Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Filterschalldämpfer auf der Ansaugseite eines Verdichters
mit mehreren ringförmigen Dämpfungselementen, welche an ihrem Innenumfang jeweils
in ein gekrümmtes Leitelement übergehen.
Stand der Technik
[0002] Derartige Schalldämpfer sind bekannt. Sie dienen der Dämpfung der beim Betrieb des
Verdichters von z.B. Abgasturboladern oder Gasturbinenanlagen auftretenden Schallwellen.
Zu diesem Zweck weisen sie eine Mehrzahl von Dämpfungselementen auf, welche im Innenraum
des Schalldämpfers in bestimmten Abständen voneinander angeordnet sind. Die Dämpfungselemente
bestehen in der Regel aus einem Tragteil und einem Dämpfungsteil aus dämpfenden Material.
[0003] Die angesaugte Luft strömt über ein am Umfang des Schalldämpfers angeordnetes Filter
in den Innenraum des Schalldämpfers und an den Dämpfungsteilen vorbei zum Verdichter,
von dem entgegen der Strömungsrichtung Schallwellen ausgehen und somit Druckberge
und Drucktäler auftreten. Die Schalldämpfung wird dadurch gewährleistet, dass bei
den Druckbergen die vorbeiströmende Luft in das Dämpfungsmaterial hineingedrückt und
bei den Drucktälern aus diesem Material wieder herausgesaugt wird. Somit wirkt das
Dämpfungsteil als Puffer, der in einem bestimmten Umfang den Druckunterschied zwischen
den Drucktälern und Druckbergen ausgleicht und dadurch die Schallwellenamplituden
reduziert.
[0004] In der Patentschrift CH 593 426 wird ein scheibenringförmiges Dämpfungselement beschrieben,
welches aus einem Tragteil, den auf beiden Seiten des Tragteils angeordneten Dämpfungsteilen
und den mit Nieten befestigten Gitterteilen besteht. Die Dämpfungsteile sind zwischen
den Gitterteilen eingeklemmt und der Tragteil weist einen durchgehenden Mittelteil
und auf seinen beiden Seiten Ausnehmungen auf. Das scheibenringförmige Dämpfungselement
geht, wie auch in der Patentschrift CH 594 139 dargestellt, an seinem Innenumfang
in ein gekrümmtes Leitelement über, so dass die radial eintretende Strömung in die
vorgesehene Abströmrichtung umgelenkt wird und dadurch Verluste durch Verwirbelung
vermieden werden.
[0005] Bekannt sind Dämpfungselemente, welche aus mehreren in Umfangsrichtung aneinandergereihten
Segmenten bestehen. Die Dämpfungselemente werden durch einen Zuganker verspannt, der
sie mit Hilfe von Abstandshülsen zueinander fixiert und im Schalldämpfergehäuse festhält.
[0006] Diese Konstruktionen sind mit einigen Nachteilen behaftet. Bei sehr hohen Vibrationen
erweisen sich die oben beschriebenen Schalldämpfer bei höherfrequenten Anregungen
als ein labiles System und sind daher nicht unbeschränkt einsetzbar. Da die Schalldämpfer
aus einer Vielzahl von Einzelteilen bestehen, ergibt sich ein hoher Montageaufwand.
Ausserdem können sich Dämpfungsteile durch Druck und Wärmestösse lösen und auffasern.
Darstellung der Erfindung
[0007] Die Erfindung versucht all diese Nachteile zu vermeiden. Es ist deshalb Aufgabe der
Erfindung, einen Schalldämpfer der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher auch
bei hohen Schwingungen ein stabiles System bildet und welcher sich durch geringere
Herstellungskosten bei verbesserter Dämpfungsfunktion gegenüber den bekannten Schalldämpfern
auszeichnet. Desweiteren liegt ihr noch die zusätzliche Aufgabe zugrunde, den Schalldämpfer
so zu gestalten, dass eine einfache Reinigung des Filters ohne Demontage des Filterrahmens
möglich ist.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Grundkörper des Filterschalldämpfers
als ein gegossener Monoblock ausgebildet ist, die Dämpfungssegmente durch strahlenförmig
angegossene Rippen mit Nuten auf dem Tragteil fixiert sind und der Filterrahmen aus
einem abnehmbaren Lochblech oder mehreren abnehmbaren, mittels Verbindungselementen
miteinander verbundenen Lochblechen besteht und die Dämpfungssegmente radial gegen
das Herausfallen sichern.
[0009] Die Vorteile der Erfindung sind unter anderem in der Vereinfachung der Montage, der
Reduktion der Bauteileanzahl und einer verbesserten Schalldämpfung auch bei hohen
Verdichterdrehzahlen zu sehen. Es ist besonders zweckmässig, wenn das Lochblech runde
Löcher aufweist und als Verbindungselemente Segmentklammerschrauben oder Schnallen
benutzt werden.
[0010] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die beiden äusseren Dämpfungselemente an der Gehäusewand
eine geringere Dicke aufweisen als die anderen Dämpfungselemente und jedes Dämpfungselement
aus mehreren, vorzugsweise vier Dämpfungssegmenten besteht. Die Dämpfungssegmente
sind vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet, können aber auch konisch oder gewölbt
sein. Es ist zweckmässig, wenn die inneren Dämpfungselemente an ihrem Innenumfang
in gekrümmte Leitelemente übergehen. Schliesslich wird mit Vorteil Filtermaterial
aus Kunststoff eingesetzt.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0012] Es zeigen:
- Fig.1
- einen Teillängsschnitt eines Filterschalldämpfers mit scheibenförmigen Dämpfungselementen
- Fig.2
- eine Teildraufsicht (ohne Filterrahmen)
- Fig.3
- einen Teilquerschnitt durch den Schalldämpfer in der Ebene unmittelbar vor dem Dämpfungselement
- Fig.4
- eine Teildraufsicht (mit Filterrahmen)
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0013] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Filterschalldämpfer ist der Grundkörper als ein gegossener
Monoblock ausgebildet. Er wurde mittels Kokillenguss hergestellt.
[0014] Der Schalldämpfer besteht aus einem mit dem Verdichter z. B. eines Abgasturboladers
fest verbundenen Schalldämpfergehäuse 1, den im Innenraum des Gehäuses 1 angeordneten,
im wesentlichen scheibenförmigen Dämpfungselementen 2 und 2a und dem am Umfang des
Gehäuses 1 angeordneten Filter 5. Die Dämpfungselemente 2 sind an ihrem Innenumfang
als gekrümmte Leitelemente 4 ausgebildet, so dass Wirbelverluste der austretenden
Teilströme weitgehend vermieden werden. Die an der Gehäusewand befindlichen scheibenförmigen
äusseren Dämpfungselemente 2a weisen in axialer Richtung in der Regel nur die Hälfte
der Tiefe der Dämpfungselemente 2 auf und besitzen keine Leitelemente 4.
[0015] Die Dämpfungselemente 2 und 2a bestehen jeweils aus vier Dämpfungssegmenten 3, wie
aus Fig. 3 zu entnehmen ist. Ein Dämpfungssegment 3 wird dabei aus zwei geformten
und gestanzten Lochblechhälften gebildet, welche das Dämpfungsmaterial tragen.
[0016] Die Montage der Dämpfungssegmente 3 ist sehr einfach und anhand von Fig. 3 zu erkennen.
Die Dämpfungssegmente 3 werden radial in den Grundkörper eingeschoben und durch die
strahlenförmig angeordneten Nuten 6 fixiert. Das Filter 5 verspannt und sichert die
Dämpfungsegmente 3 in radialer Richtung. Dadurch ergibt sich im Vergleich zum Stand
der Technik ein geringerer Montageaufwand, da keine Vernietungen der Dämpfungssegmente
nötig sind.
[0017] Desweiteren werden zum Verspannen der Dämpfersegmente 3 keine Zuganker mehr benötigt,
da der Grundkörper aus einem Teil besteht und der Schalldämpfer insgesamt ein sehr
stabiles System, auch bei sehr hohen Schwingungen, darstellt. Die nach dem Stand der
Technik notwendige Abstandshaltung zwischen den Dämpfungselementen 2 durch Abstandshülsen
entfällt ebenfalls, so dass der Montageaufwand nochmals gesenkt wird.
[0018] Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Gestaltung des Filterrahmens. Dieser wird
von einem Lochblech 7 mit runden Löchern oder in einer anderen Ausführungsform gemäss
Fig. 4 von mehreren Lochblechteilen 7 mit runden Löchern gebildet, welche durch Segmentklammerschrauben
8 miteinander verbunden sind. Durch Entfernung des Gitters 9 kann das Filtermaterial
herausgenommen und problemlos ohne Demontage des Filterrahmens gereinigt werden. Die
runden Löcher des Lochbleches 7 garantieren im Vergleich zu den bisher verwendeten
Lochblechen mit eckigen Löchern eine vergrösserte Durchtrittsquerfläche, was zu einer
Verringerung der Druckverluste im Filter führt.
[0019] Als Filtermaterial wird Kunststoff verwendet, das durch ein Gitter 9 von Aussen an
den Filterrahmen angepresst wird. Beim sonst üblichen Einsatz von Kupfermaterial tritt
bei hohen Vibrationen oftmals ein Auseinanderbrechen des Filtermaterials auf. Grössere
Teile davon können zum Verdichter gelangen und ihn beschädigen. Das wird beim Einsatz
von Kunststoff vermieden.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1
- Schalldämpfergehäuse
- 2
- Dämpfungselement
- 3
- Dämpfungssegment
- 4
- Leitelement
- 5
- Filter
- 6
- Nuten
- 7
- Lochblech
- 8
- Verbindungselemente
- 9
- Gitter
1. Filterschalldämpfer auf der Ansaugseite eines Verdichters mit mehreren ringförmigen
Dämpfungselementen (2) und (2a), welche einen konstanten Abstand voneinander aufweisen
und aus mehreren in Umfangsrichtung aneinandergereihten Segmenten (3) bestehen, und
mit einem am Umfang des Schalldämpfers angeordneten Filter (5), dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper als gegossener Monoblock ausgebildet ist, die Dämpfungssegmente
(3) durch strahlenförmig angegossene Rippen mit Nuten (6) auf dem Tragteil fixiert
sind und der Filterahmen aus einem abnehmbaren Lochblech (7) oder mehreren abnehmbaren,
mittels Verbindungselementen (8) miteinander verbundenen Lochblechen (7) besteht.
2. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochblech (7)
runde Löcher aufweist.
3. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente
(8) Schnallen oder Verschraubungen oder Segmentklammerschrauben sind.
4. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial
aus Kunststoff besteht.
5. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Dämpfungselemente
(2) an ihrem Innenumfang in Leitelemente (4) übergehen und die beiden äusseren Dämpfungselemente
(2a) an der Gehäusewand (1) eine geringere Tiefe in axialer Richtung als die übrigen
Dämpfungselemente (2) aufweisen und an ihrem Innenumfang nicht in Leitelemente (4)
übergehen.
6. Filterschalldämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Dämpfungselement
(2) und (2a) aus vier Dämpfungssegmenten (3) besteht.
7. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement
(2) scheibenförmig ist.
8. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement
(2) konisch ist.
9. Filterschalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement
(2) gewölbt ist.