[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einrichten von Trocknern
oder Öfen zur thermischen Behandlung von Trockengütern mit den Merkmalen im Oberbegriff
des Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruches.
[0002] Neu in Betrieb genommene Trockner, Brennöfen oder dergleichen andere thermische Behandlungsanlagen
müssen auf das zu behandelnde Trockengut eingerichtet werden. Eine Einrichtung ist
auch bei der Umstellung auf eine neue Art von Trockengut erforderlich. In der Praxis
werden die Betriebsparameter empirisch ermittelt. Hierbei werden aus der Erfahrung
gewonnene Vorgabewerte eingestellt und in einem Probedurchlauf mit Trockengut getestet.
Nach dem Durchlauf wird das Trockengut untersucht und anhand der gewonnenen Ergebnisse
das Parameterbild für einen neuerlichen Testlauf verändert. Auf diese Weise tastet
man sich nach und nach bis zu einer Endeinstellung der Betriebsparameter vor. Die
Vorgehensweise kostet einerseits viel Zeit und führt andererseits auch nicht immer
zu optimalen Ergebnissen. Außerdem muß für jeden Trockenlauf ein Besatz an Trockengut
als Ausschuß geopfert werden, was erhebliche Einrichtkosten verursacht.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung aufzuzeigen,
die es erlauben, einen Trockner, einen Ofen oder dergleichen in kürzerer Zeit mit
geringeren Kosten und mit der Möglichkeit zur besseren Optimierung einzurichten.
[0004] Die Erfindung löst diese Augabe mit den Merkmalen im Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruch.
[0005] Die Erfindung sieht vor, das Verhalten des Trockengutes innerhalb des Trockners und
während des Prozesses zu überwachen und die gewonnenen Daten an eine externe Auswerte-
und Steuervorrichtung zu melden. Dadurch können die Betriebsparameter des Trockners
optimal, schnell und kostengünstig eingerichtet werden.
[0006] Es empfiehlt sich, die für das Trockengutverhalten relevanten Meßdaten in Echtzeit
zu erfassen und an die externe Auswerte- und Steuervorrichtung zu melden. Hierdurch
können die Trockengutreaktionen auf die eingestellten Betriebsparameter sofort überprüft
werden. Man kann sich beim Einrichten schneller und mit weniger Schritten an das Parameteroptimum
herantasten.
[0007] Durch die permanente Echtzeit-Überwachung kann man außerdem rechtzeitig die Entstehung
von Spannungsrissen oder sonstigen das Trockengut beschädigenden oder zerstörenden
Entwicklungen feststellen und kann die Sicherheitsabstände in der Parametereinstellung
entsprechend niedriger wählen. Letztendlich wird der Ausschuß beim Einrichten des
Trockners wesentlich verringert.
[0008] Erfindungsgemäß wird zur Ermittlung des Trockengutverhaltens ein Meßwerterfassungssystem
eingesetzt, das mit dem Trockengut mitgeführt wird. Das Meßwerterfassungssystem ist
autark und kann keine feste Verbindung nach außen über einen Kabelschlepper oder dergleichen.
Ein Kabel bringt bei den gewöhnlich herrschenden Temperaturen erhebliche thermische
Probleme mit sich, was sich nicht zuletzt auch in Meßwertverfälschungen äußern kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Meßwerterfassungssystem und der drahtlosen Datenfernübertragung
durch Funk, Infrarot oder dergleichen andere Wege ist diese Schwierigkeit behoben.
[0009] Das Meßwerterfassungssystem ist thermisch isoliert. Aus thermischen Gründen empfiehlt
es sich auch, die Datenübermittlung in Intervallen vorzunehmen. Hierdurch wird die
innere Aufheizung des Meßwerterfassungsystems durch den Sender mit seinem meist ungünstigen
Wirkungsgrad verringert. Außerdem hilft das Intervallsenden den Strom aus der mitgeführten
Batterie zu sparen und dadurch die Betriebszeit zu verlängern oder durch Kapazitätsverringerung
gegebenenfalls Gewicht zu sparen.
[0010] Die Intervallsendung kann auf unterschiedliche Weise ausgelöst und gesteuert werden.
Vorzugsweise läuft die Meßdatenerfassung allerdings kontinuierlich durch. Die Meßdaten
können zumindest teilweise dabei auch gleich im Meßwerterfassungssystem ausgewertet
werden. Eine Datenübermittlung nach außen findet in diesem Fall zusätzlich oder erst
nach Über- bzw. Unterschreiten eines gewissen voreingestellten Schwellwertes statt.
Die Schwellwertüberwachung senkt das Risiko auf Beschädigung oder Zerstörung des Trockengutes
und ermöglicht einen rechtzeitigen Alarm. Auf diese Weise muß bei der Einrichtung
des Trockners auch nicht ständig Personal anwesend sein.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren und die zugehörige Vorrichtung sind für beliebige
Arten von Trocknern, Öfen oder dergleichen anderen thermischen Behandlungsvorrichtungen
geeignet. Sie werden im Sinne der Erfindung allesamt unter den Begriff Trockner zusammengefaßt.
Das zu behandelnde Trockengut kann in gleicher Weise variieren. Eine besondere Eignung
der Erfindung besteht für Kammer- oder Tunneltrockner zur thermischen Behandlung von
keramischen Formlingen. Die Formlinge können dabei durch Direktbeheizung und/oder
beheizte sowie konditionierte Trockenluft getrocknet werden.
[0012] Für einen Tunneltrockner bietet die Erfindung besondere Vorteile. Ein Tunneltrockner
besitzt in der Regel mehrere gegenseitig abgeschottete Trockenzonen, in denen unterschiedliche
Betriebsparameter herrschen. Die Trockenzonen werden beim Trockengut nach und nach
durchlaufen. Werden dabei mehrere Meßwerterfassungssysteme eingesetzt, lassen sich
zonenweise kurzfristig die Betriebsparameter ändern und die Ergebnisse sofort an der
nachfolgenden Zonenbeschickung ablesen.
[0013] In der Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0014] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt.
Im einzelnen zeigen
- Fig. 1:
- in Draufsicht den schematischen Aufbau eines in mehrere Zonen unterteilten Trockners
mit mehreren Meßwerterfassungsystemen und einer gemeinsamen externen Auswerte- und
Steuervorrichtung und
- Fig. 2:
- in einer schematisierten und vergrößerten Seitenansicht ein Trockengestell mit einem
Meßwerterfassungssystem und die Auswerte- und Steuervorrichtung.
[0015] In Fig. 1 ist ein Trockner (1) in Form eines Tunneltrockners für keramische Formlinge
dargestellt. Der Trockner (1) ist in mehrere gegenseitig abgeschottete Zonen (2) unterteilt,
in denen das Trockengut (9) mit nach Temperatur und Feuchte unterschiedlich konditionierter
Trockenluft beaufschlagt wird. In jeder Zone (2) sind ein oder mehrere Gebläse (3)
und eine Heizung (4) angeordnet.
[0016] Wie Fig. 2 verdeutlicht, ist das Trockengut (9) auf fahrbaren Trockengestellen (7)
gelagert, die auf Schienen (8) über endseitige Schleusen (5) in den Trockner (1) gelangen
und nach Durchlaufen der Zonen (2) wieder herausfahren können. An der eingangseitigen
Schleuse (5) kann ein Signalgeber (6) angeordnet sein, der den Eintritt eines neuen
Trockengestells (7) signalisiert. Ähnliche Signalgeber (6) können auch an anderen
relevanten Stellen im Inneren des Trockners (1), beispielsweise an den Zonenschotts
angeordnet sein.
[0017] Der gezeigte Trockner (1) mit seiner Aufteilung und inneren Gestaltung kann beliebig
variieren. Gleiches gilt auch für die Trockengestelle (7). Als Alternativen seien
beispielsweise ein Kammertrockner genannt, in dem das Trockengut stationär behandelt
wird. Im Tunneltrockner wird das Trockengut (9) hingegen im Druchlauf behandelt. Der
Trockner (1) könnte auch ein Brennofen, eine Darre oder dergleichen andere Wärmebehandlungsvorrichtung
sein. Das Trockengut (9) kann ebenfalls beliebig variieren. Dies kann auch Einfluß
auf die Gestaltung der Trockengestelle (7) haben. Beispielsweise könnten die keramischem
Formlinge (9) auch als durchgehender Strang durch einen Trockner und/oder einen Brenner
geschoben und erst anschließend in einzelne Formlinge unterteilt werden. Anstelle
fahrbarer Trockengestelle (7) sind auch Gleitbahnen oder dergleichen andere Fördermittel
möglich.
[0018] Bei der Inbetriebnahme oder einem Wechsel in der Art des Trockenguts (9) muß der
Trockner (1) mit seinen Betriebsparametern eingerichtet werden. Für die verschiedenen
Zonen (2) sind hierbei zum Teil unterschiedliche Betriebsparameter erforderlich. Beispielsweise
wären dies Stärke, Dauer, Richtung, Reversiertakt, Temperatur und Feuchte der Luftströmung
in den einzelnen Zonen (2). Hierzu müssen die Gebläse (3), die Heizungen (4) und die
Frisch- oder Naßluftzuführungen entsprechend eingestellt und gesteuert werden. Weitere
Betriebsparameter wären beispielsweise die Durchlaufgeschwindigkeit oder Verweildauer
des Trockengutes (9) bzw. der Trockengestelle (7) in den Zonen (2). Die Betriebsparameter
richten sich nach dem gewünschten Trocknungsverlauf im Trockengut (9). Das Trockengut
(9) soll möglichst gleichmäßig trocknen. Dies betrifft einerseits den Trockenfortschritt
an der Außenhaut des jeweiligen Formlings und andererseits die Erzielung gleichmäßiger
Trocknungsgrade im Besatz des Trockengestells (7). Es sollen möglichst keine Trocknungsunterschiede
zwischen den außen- und innenliegenden Formlingen des Besatzes entstehen.
[0019] Um die Einrichtung des Trockners (1) und die Festlegung der optimalen Betriebsparameter
zu vereinfachen, wird das Verhalten des Trockengutes (9) und seine Reaktion auf Veränderungen
der Betriebsparameter überwacht. Hierzu ist auf einzelnen oder auf allen Trockengestellen
(7) ein Meßwerterfassungssystem (10) angeordnet, das die im Prozeß ermittelten Meßdaten
über eine drahtlose Datenfernübertragung an eine außerhalb des Trockners (1) befindliche
Auswerte- und Steuervorrichtung meldet. Hier können die Meßdaten zur Anzeige gebracht,
gespeichert und protokolliert werden. Anhand der Zustandsmeldungen werden dann die
Betriebsparameter im Trockner (1) bzw. den einzelnen Zonen (2) so lange verändert,
bis der gewünschte Trocknungsverlauf erzielt ist.
[0020] Wie Fig. 2 verdeutlicht, ist das Meßwerterfassungssystem (10) in einem thermisch
isolierten Gehäuse (15) untergebracht und dabei vorzugsweise im relativ kühlen Bodenbereich
des Trockengestelles (7) angeordnet. An einem oder vorzugsweise mehreren keramischen
Formlingen (9) sind Meßwertaufnehmer (16,18) angeordnet, die relavante physikalische
Daten über den Zustand des Trockengutes liefern. Der Meßwertaufnehmer (16) ist beispielsweise
als feuchte Sonde ausgebildet, die in geeigneter Weise in den keramischen Formling
(9) eingebettet ist. Der Meßwertaufnehmer (18) ist hingegen als DMS-Zelle ausgebildet,
die als eine Art Drucksensor das Gewicht des Formlings (9) mißt und so Informationen
über den Wassergehalt bzw. den Trocknungsfortschritt vermittelt. Alternativ oder zusätzlich
können auch zur Schwindungsmessung geeignete Wegaufnehmer, beispielsweise Potentiometer,
zum Einsatz kommen.
[0021] Mit der Bezugsziffer (17) wird ein Temperaturfühler bezeichnet, der in der gezeigten
Ausführungsform am Trockengestell (7) positioniert ist und die herrschende Umgebungstemperatur
mißt. In gleicher Weise kann auch eine feuchte Sonde vorgesehen sein. Ein Temperaturfühler
kann alternativ oder zusätzlich auch an oder in einem keramischen Formling (9) angeordnet
sein. Grundsätzlich sind alle Arten von Meßwertaufnehmern verwendbar, die relevante
physikalische Daten liefern.
[0022] Die Meßwertaufnehmer (16,17,18) sind über geeignete Leitungen mit dem Meßwerterfassungssystem
(10) verbunden. Sie sind hierbei vorzugsweise an einen Rechner (14) angeschlossen,
der mit einem Microprozessor ausgestattet ist und über einen Programmspeicher, einen
Datenspeicher für Vorgabewerte und einen Zwischenspeicher über die von den Meßwertaufnehmern
(16,17,18) gelieferten Daten verfügt. Die Dateneingangsleitungen sind vorzugsweise
parallel geschaltet, so daß die einlaufenden Meßdaten zeitgleich und parallel verarbeitet
werden können.
[0023] Das Meßwerterfassungssystem (10) besitzt einen Sender (11) für die drahtlose Datenfernübertragung,
der vorzugsweise als Funkgerät ausgebildet ist, aber auch ein Infrarotsender oder
ein sonstiges geeignetes Gerät sein kann. Zusätzlich kann das Meßwerterfassungssystem
(10) auch über einen Empfänger (12) verfügen.
[0024] Der Sender (11) und der Empfänger (12) sind mit dem Rechner (14) durch Datenleitungen
verbunden. In die Datenverbindung ist vorzugsweise ein Wandler (nicht dargestellt)
geschaltet, der die im Rechner parallel verarbeiteten Daten in serielle Daten umwandelt
und an den Sender (11) gibt bzw. vom Empfänger (12) erhält. Auf diese Weise kann die
Zahl der Sende- und Empfangskanäle kleiner als die Zahl der Meßdaten gehalten werden.
Der Wandler kann je nach Ausführungsform des Meßwerterfassungssystems (10) auch entfallen.
[0025] Das Meßwerterfassungssystem (10) hat eine eigene mitgeführte Stromversorgung (13),
aus der die Verbraucher gespeist werden. Vorzugsweise ist dies eine Batterie oder
ein Akku.
[0026] Die Meßwerterfassung über die Meßwertaufnehmer (16,17,18) kann kontinuierlich erfolgen.
Die Datenübermittlung durch den Sender (11) erfolgt hingegen intervallweise. Der Sender
(11) wird dazu nur kurzzeitig eingeschaltet. Die Intervalle können intern oder extern
bestimmt werden.
[0027] Vorzugsweise erfolgt die Erfassung, Verarbeitung und Übermittlung der Meßdaten vom
Meßwerterfassungssystem (10) an die externe Auswerte- und Steuervorrichtung (19) in
Echtzeit. Die Auswerte- und Steuervorrichtung (19) verfügt zumindest über einen mit
dem Sender (11) korrespondierenden Empfänger (20). Sie kann zusätzlich einen Sender
(21) aufweisen, der mit dem Empfänger (12) des Meßwerterfassungssystems (10) kommuniziert.
Auch in der Auswerte- und Steuervorrichtung (19) ist vorzugsweise ein Rechner (22)
mit Microprozessor, geeigneten Daten- und Programmspeichern, Anzeigeelementen etc.
vorgesehen.
[0028] In der Ausführungsform von Fig. 1 sind mehrere Meßwerterfassungssysteme (10) gleichzeitig
im Trockner (1) im Einsatz und kommunizieren mit einer gemeisamen externen Auswerte-
und Steuervorrichtung (19). Zur selektiven Ansprache der Meßwerterfassungssysteme
(10) sind diese und die gemeinsame Auswerte- und Steuervorrichtung (19) mit geeigneten
Codiereinrichtungen ausgerüstet. Beispielsweise wird eine Codierung über Funkschlüssel
mit Bitmuster vorgenommen. Über den Funkschlüssel können einerseits von der Auswerte-
und Steuervorrichtung (19) die einzelnen Meßwerterfassungssysteme (10) gezielt angesprochen
werden. Umgekehrt kann die Auswerte- und Steuervorrichtung (19) über die gleiche Codierung
die sendenden Meßwerterfassungssysteme (10) identifizieren und die empfangenen Daten
zuordnen.
[0029] Die Erfassung und intervallweise Übermittlung der Meßdaten kann auf unterschiedliche
Weise erfolgen.
In der einen Ausführungsform wird das Meßwerterfassungssystem (10) ferngesteuert von
außen durch die Auswerte- und Steuervorrichtung (19) eingeschaltet. Es nimmt die Daten
der Meßwertaufnehmer (16,17,18) auf und schickt sie über den Sender (11) zur Auswerte-
und Steuervorrichtung (19). Die Intervalle können von einem Bediener oder einem Programm
in der Auswerte- und Steuervorrichtung (19) vorgegeben sein. Die Sendeintervalle können
auch an bestimmte Betriebsereignisse im Trockner (1) gekoppelt sein. Beispielsweise
kann über die Signalgeber (6) der Eintritt bzw. die Position eines Trockengestells
(19) an die Auswerte- und Steuervorrichtung (19) gemeldet werden. Beispielsweise kann
ein solcher Signalgeber (6) als Lichtschranke an der Schleusenwand oder einem Zonenschott
ausgebildet sein. Durch dieses Signal können Zonenwechsel signalisiert und in Abhängigkeit
hiervon die Meßwerterfassung gestattet werden.
[0030] Alternativ können die Intervalle bzw. der Sendetakt auch vom Meßwerterfassungssystem
(10) vorgegeben werden. Dies ist einerseits durch ein integriertes Zeitglied möglich,
mit dem vorzugsweise feste Intervalle eingestellt werden.
[0031] Parall zu vorgegebenen Intervallen oder stattdessen gibt es auch noch eine andere
Bestimmungsmöglichkeit. Bei einer kontinuierlichen Meßwerterfassung werden laufend
Daten an das Meßwerterfassungssystem (10) geliefert, die vor der Sendung noch ausgewertet
und aufbereitet werden. Sie werden in dem Zwischenspeicher zumindest zeitweise abgespeichert
und miteinander verglichen. Der Vergleich kann beispielsweise über eine Differenzierung
erfolgen, um besondere, insbesondere sprunghafte Zustandsänderungen im Trockengut
(9) zu erfassen. Alternativ können die eingehenden Daten auch mit gespeicherten Vorgabewerten
oder Schwellwerten verglichen werden. Sobald ein besonderes Datenereignis eintritt,
beispielsweise die besagte sprunghafte Zustandsänderung oder eine signifikante Über-
bzw. Unterschreitung des Schwellwertes, gibt der Rechner (14) die Daten zur Übermittlung
an den Sender (11). Auf diese Weise kann auch zwischen den festgelegten Intervallen
eine Datenübertragung stattfinden, um besondere Ereignisse in Echtzeit bemerkbar zu
machen und gegebenenfalls einen Alarm auszulösen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0032]
- 1
- Trockner
- 2
- Zone
- 3
- Gebläse
- 4
- Heizung
- 5
- Schleuse
- 6
- Signalgeber, Lichtschranke
- 7
- Trockengestell, Trockenwagen
- 8
- Schiene
- 9
- Trockengut, keramische Formlinge
- 10
- Meßwerterfassungssystem
- 11
- Sender
- 12
- Empfänger
- 13
- Stromversorgung, Batterie
- 14
- Rechner
- 15
- Gehäuse
- 16
- Meßwertaufnehmer, Feuchtesonde
- 17
- Meßwertaufnehmer, Temperaturfühler
- 18
- Meßwertaufnehmer, DMS-Zelle
- 19
- Auswerte- und Steuervorrichtung
- 20
- Empfänger
- 21
- Sender
- 22
- Rechner
1. Verfahren zum Einrichten von Trocknern oder Öfen zur thermischen Behandlung von Trockengütern,
insbesondere keramischen Formlingen, wobei anhand des gezeigten Trockengutverhaltens
die Betriebsparameter des Trockners eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhalten des Trockengutes (9) während des Betriebs im Trockner (1) durch
ein mitgeführtes internes Meßwerterfassungssystem (10) erfaßt und mittels drahtloser
Datenfernübertragung an eine externe Auswerte- und Steuervorichtung (19) gemeldet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockengutverhalten in Echtzeit erfaßt und an die externe Auswerte- und
Steuervorichtung (19) gemeldet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwerte für das Trockengutverhalten kontinuierlich erfaßt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßwerte zwischengespeichert und mit Vorgabewerten verglichen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldungen des Meßwerterfassungssystems (10) in Abständen an die Auswerte-
und Steuervorrichtung (19) übermittelt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldungen des Meßwerterfassungssystems (10) mit einem vorgegebenen Takt
übermittelt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldungen des Meßwerterfassungssystems (10) ferngesteuert auf Abfrage seitens
der externen Auswerte- und Steuervorichtung (19) übermittelt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Meldungen des Meßwerterfassungssystems (10) in Abhängigkeit von Über- oder
Unterschreitung von Schwellwerten einzelner oder mehrerer Meßdaten übermittelt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Meßwerterfassungssysteme (10) zugleich im Einsatz sind und ihre Meldungen
mit einer Unterscheidungs-Codierung an eine gemeinsame Auswerte- und Steuervorichtung
(19) übermitteln.
10. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßdaten für das Trockengutverhalten vom Meßwerterfassungssystem (10) parallel
aufgenommen und für die Sendung in serielle Daten umgewandelt werden.
11. Vorrichtung zum Einrichten von Trocknern oder Öfen zur thermischen Behandlung von
in Trockengestellen gelagerten Trockengütern, insbesondere keramischen Formlingen,
dadurch gekennzeichnet, daß auf ein oder mehreren im Trockner (1) befindlichen Trockengestellen (7) ein
thermisch isoliertes Meßwerterfassungssystem (10) mit ein oder mehreren das Verhalten
des Trockengutes (9) erfassenden Meßwertaufnehmern (16,17,18) angeordnet ist, das
mit einer mitgeführten Stromversorgung (13) ausgerüstet ist und über eine drahtlose
Datenfernübertragung mit einer externen Auswerte- und Steuervorichtung (19) kommuniziert
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerterfassungssystem (10) einen Sender (11) aufweist, der in Intervallen
die Daten übermittelt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerterfassungssystem (10) und die Auswerte- und Steuervorichtung (19)
jeweils einen Sender (11,21) und einen Empfänger (12,20) aufweisen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Sender und Empfänger (11,12,20,21) als Funkgeräte ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Trockner (1) ein Signalgeber (6) zum Starten des Meßwerterfassungssystems
(10) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerterfassungssystem (10) einen Rechner (14) aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (14) einen Speicher zur Zwischenspeicherung der Meßdaten, einen
Programmspeicher und einen Datenspeicher für vorgegebene Soll-Werte aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Meßwerterfassungssysteme (10) zum gleichzeitigen Einsatz im Trockner
vorgesehen sind, wobei jedes Meßwerterfassungssystem (10) eine Codiereinheit zur selektiven
Ansprache bei der Datenübermittlung aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerterfassungssystem (10) einen Parallel-Seriell-Wandler zum Umformen
von parallelen Meß- und Steuerdaten und seriellen Sende- und Empfangsdaten aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerterfassungssystem (10) in einem thermisch isolierten Gehäuse (15)
angeordnet ist.