[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trennen eines kurzstapeligen,
textilen Faserbandes, daß von einem Streckwerk geliefert und in Kannen abgelegt wird.
Der Trennort liegt zwischen Kalanderwalzenpaar (Bandabzugswalze) und dem Bereich des
Bandführungskanals. Wenn die Kanne den Füllungszustand erreicht hat, muß das abgelegte
Faserband zuverlässig getrennt werden.
[0002] Die DE-OS 29 47 342 beschreibt eine Vorrichtung zum Trennen eines textilen Faserbandes,
wobei die gefüllte Kanne unter dem Drehteller steht. Die Trennung des Faserbandes
erfolgt mittels Druckluft, die durch eine Düse geführt wird. Die Düse ist über ein
Ventil mit einem Druckluftbehälter verbunden und am Ausgang der Bandabzugswalzen angeordnet.
Das Ventil wird bei jedem Kannenwechsel betätigt und öffnet kurzzeitig, so daß die
aus der Düse austretende Druckluft auf die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals
trifft.
[0003] Bei Füllung der Kannen wird angestrebt, die Kannenfüllung voll auszunutzen und keinen
Leerraum zu verschenken. Die üblichen Kannen haben einen beweglichen Federteller mit
Druckfeder, die am Boden des Federtellers angeordnet ist. Bei steigender Bandfüllung
senkt sich der Federteller. Durch die Druckfeder drückt der Federteller das abgelegte
Faserband stets auf den Drehteller. Diese, den Zwischenraum zwischen oberen Kannenrand
und Drehteller überbrückenden Lagen Faserband, nennt man den Kannenpilz. Dieser Kannenpilz
drückt auf den Drehteller. Die Mündung des Drehtellers ist durch den Kannenpilz verschlossen.
[0004] Dies ist die Ursache dafür, daß die Lösung nach DE-OS 29 47 342 nicht zufriedenstellend
funktioniert. Der Luftstrom staut sich im Bandführungskanal, so daß das Faserband
nicht ausreichend zerfasert werden kann. Gebrochen wird das Band letztlich durch die
während des Kannenwechsels entstehende Anspannung des Bandes. Diese plötzliche Anspannung
des Bandes beim Kannenverschieben während des Kannenwechsels kann jedoch auch dazu
führen, daß das an der Mündung des Bandführungskanals abgewinkelte Band auch an anderer,
nicht gewünschter Stelle bricht.
[0005] Ein weiterer Nachteil ist, daß die nötige Anspannung nur bei prall gefüllten Kannen
entsteht, wo das Füllmaterial (Faserband) straff auf den Drehteller gepreßt wird.
Wird also der Füllungszustand der Kannen variiert, kommt es zu Schwierigkeiten bei
der Bandtrennung.
[0006] Die Zuverlässigkeit der Bandtrennung ist weiterhin dadurch reduziert, daß die Position
des Bandes an der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals nicht immer zentral, sondern
versetzt sein kann, so daß der auf das Zentrum der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals
gerichtete Luftstrom nicht immer das Band trifft.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, beim Kannenwechsel an der Strecke die Zuverlässigkeit
der Bandtrennung mit Druckluft im Bereich des Bandführungskanals zu verbessern.
[0008] Die Aufgabe wird verfahrensgemäß dadurch gelöst, daß die Bandlieferung an die Kanne
gestoppt wird und die Mündung des Bandführungskanals des Drehtellers von angepreßten
Faserbandlagen durch Verschieben der Kanne frei gemacht wird, und jetzt ein starker
Druckluftstrom in die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals gelenkt wird, so daß
dieser Druckluftstrom innerhalb des Bandführungskanals das Faserband durch die Strömungsenergie
der Luft trennt. Durch das Freimachen der Mündung des Bandführungskanals kann die
Druckluft hindurchströmen und das Band sicher zerfasern und somit trennen.
[0009] Vorteilhafterweise kann bereits unmittelbar nachdem die Kanne den Rand des Drehtellers
verläßt, und somit erstmals beim Verschieben der Kanne mit Sicherheit die Mündung
des Bandführungskanals frei von Faserbandlagen ist, der Druckluftstrom in die Eintrittsöffnung
des Bandführungskanals geführt werden. Mit dem weiteren Verschieben der Kanne bis
in ihre Endposition kann ein gering zerfasertes Band dennoch durch die erzeugbare
Anspannung im Bandführungskanal getrennt werden. Das ist insbesondere von Vorteil,
wenn das Band nicht vollständig gebrochen wurde. Das kann vorkommen bei der Verarbeitung
unterschiedlicher Faserbandmaterialien.
[0010] Ein weiteres Merkmal ist, daß der Druckluftstrom in mehrere Druckluftströme aufgeteilt
sein kann. Die Aufteilung erfolgt so, daß entweder die Druckluftströme nebeneinander
geführt oder kreisförmig verteilt in das Innere des Bandführungskanals gelenkt werden.
Es ergibt sich der Vorteil, daß das Faserband in Verbindung mit dem Trennen zentriert
wird, so daß die Trennsicherheit erhöht wird.
[0011] Blasen die Druckluftströme nebeneinander wird die Zentrierung des Bandes erreicht
indem die äußeren Druckluftströme zeitlich etwas eher blasen als die innenliegenden
Druckluftströme.
[0012] Um den Trennungsort in Abhänigkeit des Faserbandmaterials exakter festlegen zu können,
sind die Druckluftströme in ihrer Höhe im Bezug auf die Öffnung des Bandführungskanals
verstellbar und fixierbar. Mit Änderung der Stapellänge des Faserbandes bei Partiewechsel
ist es somit mittels Höhneverstellung der Düsen möglich, den Abrißpunkt zu korrigieren,
so daß das Faserband stets etwa eine Stapellänge unterhalb des Klemmpunktes der Bandabzugswalzen
getrennt wird. Es ergibt sich der Vorteil, daß das geklemmte Band angespitzt wird.
Das angespitzte Bandende erleichtert die Bandeinführung in dem Bandführungskanal bei
Anlauf der Strecke.
[0013] Damit wird ein Mangel beseitigt, der bisher Vorbehalte gegenüber dem Trennort zwischen
Kalanderwalzenpaar und Bandführungskanal stützte (vgl. DE-OS 15 10 428, S.2, 1. Absatz).
[0014] Ein weiteres Merkmal ist, daß das Faserband durch die Trennung eine definierte Länge
erhält und am Kannenrand herabhängt.
[0015] Eine Düse unmittelbar an der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals leitet einen
Druckluftstrom in den Bandführungskanal hinein, so daß das Band sicher zerfasert wird
und somit bricht.
[0016] Der Luftstrom kann in mehrere Einzelströme aufgeteilt werden, die zeitlich versetzt
in Betrieb gesetzt werden, so daß eine Zentrierung des Faserbandes im Bandführungskanal
vor der Trennung erreicht wird.
[0017] Vorrichtungsgemäß sind am Rand der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals eine oder
mehrere Düsen angeordnet. Die Blasrichtung ist ca. 45° zum Band geneigt und in die
Eintrittsöffnung des Bandführungskanals gerichtet. Die Düsen sind nebeneinander oder
kreisförmig verteilt mit Blasrichtung in den Bandführungskanal angeordnet. Eine einzelne
Düse ist ebenso wie die nebeneinander angeordneten Düsen in einer Ebene über einen
Winkelbereich von 90° (senkrecht bis parallel zum Band) schwenkbar gelagert. Vorrichtungsgemäß
sind weiterhin die kreisförmig angeordneten Düsen vertikal zur Öffnung des Bandführungskanals
in unterschiedlicher Höhe verstellbar. Die kreisförmigen Düsen sind auf einer Düsenplatte
befestigt, die mit einer verstellbaren Kulisse verbunden ist. Die Düsenplatte ist
in der Höhe gegenüber der Öffnung des Bandführungskanals veränderbar und fixierbar.
Die Erfindung bringt den Vorteil, daß unabhängig vom Füllungszustand der Kanne die
Zuverlässigkeit der pneumatischen Bandtrennung spürbar erhöht wurde.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an Hand der
- Figur 1:
- Schema der Bandablieferung in eine Spinnkanne mit Düsenanordnung zum Bandtrennen
- Figur 2:
- Anordnung von 4 Düsen am Eintritt in den Bandführungskanal
- Figur 3:
- Ansicht kreisförmig angeordneter konvergenter Düsen
- Figur 4:
- kreisförmig angeordnete konvergente Düsen bei Querschnitt durch die Düsenplatte
- Figur 5:
- Anordnung einer ortsbeweglichen Düse
näher erläutert. Die Figur 1 zeigt den Einlauftrichter 2, die Abzugswalzen 3, den
Drehteller 5 mit dem Bandführungskanal 4, den Fülltisch 8, die Kanne 10 mit Kannenpilz
9. Die Figur 1 zeigt weiterhin die Anordnung der Düse 6 an der Eintrittsöffnung des
Bandführungskanals 4. Die Druckluft in die Düse wird über ein Ventil 7, das zwischen
Vorratsbehälter für Druckluft und Düse in der Zuführleitung installiert ist, bereitgestellt.
Figur 1 zeigt weiterhin, daß die Faserbandlieferung gestoppt wurde. Dadurch, daß die
Kanne 10 unter dem Drehteller 5 verschoben wird in Abtransportrichtung, wird der Bandführungskanal
frei für die Druckluftströmung. Mit Freiwerden der Mündung des Bandführungskanals
von Faserbandlagen durch Verschieben der Kanne wird ein Signal zur Inbetriebnahme
der Düse erzeugt. Das erfolgt vorteilhafterweise sobald die Mündung des Bandführungskanals
frei ist.
[0019] Druckluft (etwa 6-8 bar), die unmittelbar an der Mündung etwa im Winkel von ca. 45°
in den Bandführungskanal 4 hineingeleitet wird, erzeugt einen Sog, der das Band erfaßt
und im oberen Drittel des Bandführungskanals 4 zerfasert.
[0020] Durch die Neigung des Druckluftstromes im Winkel von ca. 45° zum Band wird zugleich
gewährleistet, daß die gesamte Druckluft in den Kanal kommt und an der Kanalunterseite
(Mündung) austreten kann, wodurch das Band mit Sicherheit gebrochen wird. Das ist
ein wesentliches Merkmal für eine sichere Bandtrennung, so daß das Verfahren auch
bei unterschiedlichen Füllungszuständen der Kanne funktioniert.
[0021] Entsprechend einem weiteren Merkmal kann die Druckluft in mehrere Druckluftströme
aufgeteilt sein, die alle in die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals gerichtet
sind.
[0022] Figur 2 zeigt dazu eine Ausführungsform. 4 Düsen sind nebeneinander am Rand der Eintrittsöffnung
des Bandführungskanals 4 angeordnet. Deren Blasrichtung ist parallel angeordnet. Alle
4 Düsen werden mit Druckluft betrieben. Die beiden äußeren Düsen 6.1 und 6.2 werden
etwas eher mit Druckluft versorgt als die beiden mittleren (innen liegenden) Düsen
6.3 und 6.4. Es tritt dabei die Wirkung ein, daß die beiden äußeren Düsen 6.1 und
6.2 das Faserband 1 zentrieren und so das Faserband in die volle Blasrichtung der
beiden mittleren Düsen 6.3 und 6.4 geführt wird, so daß die nachfolgend einsetzende
Druckluft der beiden mittleren Düsen 6.3 und 6.4 das Faserband 1 mit Sicherheit trifft
und zerfasert, so daß es bricht. Die Düsen werden somit zeitversetzt betrieben und
es werden ca. drei Luftstöße ausgeführt, so daß durch die Luftstöße das Faserband
getrennt und das untere Ende aus dem Bandführungskanal ausgestoßen wird, so daß es
in definierter Länge am Kannenrand herunterhängt.
[0023] Figur 3 zeigt eine Anordnung nach der mittels sechs kreisförmig um den Bandführungskanal
4 angeordneter konvergenter Düsen das Faserband getrennt wird. Jeweils drei Düsen
6.5, 6.6, 6.7 sind in einer Düsenplatte 11 angeordnet. Die gegenüberliegende Düsenplatte
ist verdeckt. Figur 3 zeigt in der Seitenansicht eine dieser Düsenplatten 11.
[0024] Figur 4 zeigt die Anordnung der jeweils drei einzelnen Düsen auf der Düsenplatte
11. Es ist zu erkennen, daß die beiden Düsenplatten symmetrisch in einer Ebene liegen.
Die Düsen 6.5 bis 6.10 sind in einer Höhe über der Öffnung des Bandführungskanals
4 angeordnet. Düse 6.6 und 6.9 liegen sich auf der gedachten Symmetrieachse der Düsenplatten
11 gegenüber. Gegenüber dieser jeweils mittig auf der Düsenplatte angeordneten Düsen
befinden sich die beiden äußeren Düsen der Düsenplatte um je einen Winkel von 56°
versetzt.
[0025] Die Düsen sind so in der Düsenplatte eingearbeitet, daß ihr Luftstrahl in einem spitzen
Winkel auf das Faserband auftrifft. Die Versorgung mit Druckluft erfolgt über Rohrstutzen
14. Auf diesen Rohrstutzen 14 wird eine Schlauchzuleitung aufgesteckt, die die Druckluft
zuführt. Wie Figur 3 weiter zeigt, wird die Düsenplatte 11 von einer Halterung 12
getragen, die mit einer verschiebbaren Kulisse 13 in Verbindung steht. Das trifft
auch für die Düsenplatte der gegenüberliegenden Seite zu. Die Kulisse 13 ist vertikal
verschiebbar, d.h. es ist ein Hub gegenüber dem Rand der Öffnung des Bandführungskanals
4 stufenlos einstellbar. Diese vertikale Verstellbarkeit der Düsenplatte 11 ermöglicht
eine optimale Einstellung der Höhe der Düsen gegenüber den Öffnungsrand des Bandführungskanals.
Die Einstellung hat unter dem folgenden Aspekt Bedeutung: Da das Band zwischen den
Abzugswalzen geklemmt ist, wird es mit der erfindungsgemäßen Anordnung etwa eine Stapellänge
unterhalb des Klemmpunktes der Abzugswalzen getrennt.
[0026] Mit Änderung der Stapellänge des Faserbandes bei Partiewechsel ist es somit mittels
Höhenverstellung der Düsen möglich, den Abrißpunkt so zu korrigieren, daß das Faserband
etwa eine Stapellänge unterhalb des Klemmpunktes getrennt wird. Es ergibt sich dabei
der Vorteil, daß das geklemmte Bandende angespitzt wird, so daß dieses Ende als Bandanfang
bei erneutem Anlauf der Strecke leicht durch den Bandführungskanal 4 gefördert werden
kann.
[0027] Figur 5 zeigt eine weitere, mögliche Ausführung der Erfindung. Dargestellt ist eine
Anordnung von zwei äußeren Düsen 6.11 und 6.12 und einer dazu mittig angeordneten,
beweglichen Düse 6.13 (es können auch zwei solcher Düsen nebeneinander sein). Die
Düsen werden zeitversetzt betrieben, d.h. die beiden äußeren Düsen 6.11 und 6.12 werden
etwas eher mit Druckluft (über die Zuleitung 21) versorgt als die mittig angeordnete
Düse 6.13 (über die Zuleitung 20). Die beiden äußeren Düsen zentrieren während des
Blasens das Faserband. Einen kurzen Zeitraum später (einige Zehntel Sekunden) wird
die mittlere Düse 6.13 mit Druckluft versorgt.
Die Düse 6.13 ist eine ortsbewegliche Düse. Aus einer Ausgangsposition ist die Düse
6.13 in ihrer axialen Richtung zum Faserband hin verschiebbar. Die Verschiebung wird
möglich, wenn die Düse 6.13 mit Druckluft versorgt wird. Der bewegliche Körper 16
wird gegen die Ringfeder 17 gedrückt, so daß die Düse 6.13, als Verlängerung des beweglichen
Körpers 16, in unmittelbare Nähe des Faserbandes 1 gedrückt und positioniert wird.
Der bewegliche Körper 16 wird in einer Führung 15 geführt. Während des Heranführens
der Düse 6.13 an das Faserband 1 bläst die Düsen Die Düse 6.13 trägt zusätzlich einen
Bügel 18, um bei eventueller Berührung mit dem Faserband 1 dieses in der Gesamtheit
zu erfassen und zu vermeiden, daß die Düse in das Faserband partiell eintaucht. Nach
Beendigung der Druckluftzufuhr zur Düse 6.13 wird diese durch die Rückstellkraft der
Ringfeder 17 in die Ausgangsposition zurückgestellt. Die Druckluftzufuhr zu allen
Düsen ist beendet.
[0028] Diese Ausführung erhöht die Sicherheit der Bandtrennung durch die erzielbare Nähe
zwischen Düse und Faserband, und es wird möglich, Druckluft mit geringerem Druck einzusetzen.
Das reduziert die Betriebskosten.
1. Verfahren zur Trennung eines in eine Kanne gelieferten Faserbandes an einer Strecke,
bei dem gefüllte Kannen gewechselt werden, bei dem ein Drehteller mit Bandführungskanal
zur Bandablage in die Kanne verwendet wird und die Bandtrennung durch Druckluft erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bandlieferung in die Kanne gestoppt wird, die Mündung des Bandführungskanals
(4) im Drehteller (5) durch Verschieben der Kanne (10) frei gemacht wird und jetzt
ein starker Druckluftstrom in die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals (4) gelenkt
wird, so daß dieser Druckluftstrom innerhalb des Bandführungskanals (4) das Faserband
(1) trennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nachdem die Kanne (10) über den Rand des Drehtellers (5) hinaus verschoben
ist, der Druckluftstrom in die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals (4) geführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem weiteren Verschieben der Kanne (10) bis in ihre Endposition durch Anspannung
des Faserbandes ein gering zerfasertes Band im Bandführungskanal (4) getrennt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftstrom in mehrere Druckluftströme aufgeteilt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Druckluftströme nebeneinander vom Rand der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals
(4) in das Innere des Bandführungskanals (4) blasen.
6. Verfahren nach einem oder beiden der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Druckluftströme zeitlich etwas eher blasen, so daß das Faserband
(1) im Bandführungskanal (4) zentriert wird und die zeitlich etwas später blasenden,
innen liegenden Druckluftströme das Faserband (1) mit Sicherheit treffen und im Inneren
des Bandführungskanals (4) zerfasern, so daß es bricht.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß kreisförmig um die Eintrittsöffnung des Bandführungskanals (4) verteilt Druckluftströme
geführt werden, die infolge ihrer Neigung zum Faserband (1) zentriert in das Innere
des Bandführungskanals (4) geführt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Druckluftströme gemeinsam oder separat gegenüber der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals
(4) gehoben oder gesenkt werden können, um den Abrißpunkt im Faserband in Abhängigkeit
der Stapellänge des verwendeten Faserbandes (1) korrigieren zu können.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Faserband (1) etwa eine Stapellänge unterhalb des Klemmpunktes der Bandabzugswalzen
(3) so getrennt wird, daß das nach den Bandabzugswalzen (3) verbleibende Bandende
angespitzt wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Faserbandes durch die Druckluft aus dem Bandführungskanal
(4) ausgestoßen wird und am Rand der Kanne (10) herabhängt.
11. Verfahren nach einem oder beiden der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitlich etwas später blasende Düse (6.13) eine zwischen äußeren Düsen (6.11)
und (6.12) mittig angeordnete Düse ist, die mit Beginn ihres Blasens aus ihrer Ausgangsposition
in axialer Richtung auf das Faserband zu bewegt wird und mit Beendigung ihres Blasens
in die Ausgangsposition zurückgestellt wird.
12. Vorrichtung zur Trennung eines in eine Kanne gelieferten Faserbandes an einer Strecke,
wobei den Bandabzugswalzen wenigstens eine Düse nachgeordnet ist, deren Blasrichtung
auf das Faserband gerichtet ist dadurch gekennzeichnet, daß Düsen (6.1 bis 6.13) an der Eintrittsöffnung des Bandführungskanals (4) angeordnet
sind, und die Blasrichtung der Düsen (6.1 bis 6.13) in den Bandführungskanal (4) gerichtet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasrichtung der Düsen (6.1 bis 6.13) in einem Winkel von bis zu ungefähr
45° zum Faserband (1) in die Öffnung des Bandführungskanals (4) gerichtet ist.
14. Vorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (6.1 bis 6.13) in einer Ebene über einen Winkelbereich von 90° schwenkbar
gelagert sind.
15. Vorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (6.1, 6.2, 6.3, 6.4) nebeneinander angeordnet sind, so daß ihre Blasrichtung
parallel in die Öffnung des Bandführungskanals (4) zeigt.
16. Vorrichtung nach einem oder beiden der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß kreisförmig um die Öffnung des Bandführungskanals (4) konvergente Düsen (6.5,
6.6, 6.7, 6.8, 6.9, 6.10) angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (6.5 bis 6.10) auf einer Düsenplatte (11) angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (11) an einer Halterung (12) befestigt ist, die mit einer verstellbaren
Kulisse (13) verbunden ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte (11) in der Höhe gegenüber dem Rand des Bandführungskanals (4)
veränderbar und fixierbar ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß mittig zwischen zwei äußeren Düsen (6.11) und (6.12) eine in ihrer Längsrichtung
auf das Faserband verschiebbare Düse (6.13) angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Düse (6.13) mit einem beweglichen Körper (16) verbunden ist,
der innerhalb der Führung (15) gelagert ist und durch die Ringfeder (17) in Ausgangsstellung
gehalten ist.