[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüfterkappe aus Kunststoffmaterial zur Hinterlüftung
von Dächern im First-, Walm- oder Gratbereich, mit einem Befestigungsbereich, mit
einem Randbereich und mit einem den Befestigungsbereich und den Randbereich miteinander
verbindenden Zwischenbereich, wobei der Zwischenbereich Luftdurchtrittsöffnungen und
der Randbereich dachseitig ein sich über die Kappenlänge erstrekkendes, elastisch
nachgiebiges Abdichtorgan aufweist und das Abdichtorgan die Struktur einer Feinfadenbürste
mit einer Vielzahl von elastischen, in zumindest weitestgehend strömungsdichter Packung
angeordneten Bürstenfäden besitzt.
[0002] Die zuvor beschriebeneLüfterkappe ist aus der DE - A - 38 13 094 bekannt. Der grundsätzliche
Vorteil einer Lüfterkappe mit als Feinfadenbürste ausgebildetem Abdichtorgan besteht
darin, daß sich die Feinfadenbürste problemfrei ohne Beeinträchtigung der Strömungsdichtheit
den unterschiedlichsten Spaltformen zwischen der Dacheindeckung und der Lüfterkappe,
insbesondere bei scharfkantigen und besonders ausgeprägten Übergängen, anpassen kann.
Bei der bekannten Lüfterkappe ist die Feinfadenbürste fest mit dem Randbereich der
Lüfterkappe verbunden, so daß die Feinfadenbürste einen festen Bestandteil der Lüfterkappe
darstellt.
[0003] Ein Problem, das sich nicht nur bei einem eine Feinfadenbürste aufweisenden Abdichtorgan,
sondern insbesondere auch bei einem aus einem Schaumstoff bestehenden Abdichtorgan
ergibt, besteht darin, daß die Spaltweiten und Spaltformen zwischen der Unterkante
der Lüfterkappe und der Dacheindeckung nicht nur von Baustelle zu Baustelle, sondern
sogar an ein und derselben Baustelle erheblich variieren können. Aus diesem Grunde
ist die Bereitstellung einer Vielzahl von Lüfterkappen mit unterschiedlich ausgebildeten
Abdichtorganen bereits für eine Baustelle erforderlich. Dies ist nicht nur umständlich
und störend, da auf der Baustelle dann häufig eine Vielzahl von nicht genutzten Lüfterkappen
mit zu großen oder zu kleinen Abdichtorganen ungenutzt herumliegen, sondern es ergibt
sich auch ein Lagerhaltungsproblem, da ständig eine Vielzahl von Lüfterkappen mit
unterschiedlichsten Abdichtorganen bereitgestellt werden muß, was sich letztendlich
auch auf den Preis der Lüfterkappen nachteilig auswirkt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lüfterkappe der eingangs genannten Art derart
auszugestalten und weiterzubilden, daß Lagerhaltungs-, Verpackungs-, Transport- und
Verlegeprobleme wesentlich verringert bzw. entscheidend vereinfacht werden.
[0005] Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird bei der eingangs genannten Lüfterkappe
nach einer ersten Lehre der Erfindung dadurch gelöst, daß das Abdichtorgan mit dem
Randbereich lösbar verbunden ist, daß die Bürstenfäden mit einem Ende in einem Trägerteil
fixiert sind, daß am Randbereich der Lüfterkappe eine Schiebeführung zum Einschieben
des Trägerteils vorgesehen ist, daß die Schiebeführung von einem freien Randbereich
der Lüfterkappe und einem mit der Unterseite der Lüfterkappe verbundenen oder an diese
angeformten Klemm- und Führungsteil gebildet ist und daß der freie Randbereich der
Lüfterkappe und der Klemm- und Führungsteil zusammen eine im wesentlichen U-förmige
Aufnahme für das Trägerteil bilden.
[0006] Alternativ wird die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe bei der eingangs genannten
Lüfterkappe nach einer zweiten Lehre der Erfindung dadurch gelöst, daß das Abdichtorgan
mit dem Randbereich lösbar verbunden ist, daß die Bürstenfäden mit einem Ende in einem
Trägerteil fixiert sind und daß das Trägerteil mit dem Randbereich der Lüfterkappe
kraftschlüssig, insbesondere über Schnapp-Rast-Verbindungen oder Druckknopf-Verbindungen,
kuppelbar ist.
[0007] Durch die erfindungsgemäße lösbare Befestigung ergibt sich der Vorteil, daß das Abdichtorgan
praktisch erst an der jeweiligen Baustelle mit der betreffenden Lüfterkappe verbunden
werden muß, so daß in Abhängigkeit von den erforderlichen Abmessungen der Abdichtorgane
lediglich unterschiedliche Abdichtorgane in Verbindung mit nur einem einzigen Typ
einer Lüfterkappe oder genauer, eines Lüfterkappengrundkörpers auf Lager gehalten
werden muß und dann die jeweils erforderlichen Kombinationen vor Ort zusammengestellt
werden können. Dies hat den ganz wesentlichen Vorteil, daß Lüfterkappen ohne bereits
angebrachtes Abdichtorgan verpackt, versandt und auf Lager gehalten werden können,
wodurch sich beträchtliche Einsparungen an Verpackung und Lageraumbedarf erzielen
lassen, da die Lüfterkappen für sich ebenso kompakt verpackt werden können wie die
separat zu verpakkenden Abdichtorgane in Form von Feinfadenbürsten. Darüber hinaus
zeichnet sich die nach der ersten Lehre der Erfindung angegebene Alternative durch
eine besondere Einfachheit und auch durch eine kostengünstige Fertigung aus, weil
die Lüfterkappe selbst bzw. ihr Randbereich einen Bestandteil der Schiebeführung darstellt.
[0008] Insbesondere durch die in den Unteransprüchen angegebenen bevorzugten Ausführungsformen
der lösbaren Befestigung des Abdichtorganes am Randbereich läßt sich ein Abfallen
oder Lösen der Feinfadenbürste vom Randbereich wirksam vermeiden. Das Ablösen und
Abfallen von Abdichtorganen vom Randbereich kann bei bekannten Lüfterkappen dann relativ
häufig auftreten, wenn die Abdichtorgane mit dem Randbereich verklebt sind, was allerdings
die Regel ist. Insbesondere durch Temperaturen, wie sie im Sommer durchaus übblich
sind, kann ein Ablösen und ein Abfallen des Abdichtorganes vom Randbereich bereits
beim Transport der Lüfterkappe auftreten. Besonders nachteilig ist es, wenn sich ein
Abdichtorgan erst nach dem Verlegen der Lüfterkappe löst, da dann eine Reparatur oder
ein Austausch der Lüfterkappe mit relativ viel Aufwand verbunden ist.
[0009] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Es zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lüfterkappe mit einem bürstenförmigen
Abdichtorgan,
- Fig. 2 bis 6
- verschiedene Ausführungsformen von Feinfadenbürsten für die Lüfterkappe gemäß Fig.
1,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Herstellung der Feinfadenbürste
für die Lüfterkappe gemäß Fig. 1,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer gemäß Fig. 7 hergestellten Feinfadenbürste und
- Fig. 9
- schematische Darstellungen in Draufsicht und Seitenansicht einer Halterung für die
Feinfadenbürste an einer Lüfterkappe.
[0010] Fig. 1 zeigt eine Lüfterkappe 1, die einen Befestigungsbereich 2, einen dachseitigen
Randbereich 3 und einen Zwischenbereich 4 umfaßt und bei der in dem Zwischenbereich
4 Luftdurchtrittsöffnungen 5 und im Randbereich 3 Stützelemente 6 in an sich bekannter
Weise vorgesehen sind. An der Unterseite des Randbereichs 3 der Lüfterkappe 1 ist
ein Abdichtorgan 7 in Form einer Feinfadenbürste aus einer Vielzahl von Bürstenfäden
8 angebracht. Als Feinfadenbürsten ausgebildete Abdichtorgane können mit allen Arten
von Lüfterkappen verwendet werden, so daß die in Fig. 1 angedeutete Lüfterkappe 1
mit Feinfadenbürste nur als Beispiel für derartige Lüfterkappen zu betrachten ist.
Die Abdichtung in Form einer Feinfadenbürste ist für First-, Walm- oder Gratbereiche,
aber auch für Kehlbereiche verwendbar.
[0011] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Abdichtorgan 7 in Form einer Feinfadenbürste
an einem Trägerteil 9 angebracht ist und Bürstenfäden 8 unterschiedlicher Länge aufweist,
so daß die Feinfadenbürste an ihrem vom Trägerteil 9 abgewandten Ende einen keilförmigen
Bereich 10 besitzt.
[0012] Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 3 ist die Feinfadenbürste im wesentlichen über
ihre gesamte Höhe etwa keilartig ausgebildet, und das Trägerteil 9 weist eine Ausnehmung
11 auf, in deren Bereich eine Kupplung bzw. Verbindung mit der zugehörigen Lüfterkappe
1 möglich ist.
[0013] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 besteht die Feinfadenbürste aus mehreren Bereichen
unterschiedlich langer Bürstenfäden 8, wobei sich zwischen den einzelnen Bereichen
gestufte Übergänge ergeben. In der Praxis können in diesem Fall drei Bürstenstreifenleisten
miteinander kombiniert werden, wie sie im einzelnen noch erläutert werden. Das Trägerteil
9 ist in diesem Falle mit einem Befestigungsteil 12 verbunden, das mit dem Trägerteil
9 einen spitzen Winkel einschließt.
[0014] Eine zur Fig. 4 analoge Anordnung zeigt Fig. 5, wobei in diesem Falle die Feinfadenbürste
insgesamt schrägkeilförmig mit stumpfen Ende ausgebildet ist.
[0015] Fig. 6 zeigt eine im wesentlichen der Fig. 4 entsprechende Ausführungsform einer
Anordnung nach der Erfindung, wobei in diesem Falle an dem Befestigungsteil 12 Klemm-
oder Kuppelnoppen 18 angebracht sind, die vorzugsweise seitliche Klemmrippen besitzen.
Über diese Kuppelnoppen 18 kann das Abdichtorgan 7 in einfacher Weise mit der zugehörigen
Lüfterkappe 1, d. h. mit dem Randbereich 3 verbunden werden, da es dazu nur erforderlich
ist, die Kuppelnoppen 18 in entsprechende Aufnahmeschlitze zu stecken und einschnappen
zu lassen. Die Kuppelnoppen 18 können dabei gleichzeitig Auflageorgane für Firstkappen
bilden.
[0016] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer bevorzugten Art
der Herstellung der Feinfadenbürste für die erfindungsgemäße Lüfterkappe 1. Auf ein
gespanntes Halteelement 14 in Form eines Drahtes, Stabes oder dgl. wird zuerst eine
erste Lage von Bürstenfäden 8 aufgelegt, und auf diese erste Lage werden daran angrenzend
dann noch weitere Lagen aufgebracht. Anschließend wird das Trägerteil 9, das in diesem
Ausführungsbespiel als verzinktes Blech ausgebildet ist, derart um das Halteelement
14 gebogen, daß die Bürstenfäden 8 im Trägerteil 9 im Bereich des Halteelementes 14
eingeschlossen sind, so daß sich die in Fig. 8 gezeigte Feinfadenbürste ergibt.
[0017] Die Herstellung der Feinfadenbürste kann auch dadurch erfolgen, daß auf einen waagerecht
liegenden Streifen aus Metall oder aus anderen Werkstoffen die Bürstenfäden zunächst
aufgelegt werden. Auf die aufgelegten Bürstenfäden wird dann mittig ein Halteelement
in Form eines Drahtes oder Stabes gelegt, und anschließend wird die gesamte Anordnung
gebördelt.
[0018] Die Klemmung ist im Bereich des Austritts der Bürstenfäden 8 aus dem Trägerteil 9
etwas stärker ausgeprägt, so daß sich an dieser Stelle die geringste Breite der Feinfadenbürste
ergibt, während sich die Bürstenfäden 8 zum freien Ende hin etwas auffächern.
[0019] Im Bereich des Austritts der Bürstenfäden 8 aus dem Trägerteil 9 beträgt die Breite
der Feinfadenbürste gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel etwa 2,5 mm, wobei
wesentlich ist, daß die einzelnen Bürstenfäden 8 Durchmesser im Bereich von 0,10 bis
0,40 mm und vorzugsweise im Bereich von 0,15 bis 0,35 mm besitzen, was gleichbedeutend
damit ist, daß die Feinfadenbürste pro laufende Längeneinheit eine große Anzahl von
Bürstenfäden 8 aufweist.
[0020] Die Bürstenfäden 8 können aus Kunststoffmaterial, insbesondere aus Polypropylen oder
Nylon, bestehen. Es ist aber auch die Verwendung von feinen Metallfäden sowie Naturfasern
pflanzlicher oder tierischer Herkunft möglich, wobei prinzipiell auch Mischungen dieser
unterschiedlichsten Fasern von Vorteil sein können.
[0021] Die Bürstenfäden 8 erbringen zwar bereits dann, wenn sie geradlinig ausgebildet sind,
aufgrund ihrer dichten Packung die notwendige Strömungsdichtheit, aber bevorzugt sind
diese Bürstenfäden 8 in ihrer Längsebene verformt, insbesondere gewellt, da sich auf
diese Weise eine gegenseitige Verhakung ergibt, die ergänzend dazu beiträgt, daß auch
bei starkem Winddruck kein Luftdurchbruch auftreten kann. Dies ergibt beste Flugschnee-
und Schlagregeneintragssicherheit.
[0022] Je länger die Feinfadenbürste in der Praxis sein muß, desto größer wird der Durchmesser
der Bürstenfäden 8 gewählt, um in jedem Falle die notwendige Rückstellelastizität
zu gewährleisten. In der Praxis werden Bürstenfäden 8 mit Längen von 30, 40, 50, 60,
75. 95 und 105 mm vorgesehen, und ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß diese unterschiedlichen Bürstenleisten erst baustellenseitig mit der zugehörigen
Lüfterkappe 1 verbunden werden müssen, was ohne weiteres möglich ist, da über das
Trägerteil 9 eine entsprechende Kupplung mit der Lüfterkappe 1 auf einfachste Weise
möglich ist. Die Möglichkeit der lösbaren Verbindung bzw. Kuppelbarkeit gestattet
es, Bürstenstreifenleisten bzw. Feinfadenbürsten und Lüfterkappen 1 getrennt zu verpacken,
zu versenden und auch zu lagern, was dazu führt, daß beispielsweise in einer Verpackungseinheit
statt bisher 30 Lüfterkappen mit daran direkt befestigten Feinfadenbürsten jetzt 150
Lüfterkappen ohne Feinfadenbürsten verpackt werden können, wobei diese Angaben nur
Beispiele darstellen, jedoch den erzielbar großen Vorteil dokumentieren. Da weiterhin
die Verpackungs-, Versand- und Lagerhaltungskosten bei der erfindungsgemäßen Lüfterkappe
erheblich verringert werden können, ist der Stückpreis der erfindungsgemäßen Lüfterkappe
1 erheblich geringer als bei bekannten Lüfterkappen.
[0023] Die anhand der Fig. 7 und 8 erläuterte Quetschbefestigung der Bürstenfäden 8 stellt
eine besonders einfache und bevorzugte Art der Realisierung des Trägerteils 9 für
die Feinfadenbürste dar. Aber es ist auch möglich, die Bürstenfäden 8 an ihrem befestigungsseitigen
Ende auf andere Art zu fixieren, vorausgesetzt, es wird stets die erforderliche dichte
Packung gewährleistet und sichergestellt, daß nicht durch eine beispielsweise verwendete
Büschelanordnung der Bürstenfäden die Einströmdichtheit nicht mehr in der erforderlichen
Weise gewährleistet werden kann.
[0024] Fig. 9 zeigt eine bevorzugte Kuppelmöglichkeit zwischen der Feinfadenbürste und dem
Randbereich 3 der Lüfterkappe 1. Im linken Teil der Fig. 9 ist dabei ein Laschenteil
gezeigt, das zur Realisierung einer Schiebeführung 15 dient. Zur Erleichterung des
Einschiebens des Trägerteils 9 der Feinfadenbürste sind aufgestellte Einführecken
20 vorgesehen. Der rechte Teil der Darstellung in Fig. 9 zeigt die Lüfterkappe 1 mit
einem sich nach außen erstreckenden Spoiler 19 und einem nach innen abgewinkelten
Randbereich 21. An der Unterseite der Lüfterkappe 1 ist ein zur Bildung der Schiebeführung
15 erforderliches Klemm- und Führungsteil 17 einteilig angeformt, und dieses Klemm-
und Führungsteil 17 bildet zusammen mit dem abgewinkelten Randbereich 21 eine U-förmige
Aufnahme für das Trägerteil 9 der Feinfadenbürste entsprechend der Darstellung in
Fig. 8. Die freien, bürstenseitig gelegenen Enden des abgewinkelten Randbereichs 21
und der Schiebeführung 15 sind nochmals nach innen abgewinkelt, so daß ein Austreten
der Feinfadenbürste aus dieser U-förmigen Aufnahme mit Sicherheit verhindert ist.
[0025] An der Unterseite der Lüfterkappe 1 werden vorzugsweise mehrere derartige Laschenelemente
mit gegenseitigem Abstand vorgesehen. Das Einbringen der Feinfadenbürste erfolgt dabei
bevorzugt in Form eines Schiebevorgangs, wobei das in Längsrichtung 1 durchzuführende
Einschieben der Feinfadenbürste bzw. der Bürstenstreifenleiste durch die aufgestellten
Ecken 20 erleichtert wird. Diese Ausführungsform einer Kupplung zwischen Bürstenstreifenleiste
und Lüfterkappe 1 zeichnet sich durch eine besondere Einfachheit und auch durch eine
kostengünstige Fertigung aus, weil die Lüfterkappe 1 selbst mit ihrem Randbereich
einen Bestandteil der genannten Schiebeführung 15 darstellt. Es sind aber auch weitere
vorteilhafte Kupplungsmöglichkeiten durch Einklinken, Einhängen oder Eindrücken nach
Art einer Durckknopfverbindung möglich.
[0026] Die erfindungsgemäße Lüfterkappe 1 ist unter Berücksichtigung der jeweiligen Materialwahl
und aufgrund ihres Aufbaus mit einer Vielzahl von separaten Einzelelementen äußerst
temperaturbeständig, auch unter schwierigen Gegebenheiten strömungsdicht und vor allem
in Bezug auf das jeweilige Abdichtproblem äußerst anpassungsfähig. Aufgrund der lösbaren
und anpassungsfähigen Feinfadenbürste ist jedes Bedachungsmaterial vollständig abgedichtet,
ohne daß an Ecken und Wölbungen offene Stellen bleiben, durch welche Schlagregen und/oder
Flugschnee eingetragen werden können. Weiterhin besteht keinerlei Gefahr, daß - wie
dies bei herkömmlichen Schaumstoffabdichtungen der Fall sein kann - das Abdichtungsmaterial
zum Nestbau verwendet und dadurch die Abdichtfunktion verschlechtert wird.
[0027] Die Bürstenfäden 8 können bevorzugt kreisförmigen, elliptischen, dreieckigen, quadratischen
oder rhombischen Querschnitt besitzen. Der Querschnittsverlauf über die Länge des
Bürstenfadens kann dabei zylindrisch oder konisch sein.
1. Lüfterkappe (1) aus Kunststoffmaterial zur Hinterlüftung von Dächern im First-, Walm-
oder Gratbereich, mit einem Befestigungsbereich (2), mit einem Randbereich (3) und
mit einem den Befestigungsbereich (2) und den Randbereich (3) miteinander verbindenden
Zwischenbereich (4), wobei der Zwischenbereich (4) Luftdurchtrittsöffnungen (5) und
der Randbereich (3) dachseitig ein sich über die Kappenlänge erstreckendes, elastisch
nachgiebiges Abdichtorgan (7) aufweist und das Abdichtorgan (7) die Struktur einer
Feinfadenbürste mit einer Vielzahl von elastischen, in zumindest weitestgehend strömungsdichter
Packung angeordneten Bürstenfäden (8) besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtorgan (7) mit dem Randbereich (3) lösbar verbunden ist, daß die Bürstenfäden
(8) mit einem Ende in einem Trägerteil (9) fixiert sind, daß am Randbereich (3) der
Lüfterkappe (1) eine Schiebeführung (15) zum Einschieben des Trägerteils (9) vorgesehen
ist, daß die Schiebeführung (15) von einem freien Randbereich (16) der Lüfterkappe
(1) und einem mit der Unterseite der Lüfterkappe (1) verbundenen oder an diese angeformten
Klemm- und Führungsteil (17) gebildet ist und daß der freie Randbereich (16) der Lüfterkappe
(1) und der Klemm- und Führungsteil (17) zusammen eine im wesentlichen U-förmige Aufnahme
für das Trägerteil (9) bilden.
2. Lüfterkappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Randbereich
(16) und das Klemm- und Führungsteil (17) jeweils endseitig nach innen abgewinkelt
sind.
3. Lüfterkappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schiebeführung
(15) aufgestellte Einführecken (20) vorgesehen sind.
4. Lüfterkappe (1) aus Kunststoffmaterial zur Hinterlüftung von Dächern im First-, Walm-
oder Gratbereich, mit einem Befestigungsbereich (2), mit einem Randbereich (3) und
mit einem den Befestigungsbereich (2) und den Randbereich (3) miteinander verbindenden
Zwischenbereich (4), wobei der Zwischenbereich (4) Luftdurchtrittsöffnungen (5) und
der Randbereich (3) dachseitig ein sich über die Kappenlänge erstreckendes, elastisch
nachgiebiges Abdichtorgan (7) aufweist und das Abdichtorgan (7) die Struktur einer
Feinfadenbürste mit einer Vielzahl von elastischen, in zumindest weitestgehend strömungsdichter
Packung angeordneten Bürstenfäden (8) besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtorgan (7) mit dem Randbereich (3) lösbar verbunden ist, daß die Bürstenfäden
(8) mit einem Ende in einem Trägerteil (9) fixiert sind und daß das Trägerteil (9)
mit dem Randbereich (3) der Lüfterkappe (1) kraftschlüssig, insbesondere über Schnapp-Rast-Verbindungen
oder Druckknopf-Verbindungen kuppelbar ist.
5. Lüfterkappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil (9) mit einem
Befestigungsteil (12) verbunden ist, daß am Befestigungsteil (12) Kuppelelemente vorgesehen
sind und daß an der Lüfterkappe (1) Aufnahmeschlitze für die Kuppelelemente ausgebildet
sind.
6. Lüfterkappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Kuppelelementen seitliche
Klemmrippen ausgebildet sind.
7. Lüfterkappe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppelelemente
als Auflagenorgane für Firstkappen ausgebildet sind.
8. Lüfterkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil
(9) als insbesondere metallisches, U-förmiges Klemmorgan ausgeführt ist, daß die Bürstenfäden
(8) um ein faden- oder drahtförmiges Halteelement (14) geführt sind und daß die Schenkel
(13) des Trägerteils (9) die Bürstenfäden (8) klemmend fixieren.
1. Plastic ventilator cap (1) for ventilating roofs in the region of the ridge, hip or
rib, having a fastening region (2), having an edge region (3) and having an intermediate
region (4) interconnecting the fastening region (2) and the edge region (3), the intermediate
region (4) having air passage openings (5), and the edge region (3) having on the
roof side an elastically yielding sealing member (7) which extends over the length
of the cap, and the sealing member (7) having the structure of a fine-stranded brush
with a multiplicity of elastic brush strands (8) arranged in an at least largely flow-tight
package, characterized in that the sealing member (7) is detachably connected to the
edge region (3), in that the brush strands (8) are fixed with one end in a carrier
part (9), in that a sliding guide (15) for pushing in the carrier part (9) is provided
on the edge region (3) of the ventilator cap (1), in that the sliding guide (15) is
formed by a free edge region (16) of the ventilator cap (1) and the clamping and guiding
part (17) which is connected to the underside of the ventilator cap (1) or integrally
formed on the latter, and in that the free edge region (16) of the ventilator cap
(1) and the clamping and guiding part (17) together form an essentially U-shaped receptacle
for the carrier part (9).
2. Ventilator cap according to Claim 1 or 2, characterized in that the free edge region
(16) and the clamping and guiding part (17) are each angled off inwards at the end.
3. Ventilator cap according to Claim 1 or 2, characterized in that insertion corners
(20) set up on the sliding guide (15) are provided.
4. Plastic ventilator cap (1) for ventilating roofs in the region of the ridge, hip or
rib, having a fastening region (2), having an edge region (3) and having an intermediate
region (4) interconnecting the fastening region (2) and the edge region (3), the intermediate
region (4) having air passage openings (5), and the edge region (3) having on the
roof side an elastically yielding sealing member (7) which extends over the length
of the cap, and the sealing member (7) having the structure of a fine-stranded brush
with a multiplicity of elastic brush strands (8) arranged in an at least largely flow-tight
package, characterized in that the sealing member (7) is detachably connected to the
edge region (3), in that the brush strands (8) are fixed with one end in a carrier
part (9), and in that the carrier part (9) can be coupled to the edge region (3) of
the ventilator cap (1) in a force-closed fashion, in particular via snap-action latching
connections or pushbutton connections.
5. Ventilator cap according to Claim 4, characterized in that the carrier part (9) is
connected to a fastening part (12), in that coupling elements are provided on the
fastening part (12), and in that receiving slots for the coupling elements are formed
on the ventilator cap (1).
6. Ventilator cap according to Claim 5, characterized in that lateral clamping ribs are
formed on the coupling elements.
7. Ventilator cap according to Claim 5 or 6, characterized in that the coupling elements
are constructed as support members for ridge capping tiles.
8. Ventilator cap according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the carrier
part (9) is designed as, in particular, a metal U-shaped clamping member, in that
the brush strands (8) are guided around a strand-shaped or wire-shaped holding element
(14) and in that the limbs (13) of the carrier part (9) fix the brush strands (8)
in a clamping fashion.
1. Capuchon d'un dispositif d'aérage (1) en matière synthétique pour l'aérage de toitures
dans la zone de la faîte, des croupes ou des poteaux corniers ayant une zone de fixation
(2), une zone des bords (3) et une zone intermédiaire (4) joignant la zone de fixation
(2) et la zone des bords (3) l'une à l'autre, la zone intermédiaire (4) étant pourvue
d'ouvertures d'aérage (5) et la zone des bords (3) étant pourvue d'un joint élastique
flexible (7), étant situé sur la toiture, s'étendant sur la longueur du capuchon et
le joint (7) présentant une structure d'une brosse d'un fusceau de fils fins avec
une multiplicité de fils à brosse élastiques (8) servant d'un bourrage compact maximum
contre le courant, caractérisé en ce que le joint (7) est relié de manière amovible
à la zone des bords (3), les fils de brosse (8) sont fixés par une extrémité dans
une partie portante (9), la zone des bords (3) du capuchon du dispositif d'aérage
(1) est pourvue d'un guidage de glissement (15) pour y glisser la partie portante
(9), le guidage de glissement (15) est constitué d'une zone libre des bords (16) du
capuchon du dispositif d'aérage (1) et d'un élément de serrage et de guidage (17)
relié à ou faisant partie de la partie inférieure du capuchon du dispositif d'aérage
(1) et la zone libre des bords (16) du capuchon du dispositif d'aérage (1) et l'élément
de serrage et de guidage (17) constituent ensemble un support essentiellement en forme
de U pour la partie portante (9).
2. Capuchon d'un dispositif d'aérage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en
ce que la zone libre des bords (16) et l'élément de serrage et de guidage (17) sont
à leur extrémité chaque fois déroulés vers l'intérieur.
3. Capuchon d'un dispositif d'aérage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en
ce que le guidage de glissement (15) est pourvu d'angles d'insertion (20).
4. Capuchon d'un dispositif d'aérage (1) en matière synthétique pour l'aérage de toitures
dans la zone de la faîte, des croupes ou des poteaux corniers ayant une zone de fixation
(2), une zone des bords (3) et une zone intermédiaire (4) joignant la zone de fixation
(2) et la zone des bords (3) l'une à l'autre, la zone intermédiaire (4) étant pourvue
d'ouvertures d'aérage (5) et la zone des bords (3) étant pourvue d'un joint élastique
flexible (7), étant situé sur la toiture, s'étendant sur la longueur du capuchon et
le joint (7) présentant une structure d'une brosse d'un faisceau de fils fins avec
une multiplicité de fils à brosse élastiques (8) servant d'un bourrage compact maximum
contre le courant, caractérisé en ce que le joint (7) est lié de manière amovible
à la zone des bords (3), les fils de brosse (8) sont à une extrémité fixés dans la
partie portante (9) et la partie portante (9) est fermement accouplée à la zone des
bords (3) du capuchon du dispositif d'aérage (1), plus particulièrement avec des connexions
de ressorts à boudin-ressorts de repos ou des connexions à pression.
5. Capuchon d'un dispostif d'aérage suivant la revendication 4, caractérisé en ce que
la partie portante (9) est liée à une partie de fixation (12), la partie de fixation
(12) est pourvue d'élements d'accouplement et le capuchon du dispositif d'aérage (1)
est pourvu de rainures de support pour les éléments d'accouplement.
6. Capuchon d'un dispositif d'aérage suivant la revendication 5, caractérisé en ce que
les éléments d'accouplement sont pourvus d'ailettes de serrage à leur côté latéral.
7. Capuchon d'un dispositif d'aérage suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé en
ce que les éléments d'accouplement sont constitués d'organes d'appui pour des capuchons
de faîte.
8. Capuchon d'un dispositif d'aérage suivant une des revendications 1 à 7 caractérisé
en ce que la partie portante (9) est plus particulièrement constituée d'un organe
de serrage métallique en forme de U, les fils de brosse (8) sont guidés autour d'un
élément de support (14) en forme de fil et les jambes (13) de la partie portante (9)
fixent et serrent les fils de brosse (8).