[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung und ein Verfahren zur Montage eines
elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen kastenförmiges Gehäuse mit
wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten Bedienknopf und eine mit
einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene Heizstricke aufweist.
[0002] Herkömmliche Durchlauferhitzer haben entweder auf der Unterseite oder auf der Rückseite
lagefest installierte Ein- und Ausläufe. Das Installationsmuster am Durchlauferhitzer
entspricht dem Wandanschlußmuster der Warm- und Kaltwasseranschlüsse. Konventionell
liegt der Warmwasseranschluß rechts und der Kaltwasseranschluß in vorgegebenem Abstand
vom Warmwasseranschluß links. Durchlauferhitzer werden üblicherweise möglichst nahe
der zugehörigen Zapfstelle(n) an einer Wand montiert. Bei Obertischmontage muß der
Bedienknopf für den Benutzer in erreichbarer Höhe liegen. Er ist daher regelmäßig
nahe dem unteren Gehäuserand angeordnet, wo er selbst für kleinwüchsige Personen erreichbar
ist. Aus optischen oder ästhetischen Gründen wird zunehmend die Untertischmontage
elektrischer Durchlauferhitzer bevorzugt. Das Anschlußmuster herkömmlicher Durchlauferhitzer
gestattet jedoch in der Regel nur eine "aufrechte" Positionierung des Durchlauferhitzers,
wobei sich der Bedienknopf am unteren Geräterand befindet. Dies hat den Nachteil,
daß sich der Benutzer bei Betätigung des Bedienknopfs entweder tief unter das Waschbecken
bücken oder sogar knien muß, um den Bedienknopf zu erreichen. Auch Quermontagen sind
mit herkömmlichen Geräten und Montageanordnungen allenfalls unter Zwischenschaltung
von Adaptern möglich, die das Bauvolumen vergrößern.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Montagemöglichkeiten des Durchlauferhitzers
zu erweitern, um gleichermaßen optische bzw. ästhetische wie auch ergonomische Bedürfnisse
zu befriedigen.
[0004] Bei der Anordnung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß in den Wasserweg zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder
zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf eine flexible Leitung eingebunden ist;
und daß Kaltwasser-Einlauf und/oder Warmwasser-Auslauf lageveränderlich an ein außen
vorgegebenes Wasseranschlußmuster anschließbar sind, wobei das Bewegungsspiel zwischen
der lagefesten Heizstrecke und Einlauf und Auslauf bei deren Verbindung mit dem Wasseranschlußmuster
durch die flexiblen Leitungen zur Verfügung gestellt wird.
[0005] Verfahrensmäßig wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine flexible
Leitung zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder zwischen Heizstrecke
und Warmwasser-Auslauf in den Wasserweg eingebunden wird, daß das Gehäuse des Durchlauferhitzers
sodann in eine geeignete Lage zum Wandanschlußmuster gebracht und Warmwasser-Auslauf
und Kaltwasser-Einlauf mit den zugehörigen Warmwasser- und Kaltwasser-Anschlüssen
des Wasseranschlußmusters verbunden, wenn nötig, gekreuzt werden, wobei das Bewegungsspiel
der flexiblen Leitungen zum Ausgleich von Lagedifferenzen ausgenutzt wird.
[0006] Bei der Erfindung werden aufgrund der Beweglichkeit von Kaltwasser-Einlauf und Warmwasser-Auslauf
gegenüber der gerätefesten Heizstrecke besondere Montageplatten oder Adapter zum Kreuzen
oder zur Lageänderung der Rohranschlüsse überflüssig. Die Lage des Durchlauferhitzergehäuses
und damit des Bedienknopfs wird dadurch unabhängig von dem jeweils vorgegebenen Wandanschlußmuster.
Der elektrische Durchlauferhitzer kann vom Installateur an derjenigen Stelle und in
derjenigen Anschlußposition angebracht werden, die der Kunde aus optischen, ästhetischen
und/oder ergonomischen Gründen wünscht.
[0007] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung sieht die Erfindung vor, daß Kaltwasser-Einlauf
und Warmwasser-Auslauf des elektrischen Durchlauferhitzers so gelegt und mit den Kaltwasser-
und Warmwasser-Anschlüssen des wandseitigen Wasseranschlußmusters verbunden sind,
daß der Bedienknopf auf einem der Warmwasserzapfstelle möglichst angepaßten Niveau
liegt und daher ergonomisch betätigbar ist. Bei Obertischmontage wird der Bedienknopf
daher möglichst nahe des unteren Randes (wie bei herkömmlichen Heizgeräten) und bei
Untertischmontage nahe des oberen Randes (entgegen herkömmlicher Montage) angeordnet.
Bei einem häufig vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist der Bedienknopf nahe einer
Ecke einer viereckigen Frontplatte angeordnet. Diese Ecke wird dann wiederum aus ergonomischen
Gründen der Warmwasserzapfstelle benachbart angeordnet.
[0008] Alternativ oder zusätzlich zu der zuvor beschriebenen Aufgabenlösung sieht die Erfindung
vor, daß das kastenförmige Gehäuse aus einem die Heizstrecke tragenden Unterteil und
einer den Bedienknopf und die Frontplatte tragenden Haube besteht, die mit dem Unterteil
über zwei örtlich getrennte Verbindungsvorrichtungen form- und/oder kraftschlüssig
verbindbar ist; daß das Unterteil fest montiert ist; und daß die beiden Verbindungsvorrichtungen
sowohl an der Haube, als auch am Unterteil achssymmetrisch derart angeordnet sind,
daß die Haube in zwei um 180° um die Achse gedrehten Positionen am Unterteil montierbar
ist. Mit dieser alternativen Möglichkeit zum Verschwenken der Haube bei ansonsten
stets gleichbleibender Anordnung des Unterteils und der funktionswesentlichen Komponenten
des elektrischen Durchlauferhitzers können die Vorteile der Erfindung ohne wesentliche
Änderung des Aufbaus des Durchlauferhitzers genutzt werden. Es bedarf nur einer geeigneten
Konfiguration und Anordnung der Verbindungselemente, welche die beiden getrennten
Verbindungsvorrichtungen einerseits am Unterteil und andererseits an der Haube bilden.
Diese müssen so ausgebildet sein, daß sie geeignet ineinander greifen und ihre Verbindungsfunktion
unabhängig von der jeweiligen Position der Haube erfüllen.
[0009] Unter Verwendung der Merkmale des Patentanspruchs 9 wird auch der Tropfwasserschutz
gewährleistet, der bisher nur bei Durchlauferhitzern mit einer einzigen vorgegebenen
Relativposition von Haube und Unterteil möglich war.
[0010] Vorzugsweise ist ein federbelastetes Rückschlagventil auf der Kaltwasserseite der
Heizstrecke derart angeordnet, daß es einen Rückstrom von Wasser in den Kaltwasseranschluß
verhindert. Die Federbelastung macht die Funktion des Rückschlagventils unabhängig
von der jeweiligen Montagelage des Geräts. Gewichtsbelastete Rückschlagventile, die
bei herkömmlichen Elektroheizgeräten in der Regel verwendet werden, sind nur in einer
"aufrechten" Position des Heizgeräts funktionsfähig.
[0011] Die universelle Einbaumöglichkeit gestattet es, dem Elektroheizgerät eine Gehäuseform
ähnlich üblichen Badezimmer-Möbelelementen zu geben und das Gerät als Modul in eine
Systemwand zu integrieren. Beispielsweise kann das Heizgerät als Spiegelelement verwendet
werden, wenn seine Frontplatte verspiegelt ist.
[0012] Eine besonders günstige, weil flachbauende Ausführungsform ergibt sich, wenn der
elektrische Durchlauferhitzer eine aus rohrförmigen Heizmodulen bestehende Heizstrecke
hat. Diese Ausführung ist in der älteren Patentanmeldung P 42 08 675.2 vom 18. März
1992 beschrieben, deren Inhalt in die vorliegende Beschreibung einbezogen wird.
[0013] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der wesentlichen Funktionselemente eines Ausführungsbeispiels
eines elektrischen Durchlauferhitzers, der mit beweglichen Ein- und Ausläufen als
Voraussetzung für die variable Montage ausgestattet ist;
- Fig. 2
- eine Darstellung einer ergonomischen Untertischmontage des Durchlauferhitzers;
- Fig. 3
- einen Durchlauferhitzer in Unterputzausführung mit verspiegelter Frontfläche;
- Fig. 4
- eine Montageausführung mit einem als Element eines Badezimmer-Möbelsystems ausgebildeten
Durchlauferhitzers in Obertischmontage; und
- Fig. 5A und B
- Vertikalschnitte durch das aus einem festen Unterteil und einer passenden Haube bestehende
Gehäuse eines Durchlauferhitzers in geöffentem und geschlossenem Zustand.
[0014] Der in Figur 1 darstellte Durchlauferhitzer 1 weist die folgenden wesentlichen Funktionselemente
auf: Kaltwasser-Einlauf 2', eine erste flexible Leitung 4, einen Anschlußblock 2,
eine Steuereinrichtung 3, die insbesondere zur Steuerung der Heizleistung dient, eine
erste (flexible) Isolationsstrecke 4', eine dieser nachgeschaltete Heizstrecke 5 mit
ersten, zweiten und dritten Heizmodulen 5a, 5b und 5c, die übereinstimmende Ausbildung
haben, ferner eine der Heizstrecke nachgeschaltete zweite flexible Leitung (zweite
Isolationsstrecke) 6 und einen Warmwasser-Auslauf 7.
[0015] Der Anschlußblock 2' ist als Metallblock ausgebildet, in welchem ein handbetätigbares
Absperrventil 11, ein Wasserfilter 12 und ein federbetätigtes Rückschlagventil 13
integriert sind. Stromab des Anschlußblocks 2' sind die Steuereinrichtung 3 und verschiedene,
bei Durchlauferhitzern übliche Meß- und Steuerelemente angeordnet. In der Steuereinrichtung
3 sind TRIAC's 31 zur separaten Steuerung der Heizleistung der einzelnen Heizmodule
5a, 5b und 5c über deren Heizwendel 50a, 50b und 50 vorgesehen. Die Heizwendel 50a-c
bestehen aus blanken Heizwiderstandsdrähten, die einen vorzüglichen Wärmeübergang
zu dem zu beheizenden Fluid (Wasser) gewährleisten. Vorgeschrieben sind bestimmte
Isolationswiderstände zwischen blanken Heizwendeln und der nächsten metallischen Anschlußstelle
im Strömungsweg des Wassers. Dementsprechend lang müssen die Fluidleitungen zwischen
den jeweiligen Heizmodulen 5a bzw. 5c und den Anschlüssen auf der Kalt- bzw. Warmwasserseite
sein. Diese Fluidleitungswege werden bei dem dargestellten Durchlauferhitzer durch
flexible Schläuche 4', 6 aus elektrisch isolierendem Material gebildet. Diese Schläuche
lassen sich einerseits einfach mit entsprechenden Anschlußstutzen kuppeln und andererseits
einfach und platzsparend verlegen. So können sie beispielsweise in Schleifen hinter
der Heizstrecke 5 in einem Geräteunterteil untergebracht sein. Der Schleifendurchmesser
wird genügend groß gewählt, damit die strömungswiderstände begrenzt und damit die
Druckverluste in den die Isolationsstrecken bildenden Leitungen gering gehalten werden
können.
[0016] Die Erfindung nutzt die durch die flexiblen Leitungen 4, 4' und 6 gewonnene Beweglichkeit
aber nicht nur zur platzsparenden Verlegung der Isolationsstrecken, sondern auch zur
Variation und Anpassung der Anschlußpositionen der Ein- und Auslässe 2 und 7. Die
Lage der Anschlußelemente muß in jedem Falle mit derjenigen des wandseitigen Wasseranschlußmusters
übereinstimmen, und zwar so, daß der Kaltwasser-Einlauf 2 auch mit dem Kaltwasseranschluß
und der Warmwasser-Auslauf auch mit dem Warmwasseranschluß verbunden wird. Die in
Figur 1 dargestellte Relativlage muß also je nach Stellung des elektrischen Durchlauferhitzers
verändert und ggf. sogar überkreuzt werden. Hierfür geben die als flexible Schläuche
ausgebildeten Leitungen 4 und 6 den notwendigen Bewegungsspielraum. Es ist leicht
einzusehen, daß es für die Zwecke der Erfindung, d.h. den Ausgleich und die Anpassung
der Einlauf- und Auslauf-Anschlußmuster in vielen Fällen ausreicht, wenn nur eine
der Leitungen 4 und 6 flexibel ausgebildet ist. Der andere Anschluß (2) kann sogar
gerätefest oder nur geringfügig änderbar sein. Die doppelte Beweglichkeit durch flexible
Ausführungen beider Leitungen 4 und 6 ist aber bevorzugt und erhöht die Variationsmöglichkeiten.
[0017] Die Figuren 2 und 4 zeigen einige äußere Ausgestaltungen und Montagemöglichkeiten,
wie sie durch die Erfindung geboten werden.
[0018] Figur 2 zeigt ein Beispiel für eine Untertischmontage des Durchlauferhitzers 1. Letzterer
ist so montiert, daß ein Bedienknopf 10 auf erreichbarem Niveau, d.h. nahe des oberen
Randes des Geräts angeordnet ist. (Bei herkömmlicher Montage befände sich der Bedienknopf
10 am unteren Ende der Frontplatte 15.) Der Bedienknopf ist in der rechten oberen
Ende der Frontplatte 15 angeordnet, so daß auch bei gedrängter Anordnung des Geräts
und des Waschtischs 17 keine Griff- oder Sichtbehinderung zu befürchten ist.
[0019] Bei dem schematischen Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 befindet sich der Durchlauferhitzer
1a in Obertischmontage und Queranordnung. Der Bedienknopf 10 ist nahe der unteren
Längsseite und damit in ergonomischer Griffhöhe. Die Frontplatte 15a ist verspiegelt.
Der in Figur 3 dargestellte Durchlauferhitzer ist in völlig neuartiger Weise in eine
Wandvertiefung 28 eingebaut und über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Montageplatte
befestigt. Dieser neuen Unterputzausführung des Durchlauferhitzers 1a kommt die Tatsache
entgegen, daß der anhand von Figur 1 mit seinen Funktionselementen beschriebene Durchlauferhitzer
durch die drei relativ dünnen, in einer Ebene angeordneten Heizmodule 5a-5c eine äußerst
geringe Tiefe hat.
[0020] Figur 4 zeigt eine andere Variante der Ausbildung und Montage eines Durchlauferhitzers
1b. Er ist in Obertischmontage in ein als Ganzes mit 8 bezeichnetes Badezimmermöbel-Modulsystem
integriert. Mit diesem Möbelsystem ist das Waschbecken 17 mit der Warmwasserzapfstelle
18 umbaut. Der Bedienknopf 10 befindet sich bei dieser aufrechtstehenden Obertischmontage
des Durchlauferhitzers 1b in der der Zapfstelle 18 zugewandten Ecke der Frontplatte
15b. Letztere hat eine dem Möbelsystem angepaßte Oberflächenstruktur.
[0021] Fig. 5A und 5B zeigen Vertikalschnitte durch ein zweiteiliges Gehäuse 20, das zusätzliche
Montagemöglichkeiten des sichtbaren Frontteils des Gehäuses eröffnen.
[0022] Das Gehäuse 20 besteht aus einem vorzugsweise wandfesten Unterteil 21 und einer etwa
kastenförmigen Haube 22. Der Unterteil hat einen falzartig gekröpften umlaufenden
Rand 23, auf den der Haubenrand passend aufsteckbar ist. In der der Schnittebene gemäß
den Fig. 5A und 5B entsprechenden Mittelebene der Haube 22 sind an diametral gegenüberliegenden
Stellen Einschnitte 24 ausgebildet. Im zusammengesetzten Zustand von Unterteil 21
und Haube 22 sind die beiden axial Einschnitte 24 mit zueinander fluchtenden Bohrungen
25 im falzartigen Rand 23 ausgerichtet. In dem in Fig. 5B dargestellten zusammengebauten
Zustand sind in die beiden ausgerichteten Öffnungen 24 und 25 (oben und unten) jeweils
Schrauben 26 eingesteckt, die in ein mit Innengewinde versehenes Verbindungselement
in Form einer Mutter oder eines Gewinderings 27 eingeschraubt sind. Das Verbindungselement
27 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem umlaufenden Rand 23 des Unterteils
21 fest, beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen verbunden.
[0023] In der in Fig. 5A dargestellten Position ist der Bedienknopf 10 in der oberen Hälfte
der an der Haube 22 ausgebildeten Frontplatte angeordnet. Durch Drehen der Haube 22
um eine zur Achse des Bedienknopfs 10 parallele und zur Achse 28 der beiden Verbindungsvorrichtungen
26, 27 rechtwinklige Geräteachse kann der Bedienknopf 10 in die strichpunktiert dargestellte
untere Position verschwenkt werden. In der unteren Position des Bedienknopfs 10 ist
das Gerät für die Übertischmontage besonders geeignet.
[0024] Bei der anhand Fig. 5A und 5B beschriebenen Gehäuseausführung kann also die Haube
22 mit dem Bedienknopf 10 in die montagegerechte Position gebracht werden; die Verbindungsvorrichtungen
23 ... 27 an der Gehäuseunterseite und der Gehäuseoberseite haben paarweise übereinstimmende
Ausbildung und symmetrische Anordnung. Ein Tropfwasserschutz für die im Inneren des
Gehäuses 20 angeordneten elektrischen Komponenten läßt sich an den kritischen Verbindungsstellen
beispielsweise dadurch erreichen, daß die Schraube 26 an der Gehäuseoberseite mit
einer Kunststoff- oder Gummihaube abgedeckt wird.
[0025] Anstelle der in Fig. 5A, B dargestellten Verbindungsvorrichtungen sind zahlreiche
Alternativen möglich. So kann das Unterteil 21 mit einer kraftschlüssig wirkenden
Spannvorrichtung ähnlich der Schrauben-Mutter-Kombination 26, 27 an der Unterseite
versehen sein, während zwischen dem gekröpften Rand 23 und dem Rand der Haube 22 im
Bereich der oberen Anschlußstelle eine Rastvorrichtung wirksam ist. Wesentlich ist
nur, daß die Verbindungsvorrichtungen oben und unten wahlweise austauschbar sind,
so daß die Haube 22 zur Herstellung der gewünschten Montagelage um 180° gedreht werden
kann.
Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Der Durchlauferhitzer
kann hochkant, quer, seitenvertauscht und sogar schräg an der Montagewand befestigt
werden. Abstände und Relativlagen zwischen den Ein- und Ausläufen 2 und 7 des in Figur
1 gezeigten Durchlauferhitzers 1 sind beliebig variabel, und zwar durch Nutzung des
großen Bewegungsspiels der flexiblen Leitungen 4 und 6. Die Betätigungselemente können
daher durch geeignete Lagekorrektur oder auch gezielte Anordnung auf der Frontplatte
oder an einer anderen Geräteseite so vorgesehen werden, daß sie einerseits für den
Benutzer bequem erreichbar und andererseits harmonisch in die gesamte Optik eingefügt
sind. Es können auch mehrere Bedienelemente vorgesehen werden, um den Benutzerkomfort
zu erhöhen. Wesentlich ist, daß prinzipiell gleiche Gehäuseformen für die verschiedenen
Montageanordnungen und Oberflächengestaltungen vorgesehen sein können, um die bauliche
Grundstruktur für alle Variationen beizubehalten und die Herstellungskosten zu minimieren.
1. Anordnung zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen
kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten
Bedienknopf und eine mit einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene
Heizstrecke aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Wasserweg zwischen Kaltwasser-Einlauf (2) und Heizstrecke (5) und/oder
zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf (7) eine flexible Leitung (4, 6) eingebunden
ist; und
daß Kaltwasser-Einlauf und/oder Warmwasser-Auslauf lageveränderlich an ein außen
vorgegebenes Wasseranschlußmuster anschließbar sind, wobei das Bewegungsspiel zwischen
der lagefesten Heizstrecke und Einlauf und Auslauf bei deren Verbindung mit dem Wasseranschlußmuster
durch die flexiblen Leitungen (4, 6) zur Verfügung gestellt wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kaltwasser-Einlauf (1) und
Warmwasser-Auslauf (7) des elektrischen Durchlauferhitzers so gelegt und mit den Kaltwasser-
und Warmwasser-Anschlüssen des Wasseranschlußmusters verbunden sind, daß der Bedienknopf
(10) auf einem der Warmwasser-Zapfstelle (18) möglichst angepaßten Niveau liegt und
daher ergonomisch betätigbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine
Bedienknopf (18) nahe einer Ecke einer viereckigen Frontplatte angeordnet ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein federbelastetes
Rückschlagventil (13) auf der Kaltwasserseite der Heizstrecke (5) derart angeordnet
ist, daß es einen Rückstrom von Wasser in den Kaltwasseranschluß verhindert.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontplatte
mit einem Spiegel versehen ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das kastenförmiges
Gehäuse einem oder mehreren Elementen eines Badezimmer-Möbelsystems nach Form und
äußerer Aufmachung angepaßt und in das Möbelsystem nahe einer Warmwasser-Zapfstelle
(18) integriert ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Montageplatte
auf der der Frontplatte abgewandten Seite des Durchlauferhitzers angeordnet ist und
daß der Durchlauferhitzer in eine Wandvertiefung (28) als Unterputzgerät (1a) eingebaut
und über die Montageplatte montiert und angeschlossen ist.
8. Anordnung zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen
kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten
Bedienknopf und eine mit einem Kaltwasser-Einlauf und einem Warmwasser-Auslauf verbundene
Heizstrecke aufweist, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das kastenförmige Gehäuse (20) aus einem die Heizstrecke (5) tragenden Unterteil
(21) und einer den Bedienknopf (10) und die Frontplatte tragenden Haube (22) besteht,
die mit dem Unterteil (21) über zwei örtlich getrennte Verbindungsvorrichtungen (23
... 27) form- und/oder kraftschlüssig verbindbar ist;
daß das Unterteil () stationär montiert ist; und
daß die beiden Verbindungsvorrichtungen (23 ... 27) sowohl an der Haube, als auch
am Unterteil achssymmetrisch derart angeordnet sind, daß die Haube (22) in zwei um
180° um die Achse gedrehten Positionen am Unterteil (21) montierbar ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verbindungsvorrichtungen
(23 ... 27) sowohl haubenseitig als auch unterteilseitig an zwei diametral gegenüberliegenden
Seiten angeordnet und so ausgebildet sind, daß in jeder der beiden um 180° gedrehten
Anschlußpositionen der Haube (22) einen Tropfwasserschutz für die elektrischen Komponenten
des Durchlauferhitzers (1) gebildet ist.
10. Verfahren zur Montage eines elektrischen Durchlauferhitzers, der ein im wesentlichen
kastenförmiges Gehäuse mit wenigstens einem randnah an einer Frontplatte angebrachten
Bedienknopf, eine Heizstrecke, einen Kaltwasser-Einlauf und einen Warmwasser-Auslauf
aufweist, wobei Kaltwasser-Einlauf und Warmwasser-Auslauf mit einem wandfesten Wasseranschlußmuster
verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine flexible Leitung zwischen Kaltwasser-Einlauf und Heizstrecke und/oder
zwischen Heizstrecke und Warmwasser-Auslauf in den Wasserweg eingebunden wird, daß
das Gehäuse des Durchlauferhitzers sodann in eine geeignete Lage zum Wasseranschlußmuster
gebracht und Warmwasser-Auslauf und Kaltwasser-Einlauf mit den zugehörigen Warmwasser-und
Kaltwasser-Anschlüssen des Wasseranschlußmusters verbunden, wenn nötig, gekreuzt werden,
wobei das Bewegungsspiel der flexiblen Leitungen zum Ausgleich von Lagedifferenzen
ausgenutzt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse bei Untertischmontage
so an der zugehörigen Montagewand befestigt wird, daß ein dem Bedienknopf naher Gehäuserand
eine obere Gehäusebegrenzung bildet.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Form
eines Badezimmer-Möbelmodulsystems angepaßt, in andere Module dieses Systems integriert
und an einer Montagewand befestigt wird.