[0001] Die Erfindung betrifft einen Empfänger für ein optisches Übertragungsnetzwerk mit
einer Zentralsteile, an die wenigstens ein Lichtwellenleiter angeschlossen ist, an
welchen über wenigstens einen Strahlenteiler und weitere Lichtwellenleiter eine Anzahl
von mit jeweils einem Sender und einem Empfänger für optische Binärsignale versehene
Endstellen angeschlossen sind.
[0002] In herkömmlichen optischen Übertragungsstrecken, in denen kontinuierliche Punkt -
zu- Punkt - Übertragungen stattfindet, gibt es nur langsame und stetige Änderungen
der Amplitude und der Phasenlage des empfangenden Signals. Diese Änderungen werden
durch Änderung der optischen Ausgangsleistung der Lichtquellen und schwankende Dämpfung
auf der Übertragungsstrecke bzw.- durch Phasenschwankungen des Senders und Laufzeitänderungen
des Lichtsignals verursacht. Weil das optische Signal unipolar, also nicht symmetrisch
ist, bringt jede Amplitudenänderung auch eine Veränderung des Mittelwerts und damit
der Lage der optimalen Entscheidungsschwelle mit sich.
[0003] Herkömmliche optische Empfänger kompensieren Schwankungen der Empfangsamplitude mit
einer geregelten Verstärkerstufe (AGC). Wegen der Stetigkeit des Eingangssignals werden
keine besonderen Anforderungen an das Einschwingverhalten dieser Regelstufe gestellt.
Obwohl während der Einschwingzeit nach Beginn der Übertragung keine fehlerfreie Datenübertragung
möglich ist, werden Einschwingzeiten von mehreren ms üblicherweise toleriert.
[0004] Um ein fehlerfreies Arbeiten der Übertragungsstrecke zu gewährleisten, muß vor der
Übertragung von Daten ein Synchronisiersignal (Präambel) gesendet werden, dessen Dauer
größer als die vom Empfänger vorgegebene Einschwingzeit ist, und das es dem Empfänger
ermöglicht, seine Amplitudenregelung an den Pegel des Empfangssignals anzupassen.
Bei großer Länge der übertragenen Datenblöcke fällt die Länge des Synchronisiersignals
prozentuell nicht ins Gewicht.
[0005] Die binären Datensignale, die über eine optische Übertragunsstrecke gesendet werden
sollen, werden üblicherweise vor der Übertragung kodiert. Die Kodierung ermöglicht
Erkennung und Korrektur von Übertragungsfehlern. außerdem gewährleistet sie ein im
Mittelwert gleichspannungsfreies elektrisches Signal nach dem Detektor und eine ausreichende
Arizahl von Übergängen zwischen den logischen Pegeln, um die Taktinformation aus dem
Signal unterbrechungsfrei rückgewinnen zu können.
[0006] Der Übertragungscode 'mBnB' weist jeweils einer Gruppe von m Datenbits ein Wort mit
der Länge n bit zu. Je nach Code ist die Gleichspannungsfreiheit innerhalb von einem
oder von zwei Worten garantiert. Die Gleichspannungsfreiheit erleichtert das Design
des Empfängers, indem sie Wechselspannungskopplung zwischen den Verstärkerstufen ermöglicht.
Die Zeitkonstante τc der Wechselspannungskopplung muß aber ausreichend lang gewählt
sein, sodaß innerhalb der nicht gleichspannungsfreien Perioden von ein oder zwei Worten
eine Signalverschiebung vermieden wird.
[0007] Zur Erläuterung des Standes der Technik wird auf die Fig. 1 bis 3 verwiesen. Dabei
zeigen:
Fig. 1 ein Beispiel eines Netzwerkes mit Doppelsternstruktur,
Fig. 2a einen Idealfall eines typischen Empfangssignales,
Fig. 2b ein praktisch zu erwartendes Signal, bei dem die Signalblöcke unterschiedlicher
Dämpfung unterworfen sind,
Fig. 3a ein Diagramm der Lichtleistung an einem Detektor des Empfängers und
Fig. 3b den Spannungsverlauf an einer Entscheiderstufe eines wechselspannungsgekoppelten
Empfängers nach einem Sprung in der Amplitude des Empfangssignals.
[0008] Die Situation bei passiven optischen Netzwerken nach der Fig. 1 in der Richtung von
den peripheren Stationen (2) zur Hauptstation (1) (Aufwärtsrichtung) unterscheidet
sich grundsätzlich von der Situation bei Punkt - zu - Punkt - Verbindungen. Hier wird
durch die physikalische Kombinierfunktion der optischen Strahlteiler (3) das Signal
von allen peripheren Stationen zum Empfänger der Hauptstation geleitet. Um Datenkollisionen
zu vermeiden, senden die peripheren Stationen abwechselnd in kurzen zeitversetzten
Paketen. Fig. 2 zeigt ein typisches Empfangssignal an der Hauptstation. Fig. 2a stellt
den Idealfall dar, Abb. 2b zeigt ein praktisch zu erwartendes Signal, bei dem die
Signalblöcke unterschiedlicher Dämpfung unterworfen sind.
[0009] Zwischen den von den einzelnen peripheren Stationen (2) gesendeten Signalblöcken
sind Schutzzeiten vorgesehen, um bei Laufzeitunsicherheiten Signalübelappungen zu
vermeiden. Die Amplitude und die Phasenlage. mit der das von den einzelnen peripheren
Stationen gesendete Signal bei der Hauptstation ankommt, wird durch unterschiedliche
Dämpfung und Laufzeit auf den verschiedenen optischen Pfaden beeinflußt . Damit an
der Hauptstation ein Signal mit gleichmäßigem Pegel empfangen werden kann, werden
diese Dämpfungsunterschiede durch entsprechende Einstellung der Sendepegel kompensiert.
Aufgrund verschiedener Rauschprozesse verbleibt aber dennoch eine gewisse Unsicherheit
der Empfangsamplitude, wodurch eine Anpassungsfähigkeit des Empfängers an Pegelschwankungen
nach wie vor erforderlich ist. Zusätzlich muß der Empfänger auch nach einer längeren
Unterbrechung des Empfangssignals nach möglichst kurzer Einschwingzeit wieder korrekt
detektieren.
[0010] Wenn der Empfänger mit einer fixen Entscheidungsschwelle arbeitet, wie dies beispielsweise
in Fig. 3b mit der Nullinie dargestellt ist, tritt eine relativ lange Einschwingzeit
auf, die zur Zeitkonstante τc der Wechselstromankopplung proportional ist (der genaue
Zusammenhang zwischen Einschwingzeit und Zeitkonstante ist von der Signalform, dem
Rauschen und der tolerierten Erhöhung der Bitfehlerrate abhängig). Aus den oben erwähnten
Gründen kann τc nicht beliebig klein gemacht werden, und die Forderung, daß die Einschwingzeit
kleiner als die Dauer des Synchronisiersignals sein muß, läßt sich nur mit langen
Synchronisiersignalen erfüllen.
[0011] Um mit kürzeren Synchronisiersignalen arbeiten zu können, kann man die Entscheidungsschwelle
mittels eines Basislinienregenerators dem empfangenen Signal nachführen. Dabei ergibt
sich jedoch der Nachteil eines sehr hohen Aufwandes für die erforderliche Elektronik
des Empfängers.
[0012] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Empfänger der eingangs
erwähnten Art vorzuschlagen, der trotz eines einfachen Aufbaus keine sehr langen Synchronisiersignale
erfordert.
[0013] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Wechselspannungs-Koppelstufe
des Empfängers ein Zeitglied mit veränderbarer Zeitkonstante aufweist.
[0014] Durch diese Maßnahmen ist es möglich, mit kurzen Synchronisiersignalen das Auslangen
zu finden, wobei eben während des Einlangens des Synchronisiersignales eine kurze
Zeitkonstante des Zeitgliedes vorgesehen werden kann, wodurch es zu einem raschen
Einschwingen des Empfängers auf eine geänderte Signalamplitude kommt.
[0015] Weiters kann vorgesehen sein, daß das Zeitglied von einer Steuerschaltung gesteuert
ist, welche ein das Zeitglied steuerndes Signal abgibt.
[0016] Auf diese Weise kann sichergestellt werden, daß beim Einlangen eines Datenpaketes
eine kleine Zeitkonstante bei dem Zeitglied mit veränderbarer Zeitkonstante eingestellt
wird. Treffen nach dem Ende des Synchronisiersignales die Datensignale ein, die erst
bei einer Betrachtung über eine längere Zeit gleichspannungsfrei sind, so wird die
Zeitkonstante erhöht.
[0017] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Zeitglied
ein R/C-Glied sowie ein im ohm'schen Bereich arbeitendes Element. vorzugsweise einen
Feldeffekttransistor, umfaßt. der von einer mit seinem Steueranschluß verbundenen
Signalformerschaltung gesteuert ist, die von der Steuerschaltung ansteuerbar ist.
[0018] Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist es, daß das Zeitglied eine vorzugsweise zwischen
zwei festen Werten kontinuierlich veränderbare Zeitkonstante aufweist. Dadurch ist
ein schleifender Übergang der Zeitkonstante möglich, wodurch die Entscheidungsschwelle
mit einem nur sehr geringen Restfehler behaftet ist.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand der Fig. 4 und 5 erläutert, wobei von einer Anordnung
eines optischen Netzwerkes nach der Fig. 1 ausgegangen wird. Dabei zeigen:
Fig. 4a bis 4d die Simulation eines Einschwingvorganges nach einem Übergang zwischen
zwei unterschiedlich gedämpften Signalblöcken, bei dem die Zeitkonstante veränderbar
ist und
Fig. 5 ein Blockschaltbild eines optischen Empfängers mit veränderbarer Zeitkonstante.-
[0020] Wie aus der Fig. 5 zu ersehen ist, weist der Empfänger 21 einen PIN-Fotodetektor
30 auf. Diesem ist ein Transimpedanzverstärker 4 mit fixer Verstärkung nachgeschaltet.
An den Ausgang des Transimpedanzverstärker 4 sind drei Zweige angeschlossen.
[0021] In dem einen Zweig ist eine Signalerkennungsschaltung 7 angeordnet, die ein Signal
durch Überschreitung einer Minimalamplitude erkennt. Bei Vorhandensein eines Signales
am Eingang der Signalerkennungsschaltung 7, gibt diese ein "Signal-detektiert"-Signal
über eine Leitung 14 an eine flankengetriggerte Monoflop-Schaltung 16 ab.
[0022] In einem weiteren Zweig ist ein Bandpaßfilter 15 angeordnet, dem eine Taktregenerierschaltung
6 nachgeschaltet ist. Diese Schaltung 6 regeneriert das Taktsignal 12.
[0023] Im dritten Zweig ist ein Zeitglied 9 mit veränderbarer Zeitkonstante angeordnet,
dem ein Komparator 17 nachgeschaltet ist, der das Ausgangssignal des Zeitgliedes 9
mit einem die Nullinie des Signales bestimmenden Potential vergleicht. Diesem Komparator
17 ist ein D-Flip-Flop 8 nachgeschaltet, dessen einer Eingang mit dem Ausgang der
Taktregenerierschaltung 6 verbunden ist. Dieses D-Flip-Flop 8 tastet das Ausgangssignal
des Komparators 17 zu den idealen Abtastzeitpunkten ab und liefert das Datensignal
11, das einer Steuereinheit 20 zugeführt wird.
[0024] Zwischen dem Ausgang des Transimpedanzverstärkers 4 und dem Eingang des Zeitgliedes
9 ist weiters ein Tiefpaß 5 zwischengeschaltet.
[0025] Das Zeitglied 9 besteht im wesentlichen aus einem R/C-Glied C, R1, wobei parallel
zum Widerstand R1 eine Serienschaltung eines weiteren Widerstandes R2 und eines im
ohm'schen Bereich arbeitenden Feldeffekttransistors T geschaltet ist. Die Steuerelektrode
des Feldeffekttransistors T ist von einer Signalformerschaltung 13 gesteuert, die
es ermöglicht, das Ausgangssignal des flankengetriggerten Monoflops 16, das als Zeitkonstantenumschaltsignal
10 dient, in einen analogen Kurvenzug umzuwandeln. Dieses analoge Signal steuert den
Feldeffekttransistor T und damit den Gesamtwiderstand des Zeitgliedes 9 und damit
die Zeitkonstante desselben.
[0026] Der in der Fig. 5 dargestellte Empfänger besitzt daher keine fixe Zeitkonstante τ
c, sondern die Zeitkonstante kann mittels des erwähnten Zeitkonstantenumschaltsignals
10 kontinuierlich zwischen zwei Werten τ
c1 und τ
c2 verändert werden. Dabei ist τ
c1 eine sehr kurze Zeitkonstante und ermöglicht ein rasches Einschwingen des Empfängers
auf eine geänderte Signalamplitude. Da sich der Arbeitspunkt des Empfängers aber bei
Betrieb mit τ
c1 während der Übertragung von Daten zu schnell verschieben würde, ist τ
c1 nur zum Empfang des auch über sehr kurze Zeiträume gleichspannungsfreien Synchronisiersignales
geeignet.
[0027] τc2 ist eine längere Zeitkonstante, die ausreichend lang gewählt sein muß, um innerhalb
der nicht gleichspannungsfreien Perioden von ein oder zwei Worten eine Signalverschiebung
zu vermeiden. Ein rechtzeitiges Einschwingen des Empfängers ist, wenn er ständig mit
τc2 arbeitet, nur bei Verwendung wesentlich längerer Synchronisiersignale möglich.
[0028] Am Anfang eines Zeitschlitzes oder Datenpakets wird auf τc1 geschaltet. Die Umschaltung
auf τc2 muß rechtzeitig vor Ende des Synchronisiersignals und damit vor Beginn der
Datenübertragung erfolgen. Ein schleifender Übergang der Zeitkonstante ist vorteilhaft,
weil dadurch die Spannung am Koppelkondensator C und damit die Entscheidungsschwelle
zu Beginn der Datenübertragung mit einem wesentlich kleineren Restfehler behaftet
ist als bei abruptem Übergang. Im Wartezustand (kein Signal) wird der Empfänger zweckmäßigerweise
auf τc2 geschaltet, was aber für die Funktion des Empfängers nicht unbedingt notwendig
ist.
[0029] Wenn die Dynamik des Komparators 17 und der Taktregenerierschaltung 6 größer als
die zu erwartenden Pegelschwankungen sind, kann auf eine Amplitudenregelung des Signals
mittels einer automatischen Verstärkungssteuerung verzichtet werden.
[0030] Fig. 4 zeigt die Simulation eines Einschwingvorganges nach einem Übergang zwischen
zwei unterschiedlich gedämpften Signalblöcken, bei dem die Koppelzeitkonstante nach
dem oben beschriebenen Prinzip verändert wird.
[0031] Fig. 4a: Zeitlicher Verlauf der optischen Eingangsleistung bzw. der Spannung am Ausgang
des Transimpedanzverstärkers. Zum Zeitpunkt tl=400ns tritt ein Sprung sowohl in der
Signalamplitude als auch im vertikalen Versatz des Signals (Gleichlicht) auf. Die
Länge des Synchronisiersignals beträgt 250ns. Nach dieser Zeit sollte der Empfänger
eingeschwungen und zum Empfang von Daten bereit sein.
[0032] Fig. 4b: Größe der Koppelzeitkonstante. Die Zeitkonstante wird zum Zeitpunkt t1 auf
τc1 gesetzt und verbleibt für 100ns auf diesem Wert. Zwischen 500 und 650ns steigt
die Zeitkonstante kontinuierlich und erreicht den Wert τc2 zum Zeitpunkt t2=650ns.
[0033] Fig. 4c: Spannung zwischen den Anschlüssen des Koppelkondensators D (Fig. 5). Die
Spannung schwankt in Abhängigkeit von der Zeitkonstante und der Signalamplitude. Während
der Präambel erreicht die Spannung schnell den Mittelwert des Eingangssignals. Die
Schwankungen nehmen mit steigender Zeitkonstante ab. Während des Empfangs von Daten
sollten sie möglichst klein im Verhältnis zur Signalamplitude sein.
[0034] Fig. 4d: Eingangssignal der Entscheiderstufe. Das Signal ist während der Präambel
stark verzerrt und nähert sich schnell der Nullinie. Ab dem Zeitpunkt t2 treten nur
noch minimale Verzerrungen auf.
[0035] Der Beginn eines Signalblocks nach einer Signalunterbrechung kann aus dem Signal
'Signal_detektiert' erkannt werden, das im Empfänger abgeleitet wird. Da die Signalblöcke
aber auch ohne Unterbrechung aufeinanderfolgen können, ist die Erkennung des Beginns
eines Signalblocks nicht immer in der physikalischen Schicht des Empfängers möglich,
sondern der Zeitpunkt des Signalblock-Beginns muß in einem solchen Fall von einer
digitalen Steuereinheit aus der im Protokoll festgelegten Abfolge der Signalblöcke
errechnet werden.
[0036] Die Dauer, für die die Zeitkonstante des Empfängers auf τc1 bleibt, kann durch eine
Zeitgeberschaltung oder ebenfalls von der digitalen Steuereinheit bestimmt werden.
[0037] Es sind prinzipiell drei Methoden denkbar, nach denen die Steuerung der Zeitkonstante
ablaufen kann.
1) Steuerung über die Steuereinheit und das 'Signal_detektiert' - Signal des Empfangsteils:
Im Regelfall kann der Beginn jedes Signalblocks durch die Steuereinheit vorhergesagt
werden. Beim 'Hochfahren' des Systems (hier findet beispielsweise das im Stand der
Technik beschriebene Zuordnungs- und Rangingverfahren statt) kann die Steuereinheit
aber den Beginn der ankommenden Signalblöcke nicht vorhersagen, da die Signallaufzeiten
und die Zuordnung der Stationen im System noch nicht bekannt sind. In diesem Betriebszustand
des Systems kann der Beginn der Signalblöcke aber physikalisch im Empfänger erkannt
werden.
Die Umschaltung des Empfängers auf die kurze Zeitkonstante wird also im normalen Betrieb
durch die Vorhersage des Beginns eines Signalblocks durch die Steuereinheit ausgelöst,
während des Rangingverfahrens aber durch eine ansteigende Flanke des 'Signal_detektiert'
- Signals aus dem Empfänger, das an die Steuereinheit weitergegeben wird.
Die unmittelbare Steuerung der Zeitkonstantenumschaltung erfolgt stets durch die Steuereinheit.
2) Steuerung über das 'Signal_detektiert' - Signal des Empfangsteils ohne Unterstützung
durch die Steuereinheit:
In manchen Fällen werden die nach der Korrektur der Sendepegel verbleibenden Amplitudenschwankungen
sehr gering sein, speziell bei Netzwerken, die mit Einmodenfasern und auf Wellenlängen
um 1300 und/oder 1550 Nanometer arbeiten. In diesem Fall kann der Empfänger bei einem
unterbrechungsfreien Übergang zwischen zwei Signalblöcken auf τc2 verbleiben, da kein
erneuter Einschwingvorgang stattfinden muß.
Es ist daher in diesem Fall möglich, die Umschaltung nur durch das 'Signal_detektiert'
- Signal des Empfangsteils und eine einfache Zeitgeberschaltung erfolgen zu lassen.
Nach jedem detektierten Beginn eines Signalblocks wird die Zeitkonstante für die (fixe)
Dauer des Synchronisiersignals auf τc1 gesetzt, dann auf τc2 umgeschaltet und verbleibt
auf τc2, bis der nächste Beginn eines Signalblocks erkannt wird.
3) Steuerung ausschließlich durch die digitale Steuereinheit der Hauptstation:
Beim Initialisieren des Systems kann die Steuereinheit Beginn und Ende der ankommenden
Signalblöcke nicht vorhersagen. In diesem Betriebszustand des Systems muß die Zeitkonstante
des Empfängers auf τc2 gesetzt sein, um eine Erkennung der gesendeten Daten (Stationskennungen)
zu ermöglichen. Der dadurch erhöhten Einschwingzeit muß durch verlängerte Synchronisiersignale
Rechnung getragen werden.
Wenn das System im normalen Betrieb arbeitet, werden kurze Synchronisiersignale übertragen.
Der Empfänger wird während der Synchronisierzeiten auf τc1 und sonst immer auf τc2
geschaltet.
1. Empfänger für ein optisches Übertragungsnetzwerk mit einer Zentralstelle, an die wenigstens
ein Lichtweilenleiter angeschlossen ist, an welchen über wenigstens einen Strahlenteiler
und weitere Lichtwellenleiter eine Anzahl von mit jeweils einem Sender und einem Empfänger
für optische Binärsignale versehene Endstellen angeschlossen sind, und der Empfänger
der Zentralstelle eine Wechselspannungs-Koppelstufe umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Synchron- und anschließenden Datenimpulsen bestehendes Impulssignal zum
schnellen Einschwingen der Datenimpulse nach den Synchronimpulsen einem Zeitglied
(9) zugeleitet wird, welchem Zeitglied vorerst eine erste, kleine Zeitkonstante und
dann eine zweite, große Zeitkonstante zugeordnet wird.
2. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied (9) von einer Steuerschaltung (7) gesteuert ist, welche ein das
Zeitglied (9) steuerndes Signal (10) abgibt.
3. Empfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied (9) ein R/C-Glied sowie ein im ohm'schen Bereich arbeitendes Element
(T), vorzugsweise einen Feldeffekttransistor, umfaßt, der von einer mit seinem Steueranschluß
verbundenen Signalformerschaltung (13) gesteuert ist, die von der Steuerschaltung
(7) ansteuerbar ist.
4. Empfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied (9) beim Übergang zwischen der ersten auf die zweite Zeitkonstante
eine vorzugsweise zwischen diesen beiden Werten kontinuierlich veränderbare Zeitkonstante
aufweist.
5. Empfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen der ersten und der zweiten Zeitkonstante linear nach der
Zeit ansteigend erfolgt.