[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Meßwerterfassung und Übertragung bei einem
Elektrofilter, das über einen Hochspannungstransformator mit elektrischer Energie
versorgt wird.
[0002] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, hochspannungsseitige Meßwerte
sicher einer Meßwertverarbeitung zuzuführen.
Diese Aufgabe wird durch folgende Merkmale gelöst:
a) eine Meßwerterfassungseinrichtung für hochspannungsseitige Spannung und Strom mit
einer nachgeschalteten Umsetzeinrichtung ist zusammen mit dem Hochspannungstransformator
in einem Transformatorschrank angeordnet,
b) von der Umsetzeinrichtung im Transformatorschrank zu einem gesonderten Steuerschrank
verlaufen als Lichtwellenleiter ausgebildete Datenleitungen, über die die modulierten
Meßwerte von Strom und Spannung zu einer Meßwertverarbeitungseinrichtung übertragen
werden,
c) die Umsetzeinrichtung wird durch vom Steuerschrank zum Transformatorschrank verlaufende
Energieversorgungsleitungen mit elektrischer Energie versorgt,
d) Lichtwellenleiter und Energieversorgungsleitungen sind in einem gemeinsamen Kabel
geführt.
[0003] Wenn die Leitungen vorkonfektionierte Stecker aufweisen, ist es auf besonders einfache
Weise unmöglich gemacht, Fehlverdrahtungen vorzunehmen. Die Stecker können z.B. aus
einem Schukostecker für die Energieversorgung und aus einem Sub-D-Stecker oder einem
BNC-Stecker für die Datenleitung bestehen. Es besteht prinzipell aber auch die Möglichkeit,
daß ein gemeinsamer Stecker verwendet wird, der z.B. aufgrund seiner Symmetrieeigenschaften
nur in einer Lage steckbar ist.
[0004] Wenn die Datenleitungen und die Energieversorgungsleitungen unvertauschbar ausgebildetet
sind, können die Leitungen auch ohne Stecker nicht miteinander verwechselt werden.
Die Datenleitungen können beispielsweise als Flachbandkabel oder als Koaxialkabel
ausgebildet sein, während für die Energieversorgung ein konventionelles Kupferkabel
verwendet wird.
[0005] Überraschenderweise sind auch Lichtwellenleiter als Datenleitungen verwendbar. Es
hat sich nämlich herausgestellt, daß entgegen den Erwartungen der Fachwelt Lichtwellenleiter
den mechanischen Belastungen im rauhen Industriebetrieb durchaus gewachsen sind, wenn
sie entsprechend ummantelt sind. Wenn die Datenleitungen als Lichtwellenleiter ausgebildet
sind, ist eine galvanische Entkopplung und damit eine Potentialtrennung zwischen Steuerschrank
und Transformatorschrank gegeben. Dadurch kann es nicht geschehen, daß durch einen
Potentialsprung, wie er beispielsweise bei einem Filterdurchschlag auftritt, die Meßwerterfassungseinrichtung
zerstört wird. Es ergibt sich also eine höhere Betriebssicherheit.
[0006] Die Datenleitungen und die Energieversorgungsleitungen sind vorzugsweise in einem
gemeinsamen Kabel geführt. Durch die Führung der Lichtwellenleiter in einem stabilen,
gemeinsamen Kabel wird nämlich die mechanische Belastung der Lichtwellenleiter entscheidend
reduziert. Es ist also gewährleistet, daß die Datenleitungen nicht abrupt unterbrochen
werden.
[0007] In dem gemeinsamen Kabel können auch noch weitere Leitungen, z.B. zur Überwachung
der Transformatortemperatur, verlaufen.
[0008] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, anhand der Zeichnungen sowie den weiteren Ansprüchen.
Dabei zeigen:
FIG 1 eine Prinzipdarstellung des Auswertungssystems und
FIG 2 einen Querschnitt durch das verwendete Kabel.
[0009] Gemäß FIG 1 ist im Transformatorschrank 1 der Hochspannungstransformator angeordnet.
Vom Hochspannungstransformator ist der Übersichtlichkeit halber in FIG 1 nur die Sekundärwicklung
2 dargestellt. Die Ausgangsspannung der Sekundärwicklung 2 wird über die Gleichrichtereinheit
4 an das nicht dargestellte Elektrofilter angelegt. Ein Ausgang der Gleichrichtereinheit
4 ist über den Reihenwiderstand 3 mit Erde verbunden. Der andere Ausgang der Gleichrichtereinheit
4 ist über die Nebenwiderstände 5, 6 ebenfalls mit Erde verbunden. Die über die Leitungen
7, 8 abgegriffenen Signale sind proportional zum Filterstrom und zur Filterspannung.
[0010] Die Leitungen 7, 8 werden der Umsetzeinrichtung 9 zugeführt. Die Umsetzeinrichtung
9 weist intern einen spannungsgesteuerten Oszillator (VCO) auf, der die eingespeisten
Analog-Kleinsignale in Frequenzsignale umsetzt. Mit diesen Frequenzsignalen werden
dann zwei nicht dargestellte Leuchtdioden angesteuert. Die Leuchtsignale werden in
die Lichtwellenleiter 10 eingespeist, die im Kabel 11 zum Steuerschrank 12 geführt
werden.
[0011] Im Steuerschrank 12 ist eine Recheneinheit 13 angeordnet. Die Recheneinheit 13 weist
u. a. einen Demodulator 14 auf, der die Lichtsignale der Leitungen 10 empfängt und
in Digital-Signale umsetzt. Die so im Rechner 13 zur Verfügung stehenden Digitalwerte
für Filterstrom und Filterspannung können dann im Rechner 13 weiterverarbeitet werden,
z.B. zur Steuerung der ebenfalls nicht dargestellten Stromversorgungseinrichtung des
Elektrofilters. Der Rechner 13 steuert u. a. eine Anzeige 15 an, mittels derer der
Filterstrom und die Filterspannung angezeigt werden.
[0012] Im Steuerschrank 12 ist ferner eine Stromversorgungseinrichtung 16 angeordnet, die
der Stromversorgung der Umsetzeinrichtung 9 dient. Die Stromversorgungseinrichtung
16 liefert die Netzspannung von 220 Volt. Im einfachsten Fall besteht die Stromversorgungseinrichtung
16 aus zwei Anschlußklemmen. Die Netzspannung wird über die Leitungen 17, die ebenfalls
im Kabel 11 geführt sind, der Umsetzeinrichtung 9 zugeführt. In der Umsetzeinrichtung
9 wird die Spannung dann auf typisch 15 Volt heruntertransformiert und gleichgerichtet.
[0013] Das Kabel 11 ist in den Schränken 1, 12 mittels nicht dargestellter Kabelschellen
befestigt. Von dort verlaufen die einzelnen Leitungen zu den Datenanschlüssen 18 und
den Energieversorgungsanschlüssen 19. Die Datenanschlüsse 18 und die Energieversorgungsanschlüsse
19 sind dabei in an sich bekannter Weise ausgebildet.
[0014] Wegen der unterschiedlichen Art der Daten- bzw. Energieübertragung, nämlich im einen
Fall Licht, im anderen Fall Strom, sind die Datenleitungen 10 und die Energieversorgungsleitungen
17 auf einen Blick unterscheidbar und daher praktisch unvertauschbar. Weiterhin wird
selbst bei einem fehlerhaften Anschließen der Energieversorgungsleitungen 17 an die
Datenanschlußenden bzw. umgekehrt kein Kontakt geschaffen. Die Energieversorgungsleitungen
17 können also nur an die Energieversorgungsanschlüsse 19 angekoppelt werden. Ebenso
können die Datenleitungen 10 nur an die Datenanschlußenden angekoppelt werden.
[0015] Wenn z. B. an die Lichtwellenleiter 10 vorkonfektionierte Stecker angeschlossen sind,
kann auch die Möglichkeit eines fehlerhaften Anschließens der Energieversorgungsleitungen
17 an die Datenanschlüsse 18 bzw. der Datenleitungen 10 an die Energieversorgungsanschlüsse
19 mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
[0016] Gemäß FIG 2 weist das Kabel 11 außer den Datenleitungen 10 und den Energieversorgungsleitungen
17 noch weitere Leitungen 20 auf. Mittels dieser Leitungen 20 werden weitere Informationen
vom Transformatorschrank 1 zum Steuerschrank 12 übertragen, beispielsweise die Information
über die Transformatortemperatur. Die weiteren Leitungen 20 und ihr Anschluß in den
Schränken 1 und 12 wurde der Übersichtlichkeit halber jedoch in FIG 1 nicht dargestellt.
Aufgrund des Mantels 21 des gemeinsamen Kabels 11 sind insbesondere die Lichtwellenleiter
10 im wesentlichen keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt.
[0017] Da, wie oben erwähnt, Lichtwellenleiter zur Datenübertragung verwendet werden, müssen
die erfaßten Strom- bzw. Spannungssignale zwangsweise moduliert werden. Auch dieser
Zwang zur Modulation hat wegen der damit verbundenen Kosten bisher von der Verwendung
von Lichtwellenleitern zur Signalübertragung abgehalten. Überraschenderweise ist jedoch
trotzdem die verwendete Gesamtkombination von Umsetzeinrichtung 9, Lichtwellenleitern
10 und Umsetzeinrichtung 14 kostengünstiger als bisher bekannte Lösungen. Es werden
nämlich keine Umsetzer von 10 Volt auf 20 mA mehr benötigt. Weiterhin müssen im Gegensatz
zu früher nur noch die sekundärseitigen Werte erfaßt werden, nicht mehr die primär-
und die sekundärseitigen Werte.
[0018] Wie ebenfalls obenstehend erwähnt, werden die erfaßten Werte in Frequenzsignale umgesetzt.
Die Frequenz, mit der die Leuchtdioden moduliert werden, ist stets von Null verschieden.
Wenn das vom Demodulator 14 emfangene Signal also nicht mehr moduliert ist, sondern
gleichförmig, kann diese Information zur Erkennung eines Lichtwellenleiterbruchs bzw.
einer sonstigen Fehlfunktion verwendet werden.
1. Anordnung zur Meßwerterfassung und Übertragung bei einem Elektrofilter, das über einen
Hochspannungstransformator (2) mit elektrischer Energie versorgt wird, mit folgenden
Merkmalen:
a) eine Meßwerterfassungseinrichtung (3, 5, 6) für hochspannungsseitige Spannung und
Strom mit einer nachgeschalteten Umsetzeinrichtung (9) ist zusammen mit dem Hochspannungstransformator
(2) in einem Transformatorschrank (1) angeordnet,
b) von der Umsetzeinrichtung im Transformatorschrank (1) zu einem gesonderten Steuerschrank
(12) verlaufen als Lichtwellenleiter ausgebildete Datenleitungen (10), über die die
modulierten Meßwerte von Strom und Spannung zu einer Meßwertverarbeitungseinrichtung
(13) übertragen werden,
c) die Umsetzeinrichtung (9) wird durch vom Steuerschrank (12) zum Transformatorschrank
(1) verlaufende Energieversorgungsleitungen (17) mit elektrischer Energie versorgt,
d) Lichtwellenleiter (10) und Energieversorgungsleitungen (17) sind in einem gemeinsamen
Kabel geführt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der Datenleitungen (10) und Energieversorgungsleitungen
(17) unvertauschbar ausgebildet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, bei der Datenleitungen (10) und Energieversorgungsleitungen
mit vorkonfektionierten Steckern versehen sind.
1. Arrangement for measured-value acquisition and transmission with an electrofilter
which is supplied with electrical power by way of an h.v. transformer (2), having
the following features:
a) a measured-value acquisition device (3, 5, 6) for voltage and current on the high-voltage
side, having a conversion device (9) connected downstream, is arranged together with
the h.v. transformer (2) in a transformer cabinet (1),
b) running from the conversion device in the transformer cabinet (1) to a separate
control cabinet (12) there are data lines (10) formed as optical fibres by way of
which the modulated measured values of current and voltage are transmitted to a measured-value
processing device (13),
c) the conversion device (9) is supplied with electrical power by means of power supply
lines (17) running from the control cabinet (12) to the transformer cabinet (1),
d) optical fibres (10) and power supply lines (17) are carried in a common cable.
2. Arrangement according to claim 1, in which data lines (10) and power supply lines
(17) are formed in a non-interchangeable manner.
3. Arrangement according to claim 1, in which data lines (10) and power supply lines
are provided with prefabricated plugs.
1. Dispositif pour la détection de valeurs de mesure et pour leur transmission pour un
électrofiltre, qui est alimenté en électricité par l'intermédiaire d'un transformateur
(2) haute tension, ayant les caractéristiques suivantes :
a) un dispositif (3, 5, 6) de détection de valeurs de mesure pour une tension et un
courant du côté haute tension et comportant un dispositif (9) de conversion branché
en aval est monté, conjointement avec un transformateur (2) haute tension, dans une
armoire (1) de transformateur,
b) des lignes (10) de transmission de données sous forme de guides d'ondes lumineuses,
par l'intermédiaire desquelles les valeurs de mesure modulées du courant et de la
tension sont transmises à un dispositif (13) de traitement de valeurs de mesure, s'étendent
du dispositif de conversion dans l'armoire (1) de transformateur à une armoire (12)
de commande séparée,
c) le dispositif (9) de conversion est alimenté en électricité par des lignes (17)
d'alimentation en énergie s'étendant de l'armoire (12) de commande à l'armoire (1)
de transformateur,
d) lesdits guides (10) d'ondes lumineuses et les lignes (17) d'alimentation en énergie
passent dans un câble commun.
2. Dispositif suivant la revendication 1, dans lequel les lignes (10) de transmission
de données et les lignes (17) d'alimentation en énergie sont de forme telle qu'elles
ne peuvent être confondues.
3. Dispositif suivant la revendication 1, dans lequel les lignes (10) de transmission
de données et les lignes d'alimentation en énergie sont munies de fiches préfabriquées.