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EP 0 575 633 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.03.1994 Patentblatt 1994/09 |
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Anmeldetag: 20.05.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05F 11/50 |
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Verstellantrieb mit einem Getriebemotor mit durch formschlüssige Selbsthemmung fixierbarer
Stellposition
Actuating mechanism with a geared motor with positive and automatic interlocking of
position
Dispositif d'actionnement avec moteur-réducteur avec blocage positif et automatique
de la position
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.12.1993 Patentblatt 1993/52 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Michel, Peter, Dipl,-Ing. (FH)
W-8702 Kleinrinderfeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 478 931
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DE-A- 2 911 024
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verstellantrieb mit einem Getriebemotor mit durch formschlüssige Selbsthemmung fixierbarer
Stellposition.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verstellantrieb mit einem Getriebemotor mit
durch formschlüssige Selbsthemmung fixierbarer Stellposition gemäß Anspruch 1; ein
Verstellantrieb mit den Merkmalen a) bis c) des Anspruchs 1 ist durch die DE-A1-29
11 024 bekannt.
[0003] Bei der durch die DE-A1-29 11 024 bekannten Antriebsvorrichtung zum Verstellen von
Fensterscheiben, Schiebedächern und dgl.von Kraftfahrzeugen ist in dem Mitnehmer eine
Sperrklinke derart unter Federdruck schwenkbar gelagert, daß sie einerseits sowohl
bei motorischem antriebsseitigen als auch bei abtriebsseitigen Antrieb in den Zahnkranz
einrastet, wobei beim motorischen Betrieb in der einen Drehrichtung (Heben) die Sperrklinke
in Form einer Ratsche ohne Hemmung über die Zähne des Zahnkranzes gleitet und in der
anderen Drehrichtung (Senken) durch einen Anschlag-Nocken entgegen dem Federdruck
freigeklinkt bzw. bei einem abtriebsseitigen Antrieb in dieser Drehrichtung (Senken)
durch den Federdruck im Sinne einer formschlüssigen Selbsthemmung in den Zahnkranz
gedrückt wird. Ein Tangentialspiel zwischen dem Mitnehmer einerseits und dem Schneckenrad
andererseits ist nur im Rahmen der elastischen Nachgiebigkeit des in der Mitnahme
zwischen dem Schneckenrad und dem Mitnehmer zwischengeschalteten Dämpferelement möglich.
[0004] Eine demgegenüber gleich kompakte, jedoch auch in sämtlichen motorischen Betriebsarten
vollständig freigeklinkte und somit nicht geräuschbehaftete Antriebsverbindung zwischen
dem Schneckenrad einerseits und über den Mitnehmer der Abtriebswelle andererseits
ist erfindungsgemäß durch den Verstellantrieb gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1
möglich; vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Erfindung sind jeweils Gegenstand der
Unteransprüche.
[0005] Durch die EP-A1-0 478 931 ist ein Verstellantrieb mit durch Selbsthemmung fixierbaren
Verstellpositionen, insbesondere ein motorischer Kraftfahrzeug-Fensterheberantrieb,
bekannt, dessen Abtrieb in einem Getriebegehäuse mit einem von einer Schneckenwelle
angetriebenen Schneckenrad über einen dazu koaxial gelagerten Mitnehmer in Antriebsverbindung
steht, wobei je Drehrichtung zumindest ein, mit seinem einen Ende in dem zum Schneckenrad
koaxial gelagerten Mitnehmer derart schwenkbar gehaltener Schleifbremshebel vorgesehen
ist, daß er mit seinem anderen freien Ende bei schneckenwellenseitigem Antrieb über
eine zu dem Mitnehmer koaxiale getriebegehäusesseitige Bremsfläche jeweils von dem
Mitnehmer schleifend mitnehmbar und bei entgegengesetzten abtriebsseitigen Antrieb
gegen die Bremsfläche selbstverstärkend selbsthemmend anlegbar ist; eine derartige
Selbsthemmung arbeitet nur kraftschlüssig und kann u.U. in extremen Belastungsfällen
nicht eine hinreichende Blockierung des Antriebs gewährleisten.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verstellantrieb ist gewährleistet, daß die im Fall einer
gewünschten Selbsthemmung in dem Zahnkranz formschlüssig aufgrund ihrer Kniehebel-Wirkung
fixierten Sperrklinken durch den Schleifring in einer Ruhestellung vollständig freigeklinkt
und somit berührungslos zum Zahnkranz zurückgezogen und im Fall eine gewünschten Selbsthemmung
durch die Relativbewegung zwischen dem Mitnehmer und dem Schleifring in ihre selbsthemmende
Einklink-Arbeitsposition unter Verzicht auf alternde Federelemente gebracht werden
können.
[0007] Der Schleifwiderstand zwischen dem Schleifring und dem Getriebegehäuse ist in vorteilhafter
Weise derart gewählt, daß einerseits bei motorischem Antrieb seine Mitnahme in der
einen oder anderen Richtung möglichst widerstandslos gegeben, jedoch bei abtriebsseitigem
Antrieb in der anderen Drehrichtung ein hinreichender Anschlagwiderstand zur Verschwenkung
der Sperrklinke aus ihrer zum Zahnkranz berührungslosen Ruhestellung in ihre formschlüssig
selbsthemmende Verrastung zum Zahnkranz gewährleistet ist; in besonders einfacher
Weise wird eine derartige Vorspannung für den Schleifring dadurch erreicht, daß er
aus einem unter Material- und/oder Formeigenspannung gegen das Getriebegehäuse anliegenden
Kunststoffring gebildet ist, wobei vorzugsweise an den Kunststoffring die ersten Freilink-Nocken
bzw. zweiten Sperrklink-Nocken einstückig angespritzt sind.
[0008] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß Merkmalen
der Unteransprüche werden im folgenden anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
in der Zeichnung näher erläutert; darin zeigen
- FIG 1
- in einem axial Längsschnitt gemäß Schnittverlauf I-I in FIG 3 den Getriebeteil mit
integrierter Selbsthemmung für einen Kraftfahrzeug-Fensterheberantrieb
- FIG 2
- die axiale abtriebsseitige Draufsicht auf den Getriebeteil gemäß FIG 1 mit teilweise
aufgeschnittenem Schneckenrad bzw. Mitnehmer mit in Freiklink- bzw. Ruhestellung befindlichen
Sperrklinken
- FIG 3
- die Anordnung gemäß FIG 2 jedoch mit in Einklink- bzw. Selbsthemmungsstellung formschlüssig
fixierten Sperrklinken.
[0009] In einem topfförmigen Getriebegehäuse 1 eines Kraftfahrzeug-Fensterhebers ist ein
Schneckenrad 2 um eine Getriebeachse 1.2 drehbar gelagert, dessen Außenzahnung 2.3
mit einer Schneckenwelle 7 kämmt, die Teil einer in das Getriebegehäuse 1 verlängerten
Rotorwelle eines hier nicht dargestellten, an das Getriebe gehäuse 1 angeflanschten
Kommutatormotors ausgebildet ist. Das Getriebegehäuse 1 wird an seiner offenen Seite
durch einen Getriebegehäusedeckel 1.1 abgeschlossen.
[0010] Das Schneckenrad 2 steht unter Zwischenschaltung eines Dämpfungsgliedes 5 in tangential
elastischer Drehmitnahmeverbindung mit einem ebenfalls auf der Getriebeachse 1.2 drehbar
gelagerten Mitnehmer 3 mit einem Antriebswellen-Innenritzel 3.3, das durch das außen
tangential beweglich aufliegende Schneckenrad und durch eine Bohrung des Getriebedeckels
1.1 abtriebsseitig herausgeführt ist. Der Getriebegehäusedeckel 1.1 ist unter Zwischenlage
von Dichtringen 1.11 bzw. 1.12 sowohl gegenüber dem Topfrand des Getriebegehäuses
1 als auch gegenüber dem Außenumfang des Abtriebswellen-Innenritzels 3.3 abgedichtet.
[0011] Zur tangential elastisch nachgiebigen und somit anschlagdämpfenden Drehmitnahme zwischen
dem Schneckenrad 2 einerseits und dem Mitnehmer 3 andererseits greift das vorzugsweise
aus Kunststoff gespritzte Schneckenrad 2 mit über seinen Umfang verteilt einstückig
angegossenen radialen Mitnahme-Stegen 2.1 in korrespondierende radiale Nuten eines
Dämpfungsgliedes 5 formschlüssig ein. Zur Drehmitnahme zwischen dem Dämpfungsglied
5 und dem ebenfalls vorzugsweise aus Kunststoff gespritzten Mitnehmer 3 greift dieser
mit über seinen Umfang einstückig angeformten radialen Mitnehmer-Nocken 3.1 in tangentiale
Mitnehmer-Langlöcher 5.1 derart ein, daß durch die tangentiale Länge der Langlöcher
5.1 ein Tangentialspiel in der Drehmitnahme zwischen dem Schneckenrad 2 einerseits
und dem Mitnehmer andererseits über das Tangentialspiel der elastischen Nachgiebigkeit
des Dämpfungsglieds 5 hinaus möglich ist.
[0012] Konzentrisch zur Getriebeachse 1.2 sind am Innenumfang der Topfwand des Getriebegehäsues
1 Ausnehmungen in Form eines Zahnkranzes 1.3 mit Sägezahnprofilierung vorgesehen.
Axial unterhalb des Zahnkranzes 1.3 ist ein Kunststoff-Schleifring 4 derart im Sinne
eines Mindestschleifandruckes gelagert, daß er mit Anlageschultern 4.3 an der Schleiffläche
des Getriebegehäuses 1 anliegt und durch Vorspannung von die Anlageschultern 4.3 verbindenden
Federstegen 4.4 bei der Eindrück-Montage des Schleifrings 4 in das Getriebegehäuse
1 radial an die Schleiffläche im Getriebegehäuse 1 angedrückt wird.
[0013] Über den Umfang des Mitnehmers 3 verteilt sind Sperrklinken 6 mit Lagerzapfen 6.1
in Sperrklinken-Lageraufnahmen 3.2 des Mitnehmers 3 derart schwenkbar gelagert, daß
kniehebelartig die Verbindungslinie zwischen dem radialen Endpunkt des freien Endes
der Sperrklinke 6 und deren Lagerpunkt im Mitnehmer 3 einerseits und zwischen dem
Lagerpunkt und der Getriebeachse 1.2 andererseits in einem stumpfen Winkel zur direkten
Verbindunglinie zwischen dem freien Ende der Sperrklinke 6 und der Getriebeachse 1.2
verlaufen.
[0014] Der Schleifring 4 weist jeweils einen ersten Freiklink-Nocken 4.1 - in Drehrichtung
n₁ gesehen - vor der Sperrklinke 6 und in Nähe seiner Anlageschulter 4.3 sowie einen
zweiten Sperrklink-Nocken 4.2 hinter der Sperrklinke 6 auf. In Drehrichtung n₁ gesehen
ragt weiterhin ein axialer Anschlag-Nocken 2.2 des Schneckenrades 2 bis in den axialen
Bereich des ersten Freiklink-Nockens 4.1.
[0015] Bei motorischem Betrieb zum Heben der Fensterscheibe wird das Schneckenrad 2 über
die Schneckenwelle 7 in der einen Drehrichtung n₁ angetrieben. Das Schneckenrad 2
steht über seine formschlüssig in korrespondierenden Nuten des Dämpfungsgliedes 5
eingreifenden Mitnahme-Stege 2.1 in Drehmitnahme zunächst mit dem Dämpfungsglied 5
und nach tangentialem Anschlag der Mitnahmenocken 3.1 des Mitnehmers 3 an die eine
oder andere Stirnseite der Langlöcher 5.1 auch in elastisch gedämpfter Drehmitnahme
mit dem Mitnehmer 3. Beim anschließenden Drehen des Mitnehmers 3 in der einen Drehrichtung
n₁ kommt die Sperrklinke 6 derart zur Anlage an den ersten Freiklink-Nocken 4.1, daß
bei vollständiger Ausklinkung aus dem Zahnkranz 1.3 der Schleifring 4 über den ersten
Freiklink-Nocken 4.1 mitbewegt wird. Dies bedeutet, daß bei motorischem Antrieb in
der einen Drehrichtung n₁ eine Momentenübertragung von der Schneckenwelle 7 auf das
Abtriebswellen-Innenritzel bei vollständiger Freiklinkung der Sperrklinke 6 aus dem
Zahnkranz 1.3 und somit geräuschlos gewährleistet ist.
[0016] Bei motorischem Antrieb in der anderen Drehrichtung n₂ wird wiederum zunächst das
Dämpfungsglied 5 über die Mitnahmestege 2.1 von dem Schneckenrad 2 tangential mitgenommen.
Bevor jedoch die Mitnahme-Nocken 3.1 des Mitnehmers 3 an die Stirnseite der Langlöcher
5.1 anschlagen und damit den Mitnehmer 3 anschlaggedämpft in Bewegung setzen, gelangen
die an das Schneckenrad 2 axial angeformten Anschlag-Nocken 2.2 derart zur Anlage
an die ersten Freiklink-Nocken 4.1 des Schleifringes 4, daß dieser um einen geringen
tangentialen Winkel in der anderen Drehrichtung n₂ zunächst bewegt wird und dabei
eine Freiklinkung der Sperrklinke 6 gewährleistet. Erst nach dieser Freiklinkung wird
durch Anlage der Mitnahme-Nocken 3.1 an die zugehörigen Stirnseiten der Langlöcher
5.1 des Dämpfungsglied 5 auch der Mitnehmer 3 mit Anschlagdämpfung mitgenommen und
damit der Abtriebswellen-Innenritzel 3.3 in Richtung n₂ (Senken) bewegt.
[0017] Bei einem abtriebsseitigen Antrieb der Mitnehmerscheibe 3, z.B. durch Erschütterungen
oder durch ungewolltes händisches Aufdrücken der Fensterscheibe, führt der Mitnehmer
3 eine Relativbewegung zum Schneckenrad 2 derart aus, daß vor einer tangentialen Mitnahme
des Schneckenrades 2 das zuvor freigeschwenkte freie Ende der Sperrklinke 6 gegen
den zweiten Sperrklink-Nocken 4.2 des Schleifringes 4 zur Anlage kommt. Aufgrund des
Schleifwiderstandes zwischen dem Schleifring 4 und dem diesen unter leichtem radialen
Druck aufnehmenden Getriebegehäuse 1 wird bei der Bewegung des Mitnehmers 3 in der
anderen Drehrichtung n₂ die Sperrklinke 6 zum Eingriff in den Zahnkranz 1.3 gebracht.
Sobald das freie Ende der Sperrklinke 6 zur Anlage an den Zahnkranz 1.3 gekommen ist,
wird die Sperrklinke 6 bei noch weiterer tangentialer Bewegung des Mitnehmers 3 in
der anderen Drehrichtung n₂ aufgrund ihrer Kniehebelwirkung selbsthemmend in ihrer
Eingriffslage zum Zahnkranz 1.3 fixiert und somit der Sperrklink-Nocken 4.2 entlastet.
[0018] Der Schleifwiderstand zwischen dem Schleifring 4 und dem Getriebegehäuse 1 ist derart
gewählt, daß einerseits beim motorischen Antrieb seiner Mitnahme in der einen oder
anderen Drehrichtung n₁ bzw. n₂ möglichst widerstandslos gegeben, jedoch bei abtriebsseitigem
Antrieb in der anderen Drehrichtung n₂ ein hinreichender Anschlagwiderstand zur Verschwenkung
der Sperrklinke 6 in ihre formschlüssig selbsthemmende Verrastung im Zahnkranz 1.3
gewährleistet ist.
[0019] Wie insbesondere aus FIG 2 und FIG 3 ersichtlich, sind das Schneckenrad bzw. der
Mitnehmer bzw. die Sperrklinken einschließlich ihrer Lagerungen, ihrer Mitnahmen oder
ihrer Verrastungen im Sinne einer axialen Steckmontagetechnik ausgebildet.
1. Verstellantrieb mit einem Getriebemotor mit durch formschlüssige Selbsthemmung fixierbarer
Stellposition, insbesondere Kraftfahrzeug-Fensterheberantrieb, mit den Merkmalen:
a) Ein erstes betriebsmäßig antriebsseitiges Getriebeelement, insbesondere ein Schneckenrad
(2), steht mit Tangentialspiel in Mitnahmeverbindung mit einem achskonzentrischen
Mitnehmer (3);
b) mit dem Mitnehmer (3) ist eine Abtriebswelle kuppelbar (Abtriebswellen-Innenritzel
3.3);
c) mit einem die Getriebeelemente aufnehmenden Getriebegehäuse (1) sind achskonzentrisch
zu dem Mitnehmer (3) Ausnehmungen (Zahnkranz 1.3) verbunden;
d) in dem Mitnehmer (3) ist zumindest eine mit den Ausnehmungen (Zahnkranz 1.3) in
einer Selbsthemmungs-Schwenklage formschlüssig verrastbare Sperrklinke (6) kniehebelartig
relativ zu ihrer Abstützung an dem Zahnkranz (1.3) bzw. der Getriebeachse (1.2) schwenkbar
gelagert;
e) in dem Getriebegehäuse (1) ist achskonzentrisch zu dem Mitnehmer (3) ein Schleifring
(4) mit je einem ersten Freiklink-Nocken (4.1) vor und einem zweiten Sperrklink-Nocken
(4.2) hinter der Sperrklinke (6) derart schleifend drehbar gelagert, daß der Schleifring
(4) bei motorischem Antrieb (Heben) in der einen Drehrichtung (n₁) über die gegen
den ersten Freiklink-Nocken (4.1) anliegende und dabei aus dem Zahnkranz (1.3) freigeschwenkte
Sperrklinke (6) von dem Mitnehmer (3) bzw. bei motorischem Antrieb (Senken) in der
anderen Drehrichtung (n₂) über den ersten Sperrklink-Nocken (4.1) direkt von dem antriebsseitigen
Getriebeelement (Schneckenrad 2) mitbewegt wird und bei abtriebsseitigem Antrieb (Senken)
des Mitnehmers (3) in der anderen Drehrichtung (n₂) die Sperrklinke (6) durch Anschlagen
an den zweiten Sperrklink-Nocken (4.2) in den Zahnkranz (1.3) formschlüssig selbsthemmend
verrastbar ist.
2. Verstellantrieb nach Anspruch 1 mit dem Merkmal:
f) Der Schleifwiderstand zwischen dem Schleifring (4) und dem Getriebegehäuse (1)
ist derart, daß einerseits bei motorischem Antrieb seine Mitnahme in der einen oder
anderen Drehrichtung (n₁ bzw. n₂) möglichst widerstandslos gegeben, jedoch bei abtriebsseitigem
Antrieb in der anderen Drehrichtung (n₂) ein hinreichender Anschlagwiderstand des
zweiten Sperrklink-Nockens (4.2) zur Verschwenkung der Sperrklinke (6) in ihre formschlüssig
selbsthemmende Verrastung im Zahnkranz (1.3) gewährleistet ist.
3. Verstellantrieb nach Anspruch 2 mit dem Merkmal:
g) Der Schleifring (4) besteht aus einem unter Material- und/oder Formeigenspannung
gegen das Getriebegehäuse (1) anliegenden Kunststoffring, mit axial, vorzugsweise
einstückig, angeformten ersten Freiklink-Nocken (4.1) bzw. zweiten Sperrklink-Nocken
(4.2).
4. Verstellantrieb nach einem der Ansprüche 1-3 mit dem Merkmal:
h) Das erste betriebsmäßige antriebsseitige Getriebeelement (Schneckenrad 2) ist zur
Freiklinkung der Sperrklinke (6) bei motorischem Antrieb in der anderen Drehrichtung
(n₂) über axial, im Umfangskreis des ersten Freiklink-Nockens (4.1) angeordnete Anschlag-Nocken
(2.2) in Mitnahme-Anschlagverbindung mit dem ersten Freiklink-Nocken (4.1) des Schleifrings
(4) bringbar.
5. Verstellantrieb nach einem der Ansprüche 1-4 mit dem Merkmal:
i) Das erste betriebsmäßige antriebsseitige Getriebeelement (Schneckenrad 2) steht
über ein zumindest tangential elastisches Dämpfungsglied (5) in Mitnahmeverbindung
mit dem Mitnehmer (3).
6. Verstellantrieb Anspruch 4 bzw. 5 mit dem Merkmal:
j) Das elastische Dämpfungsglied (5) ist derart ausgebildet (Langlöcher 5.1), daß
bei motorischem Antrieb in der anderen Drehrichtung (n₂) eine Mitnahme des Mitnehmers
(3) durch das Schneckenrad (2) über das elastische Dämpfungselement (5) erst nach
Freiklinken der Sperrklinke (6) über den Anschlag-Nocken (2.2) des Schneckenrades
(2) gegeben ist.
7. Verstellantrieb nach einem der Ansprüche 1-5 mit dem Merkmal:
k) Mehrere, insbesondere drei, Sperrklinken (6), erste Freiklink-Nocken (4.1) und
zweite Sperrklink-Nocken (4.2) sowie Anschlag-Nocken (2.2) sind über den Umfang des
Getriebegehäuses (1) verteilt angeorndet.
8. Verstellantrieb nach einem der Ansprüche 1-6 mit dem Merkmal:
l) Das Schneckenrad (2) bzw. der Mitnehmer (3) bzw. die Sperrklinken (6) sind einschließlich
ihrer Lagerungen, Mitnahmen oder Verrastungen im Sinne einer axialen Steckmontagetechnik
ausgebildet.
1. Adjustment drive with a geared motor having setting position which can be fixed by
positive self-locking, in particular a motor-vehicle window-lifter drive, having the
features:
a) a first gear element on the drive side in terms of operation, in particular a screw
gear (2), is in entrained connection with an axially concentric entraining element
(3) with tangential clearance;
b) an output shaft can be coupled to the entraining element (3) (output-shaft inner
pinion 3.3);
c) recesses (ring gear 1.3) are connected to a gearing housing (1), incorporating
the gear elements, axially concentrically to the entraining element (3);
d) in the entraining element (3) at least one retaining pawl (6) which can be latched
positively with the recesses (ring gear 1.3) in an automatic-locking pivot position
is rotatably mounted in a toggle-like arrangement relative to its support on the ring
gear (1.3) or the gearing axis (1.2);
e) in the gearing housing (1), axially concentrically to the entraining element (3)
there is rotatably mounted in a frictional manner a slip ring (4) with in each case
a first disengagement-pawl cam (4.1) in front of and a second retaining-pawl cam (4.2)
behind the retaining pawl (6) in such a way that the slip ring (4) with motor drive
(lifting) is moved by the entraining element (3) in the one direction of rotation
(n₁) by means of the retaining pawl (6) abutting the first disengagement-pawl cam
(4.1) and thus rotated free from the ring gear (1.3) and with motor drive (lowering)
is moved directly by the drive-side gear element (screw gear 2) in the other direction
of rotation (n₂) by way of the first retaining-pawl cam (4.1) and with output-side
drive (lowering) of the entraining element (3) in the other direction of rotation
(n₂) the retaining pawl (6) can be engaged positively into the ring gear (1.3) in
a self-locking manner through striking against the second retaining-pawl cam (4.2).
2. Adjustment drive according to claim 1 having the feature:
f) the slip resistance between the slip ring (4) and the gearing housing (1) is such
that, on the one hand, with motor drive its entraining in the one or other direction
of rotation (n₁ or n₂) is provided with as little resistance as possible, but with
output-side drive in the other direction of rotation (n₂) an adequate stop resistance
of the second retaining-pawl cam (4.2) is guaranteed for the pivoting of the retaining
pawl (6) into its positively self-locking engagement in the ring gear (1.3).
3. Adjustment drive according to claim 2 having the feature:
g) the slip ring (4) consists of a plastic ring abutting the gearing housing (1) with
internal material and/or form stress, with first disengagement-pawl cam (4.1) or second
retaining-pawl cam (4.2) moulded on axially, preferably in one piece.
4. Adjustment drive according to one of claims 1-3 having the feature:
h) the first operational drive-side gear element (screw gear 2) can be brought for
disengagement-pawling of the retaining pawl (6) with motor drive in the other direction
of rotation (n₂) by way of lug cam (2.2) arranged axially in the circumferential circle
of the first disengagement-pawl cam (4.1) into synchronization stop connection with
the first disengagement-pawl cam (4.1) of the slip ring (4).
5. Adjustment drive according to one of claims 1-4 having the feature:
i) the first operational drive-side gear element (screw gear 2) is in entrained connection
with the entraining element (3) by way of an at least tangentially elastic damping
element (5).
6. Adjustment drive according to claim 4 or 5 having the feature:
j) the elastic damping element (5) is constructed in such a way (slotted holes 5.1)
that with motor drive in the other direction of rotation (n₂) there is entraining
of the entraining element (3) through the screw gear (2) by way of the elastic damping
element (5) only after disengagement-pawling of the retaining pawl (6) by way of the
lug cam (2.2) of the screw gear (2).
7. Adjustment drive according to one of claims 1-5 having the feature:
k) several, in particular three, retaining pawls (6), first disengagement-pawl cams
(4.1) and second retaining-pawl cams (4.2) and lug cams (2.2) are arranged distributed
over the circumference of the gearing housing (1).
8. Adjustment drive according to one of claims 1-6 having the feature:
l) the screw gear (2) and the entraining element (3) or the retaining pawls (6) including
their bearings, entrainments or latchings are constructed in the sense of an axial
plug assembly technique.
1. Dispositif d'entraînement réglable, comportant un motoréducteur possédant une position
de réglage pouvant être fixée par autoblocage selon une liaison par formes complémentaires,
notamment un dispositif d'entraînement de lève-glace pour un véhicule automobile,
comportant les caractéristiques suivantes :
a) un premier élément de transmission, situé sur le côté d'entraînement en fonctionnement,
notamment une roue à vis sans fin (2), est raccordé selon une liaison motrice, avec
un jeu tangentiel, à un organe d'entraînement (3) concentrique à l'axe;
b) un arbre mené (pignon intérieur 3.3 de l'arbre mené), peut être accouplé à l'organe
d'entraînement (3);
c) des évidements (couronne dentée 1.3) sont reliés, d'une manière concentrique par
rapport à l'organe d'entraînement (3), à un boîtier de transmission (1) qui loge les
éléments de transmission;
d) au moins un cliquet de blocage (6), pouvant être encliqueté selon une liaison par
formes complémentaires dans des évidements (couronne dentée 1.3) dans une position
pivotée d'autoblocage, est monté dans l'organe d'entraînement (3) de manière à pouvoir
pivoter, à la manière d'un levier à genouillère, par rapport à son support sur la
couronne dentée (1.3) ou sur l'axe (1.2) de la transmission;
e) dans le carter (1) de la transmission, une bague coulissante (4) comportant respectivement
un premier appendice saillant de désencliquetage (4.1) en avant du cliquet de blocage
(6) et un second appendice saillant d'encliquetage (4.2) en arrière du cliquet de
blocage (6) est monté de manière à pouvoir tourner en glissant concentriquement à
l'axe de l'organe d'entraînement (3), de telle sorte que, dans le cas de l'entraînement
du moteur (levage) dans un sens de rotation (n₁), la bague coulissante (4) est entraînée
conjointement par l'intermédiaire du cliquet de blocage (6), qui est appliqué contre
le premier appendice saillant de désencliquetage (4.1) et libérée par pivotement à
partir de la couronne dentée (1.3), par l'organe d'entraînement (3) ou, dans le cas
de l'entraînement réalisé par le moteur (abaissement), dans l'autre sens de rotation
(n₂), par l'intermédiaire du premier appendice saillant d'encliquetage (4.1), directement
par l'élément de transmission (roue à vis sans fin 2) situé sur le côté d'entraînement,
et, dans le cas d'un entraînement situé du côté mené (abaissement de l'organe d'entraînement
3) dans l'autre sens de rotation (n₂), le cliquet de blocage (6) peut être encliqueté
d'une manière autobloquante selon une liaison par formes complémentaires dans la couronne
dentée (1.3), parvenue en butée contre le second appendice saillant d'encliquetage
(4.2).
2. Dispositif d'entraînement réglable suivant la revendication 1, présentant les caractéristiques
suivantes :
f) la résistance de glissement entre la bague coulissante (4) et le carter (1) de
la transmission est telle que, d'une part, dans le cas de l'entraînement par le moteur,
son entraînement est établi autant que possible sans résistance dans l'un ou l'autre
des sens de rotation (n₁ ou n₂), mais, dans le cas de l'entraînement sur le côté mené,
dans l'autre sens de rotation (n₂), une résistance suffisante de butée du second appendice
saillant d'encliquetage (4.2) est assurée pour faire basculer le cliquet de blocage
(6) dans sa position d'encliquetage autobloquante selon une liaison par formes complémentaires,
dans la couronne dentée (1.3).
3. Dispositif d'entraînement réglable suivant la revendication 2 présentant les caractéristiques
suivantes :
g) la bague coulissante (4) est constituée par une bague en matière plastique, qui
s'applique contre le carter (1) de la transmission sous l'effet d'une contrainte du
matériau/d'une contrainte propre de forme, et comporte un premier appendice saillant
de désencliquetage (4.1) ou un second appendice saillant de blocage par encliquetage
(4.2) formé axialement et de préférence d'un seul tenant.
4. Dispositif d'entraînement réglable suivant la revendication 1 présentant les caractéristiques
suivantes :
h) l'élément de transmission (roue à vis sans fin 2) situé sur le côté d'entraînement
en fonctionnement peut être relié, selon une liaison d'entraînement en butée, avec
le premier appendice saillant de désencliquetage (4.1) de la bague coulissante (4),
pour le désencliquetage du cliquet de blocage (6) dans le cas d'un entraînement par
un moteur dans l'autre sens de rotation (n₂), par l'intermédiaire d'appendices saillants
axiaux de butée (2.2) disposés sur le cercle périphérique du premier appendice saillant
de désencliquetage (4.1).
5. Dispositif d'entraînement réglable suivant l'une des revendications 1-4 présentant
la caractéristique suivante :
i) le premier élément de transmission (roue à vis sans fin 2) situé sur le côté entraînement
en fonctionnement est relié selon une liaison d'entraînement à l'organe d'entraînement
(3) par l'intermédiaire d'un élément amortisseur (5) qui présente une élasticité au
moins tangentielle.
6. Dispositif d'entraînement réglable suivant la revendication 4 ou 5, présentant les
caractéristiques suivantes :
j) l'élément amortisseur élastique (5) est agencé (trous allongés 5.1) de telle sorte
que, dans le cas de l'entraînement par un moteur dans l'autre sens de rotation (n₂),
un entraînement de l'organe d'entraînement (3) est réalisé au moyen de la roue à vis
sans fin (2) par l'intermédiaire de l'élément amortisseur élastique (5), uniquement
après désencliquetage du cliquet de blocage (6) par l'intermédiaire de l'appendice
saillant de butée (2.2) de la roue à vis sans fin (2).
7. Dispositif d'entraînement réglable suivant l'une des revendications 1-5 présentant
la caractéristique suivante :
k) plusieurs et notamment trois cliquets de blocage (6), des premiers appendices saillants
de désencliquetage (4.1) et des seconds appendices saillants de blocage par encliquetage
(4.2) ainsi que des appendices saillants de butée (2.2) sont disposés en étant répartis
sur la périphérie du carter (1) de la transmission.
8. Dispositif d'entraînement réglable suivant l'une des revendications 1-6 présentant
la caractéristique suivante :
l) la roue à vis sans fin (2) ou l'organe d'entraînement (2) et les cliquets de blocage
(6) sont agencés, ainsi que leurs supports, leurs systèmés d'entraînement ou leurs
systèmes de verrouillage, conformément à une technique de montage par enfichage axial.