[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Thermodrucker mit
a) einem Thermodruckkopf mit einer Reihe elektrisch ansteuerbarer Heizelemente, die
auf einer Gegendruckrolle in Anlage gehalten sind, wobei zu bedruckende Etiketten
zwischen den Heizelementen und der Gegendruckrolle hindurchführbar sind,
b) je einer Vorrichtung zur Halterung einer Vorratsrolle und einer Aufwickelrolle
für Thermotransfertintenband, das über Umlenkrollen zwischen den Heizelementen und
den Etiketten hindurchführbar ist,
c) einer mit dem Thermodruckkopf verbundenen Steuerschaltung zur Steuerung des Thermodruckers,
d) einem mit der Steuerschaltung verbundenen Prozessor,
e) einen mit dem Prozessor verbundenen Schreib-Lese-Speicher zur Speicherung von auf
die Etiketten zu druckende Informationen und
f) einer mit dem Schreib-Lese-Speicher und dem Prozessor verbundenen Dateneingabevorrichtung.
[0002] Thermodrucker gemäß dem Oberbegriff sind aus den Stand der Technik allgemein bekannt.
Die in den Thermodruckern verwendeten Thermodruckköpfe sind meist derart ausgebildet,
daß sie sowohl aus temperaturempfindlichem Papier bestehende Etiketten direkt bedrucken
können, als auch aus herkömmlichem Papier bestehende Etiketten unter Verwendung eines
mit temperaturempfindlicher Tinte beschichteten Thermotransfertintenbandes beschreiben
können. Da beim direkten Bedrucken temperaturempfindlichen Papieres mehr Wärmeenergie
zur Ansteuerung des Thermodruckkopfes erforderlich ist, als beim Drucken mit Thermotransfertintenband,
muß beim Wechsel des Etikettenmateriales und damit der Druckmethode auch die Steuerschaltung
des Thermodruckkopfes den veränderten Druckbedingungen angepaßt werden. Zudem gibt
es eine große Anzahl verschiedener Thermoetikettensorten, die durch eine papierspezifische
Temperaturempfindlichkeit gekennzeichnet sind und nur dann fehlerfrei bedruckt werden
können, wenn der Thermodruckkopf eine vorgegebene Temperatur erreicht. Wird er hierbei
mit zu wenig Wärmeenergie angesteuert, wird das temperaturempfindliche Etikettenpapier
nicht genügend eingeschwärzt, und das Druckbild erscheint auf dem Etikett in einem
mehr oder weniger dunklen Grauton. Ist demgegenüber die beim Drucken verwendete Wärmeenergie
zu groß, kann der Thermodruckkopf nicht schnell genug auf diejenige Temperatur abkühlen,
bei der sich das Thermopapier nicht mehr verfärbt, so daß es auch auf dafür nicht
vorgesehenen Stellen, die mit dem Thermodruckkopf in Berührung kommen, eingeschwärzt
wird und sich hierdurch ein "Verschmieren" des Schriftbildes ergibt. Die Anpassung
der Thermodruckkopfsteuerung an die verwendete Papiersorte erfolgt hierbei per Hand
und muß bei jedem Papierwechsel erneut vorgenommen werden. Zudem erfordert jede Einstellung
der Druckkopfsteuerung meist mehrere zeitaufwendige Versuche und Einstellungen, bis
das vom Thermodrucker auf den Etiketten erzeugte Druckbild eine vorgegebenen Anforderungen
entprechende Druckqualität aufweist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, einen Thermodrucker zu schaffen,
dessen Steuerung sich automatisch der Sorte des in den Drucker eingelegten Etikettenpapieres
anpaßt.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Etiketten oder ein
die Etiketten halterndes Trägerband mit mindestens einer Markierung versehen sind,
die auf den zum Bedrucken vorgesehenen Seiten der in den Drucker eingelegten Etiketten
für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, und daß der Thermodrucker einen mit
dem Prozessor verbundenen Scanner zum Abtasten der Markierungen aufweist.
[0005] Anhand der Markierungen erkennt der Prozessor über den Scanner, ob in den Thermodrucker
normale Papieretiketten eingelegt sind, so daß er während des Druckvorganges den Transport
des Thermotransfertintenbandes auslösen muß, oder ob Etiketten aus temperaturempfindlichem
Papier in den Drucker eingelegt sind, so daß sich die Verwendung von Thermotransfertintenband
erübrigt. Zudem ist ein Thermodruckkopf im Thermotransferdruckbetrieb mit weniger
Energie anzusteuern als im Thermodirektdruckbetrieb. Anhand entsprechender Markierungen
kann der Prozessor die Art des eingelegten Etikettenpapieres erkennen und die Steuerschaltung
veranlassen, den Thermodruckkopf mit mehr oder weniger Enerige anzusteuern. Außerdem
wird der auf die Etiketten aufgedruckte Text nicht durch Markierungen gestört, wenn
diese auf den Etiketten für das menschliche Auge nicht erkennbar sind. Schließlich
kann mit entsprechenden Markierungen verhindert werden, daß in den Thermodrucker Etiketten
eingelegt werden, die hierfür nicht vorgesehen, bzw. hierfür völlig ungeeignet sind.
[0006] Markierungen in beliebiger Größe, die das auf den Etiketten befindliche Schriftbild
dennoch nicht stören, können auf der mit sichtbarem Text zu bedruckenden Seite der
Etiketten aufgebracht werden, wenn der Scanner als ein für Infrarotlichtsignale oder
für UV-Lichtsignale empfindlicher Sensor ausgebildet ist und die Markierungen auf
den Etiketten mit ausschließlich Infrarotlicht oder UV-Licht reflektierender Tinte
aufgebracht sind.
[0007] Eine größere Menge von Informationen läßt sich für die verschiedensten Zwecke auf
den Etiketten speichern, wenn auf den Etiketten oder auf dem Etikettenträgerband mindestens
je ein Magnetstreifen mit magnetisch gespeicherten Markierungen angeordnet ist und
wenn der Scanner als Magnetstreifenlesekopf ausgebildet ist.
[0008] Einfache Möglichkeiten, Markierungen zur Steuerung des Thermodruckers derart anzubringen,
daß das Schriftbild auf den Etiketten nicht gestört wird, ergeben sich, wenn die Markierungen
auf der für den Scanner zugänglichen Rückseite des Etikettenträgerbandes, bzw. auf
den nicht zum Bedrucken vorgesehenen Seiten von aus Karton bestehenden Etiketten aufgebracht
sind.
[0009] Wenn die Markierungen als jeweils zwischen zwei Papierschichten angeordnete elektrische
Schwingkreise ausgebildet sind, die mit vorgegebenen Frequenzen schwingen, wenn sie
von einem frequenzvariablen elektro-magnetischen Feld angestrahlt werden, und die
hierbei Felder mit den vorgegebenen Frequenzen abstrahlen, die von einem als Magnetfeldempfänger
ausgebildeten Scanner erfaßbar sind, wobei die Frequenzhöhen die Träger der Informationsgehalte
der Markierungen sind, ergeben sich Etiketten, die auch zur Sicherung von in Lebensmittelgeschäften
zum Verkauf angebotenen Waren gegen Diebstahl verwendet werden können.
[0010] Insb. bei sehr kleinen Etiketten ist es vorteilhaft, wenn die Markierungen eine Größe
aufweisen, in der sie für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, und wenn die
Markierungen auf den Vorderseiten der Etiketten oder auf der Rückseite des Etikettenträgerbandes
aufgebracht sind.
[0011] Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Figuren
näher erläutert. Hierbei zeigen
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Thermo-,Thermotransferdruckers,
Fig. 2 ein teils mit für das menschliche Auge sichtbarer, teils mit hierfür unsichtbarer
Tinte beschriftetes Etikett,
Fig. 3 ein mit einem Magnetstreifen markiertes Etikett,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel eines Etikettes mit einem Schwingkreis als Markierung,
Fig. 5 das elektrische Schaltbild des in Fig. 4 dargestellten Etikettes und
Fig. 6 den Aufbau des in Fig. 4 dargestellten Etikettes im Schnitt.
[0012] Der in Fig. 1 dargestellte Thermodrucker 1 weist einen Thermodruckkopf 2 auf, der
über eine Steuerschaltung 3 mit einem Prozessor 4 elektrisch verbunden ist. Auf der
Unterseite des Thermodruckkopfes 2 sind elektrisch ansteuerbare Heizelemente 5 angeordnet,
die auf einer Gegendruckrolle 6 in Anlage gehalten sind. Vorzugsweise sind die Heizelemente
5 in einer senkrecht zur Zeichenebene liegenden, geraden Reihe angeordnet. Zwischen
den Heizelementen 5 und der Gegendruckrolle 6 ist ein Etikettenband 7 hindurchführbar,
das beim Drucken von einer Etikettenbandvorratsrolle 8 abgewickelt und über eine Auslaßöffnung
9 des Thermodruckers 1 ausgegeben wird, nachdem es mit den dafür vorgesehenen Informationen
bedruckt wurde.
[0013] Das Etikettenband 7 kann aus temperaturempfindlichem Papier bestehen, das dadurch
bedruckt wird, daß es an den teilweise aufgeheizten, punktförmigen Heizelementen 5
vorbewegt und somit durch Erhitzen an dafür vorgesehenen Stellen eingeschwärzt wird.
Das Etikettenband 7 kann aber auch aus herkömmlichem Schreibpapier bestehen, wobei
es erforderlich ist, zwischen dem Etikettenband 7 und den Heizelementen 5 des Thermodruckkopfes
2 Thermotransfertintenband 10 hindurchzuführen, das mit temperaturempfindlicher Tinte
beschichtet ist, die an den Stellen schmilzt, die an den erwärmten Heizelementen 5
vorbeibewegt werden. Die geschmolzene Tinte bleibt auf dem Etikettenband 7 haften
und bildet dadurch das gewünschte Druckbild. Vorzugsweise ist das Thermotransfertintenband
10 in einer Kassette 11 mit einer Vorratsrolle 12 und einer Aufwickelrolle 13 untergebracht,
die über Vorrichtungen 14, 15 zur Halterung der Rollen 12, 13 in dem Thermodrucker
1 angeordnet ist. Zudem sind im Thermodrucker 1 Umlenkrollen 16, 17 vorgesehen, die
dafür sorgen, daß das Thermotransfertintenband 10 in dem dafür optimalen Winkel an
den Heizelementen 5 vorbeibewegt wird.
[0014] Mit dem Prozessor 4 ist über eine Steuerleitung 18 eine Dateneingabevorrichtung 30
und über Datenleitungen 19 ein Schreiblesespeicher 25 verbunden. Die Dateneingabevorrichtung
30 ist mit einer schematisch dargestellten Computertastatur 31 und einer Speicherkartenlesevorrichtung
32 ausgerüstet.
[0015] Schließlich weist der Thermodrucker 1 einen Scanner 20 auf, der nahe dem Etikettenband
7 angeordnet und über eine Datenleitung 21 mit dem Prozessor 4 verbunden ist. Der
Scanner 20 kann als ein für Infrarotlichtsignale oder als eine für UV-Lichtsignale
empfindlicher Sensor ausgebildet sein, wenn die vom Scanner abzutastenden Markierungen
auf den Etiketten 7 oder auf deren Trägerband entweder mit Infrarotlicht oder mit
UV-Licht reflektierender Tinte aufgebracht sind. Ist vorgesehen, die Markierungen
auf den Etiketten 7 mittels Magnetstreifen 29 aufzubringen, ist als Scanner 20 ein
Magnetstreifenlesekopf zu verwenden. Hierbei kann der Scanner 20, abhängig davon,
ob die Markierungen auf der zu beschriftender Vorderseite der Etiketten oder auf der
sichtbaren Rückseite des Etikettenträgerbandes aufgetragen sind, entweder nahe der
Etikettenvorderseite oder nahe der Trägerbandrückseite angeordnet sein. Bei der Verwendung
von Kartonetiketten ist es hierbei vorteilhaft, die Markierungen auf deren nicht zum
Bedrucken vorgesehenen Rückseite anzubringen, in deren Nähe dann auch der Scanner
20 anzuordnen ist.
[0016] Es besteht bei der Verwendung von Hochfrequenz-Diebstahlsicherungsetiketten, die,
wie weiter unten näher erläutert, mit einem Hochfrequenz-Schwingkreis ausgestattet
sind, die Möglichkeit, den Schwingkreis auf eine vorgegebene Kennfrequenz einzustellen,
die über die Beschaffenheit des Etikettes Auskunft gibt. In diesem Falle ist als Scanner
20 ein Magnetfeldempfänger zu verwenden, der als eine mit einem Frequenzanalysator
verbundene Spule ausgebildet sein kann. Wird ein derartiges Etikett 7 von einem Magnetfeldsender
22, der aus einer mit einem Oszillator 23 verbundenen Spule 24 bestehen kann, mit
einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld angestrahlt, dessen Frequenz periodisch
zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert verändert wird, wobei die Kennfrequenz
des Schwingkreises zwischen diesen beiden Werten liegen muß, beginnt das Etikett bei
der es kennzeichnenden Frequenz zu schwingen. Diese Frequenz wird vom Frequenzanalysator
analysiert, und der sich hieraus ergebende Wert gibt bspw. Auskunft über die Sorte
des verwendeten Etikettenpapieres.
[0017] Insb. bei sehr kleinen Etiketten ist es vorteilhaft, wenn die auf den Etiketten aufgebrachten
Markierungen eine Größe aufweisen, in der sie für das menschliche Auge nicht mehr
erkennbar sind. Zum Abtasten derartiger Markierungen ist ein Laserscanner 20 erforderlich,
der den Vorteil hat, daß der die Markierungen abtastende Laserstrahl sehr stark gebündelt
werden kann und somit auch kleinste Markierungen bspw. in Form eines Bar-Codes lesen
kann.
[0018] Nach Inbetriebnahme des Thermodruckers 1 werden zunächst, gesteuert vom Prozessor
4, die auf die Etiketten 7 zu druckenden Informationen über die Dateneingabevorrichtung
30 in den Schreib-Lese-Speicher 25 eingelesen. Hierzu kann die Computertastatur 31
alleine oder gemeinsam mit der Speicherkartenlesevorrichtung 32 verwendet werden.
Darauf tastet, ebenfalls vom Prozessor 4 gesteuert, der Scanner 20 die eingelegten
Etiketten 7 ab. Die sich hierbei ergebenden Signale, die bspw. aussagen, daß normale
Papieretiketten eingelegt sind, zu deren Bedrucken Thermotransfertintenband 10 erforderlich
ist, werden dem Prozessor 4 geliefert. Dieser holt sich nun aus dem Schreib-Lese-Speicher
25 die auf die Etiketten 7 zu druckenden Informationen und liefert diese gemeinsam
mit Steuerdaten, die aussagen, daß herkömmliche Papieretiketten eingelegt sind, die
mit weniger Energie als Thermoetiketten zu bedrucken sind, der Steuerschaltung 3.
Darauf veranlaßt die Steuerschaltung 3 den Thermodruckkopf 2, den Druckvorgang zu
starten. Zudem veranlaßt der Prozessor 4 über in der Figur nicht dargestellte elektrische
Leitungen und Treiberschaltungen, sowohl die elektromotorisch angetriebene Gegendruckrolle
6, das Etikettenband 7 an den Heizelementen 5 des Thermodruckkopfes 2 vorbeizutransportieren,
als auch die elektromotorisch angetriebene Aufwickelrolle 13, das Thermotransfertintenband
weiterzutransportieren. Die auf diese Weise bedruckten Etiketten 7 werden über die
Auslaßöffnung 9 ausgebenen.
[0019] In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Etikettes 7' dargestellt, das zwei Markierungsfelder
24 und 26 aufweist. Auf dem Markierungsfeld 24 ist mit ausschließlich Infrarotlicht
oder UV-Licht reflektierender Tinte eine Markierung 27 aufgedruckt, die somit für
das menschliche Auge unsichtbar ist und nur von einem Scanner 20 abtastbar ist, der
als ein für Infrarotlicht oder für UV-Licht empfindlicher Sensor ausgebildet ist.
Das Markierungsfeld 26 enthält die für den Kunden vorgesehene warenspezifischen Informationen
28, die auf herkömmliche Weise mittels des Thermodruckkopfes 2 auf das Etikett 7'
gedruckt sind. Die Markierung 27 und die warenspezifischen Informationen 28 können
hierbei übereinander gedruckt sein, wodurch sich eine gute Ausnutzung der Druckfläche
des Etikettes 7' ergibt.
[0020] In Fig. 3 ist ein Beispiel eines Etikettes 7'' dargestellt, auf dessen einer Seite
ein herkömmlicher Magnetstreifen 29 aufgeklebt ist. Derartige Magnetstreifen haben
eine Speicherkapazität, die ausreicht, neben das Etikett 7'' an sich charakterisierende
Daten auch Preisinformationen oder sonstige warespezifische Angeben auf dem Etikett
zu speichern.
[0021] In den Fig. 4 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel eines einen elektrischen Schwingkreis
33, 33' enthaltenden Diebstahlsicherungsetikettes 34 dargstellt. Gemäß Fig. 6 besteht
das Etikett 34 aus einer bedruckbaren Oberschicht 35, die auf den ersten Elementen
33' (Fig. 4) des elektrischen Schwingkreises angeordnet ist. Zwischen den ersten und
den zweiten Elementen 33, 33' des elektrischen Schwingkreises befindet sich eine Isolationsschicht
36. Die Elemente 33 des Schwingkreises sind von einer bedruckbaren Unterschicht 37
abgedeckt.
[0022] Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, besteht der Schwingkreis aus einem ersten
Kondensator 38, dessen Kondensatorplatten 38' und 38'' auf den beiden Seiten der Isolationsschicht
36 einander gegenüberliegend angeordnet sind. Die Kondensatorplatte 38'' ist mit dem
Anfang der Windungen einer Spule 40 verbunden, deren Ende an eine ersten Kondensatorplatte
41' eines zweiten Kondensators 41 angeschlossen ist. Auf der der ersten Kondensatorplatte
41' gegenüberliegender Seite der Isolationsschischt 36 ist die zweite Kondensatorplatte
41'' des zweiten Kondensators 41 angeordnet. Auf der der Spule 40 gegenüberliegenden
Seite der Isolationsschicht 36 sind die Kondensatorplatten 41'' und 38' elektrisch
miteinander verbunden.
[0023] Ein derartiger Schwingkreis hat eine von der Kapazität der Kondensatoren 38 und 41
und von der Induktivität der Spule 40 abhängige Resonanzfrequenz, mit der der Schwingkreis
schwingt, wenn er von einem elektromagnetischen Feld mit eben dieser Frequenz angestrahlt
wird. Durch Verändern der Kapazitäts-, bzw Indukivitätswerte der Kondensatoren 38,
41, bzw. der Spule 40 läßt sich diese Resonanzfrequenz einstellen.
[0024] Wenn nun ein Etikett 34 mit einem elektromagnetischen Wechselfeld angestrahlt wird,
dessen Frequenz periodisch zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert sägezahnartig
verändert wird, wobei sicherzustellen ist, daß sich die Werte aller möglichen Resonanzfrequenzen
der Etiketten 34 innerhalb dieser Maximal- und Minimalwerte befinden, beginnt dessen
Schwingkreis zu schwingen, wenn das Wechselfeld den Wert der Resonanzfrequenz des
Schwingkreises annimmt, und strahlt dann selber ein Feld mit dieser Frequenz ab. Dieses
Feld kann von einem Frequenzanalysator über einen Magnetfeldsensor erkannt und ausgewertet
werden, so daß der mit dem Frequenzanalysator verbundene Prozessor 4 anhand dieser
Daten die Steuerung des Thermodruckers 1 beeinflussen kann.
[0025] Eine erste Frequenz f₁ kann bspw. bedeuten, daß die bedruckbare Oberschicht 35 des
Etikettes 34 aus temperaturempfindlichem Papier besteht, wohingegen eine zweite Frequenz
f₂ bedeuten kann, daß das Etikettenpapier 35 temperaturunempfindlich ist und nur unter
Verwendung eines Thermotransfertintenbandes bedruckbar ist. Durch eine Analyse der
Frequenz des empfangenen Signales kann der Prozessor 4 obige Information dekodieren
und zur Steuerung des Thermodruckers 1 verwenden, indem er bspw. den Antrieb des Thermotransfertintenbandes
10 aktiviert, wenn er die Frequenz f₂ mißt.
1. Thermodrucker (1) mit
a) einem Thermodruckkopf (2) mit einer Reihe elektrisch ansteuerbarer Heizelemente
(5), die auf einer Gegendruckrolle (6) in Anlage gehalten sind, wobei zu bedruckende
Etiketten (7) zwischen den Heizelementen (5) und der Gegendruckrolle (6) hindurchführbar
sind,
b) je einer Vorrichtung (14, 15) zur Halterung einer Vorratsrolle (12) und einer Aufwickelrolle
(13) für Thermotransfertintenband (10), das über Umlenkrollen (16, 17) zwischen den
Heizelementen (5) und den Etiketten (7) hindurchführbar ist,
c) einer mit dem Thermodruckkopf (2) verbundenen Steuerschaltung (3) zur Steuerung
des Thermodruckers (1),
d) einem mit der Steuerschaltung (3) verbundenen Prozessor (4),
e) einen mit dem Prozessor (4) verbundenen Schreib-Lese-Speicher (25) zur Speicherung
von auf die Etiketten zu druckende Informationen und
f) einer mit dem Schreib-Lese-Speicher (25) und dem Prozessor (4) verbundenen Dateneingabevorrichtung
(30),
dadurch gekennzeichnet, daß die Etiketten (7) oder ein die Etiketten (7) halterndes Trägerband mit mindestens
einer Markierung versehen sind, die auf den zum Bedrucken vorgesehenen Seiten der
in den Drucker eingelegten Etiketten für das menschliche Auge nicht erkennbar sind,
und daß der Thermodrucker (1) einen mit dem Prozessor (4) verbundenen Scanner (20)
zum Abtasten der Markierungen aufweist.
2. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scanner (20) als ein für Infrarotlichtsignale empfindlicher Sensor ausgebildet
ist und die Markierungen (27) auf den Etiketten (7') mit ausschließlich Infrarotlicht
reflektierender Tinte aufgebracht sind.
3. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scanner (20) als ein für UV-Lichtsignale empfindlicher Sensor ausgebildet
ist und die Markierungen (27) auf den Etiketten (7') mit ausschließlich UV-Licht reflektierender
Tinte aufgebracht sind.
4. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Etiketten (7'') oder auf dem Etikettenträgerband mindestens je ein Magnetstreifen
(29) mit magnetisch gespeicherten Markierungen angeordnet ist und daß der Scanner
(20) als Magnetstreifenlesekopf ausgebildet ist.
5. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenneichnet, daß die Markierungen auf der für den Scanner (20) zugänglichen Rückseite des Etikettenträgerbandes
aufgebracht sind.
6. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Etiketten (7) aus Karton bestehen, auf deren nicht zum Bedrucken vorgesehenen
Seiten die für den Scanner (20) lesbaren Markierungen aufgebracht sind.
7. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen als jeweils zwischen zwei Papierschichten (35, 37) angeordnete
elektrische Schwingkreise (33, 33') ausgebildet sind, die mit vorgegebenen Frequenzen
schwingen, wenn sie von einem frequenzvariablen elektro-magnetischen Feld angestrahlt
werden, und die hierbei Felder mit den vorgegebenen Frequenzen abstrahlen, die von
einem als Magnetfeldempfänger ausgebildeten Scanner (20) erfaßbar sind, wobei die
Frequenzhöhen die Träger der Informationsgehalte der Markierungen sind.
8. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen eine Größe aufweisen, in der sie für das menschliche Auge nicht
erkennbar sind, und daß die Markierungen auf den Vorderseiten der Etiketten (7) oder
auf der Rückseite des Etikettenträgerbandes aufgebracht sind.