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<ep-patent-document id="EP93107926B1" file="EP93107926NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0574708" kind="B1" date-publ="19980916" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>......DE....FRGB..IT..............................</B001EP><B005EP>R</B005EP><B007EP>DIM360   - Ver 2.9 (30 Jun 1998)
 2100000/1 2100000/2</B007EP></eptags></B000><B100><B110>0574708</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>19980916</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>93107926.3</B210><B220><date>19930514</date></B220><B240><B241><date>19940513</date></B241><B242><date>19970515</date></B242></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>4219470</B310><B320><date>19920613</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19980916</date><bnum>199838</bnum></B405><B430><date>19931222</date><bnum>199351</bnum></B430><B450><date>19980916</date><bnum>199838</bnum></B450><B451EP><date>19971110</date></B451EP></B400><B500><B510><B516>6</B516><B511> 6B 22F   5/04   A</B511><B512> 6B 22F   7/06   B</B512><B512> 6F 01D   5/28   B</B512></B510><B540><B541>de</B541><B542>Bauteil für hohe Temperaturen, insbesondere Turbinenschaufeln, und Verfahren zur Herstellung dieses Bauteils</B542><B541>en</B541><B542>Component for high temperatures, in particular turbine blade, and process for preparing this blade</B542><B541>fr</B541><B542>Elément pour température élevée, en particulier aube de turbine et procédé de fabrication de cet élément</B542></B540><B560><B561><text>EP-A- 0 073 651</text></B561><B561><text>EP-A- 0 513 407</text></B561><B561><text>FR-A- 1 052 893</text></B561><B561><text>FR-A- 2 317 502</text></B561><B561><text>US-A- 4 529 452</text></B561><B561><text>US-A- 4 787 821</text></B561><B561><text>US-A- 4 825 522</text></B561><B561><text>US-A- 5 098 484</text></B561><B562><text>DATABASE WPI Section Ch, Week 8433, Derwent Publications Ltd., London, GB; Class M27, AN 84-203979 &amp; JP-A-59 116 360 (HITACHI)</text></B562></B560><B590><B598>2</B598></B590></B500><B700><B720><B721><snm>Rösler, Joachim, Dr.</snm><adr><str>Brüel 19</str><city>CH-5424 Unterehrendingen</city><ctry>CH</ctry></adr></B721><B721><snm>Thumann, Manfred, Dr.</snm><adr><str>Trottenstrasse 39c</str><city>CH-5400 Ennetbaden</city><ctry>CH</ctry></adr></B721><B721><snm>Tönnes, Christoph</snm><adr><str>Chrüzweg 32a</str><city>CH-5413 Birmenstorf</city><ctry>CH</ctry></adr></B721></B720><B730><B731><snm>ASEA BROWN BOVERI AG</snm><iid>00956641</iid><adr><str>Haselstrasse 16</str><city>5400 Baden</city><ctry>CH</ctry></adr></B731></B730><B740><B741><snm>Kaiser, Helmut, Dr.</snm><sfx>et al</sfx><iid>00025717</iid><adr><str>Asea Brown Boveri AG
Immaterialgüterrecht (TEI)
Haselstrasse 16/699</str><city>5401 Baden</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>DE</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IT</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<heading id="h0001">TECHNISCHES GEBIET</heading>
<p id="p0001" num="0001">Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Bauteil für hohe Temperaturen, insbesondere einer Turbinenschaufel, nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines solches Bauteils.</p>
<heading id="h0002">STAND DER TECHNIK</heading>
<p id="p0002" num="0002">Ein derartiges Bauteil und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bauteils sind Stand der Technik und beispielsweise in US-A-4 825 522 beschrieben. Diesem Patentdokument ist ein hochtemperaturbeständiges Bauteil aus einer Nickelbasislegierung entnehmbar. Bestimmte Abschnitte dieses Bauteils werden durch Modifikation des Basiswerkstoffs mit unterschiedlichen Legierungszusätzen an unterschiedliche materialspezifische Anforderungen angepasst. Weiterer relevanter Stand der Technik ist auch FR-A-2 317 502, US-A-4 787 821 und US-A-4 529 452 zu entnehmen.</p>
<p id="p0003" num="0003">Ferner ist in FR-A1-2.136.170 eine Gasturbinenschaufel beschrieben. Diese Schaufel weist einen aus einer eutektischen Legierung gegossenen, Schaufelfuss und Schaufelblatt enthaltenden Schaufelkörper auf. Der Schaufelfuss ist von einem duktilen Gusskörper mit nichtgerichteter Struktur gebildet. Das Schaufelblatt besteht aus einer Matrix und aus parallel zueinander und in Längsrichtung der Schaufel ausgerichteten,<!-- EPO <DP n="2"> --> faserförmigen Kristallen, welche in die Matrix eingebettet sind und welche durch gerichtetes Erstarren aus einer induktiv aufgeheizten Schmelze gebildet sind. Gegenüber dem Schaufelfuss zeichnet sich das Schaufelblatt bei erheblich verringerter Duktilität durch eine wesentlich grössere Kriechfestigkeit aus. Insbesondere bei der Herstellung eines grossen Schaufelblattes ist es jedoch schwierig, einen für eine gerichtete Erstarrung ausreichend grossen Temperaturgradienten und damit die erwünscht hohe Kriechfestigkeit im Schaufelblatt zu erreichen.</p>
<heading id="h0003">DARSTELLUNG DER ERFINDUNG</heading>
<p id="p0004" num="0004">Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen 1 und 3 angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bauteil, insbesondere eine Turbinenschaufel, der eingangs genannten Art anzugeben, welches sich bei Einsatz in einer bei mittleren und hohen Temperaturen betriebenen Vorrichtung, wie insbesondere einer Turbine, durch eine hohe Lebensdauer auszeichnet, und gleichzeitig einen Weg zu weisen, der es ermöglicht, ein solches Bauteil in einfacher und für eine Massenfertigung geeigneten Weise herzustellen.</p>
<p id="p0005" num="0005">Das Bauteil nach der Erfindung zeichnet sich gegenüber vergleichbaren Bauteilen nach dem Stand der Technik durch eine hohe Lebensdauer aus. Dies ist durch die Wahl von gamma-Titanaluminid als Basiswerkstoff und von geeigneten Dotierstoffen, welche in vorgegebenen Mengen dem Basiswerkstoff zugesetzt sind, bestimmt. Beim ausgewählten Basiswerkstoff ist es in besonders einfacher Weise möglich, Legierungen zu definieren, welche an unterschiedlich beanspruchte Abschnitte des Bauteils angepasst sind. Da diese an die lokal unterschiedlich beanspruchten Bauteilabschnitte, wie etwa Turbinenschaufel oder Turbinenfuss, angepassten Legierungen einen gemeinsamen Basiswerkstoff enthalten, treten im Grenzbereich der Abschnitte keine<!-- EPO <DP n="3"> --> chemische Reaktionsprodukte auf. Die Abschnitte gehen daher ohne scharfen Übergang ineinander über, so dass das Bauteil nach der Erfindung die bei Betrieb einer thermischen Maschine, wie insbesondere einer Gasturbine oder eines Verdichters, gradiert auftretenden hohen thermischen und mechanischen Belastungen völlig problemlos aufnehmen kann. Das zur Herstellung der erfindungsgemässen Bauteile verwendete Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass selbst grosse Bauteile mit hoher thermischer und mechanischer Belastbarkeit durch geläufige Verfahrensschritte, wie insbesondere durch heiss-isostatisches Pressen oder durch Sintern, in einfacher und für eine Massenfertigung geeigneten Weise hergestellt werden können.</p>
<heading id="h0004">KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG</heading>
<p id="p0006" num="0006">Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und die damit erzielbaren Vorteile werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt:
<dl id="dl0001">
<dt>Fig.1</dt><dd>eine Aufsicht auf einen in Längsrichtung geführten Schnitt durch eine erste Variante eines als Turbinenschaufel ausgeführten erfindungsgemässen Bauteils nach Beendigung eines beim Herstellverfahren ausgeführten heiss-isostatischen Pressvorganges,</dd>
<dt>Fig.2</dt><dd>eine Aufsicht auf einen in Längsrichtung geführten Schnitt durch eine zweite Variante eines als Turbinenschaufel ausgeführten erfindungsgemässen Bauteils nach Beendigung eines beim Herstellen ausgeführten heiss-isostatischen Pressvorganges, und<!-- EPO <DP n="4"> --></dd>
<dt>Fig.3</dt><dd>ein Schliffbild des umrandet angegebenen Bereichs der zweiten Variante des erfindungsgemässen Bauteils.</dd>
</dl></p>
<heading id="h0005">WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG</heading>
<p id="p0007" num="0007">Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten und jeweils als Turbinenschaufel 1 ausgeführten Bauteile enthalten jeweils ein langgestrecktes Schaufelblatt 2 und einen an einem Ende des Schaufelblattes 2 angeformten Schaufelfuss 3. Mit dem Bezugszeichen 4 ist eine Presskanne bezeichnet. Diese Presskanne umschliesst bei der Ausführungsform gemäss Fig.1 den Schaufelfuss 3 und weist eine vom Schaufelblatt 2 ausgefüllte Öffnung 5 auf, welche vorzugsweise durch Anschweissen oder Anlöten der Presskanne 4 an das Schaufelblatt 2 gasdicht abgeschlossen ist. Bei der Ausführungsform gemäss Fig.2 umschliesst die Presskanne 4 die gesamte Turbinenschaufel 1.</p>
<p id="p0008" num="0008">Die in Fig.1 dargestellte Turbinenschaufel 1 wird wie folgt hergestellt:<br/>
Ein als Schaufelblatt 2 ausgeführter Gusskörper wird mit seinem einen Ende durch die Öffnung 5 in die Presskanne 4 geführt. Die vorzugsweise aus Stahl bestehende Presskanne 4 wird im Bereich der Öffnung 5 gasdicht an den Gusskörper angelötet oder angeschweisst. Durch eine nicht dargestellte weitere Öffnung der Presskanne 4 wird ein den Schaufelfuss der Turbinenschaufel 1 aufnehmender Hohlraum der Presskanne 4 mit Legierungspulver aufgefüllt. Die Presskanne 4 wird sodann evakuiert und gasdicht verschlossen.</p>
<p id="p0009" num="0009">Die Werkstoffe für den Gusskörper und das Pulver enthalten jeweils eine von zwei auf einem gemeinsamen Basiswerkstoff beruhende Legierungen unterschiedlicher chemischer<!-- EPO <DP n="5"> --> Zusammensetzungen, welche sich voneinander durch das Vorhandensein und/oder die Menge mindestens eines dem Basiswerkstoff zulegierten Dotierstoffes unterscheiden. Vorzugsweise wird als Basiswerkstoff eine intermetallische Phase, wie insbesondere ein gamma-Titanaluminid, verwendet. Mindestens eine der beiden gamma-Titanaluminid enthaltenden Legierungen weist einen Anteil von mindestens 0,2 und höchstens 8 Atomprozent an Dotierstoff, wie beispielsweise eines oder mehrere der Elemente B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb, Pd, Si, Ta, V, Y, W sowie Zr auf.</p>
<p id="p0010" num="0010">Eine typische Legierung für das Schaufelblatt 2 weist beispielsweise folgende Zusammensetzung auf:
<ul id="ul0001" list-style="none" compact="compact">
<li>In Atom%: 48 Al - 3 Cr - Rest Ti und Verunreinigungen;</li>
<li>In Gew.%: 33,2 Al - 3,9 Cr - Verunreinigungen kleiner 0,5 - Rest Ti.</li>
</ul> Die Grösse der Pulverteilchen ist typischerweise kleiner 500µm.<br/>
Eine weitere typische Legierung für das Schaufelblatt weist folgende Zusammemsetzung in Atom% auf:<br/>
48 Al - 2 Cr - 2 Ta - Rest Ti und Verunreinigungen.</p>
<p id="p0011" num="0011">Eine typische Legierung für den Schaufelfuss 3 weist beispielsweise folgende Zusammensetzung auf:
<ul id="ul0002" list-style="none" compact="compact">
<li>In Atom%: 48 Al - 2 Cr - 2 Nb - Rest Ti und Verunreinigungen;</li>
<li>In Gew.%: 32,5 Al - 2,9 Cr - 5 Nb - Verunreinigungen kleiner 0,5 - Rest Ti.</li>
</ul> Die Grösse der Pulverteilchen ist typischerweise kleiner 200µm, vorzugsweise kleiner 100µm.<br/>
Eine weitere typische Legierung für den Schaufelfuss weist folgende Zusammensetzung in Atom% auf:<br/>
48 Al - 2 Cr - 2 Ta - 0,5 Si - Rest Ti und Verunreinigungen.</p>
<p id="p0012" num="0012">Die durch gasdichtes Verschliessen der Presskanne 4 fertiggestellte Probe wird in eine Pressvorrichtung gebracht<!-- EPO <DP n="6"> --> und bei Temperaturen zwischen 900 und 1200°C heissisostatisch verdichtet. Ein typischer Pressvorgang bei ca. 1070°C dauerte bei einem Druck von ca. 250 MPa ca. 3 Stunden. Hierbei wurden die beiden Legierungen, ohne dass im Grenzbereich chemische Reaktionsprodukte gebildet wurden, porenfrei mit einem graduellen Übergang vom Schaufelblatt 2 zum Schaufelfuss 3 verdichtet.</p>
<p id="p0013" num="0013">Dieser bereits die Form der Turbinenschaufel aufweisende Verbundwerkstoff wurde nach Entfernen der deformierten presskanne 4 sodann bei Temperaturen oberhalb 700°C typischerweise ca. 4 Stunden lang wärmebehandelt. Nachfolgend wurde durch geringfügige materialabhebende Bearbeitung, wie Schleifen, Polieren und/oder elektrochemisches Behandeln, die Turbinenschaufel nach der Erfindung fertiggestellt.</p>
<p id="p0014" num="0014">Bei der Herstellung der aus Fig.2 ersichtlichen Turbinenschaufel 1 wurde eine in Längsrichtung erweiterte und die gesamte Turbinenschaufel 1 aufnehmende Presskanne 4 verwendet. In diese Presskanne 4 wurde zunächst der das Schaufelblatt 2 bildende Gusskörper eingegeben und nachfolgend entsprechend dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel das Legierungspulver eingefüllt. Die Presskanne 4 wurde sodann evakuiert und gasdicht verschlossen. Der so hergestellte Probekörper wurde entsprechend dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel behandelt. Die verwendeten Legierungen wiesen die gleiche Zusammensetzung auf wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel.</p>
<p id="p0015" num="0015">Anstelle eines das Schaufelblatt 2 bildenden Gusskörpers kann in die Presskanne 4 auch ein Körper aus einem heiss-isostatisch verdichteten Pulver eingeführt werden. In einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung wurde das zur Bildung des schaufelblattes verwendete<!-- EPO <DP n="7"> --> Legierungspulver mit 48 Atomprozent Al, 3 Atomprozent Cr, Rest Ti und geringen Mengen an Verunreinigungen bei einer Temperatur von ca. 1070°C und einem Druck von ca. 250 MPa während ca. 3 Stunden heiss-isostatisch verdichtet. Der resultierende Körper wurde sodann in die in Fig.2 dargestellte Presskanne 4 gebracht und bei den dort beschriebenen Bedingungen zusammen mit dem den Schaufelfuss 3 bildenden Legierungspulver mit 48 Atomprozent Al, 2 Atomprozent Cr, 2 Atomprozent Nb, Rest Ti und geringen Mengen an Verunreinigungen heiss-isostatisch verdichtet. Der verdichtete Körper wurde sodann noch entsprechend dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel wärmebehandelt und nachbearbeitet.</p>
<p id="p0016" num="0016">In weiteren Varianten der Erfindung wurden anstelle des Gusskörpers bzw. des aus heissverdichtetem Pulver gebildeten Körpers jeweils ein das Schaufelblatt 2 bildendes Legierungspulver der zuvor angegebenen chemischen Zusammensetzung in die Presskanne 4 eingefüllt. Danach wurde ein den Schaufelfuss 3 bildendes Legierungspulver mit der bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen angegebenen Zusammensetzung hinterfüllt. Die Presskanne 4 wurde sodann, ohne zu schütteln und ohne die eingefüllten Pulver miteinander zu vermischen, evakuiert und gasdicht verschlossen. Durch heiss-isostatisches Pressen während ca. 3 Stunden bei ca. 1070°C und einem Druck von ca. 250 MPa wurde ein porenfreier Werkstoff hergestellt, aus dem nach Entfernen der Presskanne 4, nach zweistündiger Wärmebehandlung bei ca. 1350°C und materialentfernender Nachbearbeitung eine Turbinenschaufel nach der Erfindung hergestellt wurde. Eine derartig ausgeführte Turbinenschaufel ist entsprechend den zuvor erwähnten Ausführungsvarianten ebenfalls Fig.2 entnehmbar.</p>
<p id="p0017" num="0017">Aus dem Schliffbild gemäss Fig.3 sind der Aufbau und die Gefügestruktur eines in Fig.2 umrandet angegebenen Teils<!-- EPO <DP n="8"> --> einer - wie zuvor beschrieben - ausschliesslich aus Legierungspulvern hergestellten Turbinenschaufel nach der Erfindung zu entnehmen. Hieraus ist ersichtlich, dass die das Schaufelblatt 2 bildende Legierung eine grobkörnige und die den Schaufelfuss 3 bildende Legierung eine feinkörnige Mikrostruktur aufweist, und dass an der Übergangszone zwischen beiden Legierungen keine unerwünschte Reaktionszone mit chemischen Reaktionsprodukten oder mit Ausscheidungen auftritt. Beide Legierungen gehen unter Verzahnung grober und feiner Kristallite graduell ineinander über.</p>
<p id="p0018" num="0018">Werkstoffuntersuchungen haben für den der erfindungsgemässen Turbinenschaufel 1 zugrundeliegenden Werkstoff folgende Eigenschaften ergeben:</p>
<p id="p0019" num="0019">Die das Schaufelblatt 2 bildende Legierung weist bei Raumtemperatur eine Duktilität von ca. 0,5% auf, die den Schaufelfuss 3 bildende Legierung hingegen eine solche von 2,1 %. Bei einer Temperatur von ca. 700°C besitzt das Schaufelblatt 2 eine Kriechfestigkeit, welche dichtekorrigiert erheblich über der Kriechfestigkeit der üblicherweise in diesem Temperaturbereich verwendeten Nickelbasis-Superlegierungen liegt. Die gesamte Turbinenschaufel 1 zeigt eine dem Werkstoff des Schaufelblattes 2 entsprechende Duktilität von 0.5%. Ihre mechanischen und thermischen Eigenschaften sind durch die Übergangszone zwischen beiden Legierungen nicht beeinträchtigt. Die Turbinenschaufel 1 nach der Erfindung zeichnet sich demnach durch einen Schaufelfuss 3 mit hoher Duktilität und ein bei Raumtemperatur zwar sprödes, bei hohen Temperaturen jedoch eine grosse Kriechfestigkeit aufweisendes Schaufelblatt 2 aus. Die Festigkeit im Übergangsbereich ist wegen des beiden Legierungen gemeinsamen Basiswerkstoffs und des Fehlens spröder Reaktionsprodukte ausreichend gross, um einen sicheren<!-- EPO <DP n="9"> --> Betrieb der Turbinenschaufel 1 bei hohen Temperaturen zu gewährleisten.</p>
<p id="p0020" num="0020">In einer weiteren Variante der Erfindung ist es möglich, an Stelle einer Presskanne 4 als Form zur Aufnahme der Legierungen eine Sinterform zu verwenden, und das Verdichten zur Turbinenschaufel in einem Sinterverfahren zu erreichen.</p>
<p id="p0021" num="0021">Die Erfindung ist nicht auf Turbinenschaufeln beschränkt. Sie bezieht sich auch auf andere bei hohen Temperaturen mechanisch stark belastete Bauteile, wie etwa einstückig ausgebildete Turbinenräder von Turboladern.</p>
<heading id="h0006">BEZEICHNUNGSLISTE</heading>
<p id="p0022" num="0022">
<dl id="dl0002" compact="compact">
<dt>1</dt><dd>Turbinenschaufel</dd>
<dt>2</dt><dd>Schaufelblatt</dd>
<dt>3</dt><dd>Schaufelfuss</dd>
<dt>4</dt><dd>Presskanne</dd>
<dt>5</dt><dd>Öffnung</dd>
</dl></p>
</description><!-- EPO <DP n="10"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Bauteil für hohe Temperaturen, insbesondere Turbinenschaufel (1), mit einem zumindest einen ersten (Schaufelfuss 3) und einen zweiten Abschnitt (Schaufelblatt 2) enthaltenden Bauteilkörper, bei dem der erste Abschnitt (3) von einem duktilen Werkstoff gebildet ist und der Zweite Abschnitt (2) einen gegenüber dem duktilen Werkstoff spröden Werkstoff aufweist, bei dem jeder der beiden Werkstoffe jeweils eine von zwei auf einem gemeinsamen Basiswerkstoff beruhende Legierungen unterschiedlicher chemischer Zusammensetzungen enthält, welche sich voneinander durch das Vorhandensein und/oder die Menge mindestens eines dem Basiswerkstoff zulegierten Dotierstoffes unterscheiden, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiswerkstoff gamma-Titanaluminid ist, dass der Anteil an Dotierstoff in mindestens einer der beiden Legierungen mindestens 0,2 und höchstens 8 Atomprozent beträgt, und dass als Dotierstoff mindestens eines oder mehrere der Elemente B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb, Pd, Si, Ta, V, Y, W sowie Zr enthalten sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine den ersten Abschnitt (3) bildende erste der beiden Legierungen einen die Einstellung eines feinkristallinen Gefüges fördernden Dotierstoff, wie insbesondere eines oder mehrere der Elemente Cr, Mn, V, Si, und eine den zweiten Abschnitt (2) bildende zweite der beiden Legierungen einen die Einstellung eines grobkristallinen Gefüges fördernden und die Kriechfestigkeit erhöhenden Dotierstoff, wie insbesondere eines oder mehrere der Elemente Nb, Ta, W, enthält.<!-- EPO <DP n="11"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Verfahren zur Herstellung des Bauteils nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Legierungen zum Bauteilkörper heissverdichtet werden, und dass vor dem Heissverdichten eine den ersten Abschnitt (3) bildende erste der beiden Legierungen als Pulver in eine Form eingefüllt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine den zweiten Abschnitt (2) bildende zweite der beiden Legierungen in Form eines Gusskörper oder eines aus heissverdichtetem Pulver gebildeten Körpers verwendet wird, und dass dieser Gusskörper oder der aus dem heissverdichteten Pulver gebildete Körper zumindest mit einem Ende in die als Presskanne (4) ausgebildete Form geführt und in der Presskanne (4) mit dem Pulver in Berührung gebracht wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskanne (4) eine vom eingeführten Körper ausgefüllte Öffnung (5) aufweist, welche vorzugsweise durch Anschweissen oder Anlöten der Presskanne (4) an den Körper abgeschlossen wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Heissverdichten eine den zweiten Abschnitt (2) bildende zweite der beiden Legierungen als Pulver in die Form eingefüllt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Heissverdichten bei Temperaturen zwischen 900 und 1200°C durchgeführt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0008" num="0008">
<claim-text>Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der durch Heissverdichten entstandene Werkstoff bei Temperaturen grösser 700°C wärmebehandelt wird.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="12"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>High-temperature component, especially a turbine blade (1), having a component body containing at least one first section (blade root 3) and a second section (blade leaf 2), in which component body the first section (3) is formed by a ductile material and the second section (2) has a material which is brittle as compared with the ductile material, in which each of the two materials contains in each case one of two alloys, derived from a common base material, of different chemical compositions which differ from one another by the presence and/or the quantity of at least one doping material alloyed with the base material, characterized in that the base material is gamma-titanium aluminide, in that the proportion of doping material in at least one of the two alloys is at least 0.2 and at most 8 atom per cent, and in that the component contains at least one or more of the elements B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb, Pd, Si, Ta, V, Y, W and Zr as doping material.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>Component according to Claim 1, characterized in that a first alloy, forming the first section (3), of the two alloys contains a doping material which promotes the establishment of a fine-crystalline microstructure, such as, in particular, one or more of the elements Cr, Mn, V and Si, and a second alloy, forming the second section (2), of the two alloys contains a doping material which promotes the establishment of a coarse-crystalline microstructure and increases the creep strength, such as, in particular, one or more of the elements Nb, Ta and W.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>Process for producing the component according to Patent Claim 1, which comprises hot-compacting the two alloys to give the component body and filling a first alloy, forming the first section (3), of the two alloys as powder into a mould before the hot compaction.<!-- EPO <DP n="13"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>Process according to Patent Claim 3, characterized in that a second alloy is used, forming the second section (2), of the two alloys in the form of a casting or of a body formed from hot-compacted powder, and transferring this casting or the body formed from the hot-compacted powder with at least one end into the mould formed as a press can (4) and contacting it in the press can (4) with the powder.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>Process according to Patent Claim 4, characterized in that the press can (4) has an opening (5) which is filled by the introduced body and is sealed preferably by welding or soldering the press can (4) to the body.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>Process according to Patent Claim 5, characterized in that a second alloy, forming the second section (2), of the two alloys is filled as powder into the mould before the hot compaction.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>Process according to any of Claims 3 to 6, characterized in that the hot compaction is carried out at temperatures between 900 and 1200°C.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0008" num="0008">
<claim-text>Process according to any of Claims 4 to 7, characterized in that the material formed by hot compaction is heat-treated at temperatures higher than 700°C.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="14"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Elément pour températures élevées, en particulier, aube de turbine (1) comprenant un corps d'élément comportant au moins une première (pied d'ailette 3) et une deuxième sections (pale 2) dans lequel la première section (3) est formée d'un matériau ductile, et la deuxième section (2) comprend un matériau cassant en comparaison du matériau ductile, dans lequel chacun des deux matériaux contient l'un de deux alliages qui sont formés d'un matériau de base commun et ont des compositions chimiques différentes, et qui se distinguent l'un de l'autre par la présence et/ou la quantité d'au moins une substance de dopage alliée au matériau de base, caractérisé en ce que le matériau de base est l'aluminiure de titane gamma, que la teneur en matériau de dopage dans au moins l'un des deux alliages est au moins de 0,2 et au maximum de 0,8 atomes/%, et qu'au moins un ou plusieurs des éléments B, C, Co, Cr, Ge, Hf, Mn, Mo, Nb, Pd, Si, Ta, V, Y, W ainsi que Zr sont contenus comme substances de dopage.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Elément suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'un premier des deux alliages formant la première section (3) contient une substance de dopage favorisant l'établissement d'un joint finement cristallin comme, en particulier, un ou plusieurs des éléments Cr, Mn, V, Si et un deuxième des deux alliages formant la deuxième section (2) contient une substance de dopage favorisant un joint grossièrement cristallin et augmentant la résistance au fluage, comme, en particulier, un ou plusieurs des éléments Nb, Ta, W.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Procédé de fabrication de l'élément suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les deux alliages pour le corps d'élément sont densifiés à chaud, et en ce qu'avant la densification à chaud, un premier des deux alliages formant la première section (3) est introduit à l'état de poudre dans une forme.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Procédé suivant la revendication 3, caractérisé en ce qu'un deuxième des deux alliages<!-- EPO <DP n="15"> --> formant la deuxième section (2) est utilisé sous la forme d'un corps coulé ou d'un corps formé à partir d'une poudre densifiée à chaud, et en ce que ce corps coulé ou le corps formé de la poudre densifiée à chaud est introduit par au moins une extrémité dans la forme constituée par une enceinte de pressage (4) et mis en contact avec la poudre dans l'enceinte de pressage (4).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que l'enceinte de pressage (4) présente une ouverture (5) obturée par le corps introduit, laquelle est scellée, de préférence, sur le corps par soudage ou brasage de l'enceinte de pressage (4).</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce qu'avant la densification à chaud un deuxième des deux alliages formant la deuxième section (2) est introduit sous forme de poudre dans la forme.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Procédé suivant l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que la densification à chaud est exécutée à des températures comprises entre 900 et 1200°C.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0008" num="0008">
<claim-text>Procédé suivant l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que le matériau obtenu par densification à chaud est soumis à un traitement thermique à des températures supérieures à 700°C.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="16"> -->
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<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="104" he="227" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="17"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="111" he="162" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
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