(19)
(11) EP 0 575 307 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.12.1993  Patentblatt  1993/51

(21) Anmeldenummer: 93890117.0

(22) Anmeldetag:  11.06.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47F 3/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE GB IT

(30) Priorität: 16.06.1992 AT 1224/92

(71) Anmelder: AUSTRIA HAUSTECHNIK GESELLSCHAFT M.B.H.
A-8786 Rottenmann (AT)

(72) Erfinder:
  • Plank, Karl
    A-8786 Rottenmann (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Heiner, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher, Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Heiner Hübscher Spittelwiese 7
A-4020 Linz
A-4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Untersatz und Verkleidungsteile für eine Kühltruhe od.dgl.


    (57) Um auf rationelle Weise eine übliche Truhe mit schräggestelltem Deckel ausstatten zu können, sind ein Untersatz und Verkleidungsteile vorgesehen, wobei der Untersatz 4 eine gegenüber der bodenseitigen Aufstellebene vorwärts geneigte Abstützfläche 8 für die Truhe 1 bildet und die an der Vorder- und Rückwand 9, 10 der Truhe 1 ansetzbaren Verkleidungsteile 5, 6 sich in Ergänzung des Untersatzes 4 im wesentlichen in einer an die Neigung der Truhenabstützung angepaßten Keilform über die Truhenhöhe erstrecken.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Untersatz und Verkleidungsteile für eine Kühltruhe od.dgl..

    [0002] Übliche Verkaufstruhen werden mit oberen waagrecht angeordneten und verschiebbar geführten Glasdeckeln ausgestattet, um bei einem einfach handhabbaren Verschluß den Truheninhalt sichtbar zu machen. Zur Verbesserung des Einblicks in die Truhe wurde nun vorgeschlagen, den Deckel in einer vorwärts geneigten Schrägstellung anzuordnen, was aber einen beträchtlich erhöhten Herstellungsaufwand bedeutet.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und einen Untersatz und Verkleidungsteile zu schaffen, die auf rationelle Weise die Einblickverhältnisse bei Verkaufstruhen zu verbessern erlauben und sich auch bei verschiedensten Truhen jederzeit, auch nachträglich einsetzen lassen.

    [0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß der Untersatz eine gegenüber der bodenseitigen Aufstellebene vorwärts geneigte Abstützfläche für die Truhe bildet und an der Vorder- und Rückwand der Truhe Verkleidungsteile ansetzbar sind, die sich in Ergänzung des Untersatzes im wesentlichen in einer an die Neigung der Truhenabstützung angepaßten Keilform über die Truhenhöhe erstrecken. Durch diese einfache Vorrichtung kann jede übliche Truhe schräggestellt werden, so daß nun auch der sonst waagrechte Deckel vorgeneigt ist und den gewünschten Einblick in die Truhe gewährt, wobei wegen der Truhenschräglage die Sichtbarkeit des Truheninhaltes außerdem verbessert ist. Um den optischen Eindruck einer schräggestellten Truhe zu vermeiden, werden an der Vorder- und Rückwand der Truhe Verkleidungsteile angesetzt, die den Schrägverlauf der Truhenwandungen ausgleichen und die Truhe in optischer Hinsicht wieder geraderichten. Untersatz und Verkleidungsteile lassen sich ohne großen Aufwand aus verschiedensten Materialien, vorzugsweise Blech oder Kunststoff, herstellen und mit wenigen Handgriffen montieren, wobei diese Montage sowohl im Herstellerwerk bei neugebauten Truhen als auch bei ausgelieferten, alten Truhen möglich ist.

    [0005] Sind für die Truhenvorderwand steherartige, in den Seitenkantenbereichen verlaufende Verkleidungsteile und für die Truhenrückwand randleistenartige, den Seiten- und Oberkanten entlang verlaufende Verkleidungsteile vorgesehen, wird eine vollständige Verkleidung der Truhenvorder- und Rückseite vermieden und es kommt zu einer besonders zweckmäßigen Truhenform, da an der Vorderwand zwischen den steherartigen Verkleidungsteilen die eigentliche schrägverlaufende Truhenwand erhalten bleibt und hier an der Vorderseite durch die größere Fußfreiheit auch eine bessere Zuganglichkeit zur Truhe gegeben ist. Die Verkleidungsteile an der Rückwand bilden einfach einen den Schrägspalt abdeckenden Rahmen, so daß die Truhe passend an einer Wand oder Rücken an Rücken mit einer anderen Truhe aufgestellt werden kann.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Untersatz und die Verkleidungsteile zu einem vorgefertigten Nachrüst-Bausatz zusammengefaßt sind, da mit einem solchen Bausatz jedermann seine bereits vorhandene Truhe schnell und problemlos umbauen kann.

    [0007] Weist der Nachrüst-Bausatz verlängerte Befestigungsschrauben od.dgl. für eine Lagekorrektur von Truheneinbauten auf, können auch Truhen mit lageempfindlichen Einbauten schräggestellt werden, da mittels der Befestigungsschrauben od.dgl. diese Einbauten, beispielsweise Kompressoren, an der Vorderseite höher aufgebockt und geradegerichtet werden können, wobei lediglich statt der ursprünglichen Befestigungsschrauben die längeren Befestigungsschrauben und geeignete Unterlagen oder an den Befestigungsschrauben bereits vorgesehene Stützmuttern od.dgl. verwendet werden müssen.

    [0008] Um die sigenartige, charakteristische Gestalt der schräggestellten Truhe auch für sich noch zu nützen, können die Verkleidungsteile Beleutungseinrichtungen aufnehmen und/ oder als Werbemittelträger vorgesehen sein, was die Attraktivität der schräggestellten Truhe weiter erhöht.

    [0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch anhand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1, 2 und 3 eine Kühltruhe mit Untersatz und Verkleidungsteilen in Seitenansicht, Vorderansicht und Rückansicht.

    [0010] Um auf rationelle Weise eine Kühltruhe 1 oder eine andere Verkaufstruhe, die eine im wesentlichen quaderförmige Gestalt und einen bodenparallelen Deckel 2 besitzt, mit einem nach vorne schräggestellten Deckel 2 ausstatten zu können, gibt es einen sockelartigen Untersatz 4 und Verkleidungsteile 5, 6 für die Truhenvorder- und -rückwand. Der Untersatz 4 bildet dabei eine gegenüber der durch Rollfüße 7 od.dgl. bestimmten Aufstellebene vorwärts geneigte Abstützfläche 8 für die Truhe, so daß die Truhe 1 durch diesen Untersatz 4 in einer vorwärts geneigten Schräglage abgestützt wird. Die Verkleidungsteile 5,6 weisen eine an die Neigung der Abstützfläche 8 angepaßte Keilform auf und werden der Keilform entsprechend der Höhe nach an der Vorderwand 9 bzw. der Rückwand 10 an der Truhe 1 angesetzt, wodurch sich im Erscheinungsbild eine Korrektur der Truhenschräglage ergibt.

    [0011] Der Untersatz 4 könnte als Rahmen ausgebildet sein, er besteht aber zwechmäßigerweise aus zwei keilförmigen Fußteilen 4a, die statt der vorhandenen Sockelteile oder Rollfüße der Truhe 1 am Truhenboden befestigt werden. Die Verkleidungsteile für die Truhenvorderwand 9 sind steherartige Hohlkastenprofile 5a, die entlang der Truhenseitenkanten 9a an der Truhenvorderwand 9 angeschraubt werden. An der Truhenhinterwand 10 werden hingegegen lediglich randleistenartige Verkleidungsteile 6 mit keilförmigen Seitenwänden 6a und einem oberen Deckelement 6b festgeschraubt, um für einen lotrechten hinteren Abschluß zu sorgen. Es entsteht ein neues, ansprechendes Truhenbild, wobei die Truhe einen nach vorne geneigten oberen Deckel 2 bietet und den Inhalt optimal präsentieren kann. Die Verkleidungsteile sind zusätzliche Werbemittelträger oder Schmuckteile und durch die steherartige Ausbildung der vorderen Verkleidungsteile wird außerdem die Zugänglichkeit zur Truhe erleichtert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 3 erlaubt es, übliche Truhen 1 rationell zu Truhen mit schräggestelltem Deckel umzubauen, wobei sich darüber hinaus noch eine ganz spezielle optische Umgestaltung der Truhe ergibt. Die Vorrichtung 3 ermöglicht zu jeder Zeit eine Truhenumrüstung, wozu vorteilhafterweise die Einzelteile der Vorrichtung 3 zu einem Nachrüst-Bausatz zusammengefaßt sind.


    Ansprüche

    1. Untersatz (4) und Verkleidungsteile (5, 6) für eine Kühltruhe (1) od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Untersatz (4) eine gegenüber der bodenseitigen Aufstellebene vorwärts geneigte Abstützfläche (8) für die Truhe (1) bildet und an der Vorder- und Rückwand (9,10) der Truhe (1) Verkleidungsteile (5, 6) ansetzbar sind, die sich in Ergänzung des Untersatzes (4) im wesentlichen in einer an die Neigung der Truhenabstützung angepaßten Keilform über die Truhenhöhe erstrecken.
     
    2. Untersatz und Verkleidungsteile nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Truhenvorderwand (9) steherartige, in den Seitenkantenbereichen verlaufende Verkleidungsteile (5a) und für die Truhenrückwand (10) randleistenartige, den Seiten- und Oberkanten entlang verlaufende Verkleidungsteile (6a, b) vorgesehen sind.
     
    3. Untersatz und Verkleidungsteile nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Untersatz (4) und die Verkleidungsteile (5, 6) zu einem vorgefertigten Nachrüst-Bausatz zusammengefaßt sind.
     
    4. Untersatz und Verkleidungsteile nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichet, daß der Nachrüst-Bausatz verlängerte Befestigungsschrauben od.dgl. für eine Lagekorrektur von Truheneinbauten aufweist.
     
    5. Untersatz und Verkleidungsteile nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungsteile (5, 6) Beleuchtungseinrichtungen aufnehmen und/oder als Werbemittelträger vorgesehen sind.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht