[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Transportieren von Kabelabschnitten,
mit Modulgreifern, die an einem Maschinengestell befestigten Bearbeitungsstationen
zugeordnet sind und die einen Kabelabschnitt bei der Bearbeitung festhalten, und mit
Transfergreifern, die verschiebbar am Maschinengestell angeordnet sind und die die
Kabelabschnitte von einer Bearbeitungsstation zu einer anderen transportieren, wobei
die Transfergreifer die Kabelabschnitte jeweils vom Modulgreifer der einen Bearbeitungsstation
übernehmen und dem Modulgreifer der anderen Bearbeitungsstation übergeben.
[0002] Solche Einrichtungen dienen dazu, Abschnitte von elektrischen Kabeln längs einer
Kabelbearbeitungsstrasse taktweise von einer Bearbeitungsstation zur nächsten zu transportieren.
An den Bearbeitungsstation werden die Enden des Kabelabschnittes beispielsweise abisoliert
und mit steckbaren elektrischen Kontaktteilen versehen.
[0003] Mit der EP-A 0 483 462 ist eine Einrichtung bekannt geworden, bei welcher Kabelabschnitte
taktweise mittels Doppelgreifern, die beide Enden eines Kabelabschnittes festhalten,
längs einer Kabelbearbeitungsstrasse transportiert werden. Die Doppelgreifer sind
am äusseren Umfang eines endlosen, umlenkbaren Transportorganes in gleichmässigen
Abständen angeordnet und senkrecht zur Bewegungsrichtung des Transportorganes und
zur Achse der festgehaltenen Enden des jeweiligen Kabelabschnittes drehbar gelagert.
An mindestens zwei Stellen der Kabelbearbeitungsstrasse sind Greifer-Aktivatoren stationär
angeordnet, durch welche die durch die Kraft einer Feder geschlossen gehaltenen Doppelgreifer
für die Aufnahme bzw. Abgabe eines Kabelabschnittes geöffnet werden können. Die Enden
der festgehaltenen Kabelabschnitte werden an Bearbeitungsstationen vorbeigeführt,
wo sie während eines Arbeitsstaktes nach vorheriger Zentrierung des betreffenden Doppelgreifers
bearbeitet werden. Durch eine Schwenkvorrichtung oder eine Drehvorrichtung können
die Doppelgreifer zusammen mit dem festgehaltenen Kabelabschnitt um einen bestimmten
Winkel einrastbar gedreht werden.
[0004] Bei einer anderen Einrichtung für das Transportieren von Kabelabschnitten sind Transfergreifer
und Modulgreifer vorgesehen. Die Modulgreifer sind Bearbeitungsstationen zugeordnet,
die längs einer Kabelverarbeitungsstrasse angeordnet sind. Die Transfergreifer sind
verschiebbar am Maschinengestell der Kabelverarbeitungsmaschine gelagert und sorgen
für den Transport der Kabel von einer Bearbeitungsstation zu einer anderen. Hierbei
wird das eine Ende eines Kabelabschnittes vom Transfergreifer festgehalten und senkrecht
zu dessen Bewegungsrichtung (x-Richtung) zur nächsten Bearbeitungsstation transportiert.
An dieser steht der zugeordnete Modulgreifer bereit um den Kabelabschnitt vom Transfergreifer
zu übernehmen. Nach der Übernahme transportiert der Modulgreifer den Kabelabschnitt
in einer senkrekcht zur Bewegungsrichtung des Transfergreifers verlaufenden Richtung
(y-Richtung) zur Bearbeitungsstation. Während dieser Zeit läuft der Transfergreifer
zur vorhergehenden Bearbeitungsstation zurück, um vom dortigen Modulgreifer den nächsten,
entsprechend bearbeiteten Kabelabschnitt zu übernehmen und wiederum der anderen Bearbeitungsstation
zuzuführen. Der dieser Station zugeordnete Modulgreifer ist inzwischen mit dem entsprechend
bearbeiteten Kabelabschnitt in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt und übergibt diesen
einem weiteren, in Richtung des Bearbeitungsablaufes folgenden Transfergreifer.
[0005] Bei dieser Einrichtung ist die Taktzeit relativ gross, weil die Bewegungen der Greifer
sequentiell erfolgen. Beim Bewegen der Kabel in y-Richtung können sich diese gleichzeitig
auch in x-Richtung verschieben, was bei der Rückführung und anschliessenden Übergabe
an den Transfergreifer nachteilig ist, da dieser einen grossen Fangbereich aufweisen
muss. Ausserdem werden durch die für die Modulgreifer benötigten Verschiebe- und Antriebseinrichtungen
die Kosten der Bearbeitungsstationen zusätzlich vesteuert.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend vom zuletzt genannten Stand der
Technik, eine Einrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welche vorstehend
erwähnte Nachteile nicht aufweist und bei der insbesondere die Taktzeit kleiner ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Hierbei sind die den Bearbeitungsstationen zugeordneten Modulgreifer in Richtung der
Bearbeitungsstationen unbeweglich am Maschinengestell befestigt, während die Transfergreifer
sowohl in einer ersten Richtung des Kabeltransportes zwischen den Bearbeitungsstationen
als auch in einer von der ersten Richtung verschiedenen zweiten Richtung verschiebbar
am Maschinengestell angeordnet sind.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass der Kabeltransport
nur noch vom Transfergreifer durchgeführt wird, wobei dieser sofort nach der Übernahme
des Kabels vom Modulgreifer in einer aus den beiden Richtungen resultierenden Richtung
von einer Bearbeitungsstation zurückfahren bzw. bei der Kabelübergabe auf die andere
zufahren kann, so dass die Zeit eines Arbeitstaktes kürzer wird. Da das Kabel lediglich
vom Transfergreifer transportiert wird, kann keine Verschiebung des Kabels in x-Richtung
auftreten. Durch die in Richtung der Bearbeitungsstationen unbeweglich befestigten
Modulgreifer können die Kosten der Bearbeitungsstationen gesenkt werden.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Grundriss eines Teiles der Einrichtung gemäss dem Stand der Technik in schematischer
Darstellung,
- Fig. 2
- ein Diagramm des Kabelweges zwischen zwei benachbarten Bearbeitungsstationen der Einrichtung
gemäss Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Grundriss eines Teiles der erfindungsgemässen Einrichtung in schematischer Darstellung,
- Fig. 4
- ein Diagramm des Kabelweges zwischen zwei benachbarten Bearbeitungsstationen der Einrichtung
gemäss Fig. 3, und
- Fig. 5
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Transfereinheit der Einrichtung gemäss
Fig. 3.
[0011] In der Fig. 1 ist mit 10 ein Maschinengestell einer Kabelverarbeitungsmaschine bezeichnet,
an welchem Bearbeitungsstationen 11 befestigt sind. Den Bearbeitungsstationen 11 sind
Modulgreifer 12 zugeordnet, mittels welchen Kabelabschnitte 13 festgehalten werden
und den Bearbeitungsstationen 11 zugeführt werden können. Die Modulgreifer 12 sind
in einer Richtung y verschiebbar am Maschinengestell 10 angeordnet. Auf einer mit
dem Maschinengestell 10 verbundenen Führung 14 sind Transfergreifer 15 in einer senkrecht
zur Richtung y verlaufenden Richtung x verschiebbar angeordnet. Mittels der Transfergreifer
15 werden die Kabelabschnitte 13 von einer Bearbeitungsstation 11 in Richtung des
Bearbeitungsablaufes zur nächsten Bearbeitungsstation 11 transportiert.
[0012] Mit Bezug auf Fig. 2 wird der Kabelabschnitt 13 vom Modulgreifer 12 in Richtung y
von der Stellung 1 in die Stellung 2 transportiert und dem Transfergreifer 15 übergeben.
Der Transfergreifer 15 bringt den Kabelabschnitt 13 in Richtung x in die Stellung
3, wo er vom dortigen Modulgreifer 12 übernommen und in Richtung y in Stellung 4 gebracht
wird, während der Transfergreifer 15 von Stellung 3 zwecks Übernahme eines weiteren
Kabelabschnittes 13 in Stellung 2 zurückläuft.
[0013] In der Fig. 3 ist mit 20 ein Maschinengestell einer Kabelverarbeitungsmaschine bezeichnet,
an welchem Bearbeitungsstationen 21 befestigt sind. Den Bearbeitungsstationen 21 sind
Modulgreifer 22 zugeordnet, die in Richtung der Bearbeitungsstationen unbeweglich
am Maschinengestell 20 befestigt sind und mittels welchem Kabelabschnitte 23 während
der Bearbeitung festgehalten werden. Auf einer mit dem Maschinengestell 20 verbundenen
Führung 24 sind nachstehend anhand der Fig. 5 näher beschriebene Transfereinheiten
25 in einer ersten Richtung x' geradlinig verschiebbar angeordnet. Mit 26 sind Transfergreifer
bezeichnet, die in einer senkrecht zur ersten Richtung x' verlaufenden zweiten Richtung
y' geradlinig verschiebbar auf den Transfereinheiten 25 angeordnet sind. Mittels der
Transfereinheiten 25 bzw. Transfergreifer 26 werden die Kabelabschnitte 23 von einer
Bearbeitungsstation 21 in Richtung des Bearbeitungsablaufes zur nächsten Bearbeitunsstation
21 transportiert, wobei das eine Ende des Kabelabschnittes 23 vom Transfergreifer
26 festgehalten und das andere Ende in einer nicht dargestellten Kabelwanne geführt
wird.
[0014] Mit Bezug auf Fig. 4 wird der in Stellung 1 vom Modulgreifer 22 an den Transfergreifer
26 übergebene Kabelabschnitt 23 in Richtung y' bewegt, wobei sich gleichzeitig die
Transfereinheit 25 in Richtung x' in Bewegung setzt. Hierbei wird der Transfergreifer
26 und mit ihm der Kabelabschnitt 23 in einer aus der ersten und zweiten Richtung
x', y' resultierenden Richtung geführt bis Stellung 2 erreicht ist, in welcher die
Bewegung des Transfergreifers 26 in Richtung y' beendet ist. In Stellung 3 beginnt
der Transfergreifer 26 bei weiterlaufender Transfereinheit 25 wieder in Richtung y'
zu laufen, so dass der Kabelabschnitt 23 in einer aus der ersten und zweiten Richtung
x', y' resultierenden Richtung geführt wird, bis Stellung 4 erreicht ist. In Stellung
4 übergibt der Transfergreifer 26 den Kabelabschnitt 23 an den dortigen Modulgreifer
22 und wird zusammen mit der Transfereinheit 25 zwecks Übernahme eines weiteren Kabelabschnittes
23 in Stellung 1 zurück geführt.
[0015] Wenn die Platzverhältnisse es erfordern, kann nach einem, der Fig. 2 ähnlichen Bewegungsablauf,
der Transfergreifer 26 bei stehender Transfereinheit 25 von Stellung 1 in Richtung
y' in Stellung 2 fahren, wonach die Transfereinheit 25 den Kabelabschnitt 23 in Richtung
x' in Stellung 3 und danach der Transfergreifer 26 bei stehender Transfereinheit 25
in Richtung y' in Stellung 4 transportiert.
[0016] Gemäss Fig. 5 weist die Transfereinheit 25 einen Schlitten 27 auf, an welchem ein
Schieber 28 angeordnet ist. Der Schieber 28 trägt den Transfergreifer 26 und wird
auf am Schlitten 27 vorgesehenen Führungsstangen 29 verschiebbar geführt. Mit 30 ist
ein am Schlitten 27 befestigter Kolben bezeichnet, der in einer im Schieber 28 befindlichen
Bohrung 31 geführt wird. Über mit der Bohrung 31 verbundene Öffnungen 32, 33 kann
ein Druckmedium, wie beispielsweise Druckluft, zum Zwecke der Verschiebung des Schiebers
28 zugeführt werden. Am Schlitten 27 ist ein Lagerteil 34 befestigt, an welchem Rollen
35 gelagert sind. Die Rollen 35 laufen auf am Maschinengestell 20 befestigten Säulen
36, wobei die Rollen 35 und die Säulen 36 die Führung 24 (Fig. 3) bilden.
[0017] Der Transfergreifer 26 kann auch an einem Hebel befestigt werden, der drehbar an
der Transfereinheit 25 angeordnet ist und zwecks Verdrehung mit dem Kolben eines an
der Transfereinheit 25 schwenkbar gelagerten Kolben-Zylinderantribes gelenkig verbunden
ist. Hierbei wird der Transfergreifer 26 bei der Verdrehung des Hebels in Richtung
y' kurvenförmig verschoben.
1. Einrichtung zum Transportieren von Kabelabschnitten mit Modulgreifern (22), die an
einem Maschinengestell (20) befestigten Bearbeitungsstationen (21) zugeordnet sind
und die einen Kabelabschnitt (23) bei der Bearbeitung festhalten, und mit Transfergreifern
(26), die verschiebbar am Maschinengestell (20) angeordnet sind und die die Kabelabschnitte
(23) von einer Bearbeitungsstation (21) zu einer anderen transportieren, wobei die
Transfergreifer (26) die Kabelabschnitte (23) jeweils vom Modulgreifer (22) der einen
Bearbeitungsstation (21) übernehmen und dem Modulgreifer (22) der anderen Bearbeitungsstation
(21) übergeben,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Modulgreifer (22) in Richtung der Bearbeitungsstationen (21) unbeweglich
am Maschinengestell (20) befestigt sind, und die Transfergreifer (26) sowohl in einer
ersten Richtung (x') als auch in einer von der ersten Richtung (x') verschiedenen
zweiten Richtung (y') des Kabeltransportes zwischen den Bearbeitungsstationen (21)
verschiebbar am Maschinengestell (20) angeordnet sind.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transfergreifer (26) geradlinig verschiebbar am Maschinengestell (20) angeordnet
sind, wobei die zweite Richtung (y') senkrecht zur ersten Richtung (x') verläuft.
3. Einrichtung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transfergreifer (26) in der ersten Richtung (x') geradlinig verschiebbar
und in der zweiten Richtung (y') kurvenförmig verschiebbar am Maschinengestell (20)
angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transfergreifer (26) im Bereiche der Bearbeitungsstationen (21) in der ersten
und zweiten Richtung (x', y') gleichzeitig verschoben wird, so dass ein transportierter
Kabelabschnitt (23) in einer daraus resultierenden Richtung geführt wird.
5. Einrichtung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transfergreifer (26) aufeinanderfolgend in der ersten und zweiten Richtung
(x', y') verschoben wird.
6. Einrichtung nach Patentasnpruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transfergreifer (26) auf einer Transfereinheit (25) angeordnet ist, die mittels
Rollen (35) auf am Maschinengestell (20) befestigten Säulen (36) verschiebbar geführt
wird.
7. Einrichtung nach Patentanspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Transfereinheit (25) einen Schlitten (27) aufweist, an welchem ein Schieber
(28) angeordnet ist,
- dass der Transfergreifer (26) fest mit dem Schieber (28) verbunden ist,
- dass am Schlitten (27) Führungsstangen (29) vorgesehen sind, auf welchen der Schieber
(28) verschiebbar geführt ist,
- dass am Schlitten (27) ein Kolben (30) befestigt ist, der in einer im Schieber (28)
befindlichen Bohrung (31) geführt wird, und
- dass mit der Bohrung (31) verbundene Öffnungen (32, 33) vorgesehen sind, über welche
zum Zwecke der Verschiebung des Schiebers (28) ein Druckmedium zugeführt werden kann.
8. Einrichtung nach Patentanspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transfergreifer (26) an einem drehbar an der Transfereinheit (25) angeordneten
Hebel befestigt ist, der zwecks Verdrehung mit dem Kolben eines an der Transfereinheit
(25) schwenkbar gelagerten Kolben-Zylinderantriebes gelenkig verbunden ist.