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EP 0 581 056 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
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Anmeldetag: 05.07.1993 |
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Vorrichtung zur Identifizierung eines flexiblen Walzenmantels
Identification device for flexible cylinder coverings
Dispositif d'identification de revêtements flexibles de cylindres
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
30.07.1992 US 922196
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.1994 Patentblatt 1994/05 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Fraczek, Stephen Paul
Lee,
New Hampshire (US)
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Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 233 972 NL-A- 8 702 416
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DE-A- 3 908 270
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Identifizierung eines Walzenmantels,
der aus flexiblem Material gefertigt ist und in Druckmaschinen zum Einsatz kommt.
[0002] Insbesondere in Großdruckereien stellt die überwachung des Lagerstandes von Gummitüchern
bzw. Gummiwalzen ein Problem dar. Zwar tragen die Gummitücher bzw. die Gummiwalzen
üblicherweise eingeprägte Identifikationsmerkmale; infolge von Abnutzung werden diese
Identifikationsmerkmale jedoch unleserlich, sobald die Gummitücher oder Gummiwalzen
bereits bei einem Druckprozeß eingesetzt waren. Da sich die Wahl des Gummituchs bzw.
der Gummiwalze nach den jeweiligen Druckparametern, beispielsweise der Farbe, richtet,
muß sichergestellt sein, daß die Auswahl des Gummituchs bzw. der Gummiwalze stets
eindeutig möglich ist.
[0003] Die NL 87 02 416 beschreibt eine Vorrichtung zum Handhaben von Rotations-Siebdruckschablonen,
die einen oder mehrere mit einer zentralen Steuereinheit gekoppelte Abtaster aufweist,
die eine auf den Schablonen in Form eines Mikrochips vorliegende Information erkennen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine
Identifizierung eines Walzenmantels eindeutig ermöglicht.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0006] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß der
Mikrochip in ein Gummituch eingearbeitet ist, das auf den Gummituchzylinder einer
Druckmaschine aufgespannt wird. Durch die eindeutigen Identifizierungsmerkmale des
Mikrochips läßt sich der Lagerbestand an Gummitüchern bzw. an Gummiwalzen problemlos
überwachen. Darüber hinaus lassen sich Aussagen über die Lebensdauer von Gummitüchern
bzw. Gummiwalzen machen, insbesondere dann, wenn diese Gummitücher zu mehreren Einsätzen
an evtl. noch verschiedenen Druckmaschinen kommen. Außerdem läßt sich anhand der eindeutigen
Identifikationsmerkmale der optimale Einsatzbereich der Gummitücher bzw. der Gummiwalzen
in Abhängigkeit von verschiedenen Druckparametern bestimmen.
[0007] Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß die
entsprechenden Daten - beispielsweise die Lebensdauer des Gummituchs bzw. der Gummiwalze
oder ihre Tauglichkeit für einen Einsatz im Zusammenhang mit gewissen Druckfarben
- in einer Speichereinrichtung abgespeichert werden. Durch die Abtasteinrichtung werden
Signale ausgelöst, die eine eindeutige Identifizierung des Mikrochips erlauben. Es
wird z. B. jedem Mikrochip eine Identifikationsnummer zugeordnet, die auf einer der
Speichereinrichtung zugeordneten Anzeigeeinrichtung abzulesen ist. Unter dieser Nummer
kann zusätzliche Information über das Gummituch oder die Gummiwalze in der Speichereinrichtung
abgespeichert werden. Diese Information ist jederzeit abrufbar.
[0008] Eine spezielle Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, daß es
sich bei den Signalen, die der Mikrochip aussendet, um Radiowellen handelt. Diese
Radiowellen sind derart moduliert, daß sie in eindeutiger Weise die Information über
die jeweilige Identifikationsnummer tragen.
[0009] Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
- Fig. 1
- ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Kombination
mit einer schematischen Schaltanordnung
[0010] Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einem Mikrochip 3 und einer
Abtasteinrichtung 4. In den Walzenmantel 2 einer Walze 1 ist ein Mikrochip 3 eingearbeitet.
Bei der Walze 1 handelt es sich um eine Gummiwalze, wie sie beispielsweise in dem
nicht dargestellten Farbwerk einer nicht dargestellten Druckmaschine angeordnet ist.
Eine weitere Möglichkeit sieht vor, daß es sich bei dem Walzenmantel 2 um ein Gummituch
handelt. Dieses Gummituch wird in einer Offsetdruckmaschine auf den Gummituchzylinder
aufgespannt und dient der übertragung des Druckbildes von dem Plattenzylinder zu dem
Bedruckstoff.
[0011] Insbesondere bei der Anordnung des Mikrochips 3 in einem Gummituch ist vorgesehen,
daß die Abmessungen dieses Mikrochips 3 in der Größenordnung von mm
2 liegen. Durch diese geringe Größe des Mikrochips 3 bleibt die Oberflächenbeschaffenheit
des Gummituchs weitgehend unberührt.
[0012] Der Mikrochip 3 sendet charakteristische Signale aus, die eine eindeutige Identifizierung
des Mikrochips 3 und damit des Gummituchs bzw. der Gummiwalze erlauben, wenn er von
Signalen der Abtasteinrichtung 4 erregt wird. Vorteilhafterweise liegen diese Signale
im Radiobereich, wodurch eine Identifizierung auch über größere Entfernungen störungsfrei
möglich wird.
[0013] Die Abtasteinrichtung 4 kann derart ausgebildet sein, daß sie direkt mit einem Rechner
5 verbunden ist. Diesem Rechner 5 ist eine Speichereinrichtung 6 zugeordnet, in der
wichtige Informationen über die einzelnen Gummitücher oder Gummiwalzen enthalten sind.
Diese Informationen sind in Abhängigkeit von der jeweiligen Identifikationsnummer,
die aus den Signalen des Mikrochips erhalten wird, abgespeichert und können vom Drucker
jederzeit abgerufen werden. Eventuelle Korrekturen oder Ergänzungen des Informationsgehaltes
sind problemlos möglich.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0014]
- 1
- Walze
- 2
- Walzenmantel
- 3
- Mikrochip
- 4
- Abtasteinrichtung
- 5
- Rechner
- 6
- Speichereinrichtung
1. Vorrichtung zur Identifizierung eines aus gummiartigem Material gefertigten Walzenmantels
(2) einer Offset-Druckmaschine, mit einem in den Walzenmantel (2) der Offset-Druckmaschine
eingearbeiteten Mikro-Chip (3) sowie mit einer Abtasteinrichtung (4), die den Mikro-Chip
(3) zum Aussenden von Signalen anregt, wobei die Signale eine eindeutige Identifizierung
des Mikro-Chips (3) und damit des Walzenmantels (2) erlauben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem Walzenmantel (2) um ein Gummituch handelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mikrochip (3) eine Ausdehnung besitzt, die in der Größenordnung von mm2 liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei den von dem Mikrochip (3) ausgesendeten Signalen um Radiowellen handelt,
die Informationen über eine Identifikationsnummer des Mikrochips (3) enthalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Speichereinrichtung (6), die einem Rechner (5) zugeordnet ist, Informationen
über den der Identifikationsnummer zugeordneten Walzenmantel (2) gespeichert sind,
und
daß diese Informationen nach Eingabe der Identifikationsnummer bereitgestellt werden.
1. Device for the identification of a roller shell (2) of an offset printing machine,
which roller shell is made of a rubber-like material, having a microchip (3) incorporated
into the roller shell (2) of the offset printing machine and having a sensing device
(4), which excites the microchip (3) to emit signals, the signals permitting unambiguous
identification of the microchip (3), and thus of the roller shell (2).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the roller shell (2) is a rubber
blanket.
3. Device according to Claim 1, characterized in that the microchip (3) has dimensions
in the order of magnitude of mm2.
4. Device according to Claim 1, characterized in that the signals emitted by the microchip
(3) are radiowaves which contain information relating to an identification number
of the microchip (3).
5. Device according to Claim 4, characterized in that information relating to the roller
shell (2) which is assigned to the identification number is stored in a storage device
(6) which is assigned to a computer (5), and in that this information is made available
after the identification number has been input.
1. Dispositif d'identification d'une enveloppe (2) d'un rouleau d'une machine à imprimer
offset qui est réalisée en matériau caoutchouteux, comprenant une micro-puce (3) enfoncée
dans l'enveloppe (2) du rouleau de la machine à imprimer offset, ainsi qu'un dispositif
d'exploration (4) qui active la micro-puce (3) pour lui faire émettre des signaux,
les signaux permettant une identification univoque de la micro-puce (3) et donc de
l'enveloppe (2) du rouleau.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'enveloppe (2) de rouleau est un blanchet.
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que la micro-puce (3) a des dimensions qui sont de l'ordre de mm2.
4. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que les signaux émis par la micro-puce (3) sont des ondes de la gamme radiofréquence
qui contiennent les informations concernant un numéro d'identification de la micro-puce
(3).
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé
en ce que les informations concernant l'enveloppe de rouleau (2) associée au numéro
d'identification sont mémorisées dans un dispositif de mémorisation (6) qui est associé
à une calculatrice (5) et
en ce que ces informations sont disponibles après entrée du numéro d'identification.
