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EP 0 576 964 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.1996 Patentblatt 1996/51 |
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Anmeldetag: 22.06.1993 |
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Schneid- und Umformpresse mit einem oder mehreren Antriebzylindern und einem Gelenkhebelantrieb
Cutting and shaping press with one or more drive cylinders and a toggle link
Presse à découper et à déformer avec un ou plusieurs vérins d'entraînement et à genouillère
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
22.06.1992 DE 4220043
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.01.1994 Patentblatt 1994/01 |
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Patentinhaber: Verhoefen, Ulrich |
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D-63584 Gründau (DE) |
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Erfinder: |
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- Verhoefen, Ulrich
D-63584 Gründau (DE)
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Vertreter: Reichel, Wolfgang, Dipl.-Ing. et al |
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Reichel und Reichel
Parkstrasse 13 60322 Frankfurt 60322 Frankfurt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 250 610 DE-A- 3 517 492 GB-A- 2 052 370
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EP-A- 0 283 532 DE-A- 3 517 492
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneid- und Umformpresse mit einem oder mehreren Antriebzylindern
und einem Gelenkhebelantrieb für einen Pressenstößel, bei der der bzw. die Antriebzylinder
mit einer Brücke verbunden ist bzw. sind, mit zwei durch einen Pressenständer hindurchgeführten,
höhenverstellbaren Gewindespindeln, die an ihren Enden angebrachte Lagerböcke zum
Anlenken des Gelenkhebelantriebs innerhalb des Pressenstößels positionieren.
[0002] Eine derartige Schneid- und Umformpresse mit einem hydromechanischen Gelenkhebelantrieb
ist aus der EP-B 0 283 532 bekannt. Bei dieser Umformpresse ist der Antriebzylinder
für den Pressenstößel durch eine im Ständer zwischen seitlichen Führungen angeordnete,
über eine mit diesen durch Gewindespindeln oder sonstige höhenverstellbare Mittel
verbundene Brückenkonstruktion getragen, die innerhalb des Bereiches des Freiraumes
des rahmenförmigen Pressenständers abestützt ist. Die Brückenkonstruktion verbindet
die beidseitig symmetrisch zur Pressenmittellage angeordneten Lagerachsen und nimmt
eine Mittenführung für die Kolbenstange durch einen ersten Gelenkpunkt auf. Die beiden
Lagerachsen bilden mit weiteren anschließenden Gelenkpunkten ein in sich starres verschwenkbares
Dreieck, dessen zur Mitte des Pressenstößels gerichteter Gelenkpunkt jeweils über
mindestens zwei über einen zweiten Gelenkpunkt gekoppelte Antriebshebelteile zum ersten,
in Richtung der Mittenführung beweglichen Gelenkpunkt führt. Der zweite Gelenkpunkt
führt im unteren Bereich der Mittenführung in eine separate Kurve über und die Gelenkpunkte
des Dreiecks sind durch einen fortsetzenden Hebelteil mit dem Pressenstößel verbunden.
[0003] In der EP-B 0 250 610 ist eine Gelenkhebel-, Schneid- und Umformpresse aus einem
Einfach- oder Mehrfachpressenständer und wenigstens einem in der Regel geschlossenen
rahmenförmig ausgebildeten Pressenstößel beschrieben, der mit dem - jeweils zwischen
zwei mit ihren Gelenken zur Pressenmitte hin ausknickenden, symmetrisch gleichen Gelenkhebelsystemen
- Druckmittelzylinderantrieb verbunden ist. Der Kolben des Druckmittelzylinderantriebs
ist mit dem Ende seiner Kolbenstange mit dem im Pressenständer geführten Mehrgelenkträger
verbunden, an dem mindestens zwei Lenker beweglich angeordnet sind, die ihrerseits
an dem Pressengestell höhenverstellbar und im Pressenstößel zum Pressentisch gerichtet,
schwenkbar gelagert sind. Für den Druckmittelzylinderantrieb gilt die Beziehung, daß
der Hubweg des Kolbens gleich dem Weg des Mehrgelenkes, gegebenenfalls abzüglich des
Hubweges des Pressenstößels ist. Durch diese Ausbildung entsteht eine bestimmte Art
von Presse, nämlich eine sogenannte "Differenzwegpresse"
, die dadurch weitergebildet werden soll, daß der Arbeitsbereich des Pressenstößels
unabhängig vom Stößelhub bei uneingeschränkter Aufrechterhaltung der Stößelführung
in relativ weiten Grenzen einstellbar ist und daß die Ständerkonstruktion die Auffederung
des Pressenständers auf ein gegen Null gehendes Maß im Interesse einer hohen Schnittgenauigkeit
minimiert. Hierzu ist vorgesehen, daß der Pressenständer ein auf Front- und Stirnseite
partiell geschlossener Zweiständerrahmen ist, daß synchronantreibbare Spindeln, die
durch in dem oberen Querträger des Pressenständers ausgebildete Gewindeführungen getragen
sind, in den an beiderseitig am Pressenständer vorgesehen höheneinstellbaren Führungstraverse
ausgebildeten Spindellagern enden, und daß die Führungstraversen an ihrer Unterseite
mit Gelenklagern zur hängenden Anordnung der mit dem Pressenstößel verbundenen Gelenkhebelpaare
versehen sind. Bei dieser Konstruktion ist der Pressenstößel rahmenförmig ausgebildet
und direkt mit dem Druckmittelzylinderantrieb verbunden, wie dies bei Differenzwegpressen
verlangt wird.
[0004] Aus der DE-C 29 25 416 ist eine Schneidpresse mit zwischen zwei, mit ihren Kniegelenken
zur Pressenmitte hin ausknickenden und zu dieser symmetrisch gleichen Kniehebelsystemen
angeordnetem Druckmittelzylinderantrieb bekannt, dessen Kolben mit dem Ende seiner
Kolbenstange am pressenmittigen Verbindungsgelenk zweier Lenker angreift, die mit
ihren anderen Enden an den Kniehebelsystemen angelenkt sind, wobei das Verbindungsgelenk
mit Hilfe des Pressenständers eine Führung quer zur Kolbenstangenrichtung besitzt.
Der Druckmittelzylinderantrieb stützt sich direkt am Pressenstößel ab, wobei der Zylinder
am Pressenstößel befestigt ist. Der Pressenstößel ist als Rahmen ausgebildet, in dem
unter anderem auch der Druckmittelzylinderantrieb angebracht sein kann.
[0005] Bei den bekannten Umform- und Schneidpressen muß die im Pressenständer abgestützte
Führung des Kolbenstangenendes in ihrer Position zum Stößel ausgerichtet werden. Diese
Justierarbeit ist jeweils aufwendig und ist bei jedem Einsetzen des Stößels in den
Pressenständer bei Montage und nach eventuellen Unterhaltsarbeiten erforderlich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schneid- und Umformpresse der eingangs beschriebenen
Art so zu verbessern, daß der Pressenstößel bei leichterer Bauweise als bekannte Pressenstößel
bei außermittiger Stößelbelastung eine geringere Stößelschieflage erfährt und somit
die Stößeldeformation sehr gering gehalten werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in der Weise gelöst, daß ein mit der Kolbenstange
des Antriebzylinders verbundener Mehrgelenkträger in dem Pressenstößel geführt ist.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung ist der Pressenstößel in Richtung Antriebzylinder
offen und er gleitet mit seinem seitlich allseits geschlossenen Flächen entlang von
Führungen, die auf den Innenseiten und nahe den Ecken des Pressenständers lagefest
angebracht sind. Desweiteren sind Gleitplatten parallel zu den Längsseitenwänden des
Pressenstößels in seinem Inneren angeordnet und es weist jede Gleitplatte eine mittige
Führung für den Mehrgelenkträger auf und ist im Pressenstößel abgestützt.
[0009] Ein über dem Anlenkpunkt des am Stößel angelenkten Pleuels durchgehend verlaufender
Zwischenboden gibt dem Stößel eine sehr große Verwindungssteifigkeit.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung sind die mittigen Führungen als Nuten in den Gleitplatten
ausgebildet.
[0011] Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der Patentansprüche
7 bis 13.
[0012] Mit der Erfindung werden die Vorteile erzielt, daß ein kleineres Kippmoment als bei
bekannten Schneid- und Umformpressen auf den Pressenstößel übertragen wird. Ferner
ist der Pressenstößel in sich starr. Die geschlossenen und verrippten Seitenwände
deformieren sich praktisch nicht im Gegensatz zu den bekannten rahmenförmigen Stößeln
deren Seiten durchfedern und die sich bei außermittiger Stößelbelastung parallelogrammartig
verformen. Die im Stößelinnern geführten Gleitplatten in welchen die Führungen des
Kolbenstangenendes angebracht sind verringern durch ihre auf den Stößel wirkenden
Reaktionskräfte im besonderen bei außermittiger Stößelbelastung das auf den Stößel
wirkende Kippmoment und reduzieren damit zusätzlich dessen Schiefstellung. Außerdem
entfallen die Justierarbeiten der relativen Lage von Kolbenstangenführungen zum Stößel.
[0013] Durch die im Pressenstößel geführten Mehrgelenkträger wird die auf den Stößel wirkende
freie horizontale Kraft kompensiert. Der Stößel ist also zu jeder Zeit und bei jeder
Lager der außermittigen Pressenbelastung in horizontaler Richtung kräftemäßig ausgeglichen.
Daher wirken keine freien Querkräfte auf den Stößel. Bei außermittiger Pressenbelastung
ist das auf den Stößel wirkende Kippmoment reduziert.
[0014] Die kleineren Stößeldeformationen, die geringere Stößelschiefstellung und die gewährleistete
korrekte Position der Kolbenstangenführung zum Stößel wirken sich einzeln vorteilhaft
auf die Werkzeugstandzeit aus. Das Gleiten des Stößels entlang von Führungen ergibt
von selbst eine Ausrichtung des Mehrgelenkträgers zum Triebwerk. Ohne zusätzlichen
Aufwand ist ein einwandfreier Hubablauf des Stößels gegeben. Dies ist auch der Fall
nach allfälligen Reparaturen oder Revisionen.
[0015] Von Vorteil ist auch, daß sich eine größere nutzbare Pressenstößelfläche ergibt,
da wesentliche Teile im Innern des Pressenstößels angeordnet sind. Da der Pressenstößel
allseits seitlich geschlossen ist, wird das Eindringen von Schneidöl und Schmutz in
den Schmierkreislauf der Schneid- und Umformpressen verhindert.
[0016] Der oben offene und seitlich allseits geschlossene Stößel deformiert nicht, insbesondere,
wenn er mit einem Zwischenboden versehen ist. Es ergibt sich kein zusätzlicher Versatz
von Stempel und Matritze. Der das Triebwerk allseitig umschließende Stößel verhindert
ganz besonders das Eindringen von Schmutz und Schmieröl in das Triebwerk. Zudem bietet
der Stößel aus konstruktiven Gründen eine wesentlich größere Tiefe der Aufspannfläche
für das Werkzeugoberteil.
[0017] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Führungen für den Pressenstößel konstruktiv
einfach herzustellen sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht im Schnitt einer mit Gleitplatten ausgerüsteten ersten Ausführungsform
der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht im Schnitt durch die erste Ausführungsform nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht im Schnitt einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, bei der
keine Gleitplatten vorhanden sind, und
Fig. 4 eine Draufsicht im Schnitt durch die zweite Ausführungsform nach Fig. 3.
[0018] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Schneid- und Umformpresse weist einen Pressenständer
1 auf, der im Umriß aus einem jochförmigen Teil und einer diesen jochförmigen Teil
abschließenden Wand besteht (vergl. Fig. 2). Durch den Pressenständer 1 sind zwei
höhenverstellbare Gewindespindeln 3,3 und ein Antriebzylinder 17 hindurchgeführt.
Der Antriebzylinder 17 ist mit einem Gelenkhebelantrieb 28 für einen Pressenstößel
2 verbunden. Es können auch zwei oder noch mehr Antriebzylinder vorhanden sein.
[0019] In Fig. 1 ist in der linken Hälfte der Zeichnung der obere Totpunkt einer Kolbenstange
19 des Antriebzylinders 17 und in der rechten Hälfte der untere Totpunkt der Kolbenstange
19 des Antriebzylinders 17 dargestellt. An den unteren Enden der Gewindespindeln 3,3
sind Lagerböcke 6, die mit einem Gelenk ausgerüstet sind, angeordnet. Durch die Höhenverstellung
der Gewindespindeln 3,3 innerhalb des Pressenständers 1 werden die Lagerböcke 6 mit
ihren Gelenken innerhalb des Pressenstößels 2 höhenverstellt, wobei die jeweilige
Position der Gewindespindeln 3,3 durch die Dicke des umzuformenden oder zu schneidenden
Materials bzw. Werkzeuge festgelegt wild. Zu den Gewindespindeln 3,3 ist anzumerken,
daß diese selbstverständlich stets auf gleicher Höhe positioniert sind. An den Gelenken
der Lagerböcke 6 sind die beiden symmetrisch ausgebildeten Zweige des Gelenkhebelantriebs
28 angelenkt. Jeder der beiden symmetrisch ausgebildeten Zweige besteht aus einem
ersten Pleuel 11, das mit einem dreigelenkigen Hebel 10 verbunden ist, und aus einem
zweiten Pleuel 13, das einerseits an einem Gelenk 8 des dreigelenkigen Hebels 10 und
andererseits an dem Pressenstößel 12 angelenkt ist. Das erste Pleuel 11 ist über ein
Gelenk 12 mit einem Mehrgelenkträger 16 einerseits und über ein Gelenk 9 mit dem dreigelenkigen
Hebel 10 verbunden. Die Anlenkung des zweiten Pleuels 13 erfolgt am Pressenstößel.
Über dem Anlenkpunkt des am Stößel angelenkten Pleuels 13 befindet sich ein durchgehender
Zwischenboden 30, der dem Stößel eine sehr große Verwindungssteifigkeit gibt.
[0020] Der Pressenstößel 2 ist in Richtung des Antriebzylinders 17 nach oben hin offen und
seitlich allseits geschlossen. Die geschlossenen seitlichen Flächen des Pressenstößels
2 gleiten entlang von Führungen 14, 15 (vergl. Fig. 2), die auf den Innenseiten nahe
den Ecken des Pressenständers 1 lagefest angebracht sind. Innerhalb des Pressenstößels
2 sind Gleitplatten 18,18 angeordnet, die parallel zu den Längsseitenwänden des Pressenstößels
2 verlaufen. Jede dieser Gleitplatten 18 weist in der Mitte eine Führung 7 für den
Mehrgelenkträger 16 auf und ist im Pressenstößel 2 lagefest abgestützt. Durch diese
Art der Führung des Mehrgelenkträgers in den abgestützten Gleitplatten 18 ist sichergestellt,
daß bei außermittiger Belastung des Pressenstößels die Seitenkräfte des Mehrgelenkträger
16 ohne großes Kippmoment aufgenommen werden, so daß es kaum zu einer Schiefstellung
des Pressenstößels kommt. Der mit der Kolbenstange 19 des Antriebzylinders 17 verbundene
Mehrgelenkträger ist auf diese Weise dem Pressenstößel 2 so geführt, daß auch bei
außermittiger Belastung des Pressenstößels 2 nur ein sehr kleines Kippmoment auf den
Pressenstößel übertragen wird.
[0021] Die Führungen 7 in den Gleitplatten 18,18 sind als Nuten ausgebildet. Der Antriebzylinder
17 ist an einer Brücke 5 befestigt, welche die beiden Gleitplatten 18,18 verbindet.
[0022] Die Fig. 3 und 4 zeigen die zweite Ausführungsform der Erfindung, bei der es sich
um eine Schneid- und Umformpresse handelt, die ohne Gleitplatten ausgestattet ist.
Gleiche Bauteile wie bei der ersten Ausführungsform sind mit den gleichen Bezugszahlen
belegt und ihre Beschreibung wird nicht wiederholt. Auch bei dieser zweiten Ausführungsform
ist der Pressenstößel 2 nach oben hin offen ausgebildet und gleitet mit seinen seitlich
allseits geschlossenen Flächen entlang von Führungen 26, die auf den Innenseiten des
Pressenständers 1 ortsfest angebracht sind. Die Führungen 26 sind nahe den Ecken des
Pressenständers 1 angeordnet und beispielsweise als Winkel ausgebildet, die die Kanten
des Pressenstößels 2 winkelförmig umschließen. Ein Antriebzylinder 23 ist mit seiner
Kolbenstange 19 mit einem Mehrgelenkträger 20 verbunden, der in dem Pressenstößel
2 geführt ist. An dem Mehrgelenkträger 20 sind die beiden symmetrisch ausgebildeten
Zweige des Gelenkhebelantriebs 28 angelenkt. Jeder der beiden Zweige des Gelenkhebelantriebs
ist mit je einem ersten Pleuel 11 mit dem Mehrgelenkträger 20 verbunden. Das erste
Pleuel 11 ist mit einem dreigelenkigen Hebel 10 gelenkig verbunden, der einerseits
an der Gewindespindel 3 und andererseits an einem zweiten Pleuel 13 angelenkt ist,
das an einer Preß- und Schneidplatte 29 des Pressenstößels 2 angelenkt ist.
[0023] In Fig. 3 ist in der linken Hälfte wieder der obere Totpunkt und in der rechten Hälfte
der Zeichnung der untere Totpunkt der Kolbenstange 19 dargestellt.
[0024] An den Enden des Mehrgelenkträgers 20 befinden sich Gleitsteine 22,22, wie aus Fig.
4 zu ersehen ist. Diese Gleitsteine 22,22 sind in Gleitsteinführungen 24,24 geführt,
die in der Mitte der Längsseitenwände des Pressenstößels 2 angeordnet sind. Der Antriebzylinder
23 sitzt auf einer Brücke 4 auf, die sich parallel zu den Längsseiten des Pressenstößels
2 erstreckt und auf ihrer Unterseite Lagerböcke 21,21 aufweist, die über Streben 25
miteinander verbunden sind. Die Brücke 4, die Lagerböcke 21,21 sowie die Streben 25
bilden einen Rahmen, an dessen Schmalseiten außen Abstützungen 27 angebracht sind,
die den Rahmen innerhalb des Pressenstößels 2 halten. Die an den Schmalseiten der
Brücke 4 angeordneten Lagerböcke 21,21 sind im Pressenstößel 2 abgestützt und verlaufen
parallel zu dem Mehrgelenkträger 20, der wie schon voranstehend erwähnt wurde, mittig
im Pressenstößel 2 angebracht bzw. geführt ist. Da bei dieser zweiten Ausführungsform
die verhältnismäßig schweren Gleitplatten entfallen, kann der Antrieb des Pressenstößels
von den Abmessungen her kleiner als bei der ersten Ausführungsform mit den Gleitplatten
gehalten werden.
[0025] Obgleich dieser zeichnerisch nicht dargestellt ist, können bei einer weiteren Ausführungsform
die Gleitplatten gemäß den Figuren 1 und 2 durch Zuganker ersetzt werden, wobei dann
die Führung des Mehrgelenkträgers gleichfalls direkt, ähnlich wie bei der zweiten
Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4, im Pressenstößel erfolgt.
[0026] Durch die seitlich allseitig geschlossenen Flächen des Pressenstößels 2 besitzt dieser
eine große Steifigkeit. Die große Verwindungssteifigkeit des Stößels wird durch einen
Zwischenboden 30 erreicht. Somit werden auch außermittige Belastungen ohne größere
Deformationen und Schiefstellung des Stößels aufgenommen.
1. Schneid- und Umformpresse mit einem oder mehreren Antriebzylindern und einem Gelenkhebelantrieb
(28) für einen Pressenstößel (2), bei der der bzw. die Antriebzylinder mit einer Brücke
(4;5) verbunden ist bzw. sind, mit zwei durch einen Pressenständer (1) hindurchgeführten,
höhenverstellbaren Gewindespindeln (3,3), die an ihren Enden angebrachte Lagerböcke
(6;21) zum Anlenken des Gelenkhebelantriebs innerhalb des Pressenstößels positionieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit der Kolbenstange (19) des Antriebzylinders (17;23) verbundener Mehrgelenkträger
(16;20) in dem Pressenstößel (2) geführt ist.
2. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pressenstößel (2) in Richtung Antriebzylinder (17;23) offen ist und mit seinen
seitlich allseits geschlossenen Flächen entlang von Führungen (14,15;26) gleitet,
die auf den Innenseiten und nahe den Ecken des Pressenständers (1) lagefest angebracht
sind.
3. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß Gleitplatten (18,18) parallel zu den Längsseitenwänden des Pressenstößels (2)
in seinem Inneren angeordnet sind und daß jede Gleitplatte (18) eine mittige Führung
(7) für den Mehrgelenkträger (16) aufweist und im Pressenstößel (2) abgestützt ist.
4. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pressenstößel (2) in Richtung Antriebzylinder (17;23) geschlossen ist.
5. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 2 oder Anspruch 4 in Abhängigkeit von Anspruch
2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pressenstößel (2) einen Zwischenboden (30) aufweist.
6. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mittigen Führungen(7) als Nuten in den Gleitplatten (18,18) ausgebildet sind.
7. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brücke (5) die beiden Gleitplatten (18,18) miteinander verbindet.
8. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mehrgelenkträger (20) an seinen Enden mit Gleitsteinen (22,22) ausgerüstet
ist, die in Gleitsteinführungen (24,24) geführt sind, und daß die Gleitsteinführungen
(24,24) direkt in den Längsseitenwänden des Pressenstößels (2) angeordnet sind.
9. Schneid- und Umformpresse nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brücke (4), die auf ihrer Unterseite angebrachten Lagerböcke (21,21) sowie
Streben (25), die die Lagerböcke miteinander verbinden, einen Rahmen bilden, an dessen
Schmalseiten außen Abstützungen (27) angebracht sind, die den Rahmen innerhalb des
Pressenstößels (2) halten.
10. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerböcke (21,21) im Pressenstößel (2) abgestützt sind, parallel zu dem Mehrgelenkträger
(20) verlaufen, der mittig im Pressenstößel (2) angebracht ist und daß die Lagerböcke
(21,21) an den Schmalseiten der Brücke (4) angeordnet sind.
11. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pressenstößel (2) in Führungen (26) geführt ist , die als Winkel ausgebildet
sind und die Kanten des Pressenstößels (2) umschließen.
12. Schneid- und Umformpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Mehrgelenkträger (16;20) die beiden symmetrisch ausgebildeten Zweige des
Gelenkhebelantriebs (28) mit je einem ersten Pleuel (11) angelenkt sind, daß das erste
Pleuel mit einem dreigelenkigen Hebel (10) gelenkig verbunden ist, der einerseits
an der Gewindespindel (3) und andererseits an einem zweiten Pleuel (13) angelenkt
ist und daß das zweite Pleuel an einer Preß- und Schneidplatte (29) des Pressenstößels
(2) angelenkt ist.
13. Schneid- und Umformpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung des Mehrgelenkträgers durch Gleitschuhe (22,22) erfolgt.
1. Cutting and shaping press with one or more drive cylinders and a toggle link drive
(28) for a press ram (2), in which the drive cylinder or cylinders is/are connected
to a bridge (4;5) with two vertically-adjustable threaded spindles (3, 3) which are
passed through a press column (1) and which position bearing blocks (6; 21) attached
to their ends for articulating the toggle link drive within the press ram,
characterised in that
a multi-link carrier (16;20) connected to the piston rod (19) of the drive cylinder
(17;23) is guided in the press ram (2).
2. Cutting and shaping press according to claim 1,
characterised in that
the press ram (2) is open in the direction of the drive cylinder (17; 23) and slides,
with its surfaces enclosed on all sides, along guide means (14, 15; 26) stationarily
attached to the inner sides and close to the corners of the press column (1).
3. Cutting and shaping press according to claim 1 or 2,
characterised in that
slide plates (18, 18) are disposed parallel to the longitudinal side walls of the
press ram (2) on its interior, and in that each slide plate (18) has a central guide
means (7) for the multi-link carrier (16) and is supported in the press ram (2).
4. Cutting and shaping press according to claim 1,
characterised in that
the press ram (2) is closed in the direction of the drive cylinder (17; 23).
5. Cutting and shaping press according to claim 2 or claim 4 in dependence on
claim 2 or 3,
characterised in that
the press ram (2) has an intermediate base (30).
6. Cutting and shaping press according to claim 3,
characterised in that
the central guide means (7) are formed as grooves in the slide plates (18, 18).
7. Cutting and shaping press according to claim 3,
characterised in that
the bridge (5) connects the two slide plates (18, 18) together.
8. Cutting and shaping press according to claim 1,
characterised in that
the multi-link carrier (20) is equipped at its ends with slide blocks (22, 22) which
are guided in slide block guide means (24, 24), and in that the slide block guide
means(24, 24) are disposed directly in the longitudinal side walls of the press ram
(2).
9. Cutting and shaping press according to claims 1 and 2,
characterised in that
the bridge (4), the bearing blocks (21, 21) attached to its underside, and struts
(25) which interconnect the bearing blocks, form a frame, to whose external narrow
sides supports (27) are attached, which hold the frame within the press ram (2).
10. Cutting and shaping press according to claim 9,
characterised in that
the bearing blocks (21, 21) are supported in the press ram (2), extend parallel to
the multi-link carrier (20) which is attached centrally in the press ram (2), and
in that the bearing blocks (21, 21) are disposed on the narrow sides of the bridge
(4).
11. Cutting and shaping press according to claim 9,
characterised in that
the press ram (2) is guided in guide means (26) which are in the form of angled pieces,
and surround the edges of the press ram (2).
12. Cutting and shaping press according to claim 1,
characterised in that
the two symmetrically-formed branches of the toggle link drive (28) are each articulated
to a first connecting rod (11), in that the first connecting rod is articulated to
a three-jointed lever (10) which is articulated at one end to the threaded spindle
(32) and at the other end to a second connecting rod (13), and in that the second
connecting rod is articulated to a pressing and cutting plate (29) of the press ram
(2).
13. Cutting and shaping press according to one of the preceding claims,
characterised in that
guidance of the multi-link carrier is effected by slide blocks (22, 22).
1. Presse à découper et à déformer comprenant un ou plusieurs vérins d'entraînement et
une commande à genouillère (28) destinée à actionner un coulisseau (2), dans laquelle
le ou les vérins d'entraînement est ou sont relié(s) par un pont (4 ; 5) à deux colonnes
à vis (3, 3), réglables en hauteur, traversant le bâti de la presse (1), permettant
de positionner les paliers (6 ; 21), montés sur leurs extrémités, destinés à articuler
la commande à genouillère (28) à l'intérieur du coulisseau (2), caractérisée en ce
qu'un support à plusieurs rotules (16; 20), relié à la tige du piston (19) du vérin
d'entraînement (17 ; 23), est guidé dans le coulisseau (2).
2. Presse à découper et à déformer selon la revendication 1, caractérisée en ce que le
coulisseau (2) est ouvert en direction du vérin d'entraînement (17 ; 23) et glisse
avec ses faces latérales, fermées de toutes parts, le long des glissières de guidage
(14, 15 ; 26), lesquelles sont montées de manière fixe sur les parois intérieures
et à proximité des angles du bâti de la presse (1).
3. Presse à découper et à déformer selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce
que les plaques de glissement (18, 18) sont disposées à l'intérieur du coulisseau
(2), parallèlement à ses parois longitudinales, et en ce que chaque plaque de glissement
(18) est munie d'une glissière de guidage centrale (7), destinée au support à plusieurs
rotules (16), et est maintenue dans le coulisseau (2).
4. Presse à découper et à déformer selon la revendication 1, caractérisée en ce que le
coulisseau (2) est fermé en direction du vérin d'entraînement (17 ; 23).
5. Presse à découper et à déformer selon la revendication 2 ou la revendication 4 en
liaison avec la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le coulisseau (2) est
muni d'un fond intermédiaire (30).
6. Presse à découper et à déformer selon la revendication 3, caractérisée en ce que les
glissières de guidage centrales (7) sont conçues sous forme de rainures, réalisées
dans les plaques de glissement (18, 18).
7. Presse à découper et à déformer selon la revendication 3, caractérisée en ce que le
pont (5) relie les deux plaques de glissement (18, 18) entre elles.
8. Presse à découper et à déformer selon la revendication 1, caractérisée en ce que les
extrémités du support à plusieurs rotules (20) sont équipées de glisseurs (22, 22),
qui sont guidés dans des glissières de guidage pour glisseurs (24, 24), et en ce que
les glissières de guidage pour glisseurs (24, 24) sont disposées directement dans
les parois longitudinales du coulisseau (2).
9. Presse à découper et à déformer selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce
que le pont (4) avec les organes montés sur sa face inférieure, à savoir les paliers
(21, 21), ainsi que les traverses (25) qui relient les paliers entre eux, forment
un cadre, sur les petits côtés duquel sont montés des appuis extérieurs (27), qui
maintiennent le cadre à l'intérieur du coulisseau (2).
10. Presse à découper et à déformer selon la revendication 9, caractérisée en ce que les
paliers (21, 21) sont maintenus dans le coulisseau (2), s'étendent parallèlement au
support à plusieurs rotules (20), qui est monté au milieu dans le coulisseau (2),
et en ce que les paliers (21, 21) sont disposés sur les petits côtés du pont (4).
11. Presse à découper et à déformer selon la revendication 9, caractérisée en ce que le
coulisseau (2) est guidé dans des glissières de guidage (26), qui sont conçues en
forme de cornières et enveloppent les arêtes du coulisseau (2).
12. Presse à découper et à déformer selon la revendication 1, caractérisée en ce que les
deux branches symétriques de la commande à genouillère (28) sont articulées chacune
avec une première bielle (11) contre le support à plusieurs rotules (16 ; 20), en
ce que la première bielle est reliée de manière articulée à un levier à trois rotules
(10), qui est articulé, d'une part, contre la colonne à vis (3) et, d'autre part,
contre une deuxième bielle (13) et en ce que la deuxième bielle est articulée contre
une plaque à presser et à découper (29) du coulisseau (2).
13. Presse à découper et à déformer selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le guidage du support à plusieurs rotules est assuré par des
patins de guidage (22, 22).