[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung für eine Sprossenkreuzkonstruktion
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
[0002] Sprossen in Isolierverglasungen werden zwischen zwei Glasscheiben von z. B. Fenstern
angeordnet. Die Sprossen bestehen aus Hohlprofilstangen, die z. B. mittels Kreuzverbindungsstücken
zusammengesteckt sind und mit Verbindungsstopfen mit dem Abstandhalterrahmen der Isolierverglasung
in Verbindung stehen. Die Sprossen haben entweder die Metallfarbe oder sie sind mit
Farbe beschichtet, wobei die Farbe der Sprossen meist der Farbe der Fensterrahmen
angepaßt ist.
[0003] Zur Verbindung der Querstreben mit der Hauptstrebe dienen Verbindungsvorrichtungen,
beispielsweise die Verbindungsvorrichtung der eingangs genannten Art, die aus der
DE 36 38 355 Al bekannt ist. Bei dieser bekannten Verbindungsvorrichtung wird ein
Klemmstück verwendet, dessen Stiftaufnahmeloch eine zylindrische Paßbohrung für einen
zylindrischen Verbindungsstift ist, wobei Verbindungsstift und Paßbohrung zusätzlich
mit Längsrillen versehen sind. Wenn der Stift in das Loch des in eine Querstrebe eingesetzten
Klemmstücks eingeführt wird, besteht die Gefahr, daß das Klemmstück in die Querstrebe
hineingestoßen wird, wodurch die angestrebte formschlüssige Anbindung der Querstrebe
an die Hauptstrebe mittels des Klemmstücks nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem
liegt das Klemmstück mit seinen Seitenkanten nicht vollflächig an der Innenwandung
der jeweiligen Querstrebe an, weil am in Einsteckrichtung vorderen Ende des Klemmstücks
seitlich vorspringende Nasen ausgebildet sind, die Anlaß zu einer Punktkontaktverbindung
zwischen Klemmstück und Querstrebe geben.
[0004] In den Gebrauchsmustern DE 89 13 616 U1 bzw. DE 89 00 359 U1 ist jeweils ein Verbindungsstück
beschrieben, das zum Halten zweier Querstreben an einer durchgehenden, also ununterbrochenen
Strebe dient. Die ununterbrochene Strebe weist an einem Kreuzungspunkt eine Durchgangsbohrung
auf, durch die das Verbindungsstück hindurchgesteckt werden kann, so daß es beidseitig
an der durchgehenden, ununterbrochenen Strebe mit einem Vorsprung vorsteht. Auf diese
beiden Vorsprünge wird jeweils eine der beiden Querstreben aufgesetzt, so daß die
Streben zu einem rechtwinkligen Sprossenkreuz zusammengesetzt werden. Die Verbindungsstücke
sind jeweils zweiteilig ausgebildet, so daß sie in ihrer Längsmitte eine Dehnungsfuge
aufweisen, in die ein Spreizkörper eingeführt werden kann. Der Spreizkörper besteht
entweder aus einem mit Widerhaken versehenen Spreizkeil (DE 89 13 616 U1) bzw. aus
einer Schraube (DE 89 00 359 U1), die in die Nut des Verbindungsstückes eingeschraubt
wird. Das Einbringen des Spreizkeils (DE 8913616 U1) erfolgt nach dem Aufsetzen einer
der beiden Querstreben. Das Einbringen der Schraube (DE 8900359 U1) erfolgt nach dem
Aufsetzen der Querstreben auf die Vorsprünge, so daß das Spreizelement mit einem langen
schmalen Element, das durch eine der Querstreben hindurchgeführt wird, bedient werden
muß. Dies ist ein sehr umständlicher Vorgang, weshalb sich diese Verbindungsstücke
in der Praxis nicht durchsetzen konnten.
[0005] Aus der DE 39 41 288 Al ist ein Verbindungselement zum Verbinden von Sprossen-Hohlprofilen
bekannt, das durch eine Schraube mit jeweils einer Querstrebe verschraubt wird, so
daß die Querstreben dauerhaft in ihrer Position auf dem Verbindungselement fixiert
sind. Die Schraube wird von außen durch die Querstrebe hindurch eingebracht, so daß
der Schraubenkopf von außen sichtbar ist und den optischen Eindruck des Sprossenkreuzes
stört.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungsvorrichtung für eine Sprossenkonstruktion
zu schaffen, die einfach handhabbar ist und dennoch eine sichere und dauerhafte Verbindung
zwischen den Sprossen gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Verbindungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0008] Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung weist Klemmstücke auf, die in Querstreben
eingesetzt werden und in welchen jeweils ein Loch zur Aufnahme eines die Hauptstreben
durchsetzenden Stiftes vorgesehen ist. Die Klemmstücke sind durch ein Stoppmittel
lagefixiert, so daß ein Versetzen des Klemmstückes in der Querstrebe verhindert wird.
Das Loch in den Klemmstücken ist in Stifteinsteckrichtung konisch verjüngend ausgebildet,
so daß das Klemmstück beim Einführen des Stiftes in das Loch quer zum Loch aufgeweitet
und dadurch gegen die Innenwandung der Querstrebe verkeilt wird. Das Zusammensetzen
der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung erfolgt somit einfach durch Einstecken
der Klemmstücke in die Querstreben und Einführen des die Längsstrebe durchsetzenden
Stiftes in die Löcher der Klemmstücke. Hierbei müssen weder Schrauben noch Klemmteile
mit irgendwelchen Betätigungsmitteln an den Klemmstücken justiert werden. Trotz der
einfachen Handhabung aufgrund der speziellen Ausbildung der Klemmstücke wird eine
Verkeilung in den Querstreben erzielt, die eine feste Verbindung zwischen den Streben
gewährleistet.
[0009] Nachfolgend ist die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch ein Fester mit einer Isolierverglasung in Vorderansicht,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- schematisch die Herstellung des Sprossenhohlprofils aus einem Breitbandcoil in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus der erfindungsgemäßen Sprossenkreuzkonstruktion mit rechtwinklig
und schräg angesetzten Querstreben,
- Fig. 5
- eine seitliche Ansicht der Sprossenkreuzkonstruktion von Fig. 1,
- Fig. 6
- die einzelnen Elemente der Konstruktion von Fig. 4 vor deren Verbindung,
- Fig. 7
- eine Schnittansicht einer Hauptstrebe mit eingestecktem Vierkantstift und einer anzusetzenden
Querstrebe mit Klemmstück,
- Fig. 8
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Klemmstücks,
- Fig. 9
- das Klemmstück von Fig. 8 im Querschnitt,
- Fig. 10
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der einzelnen Elemente der Konstruktion aus Fig.
4 vor der Verbindung in derselben Darstellung wie in Fig. 6, und
- Fig. 11
- eine Schnittansicht entsprechend Fig. 7 unter Verwendung des Klemmstücks gemäß Fig.
10.
[0010] In der Fig. 1 ist ein Fenster 1 mit Isolierverglasung und dazwischen angeordneter
Sprossenkreuzkonstruktion für Sprossenfenster dargestellt. Die Erfindung betrifft
jedoch nicht nur Sprossenkreuzkonstruktionen für Sprossenfenster mit einer Isolierverglasung,
sondern auch Sprossenkreuzkonstruktionen für Isolierverglasungen schlechthin.
[0011] Ein Fenster 1 mit einer Isolierverglasung weist im allgemeinen einen Fensterrahmen
2, wenigstens zwei auf Abstand angeordnete, im Fensterrahmen 2 gelagerte Glasscheiben
3 und einen die Glasscheiben 3 auf Abstand haltenden, mit Trockenmittel gefüllten
Abstandhalterrahmen 4 auf. Im Zwischenraum zwischen den Glasscheiben 3 sind Sprossen
bzw. Streben 5 angeordnet. Die Sprossen 5 bestehen aus Hohlprofilstangen aus Metall
mit einer Längsschweißnaht 12a, die zu einem Kreuzungsgebilde zusammengesetzt sind.
An den Kreuzungsstellen sind die Sprossen 5 in an sich bekannter Weise mit Kreuzverbindungsstücken
zusammengesetzt (nicht dargestellt). Verbindungsstopfen übernehmen in an sich bekannter
Weise die Lagerung der Sprossen 5 am Abstandhalterrahmen 4.
[0012] Die Sprossen 5 können unterschiedliche Hohlprofilquerschnittsformen aufweisen. Dargestellt
ist ein gängiges Profil, das parallel zu den Glasscheiben 3 angeordnete Seitenwandungen
6 und quer zu den Seitenwandungen 6 verlaufende Stirnwandungen 7 aufweist. Die Stirnwandungen
7 sind schmaler als die Seitenwandungen 6, weshalb ein vorzugsweise hohlkehlenförmiger
Übergangsbereich 6a zwischen den Wandungen 6 und 7 vorgesehen ist.
[0013] Wesentlich ist, daß in beiden Stirnwandungen 7, zweckmäßigerweise in deren Längsmitte,
eine längsverlaufende Profileinziehung 8, 8b bzw. rillenförmige Einbuchtungen 9 einprofiliert
ist.
[0014] Die Profileinziehungen 8, 8b sind gleichgeformt und spiegelbildlich zueinander angeordnet.
Die Tiefe jeder Rille 9 beträgt z. B. 1/8 bis 1/10 der Höhe des Profils (Abstand zwischen
den Stirnwandungen 7). Die Breite der Rille 9 soll möglichst gering sein, jedoch in
jedem Fall so gering, daß der Rillenboden von außen unsichtbar bleibt. Vorzugsweise
liegen die Seitenwandungen 8a der Rillen 9 aneinander.
[0015] Die Sprossen bzw. Streben 5 werden jeweils in der erforderlichen Länge von Hohlprofilstangen
11 abgelängt. Die Hohlprofilstangen 11 sind aus einem relativ dünnen Metallband, z.
B. aus Aluminium geformt, wobei die Längskanten 12 des Metallbandes aufeinanderzu
gebogen werden, so daß ein geschlossenes Rohr 11a geformt wird. Die Stoßkanten bzw.
Längskanten 12 werden miteinander verschweißt, so daß eine Schweißnaht 12a entsteht.
Die sich anschließende Profilierung erzeugt die Rillung 9 derart, daß die Schweißnaht
12a in den Innenraum 5a des Profils verdrängt und unsichtbar wird. Damit die Sprosse
5 gleichförmig aussieht, ist nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen, daß der der Rille 9 mit der Schweißnaht 12 gegenüberliegende Bereich des
Rohres lla in gleicher Weise gerillt wird und die Rillung enthält.
[0016] Die Sprosse 5 besteht - wie bereits erwähnt - vorzugsweise aus Aluminium. Die Wandstärke
der Sprosse beträgt insbesondere etwa 0,4 bis 0,6 mm. Die Außenmantelfläche der Sprosse
trägt vorzugsweise eine Farbschicht 6c oder ist eloxiert.
[0017] Ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung einer Hohlprofilstange 11 ergibt
sich aus Fig. 3. Ausgangsmaterial ist ein relativ breites Metallband 13, das von einem
Breitbandcoil 14 abgezogen wird. Das Metallband 13 besteht z. B. aus Aluminium und
trägt auf der Außenseite 13a eine relativ dünne Farbschicht 6c.
[0018] Das Metallband 13 wird während des Abziehens zunächst in mehrere Streifen 15 längsgeschnitten,
aus denen vorzugsweise jeweils gleichzeitig Hohlprofilstangen 11 z. B. durch Rollverformung
und/oder Prägung geformt werden. Die Streifen 15 können aber auch aufgerollt und später
weiterverarbeitet werden. Die Hohlprofile 11, die aus den Streifen 15 geformt werden,
können gleiche oder unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen. Ebenso können die
Streifen 15 gleich breit oder unterschiedlich breit sein.
[0019] Die Aufteilung des Metallbandes 13 in mehrere Streifen 15 durch längsverlaufende
Einschnitte 16 erfolgt an einer Bearbeitungsstation A, die das Metallband 13 beim
Abziehen durchläuft. In Abzugsrichtung befindet sich hinter der Bearbeitungsstation
A eine Bearbeitungsstation B mit Formgebungswerkzeugen (nicht dargestellt), in denen
der Streifen 15 zu einem z. B. im Querschnitt kreisrunden Rohr 11a mit aneinanderstoßenden
Längskanten 12 geformt wird. Die Farbschicht 6c befindet sich dabei auf der Außenmantelfäche
des Rohres. An einer der Bearbeitungsstation B nachgeordneten Bearbeitungsstation
C mit einer Schweißvorrichtung werden die Längskanten 12 zur Schweißnaht 12a verschweißt,
vorzugsweise laserverschweißt. Hinter der Bearbeitungsstation C befindet sich eine
Bearbeitungsstation D mit Formwerkzeugen (nicht dargestellt), mit denen die Profileinziehungen
8, 8b eingeformt werden und gleichzeitig oder nachfolgend auch die Profilierungen
der Seitenwandungen 6 und der Übergansbereiche 6a und Stirnwandungen 7 geformt werden
können.
[0020] Beim Schweißen verbrennt im Bereich der Schweißnaht 12a Farbe. Durch die erfindungsgemäße
Profileinziehung im Bereich der Schweißnaht werden die Schweißnaht selbst sowie die
durch die Hitze beim Schweißen beeinträchtigten Farbbereiche in der Rille 9 versteckt,
so daß sie von außen unsichtbar bleiben. Durch diese ungewöhnliche Maßnahme wird erreicht,
daß aus einem beschichteten Metallband geformte und geschweißte Hohlprofile als Sprossen
verwendet werden können, ohne daß die Schweißnaht und die zum Teil verbrannten Farbbereiche
optisch stören. Aber auch bei Verwendung unbeschichteter Metallbänder können Sprossen
geformt werden, deren Schweißnaht versteckt ist und nicht optisch störend wirkt.
[0021] Die kontinuierlich hergestellten Hohlprofilstangen 11 werden auf geeignete Handelslängen
abgelängt und stehen als Zwischenprodukt dem Hersteller von Isolierverglasungen zur
Verfügung. Der Hersteller längt die Sprossen 5 von der Hohlprofilstange 11 ab und
bildet die gewünschten Sprossenkonfigurationen für eine Isolierverglasung.
[0022] Aus vorstehendem folgt hinsichtlich des Herstellungsverfahrens, zumindest eine Profileinziehung
zur Unsichtbarmachung einer Schweißnaht vorzusehen und schlägt aus optischen Gründen
vor, zumindest eine weitere Profileinziehung spiegelbildlich zur Profileinziehung
mit der Schweißnaht anzuordnen. Dabei muß die Schweißnaht nicht an einer Stirnseite
angeordnet sein. Sie kann vielmehr z. B. auch an einer Seitenwandung liegen, wenn
die optischen Anforderungen an das Sprossenprofil dies zulassen.
[0023] Die Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sprossenkreuzkonstruktion,
die ein als Hauptstrebe oder -sprosse dienendes Hohlprofil 101 aus Metallblech, zwei
senkrecht angesetzte Hohlprofil-Querstreben 102 und eine schräg angesetzte Hohlprofil-Querstrebe
103 umfaßt. Die Streben 101, 102 und 103 sind im Rollverfahren hergestellt und identisch
ausgebildet. Die Rollung des Blech-Ausgangsmaterials, aus dem die Profile bestehen,
ist so vorgenommen, daß an beiden Profillängsseiten eine innenliegende Sicke oder
Falte 104 ausgebildet ist, die zur Stabilität der Profile beiträgt. Die spezielle
Querschnittsform der Streben 101, 102 und 103 ist beispielsweise aus der Fig. 5 ersichtlich,
die eine seitliche Ansicht der in Fig. 4 linken Hälfte der Sprossenkonstruktion zeigt,
und zwar eine Ansicht auf die in Fig. 4 links gelegene Schmalseite der beiden Querstreben
102, die ebenso wie die Querstrebe 103 an ihren Anschlußenden durch Konturfräsung
so abgeschnitten sind, daß sich ein oberer und unterer Abschnitt 105 bzw. 105' ergeben,
die die Hauptstrebe 101 seitlich überlappend umgreifen. Durch die in Fig. 5 gewählte
Darstellung ergibt sich eine Ansicht der Hauptstrebe 101, die einem Profilquerschnitt
entspricht. Dabei sind die beiden seitlichen Sicken 104 sichtbar, die in einer zur
Zeichnungsebene senkrecht verlaufenden Ebene angeordnet sind, welche eine der beiden
Spiegelsymmetrieebenen der Streben 101, 102 und 103 darstellt. Die zweite Spiegelsymmetrieebene
verläuft senkrecht zu der erstgenannten durch die beiden Profilbreitseiten. Die Profilbreitseiten
umfassen zwei parallel zueinander verlaufende Kopfflächen 106 und 106' sowie zwei
sich seitlich an diese anschließende zu den Profilschmalseiten hin abfallende Schrägflächen
107, die konkav gewölbt sind. Die Kontur der Profilschmalseiten ergibt sich durch
die interne Sickenausbildung als abgerundeter Übergang 108 und 108' von den Schrägflächen
107 zu den Sicken 104 und 104'.
[0024] Die Konturfräsung an den Anschlußenden der Querstreben 102 und der Querstrebe 103
ist derart gewählt, daß ein vorstehender Teil 109 der Kopffläche dieser Streben bei
an die Hauptstrebe angesetzter Querstrebe an die Übergangskante dessen Kopffläche
106 bzw. 106' zu der sich anschließenden Schrägfläche 107 anstößt. Die Vorderkante
des vorspringenden Teils 109 verläuft demnach gerade, und zwar senkrecht zur Längsachse
der Strebe. An dem vorstehenden Teil 109 schließen sich seitliche, zurückweichende
Kanten 110 an, die bei an die Hauptstrebe 101 angesetzten Querstreben mit ihren Schnittkanten
an die konvex verlaufenden Schrägflächen 107 angrenzen. Die schrägverlaufenden Kanten
110 erstrecken sich an den Querstreben-Anschlußenden bis zu deren Schmalseiten, die
gerade verlaufend derart beschnitten sind, daß sie an die Schmalseiten der Hauptstrebe
101 anstoßen.
[0025] Damit ergibt sich im Bereich der Anschlußenden der Querstreben-Profile bei Aufsicht
auf deren Schmalseiten ein im wesentlichen U-förmiger Profilverlauf, wobei die U-Schenkel
der Konturfräsung entsprechend gebogen verlaufen. Bei Aufsicht auf die Breitseiten
der Querstreben ergibt sich im Bereich deren Anschlußenden im wesentlichen ein trapezförmiger
Profilverlauf.
[0026] Die vorstehend beschriebene Gestalt der Hohlprofil-Streben soll einen bei realen
Sprossen vorliegenden optischen Eindruck vermitteln. Diese Gestalt ist jedoch nicht
zwingend. Vielmehr können alle möglichen, im wesentlichen rechtwinkligen Querschnittsformen
zur Anwendung gelangen.
[0027] Wesentlich an der in Rede stehenden Sprossenkreuzkonstruktion ist es, daß ein Skelettaufbau
gewählt ist, der es gestattet, die Wandstärke der Hohlprofil-Streben entscheidend
geringer zu gestalten als bei herkömmlichen Hohlprofil-Streben, die für Sprossenkreuzkonstruktionen
verwendet werden. Insbesondere gestattet es der nachfolgend näher beschriebene Skelettaufbau,
daß Profile mit einer bis zu 10 Mal geringeren Wandstärke als bei bisherigen Sprossenkreuzkonstruktionen
verwendet werden können.
[0028] Ein Element des Skelettaufbaus ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt, nämlich ein Verbindungsstift
111. Der Verbindungsstift 111 durchsetzt die Hauptstrebe 101 in Querrichtung, deren
Schmalseitenwandungen mit Durchstecköffnungen 112 versehen sind, wie beispielsweise
aus Fig. 6 hervorgeht, die eine Explosionsansicht der Elemente der Sprossenkreuzkonstruktion
von Fig. 4 zeigt, wobei die Verbindungsstifte 111 in als Klemmstücke ausgebildete
Klemmstücke 113 eingesetzt sind, die auf nachfolgend näher beschriebene Weise in die
Anschlußenden der Querstreben eingesetzt sind.
[0029] Wie aus den Fig. 6 bis 9 hervorgeht, ist das Klemmstück als Vollkörper ausgebildet,
dessen Kontur, wie am besten aus der Querschnittsdarstellung von Fig. 3 hervorgeht,
an die Innenwandungskontur der Profile angepaßt ist. So finden sich bei den Klemmstücken
113 in komplementärer Ausbildung zu den Hohlprofilen zwei flach verlaufende, einander
gegenüberliegende Kopfflächen 114 und 114' sowie sich seitlich an diese anschließende
Schrägflächen 115 und 115', die den Schrägflächen 107 der Hohlprofile entsprechend
konvex gekrümmt sind. Die Seitenflächen 116 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 lediglich grob an die Innenkontur der Hohlprofile angepaßt, die an diesen
Stellen die Sicken 107 und die Rundungsflächen 108 und 108' aufweisen, die im Querschnitt
zusammen mit den zentralen Sicken einen Verlauf aufweisen, der an den bauchigen Verlauf
eines B erinnert. Die Seitenflächen 116 weisen diese Konturfeinheit nicht auf, weshalb
die Breitenausdehnung des Klemmstücks 113 von Seitenfläche 116 zu Seitenfläche 116
in etwa dem lichten Abstand zwischen den einander gegenüberliegenden Sicken 104 in
den Hohlprofilen entspricht. Alternativ hierzu kann es vorteilhafterweise vorgesehen
sein, die genannte Breitenausdehnung des Klemmstücks 113 so groß zu wählen, daß sie
dem Abstand der Schmalseiteninnenwände der Hohlprofile entspricht. In diesem Falle
sind in den Seitenwänden 116 des Klemmstücks 113 an den Stellen Ausnehmungen vorgesehen,
die an die Sicken 104 angrenzen. Hierdurch wird ein allseitiger Flächenkontakt des
Klemmstücks 113 mit der Innenwandung des jeweiligen Hohlprofils erreicht.
[0030] Wie aus den Querschnittsdarstellungen des Klemmstücks 113 von Fig. 9 hervorgeht,
ist im Klemmstückzentrum eine Bohrung bzw. ein Loch 117 ausgebildet, die zur Aufnahme
des Verbindungsstifts 111 dient und eine Querschnittsgestalt aufweist, die an diejenige
des Verbindungsstifts paßgenau angeglichen ist. Bevorzugt ist die in Fig. 9 dargestellte
Querschnittsform, nämlich ein quadratischer Querschnitt der Bohrung 117 sowie ein
entsprechender quadratischer Querschnitt des Verbindungsstifts 111.
[0031] Um einen festen Sitz des Verbindungsstifts 111 in der Stiftaufnahmebohrung 117 des
Klemmstücks 113 zu gewährleisten, sowie gleichzeitig einen festen Sitz des Klemmstücks
111 im Anschlußendabschnitt der Querstreben, ist das Klemmstück 113, wie am besten
aus Fig. 8 hervorgeht, in Art eines Kunststoffdübels gespreizt ausgebildet. Zu diesem
Zweck ist das Vollkörper-Klemmstück 113 in Längsrichtung mit einem Schlitz 118 versehen,
der sich in Richtung der Mittellängsachse des Klemmstücks 113 erstreckt. Die Basis
des Schlitzes 118 liegt im vorderen Drittel der Paßbohrung 117 für den Stift 111,
welche Bohrung sich ebenfalls entlang der Längsmittenachse des Klemmstücks 113 erstreckt,
und zwar mit einer Längserstreckung, die in etwa zwei Dritteln der Länge des Klemmstücks
113 entspricht. Mit anderen Worten ist die Paßbohrung 117 als Sackloch ausgebildet.
Ausgehend von seiner Basis im in Stifteinstreckrichtung vorderen Teil der Paßbohrung
117 öffnet sich der Schlitz zum gegenüberliegenden Ende des Klemmstücks 113 hin mit
einem in der Zeichnungsebene gelegenen Winkel a, wie aus der linken Hälfte der Fig.
8 hervorgeht. Die rechte Hälfte der Fig. 8 zeigt den in eine Querstrebe vollständig
eingesetzten Zustand des Klemmstücks 113, das zur besseren Übersichtlichkeit ebensowenig
dargestellt ist, wie der in die Paßbohrung 117 eingesetzte Stift 111. Dabei wird deutlich,
daß die in der entspannten Spreizstellung gemäß der linken Hälfte von Fig. 8 gerade
verlaufende Paßbohrung 117 im zusammengepreßten Zustand des Klemmstücks 113 gemäß
der rechten Hälfte der Fig. 8 im Bereich des Schlitzes 118, dessen V-förmige Spreizung
vollständig überwunden ist, einen in Einsteckrichung des Stiftes 111 sich zunehmend
verringernden Querschnitt aufweist. Dies hat bei eingestecktem Stift die Wirkung,
daß die potentielle Spreizkraft des Klemmstücks im eingesetzten Zustand unterstützt
wird durch die quer zur Stifteinsteckrichtung auf die Paßbohrung 117 im Schlitzbereich
durch den Schlitz auf die Bohrungswände ausgeübte Spreizkraft, die durch eine Verdichtung
des Klemmstückmaterials im Schlitzbereich der Paßbohrung bewirkt wird. Die Folge hiervon
ist ein exzellenter Preßsitz des Klemmstücks 113 in dem jeweiligen Hohlprofil sowie
ein ebenso hochwertiger Preßsitz des Stiftes 111 in der Paßbohrung 117.
[0032] Wie aus der Fig. 8 weiterhin hervorgeht, ist das Klemmstück 113 an seinem in seiner
Einsteckrichtung vorderen Ende unter einem Winkel β verjüngt ausgebildet. Zu diesem
Zweck weist es schräg verlaufende Seitenwandteile 120 auf. Diese sind vorzugsweise
sowohl an den Seitenwänden 116 wie an den Kopfflächen 114 und gegebenenfalls auch
an den Schrägflächen 115 ausgebildet. Diese keilförmige Ausbildung des vorderen Klemmstücks
erlaubt insbesondere angesichts der gespreizten Ausbildung des Klemmstücks ein vereinfachtes
Einsetzen in das Anschlußende der jeweiligen Querstrebe.
[0033] Im Bereich seiner in Einsteckrichtung hinteren Stirnfläche 121 ist das Klemmstück
113 verbreitert ausgebildet, und zwar ebenfalls durch Schrägflächen, nämlich durch
die Flächen 122, die im Verlauf komplementär zu den Schrägflächen 120 angelegt sind.
Dadurch wird ein besonders inniger Preßkontakt des Klemmstücks 113 an seinem außen
gelegenen Ende erreicht. Zwischen den Schrägflächen 122 am hinteren und den Schrägflächen
120 am vorderen Ende des Klemmstücks 113 erstrecken sich ebenfalls schräg verlaufende
Wandteile 123 im Bereich der Seitenwände 116. Diese verlaufen unter einem Winkel γ,
der halb so groß ist wie der Öffnungswinkel a des Schlitzes 118, und diese Wandteile
123 nehmen bei in ein Querhohlprofil eingesetztem Klemmstück 113 eine parallele Ausrichtung
zu den Profilseitenwänden ein, analog zu einem Kunststoffspreizdübel.
[0034] Die in Fig. 6 gezeigte Variante des Klemmstücks 113 entspricht der Ausführung des
Klemmstücks von Fig. 8 mit dem Unterschied, daß die hinten gelegenen Schrägwände 122
bei der Variante von Fig. 6 nicht vorgesehen sind, sowie mit dem Unterschied, daß
sich der Längsschlitz 118 bis nahe an die stifteinsteckseitige Stirnwand des Klemmstücks
113 erstreckt. Dargestellt ist das Klemmstück 113 in Fig. 6 in dem Zustand, den es
einnimmt, wenn es in das Hohlprofil 102 eingesteckt ist, also nach Überwindung der
ursprünglichen aufgespreizten Gestalt des Klemmstücks 113, wie sie in der linken Hälfte
von Fig. 8 dargestellt ist. Links und rechts zum Schlitz 118 verlaufen parallel zu
diesem in den Kopfflächen 114 und 114' des Klemmstücks 113 Nuten 124, die sich über
die gesamte Länge des Klemmstücks 113 erstrecken und in die jeweiligen Stirnflächen
einmünden. Durch diese Nuten wird eine gewisse Elastizität des Klemmstücks 113 in
Querichtung, also in Richtung auf seine beiden Schmalseiten 116 hin bewirkt, die die
Einschiebbarkeit des Klemmstücks in das jeweilige Hohlprofil erleichtert.
[0035] Wie aus Fig. 7 in Verbindung mit Fig. 5 hervorgeht, schließt die vordere Stirnfläche
des Klemmstücks 113 bündig mit den Kanten der zurückgesetzten Schmalseiten der Querstreben
ab. Dies ist die Basis des U-förmigen Profilquerschnitts bei Aufsicht auf die Schmalseite
des Profilanschlußendes. Dadurch wird eine großflächige Auflage der vorderen Klemmstück-Stirnfläche
an der gegenüber gelegenen Schmalseite des Haupthohlprofils erreicht. Aus Fig. 7 geht
ferner hervor, daß die Länge des Verbindungsstiftes 111 und die Tiefe der Paßbohrungen
117 so gewählt sind, daß Stift und Klemmstücke bei vollständig in die Klemmstücke
eingesetztem Stift ein starres und hochsteifes Skelett bilden, ohne daß die Hohlprofile
101 und 102 ebenfalls eine Paßverbindung eingehen. Es ist vielmehr so, daß die Querhohlstreben
102 bei einer vollständigen Verbindung der Skelettelemente 111 und 113 zwar die Hauptstrebe
101 optisch einwandfrei überlappen, eine Kraftausübung der Hohlprofilteile aufeinander
jedoch nicht stattfindet. Die Hohlprofile bilden vielmehr gewissermaßen eine als Verblendung
der Skelettkonstruktion dienende Haut, die keinerlei Verbiegungskräften ausgesetzt
ist. Aus diesem Grunde können die Hohlprofile der vorstehend beschriebenen Sprossenkonstruktion
wesentlich dünner ausgebildet sein als beim Stand der Technik, bei dem den Hohlprofilen
eine tragende Funktion zukommt.
[0036] Aus der Fig. 7, aber auch aus dem mittleren Teil der Fig. 6 geht hervor, daß die
Durchstecklöcher 112 in der Hauptstrebe 101 in der Zeichnungsebene, dies ist die Kreuzsprossenebene,
eine Abmessung aufweisen, die in etwa der Stärke des Verbindungsstiftes 111 in dieser
Ebene entspricht. Dadurch wird eine spielfreie Aufnahme der Stifte 111 in der Kreuzsprossenebene
erreicht, was zur Folge hat, daß der vorbestimmte Kreuzwinkel genau eingehalten wird.
Senkrecht zur Kreuzsprossenebene ist der Stift 111 hingegen in den Durchstecköffnungen
112 mit Spiel aufgenommen. Dies wird dadurch erreicht, daß sich die Durchstecköffnungen
im wesentlichen bis an die Kopfflächen 106 und 106' des Haupthohlprofils sowie über
die gesamte Breite der Schmalseiten des Haupthohlprofils erstrecken. Dadurch ergibt
sich folgende Gestalt der Durchstecköffnungen 112. Bei Betrachtung auf die Schmalseiten
der Hauptstrebe 101 weisen die Durchstecklöcher eine rechteckige Gestalt auf, wobei
die Schmalseiten des Rechtecks in Längsrichtung der Hauptstrebe 101 verlaufen und
der Stärke des Stifts 111 entsprechen, während die lange Seite dieses Rechtecks die
Stärke des Stifts übertrifft; bei einer Betrachtung auf die Breitseiten der Hauptstreben
101 verlaufen die Durchstecköffnungen 112 für den Stift 111 U-förmig, und die Basis
dieser U-förmigen Gestalt ist um einen vorbestimmten Betrag von der Außenkante der
Hohlstrebe zurückgesetzt, und zwar vorzugsweise bis hin zur Kopfseite 106 der Hohlstrebe
101 oder doch zumindest bis in die Mitte der jeweiligen Schrägfläche 107 hinein. Auf
keinen Fall erstreckt sich die Basis der U-Form soweit in die Hauptstrebe hinein,
daß deren Struktur geschwächt wird, oder daß keine Abdeckung durch den Vorsprung 105
der voll angesetzten Querstreben 102 erfolgt.
[0037] Die Fig. 10 und 11 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Sprossenkreuzkonstruktion
in derselben Ansicht und Anordnung wie die Sprossenkreuzkonstruktion gemäß den Fig.
6 und 7, wobei lediglich auf die Unterschiede gegenüber der Anordnung gemäß den Fig.
6 und 7 eingegangen wird.
[0038] Der Hauptunterschied der Sprossenkreuzkonstruktion gemäß den Fig. 10 und 11 im Vergleich
zu der vorstehend beschriebenen Sprossenkreuzkonstruktion besteht in einer abweichenden
Gestalt der Klemmstücke 113. So ist das Klemmstück 113 gemäß den Fig. 6 und 7 nicht
mit einem Längsschlitz versehen und weist eine Kontur mit einem vorne gelegenen Vorsprung
auf, wie nachfolgend näher beschrieben werden soll.
[0039] Wie aus Fig. 10 und 11 ersichtlich ist, sind die Klemmstücke 113 so geformt, daß
sie sich mit mehreren, insgesamt vier Paßflächen in das Ende der gerade oder schräg
angesetzten Querstrebe oben, unten und seitlich einpassen. Die oberen und unteren
Paßflächen 125 sind durch zwei Nuten unterteilt und über die an die Hauptstrebe 101
anzusetzende Stirnseite des Klemmstücks 113 hinweg zu einem vorstehenden Endabschnitt
126 verlängert, der wegen der Unterteilung aus drei Einzelsegmenten besteht, die sich
bei dem Anschluß an die Hauptstrebe 101 ähnlich wie die Überlappungsabschnitte 105
flächig auf die Hauptstrebe 101 legen. Durch die Segmentierung ist es möglich, auch
bei weniger elastischen Kunststoffen und einer größeren Wanddicke der Segmente deren
federnde Anlage mit Preßsitzwirkung an die seitliche Ober- und Unterseite der Hauptstreben
zu erzielen.
[0040] Die Abschnitte 126 sind etwas kürzer ausgebildet als die Überlappungsabschnitte 105
der Querstreben 102 und 103, so daß sie nach Verbindung der Profilteile nicht sichtbar
sind. Die aus Kunststoff, zum Beispiel im Spritzgießverfahren gefertigten Klemmstücke
113 nehmen die Stifte 111 in exakt ausgeführten Vierkantausnehmungen, wie vorstehend
bereits beschrieben, mit Preßsitz auf.
[0041] Um eine noch bessere formschlüssige Anpassung der Klemmstücke 113 zu erzielen, sind
an deren Seitenflächen nicht nur Nuten zur Aufnahme der Sicken 104 ausgenommen, sondern
parallel zu den Klemmstück-Kopfseiten ist ein Grat ausgebildet, der sich in die in
Fig. 5 sichtbare, durch die Sicke 104 gebildete Vertiefung an der Außenseite der Hauptstrebe
101 einfügt.
[0042] Vorzugsweise sind ferner zur festeren Einpassung der Klemmstücke 113 auf den Kopfseiten
114 und 114' und Seitenwänden in Einstreckrichtung verlaufende Reibrippen ausgebildet.
Hierdurch sind sowohl die Anforderungen an die Präzision für die Fertigung und Bearbeitung
der Hohlprofile wie auch der Klemmstücke verringert. ringert.
[0043] Die Form der Haupt- und Querstreben und die Einpassung der daran angepaßten Klemmstücke
ist nicht auf die dargestellte Lösung beschränkt, vielmehr kann je nach Anforderung
hiervon auch beträchtlich abgewichen werden und auch andere Arten der Einpassung gewählt
werden wie in den Ansprüchen definiert. So ist es prinzipiell möglich, die Form der
Klemmstücke nur sehr grob derjenigen der Querstreben anzupassen und zur festen Einpassung
ersterer eine aushärtende Kunststoffmasse zu verwenden. Das gleicht gilt für den Einsatz
des oder der Stifte in die Klemmstücke. Zur Formung der Kunststoff-Klemmstücke werden
vorzugsweise Form- oder Konturfräser eingesetzt.
[0044] Dies gilt auch für die Herstellung der Abschnitte 104 der Hohlprofile. Die Länge
der Klemmstücke 113 richtet sich sowohl nach der Breite als auch Wanddicke der Querstreben
102 und 103. Dies gilt auch für die Länge der Überlappungsabschnitte 126. Abhängig
von der Größe und Wanddicke der Querstreben, der Einpassung und dem Material der Klemmstücke
sind unterschiedlichste Dimensionierungen mit der vorteilhaften Übertragung der Verbindungskräfte
der Sprossenkreuzkonstruktion auf das Klemmstück-Stift-Skelett möglich.
1. Verbindungsvorrichtung für eine Sprossenkreuzkonstruktion mit Hauptstreben (101) und
Querstreben (102 oder 103) aus gleichen, zwei Breitseitenwandungen und zwei Schmalseitenwandungen
aufweisenden Hohlprofilen, wobei
mit einer Hauptstrebe (101) zwei seitlich angrenzende Querstreben (102 oder 103) verbunden
sind,
als Verbindungsmittel jede Schmalseitenwandung der Hauptstrebe (101) ein Durchsteckloch
aufweist,
die Durchstecklöcher (112) von einem beidseits aus der Hauptstrebe (101) herausragenden
Stift (111) durchgriffen sind,
die Enden des Stiftes (111) jeweils in einem Loch (117) eines Klemmstücks (113) stecken,
die Klemmstücke (113) der Innenkontur der Querstreben (102 oder 103) angepaßt sind
und jeweils mit Preßsitz im Endbereich einer Querstrebe (102 oder 103) sitzen,
dadurch
gekennzeichnet,
daß das Loch (117) im Klemmstück (113) als in Stifteinsteckrichtung konisch verjüngtes
Loch derart ausgebildet ist, daß das Klemmstück (113) beim Einführen des Stifts (111)
in das Loch (117) quer zum Loch aufgeweitet und dadurch gegen die Innenwandung der
Querstrebe (102 oder 103) verkeilt wird und im Bereich der hinteren Stirnfläche (121)
des Klemmstücks (113) das Klemmstück verbreitert ausgebildet ist (bei 122) und dadurch
ein Stoppmittel festlegt, durch das ein Versetzen des Klemmstücks (113) in die Querstrebe
(102 oder 103) hinein verhindert wird, wenn der Stift (111) in das konisch verjüngte
Loch des Klemmstücks (117) eingeführt wird.
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmstück (113) in Art eines Spreizdübels längsgeschlitzt ausgebildet ist,
wobei der Schlitz (118) in die Einsteckrichtung vordere Stirnkante des Klemmstücks
(113) mündet, das Stiftaufnahmeloch (117) durchsetzt, vor der hinteren Stirnkante
des Klemmstücks (113) endet und bei entspanntem, nicht in die Querstrebe (102 oder
103) eingesetztem Klemmstück (113) Keilform so aufweist, daß zwei durch den Schlitz
(118) festgelegte Klemmstück-Schenkel mit jeweils zueinander parallelen Seitenlängskanten
in Richtung auf die vordere Klemmstück-Stirnkante hin auseinander laufen, wobei die
beiden Schenkel bei in die Querstrebe eingesetztem Klemmstück (117) untere Keilwirkung
aufgrund des geschlossenen Schlitzes (118) quer zu diesem gegen die Schmalseiteninnenwandung
der Querstrebe (102 oder 103) verspannt sind.
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stiftaufnahmeloch (117) im Klemmstück (113) ein Sackloch ist.
4. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stiftaufnahmeloch (117) im Klemmstück (113) eine Paßbohrung für den Stift
(111) ist.
5. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stift (111) und das Stiftaufnahmeloch (117) vierkantigen Querschnitt aufweisen.
6. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmstücke (113) im Bereich ihrer vorderen Stirnkanten unter Festlegung schräg
verlaufender Führungsflächen (120) verjüngt ausgebildet sind.
7. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stoppmittel im Bereich der hinteren Stirnkante der Klemmstücke (113) durch
einen über die Außenkontur des Klemmstücks überstehenden Rand (122) festgelegt ist.
8. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rand durch schräg zur hinteren Stirnkante ansteigende Schrägflächen (122)
der Klemmstück-Außenwandung gebildet ist.
9. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stift (111) über seine gesamte Länge gleich dick ausgebildet ist.
10. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Stiftaufnahmeloch (117) in den Klemmstücken (113) in etwa über zwei Drittel
der Länge der Klemmstücke (113) erstreckt.
11. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Schlitz (118) in den Klemmstücken (113) in etwa über zwei Drittel der
Länge der Klemmstücke (113) erstreckt.
12. Verbindungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmstück (113) derart verbreitert ausgebildet ist, daß ein inniger Preßkontakt
zwischen dem Klemmstück (113) und den Querstreben (102 oder 103) erreicht wird.
1. Connection device for a glazing bar cross-construction comprising main braces (101)
and transverse braces (102 or 103) consist of identical hollow profiles, having two
broadside walls and two narrow-side walls, in which
two laterally adjoining transverse braces (102 or 103) are connected to one main brace
(101), as connection means each narrow-side wall of the main brace (101) has a push-through
hole in it,
the push-through holes (112) are penetrated by a pin (111) projecting out of the main
brace (101) on both sides,
the ends of the pin (111) are each lodged in a hole (117) of a clamping piece (113),
the clamping pieces (113) are adapted to the inner contour of the transverse braces
(102 or 103) and are each seated with a press fit in the end region of a transverse
brace (102 or 103),
characterized in that
the hole (117) in the clamping piece (113) is constructed as a hole tapering conically
in the direction in which the pin is pushed in such that the clamping piece (113)
is widened transversely with respect to the hole when the pin (111) is introduced
into the hole (117) and is thus wedged against the inner wall of the transverse brace
(102 or 103) and, in the region of the rear end face (121) of the clamping piece (113),
the clamping piece is constructed to be widened (at 122) and thus defines a stopping
means which prevents the clamping piece (113) from being displaced into the transverse
brace (102 or 103) when the pin (111) is introduced into the conically tapered hole
of the clamping piece (117).
2. Connection device according to Claim 1,
characterized in that the clamping piece (113) is constructed to be longitudinally
slotted in the manner of an expanding plug, the slot (118) opening into the end edge
of the clamping piece (113) which is in front in the direction of insertion, passing
through the pin-receiving hole (117), ending before the rear end edge of the clamping
piece (113) and, when the clamping piece (113) is untensioned and not inserted into
the transverse brace (102 or 103), having a wedge shape such that two clamping piece
limbs defined by the slot (118) and having lateral longitudinal edges which each run
parallel to one another run away from one another in the direction of the front end
edge of the clamping piece, and when the clamping piece (117) is inserted in the transverse
brace the two limbs are tensioned against the narrow-side inner wall of the transverse
brace (102 or 103), in a wedging action resulting from the closed slot (118) transversely
to the latter.
3. Connection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the pin-receiving
hole (117) in the clamping piece (113) is a blind hole.
4. Connection device according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that
the pin-receiving hole (117) in the clamping piece (113) is a bore fitting the pin
(111).
5. Connection device according to one or more of Claims 1 to 4, characterized in that
the pin (111) and the pin-receiving hole (117) have a four-sided cross-section.
6. Connection device according to Claim 5, characterized in that the clamping pieces
(113) are constructed to be tapered in the region of their front end edges, defining
obliquely running guide surfaces (120).
7. Connection device according to one or more of Claims 1 to 6, characterized in that
the stopping means in the region of the rear end edge of the clamping pieces (113)
is defined by a rim (122) projecting beyond the outer contour of the clamping piece.
8. Connection device according to Claim 7, characterized in that the rim is formed by
oblique surfaces (122) of the clamping piece outer wall which rise obliquely with
respect to the rear end edge.
9. Connection device according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that
the pin (111) is constructed to have the same thickness over its entire length.
10. Connection device according to one or more of Claims 1 to 9, characterized in that
the pin-receiving hole (117) in the clamping pieces (113) extends over approximately
two thirds of the length of the clamping pieces (113).
11. Connection device according to one or more of Claims 1 to 10, characterized in that
the slot (118) in the clamping pieces (113) extends over approximately two thirds
of the length of the clamping pieces (113).
12. Connection device according to one or more of Claims 1 to 11, characterized in that
the clamping piece (113) is constructed to be widened such that an intimate pressing
contact is achieved between the clamping piece (113) and the transverse braces (102
or 103).
1. Dispositif d'assemblage pour grille à petits bois, comportant des entretoises principales
(101) et des entretoises transversales (102 ou 103) réalisées dans le même profilé
creux comportant deux parois de grand côté et deux parois de petit côté,
deux entretoises transversales (102 ou 103), attachées latéralement, étant reliées
à une entretoise principale (101),
chaque paroi de petit côté de l'entretoise principale (101) présentant en tant que
moyen d'assemblage un trou de passage,
les trous de passage (112) étant traversés par une cheville (111) faisant saillie
des deux côtés de l'entretoise principale (101),
les extrémités de la cheville (111) étant respectivement introduites dans le trou
(117) d'une pièce de serrage (113), et
les pièces de serrage (113) étant adaptées à la configuration intérieure des entretoises
transversales (102 ou 103), et étant disposées sous pression dans la région terminale
d'une entretoise transversale (102 ou 103),
caractérisé en ce que le trou (117) de la pièce de serrage (113) est effilé de manière
conique dans la direction d'insertion de la cheville, de manière à ce que, lors de
l'insertion de la cheville (111) dans le trou (117), la pièce de serrage (113) soit
élargie transversalement au trou, et ainsi serrée contre la paroi intérieure de l'entretoise
transversale (102 ou 103), et en ce que, dans la région de la face frontale postérieure
(121) de la pièce de serrage (113), la pièce de serrage soit élargie (en 122) et forme
ainsi un moyen de butée qui empêche un déplacement de la pièce de serrage (113) vers
l'intérieur de l'entretoise transversale (102 ou 103) lorsque la cheville (111) est
insérée dans le trou coniquement effilé de la pièce de serrage (113).
2. Dispositif d'assemblage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la pièce de serrage (113) est fendue longitudinalement, à la
manière d'une cheville d'écartement, la fente (118) débouchant dans le bord antérieur
dans la direction d'insertion, de la pièce de serrage (113), traversant le trou (117)
qui loge la cheville, se terminant avant le bord postérieur de la pièce de serrage
(113), et ayant la forme d'un coin à l'état détendu, lorsque la pièce de serrage (113)
n'est pas insérée dans l'entretoise transversale (102 ou 103), de manière à ce que
deux bras de la pièce de serrage, définis par la fente (118), divergent par des bords
latéraux longitudinaux respectivement parallèles, dans la direction du bord frontal
antérieur de la pièce de serrage, les deux bras étant contraints transversalement
à la fente (118) vers la paroi intérieure du petit côté lorsque la pièce de serrage
(113) est insérée dans l'entretoise transversale en exerçant un effet de coin, étant
donné que la fente est fermée.
3. Dispositif d'assemblage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le trou (117) logeant la cheville prévu dans la pièce de serrage
(113) est un trou borgne.
4. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le trou (117) logeant la cheville prévu dans la pièce de serage
(113) est un alésage ajusté à la cheville (111).
5. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la cheville (111) et le trou (117) logeant la cheville ont une
section transversale quadrangulaire.
6. Dispositif d'assemblage selon la revendication 5,
caractérisé en ce que les pièces de serrage (113) sont effilées dans la région de
leurs bords antérieurs en définissant des surfaces de guidage obliques (120).
7. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le moyen de butée dans la région du bord postérieur des pièces
de serrage (113) est défini par un bord (122) dépassant le contour extérieur de la
pièce de serrage.
8. Dispositif d'assemblage selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le bord est formé par des faces (122), montant obliquement vers
le bord postérieur, de la paroi extérieure de la pièce de serrage.
9. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que la cheville (111) présente la même épaisseur sur toute sa longueur.
10. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que le trou (117) logeant la cheville, prévu dans les pièces de
serrage (113), s'étend sensiblement sur les deux tiers de la longueur des pièces de
serrage (113).
11. Dispositif d'assemblage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que la fente (118) s'étend dans les pièces de serrage (113) sensiblement
sur les deux tiers de la longueur des pièces de serrage (113).
12. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que la pièce de serrage (113) est élargie de manière à obtenir un
contact serré par pression entre la pièce de serrage (113) et les entretoises transversales
(102 ou 103).