[0001] Die Erfindung geht aus von einer Antenne laut Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Antennen dieser Art sind bekannt (z.B. Neues von Rohde & Schwarz, Nr. 111, Herbst
1985, S. 26 bis 28). Um bei solchen Antennen hochwertige reproduzierbare Eigenschaften
zu erreichen ist eine hohe gegenseitige Entkopplung der einzelnen übereinander angeordneten
Dipol-Einheiten erforderlich. Nachdem dies meist nicht durch Vergrößerung des gegenseitigen
Abstandes der Dipoleinheiten erreicht werden kann ist es bekannt, zwischen den benachbarten
zu entkoppelnden Dipoleinheiten ein strahlungsabsorbierendes Material anzuordnen (a.a.O.
Bild 3). Nachteil dieser bekannten Lösung ist der damit verbundene Rückgang des Antennengewinns,
bei Senderantennen für höhere Leistung können außerdem Erwärmungsprobleme auftreten.
Diese bekannte Lösung ist außerdem relativ teuer.
[0003] Bei Antennen ohne dielektrischer Umhüllung ist es an sich bekannt, zwischen einzelnen
zu entkoppelnden Antenneneinheiten eine leitende Trennfläche anzuordnen (DAS 13 02
927). Die im HF- und VHF-Bereich hierfür entwickelten Dimensionierungsvorschriften
gehen davon aus, daß eine solche Trennfläche die Antennenachse mindestens um eine
Betriebswellenlänge λ überragen muß, mindestens jedoch um die Länge des Antennenelementes.
Diese für Antennen ohne dielektrischer Umhüllung bekannte Maßnahme wäre für Antennen
der eingangs erwähnten Art, bei der die Dipol-Einheiten übereinander in einem Rohr
aus Isoliermaterial angeordnet sind, nur dann anwendbar, wenn das Rohr einen Innendurchmesser
von mindestens einer Wellenlänge λ aufweist, was bei Antennen für den VHF-Bereich
(100 bis 160 MHz) und UHF-Bereich (225 bis 400 MHz) zu einem nicht mehr vertretbaren
großen Rohrdurchmesser führen würde, der wegen der höheren Wind- und Eislast noch
dazu sehr teuer wäre.
[0004] Es sind auch Antennen bekannt, bei denen die Dipoleinheiten nicht kollinear übereinandern,
sondern mit ihren Achsen senkrecht also quer zum Tragmast angeordnet sind (US-PS 3
681 770). Zur Entkopplung sind leitende Entkopplungsflächen vorgesehen, deren äußerer
Rand nur etwa bis zur Hälfte des Abstandes reicht, mit dem die Dipolelemente im Abstand
von der Mastoberfläche angeordnet sind. Auch diese bekannte Entkopplungsmaßnahme wäre
für eine Antenne der eingangs erwähnten Art nicht brauchbar, da schon der Tragmast
eine Breite von etwa einer halben Wellenlänge besitzen muß und damit ein äußeres Schutzrohr,
wie es an sich bei solchen Antennen schon bekannt ist (DAS 1 125 014) wieder einen
nicht mehr vertretbaren großen Außendurchmesser besitzen müßte, der wegen der höheren
Wind- und Eislast noch dazu sehr teuer wäre. Im übrigen besitzen solche Antennen mit
quer zum Mast angeordneten Dipolen ein völlig anderes physikalisches Verhalten als
Antennen der eingangs erwähnten Art mit kollinear angeordneten Dipoleinheiten, so
daß auch aus diesem Grunde die bekannten Entkopplungsmaßnahmen bei letzteren Antennen
nicht anwendbar sind.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, für eine Antenne der eingangs erwähnten Art mit
kollinear übereinander angeordneten Dipoleinheiten in einem Schutzrohr aus Isoliermaterial,
das einen Innendurchmesser kleiner als die Betriebswellenlänge aufweist, eine einfache
und billig realisierbare Entkopplungseinrichtung zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe wird ausyehend von einer Antenne laut Oberbegriff des Hauptanspruches
durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Anwendung einfacher leitender Trennflächen zwischen den
zu entkoppelnden Dipol-Einheiten ergibt sich ein sehr einfacher und billiger Gesamtaufbau,
ohne daß die Abmessungen der Antenne vergrößert werden müssen. Die Erfindung wird
dabei getragen durch die Erkenntnis, daß bei Antennen der eingangs erwähnten Art,
bei denen das Schutzrohr aus Isoliermaterial relativ dicht über den zu schützenden
Dipoleinheiten angeordnet ist, und bei denen damit zwischen den meist flächenförmigen
Dipolhälften und der Innenwand des Schutzrohres nur ein durch die Fertigungs- und
Montagetoleranzen bestimmter geringer Abstand von nur einigen Millimetern besteht,
die störende Verkopplung zwischen den übereinander angeordneten Dipoleinheiten hauptsächlich
innerhalb des schutzrohres erfolgt und vergleichsweise weniger durch die außerhalb
des Schutzrohres auftretenden Feldanteile, so daß es für solche innerhalb eines Schutzrohres
von relativ kleinem Durchmesser angeordnete Dipoleinheiten zur guten Entkopplung genügt,
nur einfache leitende Entkopplungsflächen zwischen den Dipoleinheiten vorzusehen,
die radial nur bis zu den flächenförmigen Dipolhälften der Dipoleinheiten reichen
oder diese nur unwesentlich bis zur Innenwand des Schutzrohres überragen. Durch diese
leitenden Entkopplungsflächen werden die Dipoleinheiten innerhalb des Schutzrohres
ausreichend gegeneinander entkoppelt, ohne daß der Durchmesser des schutzrohres vergrößert
werden muß, ein eventuelles Übergreifen von Feldern außerhalb des Rohres können für
die Verkopplung der Dipoleinheiten vernachlässigt werden.
[0008] Die erfindungsgemäße Maßnahme kann mit Erfolg bei Antennen sowohl im VHF- als auch
im UHF-Bereich angewendet werden, beispielsweise auch bei Flugsicherungsantennen,
sie ist auch besonders geeignet zum Aufbau von Antennen für den PCN E1-Mobilfunknetz-Bereich
(1710 bis 1880 MHz), da hierdurch sehr schlanke Antennen mit einem Durchmesser von
beispielsweise nur 95 mm herstellbar sind, die neben eng tolerierten Azimut-Diagrammen
für Rundstrahlung bzw. Sektorversorgung mit Richtantennen auch im Vertikaldiagramm
definierte Maximum-Absenkung, starke Nebenkeulenunterdrückung sowie beträchtliche
Nullstellenauffüllung aufweisen.
[0009] Die Erfindung ist für alle Antennen mit kollinear übereinander angeordneten Dipol-Einheiten
geeignet, bei denen diese Dipol-Einheiten beispielsweise aus zwei gegenüber der Rohrachse
gegenüberliegend angeordneten Dipolelementen bestehen, die flächenförmige und an die
Innenwand des Rohres angepaßt gebogene Dipolhälften aufweisen, wie sie beispielsweise
in Neues von Rohde & Schwarz, Heft 11, Seite 28 dargestellt sind.
[0010] Die erfindungsgemäße Maßnahme ist in gleicher Weise jedoch auch bei kollinearen Dipol-Einheiten
anwendbar, die aus einem einzigen Dipolelement mit Reflektor bestehen, wie dies für
die Erzeugung von Richtdiagrammen nötig ist. Auch in diesem Fall kann zwischen den
übereinander angeordneten Dipol-Reflektor-Einheiten innerhalb des Schutzrohres oder
der Schutzwanne aus Isoliermaterial wiederum eine erfindungsgemäße leitende Entkopplungsfläche
angeordnet sein, die in diesem Fall leitend mit der Reflektorfläche verbunden ist.
Die Erfindung ist auch für Antennen geeignet, bei denen übereinander angeordnete Dipolelemente
benachbarter Dipol-Einheiten gegeneinander verdreht sind.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
[0012] Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Antenne, Fig. 2 zeigt den
zugehörigen Querschnitt.
[0013] Die Fig. zeigen eine Sendeantenne für den PCN E1-Mobilfunk bestehend aus einem selbsttragenden
Schutzrohr 1 aus beispielsweise glasfaserverstärktem Isoliermaterial mit einem Innendurchmesser
von beispielsweise 95 mm, also einen gegenüber der Betriebswellenlänge λ dieser PCN-Mobilfunk-Antenne
kleinen Innendurchmesser und einer Gesamtlänge von etwa 2 m. Längs der Achse 2 dieses
Rohres 1 ist ein Tragrohr 3 aus Metall angeordnet, an welchem innerhalb des Schutzrohres
1 mehrere Dipoleinheiten 4 kollinear übereinander befestigt sind. Das Tragrohr 3 ist
ebenso wie das Schutzrohr 1 an einem Befestigungsflansch 11 aus Metall angebracht,
mit dem die Antenne beispielseise an einem Mast befestigt werden kann.
[0014] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht jede Dipol-Einheit aus zwei symmetrisch
zur Rohrachse 2 gegenüberliegende angeordneten Dipolelementen jeweils bestehend aus
zwei übereinander angeordneten flächenförmigen Dipolhälften 5, deren Breite sich nach
der gewünschten Bandbreite der Antenne richtet. Die Dipolhälften 5 sind gemäß Fig.
2 entsprechend dem Radius der Innenwand 6 des Rohres 1 gekrümmt oder entsprechend
abgewinkelt, so daß zwischen der Außenfläche der Dipolhälften 5 und der diesen gegenüberliegenden
Innenwand 6 des Rohres 1 nur ein fertigungsbedingter Abstand von einigen Millimeters
besteht. Die Achsen der Dipol-Einheiten 4 sind kollinear, das heißt sie fluchten mit
der Rohrachse 2, die Dipol-Elemente jeweils gebildet durch zwei Dipolhälften 5 können
in benachbarten Dipol-Einheiten 4 jedoch gegeneinander etwas verdreht sein, wie dies
für manche Diagrammformen wünschenswert sein kann. Die Dipolhälften 5 sind über Stützen
7 am Tragmast 3 befestigt.
[0015] Zur gegenseitigen Entkopplung zwischen zwei übereinander angeordneten Dipol-Einheiten
4 ist zwischen diesen eine leitende Entkopplungsfläche 8 angeordnet, die leitend am
Tragrohr 3 befestigt ist und die mit ihrem Rand 10 mindestens bis zu der die Dipol-Einheiten
4 radial begrenzende Außenfläche 9 der gekrümmten Dipolhälften 5 und maximal bis zur
Innenwand 6 des Schutzrohres 1 reicht, maximal also einen Durchmesser von 95 mm, also
einem Bruchteil der Betriebswellenlänge λ aufweist. Diese leitende Entkopplungsfläche
8 ist im einfachsten Fall eine Metallblechscheibe oder eine Scheibe aus leitendem
oder metallisiertem Kunststoff, auch ein engmaschiges Gitter aus leitendem Material
ist hierfür geeignet. Messungen haben ergeben, daß allein mit solchen leitenden Entkopplungsfläche
8 von relativ geringem Durchmesser in Kombination mit dem die Dipol-Einheiten 4 eng
umschließenden Rohr 1 aus Isoliermaterial eine gute gegenseitige Entkopplung der übereinander
angeordneten Dipol-Einheiten 4 von ca. 30 dB erreicht wird.
1. Antenne mit mehreren an einem Tragrohr (3) kollinear übereinander angeordneten Dipol-Einheiten
(4), die innerhalb eines Schutzrohres (1) aus Isoliermaterial mit einem gegenüber
einer Betriebswellenlänge (λ) kleinen Innendurchmesser angeordnet sind und jeweils
mindestens ein Dipolelement aufweisen, das aus zwei parallel zum Tragrohr (3) übereinander
angeordneten flächenförmigen Dipolhälften (5) besteht, deren Querschnitt der Innenwand
(6) des Schutzrohres angepaßt ist und die mit ihrer Außenfläche (9) in geringem Abstand
von der Innenwand (6) des Schutzrohres (1) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen mindestens zwei übereinander angeordneten Dipol-Einheiten (4) senkrecht
zur Schutzrohrachse (2) eine leitende Entkopplungsfläche (8) angeordnet ist, deren
äußerer Rand (10) radial mindestens bis zu der Außenfläche (9) der Dipolhälflten (5)
und maximal bis zur Innenwand (6) des Schutzrohres (1) reicht und die mit dem Tragrohr
(3) oder mit einem einer Dipoleinheit (4) zugeordneten Reflektor leitend verbunden
ist.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entkopplungsfläche (8) eine Metallblechscheibe, eine Scheibe aus leitendem
oder metallisiertem Kunststoff oder ein engmaschiges Gitter aus leitendem Material
ist.
3. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekenn-zeichnet, daß zur Erzielung gleicher elektrischer Eigenschaften aller Dipoleinheiten (4) eine
Entkopplungsfläche (8) auch am freien Ende der obersten und/oder untersten Dipoleinheit
(4) angebracht ist.
1. Aerial having a plurality of dipole units (4) arranged one above the other in collinear
fashion on a support tube (3) and arranged inside a guard tube (1) made from an insulating
material and having a small internal diameter in relation to an operating wavelength
(λ), and the said dipole units (4) each having at least one dipole element consisting
of two uniplanar dipole halves (5) arranged one above the other and parallel to the
support tube (3), the cross-section of the said dipole elements being adapted to the
inner wall (6) of the guard tube and the dipole elements being arranged with their
outer surface (9) a short distance from the inner wall (6) of the guard tube (1),
characterised in that between at least two dipole units (4) arranged one above the
other there is arranged perpendicular to the guard tube axis (2) a conductive decoupling
surface (8) whose outer edge (10) extends radially at least as far as the outer surface
(9) of the dipole halves (5) and at most as far as the inner wall (6) of the guard
tube (1) and which is connected in conductive manner to the support tube (3) or to
a reflector associated with a dipole unit (4).
2. Aerial according to claim 1, characterised in that the decoupling surface (8) is a
sheet-metal disc, a disc made of a conductive or metal-coated plastic, or a narrow-meshed
grille made of conductive material.
3. Aerial according to claim 1, characterised in that to obtain the same electrical characteristics
from all the dipole units (4), a decoupling surface (8) is also mounted at the free
end of the uppermost and/or lowermost dipole unit (4).
1. Antenne avec plusieurs unités dipolaires (4) disposées en alignement les unes au-dessus
des autres, sur un tube porteur (3), qui sont placées à l'intérieur d'un tube de protection
(1) en matériau isolant présentant un diamètre interne petit par rapport à une longueur
d'onde d'exploitation (λ), et qui comportent respectivement au moins un élément dipolaire
constitué de deux moitiés dipolaires de forme plane (5), disposées l'une sur l'autre
parallèlement au tube porteur (3), et dont la section transversale est adaptée à la
paroi interne (6) du tube de protection, tandis que leur surface externe (9) est disposée
à une faible distance de la paroi interne (6) du tube de protection (1),
antenne caractérisée en ce qu'entre au moins deux unités dipolaires (4) disposées
l'une sur l'autre, est placée perpendiculairement à l'axe (2) du tube de protection,
une surface de découplage conductrice (8) dont le bord externe (10) s'étend radialement
au moins jusqu'à la surface externe (9) des moitiés dipolaires (5) et au maximum jusqu'à
la paroi interne (6) du tube de protection (1), et qui est reliée conductivement au
tube porteur (3) ou à un réflecteur associé à une unité dipolaire (4).
2. Antenne selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface de découplage
(8) est un disque en tôle métallique, un disque en matière synthétique conductrice
ou métallisée, ou bien une grille à mailles serrées d'un matériau conducteur.
3. Antenne selon la revendication 1, caractérisée en ce que, pour obtenir des propriétés
électriques identiques de toutes les unités dipolaires (4), une surface de découplage
(8) est également rapportée à l'extrémité libre de l'unité dipolaire (4) la plus élevée
et/ou la plus basse.