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EP 0 576 047 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.12.1996 Patentblatt 1996/49 |
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Anmeldetag: 03.04.1990 |
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Hochspannungsschaltgerät
High voltage switchgear
Appareil de couplage haute tension
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE SE |
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Priorität: |
05.04.1989 DE 8904190 U 07.04.1989 DE 8904399 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.12.1993 Patentblatt 1993/52 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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90106352.9 / 0391339 |
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Patentinhaber: RURHTAL-ELEKTRIZITÄTSGESELLSCHAFT
HARTIG GmbH & Co. |
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D-45239 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hartig, Alfred, Dr.-Ing.
D-4300 Essen (DE)
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Vertreter: Gesthuysen, Hans Dieter, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr & Weidener,
Postfach 10 13 54 45013 Essen 45013 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 198 506 DE-A- 3 412 203
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DE-A- 2 401 344 DE-A- 3 810 453
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hochspannungsschaltgerät, insbesondere einen Erdungsschalter,
mit mindestens zwei nebeneinander angeordneten Festkontakten, mit mittels von in einer
Schwenkebene fluchtend angeordneten Schwenkarmen in der Schwenkebene schwenkbaren,
auf die Festkontakte aufschiebbaren Schaltkontakten und mit einem allen Schwenkarmen
gemeinsamen Schwenkantrieb, wobei die Festkontakte jeweils einen Aufschiebekontakt
mit einem mehr oder weniger quer zur Aufschieberichtung verlaufenden Befestigungsarm
aufweisen, jeder Schaltkontakt mindestens ein Paar von Kontaktfingern besitzt und
die Kontaktfinger beim Schließen beidseits auf den Aufschiebekontakt auflaufen und
anschließend am Aufschiebekontakt anliegend entlanglaufen.
[0002] Hochspannungsschaltgeräte der in Rede stehenden Art insbesondere solche in der Ausführungsform
als Erdungschalter. sind seit längerem bekannt, wozu auf die DE - C - 24 09 527 verwiesen
wird; der Offenbarungsgehalt der DE - C - 24 09 527 wird hiermit ausdrücklich zum
Offenbarungsgehalt der hier beschriebenen Erfindung gemacht.
[0003] Im übrigen ist ein mehrphasiges Hochspannungsschaltgerät bekannt (vgl. die DE - A
- 28 10 453), dessen Schalterpole zeitlich getrennt einschalten oder öffnen. Dadurch
wird erreicht, daß in allen Phasen das Einschalten bzw. das Öffnen bei der günstigsten
Phasenlage erfolgt.
[0004] Nachteilig ist bei den bekannten Hochspannungsschaltgeräten, von denen die Erfindung
ausgeht, daß der Schwenkantrieb relativ leistungsstark ausgeführt sein muß. Folglich
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das bekannte Hochspannungsschaltgerät, von
dem die Erfindung ausgeht, so auszugestalten und weiterzubilden, daß es bei ansonsten
gleichen Voraussetzungen (vor allem in bezug auf die Nennspannung, den Nennstrom und
den maximal zulässigen Kurzschlußstrom) mit einem weniger leistungsstarken Schwenkantrieb
auskommt.
[0005] Das erfindungsgemäße Hochspannungsschaltgerät, bei dem die zuvor aufgezeigte Aufgabe
gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Aufschiebekontakte unterschiedlich
weit entgegen der Aufschieberichtung vorspringend ausgebildet sind, so daß die Kontaktfinger
der verschiedenen Schaltkontakte beim Schließen zeitlich nacheinander auf die zugeordneten
Aufschiebekontakte auflaufen. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, daß im Stand der
Technik der Schwenkantrieb deshalb besonders leistungsstark ausgeführt sein muß, weil
das Auflaufen der Kontaktfinger der Schaltkontakte und die Aufschiebekontakte, im
Gegensatz zum anschließenden Entlanglaufen an den Aufschiebekontakten, einen hohen
Kraftaufwand erfordert; der Schwenkantrieb muß im Stand der Technik auf die Summe
aller in diesem Augenblick auftretenden Kräfte ausgelegt sein. Erfindungsgemäß ist
nun erreicht, daß der Schwenkantrieb wesentlich weniger leistungsstark ausgelegt sein
muß, da dafür gesorgt ist, daß das Auflaufen der Kontaktfinger der verschiedenen Schaltkontakte
auf die zugeordneten Aufschiebekontakte nicht gleichzeitig, sondern zeitgleich versetzt
erfolgt. Dadurch wird erreicht, daß zeitgleich stets nur gerade die Kontaktfinger
eines Schaltkontaktes auf den zugehörigen Aufschiebekontakt auflaufen, während die
Kontaktfinger des anderen Schaltkontaktes oder der anderen Schaltkontakte entweder
nur noch am entsprechenden Aufschiebekontakt anliegend entlanglaufen oder mit dem
Aufschiebekontakt überhaupt noch nicht in Berührung stehen.
[0006] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die zuvor erläuterte Lehre der Erfindung
auszugestalten und weiterzubilden, wozu einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten
Patentansprüche, andererseits auf die Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung verwiesen werden darf. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht ein als Erdungsschalter ausgeführtes erfindungsgemäßes Hochspannungsschaltgerät,
- Fig. 2
- das Hochspannungsschaltgerät aus Fig. 1 in einer Ansicht von oben, teilweise weggebrochen,
und
- Fig. 3
- ausschnittweise, in vergrößerter Darstellung, den eigentlichen Kontaktbereich des
Hochspannungsschaltgerätes aus Fig. 1.
[0007] Das in Fig. 1 dargestellte Hochspannungsschaltgerät ist ein Erdungsschalter, der
von seinem grundsätzlichen Aufbau her zunächst drei Festkontakte 1 und mittels von
Schwenkarmen 2 in einer Schwenkebene schwenkbare, auf die Festkontakte 1 aufschiebbare
Schaltkontakte 3 aufweist. Die Festkontakte 1 weisen jeweils einen Aufschiebekontakt
4 mit einem Aufschiebeanschlag 5 und einen mehr oder weniger quer zur Aufschieberichtung
verlaufenden Befestigungsarm 6 auf. Die Schaltkontakte 3 bestehen im hier dargestellten
Ausführungsbeispiel auf zwei Paaren von Kontaktfingern 7, wobei die Kontaktfinger
7 beim Schließen beidseits auf den Aufschiebekontakt 4 auflaufen und anschließend
am Aufschiebekontakt 4 anliegend entlanglaufen, bis die Enden der Paare von Kontaktfingern
7 an den in Fig. 1 dargestellten Aufschiebeanschlägen 5 zur Anlage kommen.
[0008] Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, bilden der Aufschiebekontakt 4 und der Befestigungsarm
6 ein bogenförmiges bzw. winkelförmiges Bauteil, das in der Schwenkebene des Schaltkontaktes
liegt. Der Aufschiebekontakt 4 ragt vom Befestigungsarm 6 in Aufschieberichtung einseitig
vor. Der Bereich, in dem die Kontaktfinger 7 des Schaltkontaktes 3 beim Schließen
auf den Aufschiebekontakt 4 auflaufen, ist als Auftreffbereich 8 in Fig. 1 kenntlich
gemacht. (Sinn und Zweck dieser Ausgestaltung eines Hochspannungsschaltgerätes ist
in der DE - C - 24 09 527 im einzelnen erläutert, weshalb hier nochmals auf den Offenbarungsgehalt
dieser Patentschrift verwiesen wird.)
[0009] Für den Ausgangspunkt der Erfindung wesentlich ist, daß nebeneinander mindestens
zwei, im dargestellten Ausführungsbeispiel drei Festkontakte und an Schwenkarmen 2,
nämlich an drei Schwenkarmen 2a, 2b und 2c schwenkbare Schaltkontakte 3 vorgesehen
sind. In Fig. 1 ist nur der hinterste Schwenkarm 2c mit entsprechendem Schaltkontakt
3 eingezeichnet; gestrichelt eingezeichnet sind Teile, die zu den weiter vorne liegenden
Schwenkarmen 2a und 2b gehören.
[0010] Beim Einschalten eines Hochspannungsschaltgerätes der in Rede stehenden Art laufen
die Kontaktfinger 7 auf den Aufschiebekontakt 4 beidseits auf und werden dabei, wenn
auch häufig nur geringfügig, gespreizt, so daß an den Stromübergangsstellen ein hinreichender
Kontaktdruck geschaffen wird. Anschließend gleiten die Kontaktfinger 7 am Aufschiebekontakt
4 anliegend entlang, wobei zwar der Kontaktdruck aufrechterhalten wird, die zur Überwindung
der Gleitreibung erforderliche Kraft aber wesentlich geringer ist als die Kraft, die
beim Auflaufen der Kontaktfinger 7 zum Bewegungsbeginn und Aufspreizen der Kontaktfinger
7 erforderlich ist. Ohne weiteres wäre deshalb der gemeinsame Schwenkantrieb für die
Schwenkarme 2a, 2b, 2c der Schaltkontakt relativ leistungsstark zu dimensionieren.
Von dieser Erkenntnis ausgehend lehrt die Erfindung, daß die Kontaktfinger 7 der verschiedenen
Schaltkontakte 3 beim Schließen zeitlich nacheinander auf die zugeordneten Aufschiebekontakte
4 auflaufen.
[0011] Dies wird dadurch erreicht, daß die Schwenkarme 2 bezüglich der Schwenkebene miteinander
fluchtend angeordnet und vom Schwenkantrieb synchron angetrieben sind und die verschiedenen
Aufschiebekontakte 4 unterschiedlich weit entgegen der Aufschieberichtung vorspringend
ausgebildet sind.
[0012] Der wesentliche Kern dieser Lehre der Erfindung ist im allgemeinen Teil der Beschreibung
schon erläutert worden, so daß sich hierzu an dieser Stelle weitere Ausführungen erübrigen.
[0013] Die zuvor erläuterte Maßnahme läßt sich beispielsweise dadurch realisieren, daß der
Befestigungsarm 6 des jeweiligen Aufschiebekontaktes 4 einen unterschiedlichen Bogenverlauf
hat und die Aufschiebekontakte 4 entsprechend unterschiedlich lang sind, so daß die
Aufschiebeanschläge 5 der verschiedenen Festkontakte 1 wieder alle miteinander fluchtend
angeordnet sind.
[0014] Einerseits, weil die Aufschiebekontakte 4 häufig besonders aufwendig herzustellen
sind, andererseits, weil unter Umständen auch ein Nachrüstungsbedarf an bestehenden
Hochspannungsschaltgeräten besteht, empfiehlt sich als besonders zweckmäßige Lösung
für die zuvor erläuterte Lehre der Erfindung nun aber, daß die Festkontakte 1 eine
am Aufschiebekontakt 4 befestigte, den eigentlichen Kontakt- und Aufschiebebereich
für die Kontaktfinger 7 bildende Strombahn 9 aufweisen und die Strombahn 9 an den
verschiedenen Aufschiebekontakten 4 unterschiedlich lang ausgebildet sind. Schon in
Fig. 1 sind die drei Strombahnen 9a, 9b und 9c für die drei hier nebeneinander angeordneten
Aufschiebekontakte 4 dargestellt. Fig. 2 läßt in Draufsicht die unterschiedliche Länge
der drei Strombahnen 9a, 9b, 9c an den Schwenkarmen 2a, 2b, 2c erkennen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel gilt dabei allerdings, daß auch die drei Aufschiebekontakte 4
entsprechend den Strombahnen 9 verlängert sind.
[0015] Fig. 3 zeigt sehr schön, wie bei synchron bewegten Schwenkarmen 2 mit Kontaktfingern
7 die Kontaktfinger 7 zeitlich versetzt auf die zugeordneten Aufschiebekontakte 4
bzw. auf die Strombahnen 9a, 9b, 9c auflaufen. Fig. 3 zeigt nämlich, daß hier gerade
die Kontaktfinger 7 am Schwenkarm 2a des ersten Erdungsschalters auf die Strombahn
9a des entsprechenden Aufschiebekontakts 4 aufgelaufen sind, wohingegen die Kontaktfinger
7 der beiden anderen Schwenkarme 2b und 2c noch vor dem Auflaufen auf die entsprechenden
Strombahnen 9b und 9c stehen.
[0016] Im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Strombahnen
9 plattenförmig ausgeführt und an den Aufschiebekontakten 4 angeschraubt. Auch auf
jede andere Weise könnten aber die Strombahnen 9 an den Aufschiebekontakten 4 befestigt
sein.
[0017] Nicht dargestellt ist in der Zeichnung, daß die zuvor erwähnten Aufschiebeanschläge
5 natürlich auch an den Strombahnen 9 angeordnet sein können.
[0018] Fig. 3 läßt schließlich noch erkennen, daß bei zwei oder mehr als zwei Paaren von
Kontaktfingern 7 je Schaltkontakt 3 der Längsunterschied der Strombahnen 9a, 9b, 9c
dem größten Abstand der Kontaktfinger 7 in der Schwenkebene entsprechen sollte. Das
macht insbesondere ein Vergleich der Positionen der Kontaktfinger 7 der beiden Schwenkarme
2a und 2b gegenüber den Strombahnen 9a und 9b deutlich.
[0019] Die Fig. 2 und 3 dienen nur schematisch der Erläuterung der Erfindung. Keinesfalls
handelt es sich hier um Darstellungen, die Rückschlüsse auf die Dimensionen der Teile
des erfindungsgemäßen Hochspannungsschaltgerätes zulassen. Insbesondere ist tatsächlich
der Abstand zwischen den einzelnen Festkontakten 1 bzw. den einzelnen Schwenkarmen
2 und den davon getragenen Schaltkontakten 3 wesentlich größer, nämlich so groß, wie
es die Netzspannung erfordert. In der Regel sind jeweils ein Festkontakt 1 und ein
Schwenkarm 2 mit Schaltkontakt 3 funktionell zu einem Pol eines dreipoligen Hochspannungsschaltgerätes
zusammengefaßt, wobei die drei Pole dann eine gemeinsame Grundkonstruktion und einen
gemeinsamen Schwenkantrieb haben.
1. Hochspannungsschaltgerät, insbesondere Erdungsschalter, mit mindestens zwei nebeneinander
angeordneten Festkontakten, mit mittels von in einer Schwenkebene fluchtend angeordneten
Schwenkarmen in der Schwenkebene schwenkbaren, auf die Festkontakte aufschiebbaren
Schaltkontakten und mit einem allen Schwenkarmen gemeinsamen Schwenkantrieb, wobei
die Festkontakte jeweils einen Aufschiebekontakt mit einem mehr oder weniger quer
zur Aufschieberichtung verlaufenden Befestigungsarm aufweisen. jeder Schaltkontakt
mindestens ein Paar von Kontaktfingern besitzt und die Kontaktfinger beim Schließen
beidseits auf den Aufschiebekontakt auflaufen und anschließend am Aufschiebekontakt
anliegend entlanglaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Aufschiebekontakte (4) unterschiedlich weit entgegen der Aufschieberichtung
vorspringend ausgebildet sind, so daß die Kontaktfinger (7) der verschiedenen Schaltkontakte
(3) beim Schließen zeitlich nacheinander auf die zugeordneten Aufschiebekontakte (4)
auflaufen.
2. Hochspannungsschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Festkontakte
(1) eine am Aufschiebekontakt (4) befestigte, den eigentlichen Kontaktund Aufschiebebereich
für die Kontaktfinger (7) bildende Strombahn (9) aufweisen und die Strombahnen (9)
an den verschiedenen Aufschiebekontakten (4) unterschiedlich lang ausgebildet sind.
3. Hochspannungsschaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strombahnen
(9) plattenförmig ausgeführt und an den Aufschiebekontakten (4) angeschraubt sind.
4. Hochspannungsschaltgerät nach Anspruch 2 oder 3, wobei an jedem Aufschiebekontakt
mindestens ein Aufschiebeanschlag für die Kontaktfinger angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufschiebeanschlag an der Strombahn angeordnet ist.
5. Hochspannungsschaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwei oder mehr als
zwei Paare von Kontaktfingern je Schaltkontakt vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der Vorderkanten der Aufschiebekontakte, insbesondere der Längenunterschied
der Strombahnen (9), dem größten Abstand der Kontaktfinger (7) eines Schaltkontakts
(3) in der Schwenkebene entsprechen.
1. A high-voltage switching device, particularly an earthing switch, having at least
two fixed contacts disposed side by side, having switching contacts which can slide
on to the fixed contacts and which can swivel in a plane of swivelling by means of
two swivelling arms which are disposed aligned in the plane of swivelling, and having
a swivelling drive which is common to all the swivelling arms, wherein the fixed contacts
each have a sliding contact with a fixing arm extending more or less transversely
to the direction of sliding, each switching contact has at least one pair of contact
fingers, the contact fingers run on to the sliding contact on both sides on closure
and subsequently run along the sliding contact seated against the latter, characterised in that the different sliding contacts (4) are constructed so that they project by different
extents opposite to the direction of sliding, so that on closure the contact fingers
(7) of the different switching contacts (3) run on to the associated sliding contacts
(4) chronologically in succession.
2. A high-voltage switching device according to claim 1, characterised in that the fixed
contacts (1) comprise a current path (9) which is fixed to the sliding contact (4)
and which forms the actual contact and sliding region for the contact fingers (7),
and the current paths (9) on the different sliding contacts (4) are constructed with
different lengths.
3. A high-voltage switching device according to claim 2, characterised in that the current
paths (9) are of plate-shaped construction and are screwed on to the sliding contacts
(4).
4. A high-voltage switching device according to claim 2 or 3, wherein at least one slide
stop for the contact fingers is disposed on each sliding contact, characterised in
that the slide stop is disposed on the current path.
5. A high-voltage switching device according to any one of claims 1 to 4, wherein two
or more than two pairs of contact fingers are provided per switching contact, characterised
in that the distance between the front edges of the sliding contacts, particularly
the difference in length of the current paths (9), corresponds to the greatest distance
between the contact fingers (7) of a switching contact (3) in the plane of swivelling.
1. Appareil de distribution haute tension, en particulier interrupteur de mise à la terre,
comprenant au moins deux contacts fixes disposés l'un à côté de l'autre, des contacts
de commutation de commande aptes à coulisser sur les contacts fixes et aptes à pivoter
dans le plan de pivotement au moyen de bras de pivotement disposés à fleur dans un
plan de pivotement, et une commande de pivotement commune à tous les bras de pivotement,
dans lequel les contacts fixes présentent respectivement un contact par coulissement
muni d'un bras de fixation s'étendant plus ou moins transversalement par rapport à
la direction de coulissement, chaque contact de commande de commutation possédant
au moins une paire de doigts de contact et les doigts de contact, lors de la fermeture,
montant de part et d'autre sur le contact par coulissement et s'étendant ensuite en
s'appuyant contre le contact par coulissement, caractérisé en ce que les différents
contacts par coulissement (4) sont réalisés pour faire saillie à une distance différente
par rapport à la direction de coulissement, si bien que les doigts de contact (7)
des différents contacts de commande de commutation (3) montent, lors de la fermeture,
sur les contacts par coulissement (4) qui leur sont attribués, en succession chronologique.
2. Appareil de distribution haute tension selon la revendication 1, caractérisé en ce
que les contacts fixes (1) présentent un trajet de courant (9) fixé au contact par
coulissement (4), formant la zone de contact et de coulissement proprement dite pour
les doigts de contact (7), et les trajets (9) du courant sur les différents contacts
par coulissement (4) sont réalisés de telle sorte que leurs longueurs sont différentes.
3. Appareil de distribution haute tension selon la revendication 2, caractérisé en ce
que les trajets (9) pour le courant sont réalisés en forme de plaques et sont vissés
aux contacts par coulissement (4).
4. Appareil de distribution haute tension selon la revendication 2 ou 3, dans lequel
sur chaque contact par coulissement, est disposée au moins une butée de coulissement
pour les doigts de contact, caractérisé en ce que la butée de coulissement est disposée
sur le trajet du courant.
5. Appareil de distribution haute tension selon la revendication 4, dans lequel on prévoit,
par contact de commutation de commande, deux paires ou plus de deux paires de doigts
de contact, caractérisé en ce que l'écartement des arêtes antérieures des contacts
par coulissement, en particulier la différence de longueur des trajets (9) du courant
correspond au plus grand écartement des doigts de contact (7) d'un contact de commutation
de commande (3) dans le plan de pivotement.
