[0001] Die Erfindung betrifft eine Brenneranordnung mit Brennrohr in Vor-Anordnung eines
Heizkessels zwecks dessen Beheizung.
[0002] Um Feststoffe zu verbrennen, sieht der Stand der Technik sog. Voröfen in einer Vor-Anordnung
von Heizkesseln vor, welche nach Art einer Brenneranordnung betrieben sind. Im Betrieb
wird das zugeführte Feststoffmaterial im Vorofen verbrannt, dessen Flamme durch ein
Brennrohr auf die Brennkammer eines nachgeordneten Heizkessels gerichtet ist. Es entsteht
hierbei eine undefinierte Flamme mit vergleichsweise niedriger Temperatur, verbunden
mit einem hohen Staubausstoß, d.h. mit einem vergleichsweise hohen Anteil an unverbrannten
Teilen. Ein Vorofenbetrieb geht also mit einem vergleichsweise niedrigen Wirkungsgrad
einher. Verschmutzung, Verrußung und Umweltbelastung sind groß. Die bekannten Voröfen
weisen eine Feststoffzufuhr auf, welche keine Druckabdichtung auf der Eingangsseite
ermöglicht. Entsprechend dem äußeren Atmosphärendruck ist im Vorofen praktisch nur
ein Gleichdruckbetrieb mit reduzieerten Zugluftverhältnissen von Primär- und Sekundärluft
möglich. Gebläsezuschaltungen sind nicht vorgesehen und wären auch aufgrund des Gleichdruckbetriebs
ineffektiv.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung des vorgenannten Stands der Technik durch
Schaffung einer Brenneranordnung mit Brennrohr, welche einfach aufgebaut ist und gleichwohl
einen guten Heizwirkungsgrad mit einer schadstoffarmen Rauchgasverbrennung besitzt
und zudem vielseitig eingesetzt werden kann.
[0004] Gelöst wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Mittel.
[0005] Vorteilhaft weitergebildet wird der Erfindungsgegenstand durch die Merkmale der Unteransprüche
2 bis 13.
[0006] Insbesondere ist also das Brennrohr als Ausbrennrohr ausgebildet, welches im Bereich
seines Eingangs einen das Ausbrennrohr umschließenden Luftzuführungs-Ringkanal aufweist,
der seinerseits eine Vielzahl von achsparallelen Austrittsöffnungen rund um den Eingang
besitzt.
[0007] Dadurch kann vergleichsweise kühle Austrittsluft dem Eingang des Ausbrennrohres direkt
zugeleitet werden. Die Zuleitung der vorgenannten Austrittsluft kühlt die einer Drehbewegung
(Drall) ausgesetzte hochwertige Flamme im Ausbrennrohr entscheidend ab, und zwar von
einer Flammentemperatur von ca. 1100
oC auf eine Flammentemperatur von 800
oC. Dies bedeutet, daß die aus der Brenneranordnung austretende Flamme weniger NO
x aufweist, da die NO
x-Bildung erst bei 600
oC erfolgt. Ersichtlich ergibt sich dadurch eine schadstoffarme optimale umweltschonende
Verbrennung.
[0008] Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Ausbrennrohr mehrere achsparallele Einzelbrennrohre
aufweist, insbesondere auf dem Umfang drei gleich verteilte Einzelbrennrohre vorgesehen
sind.
[0009] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Gebläse mit
Dosiereinrichtung für die gesteuerte Zufuhr der Luft angeschlossen ist.
[0010] Das Gebläse liegt vorteilhafterweise auf der dem Ausbrennrohr entgegengesetzten Brenneranordnungsseite.
[0011] Zweckmäßigeweise ist die Brenneranordnung als Feststoff-Gebläsebrenner dergestalt
ausgebildet, daß ein Füllschacht für die zu verbrennende Feststoffe vorgesehen ist
und eine an den Füllschacht angeschlossene Feststoffzuführungseinrichtung vorgesehen
ist, wobei dem Füllschacht eine Verwirbelungskammer nachgeordnet ist, an die sich
das Ausbrennrohr anschließt. Die Verwirbelungskammer in koaxialer Vorordnung zum Ausbrennrohr,
welches sich großenteils außerhalb der eigentlichen Brennkammer befindet, sorgt für
eine verbesserte Drehbewegung bzw. für einen verbesserten Drall der hochwertigen Flamme
im Ausbrennrohr, wodurch die Flamme schneller gekühlt und die NO
x-Bildung rasch erreicht wird.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das Gebläse an eine im Innern der Brenneranordnung befindliche
Luftverteilungskammer angeschlossen, welche Unterluft oder Primärluft über einen ersten
Luftkanal zur Unterseite des Füllschachtes unterhalb des Rostes und Sekundärluft über
einen zweiten Luftkanal im wesentlichen dicht oberhalb des Rostes des Füllschachtes
zuleitet. Hierbei verläuft ein Abschnitt des zweiten Luftkanals direkt an der Füllschachtwand
vorbei, wodurch sich die Sekundärluft vor Eintritt in den Füllschacht optimal erwärmt.
Die Luftverteilungskammer weist einen Anschluß für einen dritten Luftkanal auf, über
welchen sog. Oberluft zur Oberseite des Füllschachtes deutlich über dem Rost zugeleitet
wird. Die Eintrittsöffnung der Oberluft in den Füllschacht liegt hierbei vorzugsweise
seitlich und unterstützt den Durchzug der Verbrennungsluft zur nachgeordneten Verwirbelungskammer
dergestalt, daß in der Verwirbelungskammer zum einen definierte Verwirbelung eintritt
und gleichermaßen das Rauchgas durch die Wirbelkammer einem nachgeordneten Ausbrennrohr
zugeleitet wird.
[0013] Sämtliche vorgenannten Luftkanäle für die Zufuhr von Unter-, Sekundär-, Ober- und
Austrittsluft sind zumindest teilweise mit Einstellschrauben versehen, um die Zuführungsluft
manuell oder automatisch zu dosieren.
[0014] In einer Gesamtanordnung erstreckt sich die Verwirbelungskammer vorzugsweise im wesentlichen
in Querrichtung horizontal hinter dem Füllschacht. Die Verwirbelungskammer ist in
Form eines Rohres ausgebildet, dessen eines Axialende abgeschlossen und dessen anderes
Axialende im wesentlichen konzentrisch zum nachgeordneten Ausbrennrohr angeordnet
und mit diesem verbunden ist. Hierbei ist der Durchmesser des Rohres der Verwirbelkammer
großer als der Durchmesser des Ausbrennrohres. Dadurch wird eine Bündelung des Brenngutes
beim Eintreten in das Ausbrennrohr erreicht. Die Division des Ausbrennrohres ist einfach,
weil gegenüber dem Flammenaustritt sich ein Öffnungsflansch befindet, wodurch man
die Verwirbelungskammer und das Ausbrennrohr gut einsehen kann.
[0015] Ein definierter Drall in der Verwirbelungskammer wird insbesondere dadurch eingerichtet,
daß die Verwirbelungskammer eine Rohrmantelöffnung insbesondere mit einem tangentialen
Wandbereichanschluß zum Füllschacht aufweist. Die Rohrmantelöffnung entspricht in
etwa der Breite des Füllschachtes, wobei der Eingang des Ausbrennrohres im wesentlichen
in Höhe der zugeordneten Axialseite der Rohrmantelöffnung der Verwirbelungskammer
gelegen ist.
[0016] Insbesondere sind in der Verwirbelungskammer Leitbleche vorgesehen, die vorzugsweise
schraubenförmig auf dem Innenumfang (mit Ausnahme der Rohrmantelöffnung) angeordnet
sind, wobei die Schraubensteigung in Richtung des Eingangs der Ausbrennrohre gerichtet
ist. Hierdurch werden vom Füllschacht durch die Verwirbelungskammer zum Ausbrennrohr
geleitete Rauchgase nicht nur einer Verwirbelung, sondern auch einer Axialkraft in
Richtung Ausbrennrohrachse unterworfen. Im Ergebnis entsteht im und nach dem Ausbrennrohr
eine hochwertige Flamme mit definierter Strömung, die exakt einem nachgeordneten Heizkessel
an gewünschter Stelle zugeleitet werden kann.
[0017] Insbesondere sind auf dem Umfang drei gleichverteilte Einzelbrennrohre vorgesehen.
[0018] Das Ausbrennrohr bzw. die Einzelbrennrohre bestehen aus einem hochwertigen Keramikmaterial
wie Siliziumkarbid. Die Rohre weisen eine geringe Wanddicke auf und erreichen schon
sehr frühzeitig in der Startphase eines Brennbetriebs eine hohe Entzündungstemperatur.
Siliziumkarbid verträgt Temperaturwechsel und hält aggressiven Gasen stand. Auch ist
das Bauteil leicht auszutauschen.
[0019] Entsprechend kann auch die Verwirbelungskammer aus Siliziumkarbid oder dergl. ausgebildet
sein.
[0020] Das Material des Füllschachtes bzw. der Vorvergaserkammer ist vorzugsweise eine feuerbeständige
Betonauskleidung.
[0021] Die Brenneranordnung besitzt insbesondere Würfel- oder Kastenform kompakten Zuschnitts.
Das Grundgehäuse kann Stahlwände besitzen, wobei insbesondere ein äußerer Wärmeisoliermantel
vorgesehen ist. Dahinterliegend befindet sich ein umlaufender Wassermantel, welcher
mit dem nachgeordneten Heizkessel in Verbindung steht.
[0022] Die erfindungsgemäße Brenneranordnung ermöglicht insbesondere das automatische Verfeuern
von Industriehackgut und Späne (Schreinermaterial). Das Grundgehäuse ist so ausgelegt,
daß eine verschiedenartige Einbautechnik möglich ist.
[0023] Insgesamt ist die Wasserführung des Grundgehäuses so ausgelegt, daß ein Abstrahlverlust
der Brenneranordnung verhindert ist. Der Brenner ist schnell regelbar und wird über
die Kesseltemperatur gesteuert. Er weist eine große Flexibilität hinsichtlich der
Beschickungsarten auf. Möglich ist neben einer Unterschub-Beschickung auch eine Fall-Beschickung
des Füllschachtes von oben durch eine dort angeordnete Zuführungsöffnung mit Verschluß.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Beschickungsarten hängen in hohem Maße vom Brennmaterial
ab. Ist eine Unterschub-Beschickung vorgesehen, ist der Rost im Zuführungsbereich
ausgespart, um dort das Ende der vorgenannten Rampe aufzunehmen. Hier wird das Brenngut
hochgedrückt. Eine Verlängerung des Materialtransportschachtes über den Rost hinaus
bringt eine optimale Vortrocknung und eine bessere Auflockerung des Brenngutes. Insgesamt
richtet sich die Gestaltung des Rostes nach dem Aschegehalt und dem Verschlackungsgrad
des Brennmaterials.
[0024] Nachfolgend wird die Funktion der Brenneranordnung beschrieben.
[0025] Bei Inbetriebnahme der Brenneranordnung ist der Schneckenförderer in Betrieb, welcher
über einen Motor angetrieben ist, der seinerseits von der Kesseltemperatur gesteuert
ist. Gleichermaßen ist die elektrische Zündeinrichtung für ca. 10 Minuten in Betrieb.
Das vorgeschobene Hackgut oder die Späne beginnt zu glimmen und wird auf der Rampe
weitergeschoben in den Füllschacht oder Vorvergaserraum. Dort wird durch die zugeführte
Verbrennungsluft über das Gebläse Primärluft und Sekundärluft zur Verbrennung gebracht.
Im Brennraum oder Füllschacht ist ein Füllstandsmelder oder -geber in Form eines Schwenkhebels
angebracht, welcher einen Füllstandsschalter betätigt, um den Schneckenförderer abzuschalten.
Die Brenneranordnung arbeitet selbständig in etwa wie ein Ölbrenner, und es kann jede
Kesselleistung auch im kleinsten Schwachlastbetrieb geheizt werden. Es wird dadurch
eine Taupunktunterschreitung verhindert, ebenso eine Holzessigbildung an den Kesselwänden,
wobei keine frühzeitige Korrosion entsteht. Der vorgenannte Feststoff-Gebläsebrenner
kann vollautomatisch betrieben werden ohne Aufsichtspersonal. Aufgrund der vorgeschalteten
Zellradschleuse oder dergl. ist große Rückbrandsicherung gegeben. Die praktisch erhaltenen
Abgaswerte liegen deutlich unter den vorgeschriebenen Werten der Bundesimmissionsschutzverordnung.
[0026] Der Vorteil der Vorverwirbelungskammer liegt im besonderen in der Startphase der
Brenneranordnung, da gerade in der Startphase schon ein guter Ausbrand erzielt werden
kann. Auch ist das Frischluft-Gasgemisch dann für die Ausbrennstrecke optimal aufbereitet.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf beigefügte Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer perspektivischer aufgebrochener Ansicht eine Brenneranordnung,
- Fig. 2
- die Anordnung nach Fig. 1 in schematischer aufgebrochener Draufsicht,
- Fig. 3
- die Anordnung nach Fig. 1 in einem Schnitt A-A der Fig. 2,
- Fig. 4
- die Anordnung nach Fig. 1 in einem Schnitt B-B der Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Einzelheit im Bereich des Eingangs des Ausbrennrohrs ähnlich der Schnittansicht
der Fig.3,
- Fig. 6
- einen Schnitt C-C der Fig. 5, und
- Fig. 7
- eine perspektivische aufgebrochene Gesamtansicht der Brenneranordnung ähnlich Fig.1
in größerer Einzelheit.
[0028] Gemäß Zeichnung ist eine Brenneranordnung 10 zum automatischen Verfeuern von Industriehackgut
und Späne (Schreinermaterial) vorgesehen.
[0029] Das Grundgehäuse ist so ausgelegt, daß eine verschiedenartige Einbautechnik möglich
ist.
[0030] Die Brenneranordnung 10 umfaßt im wesentlichen einen Füllschacht 11 für zu verbrennende
Feststoffe, eine an den Füllschacht 11 angeschlossene Feststoffzuführungseinrichtung,
eine dem Füllschacht nachgeordnete Verwirbelungskammer 12 und ein seitliches Ausbrennrohr
13 im Anschluß an die Verwirbelungskammer.
[0031] Ferner ist ein Gebläse 14 mit Dosiereinrichtung für die gesteuerte Zufuhr von Verbrennungsluft
vorgesehen.
[0032] Das Gebläse 14 ist an eine im Innern der Brenneranordnung befindliche Luftverteilungskammer
15 angeschlossen, welche Unterluft 1 über einen ersten Luftkanal zur Unterseite des
Füllschachtes und Sekundärluft 2 über einen zweiten Luftkanal dicht oberhalb des Rostes
18 dem Füllschacht gleichströmig zuführt, wobei ein Abschnitt 17 des zweiten Luftkanals
direkt an der vertikalen inneren Füllschachtwand 18 vorbeiführt, um eine optimale
Vorwärmung der Sekundärluft einzurichten.
[0033] Die Luftverteilungskammer 15 steht ferner mit einem dritten Luftkanal in Verbindung,
welcher Oberluft 3 zur Oberseite des Füllschachts 11 deutlich über dem Rost 18 zuleitet
in einer Weise, wie nachfolgend noch beschrieben wird. In den einzelnen Luftkanälen
für Unterluft 1, Sekundärluft 2 und Oberluft 3 befinden sich Dosiereinrichtungen in
Form von Einstellschrauben 6, welche durch Drehung eine Mengenregulierung zulassen.
Mithin gelangt im Betrieb durch das Gebläse 14 in die Luftverteilungskammer 15 einströmende
Dosierluft 5 in gesteuerter Weise zu den einzelnen Bereichen des Füllschachtes 11
zwecks Optimierung der Verbrennung und Strömung.
[0034] Das Gebläse 14 sorgt für einen sog. "Überdruckbetrieb" der Brennkammer insbesondere
dadurch, weil der Füllschacht 11 eingangsseitig dicht an die Feststoffzuführungseinrichtung
9 angeschlossen ist.
[0035] Die Feststoffzuführungseinrichtung 9 ist gemäß Ausführungsbeispiel der Zeichnung
als sog. Unterschub-Beschickung konzipiert und sieht für eine automatische Zuführung
des zu verbrennenden Feststoffs, Industriehackgut, Späne oder dergl. einen Schneckenförderer
26 vor, welcher motorgetrieben und durch die Kesseltemperatur gesteuert ist. Der Schneckenförderer
26 befindet sich im wesentlichen in horizontaler Erstreckung auf der Vorderseite und
reicht unterhalb des Rostes 16 in die Brenneranordnung 10 hinein, wobei dicht anschließend
eine nach oben gebogene Rampe 27 vorgesehen ist, welche bis zu einer Aussparung des
Rostes 16 nach oben geführt ist. Durch die Schnecke wird das Material bis hin zu der
Oberseite des Füllschachtes gedrückt, wobei eine unter der Rampe 27 angeordnete elektrische
Zündeinrichtung 28 vorgesehen ist, welche in der Startphase der Brenneranordnung für
ca. 10 Minuten in Betrieb ist, so daß die zugeführte Späne, Hackgut oder dergl. zu
glimmen beginnt und im Füllschacht oder Vorvergaserraum durch das Gebläse 14 zugeführte
Primär- und Sekundärluft zur Verbrennung gebracht wird.
[0036] Im Füllraum 11 befinden sich ein zentraler Niveaugeber 8 mit einem Schwenkhebel 29,
welche an der Seite des Füllschachtes brenneranordnungsfest angelenkt ist. Das freie
Ende des Schwenkhebels 29 ist als sog. Feststoff-Schwimmer 30 ausgebildet dergestalt,
daß bei einer Füllstandserhöhung der Schwimmer nach oben bewegt und mithin der Schwenkhebel
29 geschwenkt wird. Bei einer Hochschwenkbewegung des Schwenkhebels 29 gelangt dieser
in einen Schalteingriff mit einem Niveauschalter 7, welcher den Schneckenförderer
26 abschaltet. Fällt der Füllstand im Füllschacht 11, wird der Schneckenförderer 26
wieder in Betrieb gesetzt.
[0037] Der Niveauschalter 7 ist in der Höhe verstellbar, um unterschiedliche Füllstände
einzurichten. Entsprechend kann auch der Niveaugeber 8 in der Höhe verstellt werden.
Selbstverständlich wird der Schneckenförderer 28 nur dann in Betrieb genommen, wenn
die Kesseltemperatur entsprechend abgesunken ist.
[0038] Neben der vorgenannten Unterschub-Beschickung ist jedoch auch eine Fall-Beschickung
des Füllschachts 11 von oben möglich, da prinzipiell an der Füllschacht-Oberseite
eine Zugangsöffnung 31 vorgesehen ist, die domförmig nach oben reicht. Die obere Zugangsöffnung
31 weist einen oberen Verschluß auf, welcher unterseitig eine Isolierschicht besitzt
(welche in der Zeichnung nicht veranschaulicht ist).
[0039] Die Brenneranordnung ist insgesamt würfel- oder kastenförmig in kompakter Weise aufgebaut
und weist einen äußeren Wärmeisoliermantel 32 auf, dem sich innenseitig ein umlaufender
Wassermantel 33 anschließt, welcher über einen Anschluß 34 mit einem (nicht veranschaulichten)
Heizkessel in Verbindung steht. Hinter dem Füllschacht 11 befindet sich in einer horizontalen
Queranordnung die Verwirbelungskammer 12, die in Form eines Rohres ausgebildet ist,
dessen eine Axialseite verschlossen ist. Die andere Axialseite des Rohres ist offen
und steht mit dem Eingang 19 des koaxialen Ausbrennrohrs 13 in Verbindung, dessen
drei umfangsmäßig gleichverteilte Einzelbrennrohre 25 zur Brennkammer des nicht veranschaulichten
Heizkessels hin gerichtet sind. Die Einzelbrennrohre 25 besteht aus Siliziumkarbid
und besitzen eine geringe Wandstärke, welches schon frühzeitig bei Inbetriebnahme
eine hohe Entzündungstemperatur erreicht. Siliziumkarbid verträgt Temperaturwechsel
und hält aggressiven Gasen stand. Auch ist das Bauteil leicht auszutauschen.
[0040] Der Eingang 19 des Ausbrennrohres 13 weist einen Ringkanal 23 auf, welcher in größerer
Einzelheit in den Fig.5 und 6 veranschaulicht ist. Der Ringkanal 23 steht eingangsseitig
mit einem vierten Luftkanal in Verbindung, welcher an die vorgenannte Luftverteilungskammer
15 bzw. an das vorgenannte Gebläse 14 angeschlossen ist, um im Betrieb vergleichsweise
kühle Austrittsluft 4 zum Eingang 19 des Ausbrennrohrs 13 zu fördern, und zwar durch
achsparallele Austrittsöffnungen 24, welche vom Ringkanal 23 einen Durchgang zum Eingang
19 des Ausbrennrohres 13 einrichten. Die Austrittsluft 4 wird aus dem Ringkanal 23
am äußeren Rand der Einzelbrennrohre gegen die Strömung des Brenngases gedrückt und
wird dann erst in den Einzelbrennrohren dergestalt aktiv, daß die Flammentemperatur
von ca. 1100
oC auf 800
oC nach unten gestaffelt wird, was die NO-Vermischung günstig beeinflußt, d.h. im wesentlichen
die NO
x-Bildung reduziert.
[0041] Die Verwirbelungskammer besitzt eine Rohrmantelöffnung 21 in Richtung Füllschacht
11 in etwa in der Breite des Füllschachtes, wobei der obere horizontale Rand 35 der
Rohrmantelöffnung 21 einen tangentialen Einlaß des Brenngases vom Füllschacht 11 in
die Verwirbelungskammer 12 ermöglicht.
[0042] Der obere horizontale Rand 35 liegt in etwa in oberseitiger Verlängerung der vertikalen
Füllschachtwand 18.
[0043] Im Betrieb wird in der Verwirbelungskammer 12 eine definierte Drehbewegung bzw. ein
Drall des Brenngases erzeugt, welcher sich bis hin zu den Einzelbrennrohren 25 des
Ausbrennrohrs 13 fortsetzt und dort für eine hochwertige definierte Flammenströmung
sorgt, welche selbst nach Austritt aus dem Ausbrennrohr 13 in gezielter Weise auf
die Brennkammer des nachgeordneten Heizkessels gerichtet werden kann.
[0044] Der Eingang 20 der Oberluft 3 zum Füllschacht 11 befindet sich auf der dem Eingang
19 des Ausbrennrohrs 13 entgegengesetzten Seite der Brenneranordnung 10, so daß die
Oberluft 3 die Axialströmung des Brenngases in der Verwirbelungskammer zum Ausbrennrohr
13 hin unterstützt.
[0045] Auf der Mantelinnenseite der Verwirbelungskammer 12 können Verwirbelungsleitbleche
22 vorgesehen sein, welche schraubenförmig angeordnet sind. Die Schraubensteigung
verläuft hierbei in Richtung Ausbrennrohr 13 zwecks Einrichtung einer Axialförderkomponente
für die durchströmenden Brenngase.
[0046] Es wird mithin durch die Erfindung insbesondere ein Feststoff-Gebläsebrenner geschaffen,
welcher einen von unten oder von oben zu beschickenden Fallschacht aufweist. Die äußere
Grundeinheit ist wasserführend, wobei der Außenmantel Würfelform besitzt. Die Eindüsung
des Brenngases in die Verwirbelungskammer erfolgt tangential mit effektiver Drallwirkung.
Durch die Zufuhr der Austrittsluft 4 ist ein stufenweiser Ausbrand in den Einzelbrennrohren
möglich. Die Einzelbrennrohre bzw. das Ausbrennrohr befindet sich in seitlicher Anordnung
in koaxialer Verlängerung der Verwirbelungskammer hinter dem Füllschacht 11 bzw. Entgasungsschacht.
Die Brennluft-Bereitstellung wird mit Hilfe eines Gebläses 14 erreicht, wobei die
Luft über eine Luftverteilkammer 15 den einzelnen Brenneranordnungsstellen optimal
zugeleitet werden kann, insbesondere dadurch, daß jede Luftstelle mit einer Dosierdrossel
versehen ist.
1. Brenneranordnung mit Brennrohr in Vor-Anordnung eines Heizkessels zwecks dessen Beheizung,
dadurch gekennzeichnet,
daß das als Ausbrennrohr (13) ausgebildete Brennrohr einen umschließenden Luftzuführungs-Ringkanal
(23) aufweist, der seinerseits eine Vielzahl von achsparallelen Austrittsöffnungen
(24) rund um den Eingang (19) des Ausbrennrohres besitzt.
2. Brenneranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausbrennrohr (13) mehrere achsparallele, insbesondere auf dem Umfang drei
gleich verteilte Einzelbrennrohre (25) aufweist.
3. Brenneranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gebläse (14) mit Dosiereinrichtung für die gesteuerte Zufuhr der Luft vorgesehen
ist.
4. Brenneranordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gebläse (14) auf der dem Ausbrennrohr (13) entgegengesetzten Brenneranordnungsseite
gelegen ist.
5. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brenneranordnung als Feststoff-Gebläsebrenner ausgebildet ist und einen Füllschacht
(11) für zu verbrennende Feststoffe aufweist, an den eine Feststoffzuführungseinrichtung
(9) angeschlossen ist, wobei dem Füllschacht (11) eine Verwirbelungskammer (12) nachgeordnet
ist, an die sich das Ausbrennrohr (13) anschließt.
6. Brenneranordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gebläse (14) an eine Luftverteilungskammer (15) angeschlossen ist, welche
Unterluft (1) über einen ersten Luftkanal zur Unterseite des Füllschachts (11) unterhalb
des Rostes (16) und Sekundärluft (2) über einen zweiten Luftkanal dicht oberhalb des
Rostes (16) dem Füllschacht (11) zuführt, wobei der zweite Luftkanal in einem Abschnitt
(17) dicht an einer Füllschachtwand (18) vorbeigeführt ist, daß die mit dem Gebläse
(14) verbundene Luftverteilungskammer (15) einen dritten Luftkanal, welcher Oberluft
(3) zur Oberseite des Füllschachts (11) zuführt, und einen vierten Luftkanal aufweist,
welcher die Austrittsluft (4) dem Eingang (19) des Ausbrennrohrs (13) zuführt, wobei
der Eingang (20) der Oberluft (3) zm Füllschacht (11) dem Eingang (19) des Ausbrennrohrs
(13) gegenüberliegt.
7. Brenneranordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftkanäle zur Zufuhr von Unterluft (1), Sekundärluft (2), Oberluft (3) und
Austrittsluft (4) zumindest teilweise Einstellschrauben (6) zwecks Dosierung der Zuführungsluft
aufweisen.
8. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausbrennrohr (13) bzw. die Einzelbrennrohre aus Siliziumkarbid gebildet sind.
9. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verwirbelungskammer (12) sich im wesentlichen in Querrichtung horizontal hinter
dem Füllschacht (11) erstreckt und im wesentlichen die Form eines Rohres besitzt,
dessen eines Axialende abgeschlossen und dessen anderes Ende im wesentlichen konzentrisch
zum Ausbrennrohr (13) angeordnet und mit diesem verbunden ist, wobei der Durchmesser
des Verwirbelkammerrohrs größer ist als der Durchmesser des Ausbrennrohrs, daß die
Verwirbelungskammer (12) eine Rohrmantelöffnung (21) mit tangentialem Wandbereichanschluß
zum Füllschacht (11) aufweist, welche in etwa die Breite des Füllschachts (11) besitzt,
wobei der Eingang (19) des Ausbrennrohrs (13) im wesentlichen in Höhe der einen Axialseite
der Rohrmantelöffnung (21) gelegen ist, und daß die Verwirbelungskammer (12) Verwirbelungsleitbleche
(22) aufweist, welche schraubenförmig auf dem Innenumfang der Verwirbelungskammer
(12) (mit Ausnahme der Rohrmantelöffnung) angeordnet sind und die Schraubensteigung
in Richtung des Eingangs (19) des Ausbrennrohrs (13) gerichtet ist.
10. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feststoffzuführungseinrichtung als Unterschub-Beschickung des Füllschachts
(11) ausgebildet ist und eine motorgetriebene Feststoff-Förderschnecke (26) bzw. -Zellradschleuse
aufweist, und daß insbesondere eine heizkesseltemperaturabhängige Steueereinrichtung
für den Antrieb der Fesetstoffzuführungseinrichtung (9) vorgesehen ist.
11. Brenneranordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecke (26) im wesentlichen horizontal in Querrichtung zur Verwirbelungskammer
(12) und zum Ausbrennrohr (13) angeordnet ist, daß am Austrittsende der Förderschnecke
(26) eine gebogene Rampe (27) sich bis hin zum Füllschachtrost (16) erstreckt und
eine Feststoff-Zündeinrichtung (28) vorgesehen ist, und daß insbesondere eine heizkesseltemperaturabhängige
Steuereinrichtung für die Zündung der Zündeinrichtung (28) vorgesehen ist.
12. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß im oder beim Füllschacht (11) ein insbesondere höhenverstellbarer Niveaugeber
(8) und ein insbesondere höhenverstellbarer Niveaunehmer bzw. Niveauschalter (7) zur
Füllstands- bzw. Feststoffbegrenzung angeordnet sind, wobei insbesondere der Niveaugeber
(8) einen Schwenkhebel (29) aufweist, dessen freies Ende als Feststoff-Schwimmer (30)
ausgebildet und im Innern des Füllschachts (11) gelegen ist, wobei der Schwenkhebel
(29) mit dem Niveauschalter (7) in Eingriff bringbar ist.
13. Brenneranordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anordnung im wesentlichen Kastenform besitzt und einen äußeren Wärmeisoliermantel
(32) aufweist, und daß im Bereich der Innenseite des Wärmeisoliermantels (32) ein
umlaufender Wassermantel (33) ausgebildet ist, welcher mit einem Heizkessel verbunden
ist.