[0007] Wie in Figur 1 und 2 erkennbar, besteht der Container -3- aus zwei Halbschalen -1,2-
welche prismenförmig ausgebildet sind bzw. der gesamte Container die Form eines Würfels
aufweist, wobei die beiden Containerhälften -1,2- mittels Kreuzgelenken- 14, 15-miteinander
beweglich verbunden sind und der kinematische Momentanpol
" M ", sich im Kreuzungspunkt der beiden Verbindungslinien der vier Gelenkpunkte -16,17,18,19-,
befindet. Im Behälter -3- pendelnd aufgehängt ist eine Trennwand -4-, um den Drehpunkt
bzw. Drehachse -6- gelagert. Die beiden Containerhälften -1,2-, berühren sich in der
mittig gelegenen Trennlinie -11-, welche gleichzeitig die Ausgangsposition der Mittellinie
der Trennwand -4- in der vertikalen Stellung bildet. Wie erkennbar, kann die Trennwand
-4- in der Darstellung nach Figur 1 nach links wegschwenken, wobei das Kammervolumen
der Kammer B vergrössert wird und gleichzeitig um den selben Betrag das Kammervolumen
der Kammer A verringert wird. Die beiden Containerhälften -1, 2-, weisen im oberen
Bereich je eine Einfüllöffnung -8, 9, 1o-, auf, welche je nach der entsorgenden Müllart
verschiedene Formen z.B. für Flaschenmüll einen runden Querschnitt aufweist, bzw.
für Papier als Längsschlitz ausgebildet werden kann. Die Fortsetzung der beweglichen
Trennwand -4- nach oben bildet ein starres Element -5, 5a-, welches im geschlossenem
Zustand des Behälters an einer Nocke -2o- ansteht, sodaß die schwenkbare Trennwand
-4- nicht über die Mittellinie des Behälters nach rechts ausweichen kann. Zur Öffnung
des Depotcontainers wird, wie in Figur 1 und Figur 2 vorgschlagen, beispielsweise
eine hydraulische Einrichtung verwendet, welche ebenfalls sich kreuzende Elemente
-24, 25-aufweist, sodaß beim Ausfahren des Hydraulikzylinders -3o-die Behälteraufnahmehaken
-26, 27-, welche vorher in die Einhakelemente -22, 23- eingeführt werden, zur Behältermitte
gedrückt werden, wodurch ein Drehmoment um den Momentanpol M entsteht der Depotcontainer
somit also geöffnet werden kann. Wie in Figur 1 ferner erkennbar, besteht der waagrecht
liegende Hydraulikzylinder -3o- aus zwei Zylindern -31, 32-, welche in einer Achse
angeordnet sind und auch getrennt betätigt werden können. Damit ist erreichbar, daß,
wenn z.B. nur einer der beiden Hydraulikzylinder geöffnet wird, auch nur die erste
Fraktion entleerbar wird. Erst beim Zuschalten des zweiten Hydraulikzylinders, wo
sich also der Depotcontainer noch weiter öffnet, wird erreicht, daß sich die Nocke
-2o-vom starren Verlängerungsteil -5, 5a- der schwenkbaren Trennwand -4- löst und
somit die gesamte Schwenkwand um den Drehpunkt 7 auch nach rechts pendeln kann, wodurch
dann erst die Fraktion A entleerbar wird. Wird nur ein Hydraulikzylinder -31-betätigt
so kann die schwenkbare Trennwand -4- maximal zur Behältermitte schwenken, es kann
also nur die Müllfraktion B entleert werden. Ein Anschlag -21- dient dazu, daß auch
bei geschlossenem Behälter die pendelnde Trennwand -4- nicht über die Behältermitte
nach rechts schwenken kann. Der Boden des Müllsammelbehälters -3- ist selbstverständlich
als zylinderförmiges Blech -36- ausgebildet, um der Kontur der Schwenkwand -4- zu
folgen. Figur 3 und 4 zeigen ebenfalls eine ähnliche Variante mit sich kreuzenden
Verbindungselementen -14, 15-, wobei jedoch mittels eines Riegelsystems anhand von
zwei senkrecht stehenden Riegeln -41, 42- verhindert wird, daß bei geschlossenem Zustand
des Müllsammelbehälters die schwenkbare Trennwand -4- über die Behältermitte gedrückt
werden kann. Ebenfalls um eine waagrechte Schwenkachse -6- gelagert, weist der schwenkbare
Anteil der Trennwand -4- in seinem oberen Bereich einen starren Trennwandanteil -4a-
auf. Der Depotcontainer wird in die beiden Einhakelemente -39, 4o-, über eine Hängetraverse
geöffnet, wobei ähnlich wie in Figur 1 nach Erreichen eines bestimmten Öffnungswinkels
die beiden Riegel -41, 42- die schwenkbare Trennwand -4- freigeben, sodaß auch die
zweite Müllfraktion entleerbar wird. Dies wird vor allem auch dadurch erreicht, daß
ein zusätzliches Gelenk -43, 44-, mit dem kreuzenden Hebel -15- in Verbindung steht.
Figur 5 zeigt eine andere Behälterkonstruktion, wo die Ebene der Einhakelemente und
die Drehachse P in der selben Ebene liegen. Ferner wird eine Öffnungstraverse gezeigt,
welche einen senkrecht stehenden Hydraulikzylinder - aufweist, der ebenfalls aus zwei
einzelnen Hydraulikzylindern - 51, 52-, besteht, welche getrennt betätigbar sind.
Durch waagrechtes einfädeln der Hängetraverse ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erreichbar, daß nach Absenken eines Hydraulikzylinders z.B. -52- die beiden Haken
-45, 46- in die Einhakelemenete -39, 4o- einrasten und der Drehpunkt P nach unten
wandert, somit also bereits eine Müllfraktion entleerbar wird. Beim Betätigen des
zweiten Hydraulikzylinders -51- wird ebenfalls wiederum das Riegelsystem entsperrt,
wodurch im bereits angegebenem Sinne die zweite Müllfraktion entleerbar wird. Figur
6 zeigt eine weitere Variante mit einem ebenfalls waagrecht liegenden Hydraulikzylinder,
welcher wie bereits erwähnt, aus zwei einzelen Zylindern -31, 32- besteht. Die Hängetraverse
nach Figur 6 besteht aus zwei Schenkel -54, 55-, welche über den Einhängepunkt -53-
mit dem Kranausleger des Lastkraftwagens in Verbindung stehen. Durch zusammenziehen
der beiden Hydraulikzylinder -31,32-wird ebenfalls erreicht, daß der Container im
angehobenem Zustand geöffnet werden kann und im gleichen Sinne die schwenkbare Trennwand
entriegelbar ist. Figur 7 und Figur 8 zeigen die Konstruktion des erfindungsgemäßen
Containers unter Anwendung auf einen zylindrischen Behälter, wobei der Drehpunkt -6-
bzw. die Drehachse der schwenkbaren Trennwand -4- sich in der Mittelachse des zylindrischen
Behälters befindet. Die beiden Riegel -41, 42- sind ebenfalls im Inneren des Behälters
angeordnet und werden nach Öffnen der Behälterhälften -1, 2- über die Gelenke -43,
44- nach oben gezogen und so die Trennwand -4- entriegelt. Die Einhängelemente -62,
63- sind so konzipiert daß deren Achsen mit der Drehachse P der beiden Behälterhälften
zusammenfallen. Die hydraulische Hängetraverse weist dabei ebenfalls zwei Schenkel
-59, 6o-, auf, welche im Punkt P drehbar miteinander verbunden sind. Die beiden Haken
-57, 58-, können somit ebenfalls waagrecht in die Aufnahmeelemente -62, 63-, eingefahren
werden und mittels eines ebenfalls doppelt wirkenden Hydraulikzylinders -3o- betätigt
werden. Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß die beiden Hydraulikzylinder -31,
32-selbstverständlich doppelt wirkend ausgebildet sind, damit der Container nach seiner
Entleerung wieder hydraulisch geschlossen werden kann. Die Hängetraverse ist in der
Konsole -61- gelagert und mit einem hydraulischen Drehmotor -56-, welcher sich am
Kranausleger üblicherweise befindet, befestigt. Durch diesen Drehmotor -56- wird ermöglicht,
daß die Container um eine senkrechte Achse drehbar sind, so also in die gewünschte
Entleerposition bringbar sind. Wie in Figur 7 also erkennbar ist, fällt die Drehachse
P der Hängetraverse mit der Achse der Verbindung der beiden Containerhälften -1, 2-,
zusammen. Figur 9 und Figur 1o zeigen einen Depotcontainer welcher eine kugelförmige
Gestalt aufweist. Vorteilhaft dabei ist, daß die Konstruktion sehr stabil ist bzw.
die Kugelschalen-Hälften am Markt erhältlich sind. Die Schwenkwand -4- ist in einer
Achse -6- durch die Kugelmitte gelagert und weist eine halbkreisförmige Form auf.
Der Entriegelungsmechanismus ist so gestaltet, daß mittels einer Federplatte -65-,
welche in der Schwenkplatte -4- gelagert ist, bis zum oberen Anlenkpunkt -67-reicht.
Der starre Anteil der senkrecht stehenden Trennwand -4a- ist ebenfalls halbkreisförmig
ausgebildet. Am unteren Ende des Behälters ist ein Anschlag -64- vorgesehen, welcher
verhindert, daß die Schwenkwand -4- über die Behältermitte bei geschlossenem Zustand
des Behälters hinauspendelt. Wird nun der kugelförmige Behälter -3- mittels der beiden
Aufnahmeelemente -39, 4o- geöffnet, wird die Verriegelungsleiste -65- bei einem gewissen
Öffnungswinkel über den Anschlag -64-nach oben gezogen, sodaß auch die zweite Kammer
entleerbar wird. Die Figur 11 und die Figur 12 zeigen einen pyramidenförmigen Container,
welcher im Prinzip ebenso funktioniert wie die vorhergehenden, dabei ist jedoch der
Öffnungsmechanismus so gestaltet, daß die Öffnungskräfte F unterhalb des Drehpunktes
P angreifen, es kann daher von Haus aus die Konstruktion der Hydraulikzylinder so
gewählt werden, daß beim Öffnen der größere Druckquerschnitt herangezogen wird. Ebenfalls
sind hier erkennbar die beiden Riegel -41, 42-, wobei die Entriegelung der schwenkbaren
Trennwand -4- ebenfalls erst nach Erreichen eines gewissen Öffnungswinkels erfolgt.
Die Figur 13 und die Figur 14 zeigen eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Containers,
wo mehr als zwei Fraktionen entsorgt werden können. Der Behälter wird durch zwei starre
Trennwände -73, 74-, in drei Kammern, A, B, C, unterteilt. Jede der Kammern besitzt
eine eigene schwenkbare Trennwand -4-, 4b, 4c-, welche in einer gemeinsamen Achse
-6- drehbar sind. Im oberen Bereich ist der starre Anteil der Trennwände -4a- vorgesehen,
welcher in einer der beiden Behälterhälften fix montiert bzw. eingeschweisst wird.
Die getrennte Entleerung der einzelnen Müllfraktionen erfolgt nun dadurch, daß die
einzelnen Riegel (welche in der Darstellung nicht aufscheinen) verschiedene Wege zurücklegen
müssen um eine Entriegelung der Trennwände zu ermöglichen. Je nach Öffnungswinkel
des Depotcontainers werden hintereinander die einzelnen schwenkbaren Trennwände -,
4b, 4c-, entriegelt.