[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verfestigen und/oder Umformen durch Strahlmittel,
welches durch eine Förderleitung mittels Druckluft einer Strahldüse zuführbar ist,
mit folgenden weiteren Teilen:
- einem geschlossenen Kessel, in dem sich ein Vorrat von Strahlmittel befindet,
- eine durch einen regelbaren Antrieb angetriebene Strahlmittelzuführung, die eine Förderschnecke
in einem Schneckenrohr umfaßt, das am Schneckenanfang mit einem Aufnahmebereich, der
unter dem Kessel positioniert ist, und am Schneckenende mit einen Abgabebereich versehen
ist, wobei der Abgabebereich über ein Fallrohr mit der Förderleitung verbunden ist.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der EP 0 218 869 bekannt. Bei dieser Vorrichtung
wird Strahlmittel in einem geschlossenen druckfesten Kessel vorrätig gehalten. Unter
einem Auslauftrichter des Kessels ist eine Förderschnecke angeordnet, die sich in
einem waagerechten Schneckenrohr dreht. Dabei erfaßt der Aufnahmebereich der Förderschnecke
Strahlmittel und gibt es an den Abgabebereich ab. Das Schneckenrohr ist an seinem
Ende mit einer Rohrleitung verbunden, in den das Strahlmittel eingegeben wird. Da
die Rohrleitung mit Druckluft beaufschlagt ist, wird das Strahlmittel vom Fördergasstrom
mitgerissen und zur Strahldüse geführt. Zur Vergleichmäßigung des zu dosierenden Strahlmittels
ist eine Vorrichtung zum Ausgleich des Druckgefälles vom Inneren des geschlossenen
Kessels zum Inneren des Schneckenrohres bis hin zur Förderleitung vorgesehen. Um aber
reproduzierbare Werte der durch das Bestrahlen eintretenden mechanischen Eigenschaftsverbesserung
bzw. Umformung von Oberflächen an Gegenständen, wie Werkstücken, Bauteilen, Flachteilen
oder dergleichen zu bekommen, sind die bisherigen Maßnahmen zur Vergleichmäßigung
des zu dosierenden Strahlmittels nicht ausreichend. Vielmehr sind präzise, reproduzierbare
Strahlbedingungen notwendig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verfestigen und/oder
Umformen durch Strahlmittel so weiter zu entwickeln, daß genau reproduzierbare Werte
für durchzuführende Bearbeitungsmaßnahmen einfach und sicher zur Verfügung gestellt
werden können.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die eingangs genannte Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet ist, daß am zwischen dem Abgabebereich der Förderschnecke und
der Förderleitung befindlichen Rohr ein Durchflußmeßaufnehmer für den Strahlmitteldurchsatz
angeordnet ist, der Meßsignale erzeugt, und daß eine mit dem Durchflußmeßaufnehmer
verbundene Auswerteeinheit die Meßsignale derart verarbeitet, daß aus den empfangenen
Meßsignalen der Strahlmittelanteil im Inneren des Rohres unter Berücksichtigung von
Kalibrierfaktoren errechnet und in Abhängigkeit von den errechneten Werten in einem
Vergleich mit einem vorgegebenen Sollwert die Drehgeschwindigkeit der Förderschnecke
so einstellt, daß ein gleichbleibender und kontrollierter Durchsatz des Strahlmittels
zum Förderrohr gewährleistet ist.
[0005] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch den
Durchflußmeßaufnehmer der Strahlmittelanteil genau festgestellt wird. Anhand dessen
können eventuell auftretende Fördermengenschwankungen oder Fördermengenveränderungen
sofort wahrgenommen werden. Die Auswerteeinheit erhöht anhand der vorgegebenen und
errechneten Werte die Geschwindigkeit der Förderschnecke automatisch, so daß immer
gleichbleibend mit einer äußerst geringen Schwankung ein Strahlmittelstrom vorhanden
ist. Sollte die eingestellte Nachregelung überschritten werden, wird der Strahlmittelvorgang
unterbrochen. Dadurch ist gesichert, daß die Strahlmittelparameter
- Strahlmittelgeschwindigkeit und
- Strahlmittelmenge pro Fläche bzw. Zeiteinheit
- und damit die genaue und gleichmäßige Bestrahlung des Werkstückes
exakt eingestellt werden.
[0006] Vorteilhaft ist es, daß die Durchflußmeßeinrichtung aus einem Durchflußmengenaufnehmer
mit einer davor angeordneten Vorlaufstrecke und einer danach angeordneten Nachlaufstrecke
besteht. Dadurch kann das Strahlmittel ohne Verwirbelung und Ablagerungen in seiner
Menge genauestens erfaßt und die Werte zu Regelungszwecken benutzt werden.
[0007] Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sich die Vorrichtung auch für ein Oberflächenreinigungs-
und ein Oberflächenveredelungsverfahren, z.B. Homogenisierung thermisch gespritzter
Oberflächen, eignet. Das Strahlmittel besteht vorzugsweise aus Körpern, wie Kugeln
aus Stahl, Glas oder Keramik sowie Korund-Teilchen. Der Durchmesser der Körper hat
dabei einen ganz entscheidenden Einfluß auf das gewünschte Verfestigungs- und Verformungsergebnis.
Wird dagegen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wie bereits darauf hingewiesen,
ein Reinigungsstrahlen oder ein Aufrauhungsstrahlen vorgenommen, bestimmen Korngröße
bzw. -konfigurationen auch hier das zu erzielende Ergebnis.
[0008] In weiterer Ausgestaltung ist die Förderschnecke als eine Strahlmitteldosierschnecke
mit einer Zweigang-Schneckenwendel, deren Steigung zum Abgabebereich hin unter Verkleinerung
von Schneckenwendelsektionen kontinuierlich abnimmt und deren Ende sich im Abgabebereich
verjüngt, ausgebildet. Das konisch verjüngte Schneckenende sorgt dafür, daß anstelle
der impulsartigen Förderung bekannter Schnecken das Strahlmittel immer gleichmäßig
ausläuft. Durch die kontinuierliche Verkleinerung der Schneckenwendelsektionen, bedingt
durch die Steigungsverjüngung, wird das Strahlmittel komprimiert und die gleichmäßige
Dosierung im Abgabebereich begünstigt.
[0009] Vorteilhaft ist es, einen Durchflußmengenaufnehmer zu verwenden, der nach dem Kapazitätsmeßprinzip
arbeitet. Mit und durch die Auswerteeinheit erfolgt eine Eichung bei Leerkapazität.
Die Kapazitätsänderung als Maß für die Feststoffkonzentration ist als umgewandeltes
störunfälliges Puls-Frequenz-Modulations-Signal verarbeitbar. Möglich ist es natürlich
auch, die Kapazitätsänderung in eine andere beliebige bekannte Signalform umzuwandeln.
Gesichert ist aber in sämtlichen Fällen, daß ein der Feststoffkonzentration proportionales
Signal zu einer weiteren Verarbeitung vorhanden ist.
[0010] Dieses Signal kann außer zur Regelung der Geschwindigkeit der Strahlmitteldosierschnecke
auch zu Anzeigezwecken benutzt werden. Für Regelungszwecke ist dabei die Auswerteeinheit
über eine Steuerleitung bidirektional mit dem regelbaren Antrieb, z.B. einem Gleichstromantrieb
ist, verbunden. Hierdurch ist es möglich, die Strahlmitteldosierschnecke für das Dosieren
einer gewünschten Strahlmittelmenge optimal zu steuern.
[0011] Vorteilhaft ist es, daß der Gleichstromantrieb der Strahlmitteldosierschnecke einen
Vier-Quadranten-Drehzahlregler mit einer Tachorückführung enthält. Dadurch ist ein
nahezu hundertprozentiger Gleichlauf der Strahlmitteldosierschnecke gewährleistet.
[0012] Um die komplexen Meßwerterfassungs- und Strahlmitteldosierungsvorgänge zu ermöglichen,
ist in der Auswerteeinheit wenigstens ein Rechner, vorzugsweise ein Mikrorechner installiert.
Es kann von einer CNC-Strahlanlage gesprochen werden.
[0013] Einer der Rechner ist in der Auswerteeinheit über eine Schnittstelle angeschlossen,
insbesondere
a) zum externen soll-/Istwertvergleich,
b) zur Fernkontrolle der Rückflußmengen,
c) zur Dokumentation der Strahlparameter und/oder
d) zur Feststellung von Abweichungen.
[0014] Dieser Rechner ist in Form einer Mehrrechnerkopplung mit einem anderen Rechnern verbunden,
der insbesondere die Feststoffkonzentration errechnet. Das hat den Vorteil, daß zum
einen eine sichere und zum anderen eine schnelle Ansteuerung der Strahlanlage gegeben
ist. Möglich ist es natürlich auch, daß die erforderlichen Funktionen von weiteren
Rechnern oder nur einem Rechner durchführbar sind.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen
in schematischer, geschnittener Darstellung:
Figur 1 eine Strahlmittelanlage und
Figur 2 eine Strahlmitteldosierschnecke.
[0016] Figur 1 zeigt wesentliche Teile einer Vorrichtung zum Verfestigen und/oder Umformen
durch Strahlmittel. Sie zeigt den Auflauftrichter 1 und den Auslaufstutzen 1' eines
oberhalb des Auflaufstutzen angeordneten Druckkessels 100, in dem sich Strahlmittel
11, z.b. Kugeln aus Stahl, Glas oder Kunststoff oder dergleichen Strahlmittel befinden.
Der Druckkessel 100 kann über einen verschließbaren Verschluß geöffnet und geschlossen
werden, wie dies aus dem eingangs genannten Stand der Technik bekannt ist. Wie aus
dem Stand der Technik weiterhin bekannt, kann auch eine Druckausgleichleitung vorgesehen
sein, die im folgenden noch beschrieben wird.
[0017] Bei geöffnetem Verschluß wird über einen nicht dargestellten Zulauf Strahlmittel
in den Druckkessel 100 eingegeben. Nach dem Schließen des Kessels wird er mit Druckluft
beaufschlagt. Dadurch wird gesichert, daß das Strahlmittel 11 immer gleichmäßig einer
Strahlmittelzuführung 2 zufließt. Darüberhinaus ist eine Druckausgleichsleitung 30
vorhanden, die am Kessel beginnt und an einem Schneckenrohr 20 endet.
[0018] Die Strahlmittelzuführung 2 besteht, wie Figuren 1 und 2 zeigen, aus einem Schneckenrohr
27 und einer darin rotierenden Strahlmitteldosierschnecke 20. Die Strahlmitteldosierschnecke
20 trägt auf einer Schneckenwelle 21 die Schneckenwendeln 25, 25'. Die Schneckenwendel
25, 25' sind dabei einstückig mit der Schneckenwelle 21 verbunden.
[0019] Die Strahlmitteldosierschnecke 20 zeichnet sich gegenüber anderen Förderschnecken
dadurch aus, daß die Durchmesser der Schneckenwendeln am Ende relativ klein sind,
verglichen mit den Durchmessern am Anfang der Schnecke. In der Zeichnung sind diese
Durchmesser mit D2 bzw. D1 definiert. Die ersten Schneckenwellendurchmesser D1 haben
im wesentlichen einen konstanten Durchmesser. Zwischen der Zweigang-Schneckenwendel
25, 25' befinden sich Schneckenwendelabstände 24.1, ... 24.n. Wie aus der Zeichnung
ersichtlich, sind die ersten Schneckenwendelabstände 24.1 zunächst gleichmäßig breit.
Sie verkleinern sich kontinuierlich etwa in der Mitte der Schneckenwendel und werden
kann kontinuierlich immer kleiner. Hierdurch entstehen Schneckenwendelsektionen 26.1,
... 26.n mit unterschiedlichem Volumen, die durch die Zweigang-Schneckenwendel 25,
25', die Schneckenwelle 21 und das Gehäuse begrenzt werden.
[0020] Die Strahlmitteldosierschnecke 20 der Strahlmittelzuführung 2 wird über einen Gleichstromantrieb
7 angetrieben. Der Gleichstromantrieb 7 besteht aus einem Getriebe und einem Getriebemotor
oder aus einem Gleichstrommotor mit Transistorregelung. Außerdem ist am Gleichstromantrieb
7 ein Vier-Quadranten-Drehzahlregler mit einer Tachorückführung angeordnet. Hierdurch
ist gesichert, daß die Drehzahl der Strahlmitteldosierschnecke 20 stufenlos und bei
eingestellter Umdrehungszahl mit einem nahezu hundertprozentigen Gleichlauf bewegbar
ist.
[0021] Entsprechend der Drehzahl der Strahlmitteldosierschnecke 20 und bedingt durch ihre
besondere Ausgestaltung kann das Strahlmittel dosiert werden. Dabei gelangt das Strahlmittel
11 zunächst auf die hinteren Schneckenwendelsektionen (bei 26.1) und wird durch Rotation
nach vorn befördert (nach links in Fig. 2). Beim Eintreffen am Ende 28 beginnt das
Strahlmittel 11 in den letzten Sektionen 26 bereits in den Abgabebereich 14 und die
Abgabeöffnung 14' auszutreten, um dann in der ersten Sektion 26.1 die Strahlmitteldosierschnecke
20 vollständig zu verlassen. Die konische Verjüngung der Schnecke am Ende 20 sorgt
dabei für ein gleichmäßiges Auslaufen des Strahlmittels aus der Zweigang-Schneckenwendel
25, 25'.
[0022] Durch die kontinuierliche Steigungsverjüngung in Richtung Abgabebereich 14 wird das
Strahlmittel 11 komprimiert und die gleichmäßige Dosierung am Ende 20 noch begünstigt.
Das nun vom Abgabebereich gleichmäßig und kontinuierlich abgegebene Strahlmittel 11
gelangt aus der Öffnung 14' in eine Vorlaufstrecke 3. Der Vorlaufstrecke 3 schließt
sich ein Durchflußaufnehmer 4 an, der mit einer Auswerteeinheit 8 verbunden ist. Von
der Vorlaufstrecke 3 fließt das Strahlmittel 11 im freien Fall zentriert in den Durchflußaufnehmer
4. Der Durchflußaufnehmer 4 verwendet für die Meßwertaufnahme einen Meßkondensator
40. Die absolute Kapazitätsänderung - hervorgerufen durch Feststoffpartikel des Strahlmittels
11 pro Raumeinheit im Meßkondensator 40 - im Vergleich zu vorher mit Hilfe der Auswerteeinheit
8 eingeeichten Leerrohrkapazität ist proportional zum Strahlmitteldurchsatz. Die Kapazitätsänderung
wird dabei in ein störsicheres Puls-Frequenz-Modulation-Signal umgewandelt und dann
der Auswerteeinheit 8 zugeführt.
[0023] Die Auswerteeinheit 8 errechnet den Strahlmitteldurchsatz unter Berücksichtigung
der Kalibrierfaktoren, stellt damit die Umdrehungsgeschwindigkeit der Strahlmitteldosierschnecke
20 ein und zeigt wichtige Meßgrößen des Strahlmitteldurchsatzes an einem Display an.
Aus dem Durchflußaufnehmer 4 heraus fließt das Strahlgut 11 weiter im freien Fall
durch eine Nachlaufstrecke 5 in eine Mischkammer 9 in einer Förderleitung 12. In der
Mischkammer 9 wird das Strahlmittel 11 durch die seitlich einströmende Preßluft P
mitgerissen und durch einen Strahlschlauch 6 zu einer Strahldüse (nicht dargestellt)
transportiert (Pfeil L). Aus der Strahldüse heraus tritt dann das Strahlmittel 11
mit einem vorgegebenen Strahldruck auf ein zu verfestigendes Werkstück.
[0024] Eventuelle Fördermengenschwankungen bzw. Fördermengenänderungen des Strahlmittels,
z.B. bedingt durch einen Verschleiß an den Schneckenwendeln 25 und 25' oder durch
andere Störfaktoren werden durch die Auswerteeinheit 8 wahrgenommen. Die Auswerteeinheit
8 errechnet mit ihrem Rechner, z. B. einem Mikrorechner, die Mengentoleranz und erhöht
oder erniedrigt über eine Steuerleitung 10 die Geschwindigkeit der Strahlmitteldosierschnecke
20 entsprechend automatisch, so daß ständig immer gleichbleibend mit einer Abweichung
von beispielsweise ± 2 % das Strahlmittel 11 gefördert wird.
[0025] Wird trotz dieser Nachregelung die Mengentoleranz des Strahlmittels 11 von ± 2 %
überschritten, unterbricht die Strahlanlage durch die Auswerteeinheit 8 automatisch
den Strahlvorgang.
[0026] So wird durch ein kombiniertes Strahlmitteldosier- und Kontrollsystem immer ein absolut
gleichbleibender und kontrollierter Strahlmitteldurchsatz an der Strahldüse gewährleistet.
Dadurch ist es möglich, die notwendigen Strahlparameterkombinationen
- Strahlmittelart (Qualität, Körnung)
- Strahlmittelgeschwindigkeit,
- Strahlmittelmenge pro Fläche bzw. Zeiteinheit und
- genaue örtliche und gleichmäßige Bestrahlung des Werkstückes (Bahnsteuerung)
einzustellen. Durch diese Veränderungen wird die üblicherweise mit Sandstrahlanlage
bezeichnete Einrichtung zu einer Spezialwerkzeugmaschine, die durch ihre CNC-Steuerung
den Charakter einer Spezialwerkzeugmaschine erhält. Mit ihr ist es jetzt möglich,
insbesondere durch ein gezieltes Bestrahlen mit Strahlgut z. B. in Form von Strahlkugeln
einer bestimmten Größe ein Werkstück in einem ausgewählten Bereich zu verfestigen
oder aber umzuformen. Damit ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in die Gruppe der
präzise arbeitenden Maschinen mit einem speziellen Einsatzbereich einzuordnen.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Druckkessel
- 2
- Strahlmittelzuführung
- 3
- Vorlaufstrecke
- 4
- Durchflußmeßaufnehmer
- 5
- Nachlaufstrecke
- 6
- Strahlschlauch
- 7
- Gleichstromantrieb
- 8
- Auswerteeinheit
- 9
- Mischkammer
- 10
- Steuerleitung
- 11
- Strahlmittel
- 12
- Förderleitung
- 13
- Aufnahmebereich
- 14
- Abgabebereich
- 20
- Strahlmitteldosierschnecke
- 21
- Schneckenwelle
- 21.1, ... 21.n
- Schneckenwendeldurchmesser
- 23.1, ... 23.n
- Schneckenwendelsteigung
- 24.1, ... 24.n
- Schneckenwendelabstand
- 25, 25'
- Schneckenwendel
- 26.1, ... 26.n
- Schneckenwendelsektion
- 27
- Schneckenrohr
- 28
- Ende
- P
- Preßluft
1. Vorrichtung zum Verfestigen und/oder Umformen durch Strahlmittel (11), welches durch
eine Förderleitung (12) mittels Druckluft einer Strahldüse zuführbar ist, mit folgenden
weiteren Teilen:
- einem geschlossenen Kessel (1), in dem sich ein Vorrat von Strahlmittel (11) befindet,
- eine durch einen regelbaren Antrieb (7) angetriebene Strahlmittelzuführung (2),
die eine Förderschnecke (20) in einem Schneckenrohr (27) umfaßt, das am Schneckenanfang
mit einem Aufnahmebereich (13), der unter dem Kessel (1) positioniert ist, und am
Schneckenende mit einen Abgabebereich (14) versehen ist, wobei der Abgabebereich (14)
über ein Fallrohr mit der Förderleitung (12) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß am zwischen dem Abgabebereich (14) der Förderschnecke
(20) und der Förderleitung (12) befindlichen Rohr (34) ein Durchflußmeßaufnehmer (4)
für den Strahlmitteldurchsatz angeordnet ist, der Meßsignale erzeugt,
und daß eine mit dem Durchflußmeßaufnehmer (4) verbundene Auswerteeinheit (8) die
Meßsignale derart verarbeitet, daß aus den empfangenen Meßsignalen der Strahlmittelanteil
im Inneren des Rohres (34) unter Berücksichtigung von Kalibrierfaktoren errechnet
und in Abhängigkeit von den errechneten Werten in einem Vergleich mit einem vorgegebenen
Sollwert die Drehgeschwindigkeit der Förderschnecke (20) so einstellt, daß ein gleichbleibender
und kontrollierter Durchsatz des Strahlmittels (11) zum Förderrohr (12) gewährleistet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (34) vor und nach
der Meßposition des Durchflußmeßaufnehmers eine Vorlauf- und/oder Nachlaufstrecke
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke
als eine Strahlmitteldosierschnecke (20) mit einer Zweigang-Schneckenwendel (25, 25'),
deren Steigung (23.1, ... 23.n) zum Abgabebereich (14) hin unter Verkleinerung von
Schneckenwendelsektionen (26.1, ... 26.n) kontinuierlich abnimmt und deren Ende (28)
sich im Abgabebereich (14) verjüngt, ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchflußmengenaufnehmer (4) einen Meßkondensator ( ) enthält, dessen Kapazitätsänderungssignale
durch die Auswerteeinheit (8) verarbeitbar sind.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der mit der Strahlmitteldosierschnecke (20) verbundene, regelbare Antrieb, der insbesondere
ein Gleichstromantrieb (7) ist, einen Vier-Quadranten-Drehzahlregler mit einer Tachorückführung
enthält.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
- daß in der Auswerteeinheit (8) wenigstens ein Rechner, vorzugsweise ein Mikrorechner,
angeordnet ist und
- daß einer der Rechner über eine Schnittstelle angeschlossen ist,
a) zum externen Soll-/Istwertvergleich,
b) zur Fernkontrolle der Rückflußmengen,
c) zur Dokumentation der Strahlparameter und/oder
d) zur Feststellung von Abweichungen.