[0001] Aus der EP-A 454 490 sind ternäre Mischungen aus Isopropanol, Wasser und einem Perfluorkohlenstoff
mit einem Siedepunkt von 30 bis 70 °C bekannt, die als Reinigungslösungen dienen.
Bevorzugt ist eine Mischung aus 84,5 % Isopropanol, 12,5 % Wasser und 3 % n-Perfluorhexan,
jeweils bezogen auf das Gewicht.
[0002] Es wurde nun gefunden, daß teilfluorierte Kohlenwasserstoffe oder Ether der allgemeinen
Formel
C
wH
xF
yO
z
in der x < y ist, die Summe von

bedeutet und z 0 oder 1 ist,
die einen Siedepunkt im Bereich von 40 bis 100 °C zeigen, eine besonders starke Flammpunkterhöhung
in solchen Reinigungslösungen bewirken.
[0003] Bevorzugt sind Verbindungen der vorstehend genannten Formel, in der x 1 bis 3, w
4 bis 6 und y 7 bis 13 bedeuten.
[0004] Besonders bevorzugte Verbindungen sind 3,4-Dihydro-perfluor-(2-methyl-pentan), 3,4,4-Trihydro-perfluor-(2-methyl-pentan),
Gemische dieser beiden Verbindungen im Gewichtsverhältnis von etwa 95 : 5 bis etwa
5 : 95, vorzugsweise 90 : 10 bis 10 : 90, 2,2,2-Trifluorethyl-1,1,2,2-tetrafluorethyl-ether
und insbesondere 1H-Perfluorhexan.
[0005] Setzt man einer Mischung aus 6,76 Gew.-Teilen Isopropanol und 1 Gew.-Teil Wasser
20 Gew.-%, bezogen auf diese Mischung, an einer der genannten Verbindungen zu, so
erhält man einen Flammpunkt (nach DIN 51 758) von über 50 °C. Beim 1H-Perfluorhexan
bewirkt bereits ein Zusatz von 10 Gew.-% einen Flammpunkt von 50 bis 52 °C und bei
einem Gemisch aus etwa 90 Gew.-% 3,4-Dihydro-perfluor-(2-methyl-pentan) und 10 Gew.-%
3,4,4-Trihydro-perfluor-(2-methyl-pentan) einen Flammpunkt von über 55 °C.
[0006] Die genannten Mischungen sind bei 0 °C einphasig und noch nicht an der fluorierten
Verbindung gesättigt. Diese sind also mit Wasser/Isopropanol in weiten Grenzen mischbar.
[0007] Die Erfindung betrifft deshalb insbesondere Mischungen aus überwiegend Isopropanol
und kleineren, etwa gleichen Mengen Wasser und fluorierter Verbindung. Bevorzugte
Mischungen enthalten etwa 70 bis etwa 80 Gew.-% Isopropanol, etwa 10 bis etwa 12 Gew.-%
Wasser und etwa 9 bis etwa 18 Gew.-% fluorierte Verbindung.
[0008] Eine bevorzugte Mischung besteht beispielsweise aus 72,6 Gew.-% Isopropanol, 10,7
Gew.-% Wasser und 16,7 Gew.-% Trifluorethyl-tetrafluorethyl-ether.
[0009] Besonders bevorzugte Mischungen bestehen aus 79,2 Gew.-% Isopropanol, 11,7 Gew.-%
Wasser und 9,1 Gew.-% fluoriertem Kohlenwasserstoff.
[0010] Die fluorierten Kohlenwasserstoffe sind bekannte Verbindungen. Sie können beispielsweise
durch Hydrierung der entsprechenden Olefine hergestellt werden [V.F. Snegirev et al.,
Izv. Akad. Nauk SSSR, Ser. Khim. (12), 2775 bis 2781 (1983)]. Die fluorierten Ether
erhält man beispielsweise durch Anlagerung von Alkoholen an fluorierte Olefine (Houben-Weyl,
'Methoden der organischen Chemie', 4. Auflage, Band V/3 (1962), Halogenverbindungen,
Seite 280).
1. Verwendung von Verbindungen der Formel
C
wH
xF
yO
z
in der x < y ist, die Summe von

bedeutet und z 0 oder 1 ist,
die einen Siedepunkt im Bereich von 40 bis 100 °C zeigen, als Bestandteil einer Mischung
von Isopropanol und Wasser.
2. Mischungen aus überwiegend Isopropanol, einer untergeordneten Menge an Wasser und
einer Verbindung oder mehreren Verbindungen der Formel
C
wH
xF
yO
z
in der x < y ist, die Summe von

bedeutet und z 0 oder 1 ist,
die einen Siedepunkt im Bereich von 40 bis 100 °C zeigt beziehungsweise zeigen.
3. Mischung aus etwa 70 bis 80 Gew.-% Isopropanol, etwa 10 bis 12 Gew.-% Wasser und etwa
9 bis 18 Gew.-% einer Verbindung oder mehreren Verbindungen der Formel
C
wH
xF
yO
z
in der x < y ist, die Summe von

bedeutet und z 0 oder 1 ist,
die einen Siedepunkt im Bereich von 40 bis 100 °C zeigt beziehungsweise zeigen.