[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckbehälter zum Aufbewahren eines oder mehrerer Tennisbälle,
bestehend aus einem Oberteil und einem Unterteil, deren gemeinsame lichte Weite etwas
größer ist als ein vorgegebener Durchmesser, der zweckmäßig dem Ein- oder Mehrfachen
des Durchmessers eines Tennisballes entspricht, wobei das Oberteil und das Unterteil
zur Bildung des geschlossenen Behälters miteinander dichtend verbunden, insbesondere
verschraubt werden können.
[0002] Gasgefüllte Tennisbälle stehen gewöhnlich unter leichtem Überdruck und werden daher
in üblicher Weise in zylindrischen Druckbehältern aufbewahrt, in denen ein dem Innendruck
eines Tennisballes entsprechender Druck herrscht. Dabei ist nachteilig, daß sich der
Druckbehälter nach Öffnen durch den Tennisspieler von diesem nicht mehr so verschließen
läßt, daß dabei der erwünschte Überdruck erzeugt wird. Dadurch können einmal gegebenenfalls
nur kurz bespielte Tennisbälle nicht mehr unter einem ihrem Innendruck entsprechenden
Druck zur Weiterverwendung aufbewahrt werden, so daß diese nach geraumer Zeit ihre
Spannung verlieren und daher nicht mehr spielfähig sind.
[0003] Um einen derartigen Behälter nach seiner ersten Öffnung wieder verwendbar zu machen,
ist es bekannt, das Oberteil des Druckbehälters mit dem Unterteil desselben so gegen
eine Dichtung zu verschrauben, daß sich während der Verschraubung im Inneren des Behälters
der erwünschte Druck aufbaut. Diese Behälter haben den Nachteil, daß sich Oberteil
und Unterteil wegen des erforderlichen Druckaufbaus nur schwer verschrauben lassen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit der Aufbewahrung
bespielter Tennisbälle unter einem ihren Innendruck entsprechenden Druck zu schaffen.
[0005] Bei dem eingangs genannten Druckbehälter ist dazu vorgesehen, daß der Behälter, zweckmäßig
sein Oberteil, ein Befüllungsventil aufweist. Damit können einerseits Oberteil und
Unterteil des Behälters drucklos miteinander verbunden, insbesondere verschraubt werden.
Andererseits kann über das Befüllungsventil in den geschlossenen Druckbehälter durch
Anschluß des Befüllungsventils an eine Druckluftquelle in dem Druckbehälter der gewünschte
Innendruck erzeugt werden. Dadurch wird die Lebensdauer der in dem Behälter bevorrateten
und aufbewahrten Tennisbälle erhöht.
[0006] Zum Schutz des Befüllungsventils gegen Beschädigung ist dieses zweckmäßig am Oberteil
versenkt befestigt. Die Handhabung des geschlossenen Druckbehälters wird erleichtert,
wenn das Befüllungsventil an einer Deckelplatte des Oberteils befestigt ist, wobei
dann zum mechanischen Schutz des Befüllungsventils das Oberteil ein um die Deckplatte
umlaufenden, erhabenen Kragen aufweisen kann. Eine besonders einfache Ausführungsform
der Erfindung sieht als Befüllungsventil ein Fahrradventil vor, das entweder ein Schlauchventil
mit Ventilschlauch oder ein sogenanntes "Patent"-Ventil mit Ventilkugel sein kann.
[0007] Zur Sicherung des Druckbehälters gegen Überdruck empfiehlt es sich, in Weiterbildung
der Erfindung an dem Behälter ein Überdruckventil vorzusehen, welches beispielsweise
bei einem Innendruck im Behälter von mehr als etwa 1,8 bar selbsttätig öffnet. Zweckmäßig
ist das Überdruckventil neben dem Befüllungsventil an der Deckelplatte befestigt.
[0008] Die Erfindung wird nachstehend anhand des in der beigefügten Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Axialschnitt durch einen zylindrischen Druckbehälter zum Aufbewahren von vier
Tennisbällen;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Oberteil des Behälters nach Fig. 1, hälftig geschnitten; und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Axialschnitt durch den oberen Teil des Behälters nach Fig. 1.
[0009] Der zylindrische, aus Kunststoff bestehende Behälter 1 dient zur Aufnahme einer Reihe
von vier Tennisbällen a, b, c, d jeweils gleichen Durchmessers. Die lichte Weite oder
der Innendurchmesser des Behälters 1 ist nur wenig größer als der genannte Außendurchmesser
je eines Tennisballes.
[0010] Der Behälter 1 besteht aus einem Unterteil 8 mit Boden 4 und oberer Öffnung, welche
etwa in der Mitte des obersten eingefüllten Tennisballes a liegt. An die Außenseite
des die Öffnung begrenzenden Wandendabschnittes 9 des Unterteils 8 ist am Umfang ein
Gewinde 12 sowie an dessen von der Öffnung entfernten Ende ein radial auswärts ragender
Ringsteg 14 angeformt. Im übrigen ist die Außenfläche des Unterteils 8 glatt.
[0011] Das Oberteil 3 des Behälters 1 hat im wesentlichen gleichen Außen- und Innendurchmesser
wie das Unterteil 8 und ist an seiner zylindrischen Außenfläche mit axial sich erstreckenden
Griff-Rippen 18 versehen. Das Oberteil 3 besitzt ferner eine Deckelplatte 16 sowie
einen umlaufenden, sich über diese erhebenden Kragen 6. Gegenüber der Deckelplatte
16 ist das Oberteil offen. Der freie Endabschnitt 11 der Außenwand 7 des Oberteils
3 ist nach radial auswärts aufgeweitet und an seiner sich axial erstreckenden ringförmigen
Innenfläche mit einem Gegengewinde 13 versehen. Der Wandabschnitt 11 endet mit einer
radialen Erweiterung 15, in deren Unterseite eine Ringnut zur Aufnahme einer Ringdichtung
17 versehen ist.
[0012] Zum Verschließen des Behälters 1 kann daher das Oberteil 3 mit seinem Gegengewinde
13 auf das Außengewinde 12 des Unterteils 8 aufgeschraubt werden, bis sowohl die radiale
Erweiterung 15 auf dem Steg 14 unter Kompression der Dichtung 17 dichtend aufsitzt,
wobei dann gleichzeitig eine Ringschulter 19 am Übergang der Wand 7 zum Abschnitt
11 auf dem oberen Rand der Öffnung des Unterteils 8 aufsitzt.
[0013] In der Deckelplatte 16 des Oberteils 3 ist ein Befüllungsventil 2 in Form eines Fahrradventils
fest eingelassen, welches nach Abschrauben seiner Schutzkappe 20 eine Befüllung des
geschlossenen Inneren des Behälters 1 mit Druckluft erlaubt. Dazu kann entweder eine
normale Fahrradpumpe oder eine Druckluftquelle dienen, die für die Tennisspieler in
der Nähe von Tennisplätzen beispielsweise an den Umkleidekabinen oder dergleichen
Gebäuden preiswert bereitstehen kann. Damit kann im Inneren des Behälters 1 ein Druck
von beispielsweise 1 bar aufgebaut werden, der dem Innendruck unbespielte Tennisbälle
a entspricht.
[0014] Zur Sicherung des Behälters gegen Überdruck ist neben dem Befüllungsventil 2 in der
Deckelplatte 16 ein Überdruckventil 10 befestigt, welches auf einen Überdruck von
beispielsweise 1,5 bar ausgelegt ist und bei Ansteigen des Druckes über den genannten
Wert selbstätig öffnet, bei einem Druck unter 1,5 bar jedoch schließt. Zum mechanischen
Schutz des Befüllungsventils 2 gegen Beschädigung hat der Kragen 6 eine Höhe über
der Deckplatte 16, die etwas größer ist als diejenige Höhe, mit der sich das Befüllungsventil
2 über die Deckplatte 16 erhebt.
[0015] Zum Öffnen des unter Druck stehenden Behälters wird das Befüllungsventil 2 an seinem
nicht dargestellten Verschluß geöffnet, so daß der Unterdruck aus dem Behälter 1 entweicht
und danach das Oberteil 3 ohne Mühe vom Unterteil 8 abgeschraubt werden kann.
[0016] Es liegt im Rahmen der Erfindung, das Befüllungsventil und/oder das Überdruckventil
an einer sonstigen Stelle des Behälters anzubringen, beispielsweise am Boden 4 des
Unterteils 8, wobei dann der Boden 4 vom Rand ausgehend zur Mitte kegelig gesenkt
und das Befüllungsventil in der Mitte des Bodens 4 befestigt sein kann.
1. Druckbehälter (1) zum Aufbewahren eines oder mehrerer Tennisbälle (a, b, c, d), bestehend
aus einem Oberteil (3) und einem Unterteil (8), deren gemeinsame lichte Weite etwas
größer ist als ein vorgegebener Durchmesser, der zweckmäßig dem Ein- oder Mehrfachen
des Durchmessers eines Tennisballes (a) entspricht, wobei das Oberteil (3) und das
Unterteil (8) zur Bildung des geschlossenen Behälters (1) miteinander dichtend verbunden,
insbesondere verschraubt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1),
zweckmäßig sein Oberteil (3), ein Befüllungsventil (2) aufweist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befüllungsventil (2) am
Oberteil (3) versenkt befestigt ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Befüllungsventil
(2) an einer Deckelplatte (16) des Oberteils (3) befestigt ist.
4. Behälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil
(3) einen um die Deckelplatte (16) umlaufenden, erhabenen Kragen (6) aufweist.
5. Behälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Befüllungsventil
(2) ein Fahrradventil ist.
6. Behälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Behälter ein Überdruckventil (10) vorgesehen ist.
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Überdruckventil (10) neben
dem Befüllungsventil (2) an der Deckelplatte befestigt ist.
8. Behälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatte
(16) vom Rand ausgehend zur Mitte kegelig eingerenkt ist und daß das Belüftungsventil
(2) etwa mittig auf der Deckelplatte (16) befestigt ist.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (4)
des Unterteils (8) vom Rand ausgehend zur Mitte kegelig eingesenkt ist und daß das
Belüftungsventil (2) etwa mittig am Boden (4) befestigt ist.