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EP 0 571 581 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.03.1999 Patentblatt 1999/10 |
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Anmeldetag: 10.12.1992 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9201/029 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9312/289 (24.06.1993 Gazette 1993/15) |
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| (54) |
WALZENPRESSE
ROLL PRESS
PRESSE A CYLINDRES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
11.12.1991 DE 4140879
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.12.1993 Patentblatt 1993/48 |
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Patentinhaber: J.M. Voith GmbH |
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D-89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHIEL, Christian
D-7920 Heidenheim (DE)
- GRABSCHEID, Joachim
D-7929 Heuchlingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weitzel, Wolfgang, Dr.-Ing.
Patentanwalt et al |
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Friedenstrasse 10 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-92/17641 GB-A- 836 596
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DE-A- 4 102 356 US-A- 4 790 908
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Walzenpresse, vorzugsweise zur Behandlung einer laufenden
Bahn, z. B. Papierbahn. Die Walzenpresse umfaßt zwei Preßeinheiten, z. B. Preßwalzen,
deren Hauptachsen in einer Preßebene liegen und die miteinander einen Preßspalt bilden,
durch den die Bahn läuft. Die Walzenpresse kann auch drei Preßeinheiten umfassen,
die zwei Preßspalte bilden, oder vier Preßeinheiten, die drei Preßspalte bilden.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Walzenpresse mit den im Oberbegriff der Ansprüche
1 und 24 angegebenen Merkmalen. Zum Stand der Technik wird hingewiesen auf die US-A-3
921 514.
Erläuterung einiger Begriffe:
[0003] Die "Hauptachse" einer Preßeinheit kann beispielsweise sein die Drehachse eines Preß-Walzenmantels
oder die Längsachse des stationären Tragkörpers beispielsweise einer Schußpreßeinheit
(im letzteren Fall kann die Drehachse exzentrisch zur Hauptachse angeordnet sein).
[0004] Das "umlaufende Preßelement" kann sein ein metallischer Preß-Walzenmantel, der um
einen stationären Tragkörper drehbar und relativ zu diesem in radialer Richtung verschiebbar
ist, oder ein Preßband oder ein schlauchförmiger Preßmantel, falls es sich um eine
Schuhpreßeinheit handelt.
[0005] Die "interne Anpreßeinrichtung" kann sein entweder eine halbringförmige Druckkammer
oder eine Reihe von radial beweglichen Stützelementen oder ein langgestreckter radial
beweglicher Preßschuh.
[0006] Die "eine Preßeinheit", deren Lagerböcke starr abgestützt sind, steht auf einem Gestell,
Fundament oder dergleichen, oder ist (mittels ihrer Lagerböcke) hängend an einem (z.
B. vertikalen oder horizontalen) Träger befestigt. Die "andere Preßeinheit" kann oberhalb,
seitlich oder unterhalb der starr abgestützten Preßeinheit angeordnet sein; ihr Gewicht
wird durch die Lagerböcke der starr abgestützten Preßeinheit getragen. Der Ausdruck
"starr abgestützt" umfaßt auch die zweiteilige Lagerbock-Konstruktion mit Axialführungselementen,
z. B. gemäß DE-GM 92 04 405.0.
[0007] Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Walzenpresse besteht darin, daß die
Lagerböcke paarweise mittels lösbarer Zugstäbe aneinandergekoppelt sind. Diese Zugstäbe
sind das einzige Element zum Übertragen der Preßkraft von Lagerbock zu Lagerbock.
Somit brauchen die zur Walzenpresse gehörenden Maschinengestelle nur für das Eigengewicht
der Preßeinheiten, nicht jedoch für die Übertragung der Preßkraft dimensioniert zu
werden. Wesentlich ist auch, daß die Zugstäbe leicht lösbar sind; sie sind deshalb
bei Preßkraft Null vorzugsweise auf höchstens einen Bruchteil der maximalen Preßkraft
vorgespannt.
[0008] Außerdem sind diese Zugstäbe in gewissem Sinne beweglich oder flexibel, so daß die
Lagerböcke der "anderen Preßeinheit" relativ zu den Lagerböcken der starr abgestützten
Preßeinheit parallel zur Preßebene beweglich sind.
[0009] Aus der US 3,921,514 ist eine Walzenpresse bekanntgeworden, bei der anstelle leicht
lösbarer Zugstäbe Schraubverbindungen vorgesehen sind, welche die Lagerböcke miteinander
verspannen; somit müssen diese Schraubverbindungen schon im unbelasteten Zustand der
Walzenpresse stark vorgespannt werden. Derartige Schraubverbindungen sind in hochbelasteten
Walzenpressen außerordentlich voluminös und teuer; das Montieren und Wieder-Lösen
ist nur mit enormen Aufwand durchführbar. Man muß in diesem Zusammenhang berücksichtigen,
daß derartige Walzenpressen bevorzugt in Papierherstellungsmaschinen Anwendung finden,
deren Breite im Extremfall bis zu 10 m betragen kann. Insbesondere werden manche Walzenpressen
als Schuhpressen ausgebildet, worin die im Preßspalt herrschende Linienkraft die Größenordnung
von 1000 kN/m erreichen kann. Erschwerend kommt hinzu, daß in vielen Fällen ein endloses
- zum Entwässern der Papierbahn dienendes - Filzband durch den Preßspalt laufen muß
und daß ein derartiges Filzband in gewissen Zeitabständen gegen ein neues Filzband
ausgewechselt werden muß. Ebenos muß bei Schuhpressen das umlaufende flexible (z.
B. schlauchförmige) Preßelement von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Solche Arbeiten
können - dank der Verwendung der genannten leicht lösbaren Zugstäbe - in relativ kurzer
Zeit durchgeführt werden, so daß die Walzenpresse rasch wieder betriebsfähig ist.
[0010] Gemäß US-A-3 921 514 ist die Preßebene vertikal, d. h. die zwei Preßeinheiten einer
derartigen Walzenpresse liegen senkrecht übereinander. Somit kann - für die genannten
Wechsel-Arbeiten - eine der beiden Preßeinheiten mittels einer Hubeinrichtung (nach
dem Entfernen der Zugstäbe) in einfacher Weise in vertikaler Richtung ein Stück weit
von der anderen Preßeinheit entfernt werden. Ebenso einfach ist danach das Wieder-Zusammenbauen
der Walzenpresse; denn während dieser Arbeiten verbleibt die Hauptachse der zu entfernenden
Preßeinheit stets in der Preßebene.
[0011] Schwierigkeiten bereiten jedoch der Zusammenbau der Walzenpresse und die genannten
Wechsel-Arbeiten, wenn gefordert wird, daß die Preßebene nicht vertikal angeordnet
sein soll, wenn also die Preßebene mit der vertikalen Richtung einen Winkel einschließen
soll, der z. B. zwischen 20 und 90° beträgt. Eine derartige Anordnung mit Schuhpreßeinheiten
ist bekannt aus DE 31 17 787 A1; darin sind aber keine konstruktive Details offenbart.
[0012] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Walzenpresse der eingangs genannten
Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß sie auch bei nicht-vertikal angeordneter Preßebene
leicht montierbar ist und die genannten Wechsel-Arbeiten möglichst einfach durchführbar
sind.
[0013] Diese Aufgabe wird gemäß Patentanspruch 1 unter anderem dadurch gelöst, daß am Maschinengestell,
Fundament oder dergleichen, eine Stützeinrichtung vorgesehen ist, die zur (zumindest
zeitweiligen) Aufnahme einer quer zur Preßebene gerichteten Komponente der Gewichtskraft
der "anderen Preßeinheit" vorgesehen ist. Mit anderen Worten: In einem gewissen Abstand
von demjenigen Bereich des Maschinengestells (Fundaments oder dergleichen) an welchem
die Lagerböcke der starr abgestützten Preßeinheit befestigt sind, ist am Maschinengestell
eine zumindest zeitweilig wirksame Stützeinrichtung für die andere Preßeinheit vorgesehen.
Diese Stützeinrichtung muß im einzelnen recht unterschiedlich gestaltet sein, je nach
Größe des Winkels zwischen der Preßebene und der vertikalen Richtung. Bei zahlreichen
Ausführungsformen der Erfindung wird dafür gesorgt, daß die Stützeinrichtung zugleich
zum Führen der anderen Preßeinheit in der zur Preßebene parallelen Richtung dient,
so daß die Hauptachse der anderen Preßeinheit stets in der Preßebene verbleibt. Dies
wird beispielsweise dadurch realisiert, daß ein stationärer Teil der Stützeinrichtung
eine zur Preßebene wenigstens angenähert parallele Führungsfläche aufweist.
[0014] Wesentlich ist auch, daß die Zugstäbe bei Preßkraft Null auf höchstens einen Bruchteil
der maximalen Preßkraft vorgespannt sind.
[0015] Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung ist die Stützeinrichtung als reiner Krafterzeuger
ausgebildet, der eine Stützkraft erzeugt, die der Gewichtskraft der anderen Preßkraft
entgegenwirkt.
[0016] Bei wiederum zahlreichen Ausführungsformen der Erfindung ist es vorteilhaft, zum
Führen der anderen Preßeinheit parallel zur Preßebene zusätzliche Maßnahmen zu treffen.
Danach werden - an jedem Ende der Walzenpresse - der Lagerbock der anderen Preßeinheit
möglichst unmittelbar am starr abgestützten Lagerbock geführt. Dies erfolgt beispielsweise
mittels eines herausnehmbaren Führungsstückes, das an zentraler Stelle zwischen den
Lagerböcken angeordnet ist. Schließlich kann man Zugstäbe schon bei Preßkraft Null
geringfügig vorspannen, z. B. mittels einer Spreizvorrichtung oder unter der Wirkung
des Gewichtes der anderen Preßeinheit. Sofern die Preßebene mit der vertikalen Richtung
einen nur kleinen Winkel bildet, wirken die Zugstäbe und die zentrale Führungsfläche
derart zusammen, daß die Hauptachse der anderen Preßeinheit sowohl bei Preßkraft Null
als auch bei voller Belastung stets mit genügender Genauigkeit in der Preßebene verbleibt.
In diesem Falle wird die erfindungsgemäße Stützeinrichtung (vorgesehen zur Aufnahme
einer quer zur Preßebene gerichteten Komponente der Gewichtskraft der anderen Preßeinheit)
während des normalen Betriebes der Walzenpresse nicht benötigt. In diesem Fall ist
nämlich die genannte Quer-Komponente relativ klein, so daß sie über die Zugstäbe auf
den Lagerbock der starr abgestützten Preßeinheit übertragen werden kann.
[0017] Mit anderen Worten: Man benötigt die erfindungsgemäße Stützeinrichtung in dem genannten
Fall nur während der Montage der Walzenpresse oder während der Arbeiten zum Auswechseln
eines Filzes oder eines Walzenmantels; denn hierzu müssen die Zugstäbe entfernt werden
und die zentrale Führungsfläche ist vorübergehend unwirksam. In diesem Fall wird also
die erfindungsgemäße Stützeinrichtung benötigt zum vorübergehenden Voneinander-Entfernen
der beiden Preßeinheiten. Dies erfolgt derart, daß wiederum die Hauptachse der anderen
Preßeinheit vollkommen (oder zumindest angenähert) in der Preßebene verbleibt. Folglich
kann - nach dem Wieder-Zusammenrücken der beiden Preßeinheiten - das Wieder-Einbauen
der entfernten Bauteile problemlos und innerhalb kürzester Zeit erfolgen.
[0018] Andere Ausführungsformen der Erfindung erlauben es, daß die Preßebene mit der vertikalen
Richtung einen relativ großen Winkel bildet, bis hin zur horizontalen Anordnung der
Preßebene, wie in Anspruch 24 wiedergegeben. In diesem Fall kann die quer zur Preßebene
gerichtete Komponente der Gewichtskraft der anderen Preßeinheit so groß sein, daß
sie nicht mehr durch die Zugstäbe auf den Lagerbock der starr abgestützten Preßeinheit
übertragen werden kann. In diesem Fall ist die erfindungsgemäße Stützeinrichtung auch
während des normalen Betriebes der Walzenpresse wirksam, um die Quer-Komponente direkt
auf das Maschinengestell, Fundament oder dergleichen, zu übertragen. Auch in diesem
Fall kann die erfindungsgemäße Stützeinrichtung entweder als ein reiner Stützkraft-Erzeuger
ausgebildet sein; oder die Stützeinrichtung ist derart gestaltet, daß sie auch zum
Führen der anderen Preßeinheit parallel zur Preßebene dient; denn die Beweglichkeit
der Lagerböcke der anderen Preßeinheit parallel zur Preßebene soll selbstverständlich
beibehalten werden.
[0019] Bei einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung ruhen die Lagerböcke
der anderen Preßeinheit unmittelbar auf zur Preßebene parallelen Führungsflächen.
[0020] Aufgrund der Erfindung ist es nunmehr möglich, Walzenpressen der eingangs beschriebenen
Bauart mit jeder beliebigen Neigung gegen die vertikale Richtung anzuordnen. Insbesondere
ist es nunmehr möglich, die genannte Walzenpressen-Bauart in kompakten Anordnungen
von drei oder vier Preßeinheiten anzuwenden, beispielsweise gemäß der schon genannten
DE 31 17 787 A1. Hierbei wird vorzugsweise die starr abgestützte Preßeinheit als Zentralwalze
ausgebildet. Der Walzenmantel dieser Zentralwalze kommt in der Regel in unmittalbaren
Kontakt mit der Bahn, die nacheinander durch die zwei (oder drei) Preßspalte läuft.
Es sind nun wieder verschiedene Varianten denkbar: Bei einer ersten Variante wird
nur einer der Preßspalte (entweder der erste oder der zweite) durch eine mit der Zentralwalze
zusammenarbeitende Schuhpreßeinheit gebildet (der andere beispielsweise durch eine
herkömmliche Saugpreßwalze oder gerillte Preßwalze). In diesem Fall wird man nur die
Lagerböcke der genannten Schuhpreßeinheit mittels der eingangs beschriebenen lösbaren
Zugstäbe an die Lagerböcke der Zentralwalze koppeln. Bei einer anderen Variante sind
am Umfang der Zentralwalze zwei Schuhpreßeinheiten vorgesehen. In diesem Fall hat
jeder der Lagerböcke der Zentralwalze - gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung
- für jede der zwei Schuhpreßeinheiten zwei Arme zum Ankoppeln der lösbaren Zugstäbe.
Mit anderen Worten: Jeder der Lagerböcke der Zentralwalze hat zum Ankoppeln der Zugstäbe
vier an seinem Umfang verteilte Arme.
[0021] Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Walzenpresse in der Pressenpartie einer
Papierherstellungsmaschine und weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnung erläutert.
[0022] Die Fig. 1 zeigt schematisch die Walzen einer Pressenpartie.
[0023] Die Fig. 2 zeigt schematisch eine von Fig. 1 abweichende Pressenpartie und die dazugehörenden
Maschinengestelle.
[0024] Die Fig. 3 ist ein vergrößertes Detail aus Fig. 1.
[0025] Die Fig. 3A zeigt einen Zuganker (Ansicht in Richtung des Pfeiles A der Fig. 3).
[0026] Die Fig. 4 zeigt ein vergrößertes Detail aus Fig. 2.
[0027] Die Figuren 5 und 6 sind schematische Darstellungen weiterer Ausführungsbeispiele
der Erfindung.
[0028] Die Fig. 1 zeigt eine sogenannte geteilte Drei-Spalt-Pressenpartie einer Papierherstellungsmaschine.
Kernstück ist eine Zentralwalze 2; diese entspricht der im Anspruch 1 erwähnten starr
abgestützten Preßeinheit. Sie hat einen glatten Walzenmantel, der die eine Seite der
zu entwässernden Papierbahn 9 berührt. Er bildet mit zwei Preßeinheiten 1 und 3 einen
ersten Preßspalt I und einen zweiten Preßspalt II. Die Papierbahn 9 wird in der üblichen
Weise in einer Siebpartie gebildet. Man sieht in Fig. 1 einen Teil des Siebbandes
8. Von diesem wird die Bahn mittels eines Stützbandes (z.B. Abnahmefilz 10) und mittels
einer Abnahmesaugwalze 11 abgenommen, durch einen Vor-Preßspalt V geführt und sodann
von unten her dem ersten Preßspalt I zugeführt. Danach trennt sich der Abnahmefilz
10 von der Bahn 9. Diese läuft mit der glatten Mantelfläche der Zentralwalze 2 durch
den zweiten Preßspalt II und danach ein Stück weit nach unten, bis sie mittels einer
Papierleitwalze in eine nachfolgende zusätzliche Walzenpresse 60 (die man auch weglassen
kann) überführt wird. Hier kommt die andere Bahnseite mit einem glatten Walzenmantel
in Kontakt. Während des Anfahrens der Papiermaschine wird die Bahn in der üblichen
Weise mittels eines Schabers 14 von der Zentralwalze 2 abgenommen und nach unten in
einen Ausschußsammelbehälter geleitet.
[0029] Der Vor-Preßspalt V, den die Bahn 9 zwischen dem Abnahmefilz 10 und einem Unterfilz
15 passiert, wird gebildet durch eine obenliegende Saugpreßwalze 16 und eine untere
Preßwalze 17. Die Saugpreßwalze 16 hat zugleich die Funktion einer Umlenkwalze.
[0030] Die beiden Preßeinheiten 1 und 3 sind als Schuhpreßeinheiten ausgebildet. Wie bei
der Schuhpreßeinheit 1 schematisch dargestellt ist, hat jede Schuhpreßeinheit einen
stationären Tragkörper 18 und ein flexibles umlaufendes und flüssigkeitsdichtes Preßelement
19. Letzteres ist
vorzugsweise als schlauchförmiger und an seinen beiden Enden geschlossener Preßmantel ausgebildet.
Das Preßelement 19 wird mittels eines Preßschuhes 20, der eine konkave Gleitfläche
aufweist, mit einer wählbaren Preßkraft an die Zentralwalze 2 angepreßt. Die Preßspalte
I und II sind daher flächige oder "verlängerte" Preßspalte. Der Preßschuh 20 ruht
in einer als Druckkammer ausgebildeten Ausnehmung 21 des Tragkörpers 18. Der darin
herrschende Druck ist in der üblichen Weise zwischen Null und einem Maximum einstellbar.
[0031] Die Mittelebenen der Schußpreßeinheiten 1 und 3 sind die sogenannten Preßebenen E1
und E2. Der Abnahmefilz 10 muß einen verhältnismäßig großen Sektor u des Umfanges
der Zentralwalze (beidseitig der Preßebene E1) umschlingen. Hierdurch ist die Position
der Saugpreßwalze 16 und der (auf den ersten Preßspalt I folgenden) Filzleitwalze
22 bestimmt. Ähnliches gilt für den Oberfilz 23, der durch den zweiten Preßspalt II
läuft, und für die dazugehörenden Filzleitwalzen 24 und 25. Daraus ergibt sich als
vorteilhafte Anordnung der Preßspalte folgendes: Der erste Preßspalt I liegt bezüglich
der Zentralwalze 2 vorzugsweise ungefähr in der 8-Uhr-Position, während der zweite
Preßspalt II vorzugsweise in der 1-Uhr-Position angeordnet wird. Man beachte jedoch,
daß auch andere Anordnungen möglich sind; z.B. kann die Preßebene E2 vertikal angeordnet
sein.
[0032] Abweichend von Fig. 1 ist in Fig. 2 nur der zweite Preßspalt II durch eine Schuhpreßeinheit
3 gebildet. Zur Bildung des ersten Preßspaltes I liegt die Saugpreßwalze 16 direkt
an der Zentralwalze 2 an. Ebenso wie in Fig. 1 können der Unterfilz 15 und die untere
Preßwalze 17 (zur Bildung des Vor-Preßspaltes V) vorgesehen oder weggelassen werden,
je nach der Art der herzustellenden Papierbahn. Schematisch angedeutet ist ein die
Walzen des Abnahmefilzes 10 tragendes mehrteiliges Maschinengestell 26 sowie ein weiteres
ebenfalls mehrteiliges Maschinengestell 27; dieses trägt die Zentralwalze 2, die Schuhpreßeinheit
3, den nicht dargestellten Schaber 14 (Fig. 1) und die Leitwalzen des Oberfilzes 23
sowie eine Abnahmewalze 13, über die ein Trockensieb 12 einer nachfolgenden (nicht
dargestellten Trockenpartie) läuft.
[0033] Die Fig. 3 zeigt Einzelheiten der aus drei Preßeinheiten bestehenden Walzenpresse
der Fig. 1. Man erkennt wieder die Zentralwalze 2 und die zwei Schuhpreßeinheiten
1 und 3, ferner einen starr auf dem Maschinengestell 27 befestigten Lagerbock 32 der
Zentralwalze 2 und je einen Lagerbock 31, 33, worin die stationären Tragkörper 18
der Schuhpreßeinheiten 1, 3 ruhen. Beispielsweise der Lagerbock 33 ist an den Lagerbock
32 der Zentralwalze 2 gekoppelt mit Hilfe von lösbaren Zugstäben 30, die auch "Zuganker"
genannt werden. Diese dienen im Betrieb zum alleinigen Übertragen der Preßkraft von
dem einen Lagerbock auf den anderen. Die Zuganker 30 sind beispielsweise (gemäß Fig.
3A) I-förmig. Jedoch können auch zahlreiche andere Bauarten angewandt werden; in Betracht
kommt beispielsweise die sogenannte teilbare Zugspindel. Andere mögliche Bauarten
sind z.B. Laschen mit Bolzen. Wesentlich ist nur, daß die Zuganker leicht lösbar sind,
denn sie müssen (ganz oder teilweise) zum Zwecke des Auswechseln eines Filzbandes
oder eines Preßmantels - problemlos entfernt werden können. Die Anordnung ist deshalb
derart getroffen, daß die Zuganker 30 bei Preßkraft Null auf höchstens einen Bruchteil
der maximalen Preßkraft vorgespannt werden und daß zwei benachbarte Lagerböcke nicht
starr miteinander verspannt werden (z.B. mit Hilfe von Schrauben). Vielmehr sind die
Lagerböcke 31, 33 relativ zum Lagerbock 32 in der Richtung der Preßebene beweglich.
[0034] Gemäß Fig. 3 sind die Preßebenen E1 und E2 wie in Fig. 1 derart schräg angeordnet,
daß der erste Preßspalt ungefähr in der 8-Uhr-Poisition und der zweite Preßspalt ungefähr
in der 1-Uhr-Position liegt. Aus dieser Konfiguration ergibt sich als weiterer Vorteil,
daß der Winkel W zwischen den zwei Preßebenen zwischen 100° und 130° beträgt, so daß
am Umfang des Lagerbocks 32 der Zentralwalze 2 für
beide Schußpreßeinheiten 1 und 3 die zum Ankoppeln der Zuganker 30 notwendigen Arme 52
angeordnet werden können. Dies wäre nicht möglich, wenn der genannte Winkel W kleiner
wäre.
[0035] Damit die Hauptachsen 1' und 3' der Schuhpreßeinheiten 1 und 3 stets in den Preßebenen
E1, E2 verbleiben, sind benachbarte Lagerböcke 31, 32 bzw. 32, 33 zueinander "zentriert".
Genauer gesagt: Jeder bewegliche Lagerbock 31, 33 ist an einer Führungsfläche des
starr abgestützten Lagerbocks 32 parallel zur Preßebene geführt. Zu diesem Zweck hat
beispielsweise der Lagerbock 32 eine Nase 34, deren Seitenflächen formschlüssig in
eine Ausnehmung 35 des Lagerbockes 31 paßt. Nase 34 und Ausnehmung 35 bilden somit
zwei Führungsflächen-Paare, die parallel zur Preßebene E1 liegen. Für das Vorbereiten
eines Filz- oder Preßmantelwechsels ist es notwendig, daß nach dem Entfernen der Zuganker
30 die Schuhpreßeinheit 1 so weit von der Zentralwalze 2 entfernt werden muß, bis
Nase 34 und und Ausnehmung 35 außer Eingriff kommen.
[0036] Eine andere Möglichkeit ist zwischen den Lagerböcken 32 und 33 vorgesehen: Dort greift
ein quaderförmiges herausnehmbares Zwischenstück 36 mit seinen Seitenflächen formflüssig
in je eine Ausnehmung der Lagerböcke 32 und 33. Das Zwischenstück 36 dient somit zugleich
als Führungsstück. Zum Vorspannen der Zuganker 30 sind symbolisch durch Doppelpfeile
dargestellte Vorspann-Einrichtungen 37 vorgesehen, beispielsweise in der Ausnehmung
35 zwischen den Lagerböcken 31 und 32 oder zwischen dem Zwischenstück 36, das auf
dem Lagerbock 32 ruht, und dem Lagerbock 33. Die Vorspann-Einrichtung kann jedoch
auch außerhalb der Ausnehmungen 35, beispielsweise an den Zugankern 30 selbst angeordnet
werden.
[0037] Die Fig. 3 zeigt nur das eine Ende der Walzenpresse. Es versteht sich, daß am anderen
Ende gleiche oder zumindest ähnliche Lagerböcke 31 - 33, Zugstäbe 30 und die sonstigen
Elemente vorhanden sind.
[0038] Das Aus- und Einbauen der Zuganker 30 erfolgt beispielsweise mit Hilfe eines Pneumatikzylinders
38, der im Maschinengestell abgestützt ist, und zwar mit geringer Nachgiebigkeit (nicht
dargestellt). Dessen Kolbenstange 39 ist so dimensioniert und gelagert, daß sie das
Eigengewicht eines Zugankers 30 tragen kann. Hierzu wird die Vorspanneinrichtung 37
inaktiv gemacht; mittels der Hubeinrichtung 42 wird der Lagerbock 33 (mit der kompletten
Preßeinheit) um die Distanz p abgelassen, so daß er auf dem Zwischenstück 36 ruht.
Nach dem Entfernen der Zuganker 30 wird der Lagerbock 33 (mit der kompletten Preßeinheit)
wieder angehoben, um das Zwischenstück 36 enffernen zu können. Dieses Anheben erfolgt
so weit, daß ein gewisser Abstand zwischen den Walzenmänteln der Preßeinheiten 2 und
3 entsteht, der für das Wechseln des Filzes oder des Preßmantels erforderlich ist.
[0039] Beispielsweise der Lagerbock 33 der Schuhpreßeinheit 3 ist über eine Lasche 40 und
einen Gleitstein 41 an die Hubeinrichtung 42 gekoppelt. Der Gleitstein 41 kann an
einer zur Preßebene E2 parallelen Führungsfläche 43' einer Stützeinrichtung 43 gleiten.
Deren Position im Maschinengestell 27 ist beispielsweise in horizontaler Richtung
justierbar, ebenso der Angriffspunkt der Lasche 40 am Lagerbock 33. Hierdurch kann
erreicht werden, daß ein Anheben oder Absenken der Schuhpreßeinheit 3 derart erfolgt,
daß ihre Mittelachse immer in der Preßebene E2 verbleibt.
[0040] Während des normalen Betriebes der Walzenpresse ist die Hubeinrichtung 42 inaktiv,
so daß das gesamte Gewicht der Preßeinheit 3 auf den Lagerböcken 32 der Zentralwalze
2 ruht. Dies ist möglich, weil der Winkel zwischen der Preßebene E2 und der vertikalten
Richtung relativ klein ist. Wenn die Hubeinrichtung 42 (für das Auswechseln des Filzes
oder des Preßmantels) aktiviert ist, um die Preßeinheit 3 anzuheben, dann überträgt
die Stützeinrichtung 43 eine quer zur Preßebene E2 gerichtete Komponente der Gewichtskraft
auf das Maschinengestell 27.
[0041] Die Preßebene E1 ist nahezu horizontal angeordnet. Bei dieser Anordnung kann es sein,
daß die Gewichtskraft der Schußpreßeinheit 1 so groß ist, daß sie nicht mehr über
die Zugstäbe 30 auf den Lagerbock 32 übertragen werden kann. In diesem Fall ruht die
Preßeinheit 1 (an jedem Ende) auf einer (wiederum justierbaren) Stützeinrichtung 46,
die ebenfalls am Maschinengestell 26 vorgesehen ist. Zum Hin- oder Herschieben der
Preßeinheit ist wiederum eine Hubeinrichtung 45 vorhanden. Die Stützeinrichtung 46
hat wiederum eine zur Preßebene E1 parallele Führungsfläche 46', so daß die Hauptachse
1' der Preßeinheit 1 stets in der Preßebene E1 verbleibt. Die zentral angeordneten
Führungselemente 34, 35 sind deshalb in manchen Fällen entbehrlich, ebenso die Spreizeinrichtung
37, falls deren Funktion durch die Hubeinrichtung 45 ausgeübt werden kann.
[0042] Für das Austauschen eines Preßmantels einer der Schußpreßeinheiten 1 oder 3 wird
das eine Ende der Preßeinheit mittels einer bekannten (nicht dargestellten) Preßmantel-Einfahrvorrichtung
angehoben, so daß die Stützeinrichtung 46 bzw. die Lasche 40 entfernt werden kann.
[0043] In Fig. 3 ist noch schematisch angedeutet, daß die Zentralwalze 2 als Durchbiegungseinstellwalze
ausgebildet ist; sie hat deshalb ein stationäres Joch 47. Im Walzeninneren befindet
sich zwischen dem Joch 47 und dem Walzenmantel eine halbring-förmige und von Längsdichtleisten
48 begrenzte Druckkammer 49. Die Position der Dichtleisten 48 wird bestimmt durch
die Position der Preßebenen E1 und E2 und durch die Höhe der Preßkräfte. Im Ergebnis
liegt die Wirkungsrichtung der Druckkammer 49 in der Resultierenden der Preßkräfte.
Schematisch angedeutet sind noch zwei (nur am triebsseitigen Walzenende vorhandene)
Ausbuchtungen 50 des Lagerbockes 32 zur Aufnahme von Antriebszapfen 51, die in bekannter
Weise zum Antrieb des Walzenmantels dienen. Diese Ausbuchtungen müssen in demjenigen
Bereich des Umfanges des Lagerbockes 32 angeordnet sein, der frei ist von den Armen
52, in welche die Zuganker 30 eingreifen.
[0044] Abweichend von Fig. 3 ist in Fig. 4 zur Bildung des ersten Preßspaltes I eine Saugpreßwalze
16 vorgesehen, die in herkömmlicher Weise in Schwenkhebeln 53 (die Absaugkanäle aufweisen)
ruht. Die Zentralwalze 2' ist wiederum als Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet,
nunmehr jedoch mit einem stationären Joch 47' und einem Gleitschuh 54 (oder mit einer
entsprechenden Reihe einzelner Gleitschuhe) der in bekannter Weise an der Innenfläche
des Walzenmantels anliegt und relativ zum Joch 47' parallel zur Preßebene E2 beweglich
ist. Die Schuhpreßeinheit 3 ist gleich wie in Fig. 3 ausgebildet; sie ruht im Betrieb
auf den Lagerböcken 32' der Zentralwalze 2'.
[0045] Gemäß Fig. 5 ist die Lage der Preßebene E1 ungefähr gleich wie in Fig. 3. Als Stützeinrichtung
für die Schußpreßeinheit 1 ist ein Hydraulikzylinder 56 vorgesehen, in dessen Druckraum
der Hydraulik-Druck stets auf einem konstanten Wert gehalten wird (mittels einer Druckregeleinrichtung
57). Dieser Wert ist auf die quer zu Preßebene E1 gerichtete Komponente der Gewichtskraft
der Preßeinheit 1 einstellbar. Gemäß Fig. 5 dient die Stützeinrichtung 56 somit allein
zum Übertragen der genannten Gewichtskraft-Komponente auf das Maschinengestell 26,
nicht jedoch zum Führen der Preßeinheit 1 parallel zur Preßebene E1. Hierzu ist ein
zentrales Führungsflächen-Paar (bei 35) an den Lagerböcken 31, 32 vorgesehen. Abweichend
von Fig. 5 könnte der Hydraulikzylinder 56 auch unterhalb der Preßeinheit 1 angeordnet
sein.
[0046] In Fig. 6 hängt eine Preßeinheit 1A an der Unterseite der Lagerböcke 32A einer Preßeinheit
2A, und zwar mittels der Zugstäbe 30. Die Lagerböcke 32A hängen an vertikalen und/oder
horizontalen Flächen eines Maschinengestells 27A. Die Preßebene E ist um einen nur
kleinen Winkel gegen die Senkrechte geneigt. Deshalb kann die Stützeinrichtung 66
während des normalen Betriebes unwirksam sein, d.h. der Kolben 67 des einfach wirkenden
Hydraulikzylinders 68 kann nach unten zurückgezogen sein. Seine Achse 65 ist parallel
zur Preßebene E, so daß der Zylinder 68 auch als Führungsfläche dient, wenn er die
Lagerböcke 31 A zusammen mit der Preßeinheit 1A (nach Entfernen der Zugstäbe 30) ein
Stück weit von der Preßeinheit 2A entfernt.
[0047] Um das richtige Positionieren der Preßeinheit 1A zu erleichtern, kann wiederum ein
zentrales herausnehmbares Führungsstück 36 zwischen den Lagerböcken 31A und 32A vorgesehen
sein (wie mit strichpunktierten Linien angedeutet ist). Man kann das Führungsstück
36 aber auch weglassen. Im letzteren Fall ist eine weitere Abwandlung denkbar: Man
sieht (anstelle der dargestellten Stützeinrichtung 66) eine vertikal-achsige Zylinder-Kolben-Einheit
vor, die durch horizontales Verschieben auf dem Fundament 27B justierbar ist.
1. Walzenpresse, vorzugsweise zur Behandlung einer laufenden Bahn, z.B. Papierbahn, mit
zwei Preßeinheiten (1, 2), deren Hauptachsen in einer Preßebene (E1) liegen und die
miteinander einen Preßspalt (I) bilden, durch den die Bahn läuft, ferner mit den folgenden
Merkmalen:
a) Eine (1) der zwei Preßeinheiten (1, 2) hat einen stationären und sich durch ein
umlaufendes Preßelement (19) erstreckenden Tragkörper (18) und eine interne Anpreßeinrichtung
(20) zum radialen Bewegen des umlaufenden Preßelements (19) und zum Erzeugen einer
im Preßspalt auf die Bahn wirkenden Preßkraft;
b) an jedem Ende der Walzenpresse sind die beiden Preßeinheiten (1, 2) in Lagerböcken
(31, 32) abgestützt, die paarweise mittels lösbarer und zum Übertragen der Preßkraft
von Lagerbock zu Lagerbock dienenden Zugstäben (30) aneinandergekoppelt sind;
c) die Lagerböcke (32) einer (2) der zwei Preßeinheiten (1, 2) sind unmittelbar auf
einem Maschinengestell (27), Fundament oder dergleichen, abgestützt und tragen zumindest
einen Teil des Gewichtes der anderen Preßeinheit (1);
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
d) Die Preßebene (El) bildet mit der vertikalen Richtung einen Winkel;
e) am Maschinengestell (26), Fundament oder dergleichen, ist eine Stützeinrichtung
(46), vorgesehen zur zumindest zeitweiligen Aufnahme einer quer zur Preßebene (E1)
gerichteten Komponente der Gewichtskraft der anderen Preßeinheit (1);
f) die Zugstäbe (30) sind bei Preßkraft Null auf höchstens einen Bruchteil der maximalen
Preßkraft vorgespannt.
2. Walzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (46)
zusätzlich zum Führen der anderen Preßeinheit (1) in der zur Preßebene (E1) parallelen
Richtung geeignet ist, vorzugsweise dadurch, daß ein stationärer Teil (43) der Stützeinrichtung
eine zur Preßebene (E1) wenigstens angenähert parallele Führungsfläche (46') aufweist.
3. Walzen presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerbock (31) der
anderen Preßeinheit (1) unmittelbar auf der Führungsfläche (46') abstützbar ist.
4. Walzenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Führungsfläche
(43') abgestütztes und entlang der Führungsfläche verschiebbares Bauteil (41) einerseits
an den Lagerbock (33) der anderen Preßeinheit (1) und andererseits an eine Hubeinrichtung
(42) koppelbar ist.
5. Walzenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (66)
als eine Hubeinrichtung ausgebildet ist, deren Achse (65) wenigstens angenähert parallel
zur Preßebene (E) liegt.
6. Walzenpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung als Zylinder-Kolben-Einheit
ausgebildet ist.
7. Walzenpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung als Gewindespindel
ausgebildet ist.
8. Walzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung als
ein Krafterzeuger (56) ausgebildet ist, welcher der Gewichtskraft der anderen Preßeinheit
(1) entgegenwirkt mittels einer Stützkraft, die auf einen konstant bleibenden Wert
einstellbar ist.
9. Walzen presse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Krafterzeuger (56)
gelenkig mit dem Lagerbock (31) der anderen Preßeinheit (1) verbunden ist.
10. Walzenpresse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Krafterzeuger
(56) als eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit ausgebildet ist, deren Druckraum
an eine Einrichtung (57) zum Konstanthalten des Hydraulik-Druckes angeschlossen ist.
11. Walzenpresse nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende Preßelement
der einen (1) der zwei Preßeinheiten von einem Walzenmantel gebildet ist.
12. Walzenpresse nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Preßeinheit
(1) als Schuhpreßeinheit ausgebildet ist mit einem flexiblen und schlauchförmigen
umlaufenden Preßelement.
13. Walzenpresse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung (46)
- zwecks Wechselns des Preßelements - vom Lagerbock (31) der anderen Preßeinheit (1)
entfernbar ist.
14. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem
Ende der Walzenpresse der Lagerbock (32) der einen Preßeinheit (2) und der Lagerbock
(31) der anderen Preßeinheit (1) relativ zueinander parallel zur Preßebene (E1) geführt
sind.
15. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstäbe
(30) derart beweglich oder flexibel sind, daß - an jedem Ende der Walzenpresse - der
Lagerbock (32) der einen Preßeinheit (2) in der Preßebene (E1) relativ zum Lagerbock
(31) der anderen Preßeinheit (1) beweglich ist.
16. Walzenpresse nach Anspruch 1 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teilstück
jedes Zugstabes (30) entfernbar ist, vorzugsweise in einer Richtung quer zur Preßebene
(E1, E2).
17. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 1 oder 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Lagerböcken (31, 32) ein herausnehmbares Führungsstück (36) angeordnet
ist, das - in Achsrichtung gesehen - mit seinen Seitenflächen, die parallel zur Preßebene
(E1) sind, in Ausnehmungen der Lagerböcke eingreift.
18. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 1 oder 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
an je zwei aneinander gekoppelten Lagerböcken (31, 32) zum Vorspannen der Zugstäbe
(30) eine Spreiz-Einrichtung (37) angreift.
19. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, daß die unmittelbar
auf einem Maschinengestell (27), Fundament oder dergleichen abgestützte Preßeinheit
(2) als eine Zentralwalze ausgebildet ist, deren mit der Bahn (9) in direkten Kontakt
kommend er Walzenmantel mit einer zusätzlichen Preßeinheit (3) einen zweiten Preßspalt
(II) bildet, der im Bereich einer zweiten Preßebene (E2) liegt.
20. Walzenpresse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Lagerböcke (32)
der Zentralwalze (2) sowohl für die andere Preßeinheit (1) als auch für die zusätzliche
Preßeinheit (3) zwei Arme (52) zum Ankoppeln der lösbaren Zugstäbe (30) aufweist.
21. Walzenpresse nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Preßebenen
(E1 und E2) einen Winkel (W) von ca. 100 - 150° bilden.
22. Walzenpresse nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentralwalze
(2 bzw. 2') als Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet ist mit einer hydraulischen
Stützeinrichtung (49 bzw. 54), die in den Preßebenen (E1, E2) Stützkräfte von einem
stationären Joch (47, 47') auf den drehbaren Walzenmantel überträgt.
23. Walzenpresse nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentralwalze (2) zwischen
dem Joch (47) und dem Walzenmantel eine ungefähr halbring-förmige Druckkammer (49)
aufweist, deren Wirkungsrichtung in der Resultierenden der Preßkräfte der beiden Preßorgane
(1 und 3) liegt.
24. Walzenpresse, vorzugsweise zur Behandlung einer laufenden Bahn, z.B. Papierbahn, mit
zwei Preßeinheiten (1, 2), deren Hauptachsen in einer Preßebene (E1) liegen und die
miteinander einen Preßspalt (I) bilden, durch den die Bahn läuft, ferner mit den folgenden
Merkmalen:
a) Eine (1) der zwei Preßeinheiten (1, 2) hat einen stationären und sich durch ein
umlaufendes Preßelement (19) erstreckenden Tragkörper (18) und eine interne Anpreßeinrichtung
(20) zum radialen Bewegen des umlaufenden Preßelements (19) und zum Erzeugen einer
im Preßspalt auf die Bahn wirkenden Preßkraft;
b) an jedem Ende der Walzenpresse sind die beiden Preßeinheiten (1, 2) in Lagerböcken
(31, 32) abgestützt, die paarweise mittels lösbarer und zum Übertragen der Preßkraft
von Lagerbock zu Lagerbock dienenden Zugstäbe (30) aneinandergekoppelt sind;
c) die Lagerböcke (32) einer (2) der zwei Preßeinheiten (1, 2) sind unmittelbar auf
einem Maschinengestell (27), Fundament oder dergleichen, abgestützt;
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
d) die Preßebene (E1) ist horizontal angeordnet;
e) am Maschinengestell (26), Fundament oder dergleichen, ist eine Stützeinrichtung
(46), vorgesehen zur Aufnahme einer quer zur Preßebene (E1) gerichteten Komponente
der Gewichtskraft der anderen Preßeinheit (1).
f) die Zugstäbe (30) sind bei Preßkraft Null auf höchstens einen Bruchteil der maximalen
Preßkraft vorgespannt.
25. Walzenpresse gemäß Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstäbe (30) derart
beweglich oder flexibel sind, daß - an jedem Ende der Walzenpresse - der Lagerbock
(32) der einen Preßeinheit (2) in der Preßebene (E1) relativ zum Lagerbock (31) der
anderen Preßeinheit (1) beweglich ist.
1. Roll press, preferably for treating a moving sheet, e.g. a web of paper, with two
pressing units (1, 2), the main axes of which lie in a pressing plane (E1) and which
together form a pressing gap (I) through which the sheet runs, also having the following
features:
a) one (1) of the two pressing units (1, 2) has a stationary support member (18) extending
through a rotating pressing element (19) and an internal pressure mechanism (20) for
radial movement of the rotating pressing element (19) to generate a pressing force
in the pressing gap acting on the sheet;
b) the two pressing units (1, 2) are supported at each end of the roll press in bearing
blocks (31, 32) which are coupled to one another in pairs by means of detachable tension
members (30) serving to transfer the pressing force from bearing block to bearing
block;
c) the bearing blocks (32) of one (2) of the two pressing units (1, 2) are supported
directly on a machine frame (27), foundation or similar, and bear at least a portion
of the weight of the other pressing unit (1);
characterised by the following features:
d) the pressing plane (E1) forms an angle with the vertical direction;
e) a support means (46) is provided on the machine frame (26), foundation or similar
to at least occasionally receive a component of the weight force of the other pressing
unit (1) directed transversely to the pressing plane (E1);
f) the tension members (30) are pre-stressed to a fraction of the maximum pressing
force at most at zero pressing force.
2. Roll press according to Claim 1, characterised in that the support means (46) is additionally
suitable for directing the other pressing unit (1) in the direction parallel to the
pressing plane (E1), preferably as a result of a stationary part (43) of the support
means having a guide surface (46') at least approximately parallel to the pressing
plane (E1).
3. Roll press according to Claim 2, characterised in that the bearing block (31) of the
other pressing unit (1) may be supported directly on the guide surface (46').
4. Roll press according to Claim 2, characterised in that a structural part (41), which
is supported on the guide surface (43') and is displaceable along the guide surface,
may be coupled, on the one hand, to the bearing block (33) of the other pressing unit
(1) and, on the other hand, to a hoisting means (42).
5. Roll press according to Claim 2, characterised in that the support means (66) is constructed
as a hoisting means, whose axis (65) lies at least approximately parallel to the pressing
plane (E).
6. Roll press according to Claim 5, characterised in that the hoisting means is constructed
as a cylinder-piston unit.
7. Roll press according to Claim 5, characterised in that the hoisting means is constructed
as a threaded spindle.
8. Roll press according to Claim 1, characterised in that the support means is constructed
as a force generator (56), which acts against the weight force of the other pressing
unit (1) by means of a supporting force that may be adjusted to a value which remains
constant.
9. Roll press according to Claim 8, characterised in that the force generator (56) is
articulated to the bearing block (31) of the other pressing unit (1).
10. Roll press according to Claim 8 or 9, characterised in that the force generator (56)
is constructed as a hydraulic cylinder-piston unit, the pressure chamber of which
is connected to a means (57) for keeping the hydraulic pressure constant.
11. Roll press according to Claim 1 to 10, characterised in that the rotating pressing
element of one (1) of the two pressing units is formed by a roller shell.
12. Roll press according to Claim 1 to 11, characterised in that the other pressing unit
(1) is constructed as a shoe pressing unit with a flexible and tubular rotating pressing
element.
13. Roll press according to Claim 12, characterised in that the support means (46) may
be removed from the bearing block (31) of the other pressing unit (1) for the purpose
of changing the pressing element.
14. Roll press according to one of Claims 1 to 13, characterised in that at each end of
the roll press, the bearing block (32) of one pressing unit (2) and the bearing block
(31) of the other pressure unit (1) are directed parallel to the pressing plane (E1)
relative to one another.
15. Roll press according to one of Claims 1 to 14, characterised in that the tension members
(30) are movable or flexible in such a manner that - at each end of the roll press
- the bearing block (32) of one pressing unit (2) is movable in the pressing plane
(E1) relative to the bearing block (31) of the other pressing unit (1).
16. Roll press according to Claim 1 or 15, characterised in that at least one portion
of each tension member (30) may be removed, preferably in a direction transverse to
the pressing plane (E1, E2).
17. Roll press according to one of Claims 1 or 14 to 16, characterised in that a removable
guide piece (36), which - viewed in axial direction - engages in recesses of the bearing
blocks with its side faces, which are parallel to the pressing plane (E1), is arranged
between the bearing blocks (31, 32).
18. Roll press according to one of Claims 1 or 15 to 17, characterised in that a spreading
means (37) acts on two respective bearing blocks (31, 32) coupled to one another for
pre-stressing the tension members (30).
19. Roll press according to one of Claims 1 - 18, characterised in that the pressing unit
(2) supported directly on a machine frame (27), foundation or similar is constructed
as a central roller, its roller shell which comes into direct contact with the sheet
(9) forming with an additional pressing unit (3) a second pressing gap (II) located
in the region of a second pressing plane (E2).
20. Roll press according to Claim 19, characterised in that each of the bearing blocks
(32) of the central roller (2) has two arms (52) for coupling the detachable tension
members (30) both for the other pressing unit (1) and for the additional pressing
unit (3).
21. Roll press according to Claim 19 or 20, characterised in that the two pressing planes
(E1 and E2) form an angle (W) of approximately 100-150°.
22. Roll press according to one of Claims 19 to 21, characterised in that the central
roller (2 or 2') is constructed as a deflection adjustment roller with a hydraulic
support means (49 or 54), which transfers support forces in the pressing planes (E1,
E2) from a stationary yoke (47, 47') onto the rotatable roller shell.
23. Roll press according to Claim 22, characterised in that between the yoke (47) and
the roller shell, the central roller (2) has an approximately half ring-shaped pressure
chamber (49), the active direction of which lies in the resultant of the pressing
forces of the two pressing units (1 and 3).
24. Roll press, preferably for treating a moving sheet, e.g. a web of paper, with two
pressing units (1, 2), the main axes of which lie in a pressing plane (E1) and which
together form a pressing gap (I) through which the sheet runs, also having the following
features:
a) one (1) of the two pressing units (1, 2) has a stationary support member (18) extending
through a rotating pressing element (19) and an internal pressure mechanism (20) for
radial movement of the rotating pressing element (19) to generate a pressing force
in the pressing gap acting on the sheet;
b) the two pressing units (1, 2) are supported at each end of the roll press in bearing
blocks (31, 32) which are coupled to one another in pairs by means of detachable tension
members (30) serving to transfer the pressing force from bearing block to bearing
block;
c) the bearing blocks (32) of one (2) of the two pressing units (1, 2) are supported
directly on a machine frame (27), foundation or similar;
characterised by the following features:
d) the pressing plane (E1) is arranged horizontally;
e) a support means (46) is provided on the machine frame (26), foundation or similar
to receive a component of the weight force of the other pressing unit (1) directed
transversely to the pressing plane (E1);
f) the tension members (30) are pre-stressed to a fraction of the maximum pressing
force at most at zero pressing force.
25. Roll press according to Claim 24, characterised in that the tension members (30) are
movable or flexible in such a manner that - at each end of the roll press - the bearing
block (32) of one pressing unit (2) is movable in the pressing plane (E1) relative
to the bearing block (31) of the other pressing unit (1).
1. Presse à rouleaux, servant de préférence au traitement d'une bande en mouvement, par.
ex. une bande de papier, avec deux unités de pressage (1, 2) dont les axes principaux
se trouvent dans un plan de pressage (E1) et formant ensemble un entrefer de pressage
(I) dans lequel passe la bande, présentant en outre les caractéristiques suivantes
:
a) L'une (1) des deux unités de pressage (1, 2) a un moyeu-support (18) stationnaire
s'étendant à travers un élément de pressage tournant (19) et un dispositif de pressage
interne (20) pour la mise en mouvement radial de l'élément de pressage tournant (19)
et pour générer une force de pressage agissant sur la bande dans l'entrefer de pressage
;
b) à chaque extrémité de la presse à rouleaux les deux unités de pressage (1, 2) sont
soutenues dans des supports de palier (31, 32) accouplés entre eux par paire au moyen
de barres de traction (30) amovibles et servant à transmettre la force de pressage
d'un support de palier à l'autre ;
c) les supports de palier (32) de l'une (2) des deux unités de pressage (1, 2) sont
directement soutenus sur un châssis de machine (27), un massif de fondation ou autre,
et supportent au moins une partie du poids de l'autre unité de pressage (1) ;
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
d) le plan de pressage (E1) forme un angle avec la direction verticale ;
e) un dispositif de soutien (46) est prévu sur le châssis de la machine (26), massif
de fondation ou autre pour absorber au moins temporairement une composante du poids
de l'autre unité de pressage (1) orientée transversalement par rapport au plan de
pressage (E1) ;
f) les barres de traction (30) sont au plus précontraintes à une valeur infime de
la force de pressage maximale lorsque la force de pressage est nulle.
2. Presse à rouleaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de
soutien (46) convient en outre pour le guidage de l'autre unité de pressage (1) dans
la direction parallèle au plan de pressage (E1), de préférence en ce sens qu'un élément
stationnaire (43) du dispositif de soutien présente une surface de guidage (46") au
moins approximativement parallèle par rapport au plan de pressage (E1).
3. Presse à rouleaux selon la revendication 2, caractérisée en ce que le support de palier
(31) de l'autre unité de pressage (1) peut être directement soutenu sur la surface
de guidage (46").
4. Presse à rouleaux selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un élément de construction
(41) soutenu au droit de la surface de guidage (43') et pouvant se déplacer le long
de la surface de guidage peut être accouplé d'une part au support de palier (33) de
l'autre unité de presse (1) et d'autre part à un dispositif de levage (42).
5. Presse à rouleaux selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif de
soutien (66) est conçu en tant que dispositif de levage dont l'axe (65) est au moins
approximativement parallèle au plan de pressage (E).
6. Presse à rouleaux selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de
levage est conçu comme unité à vérin à piston.
7. Presse à rouleaux selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de
levage est conçu comme broche filetée.
8. Presse à rouleaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de
soutien est conçu comme générateur de force (56) qui s'oppose au poids de l'autre
unité de pressage (1) au moyen d'une force de soutien qui peut être réglée à une valeur
constante.
9. Presse à rouleaux selon la revendication 8, caractérisée en ce que le générateur de
force (56) est relié par une articulation avec le support de palier (31) de l'autre
unité de pressage (1).
10. Presse à rouleaux selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le générateur
de force (56) est conçu comme unité hydraulique à vérin à piston dont la chambre de
pression est raccordée sur un dispositif (57) pour maintenir constante la pression
hydraulique.
11. Presse à rouleaux selon la revendication 1 à 10, caractérisée en ce que l'élément
de pressage tournant de l'une (1) des deux unités de pressage est constitué par une
virole de rouleau.
12. Presse à rouleaux selon la revendication 1 à 11, caractérisée en ce que l'autre unité
de pressage (1) est conçue sous forme d'un élément de pressage flexible et tubulaire
en rotation.
13. Presse à rouleaux selon la revendication 12, caractérisée en ce que le dispositif
de soutien (46) - pour le remplacement de l'élément de pressage, peut être enlevé
du support de palier (31) de l'autre unité de pressage (1).
14. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'à chaque
extrémité de la presse à rouleaux, le support de palier (32) de l'une des unités de
pressage (2) et le support de palier (31) de l'autre unité de pressage (1) sont guidés
relativement l'un par rapport à l'autre parallèlement au plan de pressage (E1).
15. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que les
barres de traction (30) sont de la sorte mobiles ou flexibles que, à chaque extrémité
de la presse à rouleaux, le support de palier (32) de l'une des unités de pressage
(2) est mobile dans le plan de pressage (E1), relativement par rapport au support
de palier (31) de l'autre unité de pressage (1).
16. Presse à rouleaux selon la revendication 1 ou 15, caractérisée en ce qu'au moins une
partie de chaque barre de traction (30) peut être retirée, de préférence dans une
direction transversale par rapport au plan de pressage (E1, E2).
17. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 1 ou 14 à 16, caractérisée en ce
qu'un élément de guidage (36) amovible est placé entre les supports de palier (31,
32) lequel - vu dans le sens de l'axe - est engagé dans des embrèvements des supports
de palier au moyen de ses faces latérales qui sont parallèles au plan de pressage
(E1).
18. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 1 ou 15 à 17, caractérisée en ce
qu'un dispositif d'écartement (37) agit sur respectivement deux supports de paliers
(31, 32) couplés ensemble pour précontraindre les barres de traction (30).
19. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 1 - 18, caractérisée en ce que l'unité
de pressage (2) directement soutenue sur un châssis de machine, un massif de fondation
ou autres est conçue comme rouleau central dont la virole venant en contact direct
avec la bande (9) forme, avec une unité de pressage supplémentaire (3), un second
entrefer de pressage (II) lequel se situe dans un second plan de pressage (E2).
20. Presse à rouleaux selon la revendication 19, caractérisée en ce que chacun des supports
de palier (32) du rouleau central (2) présente, tant pour l'autre unité de pressage
(1) que pour l'unité de pressage supplémentaire (3), deux bras (52) pour accoupler
les barres de traction (30) amovibles.
21. Presse à rouleaux selon la revendication 19 ou 20, caractérisée en ce que les deux
plans de pressage (E1 et E2) forment un angle (W) de 100 - 150° environ.
22. Presse à rouleaux selon l'une des revendications 19 à 21, caractérisée en ce que le
rouleau central (2 ou 2') est conçu comme rouleau à réglage de flexion avec un dispositif
de soutien hydraulique (49 et/ou 54) qui transmet des forces de soutien dans les plans
de pressage (E1, E2) à partir d'un moyeu stationnaire (47, 47') sur la virole de rouleau
tournante.
23. Presse à rouleaux selon la revendication 22, caractérisée en ce que le rouleau central
(2) présente une chambre de pression (49) à peu près semi-annulaire entre le moyeu
(47) et la virole du rouleau, dont la direction de son action se trouve sur la résultante
des forces de pressage des deux organes de pressage (1 et 3).
24. Presse à rouleaux, servant de préférence au traitement d'une bande en mouvement, par.
ex. d'une bande de papier, avec deux unités de pressage (1, 2) dont les axes principaux
se trouvent dans un plan de pressage (E1) et formant ensemble un entrefer de pressage
(I) dans lequel passe la bande, présentant en outre les caractéristiques suivantes:
a) l'une (1) des deux unités de pressage (1, 2) a un moyeu-support (18) stationnaire
s'étendant à travers un élément de pressage tournant (19) et une unité de pressage
interne (20) pour la mise en mouvement radial de l'élément de pressage tournant (19)
et pour générer une force de pressage agissant sur la bande dans l'entrefer de pressage
;
b) à chaque extrémité de la presse à rouleaux, les deux unités de pressage (1, 2)
sont soutenues dans des supports de palier (31, 32) accouplés entre eux par paire
au moyens de barres de traction (30) amovibles et servant à transmettre la force de
pressage d'un support de palier à l'autre ;
c) les supports de palier (32) de l'une (2) des deux unités de pressage (1, 2) sont
directement soutenus sur un châssis de machine (27), un massif de fondation ou autre,
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
d) le plan de pressage (E1) est disposé à l'horizontale;
e) un dispositif de soutien (46) est prévu sur le châssis de la machine (26), le massif
de fondation ou autre pour absorber une composante du poids de l'autre unité de pressage
(1) orientée transversalement par rapport au plan de pressage (E1) ;
f) les barres de traction (30) sont au plus précontraintes à une valeur infime de
la force de pressage maximale lorsque la force de pressage est nulle.
25. Presse à rouleaux selon la revendication 24, caractérisée en ce que les barres de
traction (30) sont de la sorte mobiles ou flexibles que, à chaque extrémité de la
presse à rouleaux, le support de palier (32) de l'une des unités de pressage (2) est
mobile relativement par rapport au support de palier (31) de l'autre unité de pressage
(1) dans le plan de pressage (E1).