| (19) |
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(11) |
EP 0 583 602 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.10.1996 Patentblatt 1996/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.07.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65H 45/18 |
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| (54) |
Falzapparat
Folding device
Dispositif de pliage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
17.07.1992 DE 4223524
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.02.1994 Patentblatt 1994/08 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Petersen, Godber
D-86159 Augsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schober, Stefan et al |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 86135 Augsburg 86135 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 10, no. 193 (M-496)(2249) 8. Juli 1986 & JP-A-61 037
667 (HITACHI SEIKO) 22. Februar 1986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen, dem
einzelne, zu falzende Falzbögen oder Falzbogenpakete seriell zuführbar sind.
[0002] Falzapparate für Rollenrotationsdruckmaschinen sind allgemein bekannt. In der DE
33 21 811 C2 wird ein derartiger Falzapparat beschrieben. In ihr werden Falzbögen
über eine erste, obere und untere Bänder aufweisende, druckmaschinennahe, schneller
laufende Bandleitung einer Verzögerungsstrecke zugeführt, hinter der sie einer zweiten,
wiederum obere und untere Bänder aufweisenden, langsamer laufenden, druckmaschinenfernen
Bandleitung oder einem Falzwalzenpaar zugeführt werden. Die Falzbögen werden hintereinander,
d.h. seriell verarbeitet. Dies macht es erforderlich, sie in genau definierter Weise
dem Falzapparat zuzuführen und beispielsweise mit Hilfe der hier beschriebenen Verzögerungsstrecke
eine bestimmte Geschwindigkeit der Falzexemplare beim Durchlauf durch den Falzapparat
zu gewährleisten. Dadurch stößt ein derartiger Falzapparat bei höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten
je nach Falzart und Papiersorte schnell an seine Leistungsgrenze. Weil die zugehörige
Rollenrotationsdruckmaschine in der Regel eine höhere Leistung hat als der nachgeschaltete
Falzapparat, führt dies dazu, daß die Rollendruckmaschine nicht voll ausgefahren werden
kann.
[0003] Aus der EP 0 250 774 B1 ist eine "Vorrichtung zur Aufnahme und Weiterführung von
Falzprodukten" bekannt, in der Falzprodukte nebeneinander gespeichert werden. Eine
etwa zick-zackförmige Trägerstruktur aus beispielsweise elastischen, an den Berührungspunkten
miteinander verschweißten Blechen ist entlang von Führungsschienen verschiebbar. In
zusammengeschobener Form kann die Träger-Struktur von einem Leerspeicher entnommen
und in einen Entlade-, Belade- oder Mischbereich gezogen oder geschoben werden, wo
die auseinandergezogene Trägerstruktur zur Aufnahme von Falzprodukten bereit ist.
Anschließend können die Falzprodukte auf oder in den Trägerstrukturen in einem Speicher
kompakt abgespeichert werden.
[0004] Aus der JP 61-37667 (A) ist eine Falzvorrichtung zum gleichzeitigen Falzen von zwei
Falzexemplaren bekannt, deren Kanten während des Falzvorgangs einander zugewandt sind.
Zwei Falzmesser werden mittels einer Steuerung über einen Nockenantrieb gleichzeitig
zwischen zwei ortsfest drehbar gelagerte Walzen hindurchbewegt und falzen dadurch
die beiden Falzexemplare.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Falzapparat zu schaffen, der
sich auch für die schnelle Verarbeitung von Falzprodukten eignet.
[0006] Bei einem Falzapparat der eingangs genannten Art wird die Aufgabe dadurch gelöst,
daß erste Falzeinheiten vorgesehen sind, daß die Falzbögen oder die Falzbogenpakete
den ersten Falzeinheiten parallel in einer zur Richtung der seriellen Zuführung im
wesentlichen senkrechten Richtung zuführbar und in ihnen parallel gleichzeitig falzbar
sind, wobei die Anzahl der maximal parallel zuführbaren Falzbögen oder Falzbogenpakete
der Anzahl der Falzeinheiten entspricht.
[0007] Eine dem erfindungsgemäßen Falzapparat vorgeschaltete Rollenrotationsdruckmaschine
kann demnach bei höchster Geschwindigkeit betrieben werden; gleichzeitig gewährleistet
der Falzapparat eine hohe Qualität bei großem Durchsatz von Falzexemplaren. Weitere
Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine Transportvorrichtung mit einer Greiferkette,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf eine Transportvorrichtung mit einer Kassette,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht auf eine Falzeinheit,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Vielfachfalzanlage,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht entlang einer Linie I-I der Fig. 3 und einer Linie II-II der Fig.
4,
- Fig. 6
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4,
- Fig. 7
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 5,
- Fig. 8
- eine Schnittansicht entlang einer Linie III-III der Fig. 3,
- Fig. 9
- eine Ansicht in Richtung eines Pfeiles IV der Fig. 3,
- Fig. 10
- eine schematisierte Darstellung nebeneinander geschalteter Falzeinheiten und
- Fig. 11
- eine weitere schematisierte Darstellung nebeneinander geschalteter Falzeinheiten.
[0009] In einer Transportvorrichtung 1 (Fig. 1) werden Falzbögen 9, die zunächst auf einem
Stapel 2 übereinandergeschichtet liegen, von dem Stapel 2 durch eine Greiferkette
3 in an sich bekannter Weise einzeln entnommen. Anstelle der einzelnen Falzbögen 9
können auch Falzbogenstapel entnommen werden. Die Greiferkette 3 weist Greifeinheiten
300 mit Anschlägen 301 auf. Entsprechend dem Abstand der Greifeinheiten 300 haben
auch die Falzbögen 9, die an der Greiferkette 3 hängen, voneinander gleiche Abstände,
und werden in Richtung eines Pfeiles 4 zu Falzeinheiten 8 (Fig. 3) transportiert.
Oberhalb der Falzeinheiten wird die Greiferkette 3 für eine kurze Zeitdauer stillgesetzt.
Eine oberhalb der Greiferkette 3 angeordnete Auslöserschiene 5 mit Auskragungen 501,
die hinter die Anschläge 301 greifen, wird entweder nacheinander oder gleichzeitig
in Richtung von Pfeilen 6, 7 zu der Greiferkette 3 bewegt, so daß die Anschläge 301
durch die Auskragungen 501 geöffnet werden. Dadurch werden die Falzbögen 9 gleichzeitig
den einzelnen Falzeinheiten 8 zugeführt.
[0010] Anstelle der Transportvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 kann auch eine Transportvorrichtung
14 mit Speicherkassetten 140 (Fig. 2) vorgesehen werden. Hierbei liegen bereits einmal
gefalzte Falzbögen 9 in aus der oben genannten DE 36 21 832 C1 an sich bekannter Weise
in zick-zackförmigen Trägerstrukturen 10, 11. Mit Hilfe von an Transportketten 12,
13 befindlichen Mitnehmern 121 werden die Falzbögen 9 aus den Trägerstrukturen 10,
11 mit den Speicherkassetten 140 in Richtung eines Pfeiles 15 auf Schienen 16 herausgezogen.
Die Trägerstrukturen 10, 11 weisen Abstandshalter 100 auf, durch die die Falzbögen
9 voneinander gleichbeabstandet gehalten werden. Anschließend werden die Trägerstrukturen
10, 11 mit den Falzbögen 9 jeweils auf eine Position oberhalb der Falzeinheiten 8
(Fig. 3) gebracht. Jede der Falzeinheiten 8 weist jeweils ein Paar Transportwalzen
17 auf, das sich in Richtung eines Pfeiles 18 in eine Position 17' bewegen läßt. Dabei
werden die Transportwalzen 17 gleichzeitig zusammengeschoben, so daß sie den Falzbogen
9 greifen. Gleichzeitig wird der Falzbogen 9 dadurch freigegeben, daß sich die Trägerstrukturen
10, 11 in Richtung von Pfeilen 19, 20 auseinanderbewegen. Dann wird der Falzbogen
9 in Richtung eines Pfeiles 21 transportiert, bis er eine Position 9' einnimmt. Der
Falzbogen 9 gleitet seitlich von Blechen 23, 24, 25, 26, bis er zwischen ihnen in
der Position 9' mit seiner Unterkante auf Anschlägen 27, 28 aufgestützt, liegen bleibt.
Außerdem wird der Falzbogen 9 durch Anschläge 31 und 32, die auf den Schienen 29,
30 befestigt sind und sich zueinander gegenläufig in Richtungen von Pfeilen 33, 34
bewegen, ausgerichtet. Die Bleche 23 sind jeweils über elastische Zungen 35 an Schienen
36 befestigt.
[0011] Ein Falzapparat weist eine Vielzahl der Falzeinheiten 8 auf, die nebeneinander angeordnet
sind, um in einer zur Richtung der seriellen Zuführung der Falzbögen 9, wie sie durch
die Pfeile 4 und 15 angedeutet ist, im wesentlichen senkrechten Richtung (Pfeil 21)
die Falzbögen 9 parallel und gleichzeitig aufzunehmen. Die Richtung der parallelen
Aufnahme kann aber beispielsweise auch um ± 10° von der des Pfeils 21 abweichen.
[0012] Die Falzeinheiten 8 befinden sich, wie bereits oben angedeutet, nebeneinander (Fig.
4), um die Falzbögen 9 gleichzeitig aus den Trägerstrukturen 10, 11 über die Transportwalzen
17 aufzunehmen. Wenn die Falzbögen 9 in Ruhestellung mit ihrer Unterkante auf den
Anschlägen 27, 28 liegen, werden die Bleche 23 über die Schienen 36 in Richtung eines
Pfeiles 37 (Fig. 5) bewegt, und dadurch wird jeweils eine Hälfte jedes Falzbogens
9 gegen die Bleche 24 gedrückt und von diesen gehalten.
[0013] Die Falzeinheiten 8 weisen jeweils eine Falzwalze 38 auf, die fest, aber drehbar
in dem jeweiligen Blech 24 gelagert ist. Jeder der Falzwalzen 38 ist eine weitere
Falzwalze 39 zugeordnet, die in einer gabelförmigen Halterung 40 ebenfalls drehbar
gelagert ist. Durch die Halterung 40 ist die Falzwalze 39 jedoch auch seitlich bewegbar.
Die Halterung 40 wird zwischen den Blechen 25 und Blechen 41 sowie Klötzen 42 und
43 (Fig. 4) längsverschiebbar geführt. Dabei sind die Klötze 42, 43 jeweils an einem
Träger 44 (Fig. 5) befestigt. Über die Halterung 40 und einen Hebel 45, der jeweils
an dem Träger 44 gelagert ist, können die Falzwalzen 39 durch einen beispielsweise
pneumatisch betriebenen Zylinder 46 bewegt werden. Nachdem die Bleche 26 durch eine
gemeinsame Schiene 48 in Richtung des Pfeiles 37 soweit gegen die Bleche 25 bewegt
worden sind, daß die Falzbögen 9 beim Eindringen der Falzmesser 47 straff gehalten
werden, werden die Falzwalzen 39 in eine Position 39' bewegt, um das Eindrücken der
Falzbögen 9 durch die Falzmesser 47 zu erleichtern. Dabei wird nur jeweils eine Hälfte
(d.h. gemäß Fig. 5 die untere Hälfte) in Richtung 34 wegbewegt, während die andere
Hälfte (d.h. die obere Hälfte) zwischen den Blechen 23 und 24 eingeklemmt bleibt,
so daß eine genaue Falzung erzielt wird. Die Falzmesser 47 sind gemeinsam an einer
Schiene 49 (vgl. Fig. 3) befestigt und werden in Richtung des Pfeiles 37 (Fig. 5)
in eine Position 47' bewegt, so daß die abgewinkelten Enden der Falzmesser 47 in die
Falzbögen 9 hineinstoßen und sie eindrücken.
[0014] Um die Falzmesser 47 bei jeder Stärke der Falzbögen 9 mittig zwischen den Falzwalzen
38, 39 einzustellen, sind die Falzmesser 47 durch Ritzel 50, Zahnstangen 51 über Führungen
(vgl. Fig. 3) so angeordnet, daß sie sich in die Richtung des Pfeiles 37 bewegen lassen.
Anschließend werden die Falzwalzen 39 durch die Zylinder 46 aus der Position 39' heraus
in Richtung des Pfeiles 34 in die Position 39 bewegt und erzeugen als Abschluß des
Falzvorgangs den Falzbruch.
[0015] Nach Abschluß des Falzvorgangs, d.h. nach Erzeugung des Falzbruchs, wird der Luftdruck
in den Zylindern 46 soweit reduziert, daß die Falzbögen 9 durch die Drehung der Falzwalzen
38, 39 weitertransportiert werden. Gleichzeitig werden die Falzmesser 47 aus den Positionen
47' in ihre Ausgangslage zurückgezogen. Die Anschläge 28 (Fig. 3) werden über eine
gemeinsame Schiene 58 in eine Position 28' (Fig. 5) gefahren, um die gefalzten Falzbögen
9 abzustützen. Gleichzeitig werden die Falzwalzen 39 über Stirnräder 53, 54 und Kettenräder
55 (Fig. 3, 5, 8) in Richtung eines Pfeiles 56 (Fig. 5, 7) angetrieben, während die
Falzwalzen 38 durch die Reibung mit den Falzbögen 9 in Bewegung gesetzt werden. Die
Kettenräder 55 werden über eine gemeinsame Kette 57 (Fig. 5, 7) angetrieben. Dadurch
gelangen die gefalzten Falzbögen 9 in eine Position 9'' zwischen die Bleche 41 und
Bleche 59, wie insbesondere aus Fig. 6 und Fig. 7 zu entnehmen ist. In dieser Lage
werden die Falzbögen 9, nachdem die Anschläge 28 (Fig. 9) aus der Position 28' in
die Ausgangsposition 28 zurückgefahren sind, von Zahnriemenpaaren 60 in einer Position
60' erfaßt. Die Zahnriemenpaare 60 werden jeweils über Antriebsrollen 601, 602 bewegt,
die über eine (hier nicht dargestellte) Zahnstange analog zu den Transportwalzen 17
aus der Position 60 in die Position 60' bewegt werden. Aus dieser Position werden
die Falzbögen 9 über Führungszungen 61 (Fig. 3) weitertransportiert und beispielsweise
einer Vorrichtung zum Stapeln von Druckprodukten, wie sie aus der DE 38 11 289 C2
bekannt ist, zugeführt.
[0016] Falzeinheiten, die wie die in Fig. 1 bis Fig. 9 beschriebenen Falzeinheiten 8 aufgebaut
sind, lassen sich hintereinanderschalten, um die Falzbögen 9 mehrfach zu falzen. Ein
Falzbogen 62 (Fig. 10) erhält in einer ersten Falzeinheit mit Hilfe von Falzwalzen
63, 64 und eines Falzmessers 65 (Fig. 11) seinen ersten Querfalz entlang einer Falzlinie
66 (Fig. 10). Darauf erhält er einen zweiten
[0017] Querfalz entlang einer Falzlinie 67 mit Hilfe einer zweiten Falzstation, die Falzwalzen
68, 69 und ein Falzmesser 70 (Fig. 10, 11) aufweist. In einer dritten Falzstation
wird ein Längsfalz entlang einer Falzlinie 71 (Fig. 10) mittels Falzwalzen 72, 73
(Fig. 10, 11) und eines Falzmessers 74 (Fig. 11) erzeugt. Derartige Falzstationen
lassen sich in beliebiger Reihenfolge hintereinander anordnen.
[0018] Auf diese Weise arbeitet erfindungsgemäß eine Vielzahl von Falzstationen 8 parallel,
die einfach aufgebaut sind und eine beträchtliche Anzahl von Falzbögen 9 gleichzeitig
verarbeiten. Gegenüber einem rein seriell arbeitenden Falzapparat steht in dem parallel
arbeitenden Falzapparat für jeden Falzvorgang mehr Zeit zur Verfügung, so daß er sich
genau steuern läßt. Durch Hintereinanderschaltung von Falzstationen, wie sie in Fig.
10, 11 dargestellt sind, lassen sich beliebige Spezialfalzungen erzeugen.
1. Falzapparat für eine Rotationsdruckmaschine zum Falzen von Falzbögen (9) oder Falzbogenpaketen,
die einzeln und seriell einer vorgeschalteten Fördereinrichtung (3, 140) zugeführt
werden, welche sich zur gleichzeitigen Zuführung einer Mehrzahl der Falzbögen (9)
oder der Falzbogenpakete, im wesentlichen senkrecht zur seriellen Zufuhr, zu Falzeinheiten
(8) eignet, wobei die Flächen der Falzbögen (9) oder der Falzbogenpakete parallel
einander zugewandt sind, mit Mitteln (23 - 28, 31, 32, (41) zum Positionieren und
Festhalten der Falzbögen (9) oder der Falzbogenpakete, paarweise angeordneten Falzwalzen
(38, 39) und Falzmessern (47), die zum gemeinsamen Falzen der mit ihren Flächen einander
zugewandten Falzbögen (9) oder Falzbogenpakete zwischen die Falzwalzen (38, 39) hindurchführbar
sind, wobei die Anzahl der Falzeinheiten (8) mit den Mitteln (24 - 28, 31, 32, 41),
den Paaren der Falzwalzen (38, 39) und den Falzmessern (47) jeweils der gleichzeitig
maximal verarbeitbaren Anzahl der Falzbögen (9) oder Falzbogenpakete entspricht.
2. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung von
einer Greiferkette (3) zur Zuführung der Falzbögen (9) oder der Falzbogenexemplare
von einem Stapel (2) oder von Speicherkassetten (140) in Trägerstrukturen (10, 11)
gebildet wird.
3. Falzapparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniermittel
erste Bleche (23, 24) und zweite Bleche (25, 41) aufweisen, wobei zur Einleitung des
Falzvorgangs jeweils die eine Hälfte der Falzbögen (9) oder der Falzbogenpakete zwischen
den ersten Blechen (23, 24) festklemmbar ist und die andere Hälfte zwischen den zweiten
Blechen (25, 41) derartig festhaltbar ist, daß sie durch die Bewegung der Falzmesser
(47) aus diesen herausziehbar sind.
4. Falzapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzwalzenpaare
jeweils eine ortsfest gelagerte Falzwalze (38) und eine seitlich bewegbare Falzwalze
(39) umfassen, wobei diese von den ortsfesten Falzwalzen (38) hinwegbewegbar sind,
um das Eindrücken der Falzbögen (9) oder Falzbogenpakete durch die Falzmesser (47)
zu erleichtern.
5. Falzapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die transversal
beweglichen Falzwalzen (39) durch einen pneumatischen Zylinder (46) gemeinsam bewegbar
sind.
6. Falzapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzmesser
(47) über Ritzel (50) und Zahnstangen (51) gemeinsam bewegbar sind.
7. Falzapparat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzmesser (47) an einer
Schiene (49) gemeinsam befestigt sind.
8. Verfahren zum Falzen für eine Rotationsdruckmaschine mit einzelnen und seriellen Zuführen
von Falzbögen (9) oder Falzbogenpaketen zu einer Fördereinrichtung (3, 140), bei dem
die mit ihren Flächen parallel einander zugewandten Falzbögen (9) oder Falzbogenpakete
mittels der Fördereinrichtung (3, 140) gleichzeitig einer ihrer maximalen Anzahl entsprechenden
Anzahl von Falzeinheiten (8) zugeführt werden, indem sie in diese in einer im wesentlichen
senkrecht zu ihrer Transportrichtung liegenden Richtung mit ihren Flächen parallel
einander zugewandt eingeführt und in ihnen positioniert und festgehalten werden, daß
sie durch Falzmesser (47) zwischen paarweise angeordneten Falzwalzen (38, 39) hindurchgeführt
werden, wobei die Anzahl der Falzeinheiten (8) mit den Mitteln (24 - 28, 31, 32, 41)
zum Positionieren und Festhalten der Falzbögen (9) oder Falzbogenpakete, den Paaren
der Falzwalzen (38, 39) und den Falzmessern (47) jeweils der gleichzeitig maximal
verarbeitbaren Anzahl der Falzbögen (9) oder der Falzbogenpakete entspricht.
1. Folding device for a rotary printing machine for folding folded sheets (9) or packs
of folded sheets, which are fed individually and serially to an upstream conveying
device (3, 140), which is suitable for the simultaneous supply of a plurality of folded
sheets (9) or packs of folded sheets, substantially perpendicularly to the serial
supply, to folding units (8), the surfaces of the folded sheets (9) or the packs of
folded sheets facing parallel to each other, having means (23-28, 31, 32, 41) for
positioning and fixing the folded sheets (9) or the packs of folded sheets, folding
rollers (38, 39) arranged in pairs and folding blades (47), which can be passed through
between the folding rollers (38, 39) for the folding in common of the folded sheets
(9) with their surfaces facing each other or of the packs of folded sheets, the number
of folding units (8) with the means (24-28, 31, 32, 41), the pairs of folding rollers
(38, 39) and the folding blades (47) respectively corresponding to the maximum number
of folded sheets (9) or packs of folded sheets which can be simultaneously processed.
2. Folding device in accordance with claim 1, characterised in that the conveying device
is constructed of a gripper chain (3) for feeding the folded sheets (9) or the folded
sheet copies from a batch (2) or from storage cassettes (140) in carrier structures
(10, 11).
3. Folding device in accordance with claim 1 or 2, characterised in that the positioning
means have first plates (23, 24) and second plates (25, 41), one half of the folded
sheets (9) or packs of folded sheets being able to be clamped between the first plates
(23, 24) and the other half being able to be locked between the second plates (25,
41), in such a way that it can be drawn out from these by the movement of the folding
blade (47), in order to initiate the folding process.
4. Folding device in accordance with claims 1 to 3, characterised in that the pairs of
folding rollers respectively comprise a fixed-position folding roller (38) and a laterally
movable folding roller (39), the letter being movable away from the fixed folding
rollers (38) in order to facilitate the penetration of the folded sheets (9) or packs
of folded sheets by the folding blade (47).
5. Folding device in accordance with one of claims 1 to 4, characterised in that the
transversely movable folding rollers (39) can be moved together using a pneumatic
cylinder (46).
6. Folding device in accordance with one of claims 1 to 5, characterised in that the
folding blades (47) are movable together using rack (51) and pinion (50) gearing.
7. Folding device in accordance with claim 6, characterised in that the folding blades
(47) are fixed together to a rail (49).
8. Process for folding for a rotary printing machine with individual and serial supplies
of folded sheets (9) or packs of folded sheets to a conveying device (3, 140), in
which the folded sheets (9) or packs of folded sheets with their surfaces facing parallel
to each other are fed by means of the conveying device (3, 140) simultaneously to
a number of folding units (8) corresponding to its maximum number, by feeding the
sheets into the folding units in a direction substantially perpendicular to their
direction of transportation with their surfaces facing parallel to each other, and
positioning and fixing them in them, the sheets being passed in pairs between folding
rollers (38, 39) via folding blades (47), the number of folding units (8) with the
means (24-28, 31, 32, 41) for positioning and fixing the folded sheets (9) or packs
of folded sheets, the pairs of folding rollers (38, 39) and the folding blades (47)
respectively corresponding to the maximum number of folded sheets (9) or packs of
folded sheets which can be simultaneously processed.
1. Plieuse pour une presse rotative, pour le pliage de feuilles pliées (9) ou de paquets
de feuilles pliées, qui sont envoyées individuellement et en série à un dispositif
d'entraînement (3,140) disposé en amont et qui convient pour réaliser l'envoi simultané
d'une multiplicité des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles pliées, essentiellement
perpendiculairement à l'envoi en série, à des unités de pliage (8), les surfaces des
feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles pliées étant parallèles et tournées
les unes vers les autres, et comportant des moyens (23-28,31,32,41) pour positionner
et retenir fermement les feuilles pliées (9) ou les paquets de feuilles pliées, des
cylindres de pliage (38,39) disposés par couples et des lames de pliage (47), qui,
pour le pliage conjoint des feuilles repliées (9) ou des paquets de feuilles repliées,
dont les faces sont tournées les unes vers les autres, peuvent être insérées entre
les rouleaux de pliage (38,39), le nombre des unités de pliage (8) équipés des moyens
(24-28,31,32,41), des couples des cylindres de pliage (38,39) et des lames de pliage
(47) correspondant respectivement au nombre maximum, pouvant être traité simultanément,
des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles pliées.
2. Plieuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif d'entraînement
est formé par une chaîne à pinces (3) servant à envoyer les feuilles pliées (9) ou
les exemplaires de feuilles pliées depuis une pile (2) ou depuis des cassettes de
stockage (140), dans des structures de support (10,11).
3. Plieuse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les moyens de positionnement
comprennent des premières tôles (23,24) et des secondes tôles (25,41), respectivement
une moitié des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles pliées pouvant être
bloqués fermement entre les premières tôles (23,24) pour le déclenchement du processus
de pliage, tandis que l'autre moitié peut être retenue fermement entre les secondes
tôles (25,41) de telle sorte qu'elles peuvent être retirées de ces tôles sous l'effet
du déplacement des lames de pliage (47).
4. Plieuse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les couples de
cylindres de pliage comprennent chacun un cylindre de pliage (38) monté fixe et un
cylindre de pliage (39) déplaçable latéralement, ce dernier cylindre de pliage pouvant
être écarté des cylindres fixes de pliage (38) de manière à faciliter l'enfoncement
des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles pliées au moyen des lames de pliage
(47).
5. Plieuse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les cylindres
de pliage (39) déplaçables transversalement sont déplaçables en commun par un vérin
pneumatique (46).
6. Plieuse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les lames de
pliage (47) sont déplaçables conjointement par l'intermédiaire de pignons (50) et
de cremaillères (51).
7. Plieuse selon la revendication 6, caractérisée en ce que les lames de pliage (47)
sont fixées en commun sur un rail (49).
8. Procédé de pliage pour une presse rotative avec envoi individuel et en série de feuilles
pliées (9) ou de paquets de feuilles pliées à un dispositif d'entraînement (3,140),
dans lequel les feuilles pliées (9) ou les paquets de feuilles pliées, dont les surfaces
sont parallèles ou qui se font face, sont envoyées simultanément, au moyen du dispositif
d'entraînement (3,140), à un nombre d'unités de pliage (8), qui correspond au nombre
maximal de feuilles ou de paquets de feuilles pliées, par le fait que les feuilles
pliées ou les paquets de feuilles pliées sont introduits dans cette direction essentiellement
perpendiculaire à leur direction de transport, avec leurs surfaces disposées parallèlement
et en vis-à-vis les unes des autres, et sont positionnées et retenues fermement dans
ces unités, que les feuilles pliées ou les paquets de feuilles pliées sont entraînés
par des lames de pliage (47) entre des cylindres de pliage (38,39) disposés par couples,
le nombre des unités de pliage (8) comportant les moyens (24-28, 31, 32, 41) pour
le positionnement et le maintien fixe des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles
pliées, les couples de cylindres de pliage (38,39) et les lames de pliage (47), correspondant
respectivement au nombre maximum des feuilles pliées (9) ou des paquets de feuilles
pliées, que l'on peut traiter simultanément.