[0001] Die Erfindung betrifft ganz allgemein Geräte für Speiseausgabezwecke mit einem Gerätekörper,
wie sie beispielsweise in Großküchen oder Kantinen aber auch in Krankenhäusern bei
der Speiseausgabe Verwendung finden. Solche Geräte dienen insbesondere zur Aufnahme
und Temperierung und gegebenenfalls zum Transport bereits zubereiteter Speise, wie
dies im Zuge der Speiseausgabe im vorstehend erwähnten Rahmen bekannt und üblich ist.
Die Erfindung betrifft auch Geräte für Speiseausgabezwecke, die nicht in unmittelbaren
Kontakt mit der auszugebenden Speise gelangen, wie z. B. Tablett-, Teller- oder Besteckaufnahme-
bzw. -ausgabegeräte, die gleichfalls bei der Speiseausgabe üblicherweise verwendet
werden.
[0002] Die Erfindung befaßt sich ganz allgemein mit der Verbesserung solcher Geräte für
Speiseausgabezwecke hinsichtlich ihrer kostengünstigen Herstellbarkeit, ihrer unkomplizierten
Handhabbarkeit, was insbesondere das Anordnen oder Entnehmen von Speise in oder aus
dem Gerät sowie die Reinigung des Gerätes betrifft, sowie hinsichtlich ihrer kompakten
und gefälligen äußeren Erscheinungsform.
[0003] Hierzu schlägt die Erfindung vor, den Gerätekörper im wesentlichen quaderförmig auszubilden.
[0004] Bei bekannten Geräten, bei denen der Gerätekörper eine im wesentlichen aus einem
Metallblech bestehende Abdeckung aufweist, ist das Problem der Verbindung der Abdeckung
mit dem Gerätekörper häufig dadurch gelöst, daß zwei erste und zwei zweite einander
jeweils gegenüberliegende und je einen Längsrand der Abdeckung bildende Umfangsseitenabschnitte
um 90° nach unten abgebogen und zur Vermeidung einer vertikal verlaufenden Fuge zwischen
den abgebogenen Umfangsseitenabschnitten miteinander verschweißt worden sind. Die
Abdeckung weist dann zumindest im Bereich ihres Umfangs dieselbe Gestalt auf, wie
z. B. der Deckel einer Pappschachtel und ist in entsprechender Weise auf den Gerätekörper
aufsetzbar. Die Herstellung einer solchen Metallabdeckung ist jedoch sehr aufwendig,
es müssen alle vier Umfangsseitenabschnitte abgebogen und die entstehenden Fugen geschlossen
werden, darüber hinaus ist eine deckelförmige Abdeckung aus optischen Gründen nicht
sehr ansprechend. Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes sind daher
zumindest die zwei ersten Umfangsseitenabschnitte nach unten abgebogen und im Bereich
der beiden zweiten Umfangsseitenabschnitte ist jeweils ein Kunststoffteil vorgesehen,
welches den zu dem betreffenden Umfangsseitenabschnitt gehörigen oberen Rand des Gerätekörpers
bildet. Bei der Herstellung dieser erfindungsgemäßen Abdeckung sind Schweißvorgänge
oder dergleichen nicht mehr erforderlich. Darüber hinaus verleiht das den oberen Rand
einer Längsseite des Gerätekörpers bildende Kunststoffteil dem Gerät ein gefälliges
Äußeres, was Geräte, deren Sichtseiten im wesentlichen aus Metallblechen gebildet
sind, besonders auszeichnet. Weiterhin bieten sich bei der Verwendung von Kunststoffteilen
vielfältigere Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere bei Kunststoff-Spritzgußteilen,
als beim Verformen von Blech.
[0005] Bei einer besonders ansprechenden Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes für
Speiseausgabezwecke weist zumindest eines der Kunststoffteile eine gegen die Vertikale
geneigte Fläche auf, wodurch das sich längs des betreffenden oberen Randes erstreckende
Kunststoffteil bei Betrachtung des Gerätes noch mehr zur Geltung kommt.
[0006] Um dem mit einem Kunststoffteil versehenen Gerät eine noch kompaktere äußere Form
zu geben, wird vorgeschlagen, daß die Kunststoffteile im Bereich ihrer Längsenden
dem Profil der abgebogenen ersten Umfangsseitenabschnitte der Abdeckung angepaßt sind.
Dies verleiht dem Gerätekörper nicht nur ein kompaktes Aussehen, sondern erweist sich,
insbesondere, wenn die ersten abgebogenen Umfangsseitenabschnitte Abtropfkanten bilden,
als vorteilhafter Übergang von den abgebogenen Umfangsseitenabschnitten zum Kunststoffteil.
[0007] Obschon auch ein durch Untergreifen der Metallabdeckung durch das Kunststoffteil
gebildeter Übergang vom Kunststoffteil zur Metallabdeckung denkbar ist, ist ein bevorzugtes
Gerät so ausgebildet, daß zumindest eines der Kunststoffteile in der entsprechenden
Stirnansicht des Gerätekörpers die Stirnseite des Gerätekörpers seitlich und oben
übergreift, wodurch eine vertikale störende Fuge auf der Oberseite des Gerätekörpers
vermieden wird.
[0008] Weiter sieht die Erfindung vor, daß zumindest eines der Kunststoffteile einen Übergangsbereich
zwischen der oberen Abdeckung und einer Seitenwand des Gerätekörpers abdeckt. Hinsichtlich
der Gestaltung dieses Übergangsbereiches brauchen somit keine Anstrengungen unternommen
zu werden.
[0009] Während grundsätzlich zahlreiche Möglichkeiten der Befestigung der Kunststoffteile
an dem Gerätekörper denkbar sind, wie Kleben, Klipsen, Klemmen oder dergl., wird eine
Schraubverbindung bevorzugt, da damit das Kunststoffteil in eine enge Anlage an die
entsprechenden Auflagebereiche auf dem Gerätekörper gebracht und so dauerhaft gehalten
werden kann. Hierdurch wird die Ausbildung von schmutzaufnehmenden Fugen verhindert.
Um auf der Sichtseite des Gerätes Schraubenköpfe zu vermeiden, wird vorgeschlagen,
wenigstens eine Schraube vom Inneren des Gerätekörpers her in das Kunststoffteil einzuschrauben
oder eine durch das Kunststoffteil hindurchtretende und in den Gerätekörper eingeschraubte
Schraube durch eine abnehmbare Blende zu verdecken.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist ein eine Temperiereinrichtung mit einer Schaltvorrichtung
aufweisendes Gerät zu Speiseausgabezwecken so ausgebildet, daß die Schaltvorrichtung
mittels einer Folientastatur betätigbar ist. Hierdurch ist ein zur Aufnahme der Bedienungselektrik
dienender Bereich im Innern des Gerätekörpers feuchtigkeitsdicht abschließbar und
es besteht nicht die Gefahr, daß Flüssigkeit, Speisen oder Schmutz ins Innere des
Gerätekörpers gelangen. Die Folientastatur ist weiter problemlos abwischbar und macht
es möglich, das Gerät für Speiseausgabezwecke mit einem Dampfstrahl oder dergleichen
abzureinigen, ohne daß besondere Sorgfalt hinsichtlich der Vermeidung des Eindringens
von Flüssigkeit in das Innere des Gerätekörpers verwandt werden müßte.
[0011] Bei bevorzugten Ausführungsformen ist für jedes Tastenfeld der Folientastatur eine
Kontrollampe vorgesehen und für jedes separat an- und ausschaltbare Temperierelement
ein eigenes Tastenfeld auf der Folientastatur.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Folientastatur durch eines der Kunststoffteile
gehalten ist; in diesem Fall ist die Folientastatur nämlich leicht zugänglich und
aufgrund ihrer exponierten Position im oberen Randbereich des Gerätekörpers gut einsehbar
und es erweist sich auch als unkompliziert, die Folie der Folientastatur feuchtigkeitsdicht
mit dem Kunststoffteil zu verbinden.
[0013] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken sind wenigstens die vertikal verlaufenden
Kanten des Gerätekörpers zumindest abschnittsweise abgeflacht; hierdurch wird die
Verletzungsgefahr, die bei rechtwinkligen Eckkanten besonders groß ist, verringert
und das Gerät erhält überdies ein gefälligeres und kompakteres Äußeres. Besonders
vorteilhaft hinsichtlich Konstruktion und Herstellung des Gerätes ist es, wenn die
abgeflachten Kanten durch zu den benachbarten Seitenwänden des Gerätekörpers unter
45° orientierte, im Querschnitt rechteckige Stützen gebildet sind. Es sind jedoch
auch im Querschnitt dreieckige Stützen denkbar, die so orientiert sind, daß ihre jeweilige
Scheitelseite eine abgeflachte Kante bildet. Trotz der Abflachung der vertikalen Kanten
des Gerätekörpers wird bei diesen Ausführungsformen die Stütz- oder Tragfähigkeit
der Stützen in keiner Weise beeinträchtigt. Falls eine Verkleidung gewünscht ist,
so wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei der die unter 45° orientierten Stützen
zumindest abschnittsweise durch wenigstens ein Metallblech abgedeckt sind, das entsprechend
der Orientierung der Stützen geformt ist und wenigstens zwei Seitenwände des Gerätekörpers
bildet.
[0014] Bei geschlossenen Geräten mit einer als Teil einer Seitenwand des quaderförmigen
Gerätekörpers vorgesehenen Tür kann zumindest eine der abgeflachten, vertikal verlaufenden
Kanten von der Tür selbst gebildet sein, sie nimmt also in diesem Fall an der Schwenkbewegung
der Tür beim Öffnen und Schließen teil. In der Stirnansicht der Tür ist somit keine
oder höchstens eine vertikale Fuge zwischen der Tür und einer benachbarten Seitenwand
oder Stütze zu sehen.
[0015] Bei geschlossenen Geräten stellt sich die weitere Aufgabe, die die Seitenwände des
Gerätekörpers bildenden Metallbleche so miteinander zu verbinden, daß ein Flüssigkeitseintritt
ins Innere des Gerätekörpers, etwa beim Reinigen mit einem Dampfstrahl, verhindert
wird. Anstelle beispielsweise des aufwendigen Schweißens sind bei erfindungsgemäßen
Geräten die Seitenwände derart verbunden, daß zwei vertikal verlaufende, nach innen
abgebogene Abschnitte zweier benachbarter Seitenwände zumindest nahezu aneinander
anliegen und daß einer der Abschnitte die vertikale Längskante des anderen übergreift.
Im Querschnitt durch die Längskante bilden die beiden Abschnitte insbesondere eine
labyrinthartige Dichtung, die ein Eindringen von Flüssigkeit ins Innere des Gehäusekörpers
sicher verhindert.
[0016] Bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes
ist ein wärmeisolierender Kunststoffgriff vorgesehen. Noch vorteilhafter ist es, wenn
zwei Kunststoffgriffe an einem oberen Bereich einer Stirnseite des Gerätekörpers und
im Querabstand voneinander angeordnet sind; dies verleiht einem fahrbar ausgebildeten
Gerät eine leichte Lenkbarkeit und hat ergonomisch gesehen einen günstigen Kraftangriff
beim Ziehen und Schieben des Gerätes zur Folge. Doch auch bei Geräten, die nicht notwendigerweise
fahrbar ausgebildet sind, etwa Büffets oder Salatbars, erweist sich die vorstehend
beschriebene Anordnung zweier Kunststoffgriffe hinsichtlich der Positionierbarkeit
der Geräte und auch aus optischen Gründen als vorteilhaft.
[0017] Weiterhin wird vorgeschlagen, den oder die Kunststoffgriffe so auszubilden, daß er
bzw. sie einen sich in horizontaler Richtung erstreckenden Griffsteg aufweist bzw.
aufweisen, was zum einen gefälliger wirkt und sich zum anderen beim Ziehen, Schieben,
Lenken oder auch Versetzen des Gerätes günstiger auswirkt, als wenn der Griffsteg
oder die Griffstege sich beispielsweise in vertikaler Richtung erstrecken.
[0018] Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen der Kunststoffgriff zwei Seitenschenkel
oder, falls zwei Kunststoffgriffe vorhanden sind, diese Kunststoffgriffe jeweils zumindest
einen außenliegenden Seitenschenkel aufweisen, und bei denen die Seitenschenkel zur
Bildung eines Handschutzes in vertikaler Richtung eine größere Abmessung besitzen
als der Griffsteg. Hierdurch können Verletzungen, die beim Schieben oder Ziehen derartiger
Geräte häufig auftreten, insbesondere auch durch das Berühren heißer Gegenstände,
wie sie in Küchen durchweg anzutreffen sind, wirksam vermieden werden.
[0019] Noch günstiger und aus optischen Gründen ansprechender ist es, wenn der Kunststoffgriff
oder die Kunststoffgriffe in der Draufsicht U-förmige Gestalt aufweist bzw. aufweisen
und zusammen mit dem Gerätekörper eine Eingriffsöffnung bildet bzw. bilden. Darüber
hinaus läßt sich ein U-förmiger Kunststoffgriff mit seinen beiden Schenkeln stabiler
an dem Gerätekörper befestigen, als ein z. B. L-förmiger Kunststoffgriff mit nur einem
Schenkel.
[0020] In optischer Hinsicht sehr ansehnlich ist es, wenn der Kunststoffgriff oder die Kunststoffgriffe
an dem den oberen Rand bildenden Kunststoffteil angeformt oder montiert ist bzw. sind.
Zur Herstellung einer lösbaren Verbindung zwischen Kunststoffgriff und Gerätekörper
wird vorgeschlagen, den Kunststoffgriff mittels Schrauben am Gerätekörper zu befestigen
und die Schraubenköpfe aus optischen Gründen durch zu dem Griff gehörige abnehmbare
Blenden abzudecken. Gegenüber der Befestigung durch Schrauben, die vom Inneren des
Gerätekörpers her in den Kunststoffgriff eingeschraubt sind, läßt sich der Kunststoffgriff
bei dieser Befestigung von außerhalb des Gerätekörpers abnehmen bzw. montieren.
[0021] In Weiterbildung der Erfindung ist in eine zum Durchgreifen hinreichend groß ausgebildete
Ausnehmung in einer Seitenwand des Gerätekörpers ein abnehmbares, eine Durchführung
für eine elektrische Leitung aufweisendes Kunststoffbauteil eingesetzt. Tritt in der
elektrischen Leitung eine Störung auf oder wird diese beschädigt, so kann das Kunststoffbauteil
abgenommen werden und die elektrische Leitung von ihrem Anschluß im Inneren des Gerätekörpers
gelöst und gegebenenfalls durch eine neue Leitung ersetzt werden. Unter einer elektrischen
Leitung soll hier auch eine Steckdose verstanden werden, mit der das Gerät unter Verwendung
eines separaten Steckerkabels an das elektrische Netz angeschlossen werden kann. Für
den Fall, daß die elektrische Leitung durch ein Kabel mit einem Stecker gebildet ist,
ist es vorteilhaft, wenn das Kunststoffbauteil eine Halterung für den Stecker aufweist,
vorzugsweise in Form einer Blindsteckdose, mit dem das durch den Stecker gebildete
Kabelende an dem Gerät festlegbar ist.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes für Speiseausgabezwecke
weist eine zumindest als Teil einer Seitenwand des quaderförmigen Gehäusekörpers vorgesehene
Tür eine in vertikaler Richtung verlaufende wärmeisolierende Kunststoffgriffleiste
oder eine wärmeisoliert angebrachte Griffleiste auf, die sich vorzugsweise über die
gesamte Höhe der Tür erstreckt. Diese Griffleiste hat gegenüber einem Metallgriff
oder einer Metallgriffleiste den Vorteil, daß beim Öffnen oder Schließen der Tür bei
stark erwärmten Geräten häufig auftretende Verbrennungen vermieden werden können bzw.
die Türe auch ohne einen wärmeisolierenden Handschuh oder dergleichen geöffnet und
geschlossen werden kann.
[0023] Während eine solche Kunststoffgriffleiste auf der Tür, also aus der Ebene der Tür
hervorspringend angeordnet sein kann, verleiht es dem Gerät ein kompaktes Aussehen,
wenn die Griffleiste in der Ebene der Tür angeordnet ist und eine sich nach außen
öffnende, in vertikaler Richtung verlaufende Griffrinne mit einem hintergreifbaren,
vertikal verlaufenden Steg aufweist. Dies hat den weiteren Vorteil, daß nicht die
Gefahr besteht, die Griffleiste zu beschädigen oder gar abzubrechen.
[0024] Schließlich erweist es sich als vorteilhaft, wenn ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Gerät für Speiseausgabezwecke fahrbar ausgebildet ist und Lenkrollen aufweist.
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung zweier bevorzugter Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Gerätes für Speiseausgabezwecke. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Stirnansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes für Speiseausgabezwecke;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht des Gerätes nach Fig. 1 entlang der Linie 2-2;
- Fig. 3
- ein vergrößerter Ausschnitt der Fig. 2;
- Fig. 4
- eine geschnittene Teilansicht des erfindungsgemäßen Gerätes entlang der Linie 4-4
in Fig. 2;
- Fig. 5
- eine geschnittene Teilansicht des erfindungsgemäßen Gerätes entlang der Linie 5-5
in Fig. 1 und
- Fig. 6
- eine geschnittene Teilansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gerätes, wobei die Schnittebene senkrecht zur Ebene einer eine Seitenwand bildenden
Tür verläuft.
[0026] In den Figuren 1 - 5 ist eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes
für Speiseausgabezwecke im einzelnen dargestellt. Ein im wesentlichen quaderförmiger
Gerätekörper 10 des Gerätes umfaßt vier vertikale Stützen 12, eine im wesentlichen
aus einem Metallblech bestehende Abdeckung 14 sowie vier durch je ein Metallblech
gebildete Seitenwände 15 - 18 und ein die untere Seite des quaderförmigen Gerätekörpers
bildendes erstes Bodenblech 19. Ein zweites Bodenblech 20 bildet zusammen mit den
Seitenwänden 15 - 18 und der Abdeckung 14 einen geschlossenen Gehäusebereich 22. Das
Gerät ist durch an der unteren Seite des Gerätekörpers 10 vorgesehene Lenkrollen 24
fahrbar ausgebildet und weist eine im unteren Bereich des Gerätekörpers 10 angeordnete
umlaufende Stoßleiste 25 auf.
[0027] Die obere Abdeckung 14 ist im Bereich von Öffnungen 26 mit tiefgezogenen Metallwannen
28 verschweißt, welche zur Aufnahme von entsprechend geformten Speisebehältnissen
dienen. Zum Zwecke der Temperierung dieser Speisebehältnisse bzw. der darin befindlichen
Speisen sind unterhalb der Metallwannen 28 Temperiereinrichtungen 30 vorgesehen. Zur
Verbesserung der Wärmeübertragung zwischen den Temperiereinrichtungen 30 und den Speisebehältnissen
kann in bekannter Weise Wasser in die Metallwannen 28 eingefüllt werden, so daß die
Speisebehältnisse im Wasserbad temperiert werden können. Vom jeweiligen Bodenbereich
32 der Metallwannen 28 führt eine Ablaßvorrichtung 34 nach unten weg und mündet außerhalb
des Gehäusebereiches 22. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ruht die obere Abdeckung
14 auf einem durch die längs verlaufenden Seitenwände 16, 18 gebildeten Auflagebereich
36. Die obere Abdeckung 14 weist weiterhin zwei erste einander gegenüberliegende und
jeweils nach unten abgebogene Umfangsseitenabschnitte 38 auf, was für eine Längsseite
der Abdeckung 14 in der Fig. 4 dargestellt ist. Diese abgebogenen Umfangsseitenabschnitte
38 bilden jeweils eine horizontal verlaufende Abtropfkante 40.
[0028] Wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist, weist die obere Abdeckung 14 zwei zweite
einander gegenüberliegende Umfangsseitenabschnitte 42 auf, die zur Versteifung des
die obere Abdeckung 14 bildenden Metallbleches abgewinkelt sind. Im Bereich dieser
zweiten Umfangsseitenabschnitte 42 ist je ein längliches Kunststoffteil 44 bzw. 46
vorgesehen, das mittels Schrauben 48 und 50 an der oberen Abdeckung 14 befestigt ist.
Die Schrauben 48 sind durch die beiden zweiten Umfangsseitenabschnitte 42 und die
Schrauben 50 durch umgebogene Laschen 52 der beiden ersten Umfangsseitenabschnitte
38 hindurch in das jeweilige Kunststoffteil 44 bzw. 46 eingeschraubt, das an den betreffenden
Stellen angeformte Aufnahmebereiche 53 für die Schrauben 48, 50 aufweist. Die Kunststoffteile
44 bzw. 46 bilden jeweils den zu dem betreffenden zweiten Umfangsseitenabschnitt 42
gehörigen oberen Rand 54 des Gerätekörpers 10 und decken einen Übergangsbereich zwischen
der oberen Abdeckung 14 und der die jeweilige Stirnseite bildenden Seitenwand 15,
17 ab. Wie aus den Figuren 1 - 4 ersichtlich ist, sind die Kunststoffteile 44 und
46 im Bereich ihrer Längsenden 56 dem Profil der abgebogenen ersten Umfangsseitenabschnitte
38 angepaßt und liegen an diesen ersten Umfangsseitenabschnitten 38 sowie an der oberen
Abdeckung 14 an, wobei sie diese übergreifen.
[0029] Bei der Montage des erfindungsgemäßen Gerätes werden die Kunststoffteile 44 bzw.
46 an der Abdeckung 14 befestigt, und sodann wird die Abdeckung 14 auf den Gerätekörper
10 aufgesetzt. Dabei wird ein an das zweite Kunststoffteil 46 angeformter Zapfen 58
in Eingriff mit einer entsprechenden Ausnehmung 60 in der Seitenwand 17 gebracht;
die Kunststoffteile 44 und 46 liegen dann an gegen die Vertikale leicht geneigte Abschnitte
62 bzw. 64 der Seitenwände 15 bzw. 17 an.
[0030] Auf einer gegen die Vertikale geneigten Fläche 66 des ersten Kunststoffteiles 44
sind Kunststoffgriffe 68 vorgesehen, die mittels Schrauben 70 an dem geneigten Abschnitt
62 der Seitenwand 15 des Gerätekörpers 10 befestigt sind. Die Schrauben 70 treten
von außen her durch das erste Kunststoffteil 44 und durch den Abschnitt 62 hindurch
und sind in Muttern 72, die innen an der Seitenwand 15 vorgesehen sind, eingeschraubt.
Durch seitlich an Seitenschenkeln 74 der Griffe 68 einrastbare Blenden 76 sind die
Schrauben 70 in der Ansicht des Gerätes nicht sichtbar. Durch die vorstehend beschriebene
Befestigung der Griffe 68 im Zusammenwirken mit dem Zapfen 58 und der Ausnehmung 60
ist die Abdeckung 14 fest an den Seitenwänden 15 - 18 montiert.
[0031] Zur Bildung eines Handschutzes besitzen die Seitenschenkel 74 der Griffe 68 in vertikaler
Richtung eine größere Abmessung als ein zum Umgreifen dienender Griffsteg 78 der Griffe
68.
[0032] Zur Betätigung einer Schaltvorrichtung 80 der Temperiereinrichtungen 30 ist eine
Folientastatur 82 vorgesehen, die in eine entsprechende flächige Ausnehmung 84 in
dem ersten Kunststoffteil 44 flächenbündig eingeklebt ist. Die Schaltvorrichtung 80
erstreckt sich vom Inneren des Gerätekörpers 10 durch eine Öffnung 86 in der Seitenwand
15 bzw. in dem ersten Kunststoffteil 44 hindurch bis zu der Folientastatur 82. Für
jedes Tastenfeld 88 der Folientastatur 82 ist eine Kontrollampe 90 vorgesehen.
[0033] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, ist in eine rechteckige Ausnehmung 92
in der Seitenwand 15 ein abnehmbares Kunststoffbauteil 94 eingesetzt, das eine Durchführung
96 für ein Kabel 98 sowie eine Halterung in Form einer Blindsteckdose 99 für einen
nicht dargestellten Stecker am Ende des Kabels 98 aufweist.
[0034] Wie aus den Figuren, insbesondere Fig. 5, ersehen werden kann, sind die Stützen 12
zur Bildung von abgeflachten vertikal verlaufenden Kanten 100 des Gerätekörpers 10
unter 45° zu den benachbarten Seitenwänden 15 - 18 orientiert. Die Seitenwände 15
und 17 sind um jeweils zwei der Stützen 12 entsprechend deren Orientierung herumgebogen.
Die Seitenwände 15 und 17 bilden jeweils mit den Seitenwänden 16 und 18 eine labyrinthartige
Dichtung, in dem zwei vertikal verlaufende, nach innen abgebogene Abschnitte 101 bzw.
102 der jeweils benachbarten Seitenwände aneinander anliegen und der Abschnitt 101
eine vertikale Längskante 104 des Abschnittes 102 übergreift. Die Seitenwände 15 -
18 sind in nicht dargestellter Weise an den Stützen 12 befestigt.
[0035] Schließlich ist in Fig. 6 eine geschnittene Teilansicht einer zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Gerätes dargestellt, die sich von der vorstehend beschriebenen
ersten Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß der Gerätekörper durch Seitenwände
15', 16', die sich über die gesamte Höhe des Gerätekörpers erstrecken, im wesentlichen
geschlossen ausgebildet ist und daß Türen 106 vorgesehen sind, die die Seitenwand
16' bilden. Die Tragfunktion der Stützen 12 bei der ersten Ausführungsform wird bei
dieser zweiten Ausführungsform von Wänden, von denen die Seitenwand 15' und im Inneren
des Gerätekörpers angeordnete Wände 107 angedeutet sind, übernommen, so daß die Stützen
12 hier nicht erforderlich sind. Zur Bildung einer abgeflachten vertikal verlaufenden
Kante 100' des Gerätekörpers ist ein äußeres Türblech 108 in diesem Bereich entsprechend
den Seitenwänden des ersten Ausführungsbeispiels abgebogen.
[0036] Zum Öffnen und Schließen der Türen 106 sind wärmeisolierende und in vertikaler Richtung
verlaufende Kunststoffgriffleisten 110 vorgesehen. Die Kunststoffgriffleisten 110
sind flächenbündig in der Ebene der Türen 106 angeordnet und weisen eine sich nach
außen öffnende, in vertikaler Richtung verlaufende Griffrinne 112 sowie je zwei vertikal
verlaufende, hintergreifbare Stege 114 auf. Zwischen das äußere Türblech 108 und ein
inneres Türblech 116 ist ein Befestigungssteg 118 der jeweiligen Kunststoffgriffleiste
110 geklemmt und verklebt, wodurch die Kunststoffgriffleisten 110 gehalten sind.
1. Gerät für Speisenausgabezwecke, mit einem Gerätekörper (10) von im wesentlichen quaderförmiger
Gestalt, der eine im wesentlichen aus einem Metallblech bestehende Abdeckung (14)
aufweist mit zwei ersten (38) und zwei zweiten (42) einander jeweils gegenüberliegenden
und je einen Längsrand der Abdeckung (14) bildenden Umfangsseitenabschnitten (38,
42), dadurch gekennzeichnet, daß die zwei ersten Umfangsseitenabschnitte (38) nach unten abgebogen sind und daß
im Bereich der beiden zweiten Umfangsseitenabschnitte (42) jeweils ein Kunststoffteil
(44, 46) vorgesehen ist, welches den zu dem betreffenden Umfangsseitenabschnitt (42)
gehörigen oberen Rand (54) des Gerätekörpers (10) bildet.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der Kunststoffteile
(44, 46) eine gegen die Vertikale geneigte und sich in Richtung des zugehörigen Längsrandes
erstreckende Fläche (66) aufweist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffteile (44,
46) im Bereich ihrer Längsenden (56) dem Profil der abgebogenen ersten Umfangsseitenabschnitte
(38) der Abdeckung (14) angepaßt sind.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines
der Kunststoffteile (44, 46) in der entsprechenden Stirnansicht des Gerätekörpers
(10) die Stirnseite des Gerätekörpers (10) seitlich und oben übergreift.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines
der Kunststoffteile (44, 46) einen Übergangsbereich zwischen der oberen Abdeckung
(14) und einer Seitenwand (15, 17) des Gerätekörpers abdeckt.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines
der Kunststoffteile (44, 46) mit dem Gerätekörper (10) verschraubt ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schraube (48) vom Inneren
des Gerätekörpers (10) her in das Kunststoffteil (44, 46) eingeschraubt ist und in
der Ansicht des Gerätes unsichtbar ist.
8. Gerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf einer durch das
Kunststoffteil hindurchtretenden und in den Gerätekörper eingeschraubten Schraube
durch eine abnehmbare Blende verdeckt und somit in der Ansicht des Gerätes unsichtbar
ist.
9. Gerät nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an einem der Kunststoffteile (44, 46) eine Schaltvorrichtung (80, 82) für eine
innerhalb des Gerätekörpers (10) befindliche Temperiereinrichtung (30) vorgesehen
ist.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (80, 82)
eine Folientastatur (82) aufweist.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Tastenfeld (88) der
Folientastatur (82) eine Kontrollampe (90) vorgesehen ist.
12. Gerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Folientastatur (82)
derart in das Kunststoffteil (44) eingesetzt ist, daß ihre Folie mit der geneigten
Fläche (66) des Kunststoffteils bündig ist.
13. Gerät nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens die vertikal verlaufenden Kanten (100) des Gerätekörpers (10) zumindest
abschnittsweise abgeflacht sind und die Form der Kunststoffteile (44, 46) im Bereich
von deren Längsenden (56) der Form dieser Kanten (100) angepaßt ist.
14. Gerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Kanten (100) des
Gerätekörpers (10) durch zu den benachbarten Seitenwänden (15, 16, 17, 18) des Gerätekörpers
(10) unter ungefähr 45° geneigte Flächen gebildet sind.
15. Gerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeflachten Kanten (100)
durch zu den benachbarten Seitenwänden (15, 16, 17, 18) des Gerätekörpers (10) unter
ca. 45° orientierte, im Querschnitt insbesondere rechteckige Stützen (12) gebildet
sind.
16. Gerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (12) zumindest abschnittsweise
durch wenigstens ein Metallblech abgedeckt sind, das entsprechend der Orientierung
der Stützen geformt ist und wenigstens zwei Seitenwände (15, 17) des Gerätekörpers
bildet.
17. Gerät nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kunststoffteile (44, 46) ungefähr leistenförmig ausgebildet sind.
18. Gerät nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an mindestens einem der Kunststoffteile (44, 46) wenigstens ein wärmeisolierender
Kunststoffgriff (68) vorgesehen ist.
19. Gerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einem der Kunststoffteile
(44, 46) zwei Kunststoffgriffe (68) im Querabstand voneinander angeordnet sind.
20. Gerät nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffgriff (68)
bzw. die Kunststoffgriffe (68) einen sich in horizontaler Richtung erstreckenden Griffsteg
(78) aufweist bzw. aufweisen.
21. Gerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffgriff (68) zwei
Seitenschenkel (74) bzw. die Kunststoffgriffe (68) jeweils zumindest einen außen liegenden
Seitenschenkel (74) aufweisen und daß die Seitenschenkel (74) zur Bildung eines Handschutzes
in vertikaler Richtung eine größere Abmessung besitzen als der Griffsteg (78).
22. Gerät nach einem der Ansprüche 18 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffgriff
(68) bzw. die Kunststoffgriffe (68) in der Draufsicht U-förmige Gestalt aufweist bzw.
aufweisen und zusammen mit dem sie tragenden Kunststoffteil (44, 46) eine Eingriffsöffnung
bildet bzw. bilden.
23. Gerät nach einem der Ansprüche 18 - 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffgriff
(68) bzw. die Kunststoffgriffe (68) mittels Schrauben (70) am Gerätekörper (10) befestigt
ist bzw. sind und daß die Schraubenköpfe durch zu dem Griff gehörige abnehmbare Blenden
(76) abgedeckt sind.