[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung für Verstellmechanismen von Sitzmöbeln
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Betätigungsvorrichtungen für Verstellmechanismen von Sitzmöbeln, wobei mittels eines
Kraftübertragungselements ein Mechanismus eines Sitzmöbels gegen die Kraft eines Federelements
betätigt wird, sind bekannt. So zeigt beispielsweise die DE 78 25 224 U1 eine Verriegelungseinrichtung
für das Feststellen von Einzelteilen von Arbeitsstühlen, bei der Klemmlamellen durch
die Kraft einer Feder festgeklemmt werden und die Klemmung durch Betätigung eines
Handgriffs gegen die Kraft der Feder aufgehoben wird.
[0003] Bei solchen Klemmvorrichtungen werden häufig, wie in der EP 0 139 939 A1, Klemmbacken
oder Klemmböcke eingesetzt. Die Betätigung solcher Klemmvorrichtungen wird vielfach
als schwer empfunden. Sie leiern auch mit der Zeit aus und sind nicht, oder nur schwer
nachstellbar. Der Positionierung der zugehörigen Auslösegriffe oder Auslösetasten
sind technische Grenzen gesetzt, da grundsätzlich Hebel, bzw. Stangen verwendet werden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Betätigungsvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die leicht bedienbar, nachstellbar und deren Auslösetaste
an praktisch jedem gewünschten Ort am Sitzmöbel angeordnet werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten Merkmalen
gelöst. Fortbildungen und besondere Ausführungen der Erfindung sind in den weiteren
Ansprüchen umfaßt.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Kraftübertragungselement zur Betätigung eines Mechanismus
eines Sitzmöbels gegen die Kraft eines Federelements ein Bowdenzug, bestehend aus
einem Draht und einer diesen umgebenden Metallspirale, wobei der Draht des Bowdenzugs
an seiner einen Seite mit einem Betätigungshebel und an seiner anderen Seite mit einem
Auslöser für das Federelement verbunden ist.
[0007] Die Kraftübertragung kann entweder durch Zug des Drahts an dem Auslöser mittels Betätigung
des Auslösehebels oder durch Druck der den Draht umgebenden Metallspirale auf den
Auslöser mittels Betätigung des Auslösehebels bewirkt werden.
[0008] Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Betätigungshebel an der Sitzplatte,
der Sitzschale oder der Armlehne und der Auslöser an dem Sitzträger des Sitzmöbels
angeordnet.
[0009] Vorteilhafterweise übt der Auslösehebel in seiner Grundstellung keine zur Betätigung
des Auslösers ausreichende Kraft auf den Bowdenzug aus und der Auslösehebel ist durch
Bewegen in eine Richtung in eine Haltestellung bringbar, in der er eine zur Betätigung
des Auslösers und damit des Verstellmechanismus ausreichende Kraft ausübt, wobei dann
ein weiteres Bewegen des Auslösehebels in die gleiche Richtung diesen durch den Druck
einer Feder zurück in die Grundstellung schnellen läßt.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung besteht der Auslösehebel aus einem
fest mit der Sitzplatte, der Sitzschale oder der Armlehne verbundenen Lagerbock, einem
mit dem Bowdenzug verbundenen und an dem Lagerbock schwenkbar gelagerten Hebel und
einem schwenkbar an dem Hebel gelagerten Rastelement, wobei zwischen dem Rastelement
und dem Hebel eine Druckfeder eingesetzt ist und wobei das Rastelement durch Drücken
des Hebels in Richtung auf den Lagerbock mit einer Rastnase gegenüber dem Lagerbock
in eine Raststellung bringbar ist.
[0011] Diese bevorzugte Ausführung kann so gestaltet werden, daß das Rastelement plattenförmig
gestaltet und zwischen den Schenkeln des U-förmig gestalteten Hebels und der Hebel
zwischen den Schenkeln des U-förmig gestalteten Lagerbocks angeordnet ist.
[0012] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Lagerung des Hebels mit seinem vorderen Bereich
an dem Lagerbock in einem dem Bowdenzug zugewandten Bereich und die Lagerung des Rastelements
in einem mittleren Bereich des Hebels erfolgt, wenn die Druckfeder zwischen dem hinteren
Ende des Rastelements und dem hinteren Bereich des Hebels angeordnet ist, wobei die
Druckfeder das hintere Ende des Rastelements um den Lagerpunkt des Rastelements in
dem Hebel zu drücken sucht und wenn an dem Lagerbock und/oder an dem Rastelement wenigstens
ein Anschlagpunkt angeordnet ist, der bei Bewegung des Hebels über einen bestimmten
Punkt das hintere Ende des Rastelements über den größten Druckpunkt der Druckfeder
um den Lagerpunkt des Rastelements in dem Hebel nach unten oder nach oben schnellen
läßt.
[0013] Der Hebel kann an seinem hinteren Ende zu einem Griffstück erweitert, oder aber so
gestaltet sein, daß auf den Hebel wenigstens in seinem hinteren Bereich ein Griffstück
aufgesteckt ist.
[0014] Zur Vermeidung von Verletzungen kann um den Schwenkbereich zwischen dem Hebel und
dem Lagerbock eine Verkleidung angeordnet sein, wobei das Griffstück in der Grundstellung
über die Verkleidung hinausragt und bei Betätigung in die Verkleidung gleitet.
[0015] Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Draht des Bowdenzugs an einem
in Lagerbohrungen des Hebels gelagerten Nippel und die Metallspirale des Bowdenzugs
am vorderen Ende des Lagerbocks befestigt.
[0016] Zur Befestigung der Metallspirale ist der Lagerbock z. B. mit einer halbrunden Nut
versehen und die Nut weist ein Halbgewinde mit der gleichen Steigung wie die Metallspirale
auf, wobei die Metallspirale mit einer Schraube oder dergleichen lösbar in die Nut
geklemmt oder gedrückt ist. Hierdurch ergibt sich ein guter Halt und eine einfache
Nachstellbarkeit der Metallspirale.
[0017] Nach einer besonderen Ausführung der Erfindung ist der Draht des Bowdenzugs einadrig
ausgeführt, damit bei seiner Montage kein Ausfransen erfolgt.
[0018] Die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung kann weiter derart gestaltet sein, daß
das Federelement sich gegen eine Wand eines Sitzträgers stützt und wenigstens einen
Klemmkörper, wie z. B. ein Lamellenpaket klemmt, daß der Auslöser unmittelbar oder
über ein Zwischenstück mit dem Federelement verbunden ist, daß der Auslöser an einer
Wand des Sitzträgers fest verankert ist und daß ein Zug oder Druck des Bowdenzugs
auf den Auslöser eine Längenveränderung in diesem hervorruft, durch welche das Federelement
zusammengedrückt wird und die Klemmwirkung schwächer wird, bzw. entfällt.
[0019] Diese Ausführung wird vorteilhafterweise dahingehend fortgebildet, daß die Längenveränderung
durch die Bewegung zweier Flächen aufeinander, von denen wenigstens eine gegenüber
der anderen geneigt ist, bewirkt wird.
[0020] Dabei kann der Auslöser ein quer geteilter zylindrischer Körper sein, der an der
einen Seite mit dem Bowdenzug, dessen Bewegungsrichtung quer zu der Zylinderachse
verläuft, und an der anderen Seite mit dem Federelement oder einem Zwischenstück verbunden
ist und die die Längenänderung bewirkenden Flächen können die aufeinander zu gerichteten
Stirnflächen der Zylinderteile sein.
[0021] Das Federelement kann neben Druck- oder Zugfedern oder sonstigen elastischen Elementen
auch eine Gasfeder sein, wobei der Betätigungshebel der Gasfeder der Auslöser ist
und der Bowdenzug mit Zug oder Druck auf den Betätigungshebel wirkt.
[0022] Nach einer besonderen Ausführung der Erfindung ist das Federelement eine Gasfeder,
die mittels eines Betätigungshebels auslösbar ist und der mit dem Bowdenzug verbundene
Auslöser ist derart beweglich an dem Sitzmöbel angeordnet und mit dem Betätigungshebel
verbunden, daß ein Zug oder Druck des Bowdenzugs, der den Auslöser bewegt, zu einer
Betätigung des Betätigungshebels führt.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1)
- einen Betätigungshebel einer Ausführungsform der Erfindung in seiner Grundstellung;
- Fig. 2)
- den Betätigungshebel nach Fig. 1) in der Haltestellung;
- Fig. 3)
- den genannten Betätigungshebel in der Durchdrückstellung;
- Fig. 4) und Fig. 5)
- die Befestigung des einen Endes des Bowdenzugs in einem Nippel;
- Fig. 6) und Fig. 7)
- einen Auslöser für die Klemmung von z. B. Lamellenpaketen.
[0024] In der in Fig. 1 dargestellten Grundstellung des Hebels 2 übt der Bowdenzug, bestehend
aus dem Draht 8 und der ihn umgebenden Metallspirale 10, keinen, oder nur geringen
Zug auf den Auslöser, bzw. das mit diesem verbundene Federelement aus. Die Drahtbefestigung,
hier ein in seitliche Schlitze des Hebels 2 eingesetzter Nippel 9 aus Kunststoff liegt
daher in einer vorderen Position, nahe der Befestigung für die Metallspirale 10, aus
der er nur ein kleines Stück hervorsteht. Der Hebel 2 selbst ist ein längliches, nach
oben offenes Teil aus Kunststoff oder Metall, das einen u-förmigen Querschnitt aufweist.
In seinem vorderen, unteren Bereich ist der Hebel 2 mittels eines Stifts 11, Bolzens
oder Achsstummeln an einem fest an dem Sitzmöbel verankerten Lagerbock 1 schwenkbar
gelagert. Der Lagerbock 1 ist ebenfalls mit u-förmigem Querschnitt so gestaltet, daß
der Hebel 2 in ihm um einen bestimmten Bereich schwenkbar ist. Dieser Bereich ist
einerseits durch die Grundplatte 1' des Lagerbocks 1 und andererseits durch einen
vorderen Anschlag 14 des Lagerbocks 1 begrenzt, wobei der Hebel 2 in der hier gezeigten
Grundstellung an dem vorderen Anschlag 14 des Lagerbocks 1 anliegt. Innerhalb der
Schenkel des Hebels 2 ist ein längliches Rastelement 3 angeordnet, das in seinem mittleren
Bereich um einen Stift 13, Bolzen oder um Achsstummel schwenkbar gelagert ist und
das mit seinem vorderen Ende unterhalb des vorderen Anschlags 14 des Lagerbocks 1
aus diesem vorragt. Zwischen dem hinteren Ende des Rastelements 3 und einem im hinteren
Bereich des Hebels 2 angeordneten Lagerdorn 15 ist ein Federelement, z. B. eine Druckfeder
6 angeordnet. Diese Druckfeder 6 ist durch ihre hinten höher liegende Befestigung
bestrebt, das Rastelement 3 nach unten um dessen Lagerung zu drehen. Das Rastelement
3 weist an seinem hinteren, der Druckfeder 6 zugewandten Ende eine nach unten gerichtete
Verlängerung 12 auf, die dazu dient, das Rastelement 3 aus einer Position, in der
dessen hinteres Ende durch die Druckfeder 6 nach unten gedrückt ist, über den größten
Druckpunkt der Druckfeder 6 nach oben schnappen zu lassen, wenn die Verlängerung gegen
einen im Lagerbock befindlichen Anschlag 16 gedrückt wird. Statt der Verlängerung
12 kann dies auch durch einen im Lagerbock eingesetzten, nach oben gerichteten Stift
oder dergleichen erfolgen. Auf den Hebel 2 ist von hinten ein Griffstück 4 gesteckt.
Die Metallspirale 10 ist im vorderen Bereich des Lagerbocks 1, z. B. in einer auf
der Oberfläche seines vorderen Anschlags 14 eingelassenen halbrunden Nut durch z.
B. eine Schraube festgeklemmt oder festgedrückt. Die halbrunde Nut kann mit einem
Halbgewinde versehen sein, das die gleiche Steigung wie die Metallspirale aufweisen
sollte, damit eine einfache und exakte Nachstellung möglich ist.
[0025] Die Funktion des Hebels 2 mit dem Rastelement 3 ist anhand der Fig. 1 bis 3 zu erkennen.
Aus der zu Fig. 1 beschriebenen Grundstellung wird der Hebel in die in Fig. 2 gezeigte
Haltestellung gebracht. Durch Druck von oben auf das Griffstück 4 und damit den Hebel
2 wird dieser um seine vordere Lagerung herum nach unten geschwenkt. Dadurch entfernen
sich auch seine Stirnfläche und der Nippel 9 von dem vorderen Anschlag 14 und der
Draht 9 wird aus der Metallspirale 10 gezogen, wodurch eine Zugkraft über den Auslöser
auf das Federelement ausgeübt wird. Bei einer bestimmten Position rutscht das Rastelement
3 mit einer an seinem vorderen Ende angeformten Rastnase 7 hinter die Unterkante des
vorderen Anschlags 14 des Lagerbocks 1. Wird das Griffstück 4 nun losgelassen, bleibt
der Hebel in dieser Haltestellung durch die Klemmung mittels des Rastelements 3 stehen
und die Mechanik des Sitzmöbels bleibt freigesperrt. Wird das Griffstück 4 dann weiter
in die in Fig. 3 gezeigt Position gedrückt, entfernt sich das Rastelement 3 von dem
vorderen Anschlag 14 und trifft mit seiner hinteren Verlängerung 12 auf den unten
am Lagerbock befindlichen Anschlag 16, wodurch es hinten über den höchsten Druckpunkt
der Druckfeder 6 nach oben gedrückt wird und so den Weg für das federkraftbedingte
Zurückschnappen des Hebels freigibt.
[0026] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen die Befestigung des Drahts 8 im Nippel 9. Der Nippel 9 ist
als T-förmiges Kunststoffspritzteil geformt, das mit seinen Armen 16 schwenkbar in
Bohrungen des Hebels liegt. Der Draht 8 ist von vorne durch eine breitere zentrale
Bohrung 17 in den Nippel 9 geführt und am Ende um 180° gebogen wieder zurück in eine
ihn eng umschließende Bohrung 18 zurückgeführt und auf diese Weise eingeklemmt. Damit
der Knick oder die Biegung des Drahts 8 nicht auf der Oberfläche des Nippels verläuft,
ist zwischen den beiden Bohrungen 17, 18 eine Nut 19 vorgesehen.
[0027] Fig. 6 und Fig. 7 zeigen eine beispielhafte Ausführung eines Auslösers 20. An dem
Auslöser sind die anderen Enden des oben beschriebenen Drahts 8 und der Metallspirale
10 befestigt. Der Auslöser 20 besteht aus zwei zylindrischen Elementen 21, 22, von
denen eines fest, an z. B. einem Sitzträger montiert ist, und das andere drehbar auf
einer durch zentrale Bohrungen beider zylindrischer Elemente 21, 22 geführten Betätigungsstange
gelagert ist. Das zweite Element 22 liegt daher mit seiner inneren Stirnfläche auf
der äußeren Stirnfläche des ersten Elements an. Die Stirnflächen beider Elemente 21,
22 sind so mit Schrägen oder Rundungen versehen, daß eine Drehung des zweiten Elements
22 auf dem ersten Element 21 eine Entfernung des zweiten Elements 22 vom ersten Element
21 bewirkt. Da das zweite Element 22, das auf der Betätigungsstange gelagert ist,
mit dieser, z. B. durch Verschraubung, einen Splint oder dergleichen fest verbunden
ist, zieht die beschriebene Drehbewegung die Betätigungsstange, die an ihrem anderen
Ende mit einem hier nicht näher beschriebenen Klemmechanismus verbunden ist, gegen
die Kraft eines hier nicht näher beschriebenen Federelements ein Stück aus dem Sitzträger
heraus und bewirkt so eine Aufhebung der Klemmwirkung. Das erste Element kann auch
direkt auf dem Sitzträger angeformt sein. Die Drehung des zweiten Elements 22 auf
dem ersten Element 21 durch den Bowdenzug erfolgt dadurch, daß das zweite Element
22 zwei parallele, quer zu seiner Achse auskragende Arme 23 aufweist, in denen Bohrungen
vorhanden sind, in welchen ein mit dem Draht 8 verbundener Nippel, wie zu Fig. 4 und
5 beschrieben, gehalten ist. Die Metallspirale 10 ist in einem auskragenden Arm 24
des ersten Elements 21 gehalten. In Fig. 6 ist die Grundposition, in der der Bowdenzug
völlig oder weitgehend entspannt ist gezeigt, und die Halteposition, d.h. der Zug
am Bowdenzug und die Längenveränderung im Auslöser, d.h. zwischen den beiden Elementen
21, 22 angedeutet. Die Metallspirale kann auch hier zur besseren Nachstellbarkeit
in Gewindenuten des Arms 24 eingeklemmt sein.
1. Betätigungsvorrichtung für Verstellmechanismen von Sitzmöbeln,
wobei mittels eines Kraftübertragungselements ein Mechanismus eines Sitzmöbels gegen
die Kraft eines Federelements betätigt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kraftübertragungselement ein Bowdenzug, bestehend aus einem Draht und einer
diesen umgebenden Metallspirale ist,
daß der Draht des Bowdenzugs an seiner einen Seite mit einem Betätigungshebel und
an seiner anderen Seite mit einem Auslöser für das Federelement verbunden ist.
2. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftübertragung durch Zug des Drahts an dem Auslöser mittels Betätigung des
Auslösehebels bewirkt wird.
3. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftübertragung durch Druck der den Draht umgebenden Metallspirale auf den
Auslöser mittels Betätigung des Auslösehebels bewirkt wird.
4. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungshebel an der Sitzplatte, der Sitzschale oder der Armlehne,
und daß der Auslöser an dem Sitzträger des Sitzmöbels angeordnet ist.
5. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslösehebel in seiner Grundstellung keine zur Betätigung des Auslösers ausreichende
Kraft auf den Bowdenzug ausübt,
daß der Auslösehebel durch Bewegen in eine Richtung in eine Haltestellung bringbar
ist, in der er eine zur Betätigung des Auslösers und damit des Verstellmechanismus
ausreichende Kraft ausübt,
und daß ein weiteres Bewegen des Auslösehebels in die gleiche Richtung diesen durch
den Druck einer Feder zurück in die Grundstellung schnellen läßt.
6. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslösehebel aus einem fest mit der Sitzplatte, der Sitzschale oder der Armlehne
verbundenen Lagerbock (1),
einem mit dem Bowdenzug verbundenen und an dem Lagerbock (1) schwenkbar gelagerten
Hebel (2),
und einem schwenkbar an dem Hebel (2) gelagerten Rastelement (3) besteht,
wobei zwischen dem Rastelement (3) und dem Hebel (2) eine Druckfeder (6) eingesetzt
ist,
und wobei das Rastelement (3) durch Drücken des Hebels (2) in Richtung auf den Lagerbock
(1) mit einer Rastnase (7) gegenüber dem Lagerbock (1) in eine Raststellung bringbar
ist.
7. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rastelement (3) plattenförmig gestaltet und zwischen den Schenkeln des U-förmig
gestalteten Hebels (2),
und daß der Hebel (2) zwischen den Schenkeln des U-förmig gestalteten Lagerbocks (1)
angeordnet ist.
8. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerung des Hebels (2) mit seinem vorderen Bereich an dem Lagerbock (1) in
einem dem Bowdenzug zugewandten Bereich,
und die Lagerung des Rastelements (3) in einem mittleren Bereich des Hebels (2) erfolgt,
daß die Druckfeder (6) zwischen dem hinteren Ende des Rastelements (3) und dem hinteren
Bereich des Hebels (2) angeordnet ist,
wobei die Druckfeder (6) das hintere Ende des Rastelements (3) um den Lagerpunkt des
Rastelements (3) in dem Hebel (2) zu drücken sucht,
und daß an dem Lagerbock (1) und/oder an dem Rastelement wenigstens ein Anschlagpunkt
angeordnet ist, der bei Bewegung des Hebels (2) über einen bestimmten Punkt das hintere
Ende des Rastelements (3) über den größten Druckpunkt der Druckfeder (6) um den Lagerpunkt
des Rastelements (3) in dem Hebel (2) nach unten oder nach oben schnellen läßt.
9. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel (2) an seinem hinteren Ende zu einem Griffstück erweitert ist.
10. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Hebel (2) wenigstens in seinem hinteren Bereich ein Griffstück (4) aufgesteckt
ist.
11. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß um den Schwenkbereich zwischen dem Hebel (2) und dem Lagerbock (1) eine Verkleidung
(5) angeordnet ist.
12. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Griffstück in der Grundstellung (4) über die Verkleidung (5) hinausragt und
bei Betätigung in die Verkleidung gleitet.
13. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht (8) des Bowdenzugs an einem in Lagerbohrungen des Hebels (2) gelagerten
Nippel (9) befestigt ist,
und daß die Metallspirale (10) des Bowdenzugs am vorderen Ende des Lagerbocks (1)
befestigt ist.
14. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbock (1) zur Befestigung der Metallspirale (10) mit einer halbrunden
Nut versehen ist,
daß die Nut ein Halbgewinde mit der gleichen Steigung wie die Metallspirale (10) aufweist,
und daß die Metallspirale (10) mit einer Schraube oder dergleichen lösbar in die Nut
geklemmt oder gedrückt ist.
15. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Draht (8) des Bowdenzugs einadrig ist.
16. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement sich gegen eine Wand eines Sitzträgers stützt und wenigstens
einen Klemmkörper, wie z. B. ein Lamellenpaket klemmt,
daß der Auslöser unmittelbar oder über ein Zwischenstück mit dem Federelement verbunden
ist,
daß der Auslöser an einer Wand des Sitzträgers fest verankert ist,
und daß ein Zug oder Druck des Bowdenzugs auf den Auslöser eine Längenveränderung
in diesem hervorruft, durch welche das Federelement zusammengedrückt wird und die
Klemmwirkung schwächer wird, bzw. entfällt.
17. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längenveränderung durch die Bewegung zweier Flächen aufeinander, von denen
wenigstens eine gegenüber der anderen geneigt ist, bewirkt wird.
18. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslöser ein quer geteilter zylindrischer Körper ist, der an der einen Seite
mit dem Bowdenzug, dessen Bewegungsrichtung quer zu der Zylinderachse verläuft, und
an der anderen Seite mit dem Federelement oder einem Zwischenstück verbunden ist,
und daß die die Längenänderung bewirkenden Flächen die aufeinander zu gerichteten
Stirnflächen der Zylinderteile sind.
19. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement eine Gasfeder ist,
daß der Betätigungshebel der Gasfeder der Auslöser ist, und daß der Bowdenzug mit
Zug oder Druck auf den Betätigungshebel wirkt.
20. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement eine Gasfeder ist, die mittels eines Betätigungshebels auslösbar
ist,
daß der mit dem Bowdenzug verbundene Auslöser derart beweglich an dem Sitzmöbel angeordnet
und mit dem Betätigungshebel verbunden ist, daß ein Zug oder Druck des Bowdenzugs,
der den Auslöser bewegt, zu einer Betätigung des Betätigungshebels führt.