[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Zerspanen Von Hölzern unterschiedlicher
Länge und Formgebung, insbesondere von Rundholz, das weitgehend in Längsausrichtung
über- und nebeneinander zumindest in angenähert faserparalleler Lage zueinander geschichtet
und so zu einem Langholzpaket bestimmten Querschnitts zusammengefaßt in Längsrichtung
taktweise vorgeschoben, nach jedem Vorschubtakt um eine der Vorschubstrecke und zugleich
der nutzbaren Zerspanungslänge entsprechende Paketlänge zu jeweils gleich langen Kurzholzpaketen
abgelängt und dabei beidseitig der Trennebene mit lotrechten Druckkräften beaufschlagt
wird, wobei die so gebildeten Kurzholzpakete in kontinuierlicher Aufeinanderfolge
quer zu ihrer Faserausrichtung vorgefördert, dabei zumindest auf ihrer Unterseite
und den beiden Stirnseiten abgestützt und schließlich faserparallel zerspant werden.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Zerspanen von
Hölzern unterschiedlicher Länge und Formgebung, mit einer Holzzuführrinne zur Aufnahme
der weitgehend in Längsausrichtung über- und nebeneinander zumindest in angenähert
faserparalleler Lage zueinander geschichteten und so zu einem Langholzpaket bestimmten
Querschnitts zusammengefaßten Hölzer, mit Vorschubelementen zum taktweisen Vorschub
dieses Langholzpaketes vorbei an einer Ablängvorrichtung, mit beidseitig der Trennebene
angeordneten, lotrechte Druckkräfte auf das Langholzpaket ausübenden Druckeinrichtungen
und mit einem Zerspanungsförderer, dessen Breite der Länge des Kurzholzpaketes bzw.
der nutzbaren Länge eines Zerspanungswerkzeuges entspricht, und der die Kurzholzpakete
zumindest auf ihrer Unterseite und ihren beiden Stirnseiten abstützt und quer zu ihrer
Faserrichtung dem Zerspanungswerkzeug zur faserparallelen Zerspanung zuführt.
[0003] Als gattungsbildender Stand der Technik wurde die deutsche Auslegeschrift 2 135 930
berücksichtigt, in der ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Zerspanen von Abfallholz
unterschiedlicher Länge und Durchmesser beschrieben sind. Danach werden die Holzstücke
weitgehend in Längsausrichtung über- und nebeneinander zumindest in angenähert faserparalleler
Lage zueinander geschichtet und so zu einer bestimmten Querschnittseinheit zusammengefaßt.
Anschließend werden die Holzstücke in Längsrichtung taktweise vorgeschoben und nach
jedem Vorschubtakt um eine der Vorschubstrecke entsprechende Teillänge abgelängt.
Das abgetrennte Kurzholzpaket wird angenähert senkrecht zu seiner Längsausrichtung
zu einem Block zusammengepreßt, der nach abgeschlossenem Preßvorgang in einer kontinuierlichen
Aufeinanderfolge zu dem vorangehenden Kurzholzpaket quer zu seiner Längsausrichtung
der Zerspanungsmaschine zugeführt wird.
[0004] Die vorbekannte Anlage arbeitet wie folgt: Die sich aus Abfallholz zusammensetzenden
Holzstücke unterschiedlicher Länge, Dicke und Form werden neben- und übereinander
so in die Holzzuführrinne gelegt, daß deren Querschnitt weitgehend ausgefüllt ist.
Das so gebildete Langholzpaket wird taktweise vor- und damit an der Ablängvorrichtung
vorbeigeschoben, die als Band-, Ketten- oder Kreissäge oder aber auch als hydraulisch
betätigte Scherenwerkzeuge ausgebildet sein kann. Hier wird von dem vorgeschobenen
Langholzpaket ein Kurzholzpaket abgetrennt, dessen Länge der Arbeitslänge eines nachgeschalteten
Messerwellen-Zerspaners entspricht. Beim Ablängprozeß wird das Holz bereits über eine
Vorpresse in seiner räumlichen Lage zueinander vorverdichtet und während des Ablängprozesses
festgehalten. Dieses abgetrennte Kurzholzpaket wird dann in einer der Ablängvorrichtung
nachgeschalteten, mit der Holzzuführrinne fluchtenden Preßkammer durch einen Preßstempel
soweit verdichtet, daß ein zusammenhaltender kompakter Block aus angenähert faserparallelen
Abfallstücken entsteht. Dieser Block wird dann mit Hilfe eines Ausstoßstempels in
einen Zerspanerschacht und damit in den Wirkungsbereich von hier umlaufenden Kettenförderern
gestoßen, wobei der Block aufgrund seiner hohen Vorkomprimierung nicht auseinanderfallen
soll. Im Zerspanerschacht folgt somit ein Block lückenlos auf den vorangehenden Block,
so daß sich eine kompakte Holzsäule ergibt, die unter Einwirkung eines kontinuierlich
arbeitenden Kettenvorschubs ständig gegen die Messerwelle des Zerspaners vorgeschoben
und gleichmäßig zerspant wird.
[0005] Soll bei dieser vorbekannten Anlage der abgetrennte Block auf seinem weiteren Transport
nicht auseinanderfallen, müssen sehr hohe Preßdrücke aufgewendet werden. Hierbei wird
das spezifische Gewicht des Holzes erhöht und seine Faserstruktur zumindest teilweise
zerstört. Für Rundhölzer ist eine derartige Vorrichtung daher ungeeignet.
[0006] Nachteilig bei der vorbekannten Anlage ist ferner, daß nach dem Trennvorgang der
in der Preßkammer befindliche Block erst aus der Preßkammer herausgestoßen werden
muß, bevor ein weiterer Vorschubtakt des Langholzpaketes erfolgen kann. Mit der Rückholung
des Ausstoßers ist ein entsprechender Zeitverlust verbunden. Nachteilig ist ferner,
daß beim taktweisen Vorschub des Langholzpaketes kleine Holzabschnitte oder Stammendscheiben,
die vor dem vorfahrenden Langholz liegen, sich quer setzen oder aber nach vorn abkippen
können. Damit wird das Füllvolumen in der Preßkammer vermindert; zahlreiche Reststükke
werden mehr oder weniger senkrecht zur Faser zermahlen anstatt faserparallel zerspant
zu werden, wodurch der Energiebedarf und der Anteil unerwünschten Feingutes erheblich
ansteigen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren sowie
die beschriebene Vorrichtung hinsichtlich der Zerspanungsleistung zu verbessern. Dabei
wird angestrebt, im Zerspanungsbereich eine kontinuierliche Holzvorschubgeschwindigkeit
von 5300 mm/min. zu erreichen, die zur Erzeugung von Spänen mit Spandicken über 0,6
mm bei hoher Kapazität notwendig ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich des Verfahrens dadurch gelöst, daß
bei der Ausführung des Trennschnitts oder unmittelbar anschließend in die Trennebene
zumindest ein Abstützelement zur Abstützung der vorlaufenden Stirnfläche des Langholzpaketes
sowie der rückseitigen Stirnfläche des Kurzholzpaketes eingesteuert wird, daß unmittelbar
anschließend das Langholzpaket zusammen mit dem gerade abgetrennten Kurzholzpaket
und dem dazwischen eingeschlossenen Abstützelement in gleicher Richtung um einen Vorschubtakt
vorgefördert wird, daß das Abstützelement nach Abschluß dieses oder weiterer Vorschubtakte
wieder zurückgefördert wird in den Einsteuerungsbereich der Trennebene, und daß jedes
Kurzholzpaket gefügeverschiebungsfrei bis zum Zerspanungswerkzeug tragend transportiert
wird.
[0009] Ausgehend von der eingangs beschriebenen Vorrichtung wird die genannte Aufgabe dadurch
gelöst, daß dem Zerspanungsförderer ein Kurzholzpaket-Förderer vorgeschaltet ist,
der mit der Holzzuführrinne fluchtet und eine Länge von zumindest zweimal der Länge
eines Kurzholzpaketes aufweist, daß bei jedem taktweisen Vorschub des Langholzpaketes
zwischen dessen vorlaufender Stirnfläche und der rückseitigen Stirnfläche des sich
anschließenden Kurzholzpaketes eine Abstützplatte und für diese ein Rückförderer,
vorgesehen ist, der die am Ende des Kurzholzpaket-Förderers angekommene Abstützplatte
erfaßt, in den Bereich der Trennebene zurückfördert und dort wieder in die Stirnseitenabstützposition
einsteuert.
[0010] Erfindungsgemäß wird somit verhindert, daß die beim Ablängen eines Kurzholzpaketes
aufgrund der unsortierten Längen im Langholzpaket unvermeidbar anfallenden Reststücke
(Stammendscheiben) beim Vorschub des Langholzpaketes nach vorn abkippen und zu den
eingangs beschriebenen Nachteilen führen.
[0011] Da erfindungsgemäß das abgetrennte Kurzholzpaket zumindest noch einmal um einen Vorschubtakt
in Längsrichtung der Holzzuführrinne weitergefördert wird, kann die jeweilige Abförderung
eines Kurzholzpaketes auf den Zerspanungsförderer während des Trennvorganges durchgeführt
werden; außerdem kann das gerade abgetrennte Kurzholzpaket immer gleichzeitig mit
dem Langholzpaket um einen Vorschubtakt vorgefördert werden.
[0012] Die Ablängvorrichtung kann erfindungsgemäß eine von unten nach oben schneidende Säge
sein. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Ablängvorrichtung bei Ausbildung als Kettensäge
mit einem breiten Schwert versehen ist, das eine provisorische Stirnwandabstützung
darstellt. Gearbeitet wird dann also nur mit einer Säge, der - sobald sie in Ausgangsposition
zurückfährt - eine Trennwand direkt nacheilt, die anschließend zusammen mit dem Holzpaket
horizontal verfahren wird. Ordnet man die Säge unterhalb des Holzstapels an, so würde
zusammen mit der zurückfahrenden Säge eine Trennwand von oben nach unten der Säge
in kurzem Abstand nacheilen. Der dazu erforderliche relativ breite Sägentrennschnitt
kann ohne weiteres in Kauf genommen werden, zumal über die Ausbildung der Sägenzähne
oder Trennelemente die Spanform so beeinflußt werden kann, daß brauchbares Nutzgut
für die Plattenproduktion entsteht. Nachteilig bei diesem Konzept ist jedoch die verhältnismäßig
große Trenndauer bei dem Einsatz nur einer Säge. Ferner kann es nachteilig sein, daß
die Verklemmungsgefahr zwischen Holz und Säge mit zunehmender Einschneidtiefe steigt.
Normale Kettensägen haben sich daher in diesem Zusammenhang nicht bewährt.
[0013] In einer Alternativlösung könnte die Ablängvorrichtung auch eine von oben nach unten
sowie eine von unten nach oben schneidende Säge umfassen. In diesem Fall würde die
obere Säge das Holzpaket nur bis etwa zur Mitte der Schichthöhe durchtrennen, wobei
sie von oben nach unten schneidet. Anschließend schneidet dann die untere Säge von
unten nach oben ebenfalls bis zu Mitte der Schichthöhe. Kurz bevor die untere Säge
ihre Endposition erreicht hat, wird die obere Säge in ihre Ausgangsposition zurückgefahren,
damit die untere Säge dann im Schnellvorschub bis zur Oberkante des Holzpaketes durchfahren
kann, um den Sägenspalt von etwaig eingedrungenen kleineren Holzstücken zu befreien.
Anschließend können dann beide Sägen berührungslos gegeneinander in Mittenposition
fahren, in der sie eine provisorische Trennwand bilden zwischen der nunmehr vorderen
Stirnseite des Holzpaketes und der rückseitigen Stirnseite des gerade abgetrennten
Kurzholzpaketes.
[0014] Schließlich wird erfindungsgemäß jedes Kurzholzpaket auf seinen beiden Stirnseiten
von der Ablängvorrichtung bis zum Zerspanungswerkzeug ständig abgestützt, so daß in
Verbindung mit den übrigen Abstützungen des Kurzholzpaketes der Transport des Kurzholzpaketes
tragend und somit gefügeverschiebungsfrei erfolgt.
[0015] Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist erstmalig die Möglichkeit geschaffen, bei einer
Breite der Holzzuführrinne von 1500 mm etwa alle 17 Sekunden ein Kurzholzpaket abzutrennen
und mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 5300 mm/min. dem Zerspanungswerkzeug zuzuführen.
Dies führt zu einer wesentlichen Steigerung der Zerspanungskapazität.
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden in Verbindung
mit weiteren Vorteilen der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0017] In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- - eine Zerspanungsanlage in Draufsicht;
- Figur 2
- - die Anlage gemäß Figur 1 in Seitenansicht;
- Figur 3
- - einen Rückförderer in Stirnansicht und
- Figur 4
- - den Rückförderer gemäß Figur 3 in Draufsicht.
[0018] Dargestellt ist eine Anlage zum kontinuierlichen Zerspanen von Langhölzern, insbesondere
Rundholz. Die wesentlichen Komponenten der Anlage sind eine Holzzuführrinne 1, eine
diese stirnseitig begrenzende Ablängvorrichtung 2, ein mit der Holzzuführrinne 1 fluchtender
Kurzholzpaket-Förderer 3, ein sich rechtwinklig an diesen anschließender Zerspanungsförderer
4 sowie ein letzteren stirnseitig abschließendes Zerspanungswerkzeug 5, das im Ausführungsbeispiel
als Messerwelle dargestellt ist, aber auch ein Scheibenzerspaner sein könnte.
[0019] Die Holzzuführrinne 1 dient zur Aufnahme der weitgehend in Längsausrichtung über-
und nebeneinander zumindest in angenähert faserparaller Lage zueinander geschichteten
und so zu einem Langholzpaket bestimmten Querschnitts zusammengefaßten Hölzer 6. Der
Boden der Holzzuführrinne 1 ist ein taktweise angetriebenes Plattenband 7, dessen
vorderer Umlenkung eine Holzabschiebeplatte 8 nachgeordnet ist, die fest mit den Seitenwänden
9 der Holzzuführrinne 1 verbunden ist und Verklemmungen der Hölzer 6 im Bereich der
Umlenkung des Plattenbandes 7 verhindern soll.
[0020] Die der Holzzuführrinne 1 nachgeordnete Ablängvorrichtung 2 umfaßt in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel eine obere, von unten nach oben arbeitende Säge 10. Beidseitig
der durch die Ablängvorrichtung 2 gebildeten Trennebene 12 sind lotrechte Druckkräfte
auf das Langholzpaket ausübende Druckeinrichtungen 14,15 vorgesehen. Diese sind stationär
angeordnet und weisen druckabhängig einzeln betätigbare verzahnte Stachelwalzen 16
auf. Diese als Holzniederdrücker arbeitenden Druckeinrichtungen 14,15 können grundsätzlich
gleich ausgebildet sein, wobei zumindest die der Trennebene 12 nachgeordnete Druckeinrichtung
15 aus dem Holzvorschub aussteuerbar ist.
[0021] Der Kurzholzpaket-Förderer 3 weist einen durch ein taktweise angetriebenes Plattenband
17 gebildeten Boden auf und hat in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Länge,
die zweimal der Länge eines Kurzholzpaketes 13 entspricht. Die Seitenwandungen des
sich an den letzten Abschnitt des Kurzholzpaket-Förderers 3 anschließenden Zerspanungsförderers
4 sind durch angetriebene verzahnte Walzen 18 gebildet, von denen zumindest die in
Förderrichtung vorn liegenden Walzen einem Eilvorschub unterliegen. Bei gemeinsamem
Antrieb aller Walzen (18) ist in deren Antrieb eine Überholkupplung (Freilauf) vorgesehen.
Der Zerspanungsförderer 4 weist ferner eine in Schließstellung seinen Förderquerschnitt
abdeckende und in der Schließstellung mit der benachbarten Seitenwand 19 des Kurzholzpaket-Förderers
3 fluchtende Schwenkklappe 20 auf, die nach ihrer Entriegelung aus ihrer Schließstellung
um eine obere horizontale Schwenkachse verschwenkbar ist.
[0022] Zur Abförderung der Kurzholzpakete 13 vom Kurzholzpaket-Förderer 3 auf den Zerspanungsförderer
4 ist ein Ausstoßer 21 vorgesehen. Aus Zeitgründen kann jedoch eine tragend ausgebildete
Richtungsänderung für die Kurzholzpakete 13 zweckmäßiger sein.
[0023] Die Figuren 3 und 4 zeigen einen Rückförderer für Abstützplatten 22. Figur 2 läßt
erkennen, daß im Bereich der Trennebene 12 eine Abstützplatte 22 zwischen die vorlaufende
Stirnfläche des Langholzpaketes und die rückseitige Stirnfläche des sich anschließenden
Kurzholzpaketes 13 eingesteuert wird und mit ihrem unteren Längsrand in den Längsschlitzen
zwischen zwei Platten des Plattenbandes 17 eingeschoben wird. Diese Abstützplatte
22 wird bei jedem Taktvorschub mit vorgeschoben und stützt dabei die beiden genannten
Paketstirnflächen ab. Die auf diese Weise an dem Ende des Kurzholzpaket-Förderers
3 angelangte Abstützplatte 22 wird von dem genannten Rückförderer erfaßt und wieder
in den Bereich der Trennebene 12 zurückgefördert. In dem Ausführungsbeispiel ist eine
vertikale Ein- und Aussteuerung der Abstützplatten 22 und ein horizontaler Rücktransport
der Abstützplatten 22 vorgesehen. Für die Vertikalbewegung der Abstützplatten 22 ist
an einer Tragkonstruktion 23 ein horizontaler Linearantrieb 24 in Form einer Zahnstange
oder dergleichen angeordnet, der eine horizontale Verfahrbarkeit eines Reversierzylinders
25 mit Kolben 26 ermöglicht, der in eine Klemmvorrichtung 27 einmündet. Letztere umgreift
eine obere Klemmlasche 28, mit der jede Abstützplatte 22 ausgerüstet ist.
[0024] Für die Horizontalbewegung bei der Rückführung der Abstützplatten 22 sind zwei beidseitig
der Seitenwände 19 umlaufende Transportketten 29 vorgesehen, die um Kettenräder 30
umgelenkt werden. Die Transportketten 29 sind mit Mitnehmern 31 bestückt, die mit
an den Abstützplatten 22 vorgesehenen Mitnehmerbügeln 32 verriegelbar sind. Diese
Verriegelung erfolgt, sobald eine Abstützplatte 22 im Bereich der Trennebene 12 eingefahren
worden ist; die Entriegelung erfolgt, sobald die Abstützplatte 22 an einer stationären
Endwand 33 des Kurzholzpaket-Förderers 3 angelangt ist. Der Antrieb der beiden Transportketten
29 erfolgt über einen Motor 34 und zwei Winkelgetriebe 35, die über eine Verbindungswelle
36 miteinander verbunden sind.
[0025] Dieser Rückförderer für die Abstützplatten 22 beansprucht aufgrund der vertikalen
Ein- und Aussteuerung der Abstützplatten 22 einen in der Grundfläche nur geringen
Platzbedarf. Steht aufgrund der örtlichen Bedingungen in der Höhe kein ausreichender
Raum zur Verfügung, kann die Ein- und Aussteuerung der Abstützplatten 22 auch horizontal
erfolgen. Die an der Endwand 33 angelangte Abstützplatte 22 könnte dann durch einen
in der Seitenwand 19 vorgesehenen Schlitz horizontal herausgeführt und im rechten
Winkel hierzu bis in die Einschiebeposition im Bereich der Trennebene 12 zurückgeführt
werden.
[0026] Die dargestellte Anlage arbeitet wie folgt:
Bei geöffneter Säge 10 wird das Holzpaket 6 durch das Plattenband 7 um einen Vorschubtakt
an der Ablängvorrichtung 2 vorbei vorgefördert, wobei diese taktweise Vorschubstrecke
jeweils der Länge des dann abgetrennten Kurzholzpaketes 13 und damit auch der nutzbaren
Zerspanungslänge des Zerspanungswerkzeuges 5 entspricht. Bei diesem Vorschub ist die
vorlaufende Stirnfläche des Holzpaketes 6 und zugleich auch die rückseitige Stirnfläche
des zuvor abgetrennten Kurzholzpaketes 13 von einer eingefahrenen Abstützplatte 22
abgestützt, so daß ggf. vor dem vorfahrenden Holzpaket 6 liegende kleine Holzabschnitte
der Stammendscheiben sich nicht quer setzen oder nach vorn abkippen können. Nach Beendigung
des Vorschubes werden die Druckeinrichtungen 14,15 aktiviert, die von oben lotrechte
Druckkräfte auf die obere Lage der Hölzer ausüben und sie somit während des Trennschnitts
festhalten. Die Säge 10 trennt nun das Holzpaket 6. Während die vor der Ablängvorrichtung
2 angeordnete Druckeinrichtung 14 das Holzpaket 6 weiterhin mit Druck beaufschlagt,
wird bei der nachgeordneten Druckeinrichtung 15 der Anpreßdruck etwas zurückgenommen,
damit das abgetrennte Kurzholzpaket 13 um einige Zentimeter von den Sägen 10,11 vorgefördert
werden kann. Da hierbei kleine Holzstücke in den Spalt fallen können, wird dieser
mit Druckluft kurz ausgeblasen. Anschließend wird dann eine in Warteposition befindliche
Abstützplatte 22 in den Trennspalt eingefahren und über ihre Mitnehmerbügel 32 mit
den an den Transportketten 29 vorgesehenen Mitnehmern 31 verriegelt. Das abgetrennte
Kurzholzpaket 13 ist nunmehr auf fünf Seiten umschlossen: an den Längsseiten von den
Seitenwänden 19, an den beiden Stirnflächen von den beiden Abstützplatten 22 und auf
der Unterseite von der umlaufende Rollenkette 17.
[0027] Anschließend fahren die beiden Druckeinrichtungen 14,15 sowie die Säge 10 wieder
in Ausgangsposition zurück. Es erfolgt ein weiterer Vorschubtakt des Langholzpaketes.
Während bzw. bevor die Druckeinrichtungen 14,15 sowie die Säge 10 ihre Arbeit wieder
aufnehmen, drückt der Ausstoßer 21 das vor ihm liegende Kurzholzpaket 13 auf den Zerspanungsförderer
4 und zwar um eine Wegstrecke, die der Breite des Kurzholzpaket-Förderers 3 entspricht.
Hierbei stößt das abgeförderte Kurzholzpaket 13 die zuvor entriegelte Schwenkklappe
20 nach und nach aufwärts, die das Kurzholzpaket 13 freigibt, sobald es beidseits
von den verzahnten Walzen 18 erfaßt worden ist, die das Kurzholzpaket 13 im Eilvorschub
vorfördern, bis es an der Rückseite der sich vor dem Zerspanungswerkzeug 5 stauenden
Kurzholzpakete 13 anliegt.
[0028] Die bei jedem Vorschubtakt zur Anlage an die Endwand 33 des Kurzholzpaket-Förderers
3 anlangende Abstützplatte 22 wird in der vorstehend beschriebenen Weise von dem Rückförderer
erfaßt und in eine Warteposition im Bereich der Trennebene 12 zurückbefördert.
[0029] Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, nach dem durchgeführten Trennschnitt durch
geringfügiges Vorfördern des gerade abgetrennten Kurzholzpaketes 13 einen ausreichend
großen Trennspalt zur Aufnahme einer Abstützplatte 22 zu schaffen. So ist es z. B.
möglich, ein Abstützelement unmittelbar hinter dem vorlaufenden Trennwerkzeug synchron
mit diesem in den Trennschnitt einzufahren. Die Schnittbreite der Säge muß dann etwa
20 mm betragen, die Stärke der Abstützplatte 22 etwa 18 mm. Man erhält dann etwa 2
% Feingut, das dem Kesselhaus zur Verbrennung zugeführt werden kann.
[0030] Zur Erreichung sehr kurzer Taktzeiten mit entsprechender Leistung kann die als Kettensäge
ausgebildete Säge 10 auch um einen Drehpunkt schwenkbar um 360° gelagert werden. Gleichzeitig
ist in diesem Fall die Säge 10 um die maximale Höhe des Holzpaketes 13 vertikal verfahrbar
anzuordnen. Der hierbei von oben nach unten trennenden Säge 10 eilt die Abstütztplatte
22 unmittelbar nach.
[0031] Um eine Kontizerspanung für Strands durchführen zu können, muß etwa alle 20 Sekunden
ein Kurzholzpaket 13 bereitgestellt werden. Dabei muß ein gefügeverschiebungsfreier
Transport des Kurzholzpaketes 13 bis in den Zerspanungsbereich hinein sichergestellt
werden. Die im Paket zusammengefaßten Stämme dürfen also nicht gegeneinander abrollen;
kleine Stücke dürfen sich nicht in Hohlräumen quer legen. Jedes einzelne Holzstück
muß daher in der Position fixiert bleiben, die es beim Abtrennen des Kurzholzpaketes
13 eingenommen hat. Hinsichtlich der Zeiteinsparung ist es daher wesentlich, daß synchron
mit dem taktweisen Vorschub des Langholzpaketes zugleich auch das zuvor abgetrennte
Kurzholzpaket 13 tragend vorgefördert werden kann; Totzeiten können dadurch vermieden
werden. Um zusätzlich auch noch eine etwaige durch den Ausstoßer 21 bedingte Totzeit
hinsichtlich der Vorförderung zu vermeiden, kann der Ausstoßer durch eine abrol-lende
Richtungsänderung ersetzt werden. Oder aber es ist vorzusehen, daß der Ausstoßer 16
nur während des Trennvorganges tätig ist und nach Abschluß des Trennvorganges seine
Ausgangsstellung wieder eingenommen hat.
1. Verfahren zum kontinuierlichen Zerspanen von Hölzern unterschiedlicher Länge und Formgebung,
insbesondere von Rundholz, das weitgehend in Längsausrichtung über- und nebeneinander
zumindest in angenähert faserparalleler Lage zueinander geschichtet und so zu einem
Langholzpaket bestimmten Querschnitts zusammengefaßt in Längsrichtung taktweise vorgeschoben,
nach jedem Vorschubtakt um eine der Vorschubstrecke und zugleich der nutzbaren Zerspanungslänge
entsprechende Paketlänge zu jeweils gleichlangen Kurzholzpaketen abgelängt und dabei
beidseitig der Trennebene mit lotrechten Druckkräften beaufschlagt wird, wobei die
so gebildeten Kurzholzpakete in kontinuierlicher Aufeinanderfolge quer zu ihrer Faserausrichtung
vorgefördert, dabei zumindest auf ihrer Unterseite und den beiden Stirnseiten abgestützt
und schließlich faserparallel zerspant werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Ausführung des Trennschnitts oder unmittelbar anschließend in die Trennebene
zumindest ein Abstützelement zur Abstützung der vorlaufenden Stirnfläche des Langholzpaketes
sowie der rückseitigen Stirnfläche des Kurzholzpaketes eingesteuert wird, daß unmittelbar
anschließend das Langholzpaket zusammen mit dem gerade abgetrennten Kurzholzpaket
und dem dazwischen eingeschlossenen Abstützelement in gleicher Richtung um einen Vorschubtakt
vorgefördert wird, daß das Abstützelement nach Abschluß dieses oder weiterer Vorschubtakte
wieder zurückgefördert wird in den Einsteuerungsbereich der Trennebene, und daß jedes
Kurzholzpaket gefügeverschiebungsfrei bis zum Zerspanungswerkzeug tragend transportiert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Ablängung bewirkende Werkzeug zur zumindest vorläufigen Abstützung der
beiden Paket-Stirnflächen verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützelement unmittelbar hinter dem vorlaufenden Trennwerkzeug synchron
mit diesem in den Trennschnitt eingefahren wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach Abtrennung des Kurzholzpaketes dieses in Vorschubrichtung des
Langholzpaketes geringfügig vorgefördert und in den so geschaffenen Zwischenraum das
Abstützelement eingesteuert wird, das zugleich die vordere stirnseitige Abstützung
des nachfolgenden Langholzpaketes bildet, das bei seinem taktweisen Vorschub dieses
Stützorgan zusammen mit dem sich an ihm abstützenden Kurzholzpaket um die genannte
Vorschubstrecke vorschiebt.
5. Vorrichtung zum kontinuierlichen Zerspanen von Hölzern unterschiedlicher Länge und
Formgebung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einer Holzzuführrinne (1) zur Aufnahme der weitgehend in Längsausrichtung
über- und nebeneinander zumindest in angenähert faserparalleler Lage zueinander geschichteten
und so zu einem Langholzpaket bestimmten Querschnitts zusammengefaßten Langhölzer
(6), mit Vorschubelementen zum taktweisen Vorschub dieses Langholzpaketes vorbei an
einer Ablängvorrichtung (2), mit beidseitig der Trennebene (12) angeordneten, lotrechte
Druckkräfte auf das Langholzpaket ausübenden Druckeinrichtungen (14,15) und mit einem
Zerspanungsförderer (4), dessen Breite der Länge des Kurzholzpaketes (13) bzw. der
nutzbaren Länge eines Zerspanungswerkzeuges (5) entspricht, und der die Kurzholzpakete
(13) zumindest auf ihrer Unterseite und ihren beiden Stirnseiten abstützt und quer
zu ihrer Faserrichtung dem Zerspanungswerkzeug (5) zur faserparallelen Zerspanung
zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zerspanungsförderer (4) ein Kurzholzpaket-Förderer (3) vorgeschaltet ist,
der mit der Holzzuführrinne (1) fluchtet und eine Länge von zumindest zweimal der
Länge eines Kurzholzpaketes (13) aufweist, daß bei jedem taktweisen Vorschub des Langholzpaketes
zwischen dessen vorlaufender Stirnfläche und der rückseitigen Stirnfläche des sich
anschließenden Kurzholzpaketes (13) eine Abstützplatte (22) und für diese ein Rückförderer
(23 bis 36), vorgesehen ist, der die am Ende des Kurzholzpaket-Förderers (3) angekommene
Abstützplatte (22) erfaßt, in den Bereich der Trennebene (12) zurückfördert und dort
wieder in die Stirnseitenabstützposition einsteuert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Holzzuführrinne (1) als taktweise angetriebenes Plattenband (7)
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine der vorderen Umlenkung des Plattenbandes (7) unmittelbar nachgeordnete Holzabschiebeplatte
(8).
8. Vorrichtung nach Anspruch 5,6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beidseitig der Trennebene (12) vorgesehenen Druckeinrichtungen (14,15) stationär
angeordnete, druckabhängig einzeln betätigbare verzahnte Stachelwalzen (16) aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die hinter der Trennebene (12) angeordnete Druckeinrichtung (15) aus dem Holzvorschub
aussteuerbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablängvorrichtung (2) eine von unten nach oben schneidende Säge (10) umfaßt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablängvorrichtung (2) bei Ausbildung als Kettensäge mit einem breiten Schwert
versehen ist, das eine provisorische Stirnwandabstützung darstellt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Kurzholzpaket-Förderers (3) durch ein taktweise angetriebenes Plattenband
(17) gebildet ist, und daß jede eingesteuerte Abstützplatte (22) mit ihrem unteren
Längsrand zwischen zwei Plattenabschnitte eingeschoben ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abstützplatte (22) an ihrer Oberkante Mitnehmerbügel (32) aufweist, denen
am Kreisförderer (23 bis 36) sitzende Mitnehmer (31) zugeordnet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Zerspanungsförderer (4) rechtwinklig an den Kurzholzpaket-Förderer (3)
anschließt und eine seinen Förderquerschnitt abdeckende, mit der benachbarten Seitenwand
(19) des Kurzholzpaket-Förderers (3) fluchtende Schwenkklappe (20) aufweist, die um
eine obere horizontale Schwenkachse verschwenkbar und in ihrer Schließstellung verriegelbar
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandungen des Zerspanungsförderers (4) durch vertikal angeordnete Kettenstränge
und/oder verzahnte Walzen (18) gebildet sind.