(19)
(11) EP 0 574 820 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.12.1993  Patentblatt  1993/51

(21) Anmeldenummer: 93109271.2

(22) Anmeldetag:  09.06.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F24H 1/10, F24H 9/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR LI

(30) Priorität: 16.06.1992 DE 4219643

(71) Anmelder: KKW Kulmbacher Klimageräte-Werk GmbH
D-95326 Kulmbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Shirkani, Ghunbar, Ing.
    D-95119 Naila (DE)
  • Rodecker, Artur
    D-95326 Kulmbach (DE)

(74) Vertreter: Zenz, Joachim Klaus, Dipl.-Ing. et al
Zenz, Helber, Hosbach & Partner, Patentanwälte, Huyssenallee 58-64
D-45128 Essen
D-45128 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Anordnung und Verfahren zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers


    (57) Der elektrische Durchlauferhitzer (1) hat ein kastenförmiges Gehäuse mit einem Kaltwasser-Einlauf (2), einer Steuereinrichtung (3), einer Heizstrecke (5) und einem Warmwasser-Auslauf (7). Kaltwasser-Einlauf (2) und Warmwasser-Auslauf (7) sind über flexible, vorzugsweise elektrisch isolierende Leitungen (4, 6) beweglich mit der Heizstrecke (5) verbunden. Bei lagefester Position der Heizstrecke können daher Einlauf und Auslauf lagemäßig einem vorgegebenen Wasseranschlußmuster angepaßt, ggf. sogar überkreuzt werden. Die Haube des Gehäuses kann daher in beliebiger Zuordnung zur Warmwasserzapfstelle angeordnet werden, um ästhetische und ergonomische Bedürfnisse zu befriedigen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung und ein Verfahren zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten Bedienknopf und eine mit einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene Heizstricke aufweist.

    [0002] Herkömmliche Durchlauferhitzer haben entweder auf der Unterseite oder auf der Rückseite lagefest installierte Ein- und Ausläufe. Das Installationsmuster am Durchlauferhitzer entspricht dem Wandanschlußmuster der Warm- und Kaltwasseranschlüsse. Konventionell liegt der Warmwasseranschluß rechts und der Kaltwasseranschluß in vorgegebenem Abstand vom Warmwasseranschluß links. Durchlauferhitzer werden üblicherweise möglichst nahe der zugehörigen Zapfstelle(n) an einer Wand montiert. Bei Obertischmontage muß der Bedienknopf für den Benutzer in erreichbarer Höhe liegen. Er ist daher regelmäßig nahe dem unteren Gehäuserand angeordnet, wo er selbst für kleinwüchsige Personen erreichbar ist. Aus optischen oder ästhetischen Gründen wird zunehmend die Untertischmontage elektrischer Durchlauferhitzer bevorzugt. Das Anschlußmuster herkömmlicher Durchlauferhitzer gestattet jedoch in der Regel nur eine "aufrechte" Positionierung des Durchlauferhitzers, wobei sich der Bedienknopf am unteren Geräterand befindet. Dies hat den Nachteil, daß sich der Benutzer bei Betätigung des Bedienknopfs entweder tief unter das Waschbecken bücken oder sogar knien muß, um den Bedienknopf zu erreichen. Auch Quermontagen sind mit herkömmlichen Geräten und Montageanordnungen allenfalls unter Zwischenschaltung von Adaptern möglich, die das Bauvolumen vergrößern.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Montagemöglichkeiten des Durchlauferhitzers zu erweitern, um gleichermaßen optische bzw. ästhetische wie auch ergonomische Bedürfnisse zu befriedigen.

    [0004] Bei der Anordnung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den Wasserweg zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf eine flexible Leitung eingebunden ist; und daß Kaltwasser-Einlauf und/oder Warmwasser-Auslauf lageveränderlich an ein außen vorgegebenes Wasseranschlußmuster anschließbar sind, wobei das Bewegungsspiel zwischen der lagefesten Heizstrecke und Einlauf und Auslauf bei deren Verbindung mit dem Wasseranschlußmuster durch die flexiblen Leitungen zur Verfügung gestellt wird.

    [0005] Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine flexible Leitung zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf in den Wasserweg eingebunden wird, daß das Gehäuse des Durchlauferhitzers sodann in eine geeignete Lage zum Wandanschlußmuster gebracht und Warmwasser-Auslauf und Kaltwasser-Einlauf mit den zugehörigen Warmwasser- und Kaltwasser-Anschlüssen des Wasseranschlußmusters verbunden, wenn nötig, gekreuzt werden, wobei das Bewegungsspiel der flexiblen Leitungen zum Ausgleich von Lagedifferenzen ausgenutzt wird.

    [0006] Bei der Erfindung werden aufgrund der Beweglichkeit von Kaltwasser-Einlauf und Warmwasser-Auslauf gegenüber der gerätefesten Heizstrecke besondere Montageplatten oder Adapter zum Kreuzen oder zur Lageänderung der Rohranschlüsse überflüssig. Die Lage des Durchlauferhitzergehäuses und damit des Bedienknopfs wird dadurch unabhängig von dem jeweils vorgegebenen Wandanschlußmuster. Der elektrische Durchlauferhitzer kann vom Installateur an derjenigen Stelle und in derjenigen Anschlußposition angebracht werden, die der Kunde aus optischen, ästhetischen und/oder ergonomischen Gründen wünscht.

    [0007] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung sieht die Erfindung vor, daß Kaltwasser-Einlauf und Warmwasser-Auslauf des elektrischen Durchlauferhitzers so gelegt und mit den Kaltwasser- und Warmwasser-Anschlüssen des wandseitigen Wasseranschlußmusters verbunden sind, daß der Bedienknopf auf einem der Warmwasserzapfstelle möglichst angepaßten Niveau liegt und daher ergonomisch betätigbar ist. Bei Obertischmontage wird der Bedienknopf daher möglichst nahe des unteren Randes (wie bei herkömmlichen Heizgeräten) und bei Untertischmontage nahe des oberen Randes (entgegen herkömmlicher Montage) angeordnet. Bei einem häufig vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist der Bedienknopf nahe einer Ecke einer viereckigen Frontplatte angeordnet. Diese Ecke wird dann wiederum aus ergonomischen Gründen der Warmwasserzapfstelle benachbart angeordnet.

    [0008] Alternativ oder zusätzlich zu der zuvor beschriebenen Aufgabenlösung sieht die Erfindung vor, daß das kastenförmige Gehäuse aus einem die Heizstrecke tragenden Unterteil und einer den Bedienknopf und die Frontplatte tragenden Haube besteht, die mit dem Unterteil über zwei örtlich getrennte Verbindungsvorrichtungen form- und/oder kraftschlüssig verbindbar ist; daß das Unterteil fest montiert ist; und daß die beiden Verbindungsvorrichtungen sowohl an der Haube, als auch am Unterteil achssymmetrisch derart angeordnet sind, daß die Haube in zwei um 180° um die Achse gedrehten Positionen am Unterteil montierbar ist. Mit dieser alternativen Möglichkeit zum Verschwenken der Haube bei ansonsten stets gleichbleibender Anordnung des Unterteils und der funktionswesentlichen Komponenten des elektrischen Durchlauferhitzers können die Vorteile der Erfindung ohne wesentliche Änderung des Aufbaus des Durchlauferhitzers genutzt werden. Es bedarf nur einer geeigneten Konfiguration und Anordnung der Verbindungselemente, welche die beiden getrennten Verbindungsvorrichtungen einerseits am Unterteil und andererseits an der Haube bilden. Diese müssen so ausgebildet sein, daß sie geeignet ineinander greifen und ihre Verbindungsfunktion unabhängig von der jeweiligen Position der Haube erfüllen.

    [0009] Unter Verwendung der Merkmale des Patentanspruchs 9 wird auch der Tropfwasserschutz gewährleistet, der bisher nur bei Durchlauferhitzern mit einer einzigen vorgegebenen Relativposition von Haube und Unterteil möglich war.

    [0010] Vorzugsweise ist ein federbelastetes Rückschlagventil auf der Kaltwasserseite der Heizstrecke derart angeordnet, daß es einen Rückstrom von Wasser in den Kaltwasseranschluß verhindert. Die Federbelastung macht die Funktion des Rückschlagventils unabhängig von der jeweiligen Montagelage des Geräts. Gewichtsbelastete Rückschlagventile, die bei herkömmlichen Elektroheizgeräten in der Regel verwendet werden, sind nur in einer "aufrechten" Position des Heizgeräts funktionsfähig.

    [0011] Die universelle Einbaumöglichkeit gestattet es, dem Elektroheizgerät eine Gehäuseform ähnlich üblichen Badezimmer-Möbelelementen zu geben und das Gerät als Modul in eine Systemwand zu integrieren. Beispielsweise kann das Heizgerät als Spiegelelement verwendet werden, wenn seine Frontplatte verspiegelt ist.

    [0012] Eine besonders günstige, weil flachbauende Ausführungsform ergibt sich, wenn der elektrische Durchlauferhitzer eine aus rohrförmigen Heizmodulen bestehende Heizstrecke hat. Diese Ausführung ist in der älteren Patentanmeldung P 42 08 675.2 vom 18. März 1992 beschrieben, deren Inhalt in die vorliegende Beschreibung einbezogen wird.

    [0013] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung der wesentlichen Funktionselemente eines Ausführungsbeispiels eines elektrischen Durchlauferhitzers, der mit beweglichen Ein- und Ausläufen als Voraussetzung für die variable Montage ausgestattet ist;
    Fig. 2
    eine Darstellung einer ergonomischen Untertischmontage des Durchlauferhitzers;
    Fig. 3
    einen Durchlauferhitzer in Unterputzausführung mit verspiegelter Frontfläche;
    Fig. 4
    eine Montageausführung mit einem als Element eines Badezimmer-Möbelsystems ausgebildeten Durchlauferhitzers in Obertischmontage; und
    Fig. 5A und B
    Vertikalschnitte durch das aus einem festen Unterteil und einer passenden Haube bestehende Gehäuse eines Durchlauferhitzers in geöffentem und geschlossenem Zustand.


    [0014] Der in Figur 1 darstellte Durchlauferhitzer 1 weist die folgenden wesentlichen Funktionselemente auf: Kaltwasser-Einlauf 2', eine erste flexible Leitung 4, einen Anschlußblock 2, eine Steuereinrichtung 3, die insbesondere zur Steuerung der Heizleistung dient, eine erste (flexible) Isolationsstrecke 4', eine dieser nachgeschaltete Heizstrecke 5 mit ersten, zweiten und dritten Heizmodulen 5a, 5b und 5c, die übereinstimmende Ausbildung haben, ferner eine der Heizstrecke nachgeschaltete zweite flexible Leitung (zweite Isolationsstrecke) 6 und einen Warmwasser-Auslauf 7.

    [0015] Der Anschlußblock 2' ist als Metallblock ausgebildet, in welchem ein handbetätigbares Absperrventil 11, ein Wasserfilter 12 und ein federbetätigtes Rückschlagventil 13 integriert sind. Stromab des Anschlußblocks 2' sind die Steuereinrichtung 3 und verschiedene, bei Durchlauferhitzern übliche Meß- und Steuerelemente angeordnet. In der Steuereinrichtung 3 sind TRIAC's 31 zur separaten Steuerung der Heizleistung der einzelnen Heizmodule 5a, 5b und 5c über deren Heizwendel 50a, 50b und 50 vorgesehen. Die Heizwendel 50a-c bestehen aus blanken Heizwiderstandsdrähten, die einen vorzüglichen Wärmeübergang zu dem zu beheizenden Fluid (Wasser) gewährleisten. Vorgeschrieben sind bestimmte Isolationswiderstände zwischen blanken Heizwendeln und der nächsten metallischen Anschlußstelle im Strömungsweg des Wassers. Dementsprechend lang müssen die Fluidleitungen zwischen den jeweiligen Heizmodulen 5a bzw. 5c und den Anschlüssen auf der Kalt- bzw. Warmwasserseite sein. Diese Fluidleitungswege werden bei dem dargestellten Durchlauferhitzer durch flexible Schläuche 4', 6 aus elektrisch isolierendem Material gebildet. Diese Schläuche lassen sich einerseits einfach mit entsprechenden Anschlußstutzen kuppeln und andererseits einfach und platzsparend verlegen. So können sie beispielsweise in Schleifen hinter der Heizstrecke 5 in einem Geräteunterteil untergebracht sein. Der Schleifendurchmesser wird genügend groß gewählt, damit die strömungswiderstände begrenzt und damit die Druckverluste in den die Isolationsstrecken bildenden Leitungen gering gehalten werden können.

    [0016] Die Erfindung nutzt die durch die flexiblen Leitungen 4, 4' und 6 gewonnene Beweglichkeit aber nicht nur zur platzsparenden Verlegung der Isolationsstrecken, sondern auch zur Variation und Anpassung der Anschlußpositionen der Ein- und Auslässe 2 und 7. Die Lage der Anschlußelemente muß in jedem Falle mit derjenigen des wandseitigen Wasseranschlußmusters übereinstimmen, und zwar so, daß der Kaltwasser-Einlauf 2 auch mit dem Kaltwasseranschluß und der Warmwasser-Auslauf auch mit dem Warmwasseranschluß verbunden wird. Die in Figur 1 dargestellte Relativlage muß also je nach Stellung des elektrischen Durchlauferhitzers verändert und ggf. sogar überkreuzt werden. Hierfür geben die als flexible Schläuche ausgebildeten Leitungen 4 und 6 den notwendigen Bewegungsspielraum. Es ist leicht einzusehen, daß es für die Zwecke der Erfindung, d.h. den Ausgleich und die Anpassung der Einlauf- und Auslauf-Anschlußmuster in vielen Fällen ausreicht, wenn nur eine der Leitungen 4 und 6 flexibel ausgebildet ist. Der andere Anschluß (2) kann sogar gerätefest oder nur geringfügig änderbar sein. Die doppelte Beweglichkeit durch flexible Ausführungen beider Leitungen 4 und 6 ist aber bevorzugt und erhöht die Variationsmöglichkeiten.

    [0017] Die Figuren 2 und 4 zeigen einige äußere Ausgestaltungen und Montagemöglichkeiten, wie sie durch die Erfindung geboten werden.

    [0018] Figur 2 zeigt ein Beispiel für eine Untertischmontage des Durchlauferhitzers 1. Letzterer ist so montiert, daß ein Bedienknopf 10 auf erreichbarem Niveau, d.h. nahe des oberen Randes des Geräts angeordnet ist. (Bei herkömmlicher Montage befände sich der Bedienknopf 10 am unteren Ende der Frontplatte 15.) Der Bedienknopf ist in der rechten oberen Ende der Frontplatte 15 angeordnet, so daß auch bei gedrängter Anordnung des Geräts und des Waschtischs 17 keine Griff- oder Sichtbehinderung zu befürchten ist.

    [0019] Bei dem schematischen Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 befindet sich der Durchlauferhitzer 1a in Obertischmontage und Queranordnung. Der Bedienknopf 10 ist nahe der unteren Längsseite und damit in ergonomischer Griffhöhe. Die Frontplatte 15a ist verspiegelt. Der in Figur 3 dargestellte Durchlauferhitzer ist in völlig neuartiger Weise in eine Wandvertiefung 28 eingebaut und über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Montageplatte befestigt. Dieser neuen Unterputzausführung des Durchlauferhitzers 1a kommt die Tatsache entgegen, daß der anhand von Figur 1 mit seinen Funktionselementen beschriebene Durchlauferhitzer durch die drei relativ dünnen, in einer Ebene angeordneten Heizmodule 5a-5c eine äußerst geringe Tiefe hat.

    [0020] Figur 4 zeigt eine andere Variante der Ausbildung und Montage eines Durchlauferhitzers 1b. Er ist in Obertischmontage in ein als Ganzes mit 8 bezeichnetes Badezimmermöbel-Modulsystem integriert. Mit diesem Möbelsystem ist das Waschbecken 17 mit der Warmwasserzapfstelle 18 umbaut. Der Bedienknopf 10 befindet sich bei dieser aufrechtstehenden Obertischmontage des Durchlauferhitzers 1b in der der Zapfstelle 18 zugewandten Ecke der Frontplatte 15b. Letztere hat eine dem Möbelsystem angepaßte Oberflächenstruktur.

    [0021] Fig. 5A und 5B zeigen Vertikalschnitte durch ein zweiteiliges Gehäuse 20, das zusätzliche Montagemöglichkeiten des sichtbaren Frontteils des Gehäuses eröffnen.

    [0022] Das Gehäuse 20 besteht aus einem vorzugsweise wandfesten Unterteil 21 und einer etwa kastenförmigen Haube 22. Der Unterteil hat einen falzartig gekröpften umlaufenden Rand 23, auf den der Haubenrand passend aufsteckbar ist. In der der Schnittebene gemäß den Fig. 5A und 5B entsprechenden Mittelebene der Haube 22 sind an diametral gegenüberliegenden Stellen Einschnitte 24 ausgebildet. Im zusammengesetzten Zustand von Unterteil 21 und Haube 22 sind die beiden axial Einschnitte 24 mit zueinander fluchtenden Bohrungen 25 im falzartigen Rand 23 ausgerichtet. In dem in Fig. 5B dargestellten zusammengebauten Zustand sind in die beiden ausgerichteten Öffnungen 24 und 25 (oben und unten) jeweils Schrauben 26 eingesteckt, die in ein mit Innengewinde versehenes Verbindungselement in Form einer Mutter oder eines Gewinderings 27 eingeschraubt sind. Das Verbindungselement 27 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem umlaufenden Rand 23 des Unterteils 21 fest, beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen verbunden.

    [0023] In der in Fig. 5A dargestellten Position ist der Bedienknopf 10 in der oberen Hälfte der an der Haube 22 ausgebildeten Frontplatte angeordnet. Durch Drehen der Haube 22 um eine zur Achse des Bedienknopfs 10 parallele und zur Achse 28 der beiden Verbindungsvorrichtungen 26, 27 rechtwinklige Geräteachse kann der Bedienknopf 10 in die strichpunktiert dargestellte untere Position verschwenkt werden. In der unteren Position des Bedienknopfs 10 ist das Gerät für die Übertischmontage besonders geeignet.

    [0024] Bei der anhand Fig. 5A und 5B beschriebenen Gehäuseausführung kann also die Haube 22 mit dem Bedienknopf 10 in die montagegerechte Position gebracht werden; die Verbindungsvorrichtungen 23 ... 27 an der Gehäuseunterseite und der Gehäuseoberseite haben paarweise übereinstimmende Ausbildung und symmetrische Anordnung. Ein Tropfwasserschutz für die im Inneren des Gehäuses 20 angeordneten elektrischen Komponenten läßt sich an den kritischen Verbindungsstellen beispielsweise dadurch erreichen, daß die Schraube 26 an der Gehäuseoberseite mit einer Kunststoff- oder Gummihaube abgedeckt wird.

    [0025] Anstelle der in Fig. 5A, B dargestellten Verbindungsvorrichtungen sind zahlreiche Alternativen möglich. So kann das Unterteil 21 mit einer kraftschlüssig wirkenden Spannvorrichtung ähnlich der Schrauben-Mutter-Kombination 26, 27 an der Unterseite versehen sein, während zwischen dem gekröpften Rand 23 und dem Rand der Haube 22 im Bereich der oberen Anschlußstelle eine Rastvorrichtung wirksam ist. Wesentlich ist nur, daß die Verbindungsvorrichtungen oben und unten wahlweise austauschbar sind, so daß die Haube 22 zur Herstellung der gewünschten Montagelage um 180° gedreht werden kann.
    Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Der Durchlauferhitzer kann hochkant, quer, seitenvertauscht und sogar schräg an der Montagewand befestigt werden. Abstände und Relativlagen zwischen den Ein- und Ausläufen 2 und 7 des in Figur 1 gezeigten Durchlauferhitzers 1 sind beliebig variabel, und zwar durch Nutzung des großen Bewegungsspiels der flexiblen Leitungen 4 und 6. Die Betätigungselemente können daher durch geeignete Lagekorrektur oder auch gezielte Anordnung auf der Frontplatte oder an einer anderen Geräteseite so vorgesehen werden, daß sie einerseits für den Benutzer bequem erreichbar und andererseits harmonisch in die gesamte Optik eingefügt sind. Es können auch mehrere Bedienelemente vorgesehen werden, um den Benutzerkomfort zu erhöhen. Wesentlich ist, daß prinzipiell gleiche Gehäuseformen für die verschiedenen Montageanordnungen und Oberflächengestaltungen vorgesehen sein können, um die bauliche Grundstruktur für alle Variationen beizubehalten und die Herstellungskosten zu minimieren.


    Ansprüche

    1. Anordnung zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten Bedienknopf und eine mit einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene Heizstrecke aufweist,
       dadurch gekennzeichnet,
       daß in den Wasserweg zwischen Kaltwasser-Einlauf (2) und Heizstrecke (5) und/oder zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf (7) eine flexible Leitung (4, 6) eingebunden ist; und
       daß Kaltwasser-Einlauf und/oder Warmwasser-Auslauf lageveränderlich an ein außen vorgegebenes Wasseranschlußmuster anschließbar sind, wobei das Bewegungsspiel zwischen der lagefesten Heizstrecke und Einlauf und Auslauf bei deren Verbindung mit dem Wasseranschlußmuster durch die flexiblen Leitungen (4, 6) zur Verfügung gestellt wird.
     
    2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kaltwasser-Einlauf (1) und Warmwasser-Auslauf (7) des elektrischen Durchlauferhitzers so gelegt und mit den Kaltwasser- und Warmwasser-Anschlüssen des Wasseranschlußmusters verbunden sind, daß der Bedienknopf (10) auf einem der Warmwasser-Zapfstelle (18) möglichst angepaßten Niveau liegt und daher ergonomisch betätigbar ist.
     
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Bedienknopf (18) nahe einer Ecke einer viereckigen Frontplatte angeordnet ist.
     
    4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein federbelastetes Rückschlagventil (13) auf der Kaltwasserseite der Heizstrecke (5) derart angeordnet ist, daß es einen Rückstrom von Wasser in den Kaltwasseranschluß verhindert.
     
    5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontplatte mit einem Spiegel versehen ist.
     
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das kastenförmiges Gehäuse einem oder mehreren Elementen eines Badezimmer-Möbelsystems nach Form und äußerer Aufmachung angepaßt und in das Möbelsystem nahe einer Warmwasser-Zapfstelle (18) integriert ist.
     
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Montageplatte auf der der Frontplatte abgewandten Seite des Durchlauferhitzers angeordnet ist und daß der Durchlauferhitzer in eine Wandvertiefung (28) als Unterputzgerät (1a) eingebaut und über die Montageplatte montiert und angeschlossen ist.
     
    8. Anordnung zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten Bedienknopf und eine mit einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene Heizstrecke aufweist, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
       dadurch gekennzeichnet,
       daß das kastenförmige Gehäuse (20) aus einem die Heizstrecke (5) tragenden Unterteil (21) und einer den Bedienknopf (10) und die Frontplatte tragenden Haube (22) besteht, die mit dem Unterteil (21) über zwei örtlich getrennte Verbindungsvorrichtungen (23 ... 27) form- und/oder kraftschlüssig verbindbar ist;
       daß das Unterteil () stationär montiert ist; und
       daß die beiden Verbindungsvorrichtungen (23 ... 27) sowohl an der Haube, als auch am Unterteil achssymmetrisch derart angeordnet sind, daß die Haube (22) in zwei um 180° um die Achse gedrehten Positionen am Unterteil (21) montierbar ist.
     
    9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verbindungsvorrichtungen (23 ... 27) sowohl haubenseitig als auch unterteilseitig an zwei diametral gegenüberliegenden Seiten angeordnet und so ausgebildet sind, daß in jeder der beiden um 180° gedrehten Anschlußpositionen der Haube (22) einen Tropfwasserschutz für die elektrischen Komponenten des Durchlauferhitzers (1) gebildet ist.
     
    10. Verfahren zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten Bedienknopf, eine Heizstrecke, einen Kaltwasser-Einlauf und einen Warmwasser-Auslauf aufweist, wobei Kaltwasser-Einlauf und Warmwasser-Auslauf mit einem wandfesten Wasseranschlußmuster verbunden werden,
       dadurch gekennzeichnet,
       daß eine flexible Leitung zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf in den Wasserweg eingebunden wird, daß das Gehäuse des Durchlauferhitzers sodann in eine geeignete Lage zum Wasseranschlußmuster gebracht und Warmwasser-Auslauf und Kaltwasser-Einlauf mit den zugehörigen Warmwasser-und Kaltwasser-Anschlüssen des Wasseranschlußmusters verbunden, wenn nötig, gekreuzt werden, wobei das Bewegungsspiel der flexiblen Leitungen zum Ausgleich von Lagedifferenzen ausgenutzt wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse bei Untertischmontage so an der zugehörigen Montagewand befestigt wird, daß ein dem Bedienknopf naher Gehäuserand eine obere Gehäusebegrenzung bildet.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Form eines Badezimmer-Möbelmodulsystems angepaßt, in andere Module dieses Systems integriert und an einer Montagewand befestigt wird.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht