[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Thermodrucker mit
a) einem Thermodruckkopf mit einer Reihe elektrisch ansteuerbarer Heizelemente, die
auf einer Gegendruckrolle in Anlage gehalten sind, wobei zu bedruckendes Etikettenband
zwischen den Heizelementen und der Gegendruckrolle hindurchführbar ist,
b) je einer Vorrichtung zur Halterung einer Vorratsrolle und einer Aufwickelrolle
für Thermotransfertintenband, das über Umlenkrollen zwischen den Heizelementen und
dem Etikettenband hindurchführbar ist,
c) einer mit dem Thermodruckkopf verbundenen Steuerschaltung zur Steuerung des Thermodruckers
und
d) einem mit der Steuerschaltung verbundenen Prozessor.
[0002] Thermodrucker gemäß dem Oberbegriff sind aus den Stand der Technik allgemein bekannt.
Die in den Thermodruckern verwendeten Thermodruckköpfe sind meist derart ausgebildet,
daß sie sowohl aus temperaturempfindlichem Papier bestehende Etiketten direkt bedrucken
können, als auch aus herkömmlichem Papier bestehende Etiketten unter Verwendung eines
mit temperaturempfindlicher Tinte beschichteten Thermotransfertintenbandes beschreiben
können. Da beim direkten Bedrucken temperaturempfindlichen Papieres mehr Wärmeenergie
zur Ansteuerung des Thermodruckkopfes erforderlich ist, als beim Drucken mit Thermotransfertintenband,
muß beim Wechsel des Etikettenmateriales und damit der Druckmethode auch die Steuerschaltung
des Thermodruckkopfes den veränderten Druckbedingungen angepaßt werden. Zudem gibt
es eine große Anzahl verschiedener Thermoetikettensorten, die durch eine papierspezifische
Temperaturempfindlichkeit gekennzeichnet sind und nur dann fehlerfrei bedruckt werden
können, wenn der Thermodruckkopf eine vorgegebene Temperatur erreicht. Wird er hierbei
mit zu wenig Wärmeenergie angesteuert, wird das temperaturempfindliche Etikettenpapier
nicht genügend eingeschwärzt, und das Druckbild erscheint auf dem Etikett in einem
mehr oder weniger dunklen Grauton. Ist demgegenüber die beim Drucken verwendete Wärmeenergie
zu groß, kann der Thermodruckkopf nicht schnell genug auf diejenige Temperatur abkühlen,
bei der sich das Thermopapier nicht mehr verfärbt, so daß es auch auf dafür nicht
vorgesehenen Stellen, die mit dem Thermodruckkopf in Berührung kommen, eingeschwärzt
wird und sich hierdurch ein "Verschmieren" des Schriftbildes ergibt. Die Anpassung
der Thermodruckkopfsteuerung an die verwendete Papiersorte erfolgt hierbei per Hand
und muß bei jedem Papierwechsel erneut vorgenommen werden. Zudem erfordert jede Einstellung
der Druckkopfsteuerung meist mehrere zeitaufwendige Versuche und Einstellungen, bis
das vom Thermodrucker auf den Etiketten erzeugte Druckbild eine vorgegebenen Anforderungen
entprechende Druckqualität aufweist.
[0003] Bei den bekannten Thermodruckern bleibt nach Anpassung der Thermodruckkopfsteuerung
an die jeweils verwendete Papiersorte jedoch unberücksichtigt, daß der Thermodruckkopf
verschiedene Temperaturen annehmen kann und mit um so weniger Wärmeenergie anzusteuern
ist, je mehr er auf Grund klimatischer Temperaturschwankungen oder auf Grund der vom
Thermodrucker selber entwickelten Wärme aufgeheizt wurde. Derartige Temperaturschwankungen
können die Druckqualität des Thermodruckers erheblich mindern.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, einen Thermodrucker zu schaffen,
der einfach und schnell an die jeweils verwendete Papiersorte angepaßt werden kann
und der unabhängig von Temperaturschwankungen des Thermodruckkopfes Druckbilder mit
gleichbleibend hoher Qualität liefert.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch einen am Thermodruckkopf angebrachten
und mit dem Prozessor verbundenen Temperatursensor, durch einen mit dem Prozessor
verbundenen Schreib-Lese-Speicher zur Speicherung von auf die Etiketten zu druckenden
Informationen in einen ersten Speicherbereich und zur Speicherung von einer Datenmatrix
für jede Papierart des zum Bedrucken vorgesehene Etikettenbandes in einen zweiten
Speicherbereich, in der Thermodruckkopftemperaturwerten je ein Energiereferenzwert
zugeordnet ist, der eine die von den Heizelementen zu erzeugende Wärmeenergie bestimmende
Größe hat, wobei der Prozessor nach Erfassung der Thermodruckkopftemperatur den diesem
Temperaturwert zugeordneten Energiereferenzwert auswählt und an die Steuerschaltung
weiterleitet, und schließlich durch eine mit dem Schreib-Lese-Speicher verbundene
Dateneingabevorrichtung gelöst.
[0006] Hierbei wird bei der Installation des Thermodruckers über die Dateneingabevorrichtung
für jede Papierart des zu verwendenden Etikettenbandes eine Datenmatrix in den Schreib-Lese-Speicher
eingelesen, so daß der Prozessor beim Einlegen eines neuen Etikettenbandes die dafür
vorgesehene Datenmatrix aus dem Schreib-Lese-Speicher entweder manuell gesteuert oder
automatisch aufrufen und damit den Thermodruckkopf der angewandten Druckmethode (Thermodirektdruck
oder Thermotransferdruck), der verwendeten Papierart und der Temperatur des Thermodruckkopfes
angepaßt steuern kann, ohne daß hierbei zeitaufwendige Einstellarbeiten erforderlich
sind.
[0007] Wenn zudem der Schreib-Lese-Speicher einen dritten Speicherbereich zur Speicherung
einer vorgebbaren Druckgeschwindigkeit aufweist und wenn in dem zweiten Speicherbereich
die Energiereferenzwerte sowohl von den Thermodruckkopftemperaturwerten als auch von
den Druckgeschwindigkeitswerten abhängig sind, kann die vom Prozessor gesteuerte Größe
der beim Drucken vom Thermodruckkopf erzeugten Wärmeenergie auch der gewählten Druckgeschwindigkeit
angepaßt werden.
[0008] Um zu erreichen, daß Thermotransfertintenband mit Sicherheit immer dann eingelegt
ist, wenn es zum Bedrucken von herkömmlichen Papieretiketten erforderlich ist, bzw.
daß Tintenband verwendet wird, das für bestimmte Papierarten besonders gut geeignet
ist, ist es vorteilhaft, wenn der Thermodrucker einen mit dem Prozessor verbundenen
Tintenbandsensor aufweist, der die Anwesenheit und/oder die Art des verwendeten Tintenbandes
erfaßt und daß der Schreib-Lese-Speicher einen 4. Speicherbereich zur Speicherung
von den Papierarten des Etikettenbandes zugeordneten Tintenbanddaten ausweist, die
Auskunft darüber geben, ob und welches Tintenband zum Bedrucken des gewählten Etikettenbandmaterials
erforderlich ist. Hierbei kann der Prozessor anhand der Tintenbanddaten und der vom
Tintenbandsensor gelieferten Informationen überprüfen, ob das für das eingelegte Etikettenband
erforderliche und geeignete Tintenband verwendet wird.
[0009] Ist der Tintenbandsensor als Laserscanner ausgebildet, der auf einer zur Aufnahme
des Tintenbandes verwendeten Kassette in Form eines Bar-Codes aufgebrachte und das
Tintenband charakterisierende Daten liest, wird eine weit verbreitete, zuverlässige
und fehlerfrei arbeitende Technologie zur Realisierung des Tintenbandsensors verwendet.
[0010] Ein mit dem Prozessor verbundenes optisches Datenausgabemedium, das bspw. eine LCD-Bildschirm
aufweist, ermöglicht einen menügesteuerten Dialogverkehr zur Einstellung des Thermodruckers.
Hierbei können bspw. über den LCD-Bildschirm die im zweiten Speicherbereich als Datenmatrizen
gespeicherten Papierarten angezeigt werden, woraus die in den Thermodrucker eingelegte
Papierart und damit die dieser Papierart zugeordnete Datenmatrix über die Dateneingabevorrichtung
manuell auswählbar ist.
[0011] Ein mit dem Prozessor verbundener und die Anwesenheit und/oder die Art des verwendeten
Etikettenbandes erfassender Papiersensor bietet zum einen die Möglichkeit zu prüfen,
ob bei Druckbeginn Etikettenband eingelegt ist, bzw. wann während des Druckens der
Etikettenbandvorrat erschöpft ist, und zum anderen erlaubt ein derartiger Sensor einen
vollautomatischen Druckbetrieb, da der Prozessor anhand der vom Papiersensor gelieferten
Daten selbsttätig die im Schreib-Lese-Speicher abgelegten Datenmatrix und Tintenbanddaten
für das verwendete Etikettenband auswählen kann.
[0012] Auch hierbei wird eine allgemein verbreitete und zuverlässig arbeitende Technologie
verwendet, wenn der Papiersensor als Laserscanner ausgebildet ist, der auf den verwendeten
Etiketten in Form von Bar-Codes aufgebrachte und die Papierart charakterisierende
Markierungen liest.
[0013] Um die Druckinformationen und die zur Steuerung des Thermodruckers erforderlichen
Daten in den Schreib-Lese-Speicher einzugeben, ist als Dateneingabevorrichtung eine
Computertastatur, eine Speicherkartenlesevorrichtung oder eine Kombination aus beiden
Einrichtungen vorteilhaft.
[0014] Hierbei werden die Steuerungsvorgänge beschleunigt, wenn der Prozessor nicht bei
jedem Steuerungsvorgang den Schreib-Lese-Speicher abfragen muß, sondern einen Arbeitsspeicher
aufweist, in den bei Druckbeginn die der Papierart des verwendeten Etikettenbandes
entsprechende Datenmatrix und die entsprechenden Tintenbanddaten eingelesen werden.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Figur näher erläutert,
die schematisch einen Thermodrucker mit den zu dessen Steuerung vorgesehenen Vorrichtungselementen
zeigt.
[0016] Der in der Figur dargestellte Thermodrucker 1 weist einen Thermodruckkopf 2 auf,
der über eine Steuerschaltung 3 mit einem Prozessor 4 elektrisch verbunden ist. Auf
der Unterseite des Thermodruckkopfes 2 sind elektrisch ansteuerbare Heizelemente 5
angeordnet, die auf einer Gegendruckrolle 6 in Anlage gehalten sind. Vorzugsweise
sind die Heizelemente 5 in einer senkrecht zur Zeichenebene liegenden, geraden Reihe
angeordnet.
[0017] Zwischen den Heizelementen 5 und der Gegendruckrolle 6 ist ein Etikettenband 7 hindurchführbar,
das beim Drucken von einer Etikettenbandvorratsrolle 8 abgewickelt und über eine Auslaßöffnung
9 des Thermodruckers 1 ausgegeben wird, nachdem es mit den dafür vorgesehenen Druckinformationen
bedruckt wurde.
[0018] Das Etikettenband 7 kann aus temperaturempfindlichem Papier bestehen, das dadurch
bedruckt wird, daß es an den teilweise aufgeheizten, punktförmigen Heizelementen 5
vorbewegt und somit durch Erhitzen an dafür vorgesehenen Stellen eingeschwärzt wird.
Das Etikettenband 7 kann aber auch aus herkömmlichem Schreibpapier bestehen, wobei
es erforderlich ist, zwischen dem Etikettenband 7 und den Heizelementen 5 des Thermodruckkopfes
2 Thermotransfertintenband 10 hindurchzuführen, das mit temperaturempfindlicher Tinte
beschichtet ist, die an den Stellen schmilzt, die an den erwärmten Heizelementen 5
vorbeibewegt werden. Die geschmolzene Tinte bleibt auf dem Etikettenband 7 haften
und bildet dadurch das gewünschte Druckbild. Vorzugsweise ist das Thermotransfertintenband
10 in einer Kassette 11 mit einer Vorratsrolle 12 und einer Aufwickelrolle 13 untergebracht,
die über Vorrichtungen 14, 15 zur Halterung der Rollen 12, 13 in dem Thermodrucker
1 angeordnet ist. Zudem sind im Thermodrucker 1 Umlenkrollen 16, 17 vorgesehen, die
dafür sorgen, daß das Thermotransfertintenband 10 in dem dafür optimalen Winkel an
den Heizelementen 5 vorbeibewegt wird.
[0019] Der Thermodruckkopf 2 ist mit einem Temperatursensor 18 ausgerüstet, der ein der
Temperatur des Thermodruckkopfes 2 entsprechendes, analoges, elektrisches Signal einem
Analog-Digitalwandler 19 zuführt, der dieses Signal digital codiert und an den Prozessor
4 weiterleitet.
[0020] Der Prozessor 4 ist zudem mit einem Papiersensor 20 verbunden, der als Lichtschranke
ausgebildet sein kann, die die Anwesenheit des Etikettenbandes 7 erkennt und dem Prozessor
4 meldet. Der Papiersensor 20 kann aber auch als zum Lesen von Bar Codes geeigneter
Laserscanner ausgebildet sein, der auf dem Etikettenband 7 angebrachte Markierungen
in Form von Bar Codes liest, die somit nicht nur Auskunft über die Anwesenheit sondern
auch über die Art des eingelegten Etikettenbandmateriales gibt. Diese Daten können
vom Prozessor 4 zur weiteren Verarbeitung abgefragt werden.
[0021] Weiterhin ist der Prozessor 4 mit einem Tintenbandsensor 21 elektrisch verbunden,
der ebenfalls sowohl als Lichtschranke zur ausschließlichen Erkennung der Anwesenheit
von Thermotransfertintenband 10, als auch als Laserscanner ausgebildet sein kann,
der auf der Kassette 11 in Form von Bar Codes angebrachte Markierungen zu lesen in
der Lage ist, die Auskunft über das Material des verwendeten Thermotransfertintenbandes
10 geben.
[0022] Schließlich ist der Prozessor 4 mit einem optischen Datenausgabemedium 22 verbunden,
das einen LCD-Bildschirm 23 aufweist.
[0023] Der Prozessor 4 ist mit einem Arbeitsspeicher 24 ausgerüstet, dessen Kapazität ausreicht,
um sowohl die von einem mit dem Prozessor 4 verbundenen Schreib-Lese-Speicher 25,
als auch die vom Papiersensor 20 und vom Tintenbandsensor 21 gelieferten Steuerdaten
während eines Druckvorganges zwischenzuspeichern und zur Steuerung des Etikettendruckers
1 zu verwenden.
[0024] Der Schreib-Lese-Speicher 25 ist in 4 Speicherbereiche 26 bis 29 unterteilt, von
denen der 1. Speicherbereich 26 für die auf die Etiketten aufzubringenden Druckinformationen,
der 2. Speicherbereich 27 für die jeder Papierart zugeordnete Datenmatrix der zur
Verwendung vorgesehenen Etikettenbänder 7, der 3. Speicherbereich 28 zur Speicherung
der von der Bedienperson gewünschten Druckgeschwindigkeit und der 4. Speicherbereich
29 für die jeder Papierart des vorgesehenen Etikettenbandes 7 zugeordneten Tintenbanddaten
bestimmt ist.
[0025] Hierbei entspricht die Anzahl der im 2. Speicherbereich 27 gespeicherten Datenmatrizen
der Anzahl der Papierarten der zur Verwendung vorgesehenen Etikettenbänder 7. Jede
dieser Datenmatrizen ist mit der durch sie beschriebenen Papierart gekennzeichnet
und besteht aus 3 Reihen von Daten, wobei die Daten der ersten Reihe Thermodruckkopftemperaturen,
die der 2. Reihe Druckgeschwindigkeiten und diejenigen der 3. Reihe Energiereferenzwerte
bedeuten, die beim Druckbetrieb vom Prozessor 4 direkt an die Steuerschaltung 3 zur
Steuerung der vom Thermodruckkopf 2 in den einzelne Heizelementen 5 zu erzeugenden
Wärmeenergien weitergeleitet werden können. Hierbei ist jedem aus einem Thermodruckkopftemperaturwert
und einem Druckgeschwindigkeitswert bestehenden Datenpaar ein Energiereferenzwert
derart zugeordnet, daß bei Eingabe eines Temperatur- und eines Geschwindigkeitswertes
ein Energiereferenzwert eindeutig bestimmt und ausgegeben wird.
[0026] Die im 4. Speicherbereich 29 enthaltenen Tintenbanddaten sind als dreireihige Liste
darstellbar, wobei die Daten der ersten Reihe die Papierart des zur Verwendung vorgesehenen
Etikettenbandes 7 bedeuten, die Daten der 2. Reihe die Werte 0 und 1 annehmen können,
wobei "0" bedeutet, daß bei Verwendung der in der ersten Reihe aufgeführten Papierart
zum Drucken kein Thermotransfertintenband erforderlich ist, und eine "1" bedeutet,
daß dieses Band zum Drucken erforderlich ist, und in der 3. Reihe entweder eine "0"
stehen kann, was bedeutet, daß bei Verwendung dieser Papierart an das Material des
Thermotransfertintenbandes 10 keine besonderen Anforderungen gestellt wird, oder eine
Kennzahl stehen kann, die aussagt, welche Tintenbandsorte zum Bedrucken der speziellen
Papierart zu verwenden ist.
[0027] Die obigen Daten werden über eine Dateneingabevorrichtung 30 in den Schreib-Lese-Speicher
25 eingelesen, die über eine Computertastatur 31 und über eine Speicherkartenlesevorrichtung
32 verfügt.
[0028] Nachdem bei der Installation des Thermodruckers 1 die den zur Verwendung vorgesehenen
Papierarten entsprechenden Datenmatrizen in den 2. Speicherbereich 27 und die Tintenbanddaten
in den 4. Speicherbereich 29 des Schreib-Lese-Speichers 25 eingelesen wurden, werden
bei Druckbeginn die auf das Etikettenband 7 zu druckenden Daten über die Computertastatur
31 und die Speicherkartenlesevorrichtung 32 in den ersten Speicherbereich 26 eingegeben.
[0029] Der Prozessor 4 gibt über den LCD-Bildschirm 23 eine Liste der im 2. Speicherbereich
27 eingelesenen Papierarten aus und ermöglicht so einer Bedienperson, hieraus die
der verwendeten Papierart entsprechende Datenmatrix auszuwählen. Zudem ergibt sich
hieraus für die Bedienperson die Möglichkeit zu überprüfen, ob für die Papierart des
eingelegten Etikettenbandes 7 überhaupt eine Datenmatrix gespeichert ist, um die gewünschte
Datenmatrix gegebenfalls nachträglich in den 2. Speicherbereich 27 des Schreib-Lese-Speichers
25 einzulesen, bzw. das Etikettenband 7 mit demjenigen Papier in den Thermodrucker
1 einzulegen, für das eine Datenmatrix gespeichert ist und auf dem LCD-Bildschirm
23 angezeigt wird.
[0030] Der Prozessor 4 holt sich dann die der gewählten Papierart entsprechende Datenmatrix
und die entsprechenden Tintenbanddaten aus dem Schreib-Lese-Speicher 25 und speichert
diese Daten in seinem Arbeitsspeicher 24 ab.
[0031] Über den LCD-Bildschirm 23 gibt der Prozessor 4 eine Liste der in der Datenmatrix
enthaltenen, möglichen Druckgeschwindigkeiten aus und ermöglicht der Bedienperson,
hieraus eine Druckgeschwindigkeit zu wählen. Trifft die Bedienperson hieraus keine
Wahl, wählt der Prozessor automatisch die maximal mögliche Druckgeschwindigkeit.
[0032] Hierbei bietet der Thermodrucker 1 die Möglichkeit, zu Beginn des Druckvorganges
eine Druckgeschwindigkeit frei zu wählen, die im 3. Speicherbereich 28 des Schreib-Lese-Speichers
25 abgelegt wird. Nach dem Einlesen der gewählten Datenmatrix in den Arbeitsspeicher
24 holt sich der Prozessor 4 den der gewünschten Druckgeschwindigkeit entsprechenden
Wert aus dem 3. Speicherbereich 28 und vergleicht diesen Wert mit den in der Datenmatrix
enthaltenen Geschwindigkeitswerten. Anschließend wählt der Prozessor 4 automatisch
den der gewählten Druckgeschwindigkeit nächstliegenden Wert aus der Datenmatrix.
[0033] Der Prozessor 4 erfaßt über den Temperatursensor 18 die Temperatur des Thermodruckkopfes
2 und wählt aus der Datenmatrix den diesem Wert nächstliegenden Temperaturwert.
[0034] Der Prozessor 4 wählt aus der Datenmatrix den Energiereferenzwert, der für den ermittelten
Wert der Thermodruckkopftemperatur und den gewählten oder ermittelten Druckgeschwindigkeitswert
vorgesehen ist.
[0035] Anhand der in den Arbeitsspeicher 24 eingelesenen und für die Papierart spezifischen
Tintenbanddaten und der vom Tintenbandsensor 21 gelieferten Daten prüft der Prozessor
4, ob in der 2. Reihe der Tintenbanddaten eine "1" steht und eine Kassette 11 für
Thermotransfertintenband 10 eingelegt ist, oder ob hier eine "0" steht und keine Kassette
11 eingelegt ist. Treffen obige Bedingingen nicht zu, wird die Bedienperson über eine
Fehlermeldung gebeten, entweder eine fälschlich eingelegte Kassette 11 zu entfernen
oder eine fehlende Kassette 11 einzulegen.
[0036] Der Prozessor 4 prüft, ob in der 3. Reihe der Tintenbanddaten eine "0" oder eine
hiervon abweichende Kennziffer für ein Thermotransfertintenband 10 zu finden ist.
Anhand dieser und der vom Tintenbandsensor 21 gelieferten Werte überprüft der Prozessor
4, ob, falls erforderlich, das richtige Thermotransfertintenband 10 eingelegt ist.
Über eine auf dem LCD-Bildschirm 23 angezeigte Fehlermeldung wird die Bedienperson
gegebenfalls aufgefordert, das richtige Thermotransfertintenband 10 einzulegen.
[0037] Schließlich überprüft der Prozessor 4 anhand der vom Papiersensor 20 gelieferten
Daten, ob Etikettenband 7 eingelegt ist.
[0038] Der Prozessor 4 holt sich nun die in den 1. Speicherbereich 26 des Schreib-Lese-Speichers
25 eingelesenen Druckinformationen und initiiert den Druckvorgang, indem er die Druckinformationen,
den gewählten oder ermittelten Druckgeschindigkeitswert und den in der Datenmatrix
gewählten Energiereferenzwert an die Steuerschaltung 3 des Thermodruckkopfes 2 weiterleitet.
Die Steuerschaltung 3 bewirkt nun über nicht dargestellte elektrische Verbindungen
und Treiberschaltungen den Antrieb der Gegendruckrolle 6 zum Transport des Etikettenbandes
7, den Antrieb des gegebenenfalls vorhandenen Thermotransfertintenbandes 10 über einen
mit der Aufwickelrolle 13 verbundenen und in der Figur nicht dargestellten Elektromotor
und den eigentlichen Druckvorgang, indem sie die einzelnen Heizelemente 5 den eingebenen
und ermittelten Daten entsprechend ansteuert. Der sich aus der Druckgeschwindigkeit
und der Thermodruckkopftemperatur ergebende Energiereferenzwert steuert hierbei die
von den Heizelementen 5 erzeugte Heizenergie, die um so größer ist, je größer die
eingestellte Druckgeschwindigkeit und je niedriger die gemessene Thermodruckkopftemperatur
sind. Vorzugsweise wird die Heizenergie dadurch gesteuert, daß die Zeiten verändert
werden, in denen an die als Wiederstandelemente ausgebildeten Heizelemente eine bestimmte
Spannung angelegt wird.
[0039] Ist der Papiersensor 20 als ein zum Lesen von Bar Codes geeigneter Laserscanner ausgebildet,
und sind auf den Etiketten Markierungen in Form von Bar Codes aufgebracht, die über
die Papierart der Etiketten Auskunft geben, kann der Betrieb des Thermodruckers 1
dahingehend automatisiert werden, daß die Papierart der Etiketten von der Bedienperson
nicht mehr per Hand eingegeben werden muß, sondern daß der Prozessor 4 über den Papiersensor
20 selbsttätig erkennt, welche Art von Etiketten eingelegt ist. Auf Grund der so erhaltenen
Daten holt sich der Prozessor 4 aus dem 2. Speicherbereich 27 des Schreib-Lese-Speichers
25 die entsprechende Datenmatrix und aus dem 4. Speicherbereich 29 die für die erkannte
Papierart vorgesehenen Tintenbanddaten. Mit diesen Daten kann der Thermodrucker 1
wie bereits beschrieben vom Prozessor 4 gesteuert werden.
1. Thermodrucker (1) mit
a) einem Thermodruckkopf (2) mit einer Reihe elektrisch ansteuerbarer Heizelemente
(5), die auf einer Gegendruckrolle (6) in Anlage gehalten sind, wobei zu bedruckendes
Etikettenband (7) zwischen den Heizelementen (5) und der Gegendruckrolle (6) hindurchführbar
ist,
b) je einer Vorrichtung (14, 15) zur Halterung einer Vorratsrolle (12) und einer Aufwickelrolle
(13) für Thermotransfertintenband (10), das über Umlenkrollen (16, 17) zwischen den
Heizelementen (5) und dem Etikettenband (7) hindurchführbar ist,
c) einer mit dem Thermodruckkopf (2) verbundenen Steuerschaltung (3) zur Steuerung
des Thermodruckers (1) und
d) einem mit der Steuerschaltung (3) verbundenen Prozessor (4), gekennzeichnet durch
e) einen am Thermodruckkopf (2) angebrachten und mit dem Prozessor (4) verbundenen
Temperatursensor (18),
f) einen mit dem Prozessor (4) verbundenen Schreib-Lese-Speicher (25) zur Speicherung
von auf die Etiketten zu druckenden Informationen in einen ersten Speicherbereich
(26) und von einer Datenmatrix für jede Papierart des zum Bedrucken vorgesehenen Etikettenbandes
(7) in einen zweiten Speicherbereich (27), in der Thermodruckkopftemperaturwerten
je ein Energiereferenzwert zugeordnet ist, der eine die von den Heizelementen (5)
zu erzeugende Wärmeenergie bestimmende Größe hat, wobei der Prozessor (4) nach Erfassung
der Thermodruckkopftemperatur den diesem Temperaturwert zugeordneten Energiereferenzwert
auswählt und an die Steuerschaltung (3) weiterleitet,
g) und einer mit dem Schreib-Lese-Speicher (25) verbundenen Dateneingabevorrichtung
(30).
2. Thermodrucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreib-Lese-Speicher (25) einen dritten Speicherbereich (28) zur Speicherung
einer vorgebbaren Druckgeschwindigkeit aufweist und daß in dem zweiten Speicherbereich
(27) die Energiereferenzwerte sowohl von den Thermodruckkopftemperaturwerten als auch
von den Druckgeschwindigkeitswerten abhängig sind.
3. Thermodrucker nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen mit dem Prozessor (4) verbundenen Tintenbandsensor (21), der die Anwesenheit
und/oder die Art des verwendeten Thermotransfertintenbandes (10) erfaßt und daß der
Schreib-Lese-Speicher (25) einen 4. Speicherbereich (29) zur Speicherung von den Papierarten
des Etikettenbandes (7) zugeordneten Tintenbanddaten aufweist.
4. Thermodrucker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tintenbandsensor (21) als Laserscanner ausgebildet ist, der auf einer zur
Aufnahme des Thermotransfertintenbandes (10) verwendeten Kassette (11) in Form eines
Bar-Codes aufgebrachte und das Thermotransfertintenband (10) charakterisierende Daten
liest.
5. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein mit dem Prozessor (4) verbundenes, optisches Datenausgabemedium (22).
6. Thermodrucker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Datenausgabemedium (23) einen LCD-Bildschirm (23) aufweist.
7. Thermodrucker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß über den LCD-Bildschirm (23) die im zweiten Speicherbereich (27) als Datenmatrizen
gespeicherten Papierarten anzeigbar sind, woraus die in den Thermodrucker (1) eingelegte
Papierart und damit die dieser Papierart zugeordnete Datenmatrix über die Dateneingabevorrichtung
(30) manuell auswählbar ist.
8. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen mit dem Prozessor (4) verbundenen und die Anwesenheit und/oder die Art des
verwendeten Etikettenbandes (7) erfassenden Papiersensor (20).
9. Thermodrucker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Papiersensor (20) als Laserscanner ausgebildet ist, der auf den verwendeten
Etiketten in Form von Bar-Codes aufgebrachte und die Papierart charakterisierende
Markierungen liest.
10. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dateneingabevorrichtung (30) als Computertastatur (31) ausgebildet ist.
11. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Speicherkartenlesevorrichtung (32) als Dateneingabevorrichtung (30).
12. Thermodrucker nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Prozessor (4) einen Arbeitsspeicher (24) aufweist, in den bei Druckbeginn
die der Papierart des verwendeten Etikettenbandes (7) entsprechende Datenmatrix und
die entsprechenden Tintenbanddaten eingelesen werden.