[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Zentrifugen, die im Laborbereich oder z.B. im medizinischen Bereich eingesetzt sind,
stellen aufgrund ihrer relativ hohen Drehzahlen von beispielsweise 10.000 min⁻¹ bis
15.000 min⁻¹ im Falle der Zerstörung des Rotors und der hierbei frei werdenden kinetischen
Energie ein beträchtliches Sicherheitsrisiko dar. Dem wird üblicherweise dadurch begegnet,
daß das, die rotierenden Teile umschließende Gehäuse einschließlich eines, die Zugänglichkeit
des Innenraumes sichernden Deckels konstruktiv derart ausgebildet werden, daß Schadwirkungen
weitestgehend auf diesen Innenraum beschränkt bleiben, so daß Gehäusewandungen und
Deckel zum Abfangen von Rotorfragmenten und sonstigen Splittern geeignet sein müssen.
Im Zuge einer demnächst eintretenden Verschärfung gesetzlicher Sicherheitsvorschriften,
die den Betrieb dieser Zentrifugen betreffen, wird zusätzlich die Forderung aufgestellt,
daß im Falle einer Rotorzerstörung keine Partikel mit einem Durchmesser > 1,5 mm den
Sicherheitsbereich der Zentrifuge verlassen dürfen. Als Sicherheitsbereich der Zentrifuge
wird eine das Gehäuse umgebende Zone von 30 cm Tiefe angesehen.
[0003] Um diese Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, ist zunächst einmal ein sicherer Standort
des Zentrifugengehäuses notwendig. Darüber hinaus muß der, den rotierenden Teilen
zugekehrte Innenraum des Gehäuses mit Panzerungen versehen sein, die zum Abfangen
von Rotorpartikeln geeignet sind. Eine besondere Schwachstelle der Gehäusekonstruktion
bildet jedoch der Deckel, denn es muß sichergestellt sein, daß dieser sich im Schadensfall
nicht öffnet oder derart verformt, daß Partikel der genannten Größe bzw größere Partikel
den Sicherheitsbereich der Zentrifuge verlassen können.
[0004] Bekannte Deckelkonstruktionen sind derart ausgebildet, daß ein beispielsweise quadratisch
ausgebildeter Deckel an seiner einen Seite über mehrere Scharnierteile entlang einer
etwa horizontalen Schwenkachse an dem Gehäuse angelenkt ist, wobei an der, der Schwenkachse
gegenüberliegenden Seite ein Schließmechanismus vorgesehen ist. Sowohl der Schließmechanismus
als auch die genannten Scharnierteile könnten grundsätzlich so weit verstärkt ausgebildet
werden, daß die im Fall einer Rotorzerstörung frei werdenden Kräfte aufgenommen werden.
Dies würde jedoch zu ausgesprochen voluminösen, kostspieligen und schwierig handhabbaren
Konstruktionsformen führen.
[0005] Es ist nach alledem die Aufgabe der Erfindung, ein Zentrifugengehäuse, insbesondere
dessen Deckelkonstruktion bei leichter Handhabbarkeit und geringem Bauvolumen dahingehend
auszugestalten, daß die im Falle einer Rotorzerstörung freigesetzte kinetische Energie
sicher innerhalb des Gehäuses umsetzbar ist, so daß zumindest keine Partikel > 1,5
mm den Sicherheitsbereich der Zentrifuge verlassen. Gelöst ist diese Aufgabe bei einem
gattungsgemäßen Zentrifugengehäuse durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des
Anspruchs 1.
[0006] Erfindungswesentlich ist hiernach, daß - in Abkehr von der herkömmlichen Arretierung
des Deckels - entlang dessen gesamter Berandung formschlüssig wirkende Verriegelungselemente
angeordnet sind. Entsprechend der Stellung dieser Verriegelungselemente ist somit
der Deckel in der Öffnung des Gehäuses festgelegt oder kann zwecks Freigabe dieser
Öffnung verschwenkt werden. Die im Falle einer Rotorzerstörung frei werdenden Kräfte
werden somit auf eine Vielzahl von Verriegelungselementen verteilt, wodurch die, von
dem einzelnen Verriegelungselement aufzunehmenden Kräfte entsprechend geringer ausfallen.-Die
Verriegelungselemente sind vorzugsweise in gleichmäßiger Verteilung entlang der gesamten
Berandung des Deckels angeordnet. Das einzelne Verriegelungselement kann somit vergleichsweise
klein ausgebildet sein, wobei aufgrund einer gleichmäßigen Verteilung der Verriegelungselemente
auch eine sperrige Bauweise der Deckelkonstruktion vermeidbar ist. Da entsprechend
der Vielzahl der Verriegelungselemente die an das einzelne Verriegelungselement zu
stellenden mechanischen Anforderungen vergleichsweise gering ausfallen, kann dieses
insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der leichten Handhabbarkeit ausgebildet
werden. Die Verriegelungselemente befinden sich naturgemäß in einem, gegenüber dem
Innenraum des Gehäuses geschützten Bereich des Deckels, so daß im Schadensfall die
Funktionsfähigkeit dieser Verriegelungselemente nicht beeinträchtigt werden kann.
Die konstruktive Ausbildung der Verriegelungselemente - soweit diese zur Erfüllung
der ihnen zugeordneten Aufgabe geeignet sind, ist im übrigen grundsätzlich beliebig
und kann nach konstruktiven Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten ausgewählt werden wie z.B.
Betätigbarkeit, Leichtgängigkeit, Bauvolumen usw.
[0007] Die Merkmale der Ansprüche 2 und 3 sind auf eine Verbesserung der Handhabbarkeit
der Verriegelungselemente gerichtet. Sämtliche Verriegelungselemente sind hiernach
synchron mittels eines einheitlichen Antriebes betätigbar, welcher wiederum in unterschiedlichster
Weise ausgestaltet sein kann. Beispielsweise kommt ein Handrad, ein Handhebel, jedoch
auch ein beliebiger motorischer Antrieb, insbesondere ein Drehantrieb in Betracht,
der in geeigneter Weise mit den Verriegelungselementen in Wirkverbindung steht.
[0008] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 besteht das System der genannten Verriegelungselemente
unabhängig neben einem Schließmechanismus des Deckels. Letzterer dient in Verbindung
mit den Lagerungselementen unter anderem zur spielfreien Festlegung des Zentrifugendeckels
in dessen Schließstellung. Dies bedeutet, daß das System der Verriegelungselemente
bei schadensfreiem Betrieb der Zentrifuge sich zwar in der Verriegelungsstellung befindet,
jedoch funktionslos ist und insbesondere keinen Beitrag zur Aufbringung von Schließ-
und oder Dichtkräften leistet. Dies bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, daß
eine Betätigung des Systems der Verriegelungselemente unbelastet von den genannten
Schließkräften erfolgen kann, wodurch diese Betätigung sehr leichtgängig ausgebildet
werden kann. Das System der Lagerungselemente in Verbindung mit dem Schließmechanismus
kann auf diese Weise nach herkömmlicher Art ausgestaltet sein. Letzteres bedeutet,
daß der Schließmechanismus sowie die Lagerungselemente nur für einen regulären Betrieb
der Zentrifuge und nicht unter Unfallgesichtspunkten, z.B. der Vermeidung von Schäden
im Fall einer Rotorzerstörung bemessen werden müssen.
[0009] Die Merkmale der Ansprüche 5 und 6 verdeutlichen, daß in der Betriebsstellung des
Deckels die Verriegelungselemente ein gewisses Spiel aufweisen, so daß erst nach Überwindung
dieses Spiels die formschlüssige Rückhaltewirkung der Verriegelungselemente wirksam
wird. Dies bedeutet, daß die zur Aufbringung der erforderlichen Dichtkraft, d.h. zur
Pressung eines der Gehäuseöffnung zugeordneten Dichtringes erforderliche Kraft alleine
über den herkömmlichen Schließmechanismus sowie die Lagerungselemente aufgebracht
und aufgenommen wird. Dies bedeutet ferner auch, daß im Schadensfall, d.h. einer völligen
Rotorzerstörung der Deckel, d.h. insbesondere das System aus Schließmechanismus und
Lagerungselementen zumindest soweit verformt werden kann, bis nach Überwindung des
genannten Spiels die Verriegelungselemente wirksam werden und eine weitere Bewegung
des Deckels verhindern, Dieses Spiel kann sehr klein bemessen sein, so daß dessen
Überwindung mit keiner nennenswerten Deckelöffnung verbunden ist.
[0010] Grundsätzlich bieten sich gemäß den Merkmalen der Ansprüche 8 und 9 zwei unterschiedliche
Arten von Verriegelungselementen an, die sich nach der Art ihrer Schaltbewegungen
unterscheiden. So können diese Verriegelungselemente zwischen ihrer Verriegelungs-
und ihrer Entriegelungsstellung verschiebbar, jedoch auch schwenkbar angeordnet sein.
Die beweglichen Teile der Riegel können auf dem Deckel, jedoch auch auf dem, die Öffnung
umgebenden Gehäuseteil vorgesehen sein.
[0011] Die Merkmale der Ansprüche 10 und 11 sind auf eine verschiebbare Ausbildung der Verriegelungselemente
ausgerichtet. Es handelt sich in diesem Fall um Bolzen, die mit Verriegelungslaschen
Zusammenwirken, wobei es sich bei diesen Verriegelungslaschen auch um zueinander fluchtende
Bohrungen des Deckels und des Gehäuses handeln kann. Zur Umsetzung der Drehbewegung
eines Antriebs, nämlich zum synchronen Verschieben sämtlicher Bolzen wird eine Steuerscheibe
vorgeschlagen, die mit einer der Anzahl der Bolzen entsprechenden Anzahl von Profilführungen
versehen ist. Bei den Profilführungen kann es sich um Kurvenabschnitte des Umfangsbereichs
der Steuerscheibe, jedoch auch um Ausnehmungen, z.B. Langlöcher innerhalb der Steuerscheibe
handeln, die ihrerseits wiederum geradlinig oder auch gekrümmt, z.B. kreisbogenförmig
ausgebildet sein können. Die unmittelbare Verknüpfung zwischen der Steuerscheibe und
den Bolzen kann hiernach beispielsweise nach Art von Zapfen, Rollen oder dergleichen
ausgebildet sein, die den Profilführungen angepaßt sind und durch diese einer Zwangsführung
unterliegen.
[0012] Die Merkmale des Anspruchs 12 sind auf eine Alternative insoweit gerichtet, als die
Verriegelungselemente als Riegel bzw. Hebel ausgebildet sind, die zwischen einer Verriegelungs-
und einer Entriegelungsstellung schwenkbar angeordnet sind. Die Schwenkachse der Riegel
kann hiernach beispielsweise parallel zur Drehachse des gemeinsamen Antriebs aller
Riegel angeordnet sein und es eröffnen sich zur synchronen Drehbewegungsübertragung
zahlreiche Konstruktionsvarianten, z.B. Zahnstangenantriebe, jedoch auch Zugmittelantriebe,
beispielsweise auf der Basis von Keilriemen, Zahnriemen und dergleichen.
[0013] Alternativ zu Verriegelungselementen, deren Funktionsprinzip auf dem Zusammenwirken
eines beweglichen Teils, z.B. eines Bolzens mit einem festen Teil, z.B. einer Verriegelungslasche
beruht, können mit Vorteil auch solche Verriegelungselemente eingesetzt werden, die
ausschließlich aus gegenüber dem Gehäuse und dem Deckel fest angeordneten Elementen
bestehen. Die Schließstellung sowie die Öffnungsstellung der Verriegelungselemente
könnte in diesem Fall durch eine Bewegung des Deckels gegenüber dem Gehäuse herbeigeführt
werden, im einfachsten Fall z.B. die Drehung des Deckels um seine Zentralachse gegenüber
der Gehäuseöffnung.
[0014] Die Merkmale der Ansprüche 13 bis 15 sind auf eine solche Ausführungsform gerichtet,
bei der sich in besonders einfacher Weise eine gemeinsame Betätigung einer Vielzahl
von Verriegelungselementenpaarungen erreichen läßt. Die Verriegelungselemente werden
einerseits durch Verriegelungszungen und andererseits durch Verriegelungslaschen gebildet,
die jeweils mit dem Deckel bzw. dem Gehäuse in Verbindung stehen und die durch Drehung
miteinander in Eingriff bringbar sind. Wesentlich ist jedoch, daß sämtliche, der Drehbewegung
unterworfenen Verriegelungselemente, z.B. die Verriegelungszungen an einem gemeinsamen
Träger angebracht sind, der beispielsweise als Kreisscheibe ausgebildet ist und in
die Struktur des Deckels eingebunden ist. Durch Drehung dieser Kreisscheibe, welche
wiederum motorisch oder manuell erfolgen kann, werden die mit dieser verbundenen Verriegelungselemente
mit denjenigen des Gehäuses in Eingriff gebracht und umgekehrt. Hierbei entfallen
somit komplizierte, zur synchronen Bewegung einer Vielzahl individueller Verriegelungselemente
ansonsten erforderliche Getriebeteile. Vorzugsweise ist die Kreisscheibe mit Verriegelungszungen
versehen, die sich in der Ebene der Kreisscheibe erstrecken und eine beispielsweise
- in der Draufsicht gesehen - quadratische Gestalt aufweisen. Demzufolge befinden
sich auf der Berandung der Gehäuseöffnung Verriegelungslaschen, die einseitig offen
ausgebildet und zum Übergreifen der Verriegelungszungen bestimmt sind. Diese, die
Verriegelungszungen tragende Kreisscheibe ist naturgemäß gegenüber dem Innenraum des
Gehäuses geschützt angeordnet. Der Deckel kann im übrigen herkömmlicherweise ausgebildet
sein, d.h. um eine Achse gegenüber dem Gehäuse schwenkbar angelenkt sein.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die, in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer ersten Ausführungsform des Verriegelungsmechanismus
eines Zentrifugendeckels einer Laborzentrifuge in der Draufsicht gemäß Pfeil I der
Fig. 3;
Fig. 2 eine vergrößerte Teildarstellung einer Draufsicht des mittleren Bereichs der
Fig. 1 mit Darstellung des Antriebsprinzips;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Deckelbereichs einer Laborzentrifuge entsprechend
der Ebene III-III der Fig. 1;
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung einer anderen Ausführungsform des Verriegelungsmechanismus
einer Laborzentrifuge in der Draufsicht.
Fig. 5 eine Schnittdarstellung des Deckelbereichs einer Laborzentrifuge entsprechend
der Ebene V-V der Fig. 1.
Fig. 6 eine Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform des Verriegelungsmechanismus
eines Zentrifugendeckels einer Laborzentrifuge in der Draufsicht gemäß Pfeil VI der
Fig. 7;
Fig. 7 eine Schnittdarstellung des Deckelbereichs einer Laborzentrifuge entsprechend
der Ebene VII-VII der Fig. 6.
[0016] Es wird im folgenden zunächst Bezug genommen auf das Ausführungsbeispiel der Fig.
1 bis 3 und 5.
[0017] Mit 1 ist in Fig. 1 das außenseitig etwa quadratisch ausgebildete Gehäuse einer Laborzentrifuge
bezeichnet, welche einen zeichnerisch nicht dargestellten Antrieb sowie einen Zentrifugenrotor
beinhaltet, dessen Achse 2 sich senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 erstreckt. Das
Gehäuse 1 ist in geeigneter, zeichnerisch nicht dargestellter Weise bodenseitig verankert
und oberseitig mit einem Deckel 3 ausgerüstet, der jedoch in einer, parallel zur Deckelebene
geschnittenen Weise wiedergegeben ist.
[0018] Der Deckel 3 verschließt eine kreisförmige Öffnung 4, die umfangsseitig durch eine,
sich senkrecht zu der Achse 2 und koaxial zu dieser erstreckende Ringplatte 5 begrenzt
wird. Die Ringplatte 5 bildet einen Bestandteil des Gehäuses 1.
[0019] Der Deckel 3 ist in zeichnerisch nicht näher dargestellter Weise gegenüber dem Gehäuse
1 um eine Achse 6 schwenkbar gelagert, welche Achse sich in etwa parallel zur Grundebene
des Deckels 3 erstreckt. Zu diesem Zweck können am Gehäuse 1 eine Reihe von Lagerungselementen
nach Art von Scharnieren vorgesehen sein, durch welche eine Schwenkbarkeit des Deckels
um diese Achse 6 konstruktiv realisiert ist. Die Achse verläuft an einer Seite des
Gehäuses 1 und dieser unmittelbar gegenüberliegend kann sich ein Schließmechanismus
für den Deckel befinden, welcher herkömmlicher Art ist und in den Fig. 1 bis 3 ebenfalls
zeichnerisch nicht wiedergegeben ist.
[0020] Mit 7 ist eine weitere, koaxial zu der Achse 2 angeordnete Ringplatte bezeichnet,
die unmittelbar an der, dem Innenraum des Gehäuses zugekehrten Seite der Ringplatte
5 angeordnet ist und umfangsseitig eine zu der Öffnung 4 koaxiale Öffnung 8 geringeren
Durchmessers umgrenzt. Die Ringplatten 5,7 bilden somit eine Stufe 9, deren Bedeutung
im folgenden noch erläutert werden wird.
[0021] Mit 10,11 sind Kreisplatten bezeichnet, die integrale Bestandteile des Deckels 3
bilden. Im Schließzustand des Deckels befindet sich die, dem Gehäuseinnenraum zugekehrte
Kreisplatte 10 in einer gemeinsamen Ebene mit der Ringplatte 7, während die Kreisplatte
11 sich in einer gemeinsamen Ebene mit einem die Öffnung 4 außenseitig ringartig umgebenden
Abschlußprofil 12 befindet. Die Kreisplatten 10,11 sind von unterschiedlichem Durchmesser
und - von geringfügigen radialen Spalten abgesehen - den Durchmessern der Öffnungen
8,4 nachgebildet. Wesentlich ist insoweit, daß die, dem Gehäuseinnenraum abgekehrte
Stirnseite der Stufe 9 der Anbringung eines schematisch angedeuteten elastischen Dichtringes
13 dient.
[0022] Der Deckel 3 ist oberseitig entsprechend dem Querschnitt des Gehäuses 1 quadratisch
ausgebildet, so daß die Fig. 1 nur dessen, zum Zusammenwirken mit den Öffnungen 4,8
sowie dem Dichtring 13 bestimmtes Verschlußteil zeigt. Die Anlenkung des Deckels hinsichtlich
der Achse 6 sowie der nicht gezeigte, oben erwähnte Schließmechanismus sind derart
ausgelegt, daß im Schließzustand des Deckels aufgrund der Wirkung des elastischen
Dichtringes 13 eine gewisse Vorspannung gegeben ist, welche ausschließlich von dem
Schließmechanismus und den, der Achse 6 zugeordneten Scharnierteilen aufgenommen ist.
[0023] Auf der Kreisplatte 11 ist außenseitig, und zwar koaxial zu der Achse 2 eine Steuerscheibe
14 drehbar gelagert. Diese Steuerscheibe ist mit insgesamt acht, untereinander gleich
bemessenen, kreisbogenförmigen Langlöchern 15 versehen, die in vorzugsweise gleichmäßiger
Umfangsverteilung derart angeordnet sind, daß sich die Endpunkte 16, 17 zweier einander
benachbarter Langlöcher auf einer gemeinsamen Radiuslinie 18 befinden, und zwar derart,
daß - im Uhrzeigersinn gesehen - der Endpunkt 17 des einen Langlochs einen geringeren
radialen Abstand als der Endpunkt 16 des folgenden Langlochs aufweist. Sämtliche Endpunkte
16, 17 der Langlöcher 15 befinden sich auf jeweils einem Kreis um die Achse 2.
[0024] Mit 19 sind insgesamt acht Bolzen bezeichnet, die in gleichmäßiger Umfangsverteilung
auf der Kreisscheibe 11 angeordnet und entlang jeweiliger Radiuslinien, somit in Richtung
der Pfeile 20 verschiebbar geführt sind. Auf eine zeichnerische Darstellung von radial
wirksamen Führungsmitteln ist jedoch aus Gründen der zeichnerischen Einfachheit verzichtet
worden.
[0025] Das eine Ende der Bolzen 19 ragt unter die Steuerscheibe 14 und ist mit einer Laufrolle
21 versehen, deren Achse sich parallel zu der Achse 2 erstreckt. Die Laufrolle 21
ist innerhalb des Langloches 15, somit durch dessen Kontur geführt. Grundsätzlich
kann anstelle einer Laufrolle 21 auch ein Zapfen vorgesehen sein, der in das Langloch
15 hineinragt. Wesentlich ist insoweit lediglich, daß mittels einer Drehung der Steuerscheibe
14 um die Achse 2 über die Laufrolle 21 bzw. einen hier angeordneten Zapfen eine synchrone
Verschiebung sämtlicher Bolzen 19 in Richtung der Pfeile 20 erreichbar ist, wobei
sich aufgrund der gleichen Bemessung und Anordnung der Langlöcher 15 sämtliche Bolzen
19 synchron bewegen.
[0026] Mit 22 ist eine, auf der Kreisscheibe 11 angeordnete Verriegelungslasche bezeichnet,
der eine gleichartige Verriegelungslasche 23 radial gegenüberliegt, welch letztere
auf dem Abschlußprofil 12 befestigt ist. Beide Verriegelungslaschen 22,23 weisen einen
geringstmöglichen radialen Abstand voneinander auf und sind mit zueinander fluchtenden,
zur Aufnahme des Bolzens 19 bestimmten und ausgestalteten Durchgängen versehen.
[0027] Der radiale Abstand der Endpunkte 16,17 ist in Verbindung mit der Längenbemessung
der Bolzen 19 sowie den Abständen der Verriegelungslaschen 22,23 derart ausgelegt,
daß über eine Drehung der Steuerscheibe 14 in Richtung der Pfeile 24 die Bolzen 19
zwischen zwei Grenzstellungen radial verschiebbar sind, und zwar einer Öffnungsstellung,
in welcher die Bolzen vollständig aus den Verriegelungslaschen 23 entfernt sind, so
daß eine Öffnung des Deckels 3 freigegeben ist und einer Schließstellung, welche in
Fig. 1 gezeigt ist und in der die Bolzen 19 beide Verriegelungslaschen 22, 23 durchdringen
und den Deckel 3 - unter Wahrung eines geringfügigen Spiels - festlegen.
[0028] Die in den Verriegelungslaschen 23 befindlichen Durchgänge sind relativ zu den Bolzen
19 mit einem gewissen Spiel versehen, und zwar derart, daß die, zur Pressung des Dichtringes
13 aufzuwendenden Kräfte alleine über die bereits genannten Schanierteile sowie den
Deckelschließmechanismus aufgebracht werden, so daß bei geschlossenem Deckel eine
Verriegelung über die Bolzen 19 unbeeinflußt durch die aufzuwendenden Dichtungskräfte
erfolgen kann. Praktisch bedeutet dies, daß der Kraftaufwand zur radialen Bewegung
der Bolzen auf diese Weise in Grenzen gehalten werden kann. Die in den Verriegelungslaschen
22 befindlichen Durchgänge sind relativ zu den Bolzen 19 weitestgehend spielfrei.
Hierauf wird im folgenden noch näher eingegangen werden.
[0029] Der Antrieb der Steuerscheibe 14 zwecks Bewegung der Bolzen 19 zwischen dem Öffnungs-
und Verriegelungszustand kann in mannigfacher Weise erfolgen. Im einfachsten Fall
ist zu dieser Bewegung ein Handrad ausreichend, welches aus der angedeuteten Struktur
25 des Deckels 3 herausragt. Dieses Handrad - es kann sich auch um einen Hebel handeln
- ist in den beiden, dem Verriegelungs- sowie dem Öffnungszustand entsprechenden Grenzpositionen
zweckmäßigerweise verrastbar, so daß unbeabsichtigtes Verändern der Position der Bolzen
verhindert wird.
[0030] Alternativ zu einem manuellen Antrieb zeigt Fig. 2 einen motorischen Antrieb. Zu
diesem Zweck ist auf der Kreisplatte 3 ein Stellmotor 26 angeordnet, der über einen
Riementrieb 27 eine mit der Steuerscheibe 14 in fester Verbindung befindliche Riemenscheibe
28 antreibt. Über den Stellmotor 26 ist somit die Position der Bolzen 19 steuerbar.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine solche Ausführungsform, bei der die Bolzen 19 auf dem
Deckel 3 verschiebbar angeordnet und mit Verriegelungslaschen 23 in Eingriff bringbar
sind, die an dem Zentrifugengehäuse angebracht sind. Grundsätzlich können jedoch -
eine entsprechende Ausbildung des Antriebs unterstellt - auch die Bolzen auf dem Gehäuse
verschiebbar angebracht und mit Verriegelungslaschen 23 in Eingriff bringbar sein,
die auf dem Deckel angebracht sind.
[0031] Fig. 4 zeigt eine Variante eines Deckelverriegelungsmechanismus, wobei nunmehr in
der Oberseite des Gehäuses 29 eine quadratische Öffnung 30 vorgesehen ist, in welche
sich das Unterteil eines Deckels 31 dichtend einfügt. Der Deckel 31 ist in gleicher
Weise wie der Deckel 3 um eine Achse 32 über Scharniere an dem Gehäuse 29 angelenkt
und darüber hinaus mit einen Schließmechanismus versehen, welcher in Verbindung mit
den Scharnieren die zur Pressung einer Dichtung erfoderlichen Kräfte aufnimmt.
[0032] Auf der Außenseite des gezeigten Deckelunterteils 31, und zwar in gleichmäßiger Verteilung
entlang sämtlicher vier Seitenbereiche befinden sich insgesamt zwölf Riegel 33, die
vorzugsweise untereinander gleichartig beschaffen sind. Jeder Riegel 33 ist um eine
sich senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 4 erstreckende Achse 34 in Richtung der Pfeile
35 schwenkbar gelagert.
[0033] Einem jeden Riegel 33 gehäuseseitig unmittelbar gegenüberliegend befindet sich ein
Verriegelungsblock 36, der auf einer Seite 37 offen ausgebildet ist und eine Verriegelungsausnehmung
bildet. Jeder Riegel 33 ist bezüglich der Achse 34 zumindest zwischen zwei Grenzstellungen
schwenkbar, nämlich einer Schließstellung, in welcher der Riegel mit der Verriegelungsausnehmung
des Verriegelungsblockes 36 im Eingriff steht und einer Öffnungsstellung, in welcher
der Riegel 33 gegenüber der Schließstellung um beispielsweise 90
o verschwenkt ist, so daß jeglicher Eingriff mit dem Verriegelungsblock 36 gelöst ist.
Die zeichnerische Darstellung der Fig. 4 zeigt den Schließzustand.
[0034] Sämtliche Riegel 33 sind synchron über einen schematisch angedeuteten Antrieb 38
um ihre Achsen 34 schwenkbar, wobei als Antrieb in der einfachsten Form wiederum ein
Handrad oder Handhebel in Betracht kommt. Die Verbindung zwischen diesem Drehantrieb
38 einerseits und den einzelnen Riegeln 33 andererseits kann in vielfältiger Weise
erfolgen. Beispielsweise kann auf der Deckeloberseite ein auf sämtliche Achsen 34
einwirkender Riementrieb vorgesehen sein, der mit dem Antrieb 38 in Verbindung steht.
In Betracht kommen jedoch auch Zahnstangenantriebe, über welche jeweils Gruppen bestehend
aus drei Riegeln 33 antriebstechnisch zusammengefaßt werden.
[0035] Der Antrieb 38 kann grundsätzlich jedoch auch ein motorischer Antrieb, beispielsweise
ein Elektroantrieb sein, der in gleicher Weise mit den Riegeln 33 in Wirkverbindung
steht.
[0036] Wesentlich ist auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4, daß die Schaltbewegungen
der Riegel 33 zwischen der Verriegelungs- und der Öffnungsstellung im Schließzustand
des Deckels durch Dichtungskräfte nicht behindert werden, da diese durch die erwähnten
Scharnierteile in Verbindung mit dem Schließmechanismus des Deckels aufgenommen werden.
Es sind somit die Riegel mit einem gewissen Spiel in die Verriegelungsblöcke 36 einführbar.
[0037] Fig. 4 zeigt lediglich eine Prinzipanordnung. Im Bedarfsfall können zur weiteren
mechanischen Verstärkung der Riegellagerungen diese in besondere, zur Aufnahme senkrecht
zur Ebene des Deckels gerichteter Kräfte bestimmten und ausgestalteten Aufnahmen abgestützt
sein.
[0038] Wesentlich ist somit beiden Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 3 und 5 einerseits
und der Fig. 4 andererseits, daß aufgrund der Trennung des Schließmechanismusses von
der Verriegelung eine leichte Handhabbarkeit des Deckels beim Öffnen und Schließen
gegeben ist. Der Schließmechanismus kann somit durch ein herkömmliches Schloß gebildet
sein, welches in Verbindung mit den Schanieren die zur Pressung eines Dichtringes
erforderlichen Dichtungskräfte aufnehmen. Dies hat zur Folge, daß der Verriegelungsmechanismus
unabhängig von diesen Dichtkräften betätigbar ist und demzufolge leichtgängig ausgebildet
werden kann.
[0039] Der erfindungsgemäße Deckelschließmechanismus ist vorzugsweise für Laborzentrifugen
entworfen und erhöht deren Betriebssicherheit. Kommt es beispielsweise während des
Betriebs der Zentrifuge zu einer Zerstörung des Rotors, wird die, in Richtung des
Deckels frei werdende kinetische Energie zunächst durch eine Verformung des Schließmechanismus
sowie der Scharnierteile aufgenommen, und zwar in einem Ausmaß, welches dem Spiel
der Bolzen 19 in den Verriegelungslaschen 23 bzw. der Riegel 33 in den Verriegelungsblöcken
36 entspricht. Sobald dieses Spiel überwunden ist, wird der Verriegelungsmechanismus
wirksam und bildet eine zuverlässige Arretierung des Deckels, welche verhindert, daß
sich Bruchstücke oder Splitter des Rotors mit einem Durchmesser von mehr als 1,5 mm
aus dem Sicherheitsbereich der Zentrifuge entfernen können.
[0040] Der Deckel kann grundsätzlich jede Form aufweisen z.B. kreisförmig, elliptisch, quadratisch,
rechteckig oder auch allgemein polygonal ausgebildet sein.
[0041] In Abkehr von obigem Ausführungsprinzip besteht auch die Möglichkeit, die Aufnahme
der Bolzen 19 in den Verriegelungslaschen 23 bzw. der Riegel 33 in den Verriegelungsblöcken
36 nahezu spielfrei auszugestalten.
[0042] Fig. 5 verdeutlicht lediglich beispielhaft den strukturellen Aufbau des Deckels einer
Laborzentrifuge, insbesondere deren Anlenkung an dem Zentrifugengehäuse. So wird die
Schwenkachse 6 durch ein Scharnier 40 gebildet, dessen einer Teil an dem Gehäuseteil
41 der Laborzentrifuge und dessen anderer Teil an dem Deckel befestigt ist.
[0043] Mit 42 ist eine, auf der Kreisplatte 11 angebrachte, global zylindrische Abdeckung
bezeichnet, welche das System der Bolzen 19 einschließlich ihres zugeordneten, im
zentralen Bereich der Kreisscheibe 11 angebrachten Antriebs überdeckt. Die Abdeckung
42 besteht demzufolge aus im peripheren Bereich der Kreisplatte 11 angeordneten, sich
koaxial zu der Achse 2 erstreckenden zylindrischen Wandung 43, wobei der, durch die
Wandung 43 und die Kreisplatte definierte Raum oberseitig durch eine weitere Kreisplatte
44 abgeschlossen wird. Der, durch die Abdeckung 42 umgrenzte Raum kann beispielsweise
zur Aufnahme auch eines Stellmotors 26 (Fig. 2) benutzt werden.
[0044] Die Abdeckung 42 wird ihrerseits oberseitig von einer Befestigungsplatte 45 überdeckt,
welche die Kreisplatte 44 in peripherer Richtung allseitig überragt und der unmittelbaren
Anbringung des einen Teils des Scharniers 40 dient. Die Befestigungsplatte 45 steht
mit der Abdeckung 42 in fester Verbindung.
[0045] Mit 46 ist ein, zum Erfassen eines Bolzens 19 bestimmtes Zugelement bezeichnet, welches
in geeigneter Weise mit dem Bolzen 19 in dessen Schließstellung in Verbindung steht.
Das Zugelement 46 ist an seinem, den Bolzen 19 abgekehrten Ende mit einer Rolle 47
versehen, deren Achse sich senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 5 erstreckt. Anstelle
einer Rolle 47 kann auch ein festes Zylinderteil vorgesehen sein.
[0046] Die Rolle 47 ist zum Zusammenwirken mit einer Kurvenscheibe 48 bestimmt, die an dem
Gehäuse der Laborzentrifuge um eine Achse 49 schwenkbar angebracht ist und deren Profilabschnitt
50 zum Hintergreifen der Rolle 47 bestimmt und ausgestaltet ist. Die Zeichnung zeigt
die Kurvenscheibe 48 in der Öffnungsstellung. Man erkennt, daß über eine Drehung der
Kurvenscheibe 48 in Richtung des Pfeiles 51 der Profilabschnitt 50 die Rolle 47 hintergreift,
so daß über das Zugelement 46 eine Kraft in Richtung des Pfeiles 52 ausübbar ist,
über welche der Dichtring 13 elastisch verspannt wird. Man erkennt ferner, daß die
gesamten Schließ- und Dichtungskräfte ausschließlich aus dem Zusammenwirken des Scharniers
40 und des Schließsystems herrühren, welches in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
durch die Lochscheibe in Verbindung mit dem Zugelement 46 verkörpert ist.
[0047] Wesentlich ist bei der zeichnerischen Darstellung gemäß Fig. 5, daß der Schließmechanismus
von dem Verriegelungsmechanismus konstruktiv und funktionell getrennt ist. Es kann
somit der Verriegelungsmechanismus grundsätzlich unabhängig von dem Schließmechanismus
betätigt werden.
[0048] In einer ersten Abwandlung des oben dargelegten Grundprinzips kann die Betätigung
des Verriegelungsmechanismus an die des Schließmechanismus auch mechanisch oder elektrisch
gekoppelt sein.
[0049] In einer weiteren Abwandlung kann naturgemäß auch der Verriegelungsmechanismus gleichzeitig
die Funktion des Schließmechanismus übernehmen. In diesem Fall werden durch den Verriegelungsmechanismus
somit gleichzeitig die Schließ- und Dichtungskräfte aufgebracht.
[0050] Die Fig. 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des Deckelbereichs an einer
Laborzentrifuge, wobei Funktionselemente, die mit den zeichnerischen Darstellungen
der Fig. 1 bis 3 übereinstimmen, auch entsprechend beziffert sind, so daß auf eine
diesbezügliche wiederholte Beschreibung verzichtet werden kann.
[0051] So ist mit 54 ein die Öffnung 4 verschließender, zu der Achse 2 konzentrischer Deckel
bezeichnet, der unterseitig, d.h. auf seiner, dem Gehäuseinnenraum zugekehrten Seite
in gleicher Weise wie der Deckel 3 ausgebildet ist.
[0052] Der Deckel 54 trägt oberseitig eine Kreisscheibe 55, die im peripheren Bereich -
und zwar in vorzugsweise gleichmäßiger Verteilung - mit einer Reihe von Verriegelungszungen
56 versehen ist, die in radialer Richtung über die Berandung der Öffnung 4 hinausragen.
[0053] Auf dem Abschlußprofil 12 des Gehäuses 1 befinden sich - in einer den Verriegelungszungen
56 entsprechenden Verteilung Verriegelungslaschen 57, von denen in Fig .7 lediglich
eine gezeigt ist. Die Verriegelungslaschen 57 sind einseitig offen und zum Übergreifen
der Verriegelungszungen 57 bestimmt.
[0054] Die Kreisscheibe 55 ist gegenüber der Deckelkonstruktion um den Winkel 58 um die
Achse 2 drehbar gelagert. Es bedeutet dies, daß die Kreisscheibe 55 zwischen zwei
Grenzpositionen drehbar ist, nämlich einer ersten, die in der Zeichnung gemäß Fig.
6 dargestellt ist, in welcher die Verriegelungszungen 56 sich mit den Verriegelungslaschen
57 nicht im Eingriff befinden, der Deckel somit entriegelt ist und einer zweiten,
in welcher die Verriegelungslaschen 56 mit den Verriegelungszungen 57 im Eingriff
stehen, der Deckel somit verriegelt ist. Die Verriegelungszungen 56 weisen im Verhältnis
zu den Verriegelungslaschen 57 in der Verriegelungsstellung ein gewisses Spiel auf.
Die zum Verformen eines zeichnerisch in den Fig. 6 und 7 nicht dargestellten Dichtringes
aufzuwendenden Dichtungskräfte werden durch den zeichnerisch ebenfalls nicht dargestellten
Schließmechanismus aufgebracht, so daß die Betätigung des Verriegelungsmechanismus
unabhängig und insbesondere unbehindert durch die, unter anderem zur Verformung der
Dichtung erforderlichen Schließkräfte möglich ist.
[0055] Der Deckel 54 ist im übrigen in einer den Fig. 1 bis 3 entsprechenden Weise ausgebildet
und an dem Gehäuse 1 angelenkt.
[0056] Ersatzweise für diese Ausführungsform kann jedoch die Kreisscheibe 55 auch mit dem
Deckel 54 in fester Verbindung stehen, so daß zur Verriegelung der Deckel 54 als Ganzes
um die Achse 2 um den Winkel 58 drehbar ist, um zwischen der Verriegelungs- und der
Entriegelungsstellung bewegt zu werden.
1. Gehäuse (1,29) für eine Zentrifuge, mit einem, einer Öffnung (4,30) zugeordneten,
um eine Achse (6,32) zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung schwenkbar
angelenkten, zum dichtenden Verschließen der Öffnung (4,30) bestimmten und ausgestalteten
Deckel (3,31,54), dadurch gekennzeichnet,
- daß entlang der gesamten Berandungen der Öffnung (4,30) sowie des Deckels (3,31,54)
formschlüssig wirkende, zum Festlegen des Deckels in dessen Schließstellung bestimmte
Verriegelungselemente angeordnet sind und
- daß die Verriegelungselemente zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung
bewegbar angeordnet sind.
2. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Verriegelungselemente
über einen einheitlichen Antrieb (38) synchron betätigbar sind.
3. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb als motorischer
Drehantrieb ausgestaltet ist.
4. Gehäuse (1,29) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch
einen, von den Verriegelungselementen getrennten Schließmechanismus, der in Verbindung
mit der Achse (6,32) zugeordneten Lagerungselementen zur spielfreien Festlegung des
Deckels (3,31,54) in dessen Schließstellung bestimmt und ausgestaltet ist.
5. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungselemente
(23) - in Richtung ihres Formschlusses gesehen - ein Spiel aufweisen.
6. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch ein, zum Zusammenwirken
mit dem Deckel (3,31,54) bestimmtes Dichtelement, wobei der Schließmechanismus in
Verbindung mit den Lagerungselementen zur Aufbringung der erforderlichen Dichtkraft
bestimmt und ausgestaltet ist.
7. Gehäuse (1,29) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch
eine kreisförmige (4), quadratische (30) oder allgemein polygonale Öffnung und einen
dementsprechend gestalteten Deckel (3,31).
8. Gehäuse (1,29) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Verriegelungselemente jeweils aus einer Elementenpaarung Bolzen (19)/Verriegelungslasche
(22,23) bestehen,
- wobei der Bolzen (19) zwischen einer Verriegelungs- und einer Entriegelungsstellung
geradlinig verschiebbar ist.
9. Gehäuse (1,29) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Verriegelungselemente jeweils aus einer Elementenpaarung Riegel (33)/Verriegelungsblock
(36) bestehen,
- wobei der Riegel (33) zwischen einer Verriegelungs- und einer Entriegelungsstellung
schwenkbar ist.
10. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Steuerscheibe (14), die
sowohl mit dem Antrieb als auch mit den Bolzen (19) in Verbindung steht und zur Umsetzung
der Drehbewegung des Antriebs in eine Verschiebebewegung der Bolzen (19) dient.
11. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Steuerscheibe nach Art einer Kurvenscheibe ausgestaltet ist, die um eine,
sich senkrecht zur Ebene des Deckels (3) erstreckende Achse (2) drehbar auf dem Deckel
angeordnet ist und
- daß die Kurvenscheibe mit einer, der Anzahl der Bolzen (19) entsprechenden Anzahl
untereinander gleicher Profilführungen versehen ist, durch welche eine Zwangsführung
der Bolzen (19) gegeben ist.
12. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch ein Verzweigungsgetriebe zur
Umsetzung der Drehbewegung des Antriebs (38) auf einen jeden Riegel (33), wobei das
Verzweigungsgetriebe vorzugsweise als Zugmittel- oder Zahnstangengetriebe ausgebildet
ist.
13. Gehäuse (1,29) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Verriegelungselemente jeweils aus der Elementenpaarung Verriegelungszunge
(56)/Verriegelungslasche (57) bestehen,
- daß die Verriegelungszungen (56) mit den Verriegelungslaschen (57) über eine Drehbewegung
in Eingriff bringbar sind und
- daß die Verriegelungslaschen (57) oder die Verriegelungszungen (56) auf einem gemeinsamen,
zumindest zwischen zwei, dem Verriegelungs- und dem Entriegelungszustand entsprechenden
Grenzpositionen drehbaren Träger angebracht sind.
14. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger als Kreisscheibe
(55) ausgebildet ist, die vorzugsweise in die Struktur des Deckels (54) einbezogen
ist.
15. Gehäuse (1,29) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger um
eine Achse (2) drehbar ist, die durch den Mittelpunkt und senkrecht zur Ebene der
Öffnung (4) verläuft.