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EP 0 578 614 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.10.1995 Patentblatt 1995/40 |
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Anmeldetag: 02.07.1993 |
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Vorrichtung zum Überführen von im Schuppenstrom geförderten Druckprodukten
Device for conveying printed products fed in a shingled stream
Dispositif pour le transport de produits imprimés alimentés en courant imbriqué
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
08.07.1992 CH 2153/92
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.1994 Patentblatt 1994/02 |
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Patentinhaber: GRAPHA-HOLDING AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Strässler, René
D-7893 Jestetten 1 (DE)
- Fritsche, Beat
CH-8606 Greifensee (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 417 622 CH-A- 659 053 CH-A- 667 858
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CH-A- 617 636 CH-A- 659 053
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegrift des Anspruchs 1.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die CH-A-659 053 bekannt geworden. Bei dieser
ist der Entnahmearm um eine vertikale Schwenkachse zwischen der ersten und der zweiten
Stellung bewegbar. In der ersten Stellung wird ein Druckprodukt des Schuppenstroms
der ersten Förderstrecke im wesentlichen punktförmig zwischen den beiden Rollen gefasst
und mit einer Schleuderbewegung auf die zweite Förderstrekke übergeführt. Nachteilig
ist hier, dass die Rollen genau in der Diagonalen des zu überführenden Druckexemplars
ausgerichtet werden müssen und deshalb bei jedem Formatwechsel Einstellarbeiten erforderlich
wären. Es hat sich auch gezeigt, dass durch das punktförmige Fassen der Druckexemplare
die Ueberführung nicht stabil ist und Druckprodukte häufig quergestellt werden, was
zu einem Stau im Schuppenstrom und ganz allgemein zu Störungen führen kann. Die Vorrichtung
ist zudem nicht als Weiche verwendbar, was bei solchen Anlagen oft wünschbar wäre.
Die Vorrichtung eignet sich auch nicht für die Spitzenexemplarentnahme und für das
Trennen von ineinander gefalteten Druckprodukten. Diese Vorrichtung hat deshalb in
der Praxis keine Bedeutung erlangt.
[0003] Durch die CH-A-617 636 ist eine ähnliche Vorrichtung bekannt geworden, bei der jedoch
auszuschleusende Druckprodukte aus der Ebene der ersten Förderstrecke schräg nach
oben herausgeführt werden. Es hat sich gezeigt, dass die notwendige Umlenkung der
auszuschleusenden Druckprodukte ungünstig ist, da der Schuppenstrom häufig gestört
wird. Damit ein Druckprodukt dem Schuppenstrom entnommen werden kann, muss bei hohen
Fördergeschwindigkeiten der bewegliche Teil des Entnahmearms stark beschleunigt werden.
Solche Beschleunigungen haben aber zur Folge, dass das zu überführende Druckprodukt
nicht gefasst oder wieder ausgestossen wird.
[0004] Der Erfindung kann die Aufgabe zugrunde gelegt werden, eine Vorrichtung der genannten
Gattung zu schaffen, die sich als Weiche, zur Spitzenexemplarentnahme und auch zum
Trennen von ineinander gefalteten Druckprodukten eignet und die dennoch funktionssicher
und baulich einfach ist. Die Aufgabe ist durch die Vorrichtung gemäss Anspruch 1 gelöst.
[0005] Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung können Druckprodukte eines Schuppenstroms
der ersten Förderstrecke mit einer linearen, koplanaren Bewegung ohne Beschleunigung
sorgfältig entnommen werden. Während der Entnahme sind die Druckprodukte zwischen
den beiden Teleskopbändern geführt. Bei einer Aenderung der Fördergeschwindigkeit
ist die Auszuggeschwindigkeit des Entnahmearms immer optimal auf die Fördergeschwindigkeit
der zu überführenden Druckprodukte abgestimmt. Dadurch ist gewährleistet, dass die
Druckprodukte vom Entnahmearm nicht fallen gelassen werden und sich im Entnahmearm
zwischen den beiden Teleskopbändern sich auch kein Stau bilden kann. Durch die mechanische
Kupplung der Antriebsrollen mit dem Antrieb der ersten Förderstrecke ist gewährleistet,
dass in jedem Fall die Geschwindigkeit der Druckprodukte in der Richtung der ersten
Förderstrecke gleich der Geschwindigkeit der ersten Förderstrecke ist. Die Auszuggeschwindigkeit
passt sich in jedem Fall selbsttätig an diese Geschwindigkeit an. Die erfindungsgemässe
Vorrichtung kann deshalb als Weiche verwendet werden, welche die Druckprodukte der
ersten Förderstrecke konstant an die zweite Förderstrecke überführt.
[0006] Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung sich als Weiche, zur
Makulaturausschleusung, zum Trennen von ineinander gefalteten im Schuppenstrom geförderter
Druckprodukte und auch zur Bildung von sogenannten Spitzenpaketen eignet. Es ist auch
möglich, mehrere Vorrichtungen zur Bildung von Spitzenpaketen nebeneinander anzuordnen
und im Takt zu steuern. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist somit wesentlich universeller
verwendbar. Ein Umrüsten oder ein Ausführen unterschiedlicher Funktionen zeitlich
nacheinander ist ohne weiteres und einfacher als bisher möglich.
[0007] Weitere vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung und eine
erste sowie eine zweite Förderstrecke, wobei einzelne Teile aus Darstellungsgründen
weggelassen sind,
Fig. 2 schematisch eine Teilansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 3 schematisch eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung und zwei
Förderstrecken,
Fig. 4 eine Ansicht einer Anpressvorrichtung, und
Fig. 5 schematisch eine Ansicht einer Förderstrecke mit einer Stufe.
[0008] Die Fig. 1 zeigt eine erste Förderstrecke A, die mehrere parallel nebeneinander angeordnete
Bänder 1 aufweist, die auf einem Gestell 10 gelagert sind und um eine Welle 7 geführt
sind, die mit einem Antrieb 3 verbunden ist. Die Förderstrecke A dient dazu, einen
Schuppenstrom 2 aus Druckprodukten, beispielsweise Zeitungen, in Richtung des Pfeiles
11 zu fördern. Ein solcher Schuppenstrom wird beispielsweise in einer Rotationsmaschine
gebildet. Das Format und die Dicke der Druckprodukte 12 können sehr unterschiedlich
sein. Häufig besteht ein solcher Schuppenstrom 2 auch aus Druckprodukten 12, die Beilagen
enthalten oder aus jeweils zwei ineinander gefalzten und seitlich versetzten Druckprodukten
bestehen. Seitlich neben den Bändern 1 sind ein Kettenkanal 4 und eine Kulisse 50
angeordnet.
[0009] Seitlich versetzt zur ersten Förderstrecke A ist eine zweite Förderstrecke B angeordnet,
die ebenfalls mehrere Bänder 13 aufweist, die über die Welle 7 vom Antrieb 3 angetrieben
sein können. Mit der Förderstrecke B werden auf dieser befindliche Druckprodukte 12
in Richtung des Pfeiles 14 gefördert. Die Förderrichtung dieser zweiten Förderstrecke
B ist parallel zu derjenigen der ersten Förderstrecke. Die Förderstrecke B weist seitlich
einen Anschlag 15 auf, an dem die Druckprodukte 12 seitlich ausgerichtet werden.
[0010] Zum Ueberführen der Druckprodukte von der ersten Förderstrecke auf die zweite Förderstrecke
ist zwischen diesen eine quer zu diesen verlaufende weitere Förderstrecke C angeordnet.
Diese wird durch eine Vorrichtung 16 gebildet, die ein Gestell 20 mit einem Entnahmearm
17 aufweist. Der Entnahmearm 17 weist zwei endlose Teleskopbänder 18 und 19 auf, die
gemäss Fig. 2 übereinander angeordnet und an einer Lagerplatte 21 gelagert sind. Das
obere Teleskopband 18 läuft über eine frontseitig angeordnete Rolle 22 und über eine
Antriebsrolle 23. Die Rolle 22 ist an einem Schlitten 24 gelagert, der mittels einer
Zylinderkolbeneinheit 26 (Fig. 1) in Richtung des Pfeiles 25 horizontal zwischen den
mit ausgezogener Linie und strichpunktierter Linie gezeigten Positionen hin und her
bewegbar ist. Zwischen der Rolle 22 und der Antriebsrolle 23 ist das Teleskopband
18 um Umlenkrollen 27 bis 30 gelegt. Von diesen wird die Rolle 29 mit dem Schlitten
24 bewegt.
[0011] Das untere Teleskopband 19 besteht aus mehreren Teilbändern und ist um eine frontseitig
angeordnete Rolle 31 gelegt, die mit der Rolle 22 zusammenwirkt und die ebenfalls
am Schlitten 24 gelagert ist. Das Teleskopband 19 führt ebenfalls über eine Antriebsrolle
32, die an der Lagerplatte 21 gelagert ist. Zwischen den beiden Rollen 31 und 32 sind
Umlenkrollen 33 bis 36 angeordnet. Von diesen ist die Rolle 34 am Schlitten 24 gelagert.
[0012] Die beiden Teleskopbänder 18 und 19 weisen zwei parallele Trums 18a und 19a auf,
die zwischen den Rollen 22 und 27 sich gegenseitig flächig berühren und in der Fig.
2 von links nach rechts bewegbar sind.
[0013] Den Rollen 22 und 31 ist eine Einstechgabel 37 vorgelagert, die mit der Rolle 31
verbunden ist und die mittels eines an einem Hebel 39 der Gabel 37 angreifenden Zylinders
38 um eine Schwenkachse 5 in die strichpunktiert gezeigte Position und von dieser
zurück verschenkbar ist.
[0014] Die Antriebsrollen 23 und 32 sind über ein Getriebe 9 und eine Gelenkwelle 8 mit
dem Antrieb 3 verbunden, wie die Fig. 1 schematisch zeigt. Die Geschwindigkeit der
Bänder 18 und 19 ist somit immer proportional zur Laufgeschwindigkeit der Bänder 1.
Die Uebersetzung ist so eingestellt, dass die Fördergeschwindigkeit der beiden Teleskopbänder
18 und 19 in der Laufrichtung der ersten Förderstrecke A gleich der Geschwindigkeit
dieser Förderstrecke ist. Die Geschwindigkeit der Bänder 18 und 19 ist somit entsprechend
der Neigung der Förderstrecke C zu den übrigen entsprechend höher. Beispielsweise
bei einer Neigung von 45° mit √2 multipliziert.
[0015] Damit Druckprodukte von der ersten Förderstrecke A mittels der Einstechgabel 37 bei
ausgefahrenem Entnahmearm 17 aufgenommen werden können, weist die erste Förderstrecke
A eine an sich bekannte Stufe 40 auf, die in bekannter Weise mit zwei Umlenkrollen
5 und 6 sowie einer Anpressrolle 35 gebildet wird. Diese Stufe führt im Schuppenstrom
zu einer Auffächerung der Druckprodukte 12. Ist bei ausgefahrenem Entnahmearm 17 die
Einstechgabel 37 in der in Fig. 2 strichpunktiert gezeigten Position nach oben geschwenkt,
so laufen die Druckprodukte 12 unter der Einstechgabel 37 durch. Ist die Einstechgabel
37 jedoch in der unteren Position, so sticht sie in den Schuppenstrom 2 ein und das
über der Gabel 37 befindliche Druckprodukt 12 fährt auf diese auf und wird von den
beiden Rollen 22 und 31 bzw. von den Teleskopbändern 18 und 19 erfasst und in Richtung
des Pfeiles 41 (Fig. 1) zur zweiten Förderstrecke B gefördert. In Fig. 1 ist strichpunktiert
ein Druckprodukt 12' gezeigt, das in Richtung des Pfeiles 41 gefördert wird. Wesentlich
ist nun, dass die vorauslaufende Kante 12'' des Druckproduktes 12' parallel ist zu
den entsprechenden Kanten des Schuppenstroms 2 der ersten Förderstrecke A. Die Beibehaltung
der Ausrichtung der Druckprodukte 12 im Bereich des Entnahmearms 17 ist gewährleistet
durch das flächige Erfassen der Druckprodukte mit den Bändern 18 und 19. Nachfolgend
wird der Funktionsablauf für eine Einzelentnahme eines Druckproduktes erläutert.
[0016] Es wird vorausgesetzt, dass auf der Förderstrecke A ein Schuppenstrom 2 in Richtung
des Pfeiles 11 gefördert wird.
[0017] Soll aus diesem Schuppenstrom 2 ein einzelnes Druckprodukt 12 entnommen werden, was
für Kontrollzwecke regelmässig notwendig ist, so wird eine Stufe 40 gebildet, indem
die Rollen 5 und 6 entsprechend gestellt werden. Hierbei ist der Entnahmearm 17 in
der in Fig. 1 gezeigten ausgefahrenen Stellung und die Einstechgabel nach oben verschwenkt.
Zum Fassen eines Druckproduktes 12 wird nun die Einstechgabel 37 nach unten verschwenkt.
Ein vor der Schaufel 37 befindliches Druckprodukt 12 läuft auf diese auf und wird
von den beiden Bändern 18 und 19 gefasst, wonach der Schlitten 24 zurückgefahren wird.
Hierbei gelangt die Einstechgabel 37 aus dem Eingriffsbereich. Weitere Druckprodukte
gelangen somit nicht zwischen die Rollen 22 und 31. Die Einstechgabel 37 wird nun
wieder nach oben verschwenkt und das an den Bändern 18 und 19 gefasste Druckprodukt
12' wird auf die zweite Förderstrecke B überführt, von welcher es entnommen werden
kann. Die zweite Förderstrecke B kann hierbei auch ein Behälter oder dergleichen sein.
[0018] Wesentlich ist nun, dass der Schuppenstrom bei einer solchen Einzelexemplarentnahme
nicht schräggestellt wird, und insbesondere ein dem entnommenen Druckprodukt nachfolgendes
Druckprodukt nicht schräggestellt wird. Es hat sich gezeigt, dass eine diesbezüglich
sehr präzise Entnahme dann möglich ist, wenn der Entnahmearm 17 geschwindigkeitsgesteuert
vom Schuppenstrom wegfährt. Dazu ist bei der vorliegenden Vorrichtung ein Proportionalventil
44 vorgesehen, das über eine elektrische Leitung 43 mit einem Tachometer 42 des Antriebs
3 verbunden ist. Anderseits ist das Proportionalventil 44 über Druckleitungen 45 und
46 mit der Zylinderkolbeneinheit 26 verbunden. Aufgrund der vom Tachometer 42 erhaltenen
Signale, wird nun mit dem Proportionalventil 44 die Geschwindigkeit des Kolbens der
Zylinderkolbeneinheit 26 so gesteuert, dass diese Geschwindigkeit proportional zur
Geschwindigkeit der Bänder 1 ist. Wird somit die Geschwindigkeit der Bänder 1 und
damit die Fördergeschwindigkeit des Schuppenstroms 2 geändert, so ändert sich proportional
dazu die Auszuggeschwindigkeit des Entnahmearms 17. Da nun bereits wie oben erwähnt,
auch die Geschwindigkeit der Bänder 18 und 19 sich infolge der mechanischen Kopplung
mit dem Antrieb 3 proportional zu einer Geschwindigkeitsänderung der Bänder 1 ändert,
ändert sich auch die Auszuggeschwindigkeit des Entnahmearms 17 proportional zu einer
Geschwindigkeitsänderung der Bänder 18 und 19. Das optimale Verhältnis der beiden
Geschwindigkeiten ist abhängig von der Art der Druckprodukte 12, beispielsweise vom
Format, der Papierbeschaffenheit und von der Dicke dieser Druckprodukte. Mittels des
Proportionalventils 44 kann dieses Geschwindigkeitsverhältnis genau eingestellt werden.
In der Regel ist die Auszuggeschwindigkeit etwas kleiner oder gleich der Geschwindigkeit
der Bänder 18 und 19. Ist die Auszuggeschwindigkeit grösser als die Geschwindigkeit
der Bänder 18 und 19, so wird ein Druckprodukt von den Bändern nicht gefasst oder
wieder fallengelassen. Ist die Auszuggeschwindigkeit wesentlich kleiner als die Geschwindigkeit
der genannten Bänder, so kann dies beim Erfassen von mehreren Druckprodukten zu einem
Stau im Entnahmearm 17 führen. Durch die vorgesehene Geschwindigkeitssteuerung der
Zylinderkolbeneinheit 26 ist nun gewährleistet, dass die beiden Geschwindigkeiten
immer optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein von den Bändern 18 und 19 frontseitig
erfasstes Druckprodukt wird somit unabhängig von der Fördergeschwindigkeit der Strecke
A mit der genau geeigneten Geschwindigkeit von dieser Förderstrecke weggeführt, wobei
die Ausrichtung der vorderen Kante genau beibehalten wird.
[0019] Wird nun bei ausgefahrenem Entnahmearm 17 dieser nicht zurückgezogen und auch die
Einstechgabel 37 in der unteren Position belassen, so werden sämtliche Druckprodukte
12 im Bereich der Stufe 4 von den beiden Bändern 18 und 19 erfasst und auf die zweite
Förderstrecke B überführt. Die anfänglich seitlich versetzten Druckprodukte 12 werden
durch den Anschlag 15 seitlich ausgerichtet. Die Vorrichtung 16 arbeitet hierbei als
Weiche. Wird die Weiche aufgehoben, so wird der Entnahmearm 17 wie oben erwähnt geschwindigkeitgesteuert
zurückgefahren und die Einstechgabel 37 angehoben. Auch hier ist selbstverständlich
wichtig, dass der Schuppenstrom 2 der ersten Förderstrecke A nicht gestört wird.
[0020] Anhand der Fig. 3 wird nachfolgend das Trennen eines Schuppenstroms 2, bei dem die
Druckprodukte 12 aus ineinander gefalzten und seitlich versetzten Produkten 12a und
12b besteht, erläutert. Die Anordnung entspricht im wesentlichen derjenigen gemäss
Fig. 1, und auch die Vorrichtung 16 zum Ueberführen von Druckprodukten 12 ist wie
oben erläutert ausgebildet. Zusätzlich ist jedoch an der ersten Förderstrecke A am
linken Rand eine in Fig. 4 schematisch gezeigte Anpressvorrichtung 47 angeordnet,
welche zwei endlose Bänder 48 und 49 aufweist, zwischen denen die seitlich links vorstehenden
Produkte 12b am vorstehenden Rand im Bereich der Stufe 4 so gehalten sind, dass der
Schuppenstrom in der Förderrichtung unbeeinflusst bewegbar ist. Die Anpressvorrichtung
47 verhindert aber, dass die gefassten Druckprodukte 12b quer zur Förderrichtung bewegt
werden können.
[0021] Um nun rechts vorstehende Druckprodukte 12a von den Druckprodukten 12b zu trennen,
wird die Vorrichtung 16 wie in Fig. 3 gezeigt so angeordnet, dass die Einstechgabel
37 den vorstehenden Rand 12a erfasst und somit die Druckprodukte 12a zwischen die
beiden Bänder 18 und 19 laufen und von diesen schräg zur Förderrichtung der ersten
Förderstrecke A bewegt werden. Die Druckprodukte 12a werden somit aus den Produkten
12b seitlich herausgezogen und von diesen getrennt. Auf der Förderstrecke B wird mit
den getrennten Produkten 12a wieder wie oben erwähnt ein Schuppenstrom gebildet, der
auf der gewünschten Weise weiter verarbeitet werden kann.
[0022] Die Vorrichtung 16 eignet sich auch zum Bilden von sogenannten Spitzenpaketen, wobei
hier mehrere Vorrichtungen 16 in Förderrichtung gesehen hintereinander angeordnet
sein können. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn das Ausfahren der Schlitten 24 im Takt
gesteuert ist. Eine genaue störungsfreie Entnahme von Druckprodukten ist hier besonders
wichtig.
1. Vorrichtung zum Ueberführen von auf einer ersten Förderstrecke (A) im Schuppenstrom
geförderten Druckprodukten (12) auf eine zweite, koplanar zur ersten angeordnete Förderstrecke
(B), wobei die erste Förderstrecke (A) eine Stufe (4) und die Vorrichtung zum Fassen
eines Druckproduktes (12) einen Entnahmearm (17) mit zwei zusammenwirkenden Rollen
(22,31) aufweist, die schräg zu den beiden Förderstrecken (A,B) bewegbar sind und
die zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar sind und wobei den Rollen
(22,31) eine bewegbare Klappe (37) vorgelagert ist, die im Bereich der Stufe (4) zwischen
einer über und einer unter dem Schuppenstrom liegenden Stellung verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rollen (22,31) koplanar zu beiden Förderstrecken
(A,B) und linear vor und zurück durch eine Zylinderkolbeneinheit (26) bewegbar sind,
und dass die Zylinderkolbeneinheit (26) so gesteuert ist, dass wenigstens die Auszuggeschwindigkeit
der beiden zusammenwirkenden Rollen (22,31) proportional zur Fördergeschwindigkeit
der ersten Förderstrecke (A) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass um jede der beiden zusammenwirkenden
Rollen (22,31) ein Teleskopband (18,19) gelegt ist und die Antriebsrollen (23,32)
dieser Teleskopbänder (18,19) in einem mechanisch festgelegten Uebersetzungsverhältnis
mit dem Antrieb (3) der ersten Förderstrecke (A) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Proportionalventil
(44) vorgesehen ist, das zur Steuerung wenigstens der Auszuggeschwindigkeit der beiden
zusammenwirkenden Rollen (22,31) mit der Zylinderkolbeneinheit (26) und einem Tachometer
(42) des Antriebs (3) der ersten Förderstrecke (A) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie die
beiden Förderstrecken (A,B) quer verbindet und eine Weiche bildet, mit welcher Druckprodukte
der ersten Förderstrecke (A) kontinuierlich der zweiten Förderstrecke (B) zuführbar
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Förderstrecke (A) im Bereich der Stufe (4) eine Anpressvorrichtung (47) aufweist,
mit der ein Schuppenstrom (2) aus seitlich versetzt ineinander gefalzten Druckprodukten
(12a,12b) an einem Rand fassbar sind und dass der Entnahmearm (17) zum Trennen der
nicht gefassten Druckprodukte (12b) am anderen Rand angeordnet ist.
1. Apparatus for transferring printed products (12) conveyed on a first conveying section
(A) in an imbricated stream to a second conveying section (B), arranged coplanar with
respect to the first, the first conveying section (A) having a step (4) and the apparatus
having, for seizing a printed product (12), a removal arm (17) with two interacting
rollers (22,31), which can be moved obliquely with respect to the two conveying sections
(A,B) and which can be moved between a first position and a second position and there
being mounted in front of the rollers (22,31) a movable flap (37) which, in the region
of the step (4), can be swivelled between a position lying above the imbricated stream
and a position lying below the imbricated stream, characterized in that the two rollers
(22,31) can be moved by a cylinder-piston unit (26) in a coplanar fashion with respect
to the two conveying sections (A,B) and in a linear fashion back and forth, and in
that the cylinder-piston unit (26) is controlled such that at least the drawing-out
speed of the two interacting rollers (22,31) is proportional to the conveying speed
of the first conveying section (A).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that around each of the two interacting
rollers (22,31) there is laid a telescopic belt (18,19) and the drive rollers (23,32)
of these telescopic belts (18,19) are connected in a mechanically fixed transmission
ratio to the drive (3) of the first conveying section (A).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that there is provided a proportional
valve (44) which, for controlling at least the drawing-out speed of the two interacting
rollers (22,31), is connected to the cylinder-piston unit (26) and to a tachometer
(42) of the drive (3) of the first conveying section (A).
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that it connects the
two conveying sections (A,B) transversely and forms a diverter, by which printed products
of the first conveying section (A) can be fed continuously to the second conveying
section (B).
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the first conveying
section (A) has in the region of the step (4) a pressure-exerting device (47), by
which an imbricated stream (2) for printed products (12a,12b) folded in one another
in a laterally offset fashion can be seized at one edge and in that the removal arm
(17) is arranged at the other edge for separating the printed products (12b) not seized.
1. Dispositif pour le transfert de produits imprimés (12), transportés en formation imbriquée
sur un premier parcours de transport (A), sur un deuxième parcours de transport (B)
disposé coplanairement au premier, le premier parcours de transport (A) présentant
un gradin (4) et le dispositif présentant, afin de saisir un produit imprimé (12),
un bras de prélèvement (17) avec deux rouleaux coopérants (22, 31), qui sont mobiles
en oblique par rapport aux deux parcours de transport (A, B) et qui peuvent être déplacés
entre une première et une deuxième position, et les rouleaux (22, 31) étant précédés
d'un volet mobile (37) qui peut être pivoté, dans la région du gradin (4), entre une
position située au-dessus et une position située en dessous de la formation imbriquée,
caractérisé en ce que les deux rouleaux (22, 31) peuvent être déplacés coplanairement aux deux
parcours de transport (A, B) et linéairement en avant et en arrière au moyen d'un
ensemble cylindre-piston (26), et en ce que l'ensemble cylindre-piston (26) est commandé
de telle sorte qu'au moins la vitesse d'extraction des deux rouleaux coopérants (22,
31) est proportionnelle à la vitesse de transport du premier parcours de transport
(A).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une bande télescopique (18, 19) passe autour de chacun des deux rouleaux
coopérants (22, 31), et les rouleaux d'entraînement (23, 32) de ces bandes télescopiques
(18,19) sont reliés à l'entraînement (3) du premier parcours de transport (A) selon
un rapport de transmission mécaniquement fixé.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un distributeur proportionnel (44) est prévu qui, afin de commander au moins
la vitesse d'extraction des deux rouleaux coopérants (22, 31), est relié à l'ensemble
cylindre-piston (26) et à un tachymètre (42) de l'entraînement (3) du premier parcours
de transport (A).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il relie transversalement les deux parcours de transport (A, B) et forme
un aiguillage qui permet d'apporter en continu des produits imprimés du premier parcours
de transport (A) au deuxième parcours de transport (B).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le premier parcours de transport (A) présente, dans la région du gradin
(4), un dispositif presseur (47) par lequel les produits en décalage latéral d'une
formation imbriquée (2) de produits imprimés (12a, 12b) pliés les uns dans les autres
peuvent être saisis sur un bord, et en ce que le bras de prélèvement (17) est disposé
sur l'autre bord afin de séparer les produits imprimés (12b) non saisis.

