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EP 0 574 744 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1998 Patentblatt 1998/36 |
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Anmeldetag: 26.05.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 5/24 |
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Verfahren zum Herstellen eines Kartonzuschnittes
Method of manufacturing a carton blank
Procédé de fabrication d'un flan en carton
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR IT LU NL PT |
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Priorität: |
13.06.1992 DE 4219507
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.1993 Patentblatt 1993/51 |
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Patentinhaber: 4P Nicolaus Kempten GmbH |
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D-87437 Kempten (DE) |
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Erfinder: |
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- Detzel, Josef
W-8960 Kempten (DE)
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Vertreter: Hutzelmann, Gerhard |
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Schloss 89296 Osterberg 89296 Osterberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 240 488 US-A- 3 572 576
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US-A- 2 210 443 US-A- 3 840 172
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Kartonzuschnittes
zum Herstellen einer Faltschachtel, mit einem Boden, zwei Seitenwänden sowie je einer
Vorder- und Rückwand, die am Boden angelenkt sind und mit einer an der Rückwand angelenkten
Deckwand, die ebenfalls mit Seitenwänden sowie einer Vorderwand versehen ist, wobei
die am Boden angelenkten Wände über Zwischenflächen miteinander verbunden sind, die
jeweils durch eine Faltlinie unterteilt sind und die an der Deckwand angeformten Seitenwände
eine geringere Höhe haben als die am Boden angelenkten Seitenwände.
[0002] Bei derartigen Zuschnitten ist es wichtig, daß eine materialsparende Konstruktion
gefunden wird, die aber gleichwohl alle Anforderungen an einen guten Schutz des zu
verpackenden Füllgutes erfüllt.
[0003] Aus US-A-2 210 443 ist ein Verfahren der genannten Art bekannt, das zwar eine sehr
gute Ausnutzung des Materialbogens zuläßt, das jedoch kompliziert ist, da eine rationelle
Herstellung nur bei versetzter Anordnung auf dem Kartonbogen möglich ist. Diese versetzte
Anordnung erschwert zum einen die Herstellung der Stanzmesser und zum anderen das
Trennen der gestanzten Zuschnitte von einander.
[0004] Die FR-A-1 240 488 beschreibt ebenfalls ein Verfahren zum Herstellen eines ähnlichen
Kartonzuschnittes und seine Anordnung auf einem Kartonbogen. Dieser Zuschnitt enthält
keine an der Deckwand angeordneten Seitenwände, was die Herstellung bereits vereinfacht,
trotzdem sind die Zuschnitte versetzt zueinander auf dem Kartonbogen angeordnet, was
zu den geschilderten Schwierigkeiten führt.
[0005] Auch beim Kartonzuschnitt gemäß der US-A-3 840 172 ist aufgrund der Zuschnittgestaltung
keine optimale Anordung auf dem Kartonbogen möglich. Die Zuschritte sind nicht nur
seitlich versetzt angeordnet, sondern weisen auch noch einen nicht unerheblichen seitlichen
Abstand voneinander auf, was neben den genannten Problemen zu einem verhältnismäßig
hohen Materialverbrauch führt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der genannten Art so auszugestalten,
daß die Kartonzuschnitte rationell und materialsparend hergestellt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die zwischen den unmittelbar
am Boden angelenkten Seitenwänden und der Rückwand vorgesehenen Zwischenflächen beiderseits
zur Faltlinie hin abgeschrägt sind, und daß von den zwischen der Vorderwand und den
Seitenwänden angeordneten und an beiden angelenkten Zwischenflächen jeweils die Spitze
senkrecht zur Faltlinie abgetrennt ist, wobei mehrere erste Kartonzuschnitte in einer
Reihe hintereinanderliegend aus einem Kartonbogen ausgestanzt werden, wobei die an
der Deckwand angelenkte Vorderwand der Vorderwand des Bodens benachbart ist, und daß
neben dieser Reihe eine weitere Reihe zweiter Kartonzuschnitte angeordnet ist, deren
eine Deckwand-Seitenwand der Boden-Seitenwand eines Zuschnittes der ersten Kartonzuschnitt-Reihe
und deren Boden-Seitenwand der einen Seitenwand der Deckwand des gleichen Zuschnittes
der ersten Kartonzuschnitt-Reihe benachbart ist und wobei die abgeschrägten Zwischenflächen
aneinander anliegen, während die Zwischenflächen, deren Spitze abgetrennt ist, einen
Abstand voneinander aufweisen.
[0008] Mit diesem Verfahren kann eine optimale seitliche Anlage zweier nebeneinander auf
einem Kartonbogen angeordneter Zuschnitte erreicht werden, wobei die aus einem solchen
Zuschnitt aufgerichtete Faltschachtel durch diese Zwischenflächen dicht ausgebildet
ist. Darüber hinaus können die Zuschnitte sehr eng nebeneinander auf einem Kartonbogen
angeordnet werden, so daß nur wenig Verschnitt anfällt und trotzdem eine gute Trennbarkeit
der Zuschnitte nach dem Stanzen gewährleistet ist. Die Zuschnitte sind nahezu verlustfrei
nebeneinander angeordnet, so daß eine optimale Verwendung von Kartonmaterial vorliegt.
[0009] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht.
Dabei zeigen:
- Fig.1
- einen flachliegenden Kartonzuschnitt und
- Fig.2
- mehrere auf einem Kartonbogen angeordnete Zuschnitte.
[0010] Mit 1 ist in Fig.1 ein Kartonzuschnitt bezeichnet, der zum Herstellen einer Faltschachtel
vorgesehen ist und einen Boden 2 aufweist, an welchem über eine Faltlinie 3 eine Rückwand
4 angelenkt ist. Dieser Rückwand gegenüberliegend ist über eine weitere Faltlinie
5 eine Vorderwand 6 am Boden angelenkt. Seitlich sind am Boden 2 über je eine Faltlinie
7 und 8 jeweils eine Seitenwand 9 bzw. 10 angelenkt.
[0011] An der Rückwand 4 ist über eine weitere Faltlinie 11 eine Deckwand 12 angelenkt,
die ihrerseits über eine Faltlinie 13 eine Vorderwand 14 und über zwei weitere Faltlinien
15 und 16 zwei Seitenwände 17 und 18 trägt.
[0012] Zwischen der Rückwand 4 und den beiden am Boden 2 angelenkten Seitenwänden 9 und
10 ist jeweils eine Zwischenfläche 19 bzw. 20 vorgesehen, die über Verlängerungen
der Faltlinien 4 und 7 bzw. 4 und 8 angelenkt sind. Beide Zwischenflächen sind durch
jeweils eine vom Schnittpunkt dieser Faltlinien ausgehenden weiteren Faltlinie 21
bzw. 22 in jeweils zwei Hälften unterteilt, die beim Aufrichten des Zuschnittes zu
einer Faltschachtel aufeinandergelegt werden. Diese Zwischenflächen 19 und 20 sind
zur inneren Faltlinie hin abgeschrägt.
[0013] Darüber hinaus sind auch zwischen den Seitenwänden 9 bzw. 10 und der Vorderwand 6
Zwischenflächen 23 bzw. 24 über die entsprechenden Faltlinien 5, 7 und 8 angelenkt,
die ebenfalls durch eine Faltlinie 25 und 26 halbiert sind. Bei diesen, der Vorderwand
6 zugeordneten Zwischenflächen ist die freie Spitze quer zur Längsrichtung der inneren
Faltlinie 25,26 abgetrennt.
[0014] In Fig.2 ist ein Beispiel dargestellt, wie solche Zuschnitte rationell aus einem
mit 100 bezeichneten Kartonbogen ausgestanzt werden können. Auf dem nur teilweise
dargestellten Kartonbogen 100 sind zwei Reihen von Zuschnitten 1 angeordnet, wobei
diese beiden Reihen um 180° verdreht zueinander angeordnet sind. Dabei ist eine am
Boden angelenkte Seitenwand 10 einer an der Deckwand angelenkten Seitenwand 18 und
umgekehrt benachbart. Gleichzeitig liegen die abgeschrägten Zwischenflächen 19 und
20 aneinander an.
[0015] Die ebenfalls einander gegenüberliegenden Zwischenflächen 23 und 24 sind an ihren
Spitzen abgetrennt, so daß hier keine Beeinträchtigung eintritt. Damit sind zwischen
den einzelnen Zuschnitten nur geringste Abfallstücke vorhanden, die nach dem Stanzen
der Zuschnitte ausgebrochen werden müssen und nicht verwendet werden können.
1. Verfahren zum Herstellen eines Kartonzuschnittes(1) zum Herstellen einer Faltschachtel,
mit einem Boden(2), zwei Seitenwänden(9,10) sowie je einer Vorder- und Rückwand(6,4),
die am Boden(2) angelenkt sind und mit einer an der Rückwand(4) angelenkten Deckwand(12),
die ebenfalls mit Seitenwänden(17,18) sowie einer Vorderwand(14) versehen ist, wobei
die am Boden(2) angelenkten Wände(4,6,9,10) über Zwischenflächen(19,20,23,24) miteinander
verbunden sind, die jeweils durch eine einzige Faltlinie(21,22,25,26) unterteilt sind
und die an der Deckwand(12) angeformten Seitenwände(17,18) eine geringere Höhe haben
als die am Boden(2) angelenkten Seitenwände(9,10), dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den unmittelbar am Boden(2) angelenkten Seitenwänden(9,10) und
der Rückwand(4) vorgesehenen Zwischenflächen(19,20) beiderseits zur Faltlinie(21,22)
hin abgeschrägt sind, und daß von den zwischen der Vorderwand(6) und den Seitenwänden(9,10)
angeordneten und an beiden angelenkten Zwischenflächen(23,24) jeweils die Spitze senkrecht
zur Faltlinie(25,26) abgetrennt ist, wobei mehrere erste Kartonzuschnitte(1) in einer
Reihe hintereinanderliegend aus einem Kartonbogen(100) ausgestanzt werden, wobei die
an der Deckwand(12) angelenkte Vorderwand(14) der Vorderwand(6) des Bodens(2) benachbart
ist, und daß neben dieser Reihe eine weitere Reihe zweiter Kartonzuschnitte angeordnet
ist, deren eine Deckwand-Seitenwand(18) der Boden-Seitenwand(10) eines Zuschnittes
der ersten Kartonzuschnitt-Reihe und deren Boden-Seitenwand(10) der einen Seitenwand(18)
der Deckwand(12) des gleichen Zuschnittes der ersten Kartonzuschnitt-Reihe benachbart
ist und wobei die abgeschrägten Zwischenflächen(19 und 20) aneinander anliegen, während
die Zwischenflächen(23 und 24), deren Spitze abgetrennt ist, einen Abstand voneinander
aufweisen.
1. Process for manufacturing a board blank (1) that is used to produce a folding carton,
with a base (2) and two side panels (9, 10) as well as a front panel and a back panel
(6, 4) that are hinged to the base (2) and with a top panel (12) that is hinged to
the back panel (4) and that is also provided with side panels (17, 18) and a front
panel (14), where the panels (4, 6, 9, 10) hinged to the base (2) are connected to
each other via intermediate sections (19, 20, 23, 24), which are each divided by a
single folding line (21, 22, 25, 26), and the side panels (17, 18) provided on the
top panel (12) are not as high as the side panels (9, 10) hinged to the base (2),
wherein the intermediate sections (19, 20) provided between the side panels (9, 10) hinged
directly to the base (2) and the back panel (4) are bevelled on both sides towards
the folding line (21, 22), wherein the tip of the intermediate sections (23, 24) that are located between the front
panel (6) and the side panels (9, 10) and are hinged to the same has been cut off
at right angles to the folding line (25, 26), where a number of first board blanks
(1) are cut out from a sheet of board (100) in a row behind each other, where the
front panel (14) hinged to the top panel (12) is adjacent to the front panel (6) of
the base (2), and wherein a further row of second board blanks is located next to this row, one top panel side
panel (18) of a blank in this second row being adjacent to the base side panel (10)
of a blank in the first row of board blanks, while the base side panel (10) of a blank
in this second row is adjacent to a side panel (18) of the top panel (12) of the same
blank in the first row of board blanks and where the bevelled intermediate sections
(19 and 20) rest against each other, whereas there is a gap between the intermediate
sections (23 and 24) with the cut-off tip.
1. Procédé de fabrication d'un flan en carton (1) pour fabriquer une boîte pliable, avec
un fond (2), deux parois latérales (9, 10) ainsi que respectivement une paroi avant
et une paroi arrière (6, 4), ces parois étant articulées au fond (2) et avec une paroi-plafond
(12) articulée à la paroi arrière (4), qui est également pourvue de parois latérales
(17, 18) ainsi que d'une paroi avant (14), les parois (4, 6, 9, 10) articulées au
fond (2) étant reliées ensemble par l'intermédiaire de surfaces intermédiaires (19,
20, 23, 24) qui sont chacune subdivisées par une ligne de pliage (21, 22, 25, 26)
unique, et les parois latérales (17, 18), formées d'un seul tenant sur la paroi-plafond
(12), ayant une hauteur inférieure à celles des parois latérales (9, 10) articulées
au fond (2), caractérisé en ce que les surfaces intermédiaires (19, 20), prévues entre
les parois latérales (9, 10) directement articulées au fond (2) et à la paroi arrière
(4), sont biseautées de part et d'autre de la ligne de pliage (21, 22), et en ce que,
la pointe des surfaces intermédiaires (23, 24) disposées entre la paroi avant (6)
et les parois latérales (9, 10) et articulées sur les deux, est chaque fois séparée
perpendiculairement par rapport à la ligne de pliage (25, 26), plusieurs premiers
flans en carton (1) étant découpés par estampage en une rangée les uns derrière les
autres à partir d'une feuille de carton (100), la paroi avant (14) articulée à la
paroi-plafond (12) étant voisine de la paroi avant (6) du fond (2) et ce que, à côté
de cette rangée, est disposée une deuxième rangée de deuxièmes flans en carton, dont
une paroi latérale de paroi de plafond (18) est voisine de la paroi latérale de fond
(10) d'un flan de la première rangée de flan en carton et dont la paroi latérale de
fond (10), d'une paroi latérale (18) de la paroi-plafond (12) du même flan, est voisine
de la première rangée de flans en carton, et les surfaces intermédiaires (19 et 20)
biseautées étant appliquées l'une contre l'autre, tandis que les surfaces intermédiaires
(23 et 24), dont la pointe est séparée, présentent un espacement l'une par rapport
à l'autre.

