[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Sammeln von gefalteten Druckbogen,
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Einrichtung ist beispielsweise aus der DE-OS 36 16 566 bzw. der entsprechenden
US-PS 4,735,406 bekannt. Diese weist eine Sammeltrommel mit parallel zu einer gemeinsamen
Umlaufachse angeordneten, um diese umlaufend angetriebenen, sattelförmigen Auflagen
auf. In Richtung der Umlaufachse sind nacheinander zwei Anleger zum Ablegen von gefalteten
Druckbogen auf die Auflagen und nachfolgend eine Heftstation zum Zusammenheften der
übereinanderliegenden Druckbogen vorgesehen. Die gesammelten und gehefteten Druckbogen
werden gleich nach dem Heften für den Wegtransport auf ein Förderband abgelegt. Die
Heftstation weist mehrere Heftkopfpaare auf, die im Abstand der parallel zueinander
verlaufenden Auflagen an einem an der Umlaufachse der Trommel schwenkbar gelagerten
Bügel angeordnet sind. Der Bügel wird mittels eines schwenkantriebes hin- und herbewegt,
wobei die Heftköpfe jeweils während des Gleichlaufs mit den Auflagen simultan je eine
Klammer in die auf die Auflagen abgelegten Druckbogen setzen. Was den Aufbau der Heftköpfe
selber betrifft, wird in diesen Druckschriften auf die CH-PS 549 443 bzw. die US-PS
4,614,290 verwiesen. Diesen bekannten Heftköpfen wird jeweils ein Draht zugeführt,
von welchem mittels einer am Heftkopf angeordneten Schneideinrichtung jeweils ein
Drahtabschnitt abgetrennt wird. Dieser Drahtabschnitt wird mittels einem schiebbar
gelagerten Stempel um eine Matrize zu einer Klammer gebogen, welche mittels eines
ebenfalls schiebbar gelagerten Stössels aus dem Stempel herausgedrückt und in die
Druckbogen eingesetzt wird. Bei dieser bekannten Einrichtung ist nachteilig, dass
die Heftstation einen aufwendigen Antrieb aufweisen muss, der insbesondere bei hoher
Verarbeitungsgeschwindigkeit grosse Beschleunigungskräfte aufzubringen hat. Ueberdies
muss bei jedem Arbeitszyklus der Heftstation die Bewegung der Heftköpfe mit den Auflagen
genau synchronisiert werden. Es ist jedem Heftkopf ein Draht zuzuführen, was bei sich
bewegenden Heftköpfen sowohl für die Zuführung des Drahtes als auch für die Heftköpfe
selber aufwendig ist.
[0003] In der EP-A-0 205 144 bzw. der entsprechenden US-PS 4,750,661 ist eine Heftstation
zum Zusammenheften von von einem rotierenden Zylinder getragenen Druckbogen beschrieben.
An den freien Enden einer kreuzförmigen, um eine zur Achse des Zylinders parallele
Welle entgegen der Drehrichtung des Zylinders drehend angetriebenen Halteeinrichtung
sind je drei Heftköpfe nebeneinander angeordnet, die an drei allen entsprechenden
Heftköpfen gemeinsamen Drantabschnittspendern vorbeilaufen. Die kreisförmige Bewegungsbahn
der Heftköpfe tangiert die Oberfläche des Zylinders und die Drehbewegung der Halteeinrichtung
ist derart mit dem Zylinder synchronisiert, dass die miteinander zu verheftenden Druckbogen
immer auf Heftköpfe treffen. Der Zylinder und die Drantabschnittspender befinden sich
auf der Aussenseite der Bewegungsbann der Heftköpfe.
[0004] Weiter ist eine Einrichtung zum Sammeln von gefalteten Druckbogen aus der CH-PS 645
074 und der entsprechenden US-PS 4,408,755 bekannt. Diese Einrichtung weist ebenfalls
eine Trommel mit parallel zu einer gemeinsamen Umlaufachse verlaufenden Auflagen auf.
Die gefalteten Druckbogen werden zu zickzackförmigen Bändern miteinander verbunden
auf den Auflagen übereinander abgelegt. Mittels einer nicht näher beschriebenen Heftstation
werden Klammern in die übereinander gelegten von den Auflagen abgestützten Bänder
gesetzt.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemässe Einrichtung
zum Sammeln von gefalteten Druckbogen zu schaffen, deren Heftstation wenig Platz benötigt
und mit einfach ausgebildeten Heftköpfen und wenig aufwendigem Antrieb eine grosse
Verarbeitungskapazität aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1
gelöst.
[0007] Die im wesentlichen im Abstand der Auflagen hintereinander angeordneten Heftköpfe
laufen entlang einer geschlossenen Bewegungsbahn mit einer im wesentlichen gleichen
Geschwindigkeit wie die Auflagen um. Dadurch werden grosse Beschleunigungskräfte für
den Umlauf der Heftköpfe in der Heftstation vermieden, was zusammen mit der immer
gleichbleibenden Umlaufrichtung der Heftköpfe einen einfachen Antrieb ermöglicht.
Die geschlossene Bewegungsbahn der Heftköpfe führt an einem für die Heftköpfe gemeinsamen
Drahtabschnittspender vorbei. Ein einziger Drähtabschnittspender beliefert somit sämtliche
Heftköpfe einer Heftkopfanordnung, was die notwendigen Einrichtungen für das Bereitstellen
von Drahtabschnitten äusserst gering hält und überdies einen einfachen Aufbau der
Heftköpfe ermöglicht, müssen doch die Heftköpfe selber keine Schneideinrichtung mehr
aufweisen.
[0008] Die Uebernahme der Drahtabschnitte durch die Heftköpfe auf der der Umlaufbahn der
Auflagen abgewandten Seite der Bewegungsbann der Heftköpfe erlaubt das Aufbereiten
der Klammern in einer zur Klammersetzstellung unterschiedlichen Lage. Dies erlaubt
eine praktisch beliebige Form der Bewegungsbahn und das Anordnen des Drahtabschnittspenders
selbst dort, wo die Bewegungsbahn der Umlaufbahn entlang verläuft.
[0009] Der Abstand zwischen den Heftköpfen entlang der Bewegungsbahn ist so gross, dass
beim Setzen der Klammern jeweils der Abstand zwischen den Klammern dem Abstand der
Auflagen entspricht. In Abhängigkeit vom Verlauf der Bewegungsbahn beim Setzen der
Klammern kann somit der gegenseitige Abstand der Heftköpfe bezüglich dem Abstand der
Auflagen geringfügig unterschiedlich sein.
[0010] Weitere bevorzugte Ausbildungsformen der Erfindung sind in den weiteren abhängigen
Ansprüchen definiert.
[0011] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- eine Sammeltrommel mit einer Heftstation, deren Heftköpfe entlang einer um die Sammeltrommel
herumführenden Bewegungsbahn umlaufen;
- Fig. 2 und 3
- dieselbe Sammeltrommel wie in Fig. 1, wobei aber die Heftköpfe entlang einer nierenförmigen
bzw. kreisförmigen Bewegungsbann umlaufen;
- Figur 4
- eine Sammeleinrichtung mit langgestreckter Umlaufbahn für die Auflagen und ebenfalls
langgestreckter Bewegungsbahn für die Heftköpfe,
- Figur 5
- eine weitere Ausbildungsform der Einrichtung gemäss Fig. 1,
- Figur 6
- in vergrösserter Darstellung einen Schnitt entlang der Linie VI-VI der Fig. 5,
- Figuren 7 und 8
- in Ansicht bzw. Draufsicht einen Heftkopf,
- Figur 9
- einen Schnitt entlang der Linie IX-IX der Fig. 8,
- Figuren 10 bis 15
- eine vereinfachte Darstellung des Heftkopfes bei verschiedenen Phasen eines Arbeitszyklus,
- Figuren 16 und 17
- in Ansicht bzw. Seitenansicht einen Drahtabschnittspender, und
- Figuren 18 bis 24
- in vergrösserter Darstellung Teile der Einrichtung gemäss Fig. 5 in verschiedenen
Phasen eines Umlaufs.
[0012] Figur 1 zeigt eine Sammeltrommel 10, wie sie in der EP-A-0 341 425 bzw. der entsprechenden
US-Patentschrift Nr. 5,052,667 ausführlich beschrieben ist. Diese Sammeltrommel 10
weist um eine gemeinsame Umlaufachse 12 herum angeordnete, in Richtung der Umlaufachse
12 verlaufende und in Umlaufrichtung U angetriebene, sattelförmige Auflagen 14 auf.
Im Bereich zwischen jeweils zwei benachbarten Auflagen 14 ist ein in Richtung der
Umlaufachse 12 hin- und herbewegbarer Wagen 16 mit einer steuerbaren Klemmanordnung
18 für die auf die Auflagen 14 rittlings abgelegten gefalteten Druckbogen 20 vorgesehen.
[0013] Eine Heftstation 22 weist eine Heftkopfanordnung 24 mit entlang einer koaxial um
die Sammeltrommel 10 herumverlaufenden Bewegungsbahn 26 hintereinander angeordneten
Heftköpfen 28 auf. Jeder Auflage 14 ist ein Heftkopf 28 zugeordnet, welche somit im
wesentlichen mit gleichem gegenseitigen Abstand A angeordnet sind wie die Auflagen
14.
[0014] Ausserhalb der Bewegungsbahn 26 ist ein mit 30 bezeichneter Drahtabschnittspender
vorgesehen, an welchem die Bewegungsbahn 26 vorbeiführt. Dieser Drahtabschnittspender
30 weist eine Schneideinrichtung 32 auf, mittels welcher von einem ab einer Vorratsrolle
34 abgezogenen Draht 36 Drahtabschnitte 38 abgetrennt werden. Der Schneideinrichtung
32 nachgeschaltet ist ein von der Schneideinrichtung 32 mit Drahtabschnitten 38 gespeistes
Magazin 40. Ein in Drehrichtung V angetriebenes Förderrad 42 zieht mit seinen entlang
dem Umfang verteilt angeordneten Haltegliedern 44 jeweils vom Magazin 40 einen Drahtabschnitt
38 ab und fördert diesen den Heftköpfen 28 zu.
[0015] Die in der Fig. 1 dargestellte Einrichtung arbeitet wie folgt. In Förderrichtung
der Wagen 16 gesehen, sind der Heftstation 22 in bekannter Art und Weise Zuführstationen
für Druckbogen vorgelagert. Diese Zuführstationen legen jeweils einen gefalteten Druckbogen
20 auf jede in Umlaufrichtung U bei der Zuführstation vorbeilaufende Auflage 14 rittlings
ab. Bevor jeweils eine Auflage 14 in den unteren Bereich ihrer kreisrunden Bewegungsbahn
einläuft, wird die betreffende Klemmanordnung 18 zum Festhalten der in den entsprechende
Wagen 16 hineinreichenden Teile der Druckbogen 20 festgeklemmt. Im Zuge des Durchlaufens
der unteren Hälfte der Bewegungsbahn der Auflagen 14 machen die Wagen 16 einen Arbeitshub
in Längsrichtung der Umlaufachse 12 zur nächsten Zuführstation bzw. zur Heftstation
22. Beim Verlassen der unteren Hälfte der Bewegungsbahn der Auflagen 14 wird die betreffende
Klemmanordnung 18 wieder gelöst, sodass die Druckbogen 20 im oberen Bereich der Umlaufbahn
der Auflagen 14 in Richtung der Umlaufachse 12 keine Bewegung erfahren. In diesem
Bereich der Bewegungsbahn machen die Wagen 16 mit geöffneter Klemmanordnung 18 einen
Rückhub.
[0016] Die Heftköpfe 28 sind synchron zu den Auflagen 14 ebenfalls in Umlaufrichtung U angetrieben.
Beim Vorbeilaufen eines Heftkopfes 28 am Förderrad 42 übernimmt dieser vom Förderrad
42 einen Drahtabschnitt 38. In einem mit B bezeichneten, in Umlaufrichtung U gesehen,
dem Drahtabschnittspender 30 folgenden Bereich, wird der nun vom Heftkopf 28 gehaltene
Drahtabschnitt 38 zu einer Klammer geformt, wie dies weiter unten noch ausführlich
zu beschreiben sein wird. In einem nachfolgenden mit C bezeichneten Bereich der Bewegungsbahn
26 wird die Klammer von der in radialer Richtung gesehen aussen liegenden Seite der
Heftköpfe 28 auf die innenliegende, den Auflagen 14 zugewandte Seite gebracht. In
einem in der oberen Hälfte der Umlaufbahn der Auflagen 14 gelegenen Bereich D der
Bewegungsbahn 26 der Heftköpfe 28, in welchem die Druckbogen 20 in Richtung der Umlaufachse
12 keine Bewegung ausführen, werden die betreffenden Heftköpfe 28 auf die auf die
Auflagen 14 übereinander abgelegten Druckbogen 20 abgesenkt und die Klammern in die
Druckbogen eingesetzt. Dabei entspricht der Abstand A der Heftköpfe 28 dem Abstand
der Auflagen 14. Nach dem Setzen der Klammern werden die Heftköpfe 28 wieder angehoben,
wonach nun die gesammelten und gehefteten Druckbogen 20 im Zuge der nächsten Umdrehung
der Sammeltrommel 10 in Richtung der Umlaufachse 12 einer Wegführstation zugeführt
werden.
[0017] Die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Sammeltrommel 10 entspricht derjenigen der Figur
1 und wird deshalb nicht mehr näher beschrieben. Gemäss Fig. 2 ist die Bewegungsbahn
26 für die Heftköpfe 28 nierenförmig ausgebildet und läuft in einem Bereich D entlang
der Umlaufbahn der Auflagen 14 der Sammeltrommel 10. Die Sammeltrommel 10 ist ausserhalb
der Bewegungsbahn 26 und der nur schematisch angedeutete Drahtabschnittspender 30
innerhalb dieser angeordnet. Die Sammeltrommel 10 läuft im Gegenuhrzeigersinn U um
und die Heftköpfe 28 sind in entgegengesetzter Richtung U' mit gleicher Geschwindigkeit
wie die der Auflagen 14 angetrieben. Der Abstand A der Heftköpfe 28 entspricht beim
Setzen der Klammern wiederum dem Abstand der Auflagen 14, sodass im Bereich D zum
Setzen der Klammern jeweils mit jeder Auflage ein entsprechender Heftkopf 28 mitläuft.
Die in der Figur 3 gezeigte Ausbildungsform entspricht im wesentlichen jener der Figur
2. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Bewegungsbahn 26 kreisförmig ausgebildet
ist und sich damit der Bereich D im wesentlichen auf einen Punkt D' verkürzt. Dies
bedeutet, dass der jeweilige Heftkopf 28 nur sehr kurzzeitig zum Setzen der Klammer
in die auf die Auflagen 14 abgelegten Druckbogen 20 zur Anlage kommt. Auch hier sind
die Heftköpfe 28 entlang ihrer Bewegungsbahn 26 mit einem Abstand A angeordnet, der
beim Setzen der Klammern dem Abstand der Auflagen 14 der Sammeltrommel 10 entspricht.
[0018] Die in der Figur 4 dargestellte Ausbildungsform der Einrichtung zum Sammeln von gefalteten
Druckbogen 20 weist einen Sammelförderer 46 auf, wie er in der EP-A-0 346 578 bzw.
in der entsprechenden US-Patentschrift Nr. 5,104,108 oder mit ähnlichem Aufbau in
der EP-B-0 095 603 bzw. der entsprechenden US-A-4,489,930 beschrieben ist. Dieser
weist ein um zwei voneinander beabstandete, nur mit ihren im wesentlichen horizontal
verlaufenden Drehachsen 48 angedeutete, Umlenkräder herumgeführtes Zugelement 50 auf,
an welchem in bestimmten Abständen hintereinander, parallel zueinander und rechtwinklig
zur Umlaufrichtung U verlaufende Auflagen 14 angeordnet sind. Die Heftstation 22 weist
eine oberhalb des Sammelförderers 46 angeordnete Heftkopfanordnung 24 mit einer langgestreckten
Bewegungsbahn 26 für die Heftköpfe 28 auf. Die Heftköpfe 28 sind an einem nicht dargestellten
Zugorgan mit gleichen Abständen A wie die Auflagen 14 im Bereich D angeordnet. Das
Zugorgan ist in Richtung U' mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben, wie das Zugelement
50 in Richtung U. Die Heftköpfe 28 verlaufen somit im Bereich D synchron mit den Auflagen
14 und bewegen sich jeweils am vom Bereich D entfernten Drahtabschnittspender 30 vorbei.
In bekannter Art und Weise sind, in Pfeilrichtung U gesehen, der Heftstation 22 entlang
dem oberen Trum des Sammelförderers 46 Zuführstationen zum Auflegen von gefalzten
Druckbogen 20 auf die Auflagen 14 vorgeschaltet. Selbstverständlich ist der Heftstation
22 eine Wegführstation für die gehefteten Druckbogen 20 nachgeschaltet.
[0019] Die in den Figuren 2 bis 4 dargestellten Heftstationen 22 funktionieren wie folgt.
Jeder Heftkopf 28 übernimmt jeweils beim vorbeilaufen am Drahtabschnittspender 30
von diesem einen Drahtabschnitt. Im Zuge der Umlaufbewegung in Pfeilrichtung U' entlang
der Bewegungsbahn 26 wird im Bereich zwischen dem Drahtabschnittspender 30 und dem
Bereich D, D' (Klammersetzbereich) aus dem Drahtabschnitt eine Klammer gebogen und
diese auf die bezüglich der Bewegungsbahn 26 aussen liegende Seite der Heftköpfe 28
verbracht. Im Bereich D, D' kommen die Heftköpfe 28 auf die betreffenden Auflagen
14 bzw. die darauf abgelegten Druckbogen 20 zur Anlage und setzen die Klammer in die
Druckbogen 20.
[0020] Im folgenden wird nun eine Ausbildungsform der Einrichtung gemäss Figur 1 näher erläutert.
Die in den Figuren 5 und 6 gezeigte Heftstation 22 weist zwei an derselben Halteanordnung
52 angeordnete Heftkopfanordnungen 24 auf. Die Halteanordnung 52 ist kreisringförmig
ausgebildet und umgreift koaxial die um die Umlaufachse 12 in Umlaufrichtung U angetriebene
Sammeltrommel 10. Die Halteanordnung 52 weist zwei in Richtung der Umlaufachse 12
voneinander beabstandete Halteringe 54 auf, die über Gitterstäbe 56 käfigartig miteinander
verbunden sind. Die Halteringe 54 sind je an drei an einem Gestell 58 angeordneten,
ungefähr jeweils gleichweit voneinander beabstandeten Lagerrollen 60 frei drehbar
gelagert.
[0021] Jeder Auflage 14 ist von jeder Heftkopfanordnung 24 ein Heftkopf 28 zugeordnet, welche
an einem gemeinsamen Tragprofil 62 in Richtung der Umlaufachse 12 voneinander beabstandet
befestigt sind (Figur 6). Am Tragprofil 62 ist beiderends ein C-förmiger Lagerungsteil
64 befestigt, welcher mit seinen freien Endbereichen 64' je an einem Lagerschaft 66
in radialer Richtung E verschiebbar geführt ist. Der Lagerschaft 66 ist an einem ebenfalls
C-förmigen, am jeweiligen Haltering 54 befestigten Halteteil 68 angeordnet, wobei
der in der Figur 6 oben gezeigte Endbereich 64' des Lagerungsteils 64 vom Halteteil
68 umgriffen ist. Um den Lagerschaft 66 herum ist eine Druckfeder 70 geführt, die
sich in Richtung E gesehen innen am Halteteil 68 und aussen am Lagerungsteil 64 abstützt.
Die Druckfedern 70 halten somit die Heftköpfe 28 in einer, in der Figur 6 nicht dargestellten
Ruhelage in welcher die Heftköpfe 28 von den Auflagen 14 abgehoben sind und in welcher
die Lagerungsteile 64 an den Halteteilen 68 anstehen.
[0022] Die Lagerungsteile 64 weisen je einen in radialer Richtung über den betreffenden
Halteteil 68 gegen aussen vorstehenden Arm 72 auf, an welchem jeweils eine Folgerolle
74 frei drehbar gelagert ist. Oberhalb der Sammeltrommel 10 ist am Gestell 58 ein
auf diese Folgerollen 74 einwirkendes Absenkkulissenpaar 76 befestigt.
[0023] Im Bereich des Absenkkulissenpaares 76 ist weiter am Gestell 58 je eine jeder Heftkopfanordnung
24 zugeordnete Stösselkulisse 78 befestigt, wobei diese in einem Bereich, in welchem
sich die Heftköpfe 28 in ihrer in der Figur 6 gezeigten Auflagestellung befinden,
auf Stössel 80 der Heftköpfe 28 einwirken.
[0024] An den an einem Haltering 54 befestigten Halteteilen 68 ist jeweils ein Mitnehmer
82 in radialer Richtung verschiebbar gelagert. Der Mitnehmer 82 weist an seinem der
Auflage 14 zugewandten Ende ein im wesentlichen V-förmiges Mitnehmerprofil 84 und
an seinem entgegengesetzten Ende eine frei drehbar gelagerte Folgewalze 86 auf. Eine
weitere Druckfeder 88 umgreift den Mitnehmer 82 und stützt sich in radialer Richtung
gesehen innernends am Halteteil 68 und äussernends an einem am Mitnehmer 82 befestigten
Ring 90 ab. Mittels einer am Gestell 58 angeordneten und auf die Folgewalzen 86 ungefähr
über die obere Hälfte der Bewegungsbahn 26 der Heftköpfe 28 einwirkenden Mitnehmersteuerkulisse
92 ist das jeweilige Mitnehmerprofil 84 von einer in der Figur 6 nicht dargestellten
Ruhestellung, in welcher das Mitnehmerprofil 84 am Halteteil 68 ansteht, entgegen
der Kraft der weiteren Druckfeder 88 in eine in der Figur 6 dargestellte Mitnahmestellung
absenkbar, in welcher das V-förmige Mitnehmerprofil 84 die sattelförmige Auflage 14
umgreift.
[0025] In Umlaufrichtung U gesehen ist dem Ende des Absenkkulissenpaares 76 folgend am Gestell
58 eine (in Figur 6 strichpunktiert angedeutete) auf den Klemmhebel 94 der Heftköpfe
28 einwirkende Lösekulisse 96 angeordnet. Dem mit einem Pfeil angedeuteten Drahtabschnittspender
30 folgend sind weiter am Gestell 58 eine auf die Drahtabschnitte 38 einwirkende,
kulissenförmige Matrize 98 und eine auf einen Betätigungsschaft 100 der Heftköpfe
28 einwirkende Schwenkkulisse 102 angeordnet (siehe Fig. 5).
[0026] In der Figur 6 ist die Auflage 14 teilweise aufgeschnitten dargestellt. Auf der Auflage
14 befinden sich übereinander angelegte Druckbogen 20, wobei bei den sich unter den
Heftköpfen 28 befindenden, aufgeschnitten dargestellten Druckbogen 20 die in diese
eingesetzten Klammern 104 gezeigt sind.
[0027] Im Innern der Auflage 14 ist eine Koppel 106 an zwei an der Auflage 14 schwenkbar
gelagerten parallel zueinander verlaufenden Schwenkhebeln 108 in Art eines Parallelkurbeltriebes
schwenkbar gelagert. Der in der Figur 6 links dargestellte Schwenkhebel 108 ist mit
einem Steuerhebel 110 gekuppelt, welcher mittels einer nicht dargestellten Steueranordnung
in Längsrichtung der Auflage 14 hin- und herbewegbar ist. Dieses Auf- und Abbewegen
des Steuerhebels 110 hat eine Hin- und Herbewegung der Koppel 106 in radialer Richtung
E zur Folge. Im Bereich der Heftköpfe 28 sind in der Koppel 106 Schlitze 112 angebracht,
welche auf einen nur schematisch angedeuteten Umbiegerstössel 114 in Pfeilrichtung
E einwirken.
[0028] Zum besseren Verständnis der Funktionsweise der in den Figuren 5 und 6 gezeigten
Einrichtung werden nun im folgenden zuerst die Heftköpfe 28 anhand der Figuren 7 bis
9 näher beschrieben. An den seitlichen Flanken 116 eines im wesentlichen U-förmigen
Tragteils 118 ist eine Welle 120, deren strichpunktiert angedeutete Schwenkachse 122
parallel zur Längsrichtung des Tragprofils 62 (vergl. Fig. 6) und somit parallel zur
Umlaufachse 12 der Sammeltrommel 10 verläuft, frei drehbar gelagert. Im Bereich zwischen
den beiden seitlichen Flanken 116 sitzen auf der Welle 120 zwei voneinander beabstandete
Hülsen 124, welche mittels Stiften 126 mit der Welle 120 drehfest verbunden sind und
an welchen parallel zueinander verlaufende Stempelarme 128 eines Stempels 130 befestigt
sind. Die beiden Stempelarme 128 sind mittels eines seitlichen Steges 132 miteinander
verbunden. Im freien Endbereich weisen die beiden Stempelarme 128 eine gegeneinander
gerichtete, geringfügige Verdickung 134 auf, in welcher in radialer Richtung verlaufende,
gegeneinander offene Nuten 136 vorgesehen sind. Diese Nuten 136 sind auch am freien
Ende des Stempels 130 in radialer Richtung offen. Jeder Stempelarm 128 weist an seinem
freien Ende, benachbart zur Nut 136, eine in radialer Richtung vorstehende Mitnehmernase
138 sowie einen im Stempelarm 128 angeordneten Permantmagneten 140 auf. In den Figuren
7 und 8 ist ein von den Mitnehmernasen 138 erfasster und von den Permanentmagneten
140 gehaltener Drahtabschnitt 38 gezeigt. In den Figuren 7 und 8 ist der Stempel 130
in seiner Ruhestellung und in Fig. 9 in der Klammersetzstellung 130' gezeigt.
[0029] Auf jeder Hülse 124 sitzt im Bereich des Stiftes 126 eine Distanzhülse 142 und ist
ein Schwenkhebel 144 zwischen der Distanzhülse 142 und dem betreffenden Stempelarm
128 frei drehbar gelagert. An den freien Endbereichen der Schwenkhebel 144 ist ein
die beiden Schwenkhebel 144 miteinander verbindendes, im wesentlichen kreisringsegmentförmig
ausgebildetes Klammerhalteglied 146 angeordnet. Am Klammerhalteglied 146 sind zwei
voneinander beabstandete Nuten 148 eingelassen, in welche beim Verschwenken des Stempels
130 die freien Endbereiche der Stempelarme 128 eingreifen. Auf den einen Schwenkhebel
144 wirkt mit einer im Gegenuhrzeigersinn gerichteten Kraft eine am Tragteil 118 befestigte
Blattfederanordnung 150 ein und drückt die Schwenkhebel 144 mit den an ihnen angeformten
Anschlägen 152 gegen das Tragteil 118. Ueber die Schwenkhebel 144 im Gegenuhrzeigersinn
vorstehend, weist das Klammerhalteglied 146 eine Klammerführungsnase 154 auf. Diese
Klammerführungsnase 154 ist keilförmig ausgebildet und weist eine in radialer Richtung
gesehen gegen innen gerichtete mit 154' bezeichnete Keilfläche auf.
[0030] Am Tragteil 118 ist der Stössel 80 in Pfeilrichtung F verschiebbar geführt. Diese
Verschieberichtung F verläuft parallel zu den Nuten 136 in den Stempelarmen 128 bei
sich in Klammersetzstellung 130' befindendem Stempel 130. Der Stössel 80 weist an
seinem unteren Endbereich einen Stösselkopf 158 auf, der bei sich in Klammersetzstellung
130' befindendem Stempel 130 zwischen die beiden Stempelarme 128 hineingreift. Am
Stösselkopf 158 sind seitlich vorstehende Führungskeile 160 angeformt, die beim Verschieben
des Stössels 80 in Richtung F aus seiner in der Figur 7 gezeigten Ruhelage in die
in der Figur 9 gezeigte Ausstosslage bei sich in Klammersetzstellung 130' befindendem
Stempel 130 in die Nuten 136 einlaufen. An seinem unteren Ende weist der Stösselkopf
158 eine Stossnut 162 zum Ausstossen der mit ihren seitlichen Armen 104' in den Nuten
136 geführten Klammer 104 auf. Der Stössel 80 weist weiter eine gegen den Tragteil
118 hin offene nutenförmige Ausnehmung 164 auf, in welcher eine Druckfeder 166 angeordnet
ist, die sich obernends am Stössel 80 und unternends an einem am Tragteil 118 befestigten,
in die nutenförmige Ausnehmung 164 hineinreichenden Bolzen 168 abstützt (Figur 9).
Die Druckfeder 166 hält den Stössel 80 in der in der Figur 7 mit ausgezogenen Linien
und in der Figur 9 strichpunktiert angedeuteten Ruhelage.
[0031] Die seitlichen Flanken 116 weisen am unteren Ende gegenüber dem sich in Klammersetzstellung
130' befindenden Stempel 130 vorstehende Andrücknasen 170 auf, die durch eine im wesentlichen
V-förmige Ausnehmung 170' voneinander getrennt sind. Beim Absenken des Heftkopfes
28 kommt er mit den Andrücknasen 170 auf der Auflage 14 bzw. auf den darauf abgelegten
Druckbogen 20 zur Anlage.
[0032] Der Tragteil 118 ist in einer am Tragprofil 62 (vergl. auch Figur 6) befestigten
Lageranordnung 172 ebenfalls in Pfeilrichtung F verschiebbar gelagert. An den seitlichen
Enden weist der Tragteil 118 ebenfalls nutenförmige Ausnehmungen 174 auf (Figur 7
und 8), in welche von unten her je eine Bohrung 176 mit einem Gewinde 176' mündet.
An der Lageranordnung 172 sind weitere Bolzen 178 angeordnet, die in die nutenförmigen
Ausnehmungen 174 eingreifen und an welchen sich obernends je eine weitere Druckfeder
180 abstützt. Unternends drückt diese Druckfeder 180 gegen eine in das Gewinde 176'
eingesetzte Schraube 182. Durch die Druckfeder 180 wird somit der Tragteil 118 bezüglich
der Lageranordnung 172 in der in der Figur 7 gezeigten unteren Ruhelage gehalten,
an welcher der Tragteil 118 sich am Bolzen 178 abstützt. Beim Absenken des Tragprofils
162 (vergl. Figur 6) durch Einwirken des Absenkkulissenpaares 76 auf die Folgerollen
74 kommt der Tragteil 118 mit den Andrücknasen 170 auf der Auflage 14 bzw. auf den
darauf abgelegten Druckbogen 20 zur Anlage. Die durch verschieden dicke Druckbogen
20 bedingte unterschiedliche Lage des abgesenkten Heftkopfes 28 bezüglich der Auflage
14 wird nun durch ein Verschieben des Tragteils 118 bezüglich des immer auf dasselbe
Mass abgesenkten Tragprofils 62 (und Lageranordnung 172) aufgenommen.
[0033] An der einen, in der Figur 8 unten dargestellten, seitlichen Flanke 116 des Tragteils
118 ist eine Antriebsanordnung 184 für das Verschwenken der Welle 120 befestigt. Diese
weist ein Führungsglied 185 auf, an welchem der Betätigungsschaft 100 ebenfalls in
Pfeilrichtung F verschiebbar gelagert ist. Am unteren Endbereich ist am Betätigungsschaft
100 eine Zahnstange 186 angeformt, die mit einem auf der Welle 120 drehfest sitzenden
Ritzel 190 kämmt. In einer nach unten offenen Bohrung 192 im Betätigungsschaft 100
ist eine weitere Druckfeder 194 angeordnet, die sich obernends am Betätigungsschaft
100 und unternends an einem am Führungsglied 185 befestigten Stift 196 abstützt. Der
Stift 196 durchdringt einen langlochförmigen Durchlass 198 im Betätigungsschaft 100.
Der obere Endbereich des Betätigungsschaftes 100 ist von einem kappenförmigen Gleitschuh
200 überdeckt, welcher bezüglich des Betätigungsschaftes 100 in Längsrichtung verschiebbar
und mittels eines weiteren am Betätigungsschaft 100 befestigten Stiftes 196', welcher
den Gleitschuh 200 in einem ebenfalls langlochförmigen Durchlass 198' durchdringt,
gehalten ist. In eine gegen oben hin offene Bohrung 192' im Betätigungsschaft 100
ist eine weitere Druckfeder 194' eingesetzt, die sich am Gleitschuh 200 und am Betätigungsschaft
100 abstützt. Falls sich der Betätigungsschaft 100 in seiner unteren, in der Figur
9 gezeigten Endlage befindet und die Schwenkkulisse 102 sich noch näher dem Tragteil
118 nähert, nimmt die Druckfeder 194' diese Annäherung auf.
[0034] Am Führungsglied 185 ist der Klemmhebel 94 schwenkbar gelagert, welcher vom Betätigungsschaft
100 durchdrungen ist. Das entsprechende Loch im Klemmhebel 94 weist einen nur geringfügig
grösseren Durchmesser als die Dicke des Betätigungsschaftes 100 auf. Der Klemmhebel
94 ist mittels einer Druckfeder 204 im Gegenuhrzeigersinn vorgespannt gehalten. In
der in der Figur 7 gezeigten Lage des Klemmhebels 94 hält dieser den Betätigungsschaft
100 durch Verkanten fest. Durch Aufbringen einer Kraft in Pfeilrichtung G mittels
der Lösekulisse 96, vergl. Figur 6, wird durch Verschwenken des Klemmhebels 94 im
Uhrzeigersinn diese Verkantung gelöst und der Betätigungsschaft 100 freigegeben, dieser
wird durch die Druckfeder 194 nach oben verschoben.
[0035] Im Zusammenhang mit den Figuren 10 bis 15 wird nun die Funktionsweise des Heftkopfes
28 beschrieben. Diese Figuren zeigen Teile des Heftkopfes 28 während verschiedener
Phasen eines Arbeitszyklus. Die entsprechenden Teile des Heftkopfes 28 sind in diesen
Figuren gleich numeriert wie in den Figuren 7 bis 9 und werden deshalb nicht mehr
näher erläutert. In der Auflage 14 (Figuren 12 bis 15) ist der Umbiegerstössel 114
in Pfeilrichtung E auf- und abverschiebbar geführt. An ihm stützen sich zwei an der
Auflage 14 schwenkbar gelagerte Umbieger 206 ab, vergl. dazu auch Figur 6.
[0036] In der Figur 10 befindet sich der Stempel 130 in seiner ebenfalls in den Figuren
7 und 8 gezeigten Ruhestellung. Ebenfalls der Stössel 80 mit seinem Stösselkopf 158
befindet sich in der Ruhelage. Der Heftkopf 28 bewegt sich am Förderrad 42 des Drahtabschnittspenders
30 (vergl. Fig. 1) vorbei und übernimmt dabei durch Mitnahme mittels der Mitnehmernasen
138 vom Halteglied 44 des Förderrades 42 einen Drahtabschnitt 38. Dieser Drahtabschnitt
38 wird mittels den in dieser Figur nicht gezeigten Permanentmagneten 140 an den Stempelarmen
128 gehalten. Mit 132 ist der die beiden Stempelarme 128 miteinander verbindende Steg
gezeigt. In der Figur 11 befindet sich der Heftkopf 28 im Bereich der Matrize 98 (siehe
Fig. 5), wobei sich der Stempel 130 immer noch in seiner Ruhestellung befindet. Im
Zuge des Entlanggleitens des Heftkopfes 28 an der Matrize 98 wird der Drahtabschnitt
38 U-förmig zu einer Klammer 104 gebogen, wobei die seitlichen Arme 104' in die Nuten
136 der Stempelarme 128 hineingleiten. Durch Einwirken der Schwenkkulisse 102 auf
den Gleitschuh 200 wird der Betätigungsschaft 100 in seine in der Figur 9 gezeigte
untere Endlage gebracht, wodurch der Stempel 130 in die in den Figuren 9 und 12 gezeigte
Klammersetzstellung 130' verschwenkt wird. Im Zuge dieser Schwenkbewegung greifen
die Stempelarme 128 im Bereich ihrer Verdickung 134 in die Nuten 148 des Klammerhaltegliedes
146 ein, wodurch die seitlichen Arme 104' in den Nuten 136 gehalten sind. 144 bezeichnet
die Schwenkhebel, an welchen das Klammerführungsglied 146 befestigt ist. Der Stösselkopf
158 des Stössels 80 befindet sich in der Klammersetzstellung 130' des Stempels 130
ebenfalls zwischen den beiden Stempelarmen 128, aber im Bereich zwischen der Welle
120 und den Verdickungen 134. Beim Einwirken der Stösselkulisse 78 auf den Stössel
80 wird dieser in Pfeilrichtung F gegen die Auflage 14 gestossen, wie dies in der
Figur 13 gezeigt ist. Dabei gleiten die am Stösselkopf 158 seitlich angeformten Führungskeile
160 in die Nuten 136 der sich in Klammersetzstellung 130' befindenden Stempelarme
128. Mit der Stossnut 162 wird die Klammer 104 aus dem Stempel 130 ausgestossen, wobei
die seitlichen Arme 104' gleichzeitig durch die auf die Auflage 14 abgelegten Druckbogen
20 gestossen werden. Beim Absenken des Stössels 80 gleitet er auf der Keilfläche 154'
der Klammerführungsnase 154, wodurch das an den Schwenkhebeln 144 befestigte Klammerhalteglied
146 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird (vergl. Figur 9). Dabei hält die Klammerführungsnase
154 die seitlichen Arme 104' der Klammer 104 in den Nuten 136 bis die Klammer 104
in die Druckbogen 20 eingesetzt und die Klammerführungsnase 154 aus dem Bereich der
Nuten 136 verschwenkt ist. Durch das anschliessende Anheben des Umbiegerstössels 114
in Pfeilrichtung E werden die Umbieger 206 in Richtung nach oben verschwenkt, was
zur Folge hat, dass die in den Bereich der Umbieger 206 vorstehenden Abschnitte der
seitlichen Arme 104' gegeneinander umgebogen werden (Fig. 14). Dabei wird der Stössel
80 durch die Stösselkulisse 78 immer noch in der unteren Endlage gehalten. Nach dem
Ablaufen des Stössels 80 ab der Stösselkulisse 78 bewegt sich dieser unter der Kraft
der Druckfeder 166 wieder in die obere Ruhelage zurück, wie dies in der Figur 15 gezeigt
ist. Durch Absenken des Umbiegerstössels 114 in Pfeilrichtung E werden auch die Umbieger
206 in ihre ursprüngliche Lage zurück verschwenkt. Beim Vorbeilaufen des Heftkopfes
28 an der Lösekulisse 96 wird der Betätigungsschaft 100 vom Klemmhebel 94 freigegeben,
was ein Verschwenken des Stempels 130 zurück in die Ruhestellung bewirkt.
[0037] In den Figuren 16 und 17 sind die in der Figur 5 mit dem Pfeil 30 angedeuteten, den
beiden Heftkopfanordnungen 24 zugeordneten Drahtabschnittspender 30 vergrössert gezeigt.
Jeder dieser Drahtabschnittspender 30 ist gleich aufgebaut wie der in der Figur 1
gezeigte Drahtabschnittspender 30. Die Schneideeinrichtung 32 wird über einen umlaufenden
Zahnriemen 208 angetrieben. Ein Förderrollenpaar 210 fördert den dazwischen eingeklemmten
Draht 36 schrittweise in Pfeilrichtung H. Ein in Pfeilrichtung I auf und ab bewegbares
Schneidmesser 212 trennt nach jeder Förderbewegung des Drahtes 36 durch Absenken einen
Drahtabschnitt 38 vom Draht 36 ab. Dem Schneidmesser 212 nachgeschaltet, ist unterhalb
der Schneideinrichtung 32 das Magazin 40 angeordnet. Es weist einen im wesentlichen
spaltförmigen, ungefähr in vertikaler Richtung verlaufenden Stapelschacht 214 auf,
in welchem die hineinfallenden Drahtabschnitte 38 mit im wesentlichen in horizontaler
Richtung verlaufender Längserstreckung übereinander stapelbar sind.
[0038] Am oberen Ende des Stapelschachtes 214 ist eine Vorstapeleinrichtung 216 mit einer
Zunge 218 vorgesehen, die in den Bereich des Stapelschachtes 214 einfahrbar und aus
diesem wieder zurückziehbar ist. Bei in den Bereich des Stapelschachtes 214 eingefahrener
Zunge 218 werden eine Anzahl mittels der Schneideeinrichtung 32 vom Draht 36 abgetrennte
Drahtabschnitte 38 gestapelt. Durch kurzzeitiges Zurückziehen der Zunge 218 fallen
dann diese gestapelten Drahtabschnitte 38 gemeinsam in den Stapelschacht 214. Dies
verhindert ein Aufstellen und Verkanten der Drahtabschnitte 38 während des freien
Falls und garantiert eine saubere Stapelung der Drahtabschnitte 38 im Stapelschacht
214.
[0039] Die beiden unterhalb der Magazine 40 angeordneten Förderräder 42 sitzen drehfest
auf einer gemeinsamen, an einem Traghebelpaar 222 drehbar gelagerten Lagerwelle 224.
Durch eine über ein Antriebsband 226 auf die Lagerwelle 224 einwirkenden Antriebseinrichtung
228 sind die beiden Förderräder 42 in Pfeilrichtung V umdrehend angetrieben.
[0040] Jedes Förderrad 42 weist zwei voneinander beabstandete parallele Scheiben 230 auf,
zwischen welchen in bestimmten Abständen die Halteglieder 44 entlang dem Umfang angeordnet
sind. Die Halteglieder sind U-förmig ausgebildet und weisen an ihren in radialer Richtung
nach aussen gerichteten freien Enden über die Peripherie der Scheiben 230 leicht vorstehende
Mitnehmerflanken 232 auf. In ähnlicher Art und Weise, wie dies im Zusammenhang mit
dem Heftkopf 28 beschrieben ist, ist an den Haltegliedern 44 eine Permanentmagnetanordnung
vorgesehen, um die beim Vorbeilaufen am Magazin 40 mittels den Mitnehmerflanken 232
aus dem Stapelschacht 214 hinausgelösten Drahtabschnitte 38 festzuhalten.
[0041] Die Heftköpfe 28 sind weiter voneinander beabstandet als die Halteglieder 44. Dementsprechend
ist die Umfangsgeschwindigkeit der Förderräder 42 geringer als die Umlaufgeschwindigkeit
der Heftköpfe 28, sodass jeweils der nächste Heftkopf 28 mit dem nächsten Halteglied
44 zusammentrifft. Der Heftkopf 28 läuft somit am Halteglied 44 vorbei und zieht mit
den an den Stempelarmen 128 angeordneten Mitnehmernasen 138 vom Halteglied 44 den
betreffenden Drahtabschnitt 38 ab und hält diesen mittels den Permanentmagneten 140
am Stempel 130 fest. Die Halteglieder 44 sind in allgemein bekannter Art und Weise
in radialer Richtung verschiebbar und gefedert angeordnet, um Toleranzen aufnehmen
zu können und eine gesicherte Uebernahme der Drahtabschnitte 38 ab dem Stapelschacht
214 und Uebergabe an die Heftköpfe 28 zu gewährleisten.
[0042] Mit Hilfe der Figuren 18 bis 24 wird nun die Funktionsweise der in den Figuren 5
und 6 dargestellten Heftstation 22 erläutert.
[0043] In der Figur 18 ist in Umlaufrichtung U gesehen der Anfangsbereich der Mitnehmerkulisse
92 dargestellt. Beim Umlaufen in Pfeilrichtung U laufen die Folgewalzen 86 der Mitnehmer
82 auf die Mitnehmerkulisse 92 auf, was zur Folge hat, dass die am Halteteil 68 in
radialer Richtung verschiebbar geführten Mitnehmer 82 auf die betreffenden Auflagen
14 der Sammeltrommel 10 abgesenkt werden. Dabei umgreifen die V-förmigen Mitnehmerprofile
84 die Auflagen 14. Dies hat zur Folge, dass die am Tragprofil 62 angeordneten in
der Figur 18 nicht gezeigten Heftköpfe 28 bezüglich der zugeordneten Auflage 14 bzw.
der darauf abgelegten Druckbogen 20 genau ausgerichtet sind. Desweitern erfolgt der
Antrieb der Halteanordnung 52 ausschliesslich durch Mitnahme durch die mit den Auflagen
14 in Eingriff stehenden Mitnehmer 82. Die Mitnehmer 82 sind nur im oberen Bereich
der Umlaufbahn der Sammeltrommel 10 auf die Auflagen 14 abgesenkt, damit im unteren
Bereich der Umlaufbahn die mittels der Heftstation 22 gehefteten Druckbogen 20 in
Richtung der Umlaufachse 12 durch die nun voneinander beabstandeten Auflagen 14 und
Mitnehmerprofile 84 hindurch weggefördert werden können, bzw. dass die zu heftenden
Druckbogen 20 in den Bereich der Heftstation 22 gebracht werden können.
[0044] Im folgenden wird nun ein Heftkopf 28 im Zuge einer Umdrehung der Halteanordnung
52, beim Drahtabschnittspender 30 beginnend, verfolgt. Beim Vorbeilaufen der Heftköpfe
28 am Drahtabschnittspender befinden sich diese in ihrer in radialer Richtung gesehen
äusseren Ruhestellung, in welcher sie von den Auflagen 14 beabstandet sind. Desweitern
sind die Stempel 130 in die Ruhestellung zurückgeschwenkt, sodass die freien Enden
der Stempelarme 128 in radialer Richtung gesehen gegen aussen gerichtet sind. Beim
Vorbeilaufen des Heftkopfes 28 am betreffenden Halteglied 44 des Förderrades 42 wird
der vom Halteglied 44 zugeführte Drahtabschnitt 38 durch die Mitnehmernasen 138 von
diesem abgelöst und mitgenommen (Fig. 19).
[0045] Im Zuge der Weiterdrehung in Pfeilrichtung U gelangen die Heftköpfe 28 in den Bereich
der Matrize 98, wie dies in der Figur 20 gezeigt ist. In Pfeilrichtung U gesehen,
verringert sich der Abstand zwischen der kulissenförmigen Matrize 98 und der Welle
120, sodass bei sich in Ruhestellung befindendem Stempel 130 der betreffende Drahtabschnitt
38 zu einer Klammer 104 gebogen und in die Nuten 136 der Stempelarme 128 hineingeschoben
wird (Fig. 20). Beim Erreichen der Schwenkkulisse 102 läuft der Gleitschuh 200 auf
diese auf, was zur Folge hat, dass der Betätigungsschaft 100 in Pfeilrichtung F in
radialer Richtung gegen innen gedrückt wird. Diese translatorische Bewegung des Betätigungsschaftes
100 wird über das Ritzel 190 in eine Schwenkbewegung der Welle 120 umgesetzt. Dies
hat zur Folge, dass der Stempel 130 von seiner Ruhestellung im Gegenuhrzeigersinn
um 180° in die Klammersetzstellung 130' verschwenkt wird, wonach nun die freien Enden
der Stempelarme 128 in radialer Richtung gegen innen den Auflagen 14 zugewandt sind.
Durch den Klemmhebel 202 wird der Betätigungsschaft 100 entgegen der Kraft der Druckfeder
194 (vergl. Figur 7) in seiner unteren Endlage gehalten (Fig. 21). Im Zuge der Weiterdrehung
in Pfeilrichtung U werden beim Erreichen der Mitnehmerkulisse 92 die Mitnehmer 82
auf die Auflagen 14 abgesenkt, wie dies weiter oben beschrieben ist. Anschliessend
gelangen die Folgerollen 74 (siehe Figuren 5 und 6) in den Bereich des Absenkkulissenpaares
76, wodurch das Tragprofil 62 mit den daran angeordneten Heftköpfen 28 in Richtung
gegen die Auflagen 14 um ein bestimmtes Mass abgesenkt wird. Dabei kommt der Tragteil
118 mit seinen Andrücknasen 170 auf die auf die Auflagen 14 rittlings aufgelegten
Druckbogen 20 zur Anlage. Es ist zu beachten, dass die Andrücknasen 170 die Druckbogen
20, in Richtung der Auflage 14 gesehen, vor und hinter der Klammer 104 sowie auf beiden
Seiten von dieser festhalten, was zu einer besonders sauberen Heftung führt. Es ist
auch zu beachten, dass der Tragteil 118 bezüglich der am Tragprofil 62 fixierten Lageranordnung
172 in Abhängigkeit von der Dicke der Druckbogen 20 verschoben wird. Dadurch wird
eine saubere Heftung von verschieden dicken Druckbogen 20 gewährleistet, ohne dass
die Einrichtung neu eingestellt werden muss (vergl. Figur 22).
[0046] Bei auf den Druckbogen 20 anliegenden Heftköpfen 28 werden diese gegen die Stösselkulisse
78 gefördert. In einem in Pfeilrichtung U gesehen ersten Abschnitt 78' verläuft die
Stösselkulisse 78 mit einem sich verringernden Abstand zur Umlaufbahn der Auflagen
14 (Fig. 23). In diesem Bereich wird der Stössel 80 in Richtung gegen die Druckbogen
20 abgesenkt, wodurch die Klammer 104 aus dem Stempel 130 ausgestossen und in die
Druckbogen 20 gesetzt wird. In einem dem Abschnitt 78' anschliessenden Abschnitt 78''
verläuft die Stösselkulisse 78 mit konstantem Abstand bezüglich den Auflagen 14. In
diesem Abschnitt drückt der Stösselkopf 158 die Klammer 104 satt an die Druckbogen
20 an. Dies verhindert ein Zurückweichen der Klammer 104 beim Umbiegen der seitliche
Arme 104' infolge Anhebens des Umbiegerstössels 114 in Pfeilrichtung E und der damit
verbundenen Verschwenkung der Umbieger 206 (vergl. auch Figuren 12 bis 15).
[0047] Nach dem Setzen der Klammer 104 und Umbiegen der seitlichen Arme 104' gleitet der
Stössel 80 unter der Wirkung der Druckfeder 166 und des sich im Endbereich der Stösselkulisse
78 vergrössernden Abstandes zum Tragteil 118 in seine in radialer Richtung gesehen
äussere Ruhelage zurück.
[0048] Der Stösselkulisse 78 nachfolgend, vergrössert sich der Abstand des Absenkkulissenpaares
76 bezüglich der Halteanordnung 52, was zur Folge hat, dass die Heftköpfe 28 von den
Auflagen 14 bzw. den gehefteten darauf abgelegten Druckbogen 20 abgehoben werden.
Dies ist in der Figur 24 gezeigt. Im Zuge der Weiterdrehung kommen die Heftköpfe in
den Bereich der Lösekulisse 96, welche den Klemmhebel 94 im Uhrzeigersinn verschwenkt.
Dadurch wird der Betätigungsschaft 100 frei gegeben, sodass dieser unter der Kraft
der Druckfeder 194 (vergl. Figur 7) in Pfeilrichtung F in radialer Richtung gegen
aussen gestossen wird. Dies hat nun wiederum ein Zurückverschwenken des Stempels 130
aus seiner Klammersetzstellung 130' in die Ruhestellung im Uhrzeigersinn zur Folge.
Die Heftköpfe 28 sind nun wieder bereit vom Drahtabschnittspender 30 einen neuen Draht
zu übernehmen. Bei der Weiterdrehung der Sammeltrommel 10 werden nun die gehefteten
Druckbogen 20 in Richtung der Umlaufachse 12 aus dem Bereich der Heftstation 22 weg
einer nicht gezeigten Wegführstation zugefördert.
[0049] Durch das Trennen der Drahtabschnittaufbereitung von den Heftköpfen 28 können diese
sehr einfach aufgebaut sein. Ueberdies ist pro Heftkopfanordnung 24 nur ein einziger
Drahtabschnittspender 30 notwendig, was die Aufwendungen auf ein Minimum herabsetzt.
Ueberdies kann der Drahtabschnittspender 30 vom Bereich, in welchem die Klammern 104
in die Druckbogen 20 gesetzt werden, entfernt sein. Dies hat zur Folge, dass genügend
Zeit für das Aufbereiten der Klammern 104 im Bereich zwischen dem Drahtabschnittspender
30 und dem Klammersetzbereich zur Verfügung steht. Bei Heftköpfen mit schwenkbaren
Stempeln 130 kann das Aufbereiten der Klammern 104 in einer von der Klammersetzstellung
130' unterschiedlichen Lage erfolgen, was bedeutet, dass die verschiedenen Funktionen
der Heftköpfe 28 räumlich voneinander getrennt sind; dies hat wiederum zur Folge,
dass die Heftköpfe 28 bei geringen Abmessungen einfach aufgebaut sind.
[0050] Selbstverständlich kann die Matrize zum Biegen des Drahtabschnittes 38 zu einer Klammer
104 an jedem Heftkopf 28 selber vorgesehen sein. Diese weist einen zur Welle exzenterförmigen
Verlauf auf, sodass im Zuge der Schwenkbewegung des Stempels 130 von seiner Ruhe-
in die Klammersetzsteilung 130' die Klammer 104 geformt wird. Eine solche Matrize
könnte insbesondere als Verländerung des Klammerhaltegliedes 146 im Uhrzeigersinn
an diesem angeformt sein.
[0051] Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die Mitnehmer an den Heftköpfen angeordnet
sind; so ist es durchaus denkbar, dass die Andrücknasen 170 als Mitnehmer dienen.
Ein separater Antrieb für die Heftstation 22 ist nicht mehr notwendig und Synchronisationsprobleme
zwischen dem Umlaufen der Sammeltrommel 10 und den Heftkopfanordnungen 24 sind beseitigt.
[0052] Selbstverständlich kann das Zugorgan bzw. die Halteanordnung 52 mittels eines eigenen
Antriebsmotores umlaufend angetrieben sein. Weiter ist es denkbar, dass der Drahtabschnittspender
ein auswechselbares Magazin aufweist, oder dass die Drahtabschnitte von der Schneideinrichtung
direkt den Heftköpfen zugeführt werden.
[0053] Schlussendlich sei noch erwähnt, dass für die Drahtübernahme die Stempel 130 sich
in einer zur Ruhestellung unterschiedlichen Drahtübernahmestellung befinden können.
Die Drahtübernahmestellung entspricht aber nicht der Klammersetzstellung 130'. Die
Drahtabschnitte 38 verlaufen im wesentlichen parallel zur Schwenkachse 122.
[0054] Heftköpfe, die sich insbesondere für erfindungsgemässe Einrichtungen zum Sammeln
von Druckbogen eignen, sind in der zeitgleichen EP-A-0 399 322 und US-A-5,098,002
beschrieben.
[0055] Eine erfindungsgemässe Einrichtung, bei welcher jeder Auflage ein Heftkopf fest zugeordnet
ist, erlaubt auch das in Längsrichtung der Auflagen gegenseitige Versetzen der Heftköpfe
einer Heftkopfanordnung. So kann beispielsweise jeder zweite Heftkopf bezüglich der
anderen in einer Ebene angeordneten Heftköpfen leicht versetzt sein; die beiden Gruppen
von Heftköpfen laufen dann vorteilhafterweise an je einem eigenen Drahtabschnittspender
vorbei. Beim Stapeln der gehefteten Bogen kommen dann nicht alle Klammern übereinander
zu liegen.
1. Einrichtung zum Sammeln von gefalteten Druckbogen, mit entlang einer geschlossenen
Umlaufbahn umlaufenden, sattelförmigen Auflagen (14) mit wenigstens in einem Abschnitt
der Umlaufbahn zueinander paralleler und im wesentlichen rechtwinklig zur Umlaufrichtung
(U) verlaufender Längserstreckung, auf welche mittels mindestens zwei in einem Abstand
voneinander angeordneten Zuführstationen Druckbogen (20) rittlings aufeinander ablegbar
sind, mit einer den Zuführstationen nachgeschalteten und im genannten Abschnitt der
Umlaufbahn vorgesehenen Heftstation (22) mit mindestens einer Heftkopfanordnung (24)
mit mehreren im wesentlichen im Abstand der mit zueinander paralleler Längserstreckung
verlaufenden Auflagen (14) hintereinander angeordneten, sich im wesentlichen in einer
quer zu den Auflagen (14) verlaufenden Ebene und beim Heften synchron mit den Auflagen
(14) bewegenden Heftköpfen (28) zum Setzen von Klammern (104) in die auf die Auflagen
(14) abgelegten Druckbogen (20), sowie mit Mitteln zum Formen der Klammern (104) aus
im wesentlichen geraden, von den Heftköpfen (28) gehaltenden Drahtabschnitten (38),
und mit einer Wegführstation zum Wegfördern der gehefteten Druckbogen (20), dadurch
gekennzeichnet, dass die Heftköpfe (28) entlang einer geschlossenen, bei einem Drahtabschnittspender
(30) und bei der Umlaufbahn der Auflagen (14) vorbeiführenden Bewegungsbahn (26) mit
einer im wesentlichen gleichen Geschwindigkeit und bei der Umlaufbahn mit gleicher
Richtung (U,U') wie die Auflagen (14) umlaufend angeordnet sind, der Drahtabschnittspender
(30) bezüglich der Bewegungsbahn (26) auf der andern Seite der Umlaufbahn der Auflagen
(14) angeordnet ist, und jeder Heftkopf (28) Mittel aufweist, die dazu ausgebildet
sind, in ihrer dem Drahtabschnittspender (30) zugewandten Uebernahmestellung von diesem
einen Drahtabschnitt (38) zu übernehmen und diesen in eine, der Umlaufbahn der Auflagen
(14) zugewandte Klammersetzstellung (130') zu bringen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Heftkopf (28) einen
um eine im wesentlichen rechtwinklig zur Umlaufrichtung (U,U') des Heftkopfs (28)
verlaufende Achse (122) von einer Ruhestellung in die Klammersetzstellung (130') und
wieder zurück schwenkbaren Stempel (130) aufweist, um mittels des Stempels (130) in
der Uebernahmestellung, die vorzugsweise der Ruhestellung entspricht, vom Drahtabschnittspender
(30) den Drahtabschnitt (38) zu übernehmen und diesen in die Klammersetzstellung (130)
zu bringen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drahtabschnittspender
(30) in Richtung der Bewegungsbahn (26) vom Setzbereich (D,D') der Klammern (104)
beabstandet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Formen der
Klammern (104) eine, in Umlaufrichtung (U,U') der Heftköpfe (28) gesehen, in einem
dem Drahtabschnittspender (30) nachgeschalteten Bereich auf die Drahtabschnitte (38)
einwirkende Matrize (98) aufweisen.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize pro Heftkopf
eine an diesem angeordnete, im Zuge der Schwenkbewegung des Stempels von der Uebernahme-
in die Klammersetzstellung auf den Drahtabschnitt einwirkende Biegekulisse aufweist.
6. Einrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrize eine zwischen
dem Drahtabschnittspender (30) und dem Klammersetzbereich (D,D') angeordnete, entlang
der Bewegungsbahn (26) verlaufende Biegekulisse (98) zum Formen einer Klammer (104)
aus dem vom im Bereich der Biegekulisse (98) im wesentlichen drehfest gehaltenen Stempel
(130) getragenen Drahtabschnitt (38) aufweist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heftköpfe
(28) zum Setzen der Klammern (104) in einem ihnen gemeinsamen, ausgedehnten Bereich
(D) entlang der Umlaufbahn der Auflagen (14) mit diesen mitlaufen.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn
(26) im wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagen
(14) trommelartig um einem gemeinsame Umlaufachse (12) angeordnet sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den
Auflagen (14) Umbiegeorgane (206) zum Umbiegen der durch die Druckbogen (20) durchgestossenen
seitlichen Arme (104') der Klammern (104) vorhanden sind.
1. An apparatus for collecting folded printed sheets; with ridge-shaped supports (14)
rotating along a closed rotational path, with their longitudinal span extending in
at least one section of the rotational path parallel to each other and substantially
at right angles to the direction of rotation (U), whereon printed sheets (20) can
be deposited astride one another by means of at least two feeder stations arranged
at a distance from each other; with a stapling station (22) following the feeder stations
and provided in the above mentioned section of the rotational path with at least one
stapler head arrangement (24) with several stapler heads (28) arranged one after the
other substantially at the spacing of the supports (14), which extend with their longitudinal
span parallel to each other, substantially in a plane extending transversely to the
supports (14), and moving during the stapling synchronously with the supports (14)
for setting staples (104) into the printed sheets (20) deposited on the supports (14),
as well as with means for forming the staples (104) from substantially straight wire
lengths (38) held by the stapler heads (28); and with a removal station for removing
the stapled printed sheets (20); characterized in that the stapler heads (28) are
arranged for rotation along a closed movement path (26) leading past a wire length
dispenser (30) and past the rotational path of the supports (14) at a substantially
equal speed and at the rotational path in the same direction (U,U') as that of the
supports (14); that the wire length dispenser (30) is arranged on the other side of
the rotational path of the supports (14) with respect to the movement path (26); and
that each stapler head (28) has means which are designed so as to take over, in their
take-over position facing the wire length dispenser (30), a wire length (38) from
the latter and to bring it into a staple setting position (130') facing the rotational
path of the supports (14).
2. An apparatus according to claim 1, characterized in that each stapler head (28) has
a punch (130) that is pivotable round an axis (122), extending substantially at right
angles to the direction of rotation (U, U') of the stapler head (28), from a rest
position into a staple setting position (130') and back again, so as to take over
in the take-over position, which preferably corresponds to the rest position, the
wire length (38) from the wire length dispenser (30) by means of the punch (130) and
to bring it into the staple setting position (130').
3. An apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the wire length dispenser
(30) is interspaced in the direction of the movement path (26), from the setting zone
(D, D') of the staples (104).
4. An apparatus according to claim 3, characterized in that the means for forming the
staples (104) have a die (98) acting on the wire lengths (38), in a zone disposed
down the line from the wire length dispenser (30) as viewed in the direction of rotation
(U, U') of the stapler heads (28).
5. An apparatus according to claim 2 and 4, characterized in that the die has, per stapler
head, a bend-producing guideway arranged on the latter, which is acting on the wire
length in the course of the pivoting movement of the punch from the take-over position
into the staple setting position.
6. An apparatus according to claim 2 and 4, characterized in that the die has a bend-producing
guideway (98) arranged between the wire length dispenser (30) and the staple setting
zone (D, D') extending along the movement path (26), for forming a staple (104) from
the wire length (38) carried by the punch (130) which is, in the zone of the bend-producing
guideway (98), substantially secured against rotation.
7. An apparatus according to one of claims 1 to 6, characterized in that for setting
the staples (104), the stapler heads (28) run along the rotational path of the supports
(14) in an extended zone (D) that is common to them.
8. An apparatus according to one of claims 1 to 6, characterized in that the movement
path (26) has a substantially circular shape.
9. An apparatus according to one of claims 1 to 8, characterized in that the supports
(14) are arranged in the manner of a drum round a common axis of rotation (12).
10. An apparatus according to one of claims 1 to 9, characterized in that bending elements
(206) are provided in the supports (14) for bending over the side arms (104') of the
staples (104) punched through the printed sheets (20).
1. Dispositif pour assembler des imprimés pliés, avec des supports (14) en forme de selle
tournant le long d'une orbite fermée, dotés d'une étendue en longueur mutuellement
parallèle, et essentiellement perpendiculaire au sens de rotation (U), dans une section
au moins de l'orbite, supports sur lesquels peuvent être déposés les uns sur les autres,
à califourchon, des imprimés (20) au moyen de deux postes d'alimentation, au moins,
distants l'un de l'autre, avec un poste d'agrafage (22) disposé en aval des postes
d'alimentation, prévu dans la section citée de l'orbite, et comportant un agencement
de têtes de piquage (24), au moins, avec plusieurs têtes de piquage (28) pour la pose
d'agrafes (104) dans les imprimés (20) déposés sur les supports (14), ces têtes étant
essentiellement disposées les unes derrière les autres à distance des supports (14),
parallèles entre eux dans leur étendue en longueur, étant essentiellement mobiles
dans un plan transversal aux supports (14), et se déplaçant lors de l'agrafage en
synchronisme avec les supports (14), avec des moyens pour le formage des agrafes (104)
à partir de sections de fils (38) essentiellement rectilignes, maintenues par les
têtes de piquage (28), et avec un poste d'évacuation pour acheminer les imprimés agrafés
(20), caractérisé en ce que les têtes de piquage (28) sont disposées et tournent le
long d'une trajectoire fermée (26), passant devant un distributeur de sections de
fils (30) et devant l'orbite des supports (14), avec une vitesse de rotation essentiellement
égale et tournent devant l'orbite dans le même sens (U, U') que les supports (14),
en ce que le distributeur de sections de fils (30) est disposé sur l'autre côté de
l'orbite des supports (14), par rapport à la trajectoire (26), et en ce que chaque
tête de piquage (28) présente des moyens réalisés pour reprendre une section de fil
(38) du distributeur (30), dans leur position de reprise tournée vers le distributeur
(30), et ammener cette section dans une position de pose des agrafes (130'), tournée
vers l'orbite des supports (14).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que chaque tête de piquage
(28) présente un poinçon (130), pivotant autour d'un axe (122) essentiellement perpendiculaire
au sens de rotation (U, U') de la tête de piquage (28), d'une position de repos dans
une position de pose des agrafes (130'), et inversement, pour reprendre du distributeur
(30) la section de fil (38) au moyen du poinçon (130) en position de reprise, qui
correspond de préférence à la position de repos, et amener cette section en position
de pose des agrafes (130).
3. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le distributeur
de sections de fils (30) est distant de la zone de pose (D, D') des agrafes (104),
dans le sens de la trajectoire (26).
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens de formage
des agrafes (104) présentent une matrice (98), agissant sur les sections de fils (38)
dans l'une des zones disposées en aval du distributeur de sections de fils (30), vu
dans le sens de rotation (U, U') des têtes de piquage (28).
5. Dispositif suivant les revendications 2 et 4, caractérisé en ce que la matrice présente,
par tête de piquage, une coulisse de cintrage disposée sur cette dernière et agissant
sur la section de fil au cours du mouvement de pivotement du poinçon de la position
de reprise dans la position de pose des agrafes.
6. Dispositif suivant les revendications 2 et 4, caractérisé en ce que la matrice présente
une coulisse de cintrage (98) prévue le long de la trajectoire (26), entre le distributeur
de sections de fils (30) et la zone de pose des agrafes (D, D'), pour le formage d'une
agrafe (104) à partir de la section de fil (38) supportée par le poinçon (130), essentiellement
maintenu sans possibilité de rotation dans la zone de la coulisse de cintrage (98).
7. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
les têtes de piquage (28), pour la pose des agrafes (104), tournent avec les supports
(14), le long de l'orbite de ces derniers, dans une zone étendue (D) qui leur est
commune.
8. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
la trajectoire (26) a essentiellement une réalisation en forme de cercle.
9. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
les supports (14) sont disposés à la manière d'un tambour autour d'un axe de rotation
commun (12).
10. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
des organes de pliage (206) sont prévus dans les supports (14), pour plier les bras
latéraux (104') des agrafes (104), poussés au travers des imprimés (20).