[0001] Die Erfindung betrifft eine Greiferwebmaschine mit wenigstens einem Greifer, der
an einem Greiferband angeordnet ist, das in ein Webfach einführbar und aus dem Webfach
herausziehbar ist und das innerhalb des Webfaches mittels in einer Reihe hintereinander
angeordneten, bewegbaren Führungsmitteln geführt ist, die in das Webfach hinein- und
aus dem Webfach herausbewegbar sind.
[0002] Bei bekannten Webmaschinen der eingangs genannten Art (BE 900 044 A, US 5 183 084
A) fassen die bewegbaren Führungsmittel mit hakenartigen Elementen den einem Webkamm
abgewandten Rand des Greiferbandes ein, während zusätzlich die Unterseite des Greiferbandes
unterstützt ist. Es besteht die Gefahr, daß das Greiferband mit dem Greifer sich während
des Eintragens eines Schußfadens um seine Längsachse dreht, so daß der Greifer und
das Greiferband die Führungsmittel verlassen. Dies führt dann in der Regel zu einem
fehlerhaft eingetragenen Schußfaden.
[0003] Es ist auch bekannt (EP 0 275 479 A1), ein Greiferband mit einem U-förmigen oder
doppel- T-förmigen Querschnitt zu versehen, das innerhalb des Webfaches mit in das
Webfach hineinbewegbaren Führungsmitteln geführt wird. Diese Führungsmittel sind mit
entsprechend dem Querschnitt des Greiferbandes gestalteten Aussparungen versehen,
die das Greiferband quer und lotrecht zu seiner Eben führen. Der Greifer ist bei dieser
Bauart seitlich an dem Greiferband angebracht.
[0004] Es ist auch eine Webmaschine bekannt (FR 2 552 455 A1), bei welcher mittels Fachbildungseinrichtungen
zwei übereinanderliegende Webfächer gebildet werden. Jedem dieser Webfächer ist ein
mittels eines Greiferbandes angetriebener Greifer zugeordnet. Auf der dem Greifer
gegenüberliegenden Seite des Greiferbandes ist ein Führungsteil aus Kunststoff angeordnet,
das beidseits über das Greiferband übersteht. Das Führungsteil bildet eine Gleitfläche,
mit welcher es auf dem Webkamm geführt ist. Zusätzlich sind auf der dem Webkamm gegenüberliegenden
Seite Führungsmittel angeordnet, die mit der Weblade mitbewegt werden und die sich
dabei entsprechend in die Webfächer hinein- und aus diesen wieder hinausbewegen. Diese
Führungsmittel sind jeweils mit einer Nase versehen, denen eine Längsnut des Führungsteils
zugeordnet ist. Jeweils zwei Führungsmittel sind mit ihren Nasen gleichzeitig mit
dem Führungsteil in Eingriff.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Greiferwebmaschine der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß das Greiferband und der Greifer sich nicht aufgrund eines
Verdrehens aus den Führungsmitteln herausbewegen können.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Bereich des Greifers ein Führungsteil vorgesehen
ist, das das Greiferband wenigstens einseitig verbreitert, und daß die bewegbaren
Führungsmittel mit Führungen versehen sind, die dem Greiferband und dem Führungsteil
zugeordnet sind.
[0007] Aufgrund des zusätzlichen, das Greiferband verbreiternden Führungsteils wird die
Möglichkeit des Greiferbandes eingeschränkt, sich nach aufwärts zu bewegen und zu
verdrehen. Dennoch ist es in vorteilhafter Weise möglich, den Greifer weitgehend mittig
auf einer Flachseite des Greiferbandes anzuordnen.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß der gegenseitige Abstand der
bewegbaren Führungsmittel in Längsrichtung des Greiferbandes derart auf die Länge
des Führungsteils abgestimmt ist, daß jeweils wenigstens zwei Führungsmittel gleichzeitig
mit dem Führungsteil in Eingriff sind. Dadurch wird eine besonders sichere Führung
des Führungsteils gewährleistet, das sich dann auch nicht zwischen den Führungsmitteln
verdrehen oder nach oben bewegen kann.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Führungsteil Führungsflächen
aufweist, die mit Führungen der bewegbaren Führungsmittel eine Seitenführung bilden.
Damit wird die Genauigkeit der Führung weitgehend nur von dem Führungsteil und dem
diesen zugeordneten Führungsmitteln bestimmt.
[0010] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die stationären
Führungsmittel das Greiferband quer und lotrecht zu seinen Flachseiten führen und
Aussparungen aufweisen, die einen Abstand zu den Führungsflächen des Führungsteils
aufweisen. Damit wird erreicht, daß die stationären Führungsmittel das Greiferband
quer und lotrecht zu seinen Flachseiten ausrichten, während die in das Webfach hineinbewegbaren
Führungsmittel dem Führungsteil zugeordnet sind. Damit läßt sich die Gefahr eines
Verschleißes des Greiferbandes wesentlich vermindern, da eventuelle Fehlausrichtungen
der bewegbaren Führungsmittel in Relation zu den stationären Führungsmitteln nicht
zu einem Verschleiß des Greiferbandes führen.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die stationären Führungsmittel
und die bewegbaren Führungsmittel mit Führungen versehen sind, die jeweils an unterschiedlichen
Stellen des Greiferbandes befindlichen Führungsflächen zugeordnet sind.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen.
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Greiferwebmaschine in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 in größerem Maßstab,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1 in größerem Maßstab,
- Fig. 4
- einen nochmals vergrößerten Ausschnitt F4 der Fig. 3 im Bereich der stationären Führungsmittel,
- Fig. 5
- einen ebenfalls nochmals vergrößerten Ausschnitt F5 der Fig. 2 im Bereich der bewegbaren
Führungsmittel,
- Fig. 6
- eine Ansicht in Richtung des Pfeiles F6 der Fig. 3 auf die stationären und die bewegbaren
Führungsmittel,
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6 im Bereich der bewegbaren Führungsmittel,
- Fig. 8
- einen Schnitt ähnlich Fig. 7 im Bereich der stationären Führungsmittel,
- Fig. 9
- eine abgewandelte Ausführungsform als Schnitt ähnlich Fig. 8,
- Fig. 10
- einen Schnitt einer abgewandelten Ausführungsform ähnlich Fig. 7,
- Fig. 11
- einen Teilschnitt im Bereich von bewegbaren Führungsmitteln mit einem zur Führung
eines Greiferbandes und eines Führungsteils dienenden Webladenprofil,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf die Ausführungsform nach Fig. 11,
- Fig. 13 und 14
- Teilschnitte ähnlich Fig. 11 durch weitere Ausführungsbeispiele und
- Fig. 15 und 16
- Teilschnitte durch weitere Ausführungsformen von in ein Webfach hineinbewegbaren Führungsmitteln.
[0013] Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Greiferwebmaschine enthält zwei Greiferbänder (1)
für einen Übergabegreifer (2) und einen Übernahmegreifer (3). Das mit einer Antriebseinrichtung
(4) angetriebene Greiferband (1) bewegt den Übergabegreifer (2) mit dem einzubringenden
Schußfaden bis in den Bereich der Mitte der Greiferwebmaschine, wo der Übernahmegreifer
(3), dessen Greiferband (1) ebenfalls mittels Antriebsmitteln (4) angetrieben ist,
den Schußfaden übernimmt und zur gegenüberliegenden Seite transportiert. Die Antriebsmittel
(4), die im Bereich von Seitengestellen (5) angeordnet sind, enthalten ein beispielsweise
über ein Getriebe angetriebenes Antriebsrad (6) für die beiden Greiferbänder (1).
Die Greiferbänder (1) werden mittels Führungsblöcken (7) in Kontakt zu dem jeweiligen
Antriebsrad (6) gehalten.
[0014] Die Greiferwebmaschine ist ferner mit einer Weblade (8) versehen, die in den Seitengestellen
(5) gelagert ist und die mittels mit den Antriebsmitteln (4) synchronisierten Antriebsmitteln
(10) angetrieben ist.
[0015] Die Greiferwebmaschine ist ferner mit einer Einrichtung zur Fachbildung versehen,
die aus Kettfäden (19, 20) jeweils Webfächer bildet, in die die Schußfäden eingetragen
werden. Die Weblade (8) besitzt eine Webladenachse (15), die mit einem Webladenprofil
(16) versehen ist, an dem ein Webkamm (9) mittels Befestigungsmitteln (17) befestigt
ist. Nach dem Einbringen der Schußfäden werden diese an dem Tuch (22) durch eine entsprechende
Verschwenkung der Weblade (8) angeschlagen. An dem Webladenprofil (16) ist der Webkamm
(9) mittels Klemmeinrichtungen befestigt. Ferner sind an dem Webladenprofil (16) über
ein Zwischenprofil (18) Führungsmittel (12) befestigt, die insbesondere aus Fig. 2
ersichtlich sind. Diese Führungsmittel (12), die mittels Schrauben (21) an dem Zwischenprofil
(18) befestigt sind, werden mit der Weblade (8) derart verschwenkt, daß sie dabei
sich in das jeweils gebildete Webfach (14) hineinbewegen und anschließend wieder herausbewegt
werden.
[0016] Außerhalb des Bereiches des Webfaches (14) sind stationäre Führungsmittel (11) im
Bereich der Seitengestelle (5) für die Greiferbänder (1) vorgesehen. Wenn die bewegbaren
Führungsmittel (12) mit den stationären Führungsmitteln (11) fluchten, werden die
Greiferbänder (1) entsprechend der Pfeilrichtung (A) in die Webfächer eingeführt und
wieder zurückgeführt. Die Weblade (8) befindet sich dabei in ihrer am weitesten zurückgeschwenkten
Position, d.h. der hinteren Position. Wenn anschließend die Weblade (8) den Webkamm
(9) zum Tuchrand verschwenkt, bewegen sich die in einer Reihe hintereinander angeordneten
Führungselemente entsprechend mit, wie in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist.
[0017] Wie im nachstehenden noch im einzelnen erklärt werden wird, führen die stationären
Führungsmittel (11) die Greiferbänder (1) parallel und lotrecht zu ihren Flachseiten.
Dabei sind Führungen der Führungsmittel (11) unmittelbar Führungsflächen der Greiferbänder
(1) zugeordnet. Im Bereich des Webfaches (14) dagegen wird die Führung, insbesondere
die Seitenführung, im wesentlichen von einem Führungsteil (13) bestimmt, das jeweils
im Bereich der beiden Greifer (2 und 3) an dem zugehörigen Greiferband und/oder an
dem Greifer (2, 3) angebracht ist. Dieses Führungsteil bestimmt in Verbindung mit
den Führungsmitteln (12) im wesentlichen die seitliche Position im Bereich des Greifers.
Die Führungsmittel (12) führen jedoch die Greiferbänder (1) auf der oberen und unteren
Flachseite zusätzlich. Da die stationären Führungsmittel (11) und die bewegbaren Führungsmittel
(12) unterschiedlichen Führungsflächen zugeordnet sind und insbesondere auch unterschiedlichen
Bauteilen bezüglich der Seitenführung, nämlich den Greiferbändern (1) einerseits und
den Führungsteilen (13) andererseits, ist die Gefahr eines Verschleißes der Greiferbänder
wesentlich reduziert. Darüber hinaus ist ein störender Einfluß einer etwas ungenauen
Montage der bewegbaren Führungsmittel (12) in bezug auf die stationären Führungsmittel
(11) weniger störend. Insbesondere wird aber auch der Vorteil erhalten, daß die Greiferbänder
(1) sich nicht mit den Greifern (2, 3) um ihre Längsachse verdrehen können, da sowohl
die Führungsteile (13) als auch die Greiferbänder (1) von den bewegbaren Führungsmitteln
an ihren Oberseiten und Unterseiten geführt werden. Im Bereich der Führungsteile (13),
in welchem die Greiferbänder (1) um die Führungsteile (13) verbreitert sind, wird
diese Baueinheit etwa über annähernd die Hälfte ihrer Gesamtbreite zwischen einer
oberen und unteren Führung geführt, so daß es praktisch ausgeschlossen ist, daß sich
die Greiferbänder (1) mit den Greifern (2, 3) um ihre Längsachse drehen und die Führungsmittel
(12) verlassen könnten.
[0018] Wie in Fig. 4 und 5 dargestellt ist, weisen die Greiferbänder (1) im Bereich der
beiden Stirnseiten und in dem Randbereich der oberen und unteren Flachseiten Führungsflächen
(23, 24, 25, 26) auf, die mit Führungen (27, 28, 29, 30) der stationären Führungsmittel
(11) zusammenarbeiten, jedoch nicht mit den bewegbaren Führungsmitteln (12).
[0019] Die stationären Führungsmittel (11) besitzen eine Aussparung, die im Bereich des
einen Randes der Greiferbänder (1) diesem Randbereich zugeordnete Führungen (27, 28,
29) bilden, die jeweils unter einem rechten Winkel aneinander anschließen. Auf der
gegenüberliegenden Seite ist eine Führung (30) vorgesehen, die der als Führungsfläche
(26) dienenden Stirnfläche des Greiferbandes (1) zugeordnet ist, das einen im wesentlichen
rechteckigen Querschnitt aufweist. In den übrigen Bereichen ist die Aussparung der
stationären Führungsmittel (11) gegenüber dem Greiferband (1) derart zurückgesetzt,
daß das Greiferband (1) in diesen Bereichen nicht berührt wird.
[0020] Das Führungsteil (13) besitzt einen leistenförmigen Körper, der das Greiferband seitlich
und nach unten überragt. Die Aussparung der stationären Führungsmittel (11) ist derart
gestaltet, daß sie diesen leistenförmigen Körper des Führungsteils (13) mit Abstand
umgeben, d.h. nicht berühren und auch keine Führungsfunktion für dieses Führungsteil
(13) besitzen. Der leistenförmige Körper des Führungsteils (13) ist anschließend an
die Stirnseite (26) des Greiferbandes (1) mit einer Aussparung versehen, in die ein
die Führung (30) bildender Ansatz der stationären Führungsmittel (11) hineinragt,
der nur die als Führungsfläche (26) dienende Stirnseite des Greiferbandes führt, jedoch
zu dem Führungsteil (13) einen Abstand einhält. Die Greiferbänder (11) werden somit
im Bereich der stsationären Führungsmittel lotrecht zu ihrer Flachseite (Pfeilrichtung
B) und parallel zu ihren Flachseiten (Pfeilrichtung C) mittels der stationären Führungsmittel
(11) geführt.
[0021] Die mit der Weblade (8) bewegbaren Führungsmittel (12), die fluchtend in einer Reihe
an dem Zwischenprofil (18) angebracht sind, besitzen eine Aussparung, die dem leistenförmigen
Körper des Führungsteils (13) angepaßt ist und die jeweils in rechtem Winkel aneinander
anschließende Führungen (31, 32, 33, 34) für entsprechend angeordnete Führungsflächen
des Führungsteils (13) bilden. Der obere Steg der Führungsmittel (12) ist bis dicht
an die Greifer (2 oder 3) hin verlängert, so daß er hakenförmig die obere Flachseite
des Greiferbandes (1) übergreift. In diesem Bereich bildet die obere Flachseite des
Greiferbandes eine Führungsfläche (35) für die Führung (37) der Führungsmittel (12).
Der untere Steg der Führungsmittel (12) erstreckt sich bis über die Mitte der Greiferbänder
(1) hinaus und bildet eine Führung (38) für einen Bereich der unteren Flachseite des
Greiferbandes (36), die hier als eine Führungsfläche (36) dient.
[0022] Da die Führungsflächen (23, 24, 25, 26) der Greiferbänder (1) nicht mit Führungen
der bewegbaren Führungsmittel (12) in Brührung kommen, haben diese bewegbaren Führungsmittel
(12) auch keinen Einfluß auf einen Verschleiß dieser Führungsflächen. Damit wird ein
relativ geringer Verschleiß erhalten, so daß die Greiferbänder (1) ständig in einer
eindeutigen Position durch die stationär angeordneten Führungsmittel (11) gehalten
werden. Da dabei die Greiferbänder (1) parallel zu den Flachseiten (Pfeilrichtung
B) und parallel zu den Flachseiten (Pfeilrichtung C) von den stationären Führungsmitteln
(11) geführt werden, ergibt sich der Vorteil, daß abrupte Bewegungen der Greiferbänder
(1) oder Schwingungen in den Greiferbändern vermieden werden, wenn die Greiferbänder
(1) und/oder das Führungsteil (13) die stationären Führungsmittel (11) verlassen oder
in diese eingeführt werden. Ein Verschleiß an den den bewegbaren Führungsmitteln (12)
zugeordneten Führungsflächen (35 und 36) der Greiferbänder (1) hat keinen Einfluß
auf die Führung der Greiferbänder (1) in den stationären Führungsmitteln (11). Ebenso
hat ein Verschleiß an diesen Stellen keinen Einfluß auf die Führung des Führungsteils
(13) in den bewegbaren Führungsmitteln (12). Eine Verminderung der Schwingungen führt
auch zu dem Vorteil, daß die Führungsflächen (35 und 36) einem geringerem Verschleiß
ausgesetzt sind.
[0023] Die Anbringung des Führungsteils (13) ist in Fig. 6 bis 8 dargestellt. Hierzu ist
im Bereich der Endes des Greifverbandes (1) eine Aussparung eingearbeitet, in die
das Führungsteil mit einem Ansatz eingesetzt ist, der im wesentlichen bündig mit der
unteren Flachseite des Greiferbandes (1) verläuft. Die Aussparung erstreckt sich nicht
bis in den Bereich der Führungsfläche (25) des dem Führungsteil (13) gegenüberliegenden
Randes des Greiferbandes (1),so daß ein ununterbrochener Übergang zwischen dieser
Führungsfläche (25) und der als weitere Führungsfläche (24) dienenden Stirnseite des
Greiferbandes (1) gegeben ist. Dadurch wird vermieden, daß sich zwischen dem Greiferband
(1) und dem Führungsteil (13) Kettfäden verhaken können, wodurch Kettfadenbrüche entstehen
könnten. Dies ist wichtig bei falsch getrennten Kettfäden, insbesondere bei Kettfäden,
die sich unterhalb des Greiferbandes befinden, während sie sich normalerweise bei
den oberen Kettfäden (19) befinden sollten. Da die Führungsflächen (24 und 25), die
die Kettfäden berühren können, nur einem geringen Verschleiß unterliegen, bleiben
diese Führungsflächen (24, 25) intakt, so daß durch diese keine Kettfäden beschädigt
werden. Das Führungsteil (13) erstreckt sich auch nicht bis in den Bereich der Führung
(29). Der Ansatz des Führungsteils (13) wird zusammen mit den Greifern (2 und 3) mit
Schrauben (65) und Muttern (66) derart an dem Greiferband (1) befestigt, daß dieses
Greiferband (1) zwischen dem Greifer (2, 3) und dem Führungsteil (13) eingespannt
ist.
[0024] Wie aus Fig. 6 ferner ersichtlich ist, ist der Abstand der in einer Reihe angeordneten
Führungsmittel in bezug auf die Länge des Führungsteils (13) so gewählt, daß sich
wenigstens zwei und möglichst drei Führungsmittel (12) in Eingriff mit dem Führungsteil
(13) befinden. Aus Fig. 6 ist ferner zu ersehen, daß die Greiferbänder mit Aussparungen
(39) versehen sind, die einer Verzahnung des Antriebsrades (6) der Antriebseinrichtung
zugeordnet sind.
[0025] Wie in Fig. 9 dargestellt ist, können im Bereich der Führungsflächen (35, 36) der
Greiferbänder (1), die an sich mit den Führungen (37, 38) der bewegbaren Führungsmittel
(12) zusammenarbeiten, weitere Führungen (40, 41) in den stationären Führungsmitteln
(11) vorgesehen werden. Falls sich die Führungsflächen (35, 36) an den bewegbaren
Führungsmitteln (12) abnutzen, so ist das nicht allzu schädlich, da die Greiferbänder
(1) nach wie vor parallel und lotrecht zu den Flachseiten an den Führungsflächen (23,
24, 25, 26) geführt sind.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.10 ist vorgesehen, daß der leistenartige Körper
des Führungsteils (13) mit einer Längsrille (42) versehen ist, in die eine rippenartige
Führung (43) der bewegbaren Führungsmittel (12) eingreift. Damit kann unter Umständen
die Gefahr verringert werden, daß sich Kettfäden an den Führungsmitteln (12) festhalten,
insbesondere bei bestimmten Bindungen und/oder bei nicht korrekt getrennten Kettfäden.
[0027] Bei einer abgewandelten Ausführungsform wird vorgesehen, daß das Führungsteil (13)
spiegelbildlich auf der oberen Flachseite des Greiferbandes (1) befestigt wird, so
daß sich sein Ansatz dann zwischen dem Greiferband (1) und dem Greifer (2 oder 3)
befindet.
[0028] Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 und 12 ist das Greiferband (1) mittels eines
Führungsteils (13) verbreitert, das die gleiche Stärke wie das Greiferband (1) aufweist.
Auf dem Greiferband (1) ist im wesentlichen in mittiger Anordnung ein Greifer (2)
angebracht. Das Führungsteil (13) ragt zu beiden Seiten über das Greiferband (1) hinaus
und wird zwischen den bewegbaren Führungsmitteln (12) und dem Webkamm (9) seitlich
geführt. Auf der dem Webkamm (9) abgewandten Seite bildet es eine wesentliche Verbreiterung,
während es auf der dem Webkamm (9) zugewandten Seite nur einen schmalen Rand bildet.
Das Greiferband (1) und das Führungsteil (13) werden aus einem Zwischenprofil (18)
geführt, das mit der Weblade (8) in nicht näher dargestellter Weise verbunden ist.
Die Führungsfläche des Zwischenprofils (18) ist mit einer vorzugsweise elastischen
Beschichtung (60) versehen. An dem Zwischenprofil (18) sind mittels Schrauben hakenförmige
Führungsmittel (12) befestigt, die sich mit ihrem Quersteg über die Oberseite des
Führungsteils bis dicht an den Greifer (2) hin erstrecken, so daß sie auch noch den
Randbereich des Greiferbandes (1) abdecken. Das Greiferband (1) und das Führungsteil
(13) werden seitlich zwischen den nach oben ragenden Stegen der Führungsmittel (12)
und dem Webkamm (9) mit relativ großem Spiel geführt. Da die Querstege der Führungsmittel
(12) sich über das Führungsteil (13) und das Greiferband (1) erstrecken, wird dieses
Führungsteil und das Greiferband mit ausreichender Sicherheit gegen eine Aufwärtsbewegung
oder eine Verdrehbewegung um seine Längsachse gehindert. Auch diese Verbreiterung
hat den Vorteil, daß das Webfach (14) in seiner Höhe nicht vergrößert werden muß.
[0029] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.11 gleiten das Greiferband (1) und das Führungsteil
(13) auf den unteren Kettfäden (20). Das Führungsteil ist mittels Schrauben und Muttern
(66) lösbar an dem Greifer (2 und 3) befestigt. Bei anderen Ausführungsformen ist
das Führungsteil nur an einem Greifer oder nur an einem Greiferband (1) angebracht.
[0030] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 11 im wesentlichen dadurch, daß das Führungsteil (13) eine größere Höhe
aufweist als das Greiferband (1). Die hakenförmigen Führungsmittel (12) dienen somit
nur als Führung für das Führungsteil (13), ohne die obere Flachseite des Greiferbandes
(1) zu berühren. Dadurch wird ein Verschleiß an dem Greiferband (1) eingeschränkt.
Das Führungsteil (13) übergreift den Rand des Greiferbandes (1) derart, daß die hakenförmigen
Führungsmittel (12) möglichst dicht an den Greifer (2) herangeführt werden können,
der auch hier wieder im wesentlichen mittig auf dem Greiferband (1) angeordnet ist.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 wird nur die untere Flachseite des Greiferbandes
(1) von der Beschichtung (60) des Zwischenprofils (18) unterstützt. Das Führungsteil
(13) befindet sich seitlich neben dem Greiferband auf der dem Webkamm (9) abgewandten
Seite. Es wird von C-förmigen Führungsmitteln (12) aufgenommen, die die Oberseite
und die Unterseite des Führungsteils zwischen sich führen.
[0032] Bei der Ausführungsform nach Fig. 15 unterstützen die mit einer Weblade bewegbaren
Führungsmittel (12) das Greiferband (1) und das Führungsteil (13) sowohl auf der oberen
Flachseite als auch auf der unteren Flachseite, d.h. auf den unteren Flachseiten.
Das Führungsteil (13) besitzt eine größere Stärke als das Greiferband (1), auf dem
auch hier wieder ein Greifer (2) mittig angeordnet ist. Das Führungsteil (13) ist
in einer von Seitenflächen begrenzten Aussparung (61) geführt, so daß diese Führungsmittel
(12) das Führungsteil (13) parallel zu den Flachseiten des Greiferbandes und auch
lotrecht dazu führen.
[0033] Bei der Ausführungsform nach Fig. 16 ist das Führungsteil (13) mit einem nach unten
über die Unterseite des Greiferbandes (1) überstehenden Ansatz (64) versehen, dem
Aussparungen der bewegbaren Führungsmittel (12) zugeordnet sind. Diese Aussparungen
bilden mit einer Seitenflanke (63) und einer gegenüberliegenden Führungsfläche des
Ansatzes (64) des Führungsteils (13) eine Querführung.
[0034] Wie ferner in Fig. 16 dargestellt ist, ist es auch möglich, das Greiferband auf der
dem Webkamm (9) zugeordneten Seite mittels eines hakenförmigen Ansatzes (67) des Führungsteils
(13) zu verbreitern. Dieser hakenförmige Ansatz (67) umgreift die bewegbaren Führungsmittel
(12) und bildet somit auch eine Sicherheit gegen ein Abheben des Greifers (2) und
des Greiferbandes (1).
[0035] In ähnlicher Weise können auch an dem Greifer (2) selbst derartige Führungselemente
angebracht sein, die mit den bewegbaren Führungsmitteln (12) zusammenarbeiten. Beispielsweise
kann der hakenförmige Ansatz (67) Bestandteil des Greifers sein. In weiterer Abwandlung
ist in Fig. 16 ebenfalls dargestellt, das der Greifer mit einem leistenförmigen Führungsansatz
(68) versehen ist, der der Oberkante der Führungsmittel (12) zugeordnet ist.
[0036] Anhand der vorstehenden Ausführungsbeispiele ist erläutert worden, daß ein Führungsteil
(13) im Bereich des Greifers (2 oder 3) des Greiferbandes vorgesehen ist. Es ist selbstverständlich
auch möglich, zusätzlich zu einem derartigen Führungsteil ein oder mehrere ähnliche
Führungsteile verteilt über die Länge des Greiferbandes (1) vorzusehen.
1. Greiferwebmaschine mit wenigstens einem Greifer (2, 3), der an einem Greiferband (1)
angeordnet ist, das in ein Webfach (14) einführbar und aus dem Webfach herausziehbar
ist und das innerhalb des Webfaches mittels in einer Reihe hintereinander angeordneter,
bewegbarer Führungsmittel (12) geführt ist, die in das Webfach hinein- und aus dem
Webfach herausbewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Greifers (2,
3) ein Führungsteil (13) vorgesehen ist, das das Greiferband (1) wenigstens einseitig
verbreitert, und daß die bewegbaren Führungsmittel (12) mit Führungen versehen sind,
die dem Greiferband (1) und dem Führungsteil (13) zugeordnet sind.
2. Greiferwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand
der bewegbaren Führungsmittel (12) in Längsrichtung des Greiferbandes (1) derart auf
die Länge des Führungsteils (13) abgestimmt ist, daß jeweils wenigstens zwei Führungsmittel
(12) gleichzeitig mit dem Führungsteil (13) in Eingriff sind.
3. Greiferwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil
(13) Führungsflächen aufweist, die mit Führungen der bewegbaren Führungsmittel (12)
eine Seitenführung bilden.
4. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb
des Webfaches (14) stationäre Führungsmittel (11) angeordnet sind, die das Greiferband
(1) quer und lotrecht zu seinen Flachseiten führen und die Aussparungen aufweisen,
die einen Abstand zu den Führungsflächen des Führungsteils (13) aufweisen.
5. Greiferwebmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die stationären Führungsmittel
(11) und die bewegbaren Führungsmittel (12) mit Führungen versehen sind, die jeweils
an unterschiedlichen Stellen des Greiferbandes (1) befindlichen Führungsflächen zugeordnet
sind.
6. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
bewegbaren Führungsmittel (12) hakenförmige Elemente enthalten, die die Oberseite
des Führungsteils (13) und des Greiferbandes (1) übergreifen.
7. Greiferwebmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die hakenförmigen
Führungsmittel an einem Webladenprofil (18) angebracht sind, dessen Oberseite eine
Führungsbahn für das Greiferband (1) und/oder das Führungsteil (13) bildet.
8. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
bewegbaren Führungsmittel (12) mit voneinander getrennten Führungen versehen sind,
die einerseits der Unterseite des Greiferbandes (1) und andererseits der Unterseite
des Führungsteils (13) zugeordnet sind.
9. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsteil (13) einen leistenförmigen Führungskörper aufweist, der das Greiferband
(1) derart überragt, daß er vier paarweise parallel zueinander verlaufende Führungsflächen
aufweist, die jeweils Führungen der beweglichen Führungsmittel (12) zugeordnet sind.
10. Greiferwebmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsteil (13)
seitlich neben dem Greiferband (1) mit einer Aussparung versehen ist, in die ein Führungsansatz
der stationären Führungsmittel (11) hineinragt, der eine Führung (30) für eine Seitenfläche
(26) des Greiferbandes (1) bildet.
11. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Seitenrand des Greiferbandes (1) mit C-förmig angeordneten Führungen (27, 28,
29) der stationären Führungsmittel (11) eingefaßt ist.
12. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Führungsteil (13) das Greiferband (1) beidseits überragt und zwischen den bewegbaren
Führungsmitteln (12) und einem Webkamm (9) seitlich geführt ist.
13. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Führungsteil (13) mit einem Ansatz in eine Aussparung des Greiferbandes (1) eingesetzt
ist, die außerhalb des Bereiches der den stationären Führungsmitteln (11) zugeordneten
Führungsflächen (25, 29) liegt.
14. Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
das Greiferband (1) auf der dem Webkamm (9) zugewandten Seite einen ununterbrochenen
Rand aufweist.