[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Rammbohrgerät mit einem von einem Druckmittel
beaufschlagten Schlagkolben, dessen Hubbewegung von einer Steuerung bestimmt wird,
die ein Umschalten von Vorwärts- auf Rückwärtslauf erlaubt.
[0002] Derartige Rammbohrgeräte sind in verschiedenen Versionen bekannt. So beschreibt die
deutsche Patentschrift 26 34 066 ein Rammbohrgerät, bei dem das rückwärtige Ende des
Schlagkolbens als Hohlzylinder mit Steueröffnungen ausgebildet ist und auf einer feststehenden
Steuerhülse ebenfalls mit Steueröffnungen geführt ist, in dem als Drehschieber ein
mit Steueröffnungen versehenes Steuerrohr drehbar gelagert ist. Je nach der Winkelstellung
des Steuerrohrs werden vordere oder hintere Steueröffnungen der Steuerhülse geöffnet
oder verschlossen. Dementsprechend wird dem Druckmittelraum vor dem Schlagkolben zu
einem früheren oder einem späteren Zeitpunkt Druckmittel für die Bewegungsumkehr zugeführt.
Der Zeitpunkt der Druckmittelzufuhr bestimmt darüber, ob der Schlagkolben seine potentielle
Energie in Richtung des Gerätevortriebs oder in der Gegenrichtung an das Gehäuse abgibt.
[0003] Die die Bewegungsrichtung des Rammbohrgeräts bestimmende Stellung des Steuerrohrs
läßt sich durch ein Drehen an dem Druckmittelschlauch einstellen, der das Steuerrohr
oder bei anderen umsteuerbaren Rammbohrgeräten einen vergleichbaren Schieber mit dem
Druckmittel versorgt. Bei dem bekannten Gerät greift jedoch der von der Druckmittelquelle
kommende Schlauch nicht direkt an dem Schieber, sondern an einem mehr oder minder
kurzen, beispielsweise 50 cm langen besonderen Anschlußschlauch an. Da dieser Anschlußschlauch
bleibend mit dem Drehschieber verbunden ist und die Verbindungsstelle im Innern des
Gerätegehäuses häufig auch noch schwer zugänglich ist, bilden das Gerät und der Anschlußschlauch
üblicherweise eine Einheit. Das führt dazu, daß der Anschlußschlauch in der Praxis
zumeist für den Transport des Geräts benutzt oder beim Transport in engen Fahrzeuginnenräumen
ab- oder umgeknickt wird. Dies führt mit der Zeit zu einer Beschädigung des Anschlußschlauchs
und insbesondere zu einer Beeinträchtigung der Torsionsdruck- und -zugfestigkeit,
so daß ein sicheres Einstellen des Schiebers beim Umsteuern nicht mehr möglich ist.
Ein dann notwendiger Wechsel des Anschlußschlauchs ist wegen dessen fester und/oder
schwer zugänglicher Verbindung beispielsweise in Gestalt einer Quetschverbindung mit
Schwierigkeiten verbunden, die einen Schlauchwechsel vor Ort unmöglich machen und
daher einen Wechsel in der Werkstatt erfordern sowie zu mehr oder minder langen Stillstandszeiten
führen. Hinzu kommt, daß die Verwendung eines kurzen Anschlußschlauchs eine zusätzliche
Schlauchkupplung in nur geringem Abstand von dem rückwärtigen Geräteende erfordert.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten und aus der Verwendung
eines kurzen Anschlußschlauchs resultierenden Nachteile zu vermeiden. Dies geschieht
erfindungsgemäß in der Weise, daß der von der Druckmittelquelle kommende Schlauch
- unabhängig davon, ob er seinerseits aus mehreren Schlauchstücken verhältnismäßig
großer Länge von beispielsweise 15 m besteht - direkt mit der Steuerung, insbesondere
einem Drehschieber, lösbar verbunden ist.
Bei einem derartigen Rammbohrgerät besteht nicht nur die Möglichkeit, sondern ergibt
sich auch die Notwendigkeit, den Druckmittelschlauch vor einem Transport des Geräts
zu lösen; denn allein die übliche Schlauchlänge verbietet es, das Gerät zusammen mit
dem Druckmittelschlauch zu transportieren. Auf diese Weise ist eine schonende Behandlung
des Druckmittelschlauchs gewährleistet.
[0005] Um ein rasches Lösen zu ermöglichen, sind die Steuerung und der Druckmittelschlauch
vorzugsweise über eine Schnellkupplung, beispielsweise eine Art Bajonettverschluß,
miteinander verbunden. Der Schieber bzw. das Steuerrohr einer Steuerung kann jedoch
auch mit einer Schnellkupplungsdose und der Druckmittelschlauch mit einem Schnellkupplungsstecker
versehen sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Schieber bzw. das Steuerrohr
mit einem Gewinde und den Druckmittelschlauch mit einer Überwurfmutter sowie einer
Verdrehsicherung zu versehen. Der Druckmittelschlauch kann jedoch auch direkt auf
das Steuerrohr gesteckt und dort gesichert sein.
[0006] Wie immer auch die Schnellkupplung beschaffen ist, sie erlaubt ein Trennen des Druckmittelschlauchs
vom Gerät mit wenigen Handgriffen.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen axialen Längsschnitt durch das rückwärtige Ende eines Rammbohrgeräts mit einer
Drehsteuerung und gekuppelten Druckmittelschlauch und
- Fig. 2
- das Rammbohrgerät nach Fig. 1 mit dem abgekuppelten Druckmittelschlauch.
[0008] Das im einzelnen nicht dargestellte, jedoch vom Prinzip her in der deutschen Patentschrift
26 34 066 beschriebene Rammbohrgrät 1 besteht an seinem rückwärtigen Ende aus einem
Zwischenstück 2 und einem Endstück 3. Das Endstück 3 ist in das Zwischenstück 2 eingeschraubt
und fixiert dort einen mit mindestens einer Entlüftungsbohrung 4 versehenen Lagerring
5, in dem das rückwärtige Ende eines Schiebers bzw. Steuerrohr 6 gelagert ist. Das
rückwärtige Ende des Schiebers ist mit einer Kupplungsdose 7 versehen, in die der
Kupplungsstecker 8 eines Druckluftschlauchs 9 eingreift. Die Kupplung 7, 8 ist durch
einen Schnappring 10 gesichert.
[0009] Durch Drehen des Druckluftschlauchs 9 um etwa 90° läßt sich die Schnellkupplung 7,
8 lösen und so das Rammbohrgerät von dem Druckluftschlauch 9 trennen. Auf diese Weise
ist das Rammbohrgerät nach einem einzigen Handgriff transportbereit und besteht nicht
mehr die Gefahr, daß der Druckmittelschlauch im Bereich des rückwärtigen Geräteendes
beim Transport einer besonderen Beanspruchung unterliegt.
1. Rammbohrgerät mit einem
- von einem Druckmittel beaufschlagten Schlagkolben,
- dessen Bewegungen von einer Steuerung (6) bestimmt werden, und
- einem mit der Steuerung direkt verbundenen, lösbaren und zu einer Druckmittelquelle
führenden Druckmittelschlauch (9).
2. Rammbohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung (6) und der Druchmittelschlauch (9) über eine Schnellkupplung
(7, 8) miteinander verbunden sind.
3. Rammbohrgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Steuerrohrs (6) und das Schlauchende als Bajonettkupplung
ausgebildet sind und eine Verdrehsicherung aufweisen.
4. Rammbohrgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellkupplung aus einem Gewinde am rückwärtigen Ende eines Drehschiebers
(6) und einer Überwurfmutter am Ende des Druckmittelschlauchs (9) sowie einer Verdrehsicherung
(10) besteht.
5. Rammbohrgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schieber (6) mit einer Schnellkupplungsdose(7) und der Druckmittelschlauch
(9) mit einem Schnellkupplungsstecker (8) versehen ist.