[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme von Flachvorhängen,
Rolläden, Rollos oder dergleichen auf- und abwickelbaren Vorhängen mit einer Rollokassette
zur Aufnahme des Wickels des Vorhangs, der durch eine Durchbrechung in der Rollokassette
aus dieser ab und in diese wieder aufwickelbar ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es sind bereits derartige Vorrichtungen bekannt (DE 28 15 932 A1), welche Flächenvorhänge
aus metallisierten transparenten Polyesterfolien oder dergleichen beherbergen und
vorwiegend auf Fensterflügel oder in die lichte Glasöffnung zwischen Glashalteleisten
montiert werden. Beim Einbau zwischen die Glashalteleisten stören die zum Befestigen
dienenden Schraubverbindungen, welche erforderlich sind, um die Rollokassette beispielsweise
für Wartungsarbeiten lösbar mit dem Fensterflügel zu verbinden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Vorrichtung dahingehend zu
verbessern, daß sie eine in jeder Beziehung unsichtbare Verschraubung der Rollokassette
mit einem Fenster oder dergl. erlaubt. Sie soll auch an architektonisch ästhetische
Gesichtspunkte anpaßbar sein. Dabei soll die Kassette schnell und einfach montierbar
und demontierbar sein.
[0004] Die Erfindung ist im Anspruch 1 gekennzeichnet und in Unteransprüchen sind weitere
Ausbildungen derselben beansprucht. Anhand der Figurenbeschreibung und der Zeichnung
werden besonders bevorzugte Ausbildungsformen noch erläutert.
[0005] Gemäß der Erfindung weist das Halteorgan einen Querschnitt mit einem im wesentlichen
umgekehrten L auf. In dem hierdurch gebildeten freien Raum ist die Rollokassette so
eingesteckt bzw. eingeclipst, daß ein Stützorgan das Herausfallen nach unten und ein
Sperrorgan, insb. in Form von sich aneinanderanlegenden Stegen, ein selbstätiges Verschwenken
um das Stützorgan bis zum Herausfallen hindert.
[0006] Das Halteorgan ist ebenso wie die Rollokassette bevorzugt ein im Querschnitt profiliertes,
insbesondere im Strangpreß- oder Strangziehverfahren hergestelltes Element und besteht
bevorzugt aus leichtem und praktisch nicht verwitterbarem Material, insbesondere aus
Aluminium (oder Aluminiumlegierungen) oder Kunststoff. Dabei empfiehlt es sich, wenn
das Halteorgan ein solches Profilelement bildet, das den im Querschnitt im wesentlichen
rechteckförmigen, insbesondere quadratischen Rollokasten mit einem oberen im wesentlichen
horizontalen Schenkel an der oberen Seite und mit einem vertikalen Schenkel an einer
Seitenwand abdeckt, wie dies noch anhand des in der Zeichnung gezeigten Beispiels
erläutert wird.
[0007] Es empfiehlt sich, wenn das Stützorgan und/oder entsprechende Gegenelemente, mit
dem dieses in der Montagestellung bzw. Sperrposition zusammenwirkt, federelastische
Eigenschaften aufweisen, so daß es durch Einrasten in die Sperrposition gelangt und
die Rollokassette dort am Ausrasten bzw. Abrutschen hindert, durch geeignete Maßnahmen
aber wieder aus der eingerasteten Sperrposition freikommt, wenn die Rollokassette
demontiert werden soll.
[0008] Da das Stützorgan bevorzugt in der unteren Hälfte an der Kassette angreift, wirkt
es auch als eine Art "Schwenklager". Das Kippen um dieses "Schwenklager" verhindert
das oben an der Kassette angreifende Sperrorgan.
[0009] Anhand der Figuren 1 - 4 sind auch bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in
der Montage- oder Sperrposition;
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Rollokassette von vorn, d.h. in Richtung Q von Fig. 1
auf die Vorrichtung in schematischer Darstellung mit der Maßgabe, daß die Kassette
in der Mitte durchbrochen ist;
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch eine alternative Ausbildung des Sperrorgans,
Fig. 4 einen schematischen Querschnitt durch eine alternative Ausbildung des Stützorgans;
Fig.5 u. 6 eine alternative Ausbildung in Teilschnittbildern;
Fig.7 u. 8 eine weitere Ausführungsform im Schnitt und in vergrößerter Darstellung
(Fig. 8).
[0010] Gemäß Fig. 1 bildet die Rollokassette 1 einen im Querschnitt im wesentlichen quadratischen
Hohlkörper mit der oberen Wand 1 der Seitenwand 1 h und der unteren Wand 1 g, in der
sich die schlitzförmige Durchbrechung 1a zum Durchgang des hier nicht dargestellten
Vorhangs 4 befindet. Von der oberen Wand 1 steht ein Steg L nach oben ab, welcher
als Sperre gegen Verschwenken dient. Der untere Teil der Seitenwand 1 ist von außen
her mit einer Ausnehmung G in Form einer Längsnut versehen. Diese Längsnut bzw. Ausnehmung
G weist eine Tiefe X und eine Breite Z auf. Das Stützorgan F steht leistenförmig vom
vertikalen Schenkel 2f des Halteorgans 2 in Richtung zur Kassette 1 ab und sorgt in
der Sperrposition dafür, daß die Rollokassette 1 nicht nach unten fallen kann. Die
Rollokassette kann aus zwei Einzelprofilen 1, 1' zu dem Hohlprofil nach Fig. 1 zusammengesetzt
sein; nach dem Einsetzen des Rollvorhangs 4 werden beide Einzelprofile über kopfseitige
Lagerkörper miteinander verbunden. An der Unterseite des oberen horizontalen Schenkels
2e des Halteorgans 2 ist ein nach unten ragender Steg M angeordnet, der als Sperrorgan
wirkt und das Kippen der Kassette 1 um das als Schwenklager wirkende Stützorgan F
zu hindern. Diesem Zweck dient der Steg L, dem sich der andere Steg M in den Weg stellt.
[0011] Das im Querschnitt umgekehrt L-förmige Halteorgan 2 wird am Fenster, hauptsächlich
in der lichten Glasöffnung zwischen den Glashalteleisten, die hier nicht gezeigt sind,
befestigt. Es kann unabhängig von der Rollokassette 1 an das Fenster, z.B. dessen
Rahmen, geklebt oder geschraubt werden, wozu auch die Schenkel 2e, 2f dienen können.
Wird eine Schraubverbindung gewählt, dann werden die Schrauben in den freien Räumen
zwischen den Schenkeln 2e, 2f und der Kassette 1 verlegt und von dieser gegen Sicht
von außen verdeckt.
[0012] Der Steg L befindet sich im Abstand a2 zur Außenseite des vertikalen Schenkels 2f.
[0013] Beim Einsetzen der Rollokassette 1 in das Halteorgan 2 entsteht eine Biegespannung,
welche die Stege L und M beim Einschieben gegeneinander preßt, so daß die Außenfläche
des Steges L unter Spannung an der Innenfläche des Steges M anliegt.
[0014] Um den Kraftaufwand zur Überwindung dieser Biegespannung beim Einsetzen der Rollokassette
1 möglichst niedrig zu halten, sind diese einander zugekehrten Flächen der Stege L
und M als schiefe Ebenen ausgebildet, um Gleit- bzw. Auflaufflächen Lo, Mo an den
freien Enden zu bilden.
[0015] Deren Steigungsmaße sollten geringfügig kleiner gewählt werden als die Hälfte der
Tiefe X der Ausnehmung G, insbesondere etwa 0,4 . X.
[0016] Die Differenz der Summe beider Steigungsmaße zur Tiefe X bestimmt den Widerstand,
der zu überwinden ist, um die Rollokassette 1 in ihre Endposition bzw. Sperr- oder
Montagestellung in das im Querschnitt rechtwinkelige Halteorgan 2 zu drücken. Die
dabei als Widerstand zu überwindende Biegespannung im Halteorgan 2 wächst beim Einschub
der Rollokassette 1 so lange an, bis die Gleitflächen der Stege L und M planparallel
aufeinander gleiten und fällt sofort auf ein vorausbestimmbares ab, wenn die Profilzunge
des Stützorgans F an der Stützstelle B in die nutförmige Ausnehmung G einfedert.
[0017] Die dann noch vorhandene Biege- oder Preßspannung des Halteorgans 2 kann in ihrer
Größe auch vorherbestimmt werden durch eine nutförmige Querschnittsminderung D an
der Verbindungsstelle beider Schenkel 2e, 2f.
[0018] In seiner Endposition innerhalb des Halteorgans 2 wird die Rollokassette 1 gegen
horizontale Lageveränderungen gesichert durch die Stege L und M an der Sperrfläche
A, gegen vertikale Lageveränderungen dagegen durch den Steg des Stützorgans F in der
Ausnehmung G an der Stelle B, gegen Drehmomente in einer Richtung ebenfalls durch
die Stege L und M bei A und gegen Drehmomente in der entgegengesetzten Richtung durch
den nach unten ragenden Anschlag N am freien äußeren Ende des horizontalen Schenkels
2e.
[0019] Um die Rollokassette 1 aus dem Halteorgan 2 herauslösen zu können, ist dessen Biege-
oder Klemmspannung zu überwinden.
[0020] Das ist auf einfache Weise z.B. dadurch möglich, daß man mit einem hebelartigen Werkzeug,
z.B. einem Schraubenzieher, in den Spalt zwischen Halteorgan 2 und Kassette 1 von
unten in E oder von vorn in C eingreift und die Rollokassette 1 und das Halteorgan
2 auseinanderbiegt.
[0021] Dabei wird der Steg des Stützorgans F aus der Nut G herausgehoben und die Rollokassette
1 in leichte Schräglage gedreht. Wird das Hebelwerkzeug nun entfernt, kann das Stützorgan
F nicht mehr in die Nut G zurückfedern.
[0022] Wird die Rollokassette 1 nun auch nach unten gezogen, gleiten die schiefen Auflaufflächen
Lo, Mo der Stege L und M übereinander, die Biegespannung zwischen den Schenkeln 2e,
2f vermindert sich bis zu Null und die Rollokassette 1 fällt nach unten aus dem Halteorgan
3 heraus.
[0023] Gemäß Figur 3 kann an der Außenfläche des von der oberen Wand 1 der Rollokassette
1 hochstehenden Steges L1 auch ein Vorsprung L12 in eine entsprechende Aussparung
an der Innenfläche des vom horizontalen Schenkel 2e des Halteorgans 2 nach unten abstehenden
Steges M1 in der Montagestellung einschnappen. Auch hier empfiehlt es sich, am unteren
Ende dieses Steges M1 die Innenfläche anzufasen, so daß sich eine schräge Auflauffläche
M12 bildet, welche einerseits die schon oben zu Fig. 1 erwähnte Aufgabe hat, andererseits
aber auch ein gewisses Verschwenken der Rollokassette 1 um die Schwenkstelle A1 ermöglicht.
[0024] Gemäß Fig. 4 ist das äußere Ende des Steges des Stützorgans F1 des vertikalen Schenkels
2f des Halteorgans 2 abgerundet, um in einer entsprechenden abgerundeten Ausnehmung
G1 in der Wand 1 der Rollokassette 1 einzurasten. Auch hier bildet die Ausnehmung
G1 eine Art Schwenklager B1.
[0025] Es empfiehlt sich, den Abstand a
1 zwischen der Oberseite des horizontalen Schenkels 2e des Halteorgans 2 und dem Stützorgan
F möglichst groß zu wählen; dieser Abstand a
1 sollte zwischen 50 und 100 % der Länge des Schenkels 2f betragen.
[0026] Gleichfalls empfiehlt es sich, den Abstand a
2 zwischen der Innenfläche des Steges M und der Außenfläche des vertikalen Schenkels
2f des Halteorgans 2 möglichst groß zu wählen; dieser Abstand a
2 sollte zwischen etwa 50 und 80 % der Länge des Schenkels 2e (im Querschnittsrichtung
gesehen) betragen.
[0027] Der Abstand Y zwischen dem nach unten ragenden Anschlag N am äußeren Ende des horizontalen
Schenkels 2e und der Rollokassette 1 am Spalt C sollte geringer sein als die Tiefe
X der Ausnehmung G in der Wand 1 der Rollokassette 1.
[0028] Die alternative Ausbildungsform der Erfindung nach den Figuren 5 und 6 bietet den
Vorteil, daß für die Rollokassette 1 lediglich ein einziger, und zwar ein U-förmiger
Profilteil erforderlich ist, da der vertikale Schenkel 2f des Halteorgans 2 an von
der im Querschnitt U-förmigen Rollokassette 1 umschlossenen Raum nach der einen Seite
abschließt. Die offenen Stirnenden dieses Raums, d.h. der Rollokassette 1, sind je
mit einem plattenartigen Bauteil U abgeschlossen, der jeweils eine Ausnehmung U1 zur
Aufnahme des Stützorgans F des Halteorgans 2 an der betreffenden Stelle aufweist.
Der plattenartige Bauteil U kann ein integrierter Teil der Abschlußplatte V oder an
eine solche Abschlußplatte V angeschraubt sein, welcher die gesamte Vorrichtung einschließlich
des Halteorgans 2 im Einbauzustand stirnseitig abschließt. Die beiden plattenartigen
Bauteile U sind an beiden Enden der Rollokassette 1 in den Innenraum teilweise eingesetzt
und dort mittels der Schrauben T festgeschraubt.
[0029] Gemäß Figur 5 ist in den durch einerseits die Rollokassette 1 und andererseits den
vertikalen Schenkel 2f des Halteorgans 2 gebildete Kammer die Trommel 4a zur Aufnahme
des Vorhangs bzw. Rollos 4 eingesetzt, welcher durch den freien Raum zwischen dem
Ende des unteren Schenkels der Rollokassette 1 und dem unteren Ende des vertikalen
Schenkels 2f des Halteorgans 2 gebildet ist, welcher der Durchbrechung O der Ausbildungsform
von Figur 1 entspricht. Bei dieser Ausbildungsform empfiehlt es sich, das Stützorgan
F im Querschnitt halbkreisförmig auszubilden und die Ausnehmung U1 im plattenförmigen
Bauteil U entsprechend konkav zu formen, so daß beide Teile gut ineinanderpassen.
[0030] Außerdem ist es zweckmäßig, wenn auch an der anderen Seite des hochstehenden Steges
L der Rollokassette 1 ein zweiter Steg P vom oberen horizontalen Schenkel 2e des Halteorgans
2 herabreicht. Der hochstehende Steg L befindet sich in der in Fig. 5 gezeigten Montagestellung
zwischen beiden Stegen M und P. Dabei dient der zweite Steg P dem Zweck, beim Einstecken
des Steges L hinter den ersten Steg M in einer Lage, in der er noch nicht die Sperrstellung
mit dem Paßsitz zwischen dem Stützorgan F und der Ausnehmung U1 eingenommen hat, zu
verhindern, daß die Kassette 1 zu weit nach innen in Richtung zu der Ausnehmung D
verschiebbar ist. Der zweite Steg P ist daher lediglich eine Art Montagehilfe, während
er in der gesperrten Montagestellung selbst keine Aufgabe erfüllt.
[0031] Eine nicht nur konstruktiv, sondern auch optisch besonders bevorzugte Ausbildung
der Erfindung wird nun anhand der Figuren 7 und 8 erläutert: Die Rollokassette 1 ist
hier aus zwei Segmenten gebildet, welche in einer Art Kerbnut 1 zu einer Art Hülse
zusammengefügt sind, deren Querschnitt im wesentlichen kreisringförmig ist. Der hierbei
gebildete Schlitz O übernimmt die Aufgabe der Durchbrechung O von Fig. 1. Der obere
Steg L ist bei diesem Beispiel im Querschnitt im wesentlichen rund ausgebildet; er
liegt an der entsprechend konkav gekrümmten Sperrfläche A des ersten Steges M des
Halteorgans 2 in der Montagestellung an. Auch hier dient der zweite Steg P als Montagehilfe
wie zu Figuren 5 und 6 beschrieben. Das vom horizontalen Schenkel 2f des Halteorgans
2 nasenförmig abstehende und im Querschnitt im wesentlichen kreisförmige Stützorgan
F weist eine insbesondere schräge Auflauffläche F2 auf, die im oberen Teil eine Rastnase
F3 für eine entsprechende Ausnehmung eine in Richtung zum vertikalen Schenkel 2f des
Halteorgans 2 abstehenden Steges R eingreift. Bei der Montage wird zweckmäßigerweise
zuerst der Steg L in die Aussparung zwischen den beiden Stegen M und P eingesetzt
und um diese Schwenkstelle soweit verschwenkt, daß der Steg R der Rollokassette 1
an der Auflauffläche F2 anstößt. Aufgrund der federelastischen Spreizbarkeit der beiden
Schenkel 2e, 2f des Halteorgans 2 um die durch die Ausnehmung D geschwächte Verbindungsstelle
dieser beiden Schenkel 2e, 2f gelingt es, den hakenförmigen Rastzahn R1 an der Sperrnase
F3 vorbeizudrücken, um die Rollokassette 1 rastend am Halteorgan 2 zu verankern. Soll
die Rollokassette 1 von dort wieder abgenommen werden, genügt es, mit einem Gegenstand,
beispielsweise einem Schraubenzieher, in den Zwischenraum E zwischen dem unteren wulstförmigen
Rand des vertikalen Schenkels 2f des Halteorgans 2 und den halbkreisförmigen Profilteil
1 der Rollokassette 1 einzugreifen und durch Hebelwirkung beide Teile aus der Rastposition
herauszudrücken, um dann die Rollokassette 1 vom Halteorgan 2 entweder zuerst durch
Verschwenken an dem Stützorgan F vorbeizuheben oder mit dem Rastzahn R1 an der Auflauffläche
F2 entlangrutschen zu lassen.
[0032] Hierdurch ist eine Vorrichtung realisierbar, die ohne sichtbare Schraubverbindungen,
d.h. ästhetisch günstig und auch hinsichtlich der Montage einfach ausbildbar ist.
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Flachvorhängen, Rolläden, Rollos oder dergleichen
auf-und abwickelbaren Vorhängen mit einer Rollokassette zur Aufnahme des Wickels des
Vorhangs, der durch eine Durchbrechung insbesondere der unteren Wand der Rollokassette,
ab und aufwickelbar ist, und mit einem Halteorgan, an dem die Rollokassette befestigbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan (2) im Querschnitt etwa L-förmig mit
einem oberen im wesentlichen horizontalen Schenkel (2e) und mit einem im wesentlichen
vertikalen Schenkel (2f) ist, daß die Rollokassette (1) an der oberen Wand (1 i) einen
nach oben abstehenden Steg (L) aufweist, der in der Montagestellung an einem vom oberen
Schenkel (2e) des Halteorgans (2) nach unten abstehenden Steg (M) anschlägt, daß sich
die Rollokassette (1) oder ein mit dieser verbundener Bauteil (U) an der dem vertikalen
Schenkel (2f) zugewandten Seitenwand (1h) auf einem Stützorgan (F) abstützt, das sich
an diesem vertikalen Schenkel (2f) befindet, und daß die Stege (M, L) und das Stützorgan
(F) derart angeordnet und ausgebildet sind, daß die Rollokassette (1) durch das Stützorgan
(F) am Abfallen nach unten und durch das Aneinanderdrücken der Stege (L, M) am Herauskippen
aus dem von den Schenkeln (2e, 2f) des Halteorgans (2) gebildeten Raum um das Stützorgan
(F) als Schwenkachse gehindert und in diesem Raum durch zumindest teilweises Verbiegen
des Stützorgans (F), der Stege (L, M) und/oder dieser haltender Teile einspannbar
und/oder einschwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützorgan (F) als
Steg an der der Rollokassette (1) zugewandten Seite des vertikalen Schenkels (2f)
des Halteorgans (2) ausgebildet ist und in der Montagestellung der Rollokassette (1)
in eine Ausnehmung (G) in derselben oder in dem mit dieser verbundenen Bauteil (U)
eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Stützorgan-Stegs
(F1) im Querschnitt abgerundet ist und in eine im Querschnitt ebenfalls abgerundete
Nut (g1) an der Außenwand der Rollokassette (1) oder des mit dieser verbundenen Bauteiles
(U) eingreift.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg
(L1) an der oberen Wand (1 i) einen Vorsprung (L12) aufweist, welcher in eine Aussparung
im Steg (M1) des Halteorgans (2) eingreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (L12) am
freien Ende im Querschnitt abgerundet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
(a2) der Stege (L, M) vom vertikalen Schenkel (2f) des Halteorgans (2) und der Abstand
(a1) des Stützorgans (F) vom oberen Schenkel (2e) so gewählt sind, daß das Stützorgan
(F) durch Vergrößern des Abstands (E) zwischen der Seitenwand (1h) der Rollokassette
(1) oder dem Bauteil (U) und dem vertikalen Schenkel (2f) des Halteorgans (2) aus
der Sperrposition herausschnappbar oder -drückbar ist und die Rollokassette (1) durch
Abziehen nach unten vom Halteorgan (2) freikommt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Schenkel
(2f) des Halteorgans (2) gegenüber dessen oberen Schenkel (2e) federelastisch ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützorgan
(F) als Federzunge oder Federleiste ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Halteorgan (2) am freien Ende des oberen Schenkels (2e) einen in Richtung zur
Rollokassette (1) ragenden Anschlag (N) aufweist, welcher eine Schwenkbewegung der
Rollokassette (1) nach oben begrenzt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützorgan (F) um
ein größeres Maß (X) in die Ausnehmung (G) hineinragt als das Maß (Y), um welches
sich die Rollokassette (1) in der Sperrposition im Abstand (C) vom Anschlag (N) befindet.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stege (L, M) an den einander zugewandten Flächen sich zu den freien Enden erstreckende
schräge Auflaufflächen (Lo, Mo) aufweisen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung bzw. Querschnittsbreite
(b) der Auflaufflächen jeweils weniger als 40 % der Tiefe (X) der Ausnehmung (G) in
der Rollokassette (1) beträgt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
im wesentlichen horizontale Schenkel (2e) des Halteorgans (2) einen zweiten Steg (P)
aufweist, der vom Schenkel (2e) nach unten in Richtung zur Rollokassette (1) absteht
und sich an einer Stelle befindet, die vom ersten Steg (M) in Richtung zum vertikalen
Schenkel (2f) um einen Abstand versetzt ist, daß der Steg (L) der Rollokassette (1)
darin Platz findet.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
nach oben abstehende Steg (L) im Querschnitt im wesentlichen rund ausgebildet ist
und an einer konkave gekrümmten Sperrfläche (A) des ersten Steges (M) anliegt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützorgan (F) eine schräge Auflauffläche (F2) und eine Rastnase (F3) aufweist, hinter
der ein Rastzahn (R1) eines von der Kassette (1) abstehenden Steges (R) einrastbar
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rollokassette aus zwei Profilteilen (1, 1') zusammengesetzt ist.
17. Vorrichtung nach dem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollokassette
(1) im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet und an die Stirnenden je mit einem plattenartigen
Bauteil (U) abgeschlossen ist, der jeweils eine Ausnehmung (U1) zur Aufnahme des Stützorgans
(F) aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rollokassette (1) im Querschnitt mit Ausnahme der Durchbrechung (O) etwa kreisförmig
ausgebildet ist.