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EP 0 569 732 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1995 Patentblatt 1995/50 |
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Anmeldetag: 16.04.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F24D 19/10 |
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Gasbeheizter Wassererhitzer
Gas fired water boiler
Chauffe-eau à gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
15.05.1992 DE 4216069
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.11.1993 Patentblatt 1993/46 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Oehrlein, Manfred, Dipl.-Ing. (FH)
W-7314 Wernau (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 199 894
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FR-A- 1 547 210
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Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem gasbeheizten Wassererhitzer nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Die im Heizungsnetz umlaufende Wassermenge ist entsprechend der Pumpenkennlinie
von den Strömungswiderständen im Heizungsnetz abhängig, die beispielsweise durch Thermostatventile
an den Heizkörpern beeinflußt sind, welche mit abnehmenden Wärmebedarf die Durchlaßquerschnitte
für das Wasser zunehmend drosseln. Das würde ohne zusätzliche Maßnahmen zu erhöhten,
störenden Strömungsgeräuschen und gegebenenfalls auch zu einer hohen Nachheizung des
Wassers im Wärmeübertrager und zu einem Wirkungsgrad mindernden Kurztaktbetrieb des
Gerätes führen. Mit der Anordnung eines Bypasses und eines den Bypass steuernden Überströmventils
werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß im Heizungsnetz ein konstanter Wasserdruck
aufrechterhalten bzw. ein vorgegebener Höchstwert des Wasserdrucks nicht überschritten
und gegebenenfall die Wasserströmung im Wärmeübertrager des Heizgerätes nicht bzw.
nicht über einen vorgegebenen Wert hinaus gedrosselt wird (siehe z.B. die EP-A-0 199
894). Bei den bekannten Wassererhitzern der eingangs genannten Art ist das Überströmventil
als Rückschlagventil mit einem festen Ventilsitz an einem Ventildurchgang zum Bypass
und einem verschiebbar geführten Ventilkörper ausgebildet, der vom Wasserdruck in
der Vorlaufleitung entgegen einer Schließfederkraft beaufschlagt ist und vom Ventilsitz
abhebt, wenn der Wasserdruck einen vorgegebenen Wert überschreitet. Bei diesen Überströmventilen
der mechanischen Bauart können die Teile nach längerer Betriebszeit u.U. verschmutzen
bzw. sich abnutzen, so daß eine einwandfreie Funktion nicht mehr gewährleistet ist.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß das Überströmventil ein rein fluidisch arbeitendes
Bauelement ist, das ausschließlich aufgrund von Strömungseffekten arbeitet, keine
beweglichen, der Abnutzung unterliegenden Teile hat und gegen Verschmutzung unempfindlich
ist.
[0003] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Wirbelkammerventil mit seinem tangentialen
Eingang und dem axialen Ausgang in den vom Wärmeübertrager zum Vorlaufanschluß führenden
Vorlaufstrang des internen Leitungssystems eingebaut. Dadurch ist erreicht, daß auch
der Wärmeübertrager in den vom Wirbelkammerventil gesteuerten geräteinternen Kurzschlußkreis
einbezogen ist, so daß eine erhöhte Nachheizung bzw. ein Wirkungsgrad mindernder Kurztaktbetrieb
des Gasbrenners bei erhöhtem Strömungswiderstand im Heizungsnetz vermieden wird.
Zeichnung
[0004] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Warmwasser-Zentralheizungsanlage
mit einem Wassererhitzer nach dem ersten Ausführungsbeispiel, Figur 2 perspektivisch
das Wirbelkammerventil des Wassererhitzers nach Figur 1, und Figur 3 einen Wassererhitzer
nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0005] Die Zentralheizungsanlage nach Figur 1 hat einen durch einen strichpunktierten Linienzug
umrandeten Wassererhitzer 10, der mit einem Gasbrenner 12 als Heizquelle versehen
ist. Über dem Gasbrenner 12 ist ein von den Verbrennungsgasen beaufschlagter Wärmeübertrager
14 angeordnet, der aus einem Lamellelenblock mit hindurchgeführter Wasserrohrschlange
16 besteht. Diese ist in ein internes Leitungssystem des Wassererhitzers 10 eingefügt,
welches einen Rücklaufanschluß 18 für ein externes Heizungsnetz 20 mit einem Vorlaufanschluß
22 verbindet. Das Heizungsnetz 20 führt über mehrere parallel zueinander geschaltete
Heizkörper 24, die je von einem Thermostatventil 26 gesteuert sind.
[0006] Das interne Leitungssystem des Wassererhitzers 10 hat einen ersten Rücklaufstrang
28, der vom Rücklaufanschluß 18 zum Sauganschluß einer Umwälzpumpe 30 führt. Der Druckanschluß
der Umwälzpumpe 30 ist über einen zweiten Rücklaufstrang 32 mit dem Eingang des Wärmeübertragers
14 verbunden, dessen Ausgang über einen ersten Vorlaufstrang 34 an den Eingangsstutzen
36 eines Wirbelkammerventils 38 angeschlossen ist. Das nachstehend noch näher beschriebene
Wirbelkammerventil 38 hat zwei Ausgangsstutzen 40, 42, von denen der eine, 40, über
einen zweiten Vorlaufstrang 44 mit dem Vorlaufanschluß 22 verbunden ist. Der andere
Ausgangsstutzen 42 ist über eine Bypassleitung 46 an den ersten Rücklaufstrang 28
bzw. an die Saugseite der Umwälzpumpe 30 angeschlossen.
[0007] Das Wirbelkammerventil 38, das im vorliegenden Zusammenhang erfindungsgemäß die Funktion
eines Überströmventils ausübt, ist in Figur 2 der Zeichnung näher dargestellt. Das
Ventil hat eine kreiszylindrische Wirbelkammer 50, in welche der Eingangsstutzen 36
tangential einmündet. Der Ausgangsstutzen 40 mündet an zentraler Stelle aus der Wirbelkammer
50 aus. Der zweite, radial verlaufende Ausgangsstutzen 42 ist neben der Einmündung
des Eingangsstutzens 36 an die Wirbelkammer 50 angesetzt. Das Wirbelkammerventil 38
arbeitet wie folgt:
Bei hohem Wärmebedarf, das heißt bei geöffneten Thermostatventilen 26 und daher geringen
Strömungswiderständen im Heizungsnetz 20, kann eine große Wassermenge aus dem Ventil
zum Vorlaufanschluß 22 abfließen. Das führt dazu, daß die über den Eingangsstutzen
36 tangential in die Wirbelkammer 50 einströmende Wassermenge in dieser und im axialen
Ausgangsstutzen 40 einen kräftigen, in Figur 2 durch die strichlinierte Linie angedeuteten
Strömungswirbel 52 aufbauen kann. Dieser ist in der Lage, den radialen Ausgangsstutzen
42 fast vollständig abzusperren, so daß fast kein Wasser über die Bypassleitung 46
zurück zur Saugseite der Umwälzpumpe 30 abfließen kann.
[0008] Mit abnehmenden Wärmebedarf, das heißt bei teilweise geschlossenen Thermostatventilen
26 und größeren Strömungswiderständen im Heizungsnetz 20, stellt sich in der Wirbelkammer
50 ein Übergangszustand ein. Der Strömungswirbel 52 gibt jetzt in Abhängigkeit vom
Übergangsverhalten der jeweiligen Ventilauslegung und abhängig vom jeweiligen Strömungswiderstand
im axialen Ausgangsstutzen 40 den radialen Ausgangsstutzen 42 mehr oder weniger frei.
Dadurch fließt eine durch die punktierte Linie angedeutete Teilmenge 54 des Wassers
über die Bypassleitung 46 am Heizungsnetz 20 vorbei zur Umwälzpumpe 30 zurück. Die
Durchflußmenge im Wärmeübertrager 14 bleibt dabei annähernd konstant, so daß die eingangs
geschilderten Mängel sowohl bezüglich des Heizungsnetzes als auch bezüglich des Wassererhitzers
selbst vermieden sind.
[0009] Wenn bei minimalen Wärmebedarf bzw. bei geschlossenen Thermostatventilen 26 der Strömungswiderstand
im axialen Ausgangsstutzen 40 des Wirbelkammerventils 38 auf einen vorgegebenen Grenzwert
ansteigt, kann über die Ausgangsstutzen 40 nur noch wenig oder gar kein Wasser mehr
abströmen. Dadurch kann sich auch in der Wirbelkammer 50 kein Strömungswirbel mehr
ausbilden. Die Folge davon ist, daß die gesamte zulaufende Wassermenge in den radialen
Ausgangsstutzen 42 gedrückt wird und über die Bypassleitung 46 zurück zur Saugseite
der Umwälzpumpe 30 gelangt.
[0010] Der Wassererhitzer nach Figur 3 stimmt im wesentlichen mit dem Gerät nach Figur 1
überein, so daß in beiden Figuren die funktionsgleichen Teile mit den gleichen Bezugszahlen
versehen sind. Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist jedoch das Wirbelkammerventil
38 in den Rücklaufstrang 32 zwischen Umwälzpumpe 30 und Wärmeübertrager eingesetzt
und der Wärmeübertrager 14 über einen durchgehenden Vorlaufstrang 56 mit dem Vorlaufanschluß
22 verbunden.
1. Gasbeheizter Wassererhitzer mit einem Vorlauf (22)- und einem Rücklaufanschluß (18)
für ein Warmwasser-Heizungsnetz (20) und einem beide Anschlüsse verbindenden internen
Leitungssystem, das einen Wärmeübertrager (14), eine Umwälzpumpe (30) und ein Überströmventil
enthält, welches einen die beiden Anschlüsse für das Heizungsnetz (20) und gegebenenfalls
auch den Wärmeübertrager überbrückenden Bypass (46) nach Maßgabe des Strömungswiderstandes
im Heizungsnetz (20) steuert, dadurch gekennzeichnet, daß das Überströmventil als
Wirbelkammerventil (38) ausgebildet, das mit seinem tangentialen Eingang (36) und
dem axialen Ausgang (40) in einen von der Druckseite der Umwälzpumpe (30) zum Vorlaufanschluß
(22) führenden Abschnitt (32, 16, 34, 44 bzw. 32, 16, 56) des internen Leitungssystems
eingebaut ist und dessen radialer Ausgang (42) über den Bypass (46) mit der Saugseite
der Umwälzpumpe (30) verbunden ist.
2. Wassererhitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirbelkammerventil
(38) mit seinem tangentialen Eingang (36) und dem axialen Ausgang (40) in den vom
Wärmeübertrager (14) zum Vorlaufanschluß (22) führenden Vorlaufstrang (34, 44) des
internen Leitungssystems eingebaut ist.
1. Gas-fired water boiler having a feed connection (22) and a return connection (18)
for a hot-water heating network (20) and an internal line system which connects both
connections and contains a heat exchanger (14), a circulating pump (30) and an overflow
valve which controls a bypass (46), bridging the two connections for the heating network
(20) and also if need be the heat exchanger, in accordance with the flow resistance
in the heating network (20), characterized in that the overflow valve is designed
as a swirl-chamber valve (38) which is fitted with its tangential inlet (36) and the
axial outlet (40) into a section (32, 16, 34, 44 or 32, 16, 56), leading from the
pressure side of the circulating pump (30) to the feed connection (22), of the internal
line system and the radial outlet (46) of which is connected via the bypass (46) to
the suction side of the circulating pump (30).
2. Water boiler according to Claim 1, characterized in that the swirl-chamber valve (38)
is fitted with its tangential inlet (36) and the axial outlet (40) into the feed run
(34, 44), leading from the heat exchanger (14) to the feed connection (22), of the
internal line system.
1. Chauffe-eau à gaz comprenant un branchement de colonne montante (22) et un branchement
de retour (18) pour un circuit de chauffage à eau chaude (20) et un circuit de conduite
interne reliant les deux branchements, comprenant un échangeur de chaleur (14), une
pompe de circulation (30) et un clapet de débordement, commandant l'un des deux branchements
du réseau de chauffage (20) et, le cas échéant également, la dérivation (46) court-circuitant
l'échangeur de chaleur, après indication de la perte de charge dans le réseau de chauffage
(20), caractérisé en ce que le clapet de débordement est en forme de clapet à chambre
à tourbillon (38) ayant une entrée tangentielle (36) et une sortie axiale (40) montées
dans un segment (32, 16, 34, 44) ou (32, 16, 56), reliant le côté de pression de la
pompe de circulation (30) au branchement de colonne montante (22) du circuit interne,
et dont la sortie radiale (42) est reliée au côté aspiration de la pompe de circulation
(30) par la dérivation (46).
2. Chauffe-eau selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée tangentielle
(36) et la sortie axiale (40) du clapet à chambre à tourbillon (38) sont montées dans
la colonne montante (34, 44) reliant l'échangeur de chaleur (14) au branchement de
colonne montante (24) dans le système de conduite interne.

