[0001] Die Erfindung betrifft eine Schnellwechselvorrichtung für Erdbewegungsfahrzeuge zum
Auswechseln von Arbeitsgeräten, die über einen an einem Ausleger der Erdbewegungsmaschine
um eine horizontale Achse schwenkbaren Adapter mit diesem lösbar verbunden sind, der
als feste Klauen ausgebildete und als verschiebbare Verriegelungsbolzen gelagerte
Kupplungsglieder aufweist, denen damit korrespondierende Kupplungsglieder am Arbeitsgerät
zugeordnet sind, von denen das eine Kupplungsglied eine Öffnungen für den Eintritt
der verschiebbaren Kupplungsglieder aufweisende Riegelplatte ist und das andere Kupplungsglied
eine von den Klauen zumindest teilweise umfaßte Kupplungsachse bildet, wobei über
die Widerlagerflächen der Kupplungsglieder die Verspannung zwischen Adapter und Arbeitsgerät
erfolgt.
[0002] Eine solche feste und verschiebbare Kupplungsglieder aufweisende Schnellwechselvorrichtung
zeigt die EP-A 0 273 828. Da Raum für das Einschwenken und Ausschwenken des Adapters
in das Arbeitsgerät gegenüber der Riegelplatte benötigt wird, ist diese entsprechend
weit von der von den Klauen zu umgreifenden Kupplungsachse entfernt, so daß beim Kuppeln
lediglich die Klauen mit der Kupplungsachse und die Bolzen mit den Öffnungen in der
Riegelplatte verspannt werden. Durch diese Ausbildung der Kupplungsglieder bedingt
erfolgt über die Widerlagerflächen der Kupplungsglieder lediglich ein einachsiges
Verspannen zwischen dem Arbeitsgerät und dem Adapter am Ausleger. Eine solche Verbindung
ist aber nicht ausreichend steif für den schweren Erdbewegungsbetrieb. Darüber hinaus
treten infolge der im wesentlichen nur linienförmigen Berührung zwischen den Kupplungsflächen
während des Einsatzes des Erdbewegungsfahrzeuges hohe relative Flächenbelastungen
an den Kupplungsgliedern auf.
Beides führt aber zu einem unerwünschten schnellen Verschleiß der Kupplungsglieder.
Schließlich ist für den Wechsel von Arbeitsgeräten eine einweisende Hilfe für den
Fahrer des Erdbewegungsfahrzeuges notwendig.
[0003] Ferner sind Schnellwechselvorrichtungen bekannt, bei denen die gehäusefesten Kupplungsglieder
eine Kupplungsachse am Arbeitsgerät und diese teilweise umfassende Aufnahmeklauen
am Ausleger aufweisen, wobei das verschiebbar gelagerte Kupplungsglied ein federbelasteter
Keil ist, der mit dem am Arbeitsgerät angeordneten festen Kupplungsglied in Form eines
Hakens zusammenwirkt, wobei der Keil außerhalb der Wirkstellung durch eine Sperrvorrichtung
arretierbar ist, die beim Kupplungsvorgang zwischen dem Ausleger und dem Arbeitsgerät
ausgelöst wird, so daß sich zwecks Verriegelung der Keil unter der Wirkung der Feder
unter den Haken schiebt; vergleiche AT-B 389 906.
[0004] Es ist auch bekannt, die verschiebbaren Kupplungsglieder als Riegelbolzen auszubilden,
die über ein Hebelgetriebe in zugeordnete Bohrungen einer Tragplatte des Arbeitsgerätes
einfahrbar sind; vergleiche DE-B 1 784 323.
[0005] Schließlich sind Schnellwechselvorrichtungen bekannt, bei denen als bewegliche Kupplungsglieder
federbelastete Klinken vorgesehen sind, die im Kupplungszustand ein Gegen-Riegelteil
übergreifen und durch äußeren Kraftangriff entgegen der Federkraft entriegelbar sind;
vergleiche DE-A 3 312 442.
[0006] Über die Eigenschaften der eingangs erläuterten Schnellwechselvorrichtung hinaus
ist diesen Schnellwechselvorrichtungen ferner gemeinsam die aufwendige Ausbildung
und die Störanfälligkeit unter Berücksichtigung des rauhen Einsatzes bei Erdbewegungsarbeiten.
Auch ist mit diesen Schnellwechselvorrichtungen das Ziel, ohne weiteres Hilfspersonal
allein durch den Fahrer der Erdbewegungsmaschine einen Wechsel der Arbeitsgeräte durchzuführen,
nicht erreichbar.
[0007] Andererseits besteht jedoch ein großer Bedarf an zuverlässig über lange Betriebszeiten
arbeitenden und einfach zu bedienenden Schnellwechselvorrichtungen.
[0008] Ausgehend von der Schnellwechselvorrichtung nach der EP-A 0 273 828 liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, diese derart weiterzubilden, daß unter Benutzung weniger und
auch unter Berücksichtigung des unvermeidbaren Verschleißes über lange Betriebszeiten
zuverlässig arbeitender Bauteile ein sicheres Verriegeln von Arbeitsgerät und Ausleger
einer Erdbewegungsmaschine allein vom Fahrer aus möglich wird.
[0009] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die eine Widerlagerfläche der
Kupplungsglieder des Adapters als beidseitig von den Klauen begrenzte zylindermantelförmige
Widerlagerfläche ausgebildet ist zwecks Abstützung an der Mantelfläche der Kupplungsachse
des Arbeitsgerätes, während die andere Widerlagerfläche eben ausgebildet und zu einer
gedachten, beide Widerlagerflächen verbindenden Ebene geneigt angeordnet ist, daß
die Riegelplatte eine der Widerlagerfläche des Adapters zugewandte und mit dieser
korrespondierende und im Verriegelungszustand vollflächig aufliegende Widerlagerfläche
aufweist, und daß die Widerlagerflächen mit den Flächen der verschiebbaren Kupplungsglieder
und den mit diesen korrespondierenden Öffnungen in der Riegelplatte ein ein Aufgleiten
und Verspannen der einander zugewandten Widerlagerflächen von Adapter und Arbeitsgerät
erzwingendes Keilgetriebe bilden.
[0010] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Kupplungsflächen der verschiebbar
gelagerten Kupplungsglieder des Adapters und der Kupplungsglieder des Arbeitsgerätes
derart ausgebildet und einander zugeordnet, daß diese ein das Adaptergehäuse und die
Adapterplatte miteinander verspannendes Keilgetriebe bilden.
[0011] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Kupplungsflächen der verschiebbaren
Kupplungsglieder und die Kupplungsflächen der zugeordneten Kupplungsglieder der Riegelplatte
als über einen Umfangswinkel von etwa 180° miteinander korrespondierende Kegelmantelflächen
ausgebildet, wobei die den Umfangswinkel auf 360° ergänzenden Umfangsteilflächen der
der Riegelplatte zugeordneten Kupplungsglieder mit den zugeordneten Umfangsflächenbereichen
der verschiebbaren Kupplungsglieder ein vorbestimmtes Lagerspiel einschließen.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Die erfindungsgemäße Ausbildung der dem Verriegeln dienenden Bauteile der Schnellwechselvorrichtung
hat den Vorteil, daß beim Verriegelungsvorgang die Riegelbolzen im wesentlichen in
der oberen Mantelflächenhälfte des kegelstumpfförmigen Bereiches eine tragende Funktion
ausüben und die schräge Spannfläche des Adaptergehäuses vollflächig auf die schräge
Spannfläche der Verriegelplatte aufgleitet, so daß mit dem Einleiten des Regelvorgangs
gleichzeitig ein mehrachsiges Verspannen von Adapter und Arbeitsgerät erfolgt.
[0014] Während des Kupplungsvorgangs wird das Adaptergehäuse nach vorn gegen die Kupplungsachse
gedrückt, und durch den vorzugsweise elliptisch ausgebildeten Freiraum zwischen Riegelbolzen
und Durchbrüchen in der Riegelplatte ist gewährleistet, daß die Riegelbolzen ständig
nachsetzen, sich also in die Verriegelungsposition bewegen können. Die unter Federspannung
stehenden Riegelbolzen übernehmen somit eine Niederspannfunktion, wobei durch die
Anlage der Aufnahmeklauen an der Kupplungsachse eine Flächenpressung zwischen den
vorstehend erwähnten Schrägflächen entsteht.
[0015] Falls Toleranzen, verursacht durch Verschleiß, auftreten sollten, werden diese dadurch
ausgeglichen, daß die federbeaufschlagten Riegelbolzen weiter in den Freiraum der
Durchbrüche in der Riegelplatte vorgeschoben werden können.
[0016] Mittels der Zentrierorgane wird eine Vorzentrierung beim Absenken des Adaptergehäuses
auf die dem Arbeitsgerät zugeordnete Adapterplatte erreicht, wodurch der Verriegelungsvorgang
nicht nur erleichtert und ein Verschleiß infolge Verkantens zwischen Adaptergehäuse
und Arbeitsgerät wesentlich verringert, sondern auch ein einweisungsfreies Wechseln
von Arbeitsgeräten möglich wird.
[0017] Der Antrieb der Schaltwelle der Verriegelungsvorrichtung kann sowohl mechanisch als
auch hydraulisch erfolgen, wobei in der mechanischen Ausführungsform ein Knickhebelmechanismus
mit Verriegelung über den Totpunkt und bei der hydraulischen Ausführungsform die Anlenkung
der Riegelbolzen über eine pendelnde Druckausgleichsbrücke und einen Hydraulikzylinder
erfolgen.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben. In ihr zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt der teilweise dem Ausleger einer Erdbewegungsmaschine und teilweise
dem Arbeitsgerät zugeordneten Schnellwechselvorrichtung vor dem gegenseitigen Eingriff,
- Figur 2
- die Schnellwechselvorrichtung nach Figur 1 in Eingriff und
- Figur 3
- eine Ansicht auf eine Einzelheit der Schnellwechselvorrichtung in Richtung des Pfeiles
3 in Figur 1.
[0019] Eine in Figur 1 insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnete Schnellwechselvorrichtung
umfaßt einen Adapter, bestehend aus Adaptergehäuse 30 und Adapterplatte 12, von denen
das Gehäuse 30 einem hier nicht dargestellten Auslegerarm einer ebenfalls nicht dargestellten
Erdbewegungsmaschine und die Adapterplatte 12 dem ebenfalls nicht dargestellten Arbeitsgerät
zugeordnet und mit diesen also fest verbunden sind.
[0020] Die Adapterplatte 12 umfaßt eine Grundplatte 14, auf der an dem einen Ende eine Riegelplatte
16 und an dem abgewandten Ende mittels Befestigungslaschen 17 eine Kupplungsachse
19 verschweißt sind. Die Riegelplatte 16 weist auf der der Kupplungsachse zugewandten
Seite eine Spannfläche 20 auf, die zur senkrechten Fläche 20' um 3° bis 35°, vorzugsweise
um 5° bis 15°, geneigt ist. Die Riegelplatte 16 ist ferner, wie insbesondere aus Figur
3 zu ersehen ist, mit zwei im Abstand a voneinander angeordneten und im Querschnitt
konisch ausgebildeten Durchbrüchen 21 und 22 versehen. Der Konuswinkel der von Kegelmantelflächen
begrenzten Durchbrüche ist entsprechend bemessen und beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel
5° bis 15°.
[0021] Diese 360° umfassenden Kegelmantelflächen der Durchbrüche 21 und 22 sind jeweils
im gleichen Abstand zwei Zentren Z1 und Z2 zugeordnet, so daß jeweils zwei Kegelmantelteilflächen
vorhanden sind, von denen die in bezug auf Figur 1 untere Kegelmantelteilfläche gegenüber
der gedachten, die obere Kegelmantelteilfläche zu einem vollständigen Kegelstumpf
ergänzende Kegelmantelteilfläche ein noch zu beschreibendes Lagerspiel S aufweist.
[0022] Das etwa quaderförmige Adaptergehäuse 30 weist an seinen Seitenflächen je eine Aufnahmeklaue
31 auf, die im eingefahrenen Zustand - vergleiche Figur 2 - die Kupplungsachse 19
umgreifen. Die zwischen den Aufnahmeklauen 31 befindliche Stirnfläche des Gehäuses
30 geht in eine zylindermantelförmige Widerlagerfläche 32 über, die - wie ebenfalls
Figur 2 zeigt - im eingefahrenen Zustand sich an der Zylindermantelfläche der Kupplungsachse
19 abstützt.
[0023] Die abgewandte Stirnseite 34 ist um 3° bis 35°, vorzugsweise um 5° bis 15°, gegenüber
der Senkrechten - korrespondierend zur Spannfläche 20 der Riegelplatte 16 - geneigt
und weist ebenfalls zwei Durchbrüche 35 auf, durch die je ein im Gehäuse 30 längsverschieblich
gelagerter Riegelbolzen 36 hindurchtreten kann.
[0024] Jeder Riegelbolzen 36 weist eine in einer Sackbohrung 37 angeordnete Feder 38 auf,
die sich mit ihrem freien Ende auf einem Federteller 39 abstützt, dem die Stirnseite
eines Winkelhebels 41 zugeordnet ist. Der Winkelhebel 41 ist mittels eines Verbindungsbolzens
42 an einem Schaltnocken 43 angelenkt, der mit einer Schaltwelle 44 fest verbunden
ist. Über einen Verbindungsbolzen 45, der durch ein Langloch 46 am zugewandten Ende
des Riegelbolzens 36 greift, ist der zugewandte Arm des Winkelhebels 41 mit dem Riegelbolzen
36 gelenkig verbunden.
[0025] Die vorstehend beschriebenen Teile bilden ein an sich bekanntes Kniehebelgetriebe,
das über die Schaltwelle 44 angetrieben beim Bewegen von der in Figur 1 gezeigten
Ruhelage in die in Figur 2 gezeigte Arbeitslage über die Totpunktlage hinaus - gedachte
Verbindungslinie der Mittelpunkte von Schaltwelle 44 und Verbindungsbolzen 45 - bewegt
und damit verriegelt ist. Auf diese Weise wird ein selbsttätiges Lösen der ausgefahrenen
Riegelbolzen 36 aus der in Figur 2 dargestellten Riegellage verhindert.
[0026] Die abgewandten Enden 50 der Riegelbolzen 36 sind kegelstumpfförmig mit einem Kegelwinkel
von 5° bis 15° ausgebildet und korrespondieren mit den Durchbrüchen 21, 22 in der
Riegelplatte 16, wie dies ebenfalls aus Figur 2 deutlich erkennbar ist.
[0027] Zwecks Vorzentrierung beim Absenken des Adaptergehäuses 30 auf die Adapterplatte
12 des Arbeitsgerätes sind Zentrierorgane vorgesehen, von denen die dem Adaptergehäuse
30 zugeordneten Zentrierorgane als Zylinderstifte 52 (Figur 1) ausgebildet sind, die
in die ebene Stirnfläche 34 beidseitig der verschiebbaren Riegelbolzen 36 liegen.
Die der Riegelplatte 16 zugeordneten Zentrierorgane sind im Absenkweg des Adaptergehäuses
30 liegende Schrägflächen 51 (Figur 3). Beim Absenken des Adaptergehäuses 30 auf die
Adpaterplatte 12 - siehe Figur 1 - werden infolge der Schrägflächen 51 das Adaptergehäuse
und damit die verschiebbaren Riegelbolzen 36 in bezug auf die Durchbrüche 21, 22 ausgerichtet
und damit zentriert, so daß der Kupplungsvorgang zwischen Riegelbolzen 36 und Durchbrüchen
21, 22 störungsfrei erfolgt.
[0028] Infolge der Exzentrizität - Lagerspiel S - der in bezug auf die Figuren 1 bis 3 unteren
Kegelmantelteilflächen der Durchbrüche 21, 22 der Riegelplatte 16 liegen in der Eingriffsstellung
gemäß Figur 2 die kegelstumpfförmigen Endbereiche 50 der Riegelbolzen 36 lediglich
an den oberen Kegelmantelteilflächen der Durchbrüche 21, 22, also über etwa 180° der
Umfangsfläche an, während die Kegelmantelteilflächen der unteren Bereiche nicht anliegen
sondern freiliegen, wie dies in Figur 2 durch den Spalt S angedeutet ist. Hierzu sind
die den Zentren Z1 zugeordneten Ebenen - vergleiche Figur 3 - so ausgerichtet, so
daß sie die Verbindungsbolzen 45 der Riegelbolzen 36 mittig schneiden und sind die
Riegelbolzen 36 mittels entsprechend bemessener Gleitlager 49 im Adaptergehäuse 30
parallel geführt.
[0029] In dieser Eingriffsstellung, in der das Adaptergehäuse 30 zwischen der an der Kupplungsachse
19 anliegenden Widerlagerfläche 32 und der Spannfläche 20 der Riegelplatte 16, die
an der Stirnseite 34 des Adaptergehäuses anliegt, liegt, verspannen die Riegelbolzen
36 das Adaptergehäuse 30 auf der Adapterplatte 12 infolge des beim Bewegen der Riegelbolzen
36 aus der in Figur 1 dargestellten Ruhelage in die in Figur 2 dargestellte Wirklage
als Keilgetriebe wirkenden Kegelmantelteilflächen und bilden die zweite lastübertragende
Lagerstelle der Schnellwechselvorrichtung, welch der die erste Lagerstelle bildenden
Kupplungsachse 16, die von den Aufnahmenklauen 31 umfaßt ist, gegenüberliegt.
[0030] Selbstverständlich sind auch andere geometrische Formen der Spannflächen und Riegelflächen
möglich, ohne daß hierbei der Erfindungsgedanke verlassen wird; beispielsweise sind
anstelle von Kegelmantelflächen auch ebene Schrägflächen für die beweglichen Riegelorgane
und deren zugeordnete gehäusefeste Kupplungsglieder möglich. Entscheidend ist lediglich,
daß ein ausreichendes Lagerspiel S zwischen den betroffenen und ein Keilgetriebe bildenden
Kupplungsgliedern vorhanden ist.
1. Schnellwechselvorrichtung für Erdbewegungsfahrzeuge zum Auswechseln von Arbeitsgeräten,
die über einen an einem Ausleger der Erdbewegungsmaschine um eine horizontale Achse
schwenkbaren Adapter mit diesem lösbar verbunden sind, der als feste Klauen ausgebildete
und als verschiebbare Verriegelungsbolzen gelagerte Kupplungsglieder aufweist, denen
damit korrespondierende Kupplungsglieder am Arbeitsgerät zugeordnet sind, von denen
das eine Kupplungsglied eine Öffnungen für den Eintritt der verschiebbaren Kupplungsglieder
aufweisende Riegelplatte ist und das andere Kupplungsglied eine von den Klauen zumindest
teilweise umfaßte Kupplungsachse bildet, wobei über die Widerlagerflächen der Kupplungsglieder
die Verspannung zwischen Adapter und Arbeitsgerät erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Widerlagerfläche (32) der Kupplungsglieder des Adapters (30) als beidseitig
von den Klauen (31) begrenzte zylindermantelförmige Widerlagerfläche ausgebildet ist
zwecks Abstützung an der Mantelfläche der Kupplungsachse (19) des Arbeitsgerätes,
während die andere Widerlagerfläche (34) eben ausgebildet und zu einer gedachten,
beide Widerlagerflächen (32, 34) verbindenden Ebene geneigt angeordnet ist, daß die
Riegelplatte (16) eine der Widerlagerfläche (34) des Adapters (30) zugewandte und
mit dieser korrespondierende und im Verrriegelungszustand vollflächig aufliegende
Widerlagerfläche (20) aufweist, und daß die Widerlagerflächen (34, 20) mit den Flächen
der verschiebbaren Kupplungsglieder und den mit diesen korrespondierenden Öffnungen
in der Riegelplatte (16) ein ein Aufgleiten und Verspannen der einander zugewandten
Widerlagerflächen (34, 20; 32, 19) von Adapter und Arbeitsgerät erzwingendes Keilgetriebe
bilden.
2. Schnellwechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsflächen (50) der verschiebbaren Kupplungsglieder (36) und die Kupplungsflächen
der zugeordneten Kupplungsglieder (21, 22) der Riegelplatte (16) als über einen Umfangswinkel
von etwa 180° miteinander korrespondierende Kegelmantelflächen ausgebildet sind, und
daß die den Umfangswinkel auf 360° ergänzenden Umfangsteilflächen der der Riegelplatte
(16) zugeordneten Kupplungsglieder (21, 22) mit den zugeordneten umfangsflächenbereichen
der verschiebbaren Kupplungsglieder ein vorbestimmtes Lagerspiel (S) einschließen.
3. Schnellwechselvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Riegelbolzen (36) ausgebildeten verschiebbaren Kupplungsglieder 360°
umfassende Umfangsflächen aufweisen, und daß die der Riegelplatte (16) zugeordneten
und mit den Umfangsflächen (50) der verschiebbaren Kupplungsglieder korrespondierenden
Kupplungsglieder (21, 22) zwei in einem Abstand (S) angeordnete Zentren (Z1, Z2) aufweisen,
von denen das eine Zentrum (Z1) zu dem zugeordneten Riegelbolzen (36) mittig liegt.
4. Schnellwechselvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelbolzen (36) mittels Lagerhülsen (49) im Adaptergehäuse (30) parallel
geführt und über eine gemeinsame Schaltwelle (44) mittels je eines Kniehebelgetriebes
(41, 42, 43, 45) unter Zwischenschaltung je einer Druckfeder (38) aus der Ruhelage
in die unterhalb der Totpunktlage liegende Wirkstellung überführbar sind.
5. Schnellwechselvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ebenen Widerlagerflächen (20, 34) zur senkrechten Fläche (20') eine Neigung
von 3° bis 35°, vorzugsweise von 5° bis 15°, aufweisen und daß die Kupplungsflächen
(50, 21, 22) der Neigung der Widerlagerflächen entsprechende Neigungswinkel aufweisen.