[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Abstandhalterrahmen für
Isolierglasscheiben aus Hohlprofilleisten.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art werden die zu Abstandhalterrahmen für
Isolierglasscheiben zu biegenden Hohlprofilleisten entlang einer Förderbahn zugeführt,
die am oberen Rand einer von den Biegeköpfen schräg nach unten abfallenden Platte,
auf der die abgebogenen Schenkel der Hohlprofilleiste aufliegen, zugeführt. Eine derartige
Vorrichtung ist aus der DE-A-32 23 881 bekannt. Ähnliche Vorrichtungen zum Biegen
von Stabmaterial sind aus der EP-A-47 92 20 und aus der DD-A-227 896 bekannt.
[0003] Es ist bei solchen Vorrichtungen auch bekannt, einen Greifer vorzusehen, der die
zugeführten Hohlprofilleisten erfaßt, von der Förderbahn am oberen Rand der Platte
abhebt und in die Biegeköpfe einlegt, wobei die Hohlprofilleiste im Bereich zwischen
den Biegeköpfen dann von einer dort vorgesehenen Klemme gehalten wird. Eine solche
Vorrichtung ist aus der EP-A-291 499 bekannt.
[0004] Bei sogenannten Vertikalbiegemaschinen, d.h. Vorrichtungen zum Biegen von Hohlprofilleisten
zu Abstandhalterrahmen für Isolierglasscheiben (vgl. DE-U-87 05 796), bei welchen
sich die Förderbahn am unteren Ende einer schräg nach oben ansteigenden Stützwand
für die abgebogenen Schenkel der Hohlprofilleisten befindet, ist es auch bekannt,
die Hohlprofilleisten von der Bedienseite, d.h. von vorne her durch eine Greifervorrichtung
einzulegen. Eine solche Vorrichtung ist aus der bekanntgemachten österr. Patentanmeldung
1494/88 (Bekanntmachungstag 15. Juni 1990) bekannt.
[0005] Eine ähnliche Vorrichtung ist aus dem Prospekt der LENHARDT MASCHINENBAU GMBH "LENHARDT-Profilmat
1" bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die Hohlprofilleisten einem vor
der Biegemaschine angeordneten Magazin zugeführt und aus diesem einzeln durch mehrere
Greifer, welche die Hohlprofilleisten von oben her erfassen, an den unteren Rand der
Stützwand vorbewegt und in die Biegeköpfe eingelegt.
[0006] Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen, bei welchen die Hohlprofilleisten von
der Seite her, d.h. quer zu ihrer Längserstreckung zugeführt und von vorne in die
Biegemaschine eingelegt werden, ist es, daß diese sehr platzraubend sind, da der Raum
vor der Biegemaschine durch die Einlegevorrichtung mit ihren Greifern eingenommen
wird, so daß die eigentliche Biegevorrichtung schlecht zugänglich ist, und der Biegevorgang
nur aus größerer Entfernung beobachtet und kontrolliert werden kann. Weiters ist es
bei den bekannten Vorrichtungen, bei welchen Hohlprofilleisten von vorne, d.h. von
der Bedienseite her in die Biegevorrichtung eingelegt werden, nachteilig, daß durch
die sich bewegenden Greifer für die Bedienungsperson ein erhöhtes Sicherheitsrisiko
besteht.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung anzugeben, bei der die an sich bestehenden Vorteile des Einlegens von Hohlprofilleisten
in die Biegevorrichtung quer zu ihrer Längserstreckung ausgenützt werden, ohne daß
die geschilderten Nachteile auftreten.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen des einleitenden
Teils von Anspruch 1 dadurch gelöst, daß diese die Merkmale des Anspruches 1 besitzt.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Biegevorrichtung werden die Hohlprofilleisten beispielsweise
aus einem neben der Biegevorrichtung angeordneten Magazin auf einer hinter der schräg
nach oben weisenden Stützwand vorgesehenen Förderbahn, die beispielsweise etwa in
der Höhe des unteren Randes der Stützwand angeordnet ist, zugeführt. Soferne die Hohlprofilleisten
nicht von vornherein die richtige Länge besitzen, werden sie, nachdem sie sich zur
Gänze auf der Förderbahn befinden, auf die richtige Länge zugeschnitten. Zu kurze
Hohlprofilleisten können durch Zusammenschweißen oder Verbinden von Hohlprofilleisten
mit Hilfe von Geradverbindern, die in die Hohlprofilleisten im Bereich der aneinandergrenzenden
Enden eingesteckt werden, verlängert, dann auf die Förderbahn geschoben und gegebenenfalls
nachfolgend abgelängt werden. Aus der Förderbahn werden die Hohlprofilleisten von
der Vorrichtung zum Umsetzen entnommen und in die Auflager, die dem unteren Rand der
Stützwand gegenüberliegen, eingelegt.
[0010] In einer einfachen Ausführungsform wird die Auflage für die Hohlprofilleisten durch
eine Mehrzahl von gewinkelten Auflagern gebildet, die einen Schenkel haben, der parallel
zur Ebene der Stützwand ausgerichtet sind und deren anderer Schenkel senkrecht hiezu
nach oben ragt. So können die Hohlprofilleisten von der Umsetzeinrichtung ohne weiteres
unterhalb des unteren Randes der Stützwand vorbei in die Auflager eingelegt werden.
[0011] Nun wird die in dem Auflager liegende Hohlprofilleiste von einer Fördervorrichtung,
beispielsweise einem Vorschubgreifer, wie er an sich aus der DE-OS 41 09 549 bekannt
ist, in eine Null-Position bewegt, die beispielsweise durch einen Anschlag definiert
wird, und dann entsprechend der gewünschten Form und Größe des herzustellenden Abstandhalterrahmens
entsprechend der Isolierglasscheibe, für die der Abstandhalterrahmen bestimmt ist,
vorgeschoben und abgebogen. Dabei ist es mit Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ohne weiteres möglich viereckige (quadratische oder rechteckige), dreieckige
oder sonst polygonale Abstandhalterrahmen zu biegen, oder auch Abstandhalterrahmen
herzustellen, die kreisrund gebogen sind oder eine Umrißform besitzen, die aus Kreisbögen
und winkeligen Abbiegungen zusammengesetzt ist, wie dies an sich aus der DE-OS 41
16 521 bekannt ist.
[0012] Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, daß die Förderbahn für
das Zuführen der Hohlprofilleisten und die Vorrichtung zum Umsetzen der Hohlprofilleisten
von der Förderbahn auf die Auflager, die dem unteren Rand der Stützwand gegenüberliegen,
hinter der Stützwand angeordnet sind und den an sich freien, ungenützten Raum unterhalb
der Stützwand ausnützen, so daß die Bedienseite der Vorrichtung frei zugänglich ist
und nicht nur das Beobachten der Biege- oder Krümmvorgänge nicht behindert, sondern
auch kein Sicherheitsrisiko für die Bedienungsperson gegeben ist.
[0013] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Weitere Einzelheiten und Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich
aus der nachstehenden Beschreibung des in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispieles
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten zu Abstandhalterrahmen
für Isolierglasscheiben.
Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht einer Vorrichtung zum Biegen von Abstandhalterrahmen
in Richtung des Pfeiles I in Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung von Fig. 1 entlang der Linie II-II,
Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung entsprechend Fig. 2, aber in einer anderen Arbeitsstellung,
Fig. 4 schematisiert die Vorrichtung aus Fig. 1 in Seitenansicht von rechts der Fig.
1,
Fig. 5 eine Klemme des Greifers zum Umsetzen von Hohlprofilleisten,
Fig. 6 einen Vorschubgreifer für Hohlprofilleisten,
Fig. 7 eine Einzelheit der Förderbahn für Hohlprofilleisten, und
Fig. 8 die Einzelheit von Fig. 7 in Seitenansicht.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt eine schräg nach hinten oben, d.h. von der
Bedienseite her weg geneigte, ansteigende Stützwand 1, an deren unterem Rand 8 im
gezeigten Ausführungsbeispiel ein Biegekopf 2 vorgesehen ist. Der Biegekopf 2 kann
eine Ausführung haben, wie sie aus der DE-OS 41 16 521 bekannt ist und die beispielsweise
geeignet ist, winkelige Abbiegungen (Ecken) der Hohlprofilleiste und gekrümmte Abschnitte
in Hohlprofilleisten zu erzeugen, wobei die winkeligen Abbiegungen rechtwinkelige
Abbiegungen der Hohlprofilleisten oder Abbiegungen in beliebigen Winkeln sein können.
Hiezu besitzt der Biegekopf 2 neben Backen 3, zwischen welchen die Hohlprofilleiste
geführt und während des Biegevorganges gehalten bzw. während des Krümmens geführt
ist, ein einschwenkbares Biegewiderlager 4 und einen Biegehebel 5, der aus der DE-OS
41 16 521 bekannten Bauart. Wenn gekrümmte Abstandhalterrahmenabschnitte herzustellen
sind, wird der Biegehebel 5 entsprechend dem gewünschten Krümmungsradius schräggestellt
und die Hohlprofilleiste über den schräggestellten Biegehebel 5 aus der Förderrichtung
abgelenkt, so daß sie während des Vorschiebens eine stetige Krümmung annimmt, also
kreisbogenförmig gekrümmt wird. Dies ist ebenfalls an sich aus der DE-OS 41 16 521
bekannt.
[0016] Dem unteren Rand der Stützwand 1 gegenüberliegend sind am Maschinengestell 6 befestigte,
gewinkelte Auflager 7 für die zu biegende Hohlprofilleiste vorgesehen, in welche die
zu biegende Hohlprofilleiste, wie später noch beschrieben werden wird, eingelegt wird.
Dabei wird die Hohlprofilleiste aus einer Bereitschaftsstellung, in der sie auf einer
Förderbahn 20 hinter der Stützwand 1 aufliegt, unter dem unteren Rand 8 derselben
vorbei in die Auflager 7 eingelegt. Die gewinkelten Auflager 7 besitzen einen Schenkel
9 mit einer Auflagefläche, die in der Ebene 11 der Stützwand 1 liegt, und einen Schenkel
10 mit einer zur Stützwand 1 senkrechten, schräg nach oben weisenden Anlagefläche.
[0017] Neben der eigentlichen Biegemaschine ist im gezeigten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ein Magazin 12 für Hohlprofilleisten vorgesehen, das aus mehreren zur
Stützwand 1 senkrecht ausgerichteten Leisten 13, 14, die zwischen sich jeweils ein
Fach 15 für die Aufnahme eines Stapels von Hohlprofilleisten bilden, besteht. Von
dem in dem Fach 15 zwischen den Leisten 13 und 14 angeordneten Stapel von Hohlprofilleisten
wird die jeweils unterste Hohlprofilleiste entnommen und mit einer Transportvorrichtung
auf die Förderbahn 20, die sich hinter der Stützwand 1 und über die dem Magazin 12
gegenüberliegende Seite der Stützwand 1 hinaus erstreckt, geschoben. Am magazinseitigen
Ende, d.h. bezogen auf die durch einen Pfeil 28 symbolisierte Richtung, in der die
Hohlprofilleisten auf die Förderbahn 20 geschoben werden, am Anfang dieser Förderbahn
20 ist eine Kappsäge 21 zum Ablängen der Hohlprofilleisten auf die für die Herstellung
des jeweils gewünschten Abstandhalterrahmens erforderliche Länge vorgesehen. Die Kappsäge
21 ist bei Blickrichtung senkrecht zum unteren Rand 8 der Stützwand 1 zwischen dem
Biegekopf 2 und dem Anfang der Förderbahn 20 angeordnet.
[0018] Vor der Kappsäge 21 ist gemäß der gezeigten Ausführungsform eine Wegmeßeinrichtung
80 in Form von zwei umlaufenden, endlosen Riemen 81, 82 od.dgl., zwischen denen die
Hohlprofilleiste reibschlüssig durchläuft, vorgesehen. Durch diese Wegmeßeinrichtung
80 wird die Länge einer zu biegenden Hohlprofilleiste bestimmt und somit die Stelle,
an der die Kappsäge 21 die herangeförderte Hohlprofilleiste absägen muß. Die Wegmeßeinrichtung
80 kann gleichzeitig auch als Vorschubeinrichtung für die Hohlprofilleiste dienen.
Die Wegmeßeinrichtung 80 ist mit einem Inkrementalgeber ausgestattet, der mit einem
der Riemen oder einem Umlenkrad oder, falls die Wegmeßeinrichtung 80 gleichzeitig
als Antrieb zum Vorschieben von Hohlprofilleisten auf die Förderbahn 20 dient, mit
dem Antriebsmotor für die Riemen 81, 82 gekuppelt. Beispielsweise kann der Inkrementalgeber
ein Ritzel aufweisen, das in die Zahnung eines der Riemen 81 oder 82 eingreift, wenn
diese Zahnriemen sind.
[0019] Weiters ist am abgabeseitigen Ende des Magazins 12 eine Vorrichtung 21 vorgesehen,
mit der Hohlprofilleisten zu längeren Abschnitten verbunden werden können. Diese Vorrichtung
kann eine Schweißvorrichtung, der aus der EP-A-192 921 bekannten Bauart oder eine
Vorrichtung sein, mit der die Hohlprofilleisten mit Hilfe von Geradverbindern, die
in die Enden von miteinander zu verbindenen Hohlprofilleisten eingesteckt werden,
zu längeren Abschnitten verbunden werden können.
[0020] Die Förderbahn 20 für Hohlprofilleisten wird im gezeigten Ausführungsbeispiel von
einer Reihe von Gruppen 23 aus jeweils drei Rollen 24, 25, 26 gebildet, die an Armen
27 frei drehbar gelagert sind. Dabei sind zwei Rollen 24, 25 zum seitlichen Führen
der zugeführten Hohlprofilleiste um zur Stützwand 1 senkrechte Achsen frei drehbar
und eine Rolle 26 zum Abstützen der Hohlprofilleiste nach unten um eine zur Ebene
11 der Stützwand 1 parallele Achse frei drehbar gelagert. Die Arme 27, an welchen
jeweils eine Gruppe 23 aus drei Rollen 24, 25, 26, deren Drehachsen zur Förderrichtung
(Pfeil 28) senkrecht ausgerichtet sind, gelagert sind, sind an einen gemeinsamen Balken
29 im Abstand voneinander befestigt. Der Balken 29 ist seinerseits mit Hilfe wenigstens
einer Kolbenzylindereinheit 30 im Maschinengestell 6 um eine zur Förderrichtung (Pfeil
28) parallele Achse 31 verschwenkbar, so daß die die Förderbahn 20 bildenden Gruppen
23 von Rollen 24, 25, 26 aus der Bewegungsbahn, in der die Hohlprofilleisten aus dem
Magazin 12 auf die Förderbahn 20 geschoben werden, abgesenkt werden können.
[0021] Die Gruppen 23 von Rollen 24, 25, 26 bilden also gemeinsam die Förderbahn 20 für
Hohlprofilleisten, die sich hinter der Stützwand 1 befindet und zu dieser hin, d.h.
schräg nach oben offen ist.
[0022] Zum Entnehmen einer Hohlprofilleiste aus der Förderbahn 20 und zum Umsetzen der Hohlprofilleiste
in die Auflager 7 ist eine Umsetzvorrichtung mit Greifern 40 vorgesehen. Jeder Greifer
40 besitzt zwei, um parallel zur Förderrichtung (Pfeil 28) ausgerichtete Achsen 41
verschwenkbare Greiferbacken 42 mit Auflagen 43 aus elastischem Material, die mit
Hilfe von Kolbenzylindereinheiten 44 und an Auslegern 45 der Greiferbacken 44 angelenkten
Schubarmen 46 aus ihrer offenen Stellung (Fig. 2 und 5) in die geschlossene Stellung,
in der sie eine Hohlprofilleiste ergreifen (Fig. 3), verschwenkbar sind.
[0023] Jeder Greifer 40 ist an einem Arm 47 befestigt. Die Arme 47 sind ihrerseits an einen
gemeinsamen Balken 48 befestigt. Der Balken 48 wird von wenigstens zwei Führungsschienen
49 getragen, die im Maschinengestell 6 verschiebbar sind. Zum Verschieben der Führungsschienen
49 sind an einer Welle 50 befestigte Arme 51 über Schubstangen 52 mit den Führungsschienen
49 gekuppelt. Zum Verdrehen der Welle 50 ist wenigstens ein Druckmittelmotor (doppeltwirkend,
nicht gezeigt) vorgesehen, der beispielsweise an einem der Arme 51 angreift.
[0024] Jede Führungsschiene 49 wird von drei Rollen 53, 54, 55, die in Längsrichtung der
Führungsschiene 49 zueinander versetzt im Maschinengestell 6 gelagert sind, geführt.
Dabei ist im gezeigten Ausführungsbeispiel die dem Balken 48 für die Greifer 40 näher
angeordnete Rolle 53 im Maschinengestell 6 ortsfest, aber frei drehbar gelagert, wogegen
die vom Balken 48 weiter entfernt liegenden Rollen 54 und 55 im Maschinengestell 6
auf und ab verstellbar sind. So ist es möglich, die Greifer 40 am Ende der Vorschubbewegung,
d.h. wenn die Greifer 40 eine Hohlprofilleiste bis zu den Auflagern 7 bewegt haben,
abzusenken, indem die Rollen 54, 55 angehoben werden. So kann die Hohlprofilleiste
von den Greifern 40 von oben her in die Auflager 7 eingelegt werden, nachdem die Greifer
40 die Hohlprofilleiste unter dem unteren Rand 8 der Stützwand 1 vorbeibewegt haben.
[0025] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die beweglichen Rollen 55, die von oben an
den Führungsschienen 49 anliegen, an von einer Betätigungswelle 56 abstehenden Armen
57 frei drehbar gelagert. Die Betätigungswelle 56 ist im Maschinengestell 6 mit Hilfe
einer Kolben-Zylinder-Einheit 60 um eine zur Förderrichtung (Pfeil 28) parallele Achse
58 verschwenkbar gelagert. Die frei drehbaren Rollen 54, die von unten an den Führungsschienen
49 anliegen, sind an Kolbenstangen von Kolben-Zylinder-Einheiten 61 gelagert. Die
Kolben-Zylinder-Einheiten 61 werden synchron zur Welle 56 bewegt und/oder sie drücken
die Rollen 54 federnd gegen die Führungsschienen 49.
[0026] Um das Entnehmen einer Hohlprofilleiste aus der von den Gruppen 23 von Rollen 24,
25, 26 gebildeten Förderbahn 20 zu erleichtern, werden diese abgesenkt, indem der
Balken 29, an dem die Arme 27, welche die Rollen 24, 25, 26 tragen, befestigt sind,
um die zur Förderrichtung (Pfeil 28) parallele Achse 31 geschwenkt wird, so daß eine
Hohlprofilleiste, nachdem sie von den Greifern 40 erfaßt worden ist, nur mehr von
den Greifern 40 gehalten wird und die weitere Bewegung der Hohlprofilleiste beim Umsetzen
derselben in die Auflager 7 durch die Förderbahn 20 nicht behindert wird.
[0027] Zum Vorschieben der Hohlprofilleiste, deren dem Biegekopf 2 benachbartes Ende noch
neben diesem liegt, in die Null-Position, die von einem Anschlag (nicht gezeigt) definiert
sein kann und dann weiter in die Ausgangslage, in der sie bezüglich des Biegekopfes
2 die für das erste Abbiegen oder Krümmen richtige Lage einnimmt, und zum Transportieren
der Hohlprofilleiste zwischen den Biegevorgängen sowie zum Vorschieben der Hohlprofilleiste,
wenn diese gekrümmt werden soll, ist im Bereich des unteren Randes 8 der Stützwand
1 ein Vorschubgreifer 70 vorgesehen, der zum Vorwärtsbewegen einer Hohlprofilleiste
parallel zur Förderrichtung (entgegen dem Pfeil 28) vorschiebbar und im Leerhub wieder
zurückbewegbar ist, wie dies aus der DE-OS 41 09 549 bekannt ist. Zum Messen und Steuern
des Vorschubes kann eine Wegmeßeinrichtung, insbesondere ein Inkrementalgeber, der
mit dem Antrieb des Greifers 70 gekuppelt ist, vorgesehen sein, wie er in der DE-OS
41 09 549 beschrieben ist.
[0028] Der Vorschubgreifer 70 kann die in Fig. 6 gezeigte Konstruktion besitzen. In dieser
Ausführungsform ist die untere Backe 75 des Vorschubgreifers 50 an einem Schlitten
76, der auf wenigstens einer parallel zur Förderrichtung (Pfeil 28) verlaufenden (nicht
gezeigten) Führungsschiene geführt ist, befestigt. Die obere Backe 77 ist über Parallelogrammlenker
78 am Schlitten 76 beweglich abgestützt. Zum Betätigen der Backe 77 ist ein doppelt
wirkender Druckmittelmotor 79 vorgesehen. Die bewegliche Backe 77 kann vom Druckmittelmotor
79 so weit von der unteren Backe 75 wegbewegt werden, daß sie das Abtransportieren
eines fertigen Abstandhalterrahmens nicht behindert.
[0029] An dem in Fig. 1 links neben dem Biegekopf 2 liegenden Bereich des unteren Randes
8 der Stützwand 1 kann ein Leitblech 1' mit einem nach vorne abgewinkelten unteren
Rand 1'' vorgesehen sein (in Fig. 2 strichliert angedeutet). Dieses Leitblech 1' und
sein Rand 1'' führen bzw. stützen das freie Ende einer zu einem Abstandhalterrahmen
gebogenen Hohlprofilleiste.
[0030] Die Biegevorrichtung kann noch mit einem in einem Schlitz in der Stützwand 1 verstellbaren
Stützfinger (nicht gezeigt) ausgestattet sein, wie dies aus dem DE-U-87 05 796 bekannt
ist. Durch diesen Stützfinger können an der Stützwand 1 anliegende, bereits abgebogene
und/oder gekrümmte Teile einer Hohlprofilleiste abgestützt werden.
[0031] Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
[0032] Dem Magazin 12 wird eine Hohlprofilleiste entnommen und von einer dem Magazin 12
zugeordneten Fördereinrichtung, die ein hin- und herbewegbarer Greifer sein kann,
auf die Förderbahn 20 geschoben. Wenn die entsprechende Länge an Hohlprofilleiste,
gegebenenfalls nach Verbinden mehrerer Abschnitte von Hohlprofilleisten zu einer längeren
Einheit, auf die Förderbahn 20 geschoben worden ist (auch dieses Vorschieben kann
durch einen Inkrementalgeber, der mit dem Vorschubgreifer oder der anderen Vorschubvorrichtung
gekuppelt ist, gemessen und gesteuert werden (siehe DE-OS 41 09 549)) wird die Hohlprofilleiste
von der Kappsäge 21 abgelängt. Nun schließen die Klemmbacken 42 der Greifer 40. Die
Gruppen 23 von Rollen 24, 25, 26 der Förderbahn 20 werden durch Verschwenken ihres
Tragbalkens 29 abgesenkt, so daß die Hohlprofilleiste nur mehr von den Greifern 40
gehalten wird. Die Greifer 40 bewegen sich vor und legen die Hohlprofilleiste in die
Auflager 7, die dem unteren Rand 8 der Stützwand 1 gegenüberliegend angeordnet sind,
ab, wobei darauf hinzuweisen ist, daß solche Auflager 7 auch neben der Stützwand 1,
der Förderbahn 20 gegenüberliegend angeordnet sind, um die Hohlprofilleiste über ihre
gesamte Länge abzustützen.
[0033] Nachdem die Greifer 40 die Hohlprofilleiste abgelegt haben, bewegen sie sich wieder
in ihre Ausgangsposition zurück. Die Förderbahn 20 wird wieder in ihre Ausgangslage
zurückgeschwenkt und eine weitere Hohlprofilleiste kann zugeführt werden, während
die Biegevorrichtung arbeitet, um aus der Hohlprofilleiste durch Biegen und/oder Krümmen
einen Abstandhalterrahmen für eine Isolierglasscheibe herzustellen.
[0034] Sobald ein Abstandhalterrahmen fertig ist, wird dieser aus der Vorrichtung von Hand
aus oder von einem Abförderer entnommen, bzw. wegbewegt und die inzwischen auf die
Förderbahn 20 geschobene nächste Hohlprofilleiste wird von den Greifern 40 wie zuvor
beschrieben, in die Auflager 7 gelegt, so daß ein weiterer Biegevorgang ausgeführt
werden kann.
[0035] Es ist erkennbar, daß durch die erfindungsgemäße Anordnung der Förderbahn 20 hinter
der Stützwand 1 Hohlprofilleisten bereitgestellt werden können, während ein Biegevorgang
ausgeführt wird. Dadurch wird erheblich Zeit gewonnen.
[0036] Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung auch mit einer neben ihr angeordneten
Rollformvorrichtung zum Herstellen von Hohlprofilleisten aus Metallbändern kombiniert
sein kann, in welchem Fall das Magazin 12 und die Vorrichtung 21 zum Verbinden von
Hohlprofilleisten entfallen kann.
[0037] Zusammenfassend kann die Erfindung beispielsweise wie folgt dargestellt werden:
[0038] Bei einer Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten zu Abstandhalterrahmen für
Isolierglasscheiben, die eine geneigte Stützwand 1, an deren unterem Rand 8 wenigstens
ein Biegekopf 2 vorgesehen ist aufweist, ist eine Förderbahn 20 zum Zuführen von zu
Abstandhalterrahmen zu biegenden Hohlprofilleisten und eine Vorrichtung 40 zum Umsetzen
von Hohlprofilleisten aus der Förderbahn 20 in Auflager 7 im Bereich des unteren Randes
8 der Stützwand 1 hinter der Stützwand 1 vorgesehen. Dadurch wird der Raum hinter
der Stützwand 1 ausgenutzt und die vordere Seite der Vorrichtung bleibt frei, so daß
sie ohne Gefahr für eine Bedienungsperson zugänglich ist und Stellfläche eingespart
wird.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Abstandhalterrahmen für Isolierglasscheiben aus Hohlprofilleisten
mit einer geneigten Stützwand (1), an deren unterem Rand (8) wenigstens ein Biegekopf
(2) vorgesehen ist, mit einer parallel zum unteren Rand (8) der Stützwand (1) verlaufenden
Förderbahn (20) zum Zuführen der zu Abstandhalterrahmen zu biegenden Hohlprofilleisten
und mit einer Vorrichtung (40) zum Umsetzen von Hohlprofilleisten aus der Förderbahn
(20) in Auflager (7) im Bereich des unteren Randes (8) der Stützwand (1), dadurch
gekennzeichnet, daß die Förderbahn (20) und die Vorrichtung (40) zum Umsetzen von
Hohlprofilleisten aus der Förderbahn (20) in die Auflager (7) am unteren Rand (8)
der Stützwand (1) hinter der Stützwand (1) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahn (20) aus der
Lage, in der sie mit der Bewegungsbahn von Hohlprofilleisten in einer Vorrichtung
zum Zuführen der Hohlprofilleisten auf die Förderbahn (20) fluchtet, wegbewegbar,
insbesondere absenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahn (20)
von mehreren Gruppen (23) von Rollen (24, 25, 26) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Rollengruppe (23) zwei
frei drehbare Rollen (24, 25), die um zur Stützwand (1) senkrecht stehende Achsen
frei drehbar gelagert sind, und je eine Rolle (26) aufweist, die um eine zur Stützwand
(1) parallele Achse frei drehbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollengruppen
(23) an einen gemeinsamen Träger (29) befestigt sind, der um eine zur Förderrichtung
(Pfeil 28) parallele Achse (31) im Maschinengestell (6) verschwenkbar gelagert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Rollengruppe (23) an
einem Arm (27) angeordnet ist, der an dem im Maschinengestell (6) verschwenkbar gelagerten
Träger (29) befestigt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Umsetzen
von Hohlprofilleisten mehrere Greifer (40) mit Klemmen (42) zum Erfassen einer Hohlprofilleiste
aufweist, die an einem gemeinsamen Träger (48) montiert sind, der im Maschinengestell
(6) beweglich gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (40) zwischen
benachbarte Rollengruppen (23) tragenden Armen (27) der Förderbahn (20) angeordnet
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (48) für
die Greifer (40) mit zwei Führungsschienen (49) verbunden ist, die am Maschinengestell
(6) im wesentlichen quer zur Förderrichtung (Pfeil 28) verschiebbar geführt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung der Führungsschienen
(49) von Rollen (53, 54, 55) gebildet ist, die von oben und von unten her an den Führungsschienen
(49) angreifen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Führungsschienen
(49) von unten her angreifenden und diese von unten her abstützenden Rollen (53) am
Maschinengestell (6) um ortsfeste Achsen drehbar gelagert und dem Träger (48) für
die Greifer (40) näher angeordnet sind als die anderen Rollen (54, 55).
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (54,
55), die an den Führungsschienen (49) von oben und von unten angreifen, am Maschinengestell
(6) in Höhenrichtung verstellbar und vom Träger (48) für die Greifer (40) weiter entfernt
als die Rollen (53) gelagert sind, und daß die Rollen (54, 55) gleichzeitig auf- und
abverstellbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Führungsschienen (49) über Schubstangen (52) mit Armen (51) gekuppelt sind, und daß
die Arme (51) ihrerseits an einer Welle (50), die um eine zur Förderrichtung (Pfeil
28) parallele Achse im Maschinengestell (6) verdrehbar gelagert ist, befestigt sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Höhenrichtung verstellbaren Rollen (55) für die Führungsschienen (49), die an dieser
von oben anliegen, an Armen (57) gelagert sind, die an einer Welle (56) befestigt
sind, und daß die Welle (56) um eine zur Förderrichtung (Pfeil 28) parallele Achse
(58) im Maschinengestell (6) verschwenkbar gelagert ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Förderbahn (20) über die Seite der Stützwand (1) hinaus erstreckt, die der Seite der
Stützwand (1) von der aus die Hohlprofilleisten zugeführt werden, gegenüberliegt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflager
(7) für Hohlprofilleisten in einem Bereich vorgesehen sind, welcher der Länge der
Förderbahn (20) entspricht.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflager
(7) für Hohlprofilleisten Winkelstücke sind, die einen Schenkel (9), der parallel
zur Ebene (11) der Stützwand (1) und mit dieser Ebene (11) fluchtend ausgerichtet
ist, und einen weiteren Schenkel (10) aufweisen, der zur Ebene (11) im wesentlichen
senkrecht stehend nach oben weist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß zum Vorschieben
einer auf den Auflagern (7) liegenden Hohlprofilleiste im Zuge der Herstellung von
Abstandhalterrahmen durch Abbiegen und/oder Krümmen der Hohlprofilleiste ein Vorschubgreifer
(70), der parallel zur Förderrichtung (Pfeil 28) vor- und zurückschiebbar ist, vorgesehen
ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderbahn
(20) ein Magazin (12) für Abstandhalterrahmen zu biegende Hohlprofilleiste zugeordnet
ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Förderbahn
(20) und dem Magazin (12) eine Vorrichtung (20) zum Verbinden von Hohlprofilleisten
zu längeren Stücken vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsvorrichtung
(20) eine Schweißvorrichtung ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsvorrichtung
(20) eine Vorrichtung zum Einstecken von Geradverbindern in Hohlprofilleisten ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Anfang
der Förderbahn (20) in Blickrichtung senkrecht zum unteren Rand (8) der Stützwand
(1) neben dem Biegekopf (2), der dem unteren Rand (8) der Stützwand (1) zugeordnet
ist, liegt.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Anfang der Förderbahn
(20) bezogen auf die Richtung (Pfeil 28) aus der die Hohlprofilleisten zugeführt werden,
nach dem Biegekopf (2) liegt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß dem Anfang
der Förderbahn (20) eine Vorrichtung (21) zum Ablängen von Hohlprofilleisten, beispielsweise
eine Kappsäge zugeordnet ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß zum Vorschieben
einer Hohlprofilleiste auf die Förderbahn (20) und/oder zum Messen der Länge der auf
die Förderbahn (20) geschobenen Hohlprofilleiste eine an der Hohlprofilleiste reibungsschlüssig
angreifende Vorschubeinrichtung (80), die mit einer Wegmeßeinrichtung, insbesondere
einem Inkrementalgeber gekuppelt ist, vorgesehen ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
(80) zwei von einander gegenüberliegenden Seiten her an der Hohlprofilleiste angreifende,
endlose Riemen (81, 82) besitzt.
28. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einem der Riemen
(81, 82) ein Antrieb zugeordnet ist.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
(80) zwischen der Kappsäge (21) und dem abgabeseitigen Ende des Magazins (12) bzw.
der Verbindungsvorrichtung (21) vorgesehen ist.