TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Bauteil für hohe Temperaturen, insbesondere
von einer Turbinenschaufel, mit einem zumindest einen ersten und einen zweiten Abschnitt
enthaltenden Bauteilkörper, bei dem der erste Abschnitt von einem duktilen Werkstoff
gebildet ist und der zweite Abschnitt einen gegenüber dem duktilen Werkstoff spröden
Werkstoff aufweist. Die Erfindung geht ferner aus von einem Verfahren, um ein solches
Bauteil herzustellen.
STAND DER TECHNIK
[0002] Ein solches Bauteil und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bauteils sind
in FR-A1-2.136.170 beschrieben. Das beschriebene Bauteil ist als Turbinenschaufel
ausgebildet und ist zur Verwendung in einer Gasturbine vorgesehen. Es weist einen
aus einer eutektischen Legierung gegossenen, Schaufelfuss und Schaufelblatt enthaltenden
Schaufelkörper auf. Der Schaufelfuss ist von einem duktilen Gusskörper mit nichtgerichteter
Struktur gebildet. Das Schaufelblatt besteht aus einer Matrix und aus parallel zueinander
und in Längsrichtung der Schaufel ausgerichteten, faserförmigen Kristallen, welche
in die Matrix eingebettet sind und welche durch gerichtetes Erstarren aus einer induktiv
aufgeheizten Schmelze gebildet sind. Gegenüber dem Schaufelfuss zeichnet sich das
Schaufelblatt bei erheblich verringerter Duktilität durch eine wesentlich grössere
Kriechfestigkeit aus. Insbesondere bei der Herstellung eines grossen Schaufelblattes
ist es jedoch schwierig, einen für eine gerichtete Erstarrung ausreichend grossen
Temperaturgradienten und damit die erwünscht hohe Kriechfestigkeit im Schaufelblatt
zu erreichen.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen 1 und 7 angegeben ist, liegt die Aufgabe
zugrunde, ein Bauteil, insbesondere eine Turbinenschaufel, der eingangs genannten
Art anzugeben, welches sich bei Einsatz in einer bei mittleren und hohen Temperaturen
betriebenen Vorrichtung, wie insbesondere einer Turbine, durch eine hohe Lebensdauer
auszeichnet, und gleichzeitig einen Weg zu weisen, der es ermöglicht, ein solches
Bauteil in einfacher und für eine Massenfertigung geeigneten Weise herzustellen.
[0004] Das Bauteil nach der Erfindung zeichnet sich gegenüber vergleichbaren Bauteilen nach
dem Stand der Technik durch eine hohe Lebensdauer aus. Dies ist zum einen dadurch
bedingt, dass unterschiedlich beanspruchte, insbesondere Schaufelfuss oder Schaufelblatt
umfassende, Abschnitte des Bauteils aus unterschiedlich spezifizierten und an die
unterschiedlichen Anforderungen angepassten Legierungen bestehen. Da diese an die
gradiert abgestuften Eigenschaften des Bauteils, wie insbesondere der Turbinenschaufel,
angepassten Legierungen einen gemeinsamen Basiswerkstoff enthalten, treten im Grenzbereich
der Abschnitte keine chemische Reaktionsprodukte auf. Die Abschnitte gehen daher ohne
scharfen Übergang ineinander über, so dass das Bauteil nach der Erfindung die bei
Betrieb einer thermischen Maschine, wie insbesondere einer Gasturbine oder eines Verdichters,
gradiert auftretenden hohen thermischen und mechanischen Belastungen völlig problemlos
aufnehmen kann. Das zur Herstellung der erfindungsgemässen Bauteile verwendete Verfahren
zeichnet sich dadurch aus, dass selbst grosse Bauteile mit hoher thermischer und mechanischer
Belastbarkeit durch geläufige Verfahrensschritte, wie insbesondere durch heiss-isostatisches
Pressen oder durch Sintern, in einfacher und für eine Massenfertigung geeigneten Weise
hergestellt werden können.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0005] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und die damit erzielbaren Vorteile
werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig.1
- eine Aufsicht auf einen in Längsrichtung geführten Schnitt durch eine erste Variante
eines als Turbinenschaufel ausgeführten erfindungsgemässen Bauteils nach Beendigung
eines beim Herstellverfahren ausgeführten heiss-isostatischen Pressvorganges,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf einen in Längsrichtung geführten Schnitt durch eine zweite Variante
eines als Turbinenschaufel ausgeführten erfindungsgemässen Bauteils nach Beendigung
eines beim Herstellen ausgeführten heiss-isostatischen Pressvorganges, und
- Fig.3
- ein Schliffbild des umrandet angegebenen Bereichs der zweiten Variante des erfindungsgemässen
Bauteils.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten und jeweils als Turbinenschaufel 1 ausgeführten
Bauteile enthalten jeweils ein langgestrecktes Schaufelblatt 2 und einen an einem
Ende des Schaufelblattes 2 angeformten Schaufelfuss 3. Mit dem Bezugszeichen 4 ist
eine Presskanne bezeichnet. Diese Presskanne umschliesst bei der Ausführungsform gemäss
Fig.1 den Schaufelfuss 3 und weist eine vom Schaufelblatt 2 ausgefüllte Öffnung 5
auf, welche vorzugsweise durch Anschweissen oder Anlöten der Presskanne 4 an das Schaufelblatt
2 gasdicht abgeschlossen ist. Bei der Ausführungsform gemäss Fig.2 umschliesst die
Presskanne 4 die gesamte Turbinenschaufel 1.
[0007] Die in Fig.1 dargestellte Turbinenschaufel 1 wird wie folgt hergestellt:
Ein als Schaufelblatt 2 ausgeführter Gusskörper wird mit seinem einen Ende durch die
Öffnung 5 in die Presskanne 4 geführt. Die vorzugsweise aus Stahl bestehende Presskanne
4 wird im Bereich der Öffnung 5 gasdicht an den Gusskörper angelötet oder angeschweisst.
Durch eine nicht dargestellte weitere Öffnung der Presskanne 4 wird ein den Schaufelfuss
der Turbinenschaufel 1 aufnehmender Hohlraum der Presskanne 4 mit Legierungspulver
aufgefüllt. Die Presskanne 4 wird sodann evakuiert und gasdicht verschlossen.
[0008] Die Werkstoffe für den Gusskörper und das Pulver enthalten jeweils eine von zwei
auf einem gemeinsamen Basiswerkstoff beruhende Legierungen unterschiedlicher chemischer
Zusammensetzungen, welche sich voneinander durch das Vorhandensein und/oder die Menge
mindestens eines dem Basiswerkstoff zulegierten Dotierstoffes unterscheiden. Vorzugsweise
wird als Basiswerkstoff eine intermetallische Phase, wie insbesondere ein gamma-Titanaluminid,
verwendet. Mindestens eine der beiden gamma-Titanaluminid enthaltenden Legierungen
weist einen Anteil von mindestens 0,2 und höchstens 8 Atomprozent an Dotierstoff,
wie beispielsweise eines oder mehrere der Elemente B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb,
Pd, Si, Ta, V, Y, W sowie Zr auf.
[0009] Eine typische Legierung für das Schaufelblatt 2 weist beispielsweise folgende Zusammensetzung
auf:
In Atom%: 48 Al - 3 Cr - Rest Ti und Verunreinigungen;
In Gew.%: 33,2 Al - 3,9 Cr - Verunreinigungen kleiner 0,5 - Rest Ti.
Die Grösse der Pulverteilchen ist typischerweise kleiner 500µm.
Eine weitere typische Legierung für das Schaufelblatt weist folgende Zusammemsetzung
in Atom% auf:
48 Al - 2 Cr - 2 Ta - Rest Ti und Verunreinigungen.
[0010] Eine typische Legierung für den Schaufelfuss 3 weist beispielsweise folgende Zusammensetzung
auf:
In Atom%: 48 Al - 2 Cr - 2 Nb - Rest Ti und Verunreinigungen;
In Gew.%: 32,5 Al - 2,9 Cr - 5 Nb - Verunreinigungen kleiner 0,5 - Rest Ti.
Die Grösse der Pulverteilchen ist typischerweise kleiner 200µm, vorzugsweise kleiner
100µm.
Eine weitere typische Legierung für den Schaufelfuss weist folgende Zusammensetzung
in Atom% auf:
48 Al - 2 Cr - 2 Ta - 0,5 Si - Rest Ti und Verunreinigungen.
[0011] Die durch gasdichtes Verschliessen der Presskanne 4 fertiggestellte Probe wird in
eine Pressvorrichtung gebracht und bei Temperaturen zwischen 900 und 1200°C heissisostatisch
verdichtet. Ein typischer Pressvorgang bei ca. 1070°C dauerte bei einem Druck von
ca. 250 MPa ca. 3 Stunden. Hierbei wurden die beiden Legierungen, ohne dass im Grenzbereich
chemische Reaktionsprodukte gebildet wurden, porenfrei mit einem graduellen Übergang
vom Schaufelblatt 2 zum Schaufelfuss 3 verdichtet.
[0012] Dieser bereits die Form der Turbinenschaufel aufweisende Verbundwerkstoff wurde nach
Entfernen der deformierten presskanne 4 sodann bei Temperaturen oberhalb 700°C typischerweise
ca. 4 Stunden lang wärmebehandelt. Nachfolgend wurde durch geringfügige materialabhebende
Bearbeitung, wie Schleifen, Polieren und/oder elektrochemisches Behandeln, die Turbinenschaufel
nach der Erfindung fertiggestellt.
[0013] Bei der Herstellung der aus Fig.2 ersichtlichen Turbinenschaufel 1 wurde eine in
Längsrichtung erweiterte und die gesamte Turbinenschaufel 1 aufnehmende Presskanne
4 verwendet. In diese Presskanne 4 wurde zunächst der das Schaufelblatt 2 bildende
Gusskörper eingegeben und nachfolgend entsprechend dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
das Legierungspulver eingefüllt. Die Presskanne 4 wurde sodann evakuiert und gasdicht
verschlossen. Der so hergestellte Probekörper wurde entsprechend dem zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispiel behandelt. Die verwendeten Legierungen wiesen die gleiche Zusammensetzung
auf wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0014] Anstelle eines das Schaufelblatt 2 bildenden Gusskörpers kann in die Presskanne 4
auch ein Körper aus einem heiss-isostatisch verdichteten Pulver eingeführt werden.
In einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung wurde das zur Bildung
des schaufelblattes verwendete Legierungspulver mit 48 Atomprozent Al, 3 Atomprozent
Cr, Rest Ti und geringen Mengen an Verunreinigungen bei einer Temperatur von ca. 1070°C
und einem Druck von ca. 250 MPa während ca. 3 Stunden heiss-isostatisch verdichtet.
Der resultierende Körper wurde sodann in die in Fig.2 dargestellte Presskanne 4 gebracht
und bei den dort beschriebenen Bedingungen zusammen mit dem den Schaufelfuss 3 bildenden
Legierungspulver mit 48 Atomprozent Al, 2 Atomprozent Cr, 2 Atomprozent Nb, Rest Ti
und geringen Mengen an Verunreinigungen heiss-isostatisch verdichtet. Der verdichtete
Körper wurde sodann noch entsprechend dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
wärmebehandelt und nachbearbeitet.
[0015] In weiteren Varianten der Erfindung wurden anstelle des Gusskörpers bzw. des aus
heissverdichtetem Pulver gebildeten Körpers jeweils ein das Schaufelblatt 2 bildendes
Legierungspulver der zuvor angegebenen chemischen Zusammensetzung in die Presskanne
4 eingefüllt. Danach wurde ein den Schaufelfuss 3 bildendes Legierungspulver mit der
bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen angegebenen Zusammensetzung hinterfüllt.
Die Presskanne 4 wurde sodann, ohne zu schütteln und ohne die eingefüllten Pulver
miteinander zu vermischen, evakuiert und gasdicht verschlossen. Durch heiss-isostatisches
Pressen während ca. 3 Stunden bei ca. 1070°C und einem Druck von ca. 250 MPa wurde
ein porenfreier Werkstoff hergestellt, aus dem nach Entfernen der Presskanne 4, nach
zweistündiger Wärmebehandlung bei ca. 1350°C und materialentfernender Nachbearbeitung
eine Turbinenschaufel nach der Erfindung hergestellt wurde. Eine derartig ausgeführte
Turbinenschaufel ist entsprechend den zuvor erwähnten Ausführungsvarianten ebenfalls
Fig.2 entnehmbar.
[0016] Aus dem Schliffbild gemäss Fig.3 sind der Aufbau und die Gefügestruktur eines in
Fig.2 umrandet angegebenen Teils einer - wie zuvor beschrieben - ausschliesslich aus
Legierungspulvern hergestellten Turbinenschaufel nach der Erfindung zu entnehmen.
Hieraus ist ersichtlich, dass die das Schaufelblatt 2 bildende Legierung eine grobkörnige
und die den Schaufelfuss 3 bildende Legierung eine feinkörnige Mikrostruktur aufweist,
und dass an der Übergangszone zwischen beiden Legierungen keine unerwünschte Reaktionszone
mit chemischen Reaktionsprodukten oder mit Ausscheidungen auftritt. Beide Legierungen
gehen unter Verzahnung grober und feiner Kristallite graduell ineinander über.
[0017] Werkstoffuntersuchungen haben für den der erfindungsgemässen Turbinenschaufel 1 zugrundeliegenden
Werkstoff folgende Eigenschaften ergeben:
Die das Schaufelblatt 2 bildende Legierung weist bei Raumtemperatur eine Duktilität
von ca. 0,5% auf, die den Schaufelfuss 3 bildende Legierung hingegen eine solche von
2,1 %. Bei einer Temperatur von ca. 700°C besitzt das Schaufelblatt 2 eine Kriechfestigkeit,
welche dichtekorrigiert erheblich über der Kriechfestigkeit der üblicherweise in diesem
Temperaturbereich verwendeten Nickelbasis-Superlegierungen liegt. Die gesamte Turbinenschaufel
1 zeigt eine dem Werkstoff des Schaufelblattes 2 entsprechende Duktilität von 0.5%.
Ihre mechanischen und thermischen Eigenschaften sind durch die Übergangszone zwischen
beiden Legierungen nicht beeinträchtigt. Die Turbinenschaufel 1 nach der Erfindung
zeichnet sich demnach durch einen Schaufelfuss 3 mit hoher Duktilität und ein bei
Raumtemperatur zwar sprödes, bei hohen Temperaturen jedoch eine grosse Kriechfestigkeit
aufweisendes Schaufelblatt 2 aus. Die Festigkeit im Übergangsbereich ist wegen des
beiden Legierungen gemeinsamen Basiswerkstoffs und des Fehlens spröder Reaktionsprodukte
ausreichend gross, um einen sicheren Betrieb der Turbinenschaufel 1 bei hohen Temperaturen
zu gewährleisten.
[0018] In einer weiteren Variante der Erfindung ist es möglich, an Stelle einer Presskanne
4 als Form zur Aufnahme der Legierungen eine Sinterform zu verwenden, und das Verdichten
zur Turbinenschaufel in einem Sinterverfahren zu erreichen.
[0019] Die Erfindung ist nicht auf Turbinenschaufeln beschränkt. Sie bezieht sich auch auf
andere bei hohen Temperaturen mechanisch stark belastete Bauteile, wie etwa einstückig
ausgebildete Turbinenräder von Turboladern.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0020]
- 1
- Turbinenschaufel
- 2
- Schaufelblatt
- 3
- Schaufelfuss
- 4
- Presskanne
- 5
- Öffnung
1. Bauteil für hohe Temperaturen, insbesondere Turbinenschaufel (1), mit einem zumindest
einen ersten (Schaufelfuss 3) und einen zweiten Abschnitt (Schaufelblatt 2) enthaltenden
Bauteilkörper, bei dem der erste Abschnitt (3) von einem duktilen Werkstoff gebildet
ist und der zweite Abschnitt (2) einen gegenüber dem duktilen Werkstoff spröden Werkstoff
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Werkstoffe jeweils eine von
zwei auf einem gemeinsamen Basiswerkstoff beruhende Legierungen unterschiedlicher
chemischer Zusammensetzungen enthält, welche sich voneinander durch das Vorhandensein
und/oder die Menge mindestens eines dem Basiswerkstoff zulegierten Dotierstoffes unterscheiden.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (3) und der zweite
Abschnitt (2) ohne das Auftreten eines eine Grenzschicht bildenden chemischen Reaktionsproduktes
ineinander übergehen.
3. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiswerkstoff
gamma-Titanaluminid ist.
4. Bauteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an Dotierstoff in
mindestens einer der beiden Legierungen mindestens 0,2 und höchstens 8 Atomprozent
beträgt.
5. Bauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Dotierstoff mindestens eines
oder mehrere der Elemente B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb, Pd, Si, Ta, V, Y, W sowie
Zr enthalten sind.
6. Bauteil nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine den ersten
Abschnitt (3) bildende erste der beiden Legierungen einen die Einstellung eines feinkristallinen
Gefüges fördernden Dotierstoff, wie insbesondere eines oder mehrere der Elemente Cr,
Mn, V, Si, und eine den zweiten Abschnitt (2) bildende zweite der beiden Legierungen
einen die Einstellung eines grobkristallinen Gefüges fördernden und die Kriechfestigkeit
erhöhenden Dotierstoff, wie insbesondere eines oder mehrere der Elemente Nb, Ta, W,
enthält.
7. Verfahren zur Herstellung des Bauteils nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Legierungen zum Bauteilkörper heissverdichtet werden, und dass vor
dem Heissverdichten eine den ersten Abschnitt (3) bildende erste der beiden Legierungen
als Pulver in eine Form eingefüllt wird.
8. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine den zweiten Abschnitt
(2) bildende zweite der beiden Legierungen in Form eines Gusskörper oder eines aus
heissverdichtetem Pulver gebildeten Körpers verwendet wird, und dass dieser Gusskörper
oder der aus dem heissverdichteten Pulver gebildete Körper zumindest mit einem Ende
in die als Presskanne (4) ausgebildete Form geführt und in der Presskanne (4) mit
dem Pulver in Berührung gebracht wird.
9. Verfahren nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskanne (4) eine
vom eingeführten Körper ausgefüllte Öffnung (5) aufweist, welche vorzugsweise durch
Anschweissen oder Anlöten der Presskanne (4) an den Körper abgeschlossen wird.
10. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Heissverdichten
eine den zweiten Abschnitt (2) bildende zweite der beiden Legierungen als Pulver in
die Form eingefüllt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Heissverdichten
bei Temperaturen zwischen 900 und 1200°C durchgeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der durch
Heissverdichten entstandene Werkstoff bei Temperaturen grösser 700°C wärmebehandelt
wird.