
(zweites Schießband 18; 26) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandlaufgeschwindigkeit
des Schießbands (zweites Schießband 18; 26) profilabhängig steuerbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor-
bzw. Rücklaufgeschwindigkeit der Walzenanordnung des Schießbands (zweites Schießband
18; 26) profilabhängig steuerbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bett
beim Einlegen stationär ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandförderer an dem Ende,
an dem das Einlegen des Materialbahnabschnitts (10) in das Bett erfolgt, eine Walzenanordnung
mit stationärer Walzenachse hat, und daß das Bett relativ zum Bandförderer in Querrichtung
des Formkörpers verfahrbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandlaufgeschwindigkeit
des Bandförderers profilabhängig steuerbar ist.
8. Vorrichunng nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfahrgeschwindigkeit
des Betts profilabhängig steuerbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bandförderer
ein Schießband (erstes Schießband 16) zugeordnet ist, dem Materialbahnabschnitte (10)
aus einer kontinuierlich arbeitenden Plattenmaschine (12) mittels eines Beschleunigungsbands
(14) überstellt werden, mit dem das Schießband (erstes Schießband 16) während der
Übergabe eines Materialbahnabschnitts (10) in gleicher Richtung synchron läuft, daß
die Bandlaufrichtung des Bandförderers senkrecht zu der des Schießbands (erstes Schießband
16) orientiert ist, und daß sich das Band des Bandförderers während der Übergabe des
Materialbahnabschnitts (10) von dem Schießband (erstes Schießband 16) in Ruhe befindet
(Fig. 1 und 2).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bandförderer
Materialbahnabschnitte (10) aus einer kontinuierlich arbeitenden Plattenmaschine (12)
mittels eines Beschleunigungsbands (14) überstellt werden, mit dem der Bandförderer
während der Übergabe eines Materialbahnabschnitts (10) in gleicher Richtung synchron
läuft (Fig. 3).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Einrichtung zum Rütteln und/oder Schocken des Betts während des Einlegens des Materialbahnabschnitts
(10) darin aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung von profilierten Formkörpern, insbesondere Wellplatten,
durch maschinelles Einformen eines Materialbahnabschnitts aus einer formbaren aushärtenden
Masse in ein Bett, das eine ein Negativ des Profils bildende Schalungsfläche hat,
dadurch gekennzeichnet, daß der Materialbahnabschnitt (10) in Querrichtung des Profils
fortschreitend und der Profilierung folgend mit einer Bahnlänge in das Bett eingelegt
wird, die der Abwicklung des Profils entspricht.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Materialbahnabschnitt
(10) aus einer auf einer Trennfolie aufliegenden, nicht ausgehärteten faserbewehrten
hydraulisch abbindenden Masse in das Bett eingelegt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Glasfasern
in Form von in Profillängsrichtung durchgehenden Faserbündeln und/oder Kurzfasern
bewehrter Materialbahnabschnitt (10) in das Bett eingelegt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Bett
beim Einlegen des Materialbahnabschnitts (10) gerüttelt und/oder geschockt wird.