[0001] Die Erfindung betrifft Scheuerpulver, die gleichzeitig eine gute Reinigungswirkung
insbesondere gegenüber fettigen Verschmutzungen bieten und bei der Anwendung nur wenig
Schaum entwickeln.
[0002] Scheuerpulver gehören zu den ältesten und auch heute noch unentbehrlichen Reinigungsmitteln,
die in Haushalt und Gewerbe zur Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen verwendet
werden. Die Grundbestandteile von Scheuerpulvern bilden zum einen die für die mechanische
Auflockerung hartnäckigen Schmutzes benötigten Abrasivstoffteilchen und zum andern
Tenside als grenzenflächenaktive Substanzen, die für die Entfernung fettigen oder
fetthaltigen Schmutzes unerläßlich sind. Die derzeit auf dem Markt befindlichen Scheuerpulver
enthalten als Tenside nahezu ausschließlich Alkylbenzolsulfonate, sowie fallweise
weitere Wirk- und Hilfsstoffe wie z. B. Bleich- und Desinfektionsmittel, Zeolithe
und alkalische Salze. In den deutschen Patentanmeldungen DE 25 39 733 A1 und DE 27
39 776 A1 (Procter & Gamble) werden flüssige und pulverförmige Scheuermittel mit einem
Abrasivstoffanteil aus Perlit in einer Menge bis zu 65 % beschrieben. Diese Anmeldungen
heben im wesentlichen auf diesen speziellen Abrasivstoff ab. Als Tenside für die pulverförmigen
Mittel werden hier Alkylsulfate und Alkylbenzolsulfonate angegeben.
[0003] In der kanadischen Patentschrift 1 048 365 (Procter & Gamble) werden scheuernd wirkende
Pulver mit einem hohen Tensidgehalt von 20 - 35 % und einem Abrasivstoffgehalt von
5 - 20 %, die sowohl als Scheuerpulver als auch als Geschirrspülmittel gempfohlen
werden, beschrieben. Als Tenside werden Alkylsulfate, Alkylbenzolsulfonate sowie Fettalkoholethoxilate
genannt. Die literaturbekannten und die aktuell handelsüblichen Scheuerpulver haben
als gemeinsames Merkmal ein gutes Reinigungsvermögen gegenüber fettigem und fetthaltigem
Schmutz, schäumen jedoch bei der Anwendung in einem unerwünscht hohen Maß. Um das
Schäumen zu vermeiden, wurde sogar der Versuch unternommen, reine Abrasivstoffe ohne
jeglichen Tensidzusatz anzubieten. Derartige Scheuerpulver besitzen jedoch keine fettentfernende
Wirkung und verhalten sich darüber hinaus bei der Anwendung aufgrund fehlender Dispergierwirkung
völlig unbefriedigend. Der Wunsch der Anwender nach nur schwach schäumenden, aber
gut reinigenden Scheuerpulvern konnte bisher nicht erfüllt werden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung bestand daher darin, die gewünschten Mittel bereitzustellen,
die die beiden Produktwirkungen: gute Schmutzentfernung und geringe Schaumneigung,
in sich vereinigen.
[0005] Überraschenderweise konnte diese Aufgabe dadurch gelöst werden, daß man den Scheuerpulvern
Alkylglycoside mit einem Oligomerisierungsgrad von 1,2 bis 1,4 oder Tensid-Kombinationen
mit einem Gehalt an diesen Alkylglycosiden zusetzt, wobei die Scheuerpulver darüber
hinaus übliche Inhaltsstoffe enthalten können.
[0006] Die Erfindung betrifft daher schwachschäumende Scheuerpulver mit einem Gehalt an
Abrasivstoffen, sonstigen üblichen Bestandteilen und gegebenenfalls sonstigen Tensiden,
die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie einen Zusatz an Alkylglycosiden mit einem
Oligomerisierungsgrad von 1,2 bis 1,4 enthalten.
[0007] Alkylglfloside sind als abbaubare Tenside nativen Ursprungs bekannt. Generell können
die hier als Tenside brauchbaren Alkylglykoside durch die Strukturformel RO(G)
x wiedergegeben werden, wobei R einen aliphatischen Rest mit wenigstens 4 Kohlenstoffatomen,
insbesondere den Rest eines primären Alkohols und ganz besonders einen Fettalkyl-
oder Fettalkenyl-Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, bedeutet.
Das Symbol (G) in der Formel steht für eine Glykoseeinheit, wobei wegen der technischen
Verfügbarkeit einerseits und der guten Reaktionsfähigkeit andererseits die Glucose
bevorzugt ist. Schließlich ist die Indexzahl x eine beliebige Zahl zwischen 1,2 und
1,4, womit der sogenannte Oligomerisierungsgrad, d. h. die Verteilung von Monoglykosiden
und Oligoglykosiden angegeben wird. Bei der Wiedergabe der Alkylglykoside durch die
Formel RO(G)
x wird der Fettalkoholanteil vernachlässigt. Dieser Fettalkoholanteil kann prinzipiell
weitgehend durch schonende destillative Behandlung des Alkylglykosids gesteuert werden,
d. h. der aus der Reaktion stammende Fettalkoholüberschuß kann bis auf Restwerte,
die unter 1 % Gesamtanteil liegen, aus dem Produkt entfernt werden. Sie wurden u.
a. für flüssige manuelle Geschirrspülmittel vorgeschlagen, z. B. in WO 86/02943 (A.E.Staley)
und WO 89/02912 (Henkel Corp.). Von manuellen Geschirrspülmitteln wird aber im Gegensatz
zum Gebiet anderer Reinigungsmittel für harte Oberflächen vom Verbraucher ein hohes
Schäumvermögen gefordert. Eine schäumende Tensidzusammensetzung, die ein spezielles
tensidisches Alkylglykosid mit dem Oligomerisierungsgrad x = 1,5 bis 10 und mit einem
Alkylmonoglykosidgehalt von 20 bis 70 Gew.-%, zusammen mit einem anionischen Co-Tensid,
das aus der Gruppe der tensidischen Sulfate, Sulfonate, Carboxylate und deren Mischungen
ausgewählt ist, wird in der EP 0 070 074 A2 (Procter & Gamble) beschrieben. Als anionische
Co-Tenside werden insbesondere Alkylbenzolsulfonat, Seife, zwitterionische Tenside,
amphotere Tenside, Alkansulfonate, Alpha-Olefinsulfonate, Alkylsulfate, Alkylpolyglykolethersulfate
und Paraffinsulfonate und deren Mischungen erwähnt. Die hier beschriebenen Tensidzusammensetzungen
sind für die Herstellung von Produkten, die bei der Anwendung stark schäumen, wie
beispielsweise manuellen Geschirrspülmitteln und Shampoos, geeignet. In der Beschreibung
wird enumerativ auch ein möglicher Zusatz an Abrasivstoffen erwähnt, Beispiele dafür
liegen jedoch nicht vor. Aus der DE 35 34 082 A1 (Henkel KGaA) sind flüssige Reinigungsmittel
für das manuelle Reinigen von Geschirr bekannt, die Sulfat- und/oder Sulfonattenside,
Fettsäurealkanolamide und Fettalkylglucoside mit einem Oligomerisierungsgrad von 1
bis 1,4 enthalten, die besondere Schaum- und Reinigungskraft aufweisen. Scheuermittel
werden dort nicht beschrieben.
[0008] Aus der DE 37 06 015 A1 (Henkel KGaA) sind weiterhin flüssige, stark schäumende Reinigungsmittel
für das manuelle Reinigen von Geschirr bekannt, die neben Fettalkylglucosiden mit
einem Oligomerisierungsgrad von 1 bis 1,4 als Schaumverstärker Dialkylsulfosuccinate
mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen in jedem der Alkylreste enthalten. Auch hier findet
sich kein Hinweis auf Scheuermittel. Es war daher nicht voraussehbar, daß diese Alkylglykoside
allein oder in Kombination mit weiteren Tensiden in Scheuerpulvern eine nur schwache
Schaumentwicklung bei Anwendung zeigen.
[0009] Bevorzugte Scheuerpulver der vorliegenden Erfindung weisen die folgende Zusammensetzung
auf:
a) 70 - 99 Gew.-%, insbesondere 80 - 95 Gew.-% eines Abrasivstoffes,
b) 0,5-15 Gew.-%, insbesondere 1 - 10 Gew.-% eines Tensids oder einer Tensidmischung
aus der Gruppe der Anion-, Nio- oder Amphotenside, wobei dieses Tensid bzw. diese
Tensidmischung zu 2 -100 %, vorzugsweise zu 5 - 90 % aus dem Alkylglucosid besteht
und
c) der Rest auf 100 Gew.-% üblicherweise in Scheuerpulvern verwendete Stoffe wie Bleich-
und Desinfektionsmittel, anorganische oder organische wasserlösliche oder unlösliche
Salze, Farb- und Duftstoffe.
[0010] Als weitere Tenside, die in den erfindungsgeäßen Scheuerpulvern eingesetzt werden
können, kommen Aniontenside vom Sulfat und Sulfonattyp, wie z. B. Alkylsulfate, Alkylethersulfate,
Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfonate usw., die für Reinigungsmittel gebräuchlich sind,
in Frage. Bevorzugt sind Alkylsulfate, die aus natürlichen Ölen und Fetten nach bekannten
Verfahren hergestellt werden und einen gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit
6 - 20, vorzugsweise 10 - 18 Kohlenstoffatomen aufweisen. Besonders bevorzugt sind
Scheuerpulver, die frei sind von Alkylbenzolsulfonaten.
[0011] Als Niotenside kommen Fettalkoholethoxilate, d. h. Anlagerungsprodukte von 2 - 16
Mol Ethylenoxid an Fettalkohole mit verzweigten oder geradkettigen gesättigten oder
ungesättigten C16-C20-Alkylresten. Bevorzugt sind solche Fettalkoholethoxilate, die
aus natürlichen Fetten und Ölen hergestellt werden. In geringen Mengen können gegebenenfalls
auch übliche Amphotenside und Betaine und/oder Amidobetaine eingesetzt werden. Bei
Mitverwendung dieser Tensidklasse ist aber deren Einsatzmenge auf die eventuelle Anwesenheit
weiterer Tenside auszurichten, so daß die Gesamtformulierung das gewünschte Schaumverhalten
aufweist.
[0012] Als Abrasiva können alle für Scheuerpulver bekannten Stoffe, z. B. mineralische Gesteinsmehle,
wie Quarz-, Cristobalit-, Marmor-, Bimsmehl u. ä. mit einer Korngröße bis zu 1 mm,
bevorzugt bis zu 0,3 mm, eingesetzt werden. Die untere Korngröße wird allein durch
die technischen Möglichkeiten bei der Herstellung von Abrasivstoffen, auch in Form
von für Poliermittelzusatze geeigneten mehlartigen Formen, bestimmt. Es können alternativ
auch Kunststoffgranulate bzw. -pulver sowie Holzmehl oder Glasperlen und ähnliche
Abrasiva mit sehr milder Scheuerwirkung verwendet werden.
[0013] Als Bleich- und Desinfektionsmittel sind die bekannten anorganischen oder organischen,
in Gegenwart von Wasser H₂O₂ oder Aktivchlor liefernden Verbindungen brauchbar. Die
Perverbindungen können zusammen mit sogenannten Bleichaktivatoren, wie z.B. Tetraacetyl-äthylendiamin
oder Tetraacetylglykoluril eingesetzt werden.
[0014] Zu weiteren, gegebenenfalls in Scheuerpulvern verwendbaren Stoffen zählen anorganische
oder organische Komplexbildner und Gerüstsubstanzen, die in der Lage sind, Erdalkaliionen
des Leitungswassers, welches zur Anwendung der Scheuerpulver verwendet wird, zu binden
und die mit den Tensiden zu einer Steigerung der Reinigungswirkung führen. Zu dieser
Klasse an Wirkstoffen zählen die bekannten Zeolithe sowie organische Komplexbildner,
insbesondere die Natriumsalze der Polycarbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Aminocarbonsäuren,
Carboxyalkylethern, polyanionische Polymere, insbesondere der polymeren Carbonsäuren.
P-haltige Komplexbildner oder Gerüstsubstanzen sollen vorzugsweise nicht eingesetzt
werden.
[0015] Schließlich kann es erwünscht sein, den Scheuerpulvern neutral oder alkalisch reagierende
Alkalisalze, insbesondere Natriumsalze, aus der Gruppe der Chloride, Carbonate, Bicarbonate,
Sulfate und Silikate hinzuzufügen.
[0016] Die erfindungsgemäßen Scheuerpulver können ferner Farb- und Duftstoffe enthalten.
Im Falle der Anwesenheit von oxidativ wirkenden Bleichmitteln wählt man bekannte oxidationsstabile
Farbpigmente wie Phthalocyaninpigmente oder Ultramarin und Duftstoffe wie Terpenverbindungen
aus.
[0017] Die Herstellung der Scheuerpulver kann in an sich bekannter Weise erfolgen, z. B.
durch Trocknen eines Teils oder aller wasserlöslicher Komponenten und Zumischen bzw.
Aufsprühen der restlichen Komponenten des Scheuerpulvers.
Testmethode
[0018] Die Prüfung der Reinigungswirkung der erfindungsgemäßen Scheuerpulver erfolgte nach
der in der Fachzeitschrift Seifen - Öle - Fette - Wachse, 112, 371 (1986) veröffentlichten
Methode. Dabei wurde das zu prüfende Reinigungsmittel auf eine künstlich angeschmutzte
Kunststoffoberfläche gegeben. Als künstliche Anschmutzung diente eine Mischung aus
Vaseline (R), Fettsäureglycerinestern und Pigmenten eingesetzt. Die Testfläche von
26 x 28 cm wurde mit Hilfe eines Flächenstreichers gleichmäßig mit 2 g der künstlichen
Anschmutzung beschichtet.
[0019] Ein Kunststoffschwamm wurde mit Leitungswasser getränkt. Auf die Testfläche wurde
das zu prüfende Scheuerpulver als 1 : 1 -Mischung mit Leitungswasser aufgetragen.
Der Schwamm wurde dann mechanisch auf der Testfläche bewegt. Nach zehn Wischbewegungen
wurde die gereinigte Testfläche unter fließendes Wasser gehalten und der lose sitzende
Schmutz entfernt. Die Reinigungswirkung, d. h. der Weißgrad der so gereinigten Kunststoffoberfläche
wurde mit einem Farb-Differenz-Meßgerät Microcolor der Firma Dr. Lange gemessen. Als
Weiß-Standard diente die saubere weiße Kunststoffoberfläche.
[0020] Da bei der Messung der sauberen Oberfläche auf 100 % eingestellt und die angeschmutzte
Fläche mit 0 angezeigt wurde, sind die abgelesenen Werte bei den gereinigten Kunststoff-Flächen
mit dem Prozentgehalt Reinigungsvermögen (% RV) gleichzusetzen. Bei den nachstehenden
Versuchen sind die angegebenen Werte RL rel. (%) die nach dieser Methode ermittelten
Werte für das Reinigungsvermögen der untersuchten Reinigungsmittel, bezogen auf die
Reinigungsleistung des Vergleichsstandards (RL = 100 %). Sie stellen jeweils Mittelwerte
aus 3fachen Bestimmungen dar.
[0021] Das Schaumverhalten wurde praxisnah nach folgender Methode überprüft, wobei der Schaum,
der beim Scheuern entsteht, auf einem sauberen gekachelten Tisch geprüft wurde. Für
den Schaumtest wurden 1,0 g Scheuerpulver und 10 ml Leitungswasser auf den Tisch gegeben.
Man scheuerte in 15 Kreisbewegungen mit angefeuchteten Handbürsten und beurteilte
den gebildeten Schaum in Noten von 1 - 4, wobei 4 = sehr viel Schaum und 1 = kein
oder nur sehr wenig Schaum bedeuten.
[0022] Als Vergleichsstandard für die Effekte, die mit den erfindungsgemäßen Scheuerpulvern
zu erzielen sind, wurde ein handelsübliches Scheuermittel folgender Zusammensetzung
herangezogen:
3,0 % Na-Alkylbenzolsulfonat
3,0 % Na-Hydrogencarbonat
1,3 % K-Peroxomonosulfat
0,3 % Na-Sulfat
4,0 % Na-Chlorid
Rest auf 100 % Quarzmehl
Die Reinigungswirkung, die mit diesem Mittel gemäß der beschriebenen Testmethode ermittelt
wurde, wurde mit 100 % gleichgesetzt. Im Schaumtest erzielte dieses Produkt folgende
Noten:
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Noten |
4 |
3 |
2-3 |
[0023] Die Prozentangaben der folgenden Beispiele beziehen sich auf Gewichts% Aktivsubstanz.
Beispiel 1
[0024] 0,5 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,4
1,0 % C₁₂₋₁₄-Fettalkoholsulfat, Na-Salz
1,0 % Zeolith
1,5 % Wasserglas
1,5 % Soda
0,2 % Parfümöl
Rest auf 100 % Quarzmehl der Korngröße 0 - 0,1 mm
Das auf den Vergleichsstandard bezogene relative Reinigungsvermögen betrug 120 %.
Die Schaumnoten waren:
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Noten |
1-2 |
1 |
1 |
Beispiel 2
[0025] 0,1 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,4
0,05 % C₁₂₋₁₈-Fettalkohol + 5 Ethylenoxid (EO)
1,5 % C₁₂₋₁₄ Fettalkoholsulfat
2,0 % Soda
10,0 % Na-Sulfat
0,008 % Farbstoff
Rest auf 100 % Polypropylengranulat der Korngröße 0 - 0,3 mm
Es handelt sich hier um ein sehr mild-abrasives Scheuerpulver mit einem relativen
Reinigungsvermögen von 150 % und geringer Schaumneigung.
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Noten |
1-2 |
1 |
1 |
Beispiel 3
[0026] Gleiche Zusammensetzung wie Beispiel 2, jedoch wurde Marmormehl der Korngröße 0 -
0,2 mm anstelle des Kunststoffgranulates eingesetzt. Dieses Mittel wies ähnlich gute
Reinigungsleistung und geringe Schaumneigung wie das Beispiel 2 auf.
Beispiel 4
[0027] 0,15 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,2
1,5 % C₁₂₋₁₄ Fettalkoholsulfat
2,0 % Soda
1,5 % Wasserglas
1,0 % Zeolith
1,0 % Sulfat
2,0 % Kaliummonopersulfat
Rest auf 100 % Marmormehl der Korngröße 0 - 0,1 mm
Dieses Scheuerpulver zeigte gute Bleichwirkung gegenüber Obstflecken, war gut lagerstabil.
Relative Reinigungsleistung: 130 %.
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Schaumnoten |
1-2 |
1 |
1 |
Beispiel 5
[0028] 0,5 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,4
3,0 % C₁₂₋₁₄ Fettalkoholsulfat
0,1 % C₁₂₋₁₈ Fettalkohol + 5 EO
0,5 % Polyacrylat (Sokalan CP 5 der Fa. BASF)
3,0 % Zeolith
0,1 % Mg-Perphthalat
Rest auf 100 % Quarzmehl der Korngröße 0 - 0,05 mm
Diese bleichenden Scheuerpulver hatten trotz der hervorragenden relativen Reinigungswirkung
von 200 % nur eine geringe Schaumneigung.
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Schaumnoten |
2 |
1-2 |
1 |
Beispiel 6
[0029] 0,15 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,2
0,5 % Alkylbenzolsulfonat, Na-Salz
2,0 % Soda
1,5 % Wasserglas
3,0 % Na-Sulfat
1,0 % Zeolith
0,1 % Trichlorisocyanursäure
0,002 % Farbstoff
0,2 % Parfümöl
Rest auf 100 % Quarzmehl der Korngröße 0 - 0,1 mm
Relative Reinigungsleistung: 180 %
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Schaumnoten |
3 |
2-3 |
2 |
[0030] Selbst bei einem Gehalt an Alkylbenzolsulfonat wird der Schaum durch den Zusatz des
Alkylglucosids noch erkennbar reduziert.
Beispiel 7
[0031] 5 % C₁₂₋₁₄-Alkylglucosid mit x = 1,4
5 % Soda
90 % Quarzmehl der Korngröße 0 - 0,1 mm
Relative Reinigerleistung: 150 %
| Beurteilung nach |
0 |
1 |
5 Minuten |
| Schaumnoten |
1 |
1 |
1 |
[0032] Die beste Wirkung tritt ein, wenn Alkylglucosid als alleiniges Tensid eingesetzt
wird.
1. Schwachschäumendes Scheuerpulver mit einem Gehalt an scheuernd wirkenden Stoffen sowie
mit einem Gehalt an Tensiden, dadurch gekennzeichnet, daß es als Tensid oder neben
anderen Tensiden 0,05 Gew.-% oder mehr, bezogen auf das gesamte Scheuermittel, eines
Alkylglykosids mit einem Oligomerisierungsgrad von 1,2 bis 1,4 enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es
a) 70 - 99 Gew.-%, insbesondere 80 - 95 Gew.-% eines Abrasivstoffes
b) 0,5 - 15 Gew.-%, insbesondere 1 - 10 Gew.-% eines Tensids oder einer Tensidmischung
aus der Gruppe der Anion-, Nio- oder Amphotenside, wobei dieses Tensid bzw. diese
Tensidmischung zu 2 - 100 %, vorzugsweise zu 5 - 90 % aus Alkylglucosid besteht und
c) als Rest auf 100 % üblicherweise in Scheuerpulvern verwendete Stoffe wie Bleich-
und Desinfektionsmittel, anorganische oder organische wasserlösliche oder unlösliche
Salze, Farb- und Duftstoffe enthält.
3. Scheuerpulver nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkylglucosid
der Formel RO(G)x entspricht, wobei R = C₄₋₂₂-Alkyl, O = Sauerstoff, G Glucose-Einheit und X = 1,2
- 1,4 bedeuten.
4. Scheuerpulver nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es frei von
Alkylbenzolsulfonaten ist.
5. Scheuerpulver nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es frei von
P-haltigen Komplexbildnern und Gerüstsubstanzen ist.
1. A low-foam scouring powder containing scouring substances and surfactants, characterized
in that it contains 0.05% by weight or more, based on the scouring powder as a whole,
of an alkyl glycoside having a degree of oligomerization of 1.2 to 1.4 as surfactant
or in addition to other surfactants.
2. A scouring powder as claimed in claim 1, characterized in that it contains
a) 70 to 99% by weight and, more particularly, 80 to 95% by weight of an abrasive,
b) 0.5 to 15% by weight and, more particularly, 1 to 10% by weight of a surfactant
or surfactant mixture from the group of anionic, nonionic or amphoteric surfactants,
2 to 100% and preferably 5 to 90% of this surfactant or surfactant mixture consisting
of alkyl glucoside, and
c) the balance to 100% by weight substances typically used in scouring powders, such
as bleaches and disinfectants, inorganic or organic water-soluble or insoluble salts,
dyes and fragrances.
3. A scouring powder as claimed in claims 1 and 2, characterized in that the alkyl glucoside
corresponds to the formula RO(G)x where R = C₄₋₂₂ alkyl, O is oxygen, G is a glucose unit and x is a number of 1.2
to 1.4.
4. A scouring powder as claimed in claims 1 to 3, characterized in that it is free from
alkylbenzene sulfonates.
5. A scouring powder as claimed in claims 1 to 4, characterized in that it is free from
P-containing complexing agents and builders.
1. Poudre à récurer faiblement moussante ayant une teneur en substance active à action
récurante ainsi qu'une teneur en agents tensioactifs, caractérisée en ce que comme
agent tensioactif ou à côté d'autres agents tensioactifs, elle renferme 0,05 % en
poids ou plus, rapporté à l'agent récurant total, d'un alcoylglycoside ayant un degré
d'oligomérisation de 1,2 à 1,4.
2. Agent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient :
a) 70 - 99 % en poids, en particulier 80 - 95 % en poids d'une substance abrasive,
b) 0,5 - 15 % en poids, en particulier 1 - 10 % en poids, d'un agent tensioactif ou
d'un mélange d'agents tensioactifs choisis dans le groupe des agents tensioactifs
anioniques, non ioniques et amphotères, cet agent tensioactif ou ce mélange d'agents
tensioactifs consistant pour 2 à 100 %, de préférence pour 5 à 90 %, en un alcoylglucoside et,
c) comme reste à 100 % en poids, des substances utilisées habituellement dans les
poudres à récurer, comme des agents de blanchiment et des agents de désinfection,
des sels minéraux ou organiques, solubles dans l'eau ou insolubles, des colorants
et des parfums.
3. Poudre à récurer selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce que l'alcoylglucoside
correspond à la formule RO(G)x dans laquelle R signifie un alcoyle en C₄ à C₂₂, 0 signifie de l'oxygène, G une unité
de glucose et x = 1,2 à 1,4.
4. Poudre à récurer selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'elle est dépourvue
d'alcoylbenzènesulfonates.
5. Poudre à récurer selon les revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'elle est dépourvue
d'agents complexants et de substances de squelette contenant du phosphore.