[0001] Sondermüll wird bevorzugt in Drehrohröfen verbrannt. Die Verbrennungsgase aus dem
Drehrohr werden in eine Nachbrennkammer eingeleitet, wo sie in Übereinstimmung mit
gesetzlichen Vorgaben eine Mindestzeit auf einem bestimmten Temperaturniveau verweilen
müssen.
[0002] Die Figuren 1 und 2 zeigen in einem schematischen Längsschnitt und in einem Querschnitt
nach der Linie II-II in Figur 1 ein Beispiel einer derartigen Verbrennungsanlage nach
dem Stand der Technik.
[0003] Fester und pastöser Abfall wird über eine Einlaufschurre 2 bzw. in Gebinden an der
feststehenden Stirnfläche 4 des Drehrohrofens 1 über den Einlaßquerschnitt 3 aufgegeben.
Flüssige Reststoffe werden ebenfalls über diese Stirnfläche 4 zugeführt. Flüssige
Reststoffe mit höherem Heizwert sowie kontaminierte Abwässer werden darüberhinaus
in eine Nachbrennkammer 6 eingedüst. Eine zuverlässige Zerstäubung in möglichst kleine
Tropfen ist hier von großer Bedeutung, damit nicht wesentliche Anteile der Verweilzeit
in der Nachbrennkammer für den Prozeß der Tropfenverdunstung verbraucht werden.
[0004] Für den Verbrennungsprozeß im Drehrohrofen 1 sind Menge und Art der Zuführung der
Verbrennungsluft von erheblicher Bedeutung. Bisher wurde die Verbrennungsluft über
die Einlaufschurre 2 für den Festbrennstoff bzw. über ein Düsensystem in das Drehrohr
8 des Drehrohrofens 1 eingeleitet. Die Strömungsgeschwindigkeit der eingetretenen
Primärluft über die Einlaufschurre 2 ist dabei relativ gering, so daß auch nur wenig
Energie für die Anfachung der Turbulenz zur Verfügung steht. Ferner hat der Strömungsimpuls
der beiden Arten der Primärlufteinleitung eine starke Komponente in Richtung Drehrohrachse
A, so daß Teilmengen der Rauchgase das Drehrohr relativ schnell durchlaufen können,
auch wenn im stirnwandnahen Bereich des Drehrohrofens ein impulsschwaches Rückstromgebiet
erzeugt wird. Hieraus resultiert ein unzureichender gasseitiger Ausbrand im Drehrohr
8, der eine intensive Nachverbrennung in der Nachbrennkammer 6 erforderlich macht.
Darüber hinaus drückt bei dieser Art der Primärluftzufuhr die Luft von oben in Richtung
des Pfeiles F auf das Brennstoff- oder Feuerbett 10. Die Rauchgase werden dadurch
im vorderen Bereich des Drehrohres gezwungen, seitlich im Drehrohr aufzusteigen. Hieraus
resultieren zwei schwach ausgeprägte und schnell zerfallende gegenläufige Wirbel 12,
14. Dem natürlichen Flammenverhalten mit der Entwicklung einer ebenfalls turbulenzerzeugenden
Thermik, die in der Mittenebene des Drehrohres nach oben in Richtung des Pfeiles T
aufsteigt, wird dadurch entgegengewirkt, denn die Thermik induziert zwar auch ein
Wirbelpaar 13, 15,jedoch mit gegenläufiger Drehrichtung zum Wirbelpaar 12, 14, welches
durch die Primärluftzufuhr erzeugt wird.
[0005] Bekanntermaßen sind im Hinblick auf einen erwünschten weitestgehenden Ausbrand der
Reststoffe Temperatur, Verweilzeit und Turbulenz von entscheidender Bedeutung. Betrachtet
man die Vorgänge von einem oberflächlichen Standpunkt ohne ausreichenden Einblick
in die wesentlichen physikalischen und chemischen Prozeßabläufe aus, könnte man zu
dem Ergebnis kommen, daß eine erhöhte Turbulenz das Einhalten einer erforderlichen
Verweilzeit behindert; dies deshalb, weil bei einem idealen Rührkessel mit intensiver
Turbulenz Teilmengen des eingebrachten Stoffes bereits nach einer beliebig kurzen
Verweilzeit den Reaktionsraum durchlaufen haben.
[0006] Im Hinblick auf das Erzielen eines vollständigen Abbrandes kommt auch dem Austrag
gröberer Partikel aus Drehrohrofen und Nachbrennkammer eine große Bedeutung zu. Da
grobe Partikel relativ langsam ausbrennen, sollte deren Austrag aus dem Drehrohr weitestgehend
unterbunden werden. Richtet man einen Primärluftstrahl höherer Geschwindigkeit auf
den vorderen Abschnitt des Brennstoffbettes, können große Feststoffpartikel verstärkt
aufgewirbelt und aus dem Drehrohr ausgetragen werden. Auch dies sollte unterbunden
werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen möglichst weitgehenden Abbrand der
Reststoffe sowohl in der Gasphase als auch im Brennstoffbett sicherzustellen.
[0008] Diese Aufgabe ist durch Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die Erfindung schlägt somit eine neuartige Primärluftzufuhr vor. Während bislang
die Primärluftzufuhr der natürlichen Konvektion im Drehrohr entgegenwirkte, wird mit
der neuartigen Primärluftzufuhr nach der Erfindung die natürliche, das heißt die thermikinduzierte
Konvektion angefacht.
[0010] Dem liegt die Einsicht zugrunde, daß Turbulenz zwar durchaus einen sehr positiven
Einfluß auf den Verbrennungsprozeß ausübt, daß jedoch primär ein Queraustausch bezogen
auf die Achslage in Drehrohrofen und Nachbrennkammer, anzustreben ist, während eine
intensive grobskalige Turbulenz in Längsrichtung nachteilige Folgen hat. Wenn hier
demnach summarisch von der positiven Wirkung der Turbulenz gesprochen wird, so impliziert
dies immer, daß man von einer grobskaligen Turbulenz in Querrichtung zur Drehrohr-
bzw. Nachbrennkammer-Achse ausgeht, während der mittel- und feinskaligen Turbulenz,
die zwangsläufig auch starke koaxiale Komponenten aufweist, keine bevorzugte Richtung
zukommt.
[0011] Die Prozesse, die normalerweise erst in der Nachbrennkammer ablaufen, werden bei
Einsatz eines Drehrohrsystems nach der Erfindung weitgehend schon im Drehrohr abgeschlossen,
so daß der Nachbrennkammer nur noch die Funktion einer Reaktionsreservezone zukommt.
Dadurch ist eine Betriebsweise mit geringem Sauerstoffgehalt bei intensivierter Durchmischungsrate
möglich, wodurch ein verbessertes Temperatur-Verweilzeitprofil erzeugt wird. Dies
ermöglicht es, den Einsatz höherwertiger Brennstoffe weitgehend zu reduzieren. Das
Konzept der Erfindung läßt sich in der Kurzformel
"Drehrohrofensystem mit Verbrennungsluftführung im Doppelwirbel zur integrierten
Nachverbrennung gasförmiger Schadstoffe"
zusammenfassen.
[0012] Da der Antriebsmechanismus, der durch die Flammenthermik ins Spiel kommt, erst zum
stirnwandfernen Ende des Drehrohres hin abnimmt, wirkt ein in der Nähe der Stirnwand
des Drehrohres durch gegenläufige tangentiale Primärlufteinleitung erzeugtes und mit
der thermikinduzierten Wirbelströmung gleichsinnig drehendes Wirbelpaar trotz Wandreibung
wesentlich intensiver als ein gegenläufig zu dem thermikerzeugten Wirbelpaar drehendes
Wirbelpaar oder als ein einziger Wirbel.
[0013] Durch die Erzeugung des Wirbelpaares wird auch eine kleinräumige intensive Rückmischung
heißer Verbrennungsgase in den Stirnwandbereich erzielt. Hierdurch wird die Zündung
des zu verbrennenden Reststoffes begünstigt.
[0014] Durch die Primärluftzufuhr nach der Erfindung wird die Vermischung im Drehrohr wesentlich
verbessert, und zwar im wesentlichen durch einen Lateraleffekt. Dies ist auch deshalb
von großer Bedeutung, weil im Zuge der Wertstoffrückgewinnung der Heizwert der festen
und flüssigen Reststoffe weiter abnehmen dürfte. Es besteht daher ein großes Interesse
daran, den Abbrand bei geringerem Sauerstoffangebot zu steigern. Dies ist mit der
Erfindung erreichbar.
[0015] Wenn zuviel Luft als Sauerstoffträger und Impulsspeicher für Vermischungsprozesse
eingebracht wird, sinkt die Temperatur der Verbrennungsprodukte zwangsläufig, so daß
tatsächlich in erheblichem Umfang Stützfeuerung eingesetzt werden muß, um die Temperatur-Verweilzeitbedingungen
zu erfüllen. Es kommt dann zu der paradoxen Konzeption, daß zwar, dem Gebot der Wertstoffrückgewinnung
folgend. Komponenten mit höhrerem Heizwert (z. B. Lösungsmittel) mit erheblichen Kosten
und begrenzter Reinheit aus dem Abfall zurückgewonnen werden, daß jedoch stattdessen
wertvolle Rohstoffe (Heizöl, Erdgas) eingesetzt werden müssen, um die erforderlichen
Temperaturen in der Nachbrennkammer zu erreichen.
[0016] Dies wird mit der Erfindung, soweit möglich, vermieden.
[0017] Ein weiterer Aspekt, der sich im Verlauf umfangreicher experimenteller Untersuchungen
gezeigt hat, ist der folgende:
[0018] Bei Primärluftzufuhr über die Feststoffaufgabe (Einlaufschurre) ist schon nach der
halben Drehrohrlänge in der Nachbarschaft des Brennstoffbettes nur noch ein schwacher
Geschwindigkeitsgradient in der Gasphase festzustellen. Die Sauerstoffzufuhr in den
austrittsseitigen Bereich des Brennstoffbettes im Drehrohr ist demnach beeinträchtigt.
Im Gegensatz hierzu wird durch die Doppelwirbelkonfiguration nach der Erfindung auch
noch in einem Bereich jenseits der halben Drehrohrlänge der Impuls- und Stoffaustausch
und demzufolge auch der Sauerstoffeintrag sowie die grob-, mittel- und feinskalige
Vermischung der Reaktionspartner stark angefacht. Durch einen beschleunigten Abtransport
der gasförmigen Verbrennungsprodukte aus der Verbrennungszone wird auch der Abbrand
an der Oberfläche des Brennstoffbettes positiv beeinflußt.
[0019] Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 3
- einen schematischen Längschnitt durch ein Drehrohrsystem nach der Erfindung;
- Fig. 4
- einen Querschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Querschnitt nach der Linie V-V in Fig. 3.
[0020] Gleiche Teile sind in den Figuren 3 bis 5 mit gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren
1 und 2 bezeichnet.
[0021] Dargestellt ist in den Figuren 3 und 4 das Strömungsfeld, wie es sich bei Einblick
in das im Uhrzeigersinn drehende (Pfeil f) Drehrohr 8 durch eine durchsichtig angenommene,
nicht mit dem Drehrohr 8 mitdrehende Stirnwand 4 ergibt. Wenigstens zwei, und höchstens
acht Primärluftdüsen 20, 22 durchsetzen den oberen Bereich der Stirnwand 4 unter einem
Winkel α. Die Primärluft wird bei Betrachtung von der Stirnwand 4 her (Fig. 4) im
wesentlichen tangential zu einem Kreis um die Drehrohrachse (A) durch die Primärluftdüsen
20, 22 (also hier nicht über die Einlaufschurre 2) eingeblasen, so daß zwei gegenläufige
Wirbel 24, 26 mit zur Drehrohrachse (A) parallelen Drehachsen 25, 27 und Drehrichtungen
erzeugt werden, die zu einem zentralen aufsteigenden Strom in gleicher Richtung wie
die thermikinduzierte Bewegung der Brenngase führt (Doppelpfeil T, F). Die Primärluft
heizt sich auf ihrem Weg zum Brennstoffbett 10 durch Zumischung rezirkulierender Verbrennungsgase
auf (Fig. 4), und facht das Feuer von beiden Seiten des Brennstoffbettes 10 her an.
[0022] Durch Variieren des Neigungswinkel α der Primärluftdüsen 20, 22 läßt sich die Steilheit
oder Steigung der Wirbelspirale auf die Erfordernisse des jeweiligen Brennstoffbettes
10, wie den lokalen Sauerstoffbedarf, einstellen.
[0023] Um die Einmischung rezirkulierender Rauchgase in den Primärluftstrahl im Betrieb
variieren zu können, ist es möglich, jede der zwei bis acht Primärluftdüsen 20, 22
mit einem einstellbaren Drallerzeuger (verstellbares Dralleitgitter) auszurüsten.
Während ein in sich unverdrallter Primärluftstrahl vergleichsweise gut gebündelt bleibt
und mit erheblichem Impuls in das Brennstoffbett 10 eindringt, was mit einem verstärkten
Funkenflug einhergehen kann, wird sich ein Primärluftstrahl mit zunehmendem Eigendrall
durch Verbrennungsgaszumischung abschwächen.
[0024] Hiermit ist eine Anpassung an die Erfordernisse des Brennstoffbettes 10 mit geringem
Aufwand möglich.
[0025] Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein Mischbetrieb vorteilhaft sein, bei
dem ein gewisser Prozentsatz der Primärluft wie bisher über die Festbrennstoffaufgabe
(Einlaufschurre 2 gemäß Fig. 1) in das Drehrohr 1 eingeleitet wird. Dies gilt insbesondere
für eine Vermeidung des Eintrages aufgewirbelter Partikel in die Einlaufschurre 2.
[0026] Ferner ist auch die Nutzung eines vom Stirnwandbrenner (nicht gezeigt) eingebrachten
Impulses für die Erzeugung der "Doppelwirbel" 24, 26 unter gewissen Randbedingungen
vorteilhaft.
[0027] Da das wie beschrieben aufgebaute "Doppelwirbelsystem" nach der Erfindung auch noch
im stirnwandfernen Drehrohrende am Drehrohraustritt 9 einen relevanten Drall aufweist,
ist es sinnvoll, die in diesem Wirbelsystem steckende Bewegungsgröße für Vermischungsprozesse
in der Nachbrennkammer 6 zu nutzen. In konsequenter Verfolgung der Grundidee sind
daher auch die am Übergang von Drehrohrofen 1 zur Nachbrennkammer 6 bzw. in der Nachbrennkammer
6 eingesetzten Brenner bzw. Mischluftdüsen 30, 32, 33 derart angeordnet, daß mit ihnen
die schon bestehende Mischungstendenz durch den aus dem Drehrohr 1 austretenden Doppelwirbel
24, 26 verstärkt wird, so daß gegenläufige Wirbel 34, 36 auch in der Nachbrennkammer
6 vorhanden sind. Für die Anordnung von Brennern und Mischluftdüsen 30, 32, 33 in
der Nachbrennkammer 6 ist es von entscheidender Bedeutung, die einzelnen Impulsquellen
nicht zu schwach auszuführen. Die Zahl der Brenner oder Mischluftdüsen darf daher
nicht zu groß gewählt werden. Als bevorzugte Konfiguration dürfte sich eine Anordnung
von mindestens drei Brennern gemäß Fig. 5 oder umgekehrt, das heißt mit nur einem
mittigen Brenner 33 auf der Drehrohrseite und zwei Brennern 30, 33 auf der drehrohrfernen
Seite (Wand 7) der Nachbrennkammer 6 , bewähren.
[0028] Zweckmäßigerweise wird die Konfiguration von drei Düsen oder Brennern 30, 32, 33
in einer gemeinsamen horizontalen Ebene E1 angeordnet (Fig. 3).
[0029] Es kann zur Unterstützung des Wirbelbildungseffektes auch von Vorteil sein, in der
Nachbrennkammer 6 mehrere solche Sätze von zum Beispiel je drei Brennern bzw. Mischluftdüsen
über die Höhe der Nachbrennkammer 6 verteilten parallelen Ebenen anzuordnen, wie durch
eine zweite Ebene E2 in Fig. 3 angedeutet.
1. Drehrohrofen mit Primärlufteinleitung an der Stirnwand des Drehrohres, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Primärluftdüsen (20, 22) so zueinander und zum Brennstoffbett
(10) gerichtet sind, daß zwei gegenläufige Wirbel (24, 26) im Drehrohr (8) erzeugt
werden, deren Drehachsen (25, 27) im wesentlichen parallel zur Achse (A) des Drehrohres
verlaufen und die um diese Drehachsen (25, 27) so drehen, daß sie die thermikinduzierte
Bewegung (Pfeil T) der Brenngase unterstützen.
2. Drehrohrofen mit Nachbrennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete Anordnung und Ausrichtung von Zusatzbrennern oder Mischluftdüsen
(30, 32, 33) in der Nachbrennkammer (6) die aus dem Drehrohr (1) auslaufenden beiden
gegenläufigen Wirbel (24, 26) verstärkt werden.
3. Drehrohrofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß maximal acht Primärluftdüsen (20, 22) die Stirnwand (4) des Drehrohres (1) unter
einem Winkel (α) durchsetzen.
4. Drehrohrofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftdüsen (20, 22) einzeln zu- bzw. abschaltbar sind.
5. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftdüsen (20, 22) auf einem Kreisbogen oder einem ähnlichen geometrischen
Ort in der oberen Hälfte der Stirnfläche (4) des Drehrohres (1) angeordnet sind.
6. Drehrohrofen nach einen der Ansprüche 1, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α) der Primärluftdüsen (20, 22) bezüglich der Stirnwand des Drehrohrofens
zur Anpassung an die Bedürfnisse des Feuers im Bereich zwischen 45° - 80° variabel
ist.
7. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftdüsen (20, 22) in der Stirnwand (4) des Drehrohres (1) um ihre
Längsachse drehbar sind, um das Drehmoment des Primärluftstrahles bezüglich der Drehrohrachse
(A) variieren können.
8. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftdüsen (20, 22) so angeordnet und gerichtet sind, daß die Primärluft
gegenläufig tangential zu einem Kreisbogen oder dgl. um die Achse (A) des Drehrohres
(8) eingeblasen wird.
9. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß je ein verstellbares Leitrad mit variablen Drall in jede Primärluftdüse (20,
22) eingebaut ist, um die Einmischung rezirkulierter Verbrennungsgase anzupassen.
10. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Primärluft zusätzlich über eine Einlaufschurre (2) zugeführt wird, welche zum
Einbringen von Brennstoffen dient, um einen Mischbetrieb zu ermöglichen.
11. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß ein Stirnwandbrenner so angeordnet und gerichtet wird, daß er die Wirbelbildung
gezielt mitbeeinflußt, um einen Mischbetrieb zu ermöglichen.
12. Drehrohrofen min Nachbrennkammer nach Anspruch 2, 10 oder 11 dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Brenner und/oder eine Mischluftdüse (33) in der dem Drehrohraustritt
(9) gegenüberliegenden Wand (7) der Nachbrennkammer (6) angeordnet ist.
13. Drehrohrofen mit Nachbrennkammer nach einem der Ansprüche 2, 10, 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Brenner bzw. Mischluftdüsen (30, 32) am Umfang der Nachbrennkammer
(6) angeordnet sind, um paarweise das symmetrische Doppelwirbelsystem mit den gegenläufigen
Wirbeln (24, 26) in der Nachbrennkammer (6) zu verstärken.
14. Drehrohrofen mit Nachbrennkammer nach einem der Ansprüche 2, 10, 11, 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Brenner bzw. Mischluftdüsen (30, 32, 33) einzeln zu- bzw. abschaltbar sind.
15. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenner und/oder Mischluftdüsen (30, 32, 33) in einer horizontalen Ebene
(E1) angeordnet sind.
16. Drehrohrofen nach einem der Ansprüche 13, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Sätze Brenner und/oder Mischluftdüsen in über die Höhe der Nachbrennkammer
(6) verteilten parallelen Ebenen (E1, E2) angeordnet sind.