| (19) |
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(11) |
EP 0 579 941 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1998 Patentblatt 1998/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.06.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 27/12 |
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Vorrichtung zur Befestigung und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges
Device for securing and changing the position of a cylinder covering
Dispositif pour attacher et changer la position d'un habillage de cylindre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
08.07.1992 DE 4222332
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.01.1994 Patentblatt 1994/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Becker, Willi
W-6919 Bammental (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fey, Hans-Jürgen et al |
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Heidelberger Druckmaschinen AG
Patentabteilung
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 133 943 GB-A- 1 125 296
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DE-B- 1 124 051 US-A- 5 052 120
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befestigung und zur Lageänderung
eines Zylinderaufzuges an einem Druckwerkzylinder mit achsparalleler Grube einer Rotationsdruckmaschine,
bei der mindestens eine Spannspindel zum Spannen eines Zylinderaufzuges vorgesehen
ist.
[0002] Aus DE 40 11 303 A1 ist eine Vorrichtung zum Befestigen eines Gummituchs auf einem
Gummizylinder einer Offsetdruckmaschine bekannt. Durch eine Sicherungsschraube werden
eine Ober- und eine Unterschiene in einem Gummizylinder fixiert. Zwischen den beiden
Schienen befinden sich V-förmige Vertiefungen, in denen die Enden eines Gummituches
aufgenommen werden. Nachteilig bei dieser Vorrichtung aus den Stand der Technik ist
der Umstand, daß alt dieser keine Lageverschiebung des Gummituches auf der Oberfläche
des Gummizylinders durchführbar ist.
[0003] Die DE 29 10 880 C2 hingegen offenbart eine Gummituchspannvorrichtung, bei der zwei
Spannspindeln geradverzahnte Ringzähne umfassen, die in Ringzähne einer Zahnstage
eingreifen, welche ihrerseits von einem Gewindebolzen aufgenommen ist. Der Gewindebolzen
ist im Grubengrund der Grube des Gummituchzylinders angeordnet und in einem Gewinde
bewegbar. Die Nachteile dieser Gummituchspannvorrichtung sind darin zu sehen, daß
nur ein eingeschränkter Spannweg zur Verfügung steht. Ferner ist eine Lagekorrektur
der Position des Gummituches auf dem Gummituchzylinder nicht gegeben. Durch die Geradverzahnung
der Ringzähne ist nur eine punktförmige Flankenanlage möglich, was sehr hohe Hertz'sche
Pressungen nach sich zieht, welche zu vorzeitigem Verschleiß führen können. Ferner
ist die Schwergängigkeit dieser Gummituchspannvorrichtung ungünstig, da bei Betätigung
sowohl Zähnreibung als auch Gewindereibung überwunden werden müsen.
[0004] Die JP 58-177360 zeigt eine Vorrichtung zum Spannen des Gummituches für Druckmaschinen.
Bei dieser Vorrichtung sind zwei in einem Druckwerkszylinder aufgenommene Spannspindeln
mit je einem Stelltrieb aus Schneckenrad und Schnecke versehen. Ungünstig bei dieser
Vorrichtung istjedoch der Umstand, daß beim Gummituch- und beim Unterlagenwechsel
zwischen den beiden Spannstellen hin- und hergefahren werden muß, was zeitraubend
ist.
[0005] Ausgehend vom skizzierten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die Lebensdauer eines Zylinderaufzuges zu verlängern, einhergehend mit einer Erhöhung
des Bedienungskomforts einer Vorrichtung zum Befestigen und Spannen eines Zylinderaufzuges.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen 2 - 11.
[0007] Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Lösung ist der Umstand, daß die Spannspindeln
über einen gemeinsamen Stelltrieb bedient werden. Nunmehr ist kein schrittweises Anfahren
der vorderen und hinteren Gummituchspannstelle mehr erforderlich. Dadurch läßt sich
die Rüstzeit beim Wechseln des Zylinderaufzuges und beim Unterlagenwechsel wegen der
Pressungseinstellung beträchtlich reduzieren. Daneben besteht nunmehr die Möglichkeit,
die Lage des Zylinderaufzuges aufdem Mantel des Druckwerkzylinders zu variieren. Dadurch
kann die starken mechanischen Beanspruchungen ausgesetzte Kanaleinlaufkante des Zylinderaufzuges
in den Bereich des Zylinderkanals, also einen druckfreien Raum, verlagert werden.
Dies hat eine erhebliche Verlängerung der Standzeit des Zylinderaufzuges zur Folge.
[0008] In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens ist vorgesehen,
auf mindestens einer der Spannspindeln ein durch eine Klemmung in Umfangsrichtung
variabel fixierbares Zahnsegment anzuordnen. Dadurch lassen sich die Spannwege individuellen
Zylinderaufzügen anpassen. Weiterhin ist die Position des Zylinderaufzuges auf dem
Umfang des Druckwerkzylinders durch Stellschrauben an mindestens einer der Spannspindeln
beeinflußbar. Dies bietet die Möglichkeit, mindestens eine der Spannspindeln relativ
zum Zylinderaufzug so zu verdrehen, daß nach erneutem Spannen des Zylinderaufzuges
dieser auf dem Druckwerkzylinder relativ zu seiner ursprünglichen Lage in Umfangrichtung
verschoben ist. Außerdem ist auf mindestens einer der Spannspindeln ein die Verdrehung
anzeigender Skalierkörper angeordnet.
[0009] In weiterer Ausbildung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens weist mindestens
eine der Spannspindeln im stirnseitigen Bereich des Druckwerkzylinders eine ein Ansetzen
eines Werkzeuges ermöglichende Öffnung auf. Somit ist es dem Drucker möglich, nach
Entspannung des Gummituches durch den Stelltrieb und Lösen der Zahnsegmentklemmung
an einer der Spannspindeln, diese um einen an dem Skalierkörper ablesbaren Stellweg
zu verdrehen.
[0010] In einer weiteren Variante des Erfindungsgegenstandes sind in einer in einem Zahnsegment
ausgeführten Gabel Stellglieder aufgenommen. Ein als Stellschraube ausgeführtes Stellglied
ist in einem Lagerbolzen drehbar aufgenommen und bewegt einen Stellbolzen auf einer
Kreisbahn um die Mitte der Spannwelle. Dadurch kann in vorteilhalfter Weise erreicht
werden, daß in Abhängigkeit der Gewindesteigung der Stellschraube eine sehr feinfühlige
Verschiebung des Zylinderaufzuges möglich ist, womit sehr kleine Verschiebungen des
Zylinderaufzuges auf dem Mantel des Druckwerkzylinders möglich sind. Die starken mechanischen
Beanspruchungen ausgesetzten Bereiche des Zylinderaufzuges können nunmehr in mechanisch
unkritische Bereiche verlagert werden, wodurch sich die Standzeit des Zylinderaufzuges
erheblich verlängern läßt. Es ist vorgesehen, daß der Stellbolzen in den drehfest
auf mindestens einer der Spannspindeln aufgenommenen Skalierkörper eingreift. Dadurch
ist sichergestellt, daß die entsprechend der Verdrehung der Stellschraube in die Spannspindel
eingeleitete Verdrehung auf den Skalierkörper ablesbar ist, während das die Stellglieder
aufnehmende Zahnsegment in Ruhe bleibt.
[0011] Die Erfindung sei anhand einer Zeichnung im einzelnen erläutert.
[0012] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Stelltriebs mit Schneckenrädern am Druckwerkzylinder,
- Fig. 1a
- die zugehörige Draufsicht;
- Fig. 2
- einen an der Stirnseite des Druckwerkzylinders aufgenommenen Stelltrieb mit Zahnsegment,
- Fig. 2a
- eine Draufsicht auf diesen;
- Fig. 3
- ein Zahnsegment, welches Stellglieder aufnimmt,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf Stelltrieb und am Zahnsegment befestigte Stellglieder,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Zahnsegmentes,
- Fig. 6
- eine über eine Stellschraube erzeugte Verdrehung einer der Spannspindeln,
- Fig. 7, 8
- verschiedene Positionen des Zylinderaufzuges auf dem Mantel eines Druckwerkzylinders.
[0013] Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Stelltriebes mit Schneckenrädern am Druckwerkzylinder.
[0014] Ein Druckwerkzylinder 1 nimmt an seinen Stirnseiten jeweils zwei Spannspindeln 3
und 4 auf. Auf den Spannspindeln 3, 4 ist im Formschluß jeweils ein Schneckenrad 6
angeordnet, welches über einen Bund 5 an der Stirnseite des Druckwerkzylinders 1 anliegt.
In einem über Schrauben 14 an der Stirnseite des Druckwerkzylinders 1 befestigten
Lagerbock 12 ist eine Stellwelle 7 gelagert. An dieser befindet sich eine Schnecke
9, die mit den beiden Schneckenrädern 6 der Spannspindel 3 und 4 in Eingriff steht.
Am oberen Teil der Stellwelle 7 ist ein Stellkopf 8 ausgeführt, durch welchen die
Stellwelle 7 bewegt wird. Das untere Ende der Stellwelle 7, der Wellenzapfen 10, ist
in einer Bohrung 11 des Zylinderzapfens 2 drehbar aufgenommen. Zwischen der Schnecke
9 und dem Lagerbock 12 befindet sich ein Axiallager 13, durch welches das zur Betätigung
der Stellwelle 7 erforderliche Drehmoment herabgesetzt wird.
[0015] In Fig. 1a ist darüber hinaus noch zu erkennen, daß die Schneckenräder 6 über Paßfedern
auf den Enden der Spannspindeln 3, 4 aufgenommen sind.
[0016] Fig. 2 zeigt einen an der Stirnseite des Druckwerkzylinders aufgenommenen Stelltrieb
mit Zahnsegment. In dieser Variante ist anstelle eines Schneckenrades 6 ein Zahnsegment
18 auf der Spannspindel 4 vorgesehen. Durch eine Klemmschraube 19 ist dessen kraftschlüssige
Verbindung mit der Spannspindel 4 aufhebbar; der Kraftschluß zwischen Stelltrieb und
Spannspindel 4 ist mithin an dieser Stelle zu unterbrechen. In Fig. 2a ist ersichtlich,
daß bei dieser Variante des Erfindungsgegenstandes statt eines Bundes 5 ein Skalierkörper
16 formschlussig mit der Spannspindel 4 über eine Paßfeder 17 verbunden ist. Der Nullpunkt
der Skala auf dem Skalierkörper 16 befindet sich gegenüber einer Einkerbung auf dem
Zahnsegment 18. Auf der Spannspindel 4 befindet sich darüber hinaus eine Öffnung 15
zum Ansetzen eines Werkzeuges.
[0017] Bei Maschinenstillstand betätigt der Drucker zunächst über den Stellkopf 8 des Stelltriebes
die Spannspindel 3 und 4 und entspannt einen Zylinderaufzug. Nach Lösen der Klemmverbindung
an der Klemmschraube 19 kann die Spannspindel 4 über ein an der Öffnung 15 angreifendes
Werkzeug in die eine oder die andere Umfangsrichtung relativ zum Zahnsegment 18 verdreht
werden. Das Zahnsegment 18 verbleibt während dieser Operation durch die Selbsthemmung
zwischen Schnecke 9 und der Verzahnung des Zahnsegmentes 18 in Ruhelage und kann daher
als Bezugspunkt zur quantativen Bewertung des Verdrehweges der Spannspindel 4 herangezogen
werden. Nach der entsprechenden Verdrehung der Spannspindel 4 wird die kraftschlüssige
Verbindung zwischen Spannspindel 4 und dem Zahnsegment 18 durch Anziehen der Klemmschraube
19 wiederhergestellt. Anschließend erfolgt ein Spannen eines Zylinderaufzuges durch
Verdrehen der Stellwelle 7 über den Stellkopf 8. Nunmehr nimmt ein Zylinderaufzug
eine andere Position in Umfangsrichtung auf dem Druckwerkzylinder 1 bezogen auf seine
ursprüngliche Position ein.
[0018] In Fig. 3 ist ein Zahnsegment abgebildet, welches mehrere Stellglieder aufnimmt.
[0019] In dieser Variante wird ein Zahnsegment 18 über eine analog zu den Ausführungen in
Figuren 1 und 2 gelagerten Stellwelle 7 betätigt. Die Stellwelle 7 ist einerseits
im Lagerbock 12, andererseits mit dem Wellenzapfen 10 in der Bohrung 11 des Zylinderzapfens
2 gelagert. Das Zahnsegment 18 ist in dieser Variante derart konfiguriert, daß eine
Stellschraube 20 in einem Lagerbolzen 22 drehbar aufgenommen ist. Die Stellschraube
20 durchsetzt diesen Lagerbolzen und bewegt bei Verdrehung einen Stellbolzen 23 auf
einer Kreisbahn. Der Stellbolzen 23 ist seinerseits in dem Skalierkörper 16 drehbar
aufgenommen.
[0020] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf diese Variante. Das Zahnsegment 18 ist stellschraubenseitig
mit einer Gabel 21 versehen, welche der drehbar gelagerte Lagerbolzen 22 überbrückt.
Im Skallerkörper 16 ist in gestrichelter Darstellung der Stellbolzen 23 aufgenommen;
Der Skallerkörper 16 ist seinerseits wiederum - analog zur Ausführung in Fig. 2a -
mit der Spannspindel 4 über eine Paßfeder 17 formschlüssig verbunden. Aus der in Fig.
5 dargestellten Seitenansicht des Zahnsegments 18 ist ersichtlich, daß bei Verdrehung
der Stellschraube 20 im Lagerbolzen 22 der Stellbolzen 23, der im Skallerkörper 16
gelagert ist, diesen und über die Paßfeder 17, die Spannspindel 4 verdreht.
[0021] Fig. 6 zeigt eine über eine Stellschraube erzeugte Verdrehung der Spannspindel 4.
Der hinter dem Zahnsegment 18, welches durch die Schnecke 9 in seiner Position gehalten
wird, liegende Skalierkörper 16 ist in einer - verglichen mit seiner Drehlage in Fig.
3 - verdrehten Lage dargestellt. Da der Skalierkörper 16 mit der Spannspindel 4 formschlüssig
verbunden ist, geht die Verdrehung der Spannspindel 4 aus einem Vergleich der Drehlage
der Paßfeder 17 in den Figuren 3 und 6 hervor. Um die bei der Verdrehung des Skalierkörpers
16 auftretende Schwenkbewegung des Stellbolzens 23 auszugleichen, ist die Stellschraube
20 in der Gabel 21 des Zahnsegmentes 18 bewegbar.
[0022] Es sei darauf verwiesen, daß durchaus beide der Spannspindeln 3 und 4 mit einem in
Umfangsrichtung variabel fixierbaren Zahnsegment 18 verbunden werden können; sei es
mit der in Figuren 2 und 2a dargestellten Variante, sei es mit der Variante, die in
den Figuren 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. Dadurch vergrößert sich der zur Verschiebung
des Zylinderaufzuges auf dem Mantel des Druckwerkzylinders 1 zur Verfügung stehende
Bereich.
[0023] Die Figuren 7 und 8 zeigen verschiedene Positionen eines Zylinderaufzuges auf dem
Mantel eines Druckwerkzylinders.
[0024] Durch einen am Druckwerkzylinder 1 ausgeführten Steg 25 wird eine achsparallele Grube
des Druckwerkzylinders 1 in zwei Ausnehmungen 28 unterteilt, von denen je eine eine
der Spannspindeln 3 und 4 aufnimmt. Auf den Spannspindeln 3 und 4 befindet sich je
eine untere Klemmleiste 31, die über Schrauben 27 eine obere Klemmleiste 26 aufnimmt.
Zwischen der oberen Klemmleiste 26 und der unteren Klemmleiste 31 werden die Enden
eines Zylinderaufzuges 29 aufgenommen. Um das Klemmleistenpaar beim Spannen auf der
Spannwelle 3 zu halten, sind die Klemmleisten 31 mit Haltespangen 30 verbunden, welche
ihrerseits über Schrauben 32 an den Spannspindeln 3, 4 befestigt sind. In Fig. 7 sind
die Spannspindeln 3 und 4 in annähernd symmetrischer Lage zueinander angeordnet, was
etwa eine erste Aufspannlage eines neuen Zylinderaufzuges 29 auf der Mantelfläche
des Druckwerkzylinders 1 entspricht. Nach einer bestimmten Standzeit kann dann mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Zylinderaufzug 29 bezogen auf seine ursprüngliche,
in Fig. 7 wiedergegebene Lage, auf dem Mantel des Drukwerkzylinders 1 verschoben werden.
So kann beispielsweise der auf der Spannspindel 4 eingespannte Bereich des Zylinderaufzuges
29 bei Verhärtung oder auftretender Porösität der Kanaleinlaufkante in den Bereich
der Ausnehmung 28 verlagert werden, wo die mechanischen Beanspruchungen entfallen.
Beispielsweise durch Papierknautscher erzeugte kleine Beschädigungen des Zylinderaufzuges
29 können unter Umständen in nicht druckende Bereiche verlagert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0025]
- 1
- Druckwerkzylinder
- 2
- Zylinderzapfen
- 3
- Spannspindel
- 4
- Spannspindel
- 5
- Bund
- 6
- Schneckenrad
- 7
- Stellwelle
- 8
- Stellkopf
- 9
- Schnecke
- 10
- Wellenzapfen
- 11
- Bohrung
- 12
- Lagerbock
- 13
- Axiallager
- 14
- Schraube
- 15
- Öffnung
- 16
- Skalierkörper
- 17
- Paßfeder
- 18
- Zahnsegment
- 19
- Klemmschraube
- 20
- Stellschraube
- 21
- Gabel
- 22
- Lagerbolzen
- 23
- Stellbolzen
- 24
- Anschlag
- 25
- Steg
- 26
- obere Klemmleiste
- 27
- Spannschraube
- 28
- Ausnehmung
- 29
- Zylinderaufzug
- 30
- Haltespange
- 31
- untere Klemmleiste
- 32
- Schraube
1. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges an einem Druckwerkzylinder
mit achsparalleler Grube einer Rotationsdruckmaschine, bei der Spannspindeln (3, 4)
jeweils mit einer Verzahnung (6, 18) zum Spannen des Zylinderaufzuges vorgesehen sind
und eine eine weitere Verzahnung (9) aufweisende Welle (7) mit der Verzahnung (6)
an einer der Spannspindeln in Eingriff steht, wobei die Welle (7) an dem der Grubenöffnung
zugewandten Teil eine Aufnahme (8) für ein Verstellwerkzeug umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (7) über die weitere Verzahnung (9) mit der Verzahnung (6, 18) einer
anderen der Spannspindeln (3, 4) in Eingriff steht und daß die Spannspindeln (3, 4)
über die an der Stirnseite des Druckwerkzylinders (1) aufgenommenen Verzahnungen (6,
18) und weitere Verzahnung (9) derart bewegbar sind, daß der Zylinderaufzug (29) sowohl
in Umfangsrichtung an seiner Vorder- und Hinterkante gleichzeitig spannbar als auch
die Position des Zylinderaufzuges (29) auf dem Druckwerkzylinder (1) über Stellglieder
(16, 19, 20, 22, 23) an mindestens einer der Spannspindeln (3, 4) definiert einstellbar
ist.
2. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der mindestens einen Spannspindel (3, 4) eines der Stellglieder in Form eines
die Verdrehung anzeigenden Skalierkörpers (16) angeordnet ist.
3. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß einem
der Ansprüche 1 - 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der mindestens einen Spannspindel (3, 4) ein durch eines der Stellglieder
(19, 20), welches eine Feststellung bewirkt, in Umfangsrichtung variabel fixierbares
Zahnsegment (18) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die Feststellung bewirkende Stellglied als Klemmschraube (19) ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens eine Spannspindel (3, 4) im stirnseitigen Bereich des Druckwerkzylinders
(1) eine ein Ansetzen eines Werkzeuges ermöglichende Öffnung (15) aufweist.
6. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die Feststellung bewirkende Stellglied als Stellschraube (20) ausgebildet
ist.
7. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
6,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Zahnsegment (18) eine Gabel (21) ausgeführt ist, welche die Stellschraube (29)
und das als Lagerbolzen (22) ausgeführte Stellglied aufnimmt.
8. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube (20) in dem Lagerbolzen (22) bewegbar ist.
9. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellschraube (20) das als Stellbolzen (23) ausgeführte Stellglied auf einer
Kreisbahn bewegt.
10. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellbolzen (23) in den drehfest auf der mindestens einen Spannspindel (3,
4) aufgenommenen Skalierkörper (16) eingreift.
11. Vorrichtung zum Befestigen und zur Lageänderung eines Zylinderaufzuges gemäß Anspruch
10,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei entspanntem Zylinderaufzug (29) durch Verdrehen der Stellschraube (20) an
der mindestens einen Spannspindel (3, 4) durch den in den Skalierkörper (16) eingreifenden
Stellbolzen (23) die mindestens eine Spannspindel (3, 4) relativ zum entspannten Zylinderaufzug
(29) verdrehbar ist.
1. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing on a printing
unit cylinder with an axially parallel gap of a rotary printing machine, in which
tensioning spindles (3, 4) are each provided with a toothing (6, 18) for tensioning
the cylinder packing, and a shaft (7) having a further toothing (9) is engaged with
the toothing (6) on one of the tensioning spindles, the shaft (7) surrounding a receiver
(8) for an adjusting tool on the part facing the gap opening, characterized in that
the shaft (7) is engaged with the toothing (6, 18) of another one of the tensioning
spindles (3, 4) via the further toothing (9), and in that the tensioning spindles
(3, 4) are movable by means of the toothings (6, 18) which are received on the end
face of the printing unit cylinder (1) and the further toothing (9) such that the
cylinder packing (29) can be tensioned in the circumferential direction simultaneously
at its leading edge and trailing edge and the position of the cylinder packing (29)
on the printing unit cylinder (1) can also be adjusted in a defined manner by means
of actuators (16, 19, 20, 22, 23) on at least one of the tensioning spindles (3, 4).
2. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 1, characterized in that one of the actuators in the form of a scale body (16),
which displays the rotation, is arranged on the at least one tensioning spindle (3,
4).
3. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
one of Claims 1 - 2, characterized in that on the at least one tensioning spindle
(3, 4), there is provided, a toothed segment (18) which can be fixed by one of the
actuators (19, 20) which causes the retention, in a variable manner in the circumferential
direction.
4. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 3, characterized in that the actuator which causes the retention is configured
as a clamping screw (19).
5. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 4, characterized in that the at least one tensioning spindle (3, 4) has, in
the end-face region of the printing unit cylinder (1), an opening (15) which allows
a tool to be attached.
6. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 3, characterized in that the actuator which causes the retention is configured
as an adjusting screw (20).
7. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 6, characterized in that a fork (21), which receives the adjusting screw (29)
and the actuator constructed as a bearing pin (22), is constructed in the toothed
segment (18).
8. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 7, characterized in that the adjusting screw (20) is movable in the bearing
pin (22).
9. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 8, characterized in that the adjusting screw (20) moves the actuator constructed
as an adjusting pin (23) on a circular path.
10. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 9, characterized in that the adjusting pin (23) engages in the scale body (16)
which is received fixedly against rotation on the at least one tensioning spindle
(3, 4).
11. Device for attaching and changing the position of a cylinder packing according to
Claim 10, characterized in that, when the stress is relieved from the cylinder packing
(29) by rotating the adjusting screw (20) on the at least one tensioning spindle (3,
4), the at least one tensioning spindle (3, 4) is rotatable, by means of the adjusting
pin (23) engaging in the scale body (16), relative to the relieved cylinder packing
(29).
1. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
placé sur un cylindre qui fait partie d'un groupe d'impression d'une machine rotative
à imprimer et qui comporte une cavité parallèle à l'axe, dans lequel des broches tendeuses
(3, 4), dont chacun comporte une denture (6, 18), sont prévues pour tendre l'habillage
de cylindre et un arbre (7) comportant une autre denture (9) est en prise avec la
denture (6) de l'une des broches tendeuses, l'arbre (7) comportant sur la partie tournée
vers l'embouchure de la cavité un logement (8) d'un outil de réglage,
caractérisé
en ce que l'arbre (7) est en prise par l'autre denture (9) avec la denture (6,
18) d'une autre des broches tendeuses (3, 4) et en ce que les broches tendeuses (3,
4) sont déplaçables par les dentures (6, 18) et l'autre denture (9) logées sur le
côté extrême du cylindre (1) du groupe d'impression de manière que d'une part l'habillage
de cylindre (29) puisse être tendu simultanément dans la direction de la circonférence
par son bord antérieur et par son bord arrière et que d'autre part la position de
l'habillage de cylindre (29) placé sur le cylindre (1) de groupe d'impression puisse
être réglable au moins sur l'une des broches tendeuses (3, 4) au moyen d'organes de
réglage (16, 19, 20, 22, 23).
2. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'un des organes de réglage ayant la forme d'un corps gradué (16) indiquant
la rotation est disposé sur l'au moins une broche tendeuse (3, 4).
3. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon l'une des revendications 1-2,
caractérisé
en ce qu'un segment denté (18) pouvant être immobilisé de manière variable dans
la direction de la circonférence au moyen de l'un des organes de réglage (19, 20)
qui produit une immobilisation est prévu sur l'au moins une broche tendeuse (3, 4).
4. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 3,
caractérisé
en ce que l'organe de réglage produisant l'immobilisation est conformé en vis de
serrage (19).
5. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 4,
caractérisé
en ce que l'au moins une broche tendeuse (3, 4) comporte dans la zone du côté extrême
du cylindre (1) de groupe d'impression un trou (15) permettant la mise en place d'un
outil.
6. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 3,
caractérisé
en ce que l'organe de réglage produisant l'immobilisation est conformé en vis de
réglage (20).
7. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 6,
caractérisé
en ce qu'une fourche (21) réalisée dans le segment denté (18) loge la vis de réglage
(29) et l'organe de réglage conformé en goujon de support (22).
8. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 7,
caractérisé
en ce que la vis de réglage (20) est déplaçable dans le goujon de support (22).
9. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 8,
caractérisé
en ce que la vis de réglage (20) déplace l'organe de réglage conformé en goujon
de réglage (23) sur une voie circulaire.
10. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 9,
caractérisé
en ce que goujon de réglage (23) pénètre dans le corps gradué (16) monté sur l'au
moins une broche tendeuse (3, 4) avec laquelle il est solidarisé en rotation.
11. Dispositif de fixation et de modification de la position d'un habillage de cylindre
selon la revendication 10,
caractérisé
en ce que, lorsque l'habillage de cylindre (29) est détendu, l'au moins une broche
tendeuse (3, 4) peut être entraînée en rotation par rapport à l'habillage détendu
de cylindre (29) par rotation de la vis de réglage (20) sur l'au moins une broche
tendeuse (3, 4) au moyen du goujon de réglage (23) pénétrant dans le corps gradué
(16).