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(11) |
EP 0 581 145 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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18.07.2001 Patentblatt 2001/29 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.1997 Patentblatt 1997/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.07.1993 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern, die während des Verspinnens
störende Gase und/oder Dämpfe abgeben
Process and apparatus for the production of fibres, which give off gases and/or vapours
during their spinning
Procédé et dispositif pour la fabrication de fibres, qui dégagent du gaz et/ou du
vapeur pendant leur filage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
25.07.1992 DE 4224707
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.1994 Patentblatt 1994/05 |
| (73) |
Patentinhaber: ARTEVA TECHNOLOGIES S.à.r.l. |
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8001 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Wellenhofer, Herbert, Dr.
D-86399 Bobingen (DE)
- Leumer, Gerhard, Dr.
D-86399 Bobingen (DE)
- Fischer, Andreas
D-86199 Augsburg (DE)
- Rabe, Diethelm, Dr.
D-86845 Grossaitingen (DE)
- Profé, Jürgen Hans
D-86399 Bobingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zounek, Nikolai, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwaltskanzlei Zounek
Industriepark Kalle-Albert
Gebäude H287
Rheingaustrasse 190 65203 Wiesbaden 65203 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 629 731 DE-B- 1 278 684 SU-A- 998 605
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DE-A- 3 708 168 FR-A- 2 078 459 US-A- 2 886 848
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- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED Section Ch, Week 8351, 8. Februar 1984 Derwent Publications
Ltd., London, GB; Class F01, AN 83-849342 & SU-A-998 605 (SYNT FIBRE PROD EQU) 16.
Januar 1981
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 8 (C-39)(680) 20. Januar 1981 & JP-A-55 137
207 (TORAY K. K.) 25. Oktober 1990
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2, no. 46 (C-9)28. März 1978 & JP-A-52 155 216 (MITSUBISHI
RAYON K. K.) 23. Dezember 1977
- Derwent Abstract der SU-A-998605
- Deutsche übersetzung der SU-A-998605
- Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry (1987), Vol. A10, Chapter Fibers, General
Production Technology, S. 511-566, insbes. S. 511, 535, 541, 542, 550, 552
- Ullmann's Encyklopädie der technischen Chemie (1976), Bd. 11, S.249-290, insb. S.253,
264
- Römpps Chemie-Lexikon (1979), S.97
- Römpps Chemie-Lexikon (1981), S. 1414
- Ullmann's Encyklopädie der technischen Chemie (1972), Bd. 2, S.600, 613, 614
- Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology (1978), Vol. 1, S.544 + 545
- Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry (1989), Vol. A12, S. 183 + 184
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fasern aus Polymeren,
die während des Verspinnens störende Gase und/oder Dämpfe abgeben, umfassend die Schritte:
a) Extrudieren des geschmolzenen Polymeren durch eine Spinndüse in einen Spinnschacht,
b) Anblasen der erhaltenen Filamente im Spinnschacht mit einem Gas,
c) Abziehen der gebildeten Filamente aus dem Spinnschacht,
d) Ableitung des Anblasgases aus dem Spinnschacht, sowie eine dafür angepaßte Vorrichtung.
[0002] Schmelzspinnverfah ren von thermoplastischen Polymeren, bei denen gekapselte Spinnschächte
verwendet werden, sind an sich bekannt.
[0003] So wird in der
EP-A-147, 173 ein Schmelzspinnverfahren von thermoplastischen Polymeren beschrieben, bei dem das
Polymere in einen unter Überdruck stehenden Spinnschacht extrudiert wird und innerhalb
dieses Schachtes abgekühlt wird. Ferner wird eine angepaßte Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens beschrieben, die eine besonders ausgestaltete Austrittsöffnung für
die verfestigten, mit hoher Geschwindigkeit abgezogene Filamente aufweist und mit
der eine gute Abdichtung des Spinnschachtes erreicht werden kann. Die Vorrichtung
und das Verfahren zielen vor allem auf die Herstellung eines hoch orientierten Multifilamentgarnes
ab.
[0004] In der
EP-A-205,694 wird ein Schmelzspinnverfahren von thermoplastischen Polymeren beschrieben, bei dem
das Polymere in einen unter Unterdruck von weniger als 0,7 atm stehenden Spinnschacht
extrudiert wird und innerhalb dieses Schachtes abgekühlt wird. Die Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens betrifft im wesentlichen die aus der
EP-A-147, 173 bekannte Vorrichtung, an deren Austrittsseite für das sich im Spinnschacht befindliche
Gas eine Vakuumpumpe angeschlossen ist. In der Beschreibung ist erwähnt, daß von den
ersponnenen Fäden abdampfende Monomere und Oligomere durch die Gasführung aus dem
Spinnschacht entfernt werden, so daß Probleme mit sich im Spinnschacht ablagernden
Rückständen vermieden werden können. Die Vorrichtung und das Verfahren zielen ebenfalls
auf die Herstellung eines hoch orientierten Multifilamentgarnes ab.
[0005] Beim Schmelzspinnen von Polymeren werden häufig störende Gase und/oder Dämpfe frei.
Insbesondere beim Verspinnen von Polymeren enthaltend schwefelhaltige Bestandteile
werden stark riechende und eventuell sogar gesundheitsschädliche Gase oder Dämpfe
freigesetzt. Dieses Problem tritt besonders ausgeprägt beim Verspinnen von Multifilamenten
auf, da diese infolge der hohen Oberfläche der schmelzflüssigen Kapillaren große Mengen
solcher schädlichen Gase freisetzen.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, beim Verspinnen von Polymeren
auftretende störende Gase von der Umgebung fernzuhalten und zu beseitigen.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass Polymere versponnen werden, die während des
Verspinnens schwefel- und/oder halogenhaltige Gase und/oder Dämpfe abgeben, daß die
Extrusion des geschmolzenen Polymeren durch eine Spinndüse in einen geschlossenen
Spinnschacht erfolgt, daß das Anblasgas und diese Gase und/oder Dämpfe gemäß Schritt
d) aus dem geschlossenen Spinnschacht abgeleitet in ein Gasreinigungssystem eingeleitet
und durch Kontakt mit einem Adsorptionsmittel von den Gasen und/oder Dämpfen gereinigt
wird.
[0008] Unter dem Begriff "Fasern aus Polymeren, die während des Verspinnens störende Gase
und/oder Dämpfe abgeben" sind im Rahmen dieser Erfindung solche Fasern zu verstehen,
bei denen während des Schmelzspinnens im Spinnschacht Gase und/oder Dämpfe freigesetzt
werden, deren Entweichen in die Umgebungsluft nicht erwünscht ist. Dazu zählen beispielsweise
der sogenannte "Spinnrauch" und insbesondere gas- und/ oder dampfförmige Bestandteile,
die schwefelhaltige oder halogenhaltige, insbesondere chlorhaltige, oder schwefel-
und halogenhaltige Komponenten enthalten. Zu den Polymeren, die diese letzteren gas-
und/oder dampfförmigen Bestandteile abgeben, zählen schwefelhaltige Polymere, wie
Polyarylensulfide oder Polymere, die vor oder während des Verspinnens mit halogen-und/oder
schwefelhaltigen Zusätzen versehen worden sind.
[0009] Bevorzugt setzt man das erfindungsgemäße Verfahren beim Verspinnen von Polyarylensulfiden
oder beim Verspinnen von Mischungen enthaltend Polyarylensulfide und andere thermoplastische
Polymere ein. Als Polyarylensulfide für den Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren
lassen sich alle fadenbildenden Polymeren einsetzen, die hauptsächlich die wiederkehrende
Struktureinheit der Formel I aufweisen
-Ar-S- (I),
worin Ar einen zweiwertigen ein- oder mehrkernigen aromatischen Rest darstellt, dessen
freie Valenzen sich in p-Stellung oder in m-Stellung oder in einer zu diesen Stellungen
vergleichbaren parallelen oder gewinkelten Stellung zueinander befinden. Bei den Polymeren
kann es sich auch um teilweise vernetzte Strukturen handeln, solange diese unter den
oben definierten Spinnbedingungen verspinnbar sind.
[0010] Es können auch Mischungen von Polyarylensulfidpolymeren eingesetzt werden, oder Polyarylensulfidpolymere,
die in einem Molekül unterschiedliche wiederkehrende Struktureinheiten der Formel
I aufweisen. Beispiele für Mischungen von Polyarylensulfiden sind in der
EP-A-407,887 aufgeführt, deren Inhalt auch Gegenstand der vorliegenden Beschreibung ist.
[0011] Beispiele für Thermoplaste, die im Gemisch mit Polyarylensulfiden eingesetzt werden
können, sind Polyester, wie Polyethylenterephthalat; Poly-α-olefine, wie Polyethylen
oder Polypropylen; teil- oder perfluorierte Polymere, wie Polytetrafluorethylen; oder
an die Schmelzcharakteristik des Polyarylensulfids angepaßtes Polyetherketon.
[0012] Vorzugsweise handelt es sich bei den eingesetzten Polyarylensulfiden um Polyphenylensulfide,
insbesondere um Polymere, bei denen Ar einen p-Phenylenrest darstellt.
[0013] Bevorzugte Polyphenylensufide weisen bei 320°C eine Schmelzviskosität, gemessen mit
einer Schergeschwindigkeit von 1000 sec
-1 (η
1000), von
60 bis
150 Pa*s auf und eine Schmelzviskosität, gemessen mit einer Schergeschwindigkeit von 3000
sec
-1 (η
3000), von mehr als
50 Pa*s auf, wobei die Differenz von η
1000 und η
3000 mehr als
20 Pa*s beträgt.
[0014] Das Polyarylensulfid wird vor dem Verspinnen üblicherweise einem Trocknungsprozess
unterzogen. Dazu wird das Polymere im allgemeinen in feinverteilter Form, wie Pulver-
oder Granulatform und insbesondere in Form von Schnitzeln bevorzugt unter Vakuum getrocknet.
Übliche Trocknungszeiten liegen zwischen sechs bis zehn Stunden. Die Trocknungstemperatur
beträgt üblicherweise
120 bis
160°C, vorzugsweise
120 bis
140°C. Die Trocknung kann aber auch unter Inertgas vorgenommen werden.
[0015] Besonders bevorzugt wird ein Polyarylensulfid eingesetzt, dessen Wassergehalt höchstens
0,01 %, gemessen nach der Methode nach Karl-Fischer, beträgt. Unter Einsatz dieses
Rohmaterials lassen sich besonders stabile Spinnbedingungen einstellen.
[0016] Im erfindungsgemäßen Verfahren werden fadenbildende Polymere schmelzgesponnen, wobei
das geschmolzene Polymere mittels eines Extruders und einer Spinnpumpe durch eine
Spinndüse in einen geschlossenen Spinnschacht versponnen wird.
[0017] Vorzugsweise beträgt die Mindestförderleistung an Polymer durch die Spinndüse
0,5 g/(min*Loch). Besonders bevorzugte Förderleistungen liegen im Bereich von
0,7 bis
1,3 g/(min*Loch).
[0018] Im Falle des bevorzugten Polyphenylensulfids betragen die Temperaturen in der Spinndüse
üblicherweise
280 bis
320°C, vorzugsweise
295 bis
315°C.
[0019] Es können beliebige Spinndüsen eingesetzt werden. Typische Lochzahlen einer Spinndüse
liegen im Bereich von 50 bis 500, insbesondere von 100 bis 500. Die Form der Düsenlöcher
kann ebenfalls beliebig gewählt werden, beispielsweise drei- oder rechteckig, multilobal,
oval oder insbesondere rund. Typische Durchmesser der Düsenlöcher liegen im Bereich
von
0,25 bis
0,65 mm.
[0020] Vorzugsweise sind die Düsenlöcher in einer Ringdüse in Form von konzentrischen Kreisen
angeordnet.
[0021] Das Verspinnen erfolgt in einen geschlossenen Spinnschacht in ein Gas, insbesondere
in Luft, oder auch in ein Inertgas, wie Stickstoff.
[0022] Unter dem Begriff "geschlossener Spinnschacht" ist im Rahmen dieser Erfindung ein
Spinnschacht zu verstehen, bei dem die Zu- und Ableitung des Anblasgases hauptsächlich,
beispielsweise zu mehr als
90 %, über die Zuführ- und die Abführleitungen für das Anblasgas erfolgt, und bei dem
nur ein geringer Teil des Anblasgases durch die Austrittsöffnung für die gebildeten
Filamente den Spinnschacht verläßt.
[0023] Diese Austrittsöffnung muß daher so ausgestaltet sein, daß sie neben der hohen Durchtrittsgeschwindigkeit
der gebildeten Filamente auch einen guten Abschluß gegen einen Austritt der verunreinigten
Anblasluft im Inneren des Spinnschachtes gestattet.
[0024] So läßt sich beispielsweise der frisch ersponnene Faden durch eine Labyrinthdichtung
nach außen führen oder durch durchlochte Abschlußplatten, unter oder zwischen denen
eine zusätzliche Hilfsabsaugung das mitgerissene Anblasgas absaugt.
[0025] Der Spinnschacht kann mit Unterdruck, Außendruck oder Überdruck betrieben werden.
Vorteilhafterweise wird im Spinnschacht ein geringer Unterdruck aufrechterhalten,
vorzugsweise ein Unterdruck zwischen
20 und
150 Pa, gegen die Umgebung. Diese Variante verhindert bei Undichtigkeiten bzw. bei Druckschwankungen
ein sofortiges Ausströmen der verunreinigten Anblasluft in die Umgebung.
[0026] Die erzeugten Filamente werden nach dem Extrudieren durch die Spinndüse einer Zwangsabkühlung
im Spinnschacht durch Anblasen mit einem Gas unterworfen. Dabei können alle an sich
üblichen Verfahren des Anblasens zum Einsatz kommen. Neben der möglichen Queranblasung
kommt insbesondere die zentrale Anblasung in Frage. Davon ist insbesondere die Anblasung
von innen nach außen bevorzugt. Als Gas kann Inertgas, wie Stickstoff eingesetzt werden.
Bevorzugt ist Luft.
[0027] Die Spinnabzugsgeschwindigkeit der Filamente beim Verlassen des Spinnschachts kann
mehr als
500 m/min betragen, vorzugsweise zwischen
800 und
5000 m/min, und insbesondere
1000 bis
2000 m/min.
[0028] Zweckmäßigerweise bringt man auf die Filamente beim Verlassen des Spinnschachtes
eine übliche Verstreckpräparation auf. Dies kann kurz vor, während oder kurz nach
dem Verlassen des Spinnschachtes erfolgen. Die Präparation kann aber auch anderen
Stellen der Produktionsanlage aufgebracht werden. Das Aufbringen der Präparation kann
mit allen dafür bekannten Mitteln erfolgen, beispielsweise durch Aufsprühen oder durch
Aufbringen mit einer Präparationsrolle.
[0029] Das mit schwefelhaltigen Gasen und/oder Dämpfen beladene Anblasgas wird aus dem Spinnschacht
über eine oder mehrere Abführleitungen einem Gasreinigungssystem zugeführt. Es hat
sich gezeigt, daß die verbrauchte Anblasluft durch Kontakt mit einem Adsorptionsmittel
für besagte störende Gase und/oder Dämpfe gereinigt werden muß.
[0030] Beispiele für geeignete Adsorptionsmittel sind Silicagel oder insbesondere Aktivkohle.
Die Adsorptionsmittel werden bevorzugt in faßförmigen mit Zu- und Ableitung und vorzugsweise,
dem erforderlichen Ventilator versehenen Gefäßen eingesetzt. Solche Gasreinigungssysteme
sind im Handel in Modulbauweise erhältlich.
[0031] Nach dem Verlassen des Spinnschachtes und gegebenenfalls dem Präparieren werden die
ersponnenen Filamente in an sich bekannter Weise nachbehandelt. Dazu werden sie beispielsweise
einer Avivierung, einer Verstreckung, die gegebenenfalls auch mehrstufig sein kann
und gegebenenfalls einer Fixierung unterworfen. Die Nachbehandlung kann kontinuierlich
direkt nach dem Abziehen aus der Spinnmaschine erfolgen oder nach einer Zwischenlagerung
der frisch ersponnenen Filamente.
[0032] Am Ende der Nachbehandlungsstufe werden die erhaltenen Filamente entweder aufgespult
oder in an sich bekannter Weise zu Stapelfasern zerschnitten.
[0033] Die Erfindung betrifft auch eine besonders ausgestaltete Vorrichtung gemäß Anspruch
13 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bevorzugte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Ansprüchen
14 bis
17 definiert.
[0034] In Figur 1 ist ein Beispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Das
zu verspinnende thermoplastische Polymere wird über einen Extruder (
1) aufgeschmolzen und zu einer Spinnpumpe (
2) transportiert. Der Extruder wird beispielsweise mit Polymerschnitzeln beschickt.
Die Spinnpumpe (
2) speist das Spinnpack (
3), welches Filter (
4) und Spinndüsen (
5) enthält. Die Spinndüsen (
5) münden direkt in einen geschlossenen Spinnschacht (
6), welcher zumindest eine Zuführleitung (
7) und eine Abführleitung (
8) für das Anblasgas aufweist. In der Darstellung der Figur
1 sind zwei Abführleitungen (
8) für das Anblasgas am oberen und am unteren Ende des Spinnschachtes dargestellt.
Zusätzlich ist in dieser Figur
1 noch eine Hilfsabsaugleitung (
12) für das Anblasgas vorgesehen, die am unteren Ende des Spinnschachtes neben der Austrittsöffnung
für die Filamente angebracht ist. In der Darstellung der Figur
1 sind sämtliche Abführleitungen für das Anblasgas mit einem Gasreinigungssystem (
9) ausgestattet. Es ist aber durchaus möglich, alle Abführleitungen in ein Gasreinigungssystem
münden zu lassen. Aus dem Gasreinigungssystem wird die gereinigte Anblasluft über
Pumpen (
18) abgezogen.
[0035] Ferner ist in Figur
1 eine zentrale Anblasvorrichtung (
11) dargestellt, von welcher das Anblasgas (
10) radial von innen nach außen durch die gebildeten Filamente strömt. Solche Anblasvorrichtungen
können aus Rohren gebildet werden, deren Mantel Bohrungen oder andere Öffnungen, wie
Schlitze oder Siebe aufweisen oder der vorzugsweise aus Sintermetall besteht.
[0036] Die zentrale Anblasung von innen nach außen ist besonders vorteilhaft, da mit dieser
Ausführungsform ein besonders stabiler Lauf der Filamente ermöglicht wird.
[0037] Nach dem Verlassen des Spinnschachtes durch die Austrittsöffnung (
13) werden die Filamente (
14) mittels Auftragsrollen (
15) präpariert, über eine Umlenkgalette (
16) geführt und auf eine Spule (
17) aufgespult. Die ersponnenen Filamente können anschließend einer Weiterverarbeitung
zugeführt werden.
[0038] Zur Steuerung des Druckes innerhalb des Spinnschachtes wird das Anblasgas zweckmäßigerweise
über einen Ventilator durch die Zuführleitung (
7) in den geschlossenen Spinnschacht (
6) eingeblasen. Mindestens eine der Abführleitungen (
8) ist mit einem zweiten Ventilator ausgestattet, beispielsweise die Absaugleitung
am unteren Ende des Spinnschachtes in der Figur
1. Im Normalbetrieb läßt sich der Druck im Innern des Spinnschachtes über die unterschiedliche
Leistung der Ventilatoren in der Zu- und Abführleitung regulieren.
[0039] Zum Bedienen der Spinnanlage muß der Spinnschacht im Betrieb der Anlage geöffnet
werden. Zu diesem Zweck weist der Spinnschacht vorzugsweise unterhalb der Spinndüse
eine Vorrichtung auf, die ein Öffnen des Spinnschachtes beim Betrieb der Anlage gestattet.
Um einen Austritt von verunreinigtem Anblasgas zu verhindern, ist es zweckmäßig, wenn
eine zweite leistungsstarke Absaugung im Bereich der Schachtöffnung unter der Düse,
vorzugsweise beidseitig unter der Düse angebracht wird, die beim Öffnen der Schachttüren
eingeschaltet wird und den Austritt von verunreinigtem Anblasgas in den Raum vor dem
Schacht bei offener Türe verhindert.
1. Verfahren zur Herstellung von Fasern aus Polymeren, die während des Verspinnens störende
Gase und/oder Dämpfe abgeben umfassend die Schritte:
a) Extrudieren des geschmolzenen Polymeren durch eine Spinndüse in einen Spinnschacht,
b) Anblasen der erhaltenen Filamente im Spinnschacht mit einem Gas,
c) Abziehen der gebildeten Filamente aus dem Spinnschacht,
d) Ableitung des Anblasgases aus dem Spinnschacht,
dadurch gekennzeichnet, daß Polymere versponnen werden, die während des Verspinnens
schwefel- und /oder halogenhaltige Gase und/oder Dämpfe abgeben, daß die Extrusion
des geschmolzenen Polymeren durch eine Spinndüse in einen geschlossenen Spinnschacht
erfolgt, daß das Anblasgas und diese Gase und/oder Dämpfe gemäß Schritt d) aus dem
geschlossenen Spinnschacht abgeleitet, in ein Gasreinigungssystem eingeleitet und
durch Kontakt mit einem Adsorptionsmittel von den Gasen und/oder Dämpfen gereinigt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Polymeren um
ein Polyarylensulfid oder eine Mischung von Polyarylensulfiden oder eine Mischung
von Polyarylensulfid und anderen thermoplastischen Polymeren handelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Polyarylensulfid
um p-Polyphenylensuifid oder um eine Mischung von p-Polyphenylensulfiden handelt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Polyphenylensulfide eingesetzt
werden, die bei 320°C eine Schmelzviskosität, gemessen mit einer Schergeschwindigkeit
von 1000 sec-1 (η1000), von 60 bis 150 Pa*s und eine Schmelzviskosität, gemessen mit einer Schergeschwindigkeit
von 3000 sec-1 (η3000), von mehr als 50 Pa*s aufweisen, wobei die Differenz von η1000 und η3000 mehr als 20 Pa*s beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyarylensulfid vor dem
Verspinnen in feinverteilter Form getrocknet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung unter Vakuum
erfolgt, und daß die Trocknung durchgeführt wird, bis ein Wassergehalt des Polymeren
von höchstens 0,01 %, gemessen nach der Methode nach Karl-Fischer, erreicht ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinndüsen mehr als 100
Düsenlöcher aufweisen, die bevorzugt auf konzentrischen Kreisen angeordnet sind.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Spinnschacht ein Unterdruck,
insbesondere ein Unterdruck zwischen 20 und 150 Pa, gegen die Umgebung aufrechterhalten
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderleistung des Polymeren
durch die Spinndüse von mindestens 0,5 g/(min*Loch) gewählt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersponnenen Filamente mit
einer Geschwindigkeit von mehr als 500 m/min, insbesondere von 800 bis 3000 m/min,
aus dem Spinnschacht abgezogen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anblasgas radial auf die
ersponnenen Filamente einströmt, wobei die Anblasung insbesondere von innen nach außen
erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Adsorptionsmittel
für besagte störende Gase und/oder Dämpfe um Aktivkohle handelt.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 12 zur Herstellung
von schmelzgesponnen Filamenten, insbesondere von Multifilamenten aus Polymeren, die
während des Verspinnens störende Gase und/oder Dämpfe abgeben umfassend Extruder (1),
Spinnpumpe (2) und Spinnpack (3) aus Filter (4) und Spinndüsen (5), die in einen geschlossenen
Spinnschacht (6) münden, welcher zumindest eine Zuführleitung (7) und eine Abführleitung
(8) für das Anblasgas aufweist, wobei zumindest eine besagte Abführleitung (8) in
ein Gasreinigungssystem (9) mündet, in welchem das Anblasgas (10) von besagten Gasen
und/oder Dämpfen gereinigt wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (7) in
eine zentrale Anblasvorrichtung (11) mündet, von welcher das Anblasgas (10) radial
von innen nach außen durch die gebildeten Filamente strömt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils am oberen und am
unteren Ende des Spinnschachtes (6) Absaugleitungen (8) für das Anblasgas vorgesehen
sind, die in ein oder jeweils in ein Gasreinigungssystem (9) münden.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Austrittsöffnung
für die Filamente am unteren Ende des Spinnschachtes eine zusätzliche Hilfsabsaugleitung
(12) für das Anblasgas vorgesehen ist, das in ein Gasreinigungssystem (9) mündet.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnschacht unterhalb
der Spinndüse eine Vorrichtung aufweist, die ein Öffnen des Spinnschachtes beim Betrieb
der Anlage gestattet und daß die am oberen Ende des Spinnschachtes (6) vorhandenen
Absaugleitungen (8) für das Anblasgas mit einer leistungsstarken Absaugung versehen
sind, die beim Öffnen der Schachttüren eingeschaltet wird und den Austritt von verunreinigtem
Anblasgas in den Raum vor dem Schacht bei offener Türe verhindert.
1. A process for producing fibers from polymers which give off troublesome gases and/or
vapors during spinning, comprising the steps of:
a) extruding the molten polymer through a spinneret into a spinning shaft,
b) quenching the resulting filaments in the spinning shaft with a gas,
c) taking off the resulting filaments from the spinning shaft,
d) conducting the quench gas away from the spinning shaft,
which comprises the polymers which give off sulfur-and/or halogen-containing gases
and/or vapors during spinning being spun, the extrusion of the molten polymer being
performed through a spinneret into a closed spinning shaft and the quench gas and
said gases and/or vapors being conducted away from the closed spinning shaft according
to step d), being introduced into a gas purification system and being purified by
contact with an adsorbent from said gases and/or vapors.
2. The process as claimed in claim 1, wherein the polymer is a polyarylene sulfide or
a mixture of polyarylene sulfides or a mixture of polyarylene sulfide and other thermoplastic
polymers.
3. The process as claimed in claim 2, wherein the polyarylene sulfide is p-polyphenylene
sulfide or a mixture of p-polyphenylene sulfides.
4. The process as claimed in claim 2, wherein polyphenylene sulfides are used which have,
at 320°C, a melt viscosity, measured at a shear rate of 1000 sec-1 (η1000), of 60 to 150 Pa*s and a melt viscosity, measured at a shear rate of 3000 sec-1 (η3000), of more than 50 Pa*s, the difference between η1000 and η3000 being more than 20 Pa*s.
5. The process as claimed in claim 2, wherein the polyarylene sulfide is dried in a finely
divided form prior to spinning.
6. The process as claimed in claim 5, wherein the drying is performed under vacuum and
the drying is carried out until a water content of the polymer of at most 0.01%, measured
by the Karl-Fischer method, is achieved.
7. The process as claimed in claim 1, wherein the spinnerets have more than 100 spinneret
holes, which are preferably arranged in concentric circles.
8. The process as claimed in claim 1, wherein a reduced pressure is maintained in the
spinning shaft, in particular a pressure reduced by between 20 and 150 Pa, with respect
to the surroundings.
9. The process as claimed in claim 1, wherein a transport rate of the polymer through
the spinneret of at least 0.5 g/(min*hole) is selected.
10. The process as claimed in claim 1, wherein the spun filaments are taken off from the
spinning shaft at a velocity of more than 500 m/min, in particular from 800 to 3000
m/min.
11. The process as claimed in claim 1, wherein the quench gas flows radially onto the
spun filaments, the quench being performed in particular from the inside to the outside.
12. The process as claimed in claim 1, wherein the adsorbent for said troublesome gases
and/or vapors is activated charcoal.
13. An apparatus for carrying out the process as claimed in claims 1 to 12 for producing
melt-spun filaments, in particular multifilaments composed of polymers which give
off troublesome gases and/or vapors during spinning, comprising extruder (1), spinning
pump (2) and spin pack (3) composed of filter (4) and spinnerets (5) which open out
into a closed spinning shaft (6), which is provided with at least one feedline (7)
and one discharge line (8) for the quench gas, in which at least one said discharge
line (8) opens out into a gas purification system (9), in which the quench gas (10)
is purified from said gases and/or vapors.
14. The apparatus as claimed in claim 13, wherein the feedline (7) opens out into a central
quench apparatus (11), from which the quench gas (10) flows radially from the inside
to the outside through the filaments formed.
15. The apparatus as claimed in claim 13, wherein extraction lines (8) for the quench
gas are each provided at the top and bottom ends of the spinning shaft (6), which
open out into a gas purification system (9) or each of which opens out into a gas
purification system (9).
16. The apparatus as claimed in claim 13, wherein next to the outlet orifice for the filaments
at the bottom end of the spinning shaft is provided an additional auxiliary extraction
line (12) for the quench gas, which opens out into a gas purification system (9).
17. The apparatus as claimed in claim 15, wherein the spinning shaft, beneath the spinneret,
has an apparatus which permits the spinning shaft to be opened during operation of
the plant and the extraction lines (8), situated at the top end of the spinning shaft
(6), for the quench gas are furnished with a powerful extractor which is turned on
when the shaft doors are opened and prevents the exit of contaminated quench gas into
the space in front of the shaft when the doors are open.
1. Procédé de fabrication de fibres à partir de polymères, qui pendant le filage dégagent
des gaz et/ou des vapeurs gênants, comprenant les étapes suivantes :
a) extrusion du polymère en fusion à travers une filière dans un entonnoir de filage,
b) soufflage des filaments formés dans l'entonnoir de filage, au moyen d'un gaz,
c) tirage des filaments formés hors de l'entonnoir de filage,
d) évacuation du gaz de soufflage hors de l'entonnoir de filage,
caractérisé en ce que l'on file des polymères qui libèrent, pendant le filage des
gaz et/ou des vapeurs du soufre et/ou des halogènes, en ce que l'extrusion du polymère
en fusion se déroule à travers une filière dans un entonnoir de filage fermé, en ce
que le gaz de soufflage et ces gaz et/ou vapeurs de l'entonnoir de filage fermé selon
l'étape d) sont acheminés vers un système de purification de gaz et est purifiés par
contact avec un agent d'adsorption pour les gaz et/ou vapeurs.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, le polymère dont il s'agit
est un polysulfure .d'aryle ou un mélange de polysulfure d'aryle et d'autres polymères
thermoplastiques.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le polysulfure d'aryle dont
il s'agit est un sulfure de p-polyphénylène ou un mélange de sulfures de p-polyphénylène.
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on utilise des sulfures
de polyphénylène qui présentent, à 320°C, une viscosité de fusion de 60 à 150 Pa*s
mesurée avec une vitesse de cisaillement de 1000 sec-1 (η1000), et une viscosité de fusion de plus de 50 Pa*s mesurée avec une vitesse de cisaillement
de 3000 sec-1 (η3000), la différence de η1000 à η3000 correspondant à plus de 20 Pa*s.
5. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le polysulfure d'aryle, avant
le filage, est séché pour prendre une forme finement morcelée.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le séchage est réalisé sous
vide, et que le séchage est réalisé jusqu'à ce que soit atteinte une teneur en eau
du polymère de 0,01 % maximum, mesurée selon la méthode de Karl-Fischer.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les filières présentent plus
de 100 trous de filière, qui sont de préférence aménagés sur des cercles concentriques.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans l'entonnoir de filage,
on maintient une dépression, en particulier une dépression située entre 20 et 150
Pa par rapport à l'environnement.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on choisit une capacité
de transport du polymère à travers la filière d'au moins 0,5 g/(mn*trou).
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les filaments filés sont tirés
hors de l'entonnoir de filage à une vitesse de plus de 500 m/mn, en particulier de
800 à 3000 m/mn.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le gaz de soufflage s'écoule
de manière radiale sur les filaments filés, le soufflage se déroulant en particulier
de l'intérieur vers l'extérieur.
12. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, l'agent d'adsorption pour
les gaz et/ou vapeurs gênants en question est du charbon actif.
13. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendications 1 à 12 pour
la fabrication de filaments filés à chaud, en particulier de multifilaments à partir
de polymères, qui dégagent, au cours du filage, des gaz et/ou des vapeurs gênants,
comprenant une extrudeuse (1), une pompe de filage (2) et un ensemble de filage (3)
composé de filtres (4) et de filières (5), qui débouchent dans un entonnoir de filage
(6) fermé, lequel présente au moins une conduite d'entrée (7) et une conduite d'évacuation
(8) pour le gaz de soufflage, au moins une des conduites d'évacuation (8) en question
débouchant dans un système de purification de gaz (9), dans lequel le gaz de soufflage
(10) est débarrassé des gaz et/ou vapeurs en question.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que la conduite d'entrée (7)
débouche dans un dispositif de soufflage central (11), à partir duquel le gaz de soufflage
(10) s'écoule de manière radiale de l'intérieur vers l'extérieur à travers les filaments
qui sont formés.
15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que à chacune des extrémités
supérieure et inférieure de l'entonnoir de filage (6), des conduites d'évacuation
(8) pour le gaz de soufflage sont prévues qui débouchent chacune ou toutes dans un
système de purification de gaz (9).
16. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que, à côté de l'ouverture
de sortie pour les filaments à l'extrémité inférieure de l'entonnoir de filage, une
conduite d'aspiration de secours (12) supplémentaire est prévue pour le gaz de soufflage,
qui débouche dans un système de purification de gaz (9).
17. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'entonnoir présente au-dessous
de la filière un mécanisme qui permet une ouverture de l'entonnoir de filage en cours
de fonctionnement de l'installation, et en ce que les conduites d'aspiration (8) que
l'on trouve pour le gaz de soufflage à l'extrémité supérieure de l'entonnoir de filage
(6) sont équipées d'une aspiration puissante qui est déclenchée lors de l'ouverture
des entrées de l'entonnoir et empêche le dégagement de gaz de soufflage contaminé
dans l'espace à l'avant de l'entonnoir lorsque les entrées sont ouvertes.
