[0001] Vorliegende Erfindung betrifft einen Stützfuss für Wechselbehälter aufgebaut aus
einem Stützbein und einem quer dazu angeordneten Tragrohr und einer Sicherungsstrebe.
[0002] Wechselbehälter, beispielsweise Pritschen, Kasten- oder Kofferbehälter können zum
Abstellen, Wechseln zwischen fahrbaren Untersätzen und zum Be- und Entladen mit Stützfüssen
versehen werden. Solche Stützfüsse sind klappbar und solange der Behälter auf einem
Transportmittel, wie einem Lastkraftwagen, einem Anhänger für Lastkraftwagen oder
einem Eisenbahnwagen angebracht sind, liegen die Stützfüsse gesichert, horizontal
unter dem Wechselbehälter. In der Regel sind die Stützfüsse über ein Traglager am
eigentlichen Wechselbehälter angebracht. Die Traglager können z. B. an einem Längs-
und/oder Querträger, insbesondere momentensteif, befestigt sein. Ein Wechselbehälter
wird in der Regel vier Stützfüsse, das heisst annähernd im Bereich jeder Ecke einen,
aufweisen.
[0003] Soll ein Wechselbehälter von einem Transportmittel abgeladen und gelagert, entleert
oder befüllt werden oder von einem Transportmittel auf ein anderes umgeladen werden,
können die Stützfüsse von der Horizontalen (Transportstellung) in die Vertikale (Ruhestellung)
gedreht und gesichert werden. Durch eine am Transportmittel angebrachte Hub- oder
Senkvorrichtung kann der Wechselbehälter erst gehoben, die Stützfüsse in die Vertikale
gedreht und dann auf die Stützfüsse abgesenkt werden oder die Stützfüsse werden, bei
genügendem Höhenunterschied, in die Vertikale gedreht und das Transportmittel, respektive
dessen Behälteraufnahmeteil abgesenkt, bis der Wechselbehälter auf den Stützfüssen
steht. Das Transportmittel kann dann wegfahren, wobei der Wechselbehälter auf den
Stützfüssen ruht. Bei Bedarf kann das gleiche oder ein anderes Transportmittel unter
den Wechselbehälter manövriert werden und den Wechselbehälter sinngemäss wieder aufladen,
und die Stützfüsse können wieder in eine horizontale Lage gedreht und gesichert werden.
[0004] Stützfüsse dieser Art sind beispielsweise aus der Praxis bekannt und in der DIN-Norm
70 018 "Stützfuss mit Sicherung für Wechselbehälter" bezüglich ihrer normgerechten
Ausführung beschrieben worden. In der Euronorm EN 284 "Wechselbehälter der Klasse
C", Anhang B, wird ein Stützbein mit Sicherung beschrieben. Dieser Anhang spezifiziert
zwei Stützbein- Ausführungen. In Anlehnung an die DIN-Norm 70 018 wird in vorliegender
Anmeldung die ganze erfindungsgemässe Konstruktion mit "Stützfuss" bezeichnet, wogegen
die Euronorm EN 284 den Ausdruck "Stützbein" verwendet. Bekannte Stützfüsse beschriebener
Art werden in Stahl ausgeführt, wobei das Stützbein und das Tragrohr miteinander verschweisst
und die Festigkeit der Verbindung der beiden Teile durch eine Verstärkungsrippe verbessert
wird. Damit das Tragrohr drehbar im Traglager gestaltet werden kann, besteht das Tragrohr
aus einem Rundrohr, das einends in das Traglager runden Innenquerschnittes aufgenommen
werden kann, und andernends in ein Rohr im wesentlichen quadratischen Querschnittes
ragt, und mit diesem durch Schweissen trennfest verbunden ist. Das Rohr quadratischen
Querschnittes ist mit dem Stützbein verschweisst und beide Teile sind über eine Verstärkungsrippe
durch Verschweissen weiter miteinander verbunden und bilden eine trennfeste Einheit.
[0005] Nachteile der durch Schweissen hergestellten einstückigen Stützfüsse sind beispielsweise,
dass im Falle eines Schadens nur als Ganzes ausgetauscht oder nur durch Aufschweissen
in ihre Teile zerlegt werden können. Die bisher bekannt gewordenen, genormten Stützfüsse
sind aus Stahl und entsprechend weisen sie bei der geforderten Festigkeit ein hohes
Gewicht auf. Dieses hohe Gewicht belastet die Zuladungsbilanz solcher Wechselbehälter
und ist im Bezug auf den Energiebedarf zur Bewegung eines Transportmittels ein ungünstiger
Faktor. Zudem erfordern die schweren Stahl-Stützfüsse bei der Betätigung einen erheblichen
manuellen Kraftaufwand.
[0006] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, einen Stützfuss für Wechselbehälter vorzuschlagen,
der sich aus wenigen austauschbaren Einzelkomponenten zusammenbauen und nötigenfalls
demontieren lässt und bei geforderter Festigkeit ein geringes Eigengewicht aufweist.
[0007] Erfindungsgemäss wird das mit einem Stützfuss erreicht, enthaltend ein Stützbein
und ein Tragrohr aus einem stranggepressten Aluminiumprofil und ein gegossenes Eckstück,
wobei das Tragrohr und das Stützbein am Eckstück durch Schraubverbindungen befestigt
sind.
[0008] In vorteilhafter Ausführungsform enthalten das Stützbein und das Tragrohr ein stranggepresstes
Aluminiumprofil gleichen Querschnittes.
[0009] Um das Tragrohr im Traglager drehbar zu machen, muss das Tragrohr, zumindest im Bereich
des Traglagers, einen runden Querschnitt aufweisen. Der runde Querschnitt kann durch
längsnutenförmige Ausformungen unterbrochen sein, maximal so weit, dass die verbleibenden
runden Oberflächeteile die gleitende Drehbarkeit gewährleisten. Um eine stabile Verbindung
zum Eckstück zu erhalten, ist es zweckmässig, im Bereich des Eckstückes ein Tragrohr
mit einem im wesentlichen eckigen Querschnitt zur Verfügung zu haben. Dies kann dadurch
erreicht werden, dass über das Tragrohr am eckstückseitigen Ende ein Profil aufgeschoben
wird, das aussen einen eckigen Querschnitt aufweist. Dieser Tragrohrteil stellt den
Adapterteil zum Eckstück dar. Um ein Verdrehen der beiden ineinander geschobenen Profile
zu vermeiden, können an der Aussenseite des Tragrohres und an der Innenseite des Profiles
aussen eckigen Querschnittes längsgerichtete Nuten und Keile vorgesehen werden, welche
die beiden Profile formschlüssig miteinander verbinden. Das Profil aussen eckigen
Querschnittes erstreckt sich bezüglich der Länge des Tragrohres vom eckstückseitigen
Ende bis über die Schraubverbindungen mit dem Eckstück hinaus und das Profil aussen
eckigen Querschnittes stellt somit einen Adapter zum Eckstück dar.
[0010] Das Stützbein weist aussen einen eckigen Querschnitt auf und ist mit Schraubverbindungen
am Eckstück festgelegt. Zur lokalen Verstärkung des Stützbeines im Bereich der Schraubverbindung
und des Bolzens der Sicherungsstrebe kann in den Hohlraum des Profiles aussen eckigen
Querschnittes ein zweites Profil, auf gleiche Art wie oben beschrieben, formschlüssig
eingeschoben werden und stellt damit ein Verstärkungsteil dar.
[0011] Nach vorliegender Erfindung kann das zweite Profil den Querschnitt des Tragrohrprofiles
aufweisen. Somit gelingt es mit nur zwei Profilvarianten, die Funktion des Tragrohres,
des Stützbeines, eines Adapterteils und eines Verstärkungsteils zu erfüllen.
[0012] In bevorzugter Ausführungsform kann das Tragrohr ein stranggepresstes Aluminiumprofil
aussen runden Querschnittes mit wenigstens einer, zweckmässig einer, zwei, drei oder
vier, vorzugsweise vier im Winkel von 90° zueinander stehenden längsnutenförmigen
Ausformung(en) sein, und einends ist das Aluminiumprofil aussen runden Querschnittes
in ein Aluminiumprofil aussen eckigen Querschnittes und innen runden und/oder eckigen
Querschnittes geschoben, wobei die längsnutenförmigen Ausformungen in entsprechende
längskeilförmige Anformungen im inneren Querschnitt des Aluminiumprofils aussen eckigen
Querschnittes formschlüssig eingreifen und sich das Aluminiumprofil eckigen Querschnittes
wenigstens über den Bereich der Schraubverbindungen erstreckt.
[0013] In weiterer bevorzugter Ausführungsform kann das Stützbein ein stranggepresstes Aluminiumprofil
aussen eckigen Querschnittes und innen runden und/oder eckigen Querschnittes sein,
und innen wenigstens eine, zweckmässig eine, zwei, drei oder vier, vorzugsweise vier
im Winkel von 90° stehende längskeilförmige Anformung(en) enthalten und am oberen
Ende, wenigstens im Bereich der Schraubverbindungen, über ein Aluminiumprofil aussen
runden Querschnittes geschoben sein, wobei die längskeilförmigen Anformungen in entsprechende
längsnutenförmigen Ausformungen im äusseren Querschnitt des Aluminiumprofiles runden
Querschnittes formsschlüssig eingreifen und sich das Aluminiumprofil runden Querschnittes
wenigstens über den Bereich der Schraubverbindungen erstreckt.
[0014] Am Stützbein kann auch eine Sicherungsstrebe angelenkt sein. Die Sicherungsstrebe
kann mittels eines Bolzens, der durch das Stützbein geführt ist und einends aus dem
Querschnitt des Stützbeines ragt, am Stützbein angebracht sein.
[0015] In bevorzugter Ausführungsform erstreckt sich das Aluminiumprofil runden Querschnittes
im Innern des Aluminiumprofils aussen eckigen Querschnittes vom oberen Ende des Stützbeines
bis über die Bolzenlage hinaus, derart, dass der Bolzen quer durch die beiden ineinandergeschobenen
Profile geführt ist. In dieser Form vermag das Stützbein die einwirkenden Kräfte,
sowohl vom Eckstück als auch von der Sicherheitsstrebe sicher aufzunehmen.
[0016] Die Verbindung zwischen dem Tragrohr und dem Stützbein schafft das Eckstück. Zweckmässig
ist das Eckstück ein Gussstück aus Aluminium.
[0017] Die Gusstechnik zur Erzeugung des Gussstückes kann z. B. ein Druckguss, Kokillenguss
oder Sandguss sein.
[0018] Das Eckstück enthält z.B. im wesentlichen zwei Führungsflächen, die im Winkel von
90° zueinander stehen, wobei eine Führungsfläche das Tragrohr und insbesondere das
Adapterteil eckigen Querschnittes und die andere Führungsfläche das Stützbein gleichen
Querschnittes aufnimmt, und das Tragrohr und das Stützbein mit dem Eckstück verschraubt
sind. Demnach ist eine der Führungsflächen waagrecht, die andere senkrecht dazu angeordnet.
Zwischen den Führungsflächen können am Eckstück Verstärkungsrippen vorgesehen werden.
[0019] Das Eckstück kann derart geformt werden, dass das eine Ende der waagrechten Führungsfläche
bündig ist mit der Aussenseite des Stützbeines, das an der anderen Führungsfläche
anliegt. Das Ende der waagrechten Führungsfläche kann mit einem Anschlag oder angeformtem
Abschluss versehen sein.
[0020] Das Eckstück kann im wesentlichen einen T-förmigen Längsschnitt aufweisen, wobei
die Führungsflächen plan oder in Form von vorzugsweise keilförmigen Nuten ausgestaltet
sind. Das Eckstück weist zum Festlegen mittels Befestigungsmitteln, wie Schrauben,
des Tragrohres und des Stützbeines Ausnehmungen, wie Schraubenlöcher, auf. Das Tragrohr
und das Stützbein werden in der Regel mit dem Eckstück verschraubt. Es können eine,
zwei, drei, vier oder eine höhere Anzahl Schrauben pro Führungsfläche angewendet werden,
zweckmässig sind drei Schrauben verteilt über die Länge jeder Führungsfläche.
[0021] Zum Festlegen von Tragrohr und Eckstück und von Stützbein und Eckstück sind Schraubverbindungen
vorgesehen. Die Schrauben werden vom Eckstück her eingeführt und das Gegengewinde
kann in einem Nutenstein und bevorzugt an einer Gewindeeinlage sein. Die Gewindeeinlage
kann ein Strangpressprofil aus Aluminium sein und eine Gewindeplatte darstellen, welche
entsprechend der Anzahl und Distanz voneinander der Schraubenlöcher im Eckstück mit
Ausnehmungen versehen ist. Die Ausnehmungen können ein Innengewinde, passend zum Aussengewinde
der Schrauben aufweisen.
[0022] Die Gewindeeinlage in Form einer Gewindeplatte kann in ihrem äusseren Querschnitt
ganz oder teilweise dem Innenprofil des runden Tragrohres entsprechen. Entspricht
der äussere Querschnitt der Gewindeplatte nur teilweise dem Innenprofil des Tragrohres,
kann das Tragrohr zwei gegenüberliegende längsrippenförmige Anformungen oder Auskragungen
aufweisen. Die Gewindeplatte kann dann unter diese Anformungen geschoben werden und
bei der Montage ist die Gewindeplatte nur noch in Längsrichtung verschiebbar und gegenüber
Drehbewegung festgelegt.
[0023] Demnach ist eine Schraubverbindung mit Hilfe von Gewindeeinlagen, die im Hohlraum
des Aluminiumprofils runden Querschnittes eingelegt und durch längsrippenförmige Anformungen
bezüglich seitlicher Bewegungen festgelegt sind, zweckmässig.
[0024] Stützfüsse der beschriebenen Art müssen nach behördlichen Massgaben eine Sicherungsstrebe
aufweisen, welche in der Ruhelage des Wechselbehälters vom Stützbein abragt und an
einem Gegenlager oder einer Strebenlagerung, die ihrerseits am Wechselaufbaurahmen
befestigt ist, lösbar festgelegt ist.
[0025] Die Sicherungsstrebe ist am Stützbein beispielsweise mittels eines Bolzens drehbar
befestigt und am Bolzen durch eine Sicherung gegen Abfallen gesichert. Die Sicherungsstrebe
kann am stützbeinseitigen Ende ein Auge aufweisen, in welches der Bolzen ragt. Durch
eine Sicherung, wie einen Splint, eine Schraubensicherung oder einen Sprengring kann
die Sicherheitsstrebe drehbar gehalten, aber gegen Herausziehen oder Herausfallen
gesichert sein. Am gegenlagerseitigen Ende der Sicherheitsstrebe kann eine Lasche
angebracht sein, die in ein Gegenlager greift. Die Lasche kann beispielsweise eine
oder in einem Abstand voneinander zwei Ausnehmungen aufweisen und das Gegenlager kann
entsprechend einen oder zwei Stifte oder Bolzen aufweisen, die ihrerseits in die Ausnehmungen
eingreifen.
[0026] Durch Einführen der Lasche in den oder die Stifte oder Bolzen wird die Sicherheitsstrebe
aktiviert. Soll der Stützfuss in Transportstellung gebracht werden, kann die Lasche
ausgehängt und die Sicherheitsstrebe um ihren Drehpunkt parallel zum Stützbein gedreht
und durch ein Befestigungsmittel am Stützbein arretiert werden.
[0027] Nach vorliegender Erfindung weist die Sicherungsstrebe zweckmässig wenigstens ein
stranggepresstes Aluminiumprofil, einends eine Lasche, welche in verstrebtem Zustande
in ein Gegenlager greift und andernends ein Auge, welches über einen Bolzen mit Sicherung
am Stützbein befestigt ist, auf.
[0028] Vorteilhaft weist die Sicherungsstrebe zwei U-förmige stranggepresste Aluminiumprofile,
deren Unterseiten gegeneinander gerichtet sind, auf und die Befestigungsteile der
Lasche und des Auges sind zwischen den U-förmigen Profilen angeordnet, und die Profile
und Teile sind durch Befestigungsmittel verbunden.
[0029] Ferner kann die Sicherungsstrebe auch einen Ringbolzen aufweisen, der zum Festlegen
der Sicherungsstrebe in Transportstellung am Stützbein dient. Der Ringbolzen kann
in eine Ausnehmung am Stützbein eingehängt werden.
[0030] Zweckmässig sind Schraubverbindungen als Befestigungsmittel für die Sicherheitsstrebe
vorgesehen.
[0031] Das Stützbein kann am unteren Ende eine Fussplatte aufweisen. Die Fussplatte kann
aus Aluminium oder auch aus Stahl oder anderen Metallen gefertigt sein und am Stützbeinprofil
festgelegt, wie angeschraubt, sein. Die Form und Grösse der Fussplatte kann nach den
Bedürfnissen, d.h. insbesondere nach den Flächendrücken, gewählt werden.
[0032] Die wesentlichen Teile vorliegenden Stützfusses und dabei insbesondere alle Profile,
wie Tragrohr, Stützbein, Adapterteil und Verstärkungsteil sowie die Teile der Sicherheitsstrebe,
der Gewindeeinlagen und das Eckstück können aus Aluminium oder dessen Legierungen
bestehen oder solche Materialien enthalten. Bevorzugte Aluminiumtypen sind beispielsweise
AlMgSi1 oder AlZn4Mg1.
[0033] Durch die Ausführung des Stützfusses in Aluminium können beispielsweise gegenüber
einer mechanisch gleich belastbaren Ausführung in Stahl Gewichtsersparnisse von 30
bis 35 % erzielt werden. Bezogen auf vier Stützfüsse sind Gewichtsersparnisse von
beispielsweise etwa 60 bis 80 kg erreichbar. Durch diese Gewichtsersparnisse kann
eine höhere Nutzlast des Wechselaufbaues erreicht werden und beim Leertransport kann
durch die geringere zu beschleunigende Masse Energie eingespart werden. Zudem ist
der manuelle Kraftaufwand beim Betätigen der Stützfüsse wesentlich geringer als bei
der Stahlausführung.
[0034] Werden als Befestigungsmittel Schraubelemente vorgesehen, so können diese vorzugsweise
handelsübliche Bundschrauben nach DIN 6921 der Festigkeitsklasse 8.8 mit Sicherungsbeschichtung
(VERBUS PLUS) oder Sicherungsbundschrauben mit Sperrverzahnung (VERBUS RIPP) und entsprechende
Bundmuttern sein.
[0035] In vorliegender Beschreibung wurden jeweils die bevorzugten Befestigungsmittel, nämlich
Schraubverbindungen ausdrücklich erwähnt. Anstelle von Schraubverbindungen können
wenigstens teilsweise auch Schweissverbindungen, Klebverbindungen oder Nietverbindungen
oder Kombinationen solcher Verbindungen vorgesehen werden. Mit solchen trennfesten
Verbindungen ist jedoch die leichte Austauschbarkeit der Teile nicht mehr gewährleistet.
Im Rahmen spezifischer Herstellungsverfahren oder Beanspruchungen können jedoch derartige
Ausführungsformen für die Verbindung einzelner Elemente sinnvoll sein. Es kann auch
vorgesehen werden, dass einzelne Verbindungen geschraubt und auch geschweisst werden.
Es ist beispielsweise auch möglich, die Fussplatte in das Profil einzupressen.
[0036] Ein Stützfuss mit Sicherung für Wechselbehälter nach vorliegender Erfindung kann
auch die weiteren Merkmale, wie sie auch in oben angegebener Norm vorgesehen sind,
aufweisen. Dazu gehört eine erste Transportsicherung des Stützbeines in eingeschobenem
bzw. ausgezogenem Zustand, die durch eine seitlich am Traglager angebrachte Zapfensicherung
erfolgen kann. Das Stützbein muss nach der Norm auch in eingeklapptem Zustand (Transportstellung),
eine Auflage haben und durch eine zweite Transportsicherung gesichert sein. Die zweite
Transportsicherung soll dann von aussen gut sichtbar sein und die Wirkung augenfällig
kontrolliert werden können. Die Sicherheitsstrebe muss vorteilhaft in Transportstellung
gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert werden können. Die Strebe muss zweckmässig
auch beim Betätigen des Stützbeines gesichert bleiben, um Verletzungen bei der Handhabung
zu vermeiden. Ferner ist beispielsweise ein Schutz gegen das vollständige Herausziehen
des Stützfusses durch eine Anschlagssicherung sicherzustellen. Das erfindungsgemässe
Stützbein kann sowohl in Links- als auch in Rechtsausführung verwendet werden. Ein
Austausch des Stützfusses ist durch Lösen der Anschlagssicherung möglich.
[0037] Nachfolgende Figuren erläutern vorliegende Erfindung beispielhaft. Die
[0038] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemässen Stützfuss in der Stellung zum Unterfahren
bzw. zum Be- und Entladen von der Rückseite.
[0039] Figur 2 zeigt den Stützfuss gemäss Figur 1 als Explosivzeichnung.
[0040] Figur 3 zeigt das Profil aussen eckigen Querschnittes, darin eingeschoben das Profil
aussen runden Querschnittes und weiters eingeschoben die Gewindeeinlage.
[0041] Figur 4 zeigt das Profil aussen runden Querschnittes allein.
[0042] Figur 5 zeigt das Profil aussen eckigen Querschnittes allein.
[0043] Figur 6 zeigt die Draufsicht und den Querschnitt durch eine Gewindeeinlage.
[0044] Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Eckstückes.
[0045] Figur 8 zeigt die Draufsicht auf das Eckstück.
[0046] Figuren 9 a und 9 b zeigen die Draufsicht respektive Seitenansicht der Sicherheitsstrebe.
[0047] Figur 10 zeigt die Sicherheitsstrebe als Explosivzeichnung.
[0048] Figur 11 zeigt ein Beispiel einer Fussplatte.
[0049] Figur 12 zeigt einen Wechselbehälter auf vier Stützfüssen ruhend, perspektivisch
von schräg unten.
[0050] In Figuren 1 und 2 ist das Tragrohr 12 angedeutet, welches in Pfeilrichtung in das
Traglager 30, welches seinerseits am Wechselbehälter angebracht ist, eingeschoben
werden kann. Die Bohrungen 35 dienen zur Aufnahme von Sicherungen (Federriegel) gegen
Verdrehen des Tragrohres 12 im Traglager 30. Das Traglager 30 hat innen einen runden
Querschnitt, dessen Masse derart gewählt sind, dass das Tragrohr 12 gleitend im Traglager
30 gedreht werden kann. Am aussenseitigen Ende des Tragrohres 12 ist das Tragrohr
12 in ein Profil aussen eckigen Querschnittes 16, das ein Adapterteil 36 bildet, eingesteckt.
Dieser Adapterteil 36, gebildet aus einem Profil eckigen Querschnittes 16, und darin
angeordnet das Tragrohr 12 ist andeutungsweise durch drei Schraubverbindungen mit
dem Eckstück 13 verbunden. Senkrecht zum Tragrohr ist das Stützbein 11 eingezeichnet,
welches am unteren Ende eine Fussplatte 27 trägt. Ein Bolzen 26 dient zur Befestigung
einer Sicherheitsstrebe, die hier nicht eingezeichnet ist. Im Innern des Stützbeines
11 befindet sich ein Profil aussen runden Querschnittes 17, zur Verstärkung, d. h.
bildet einen Verstärkungsteil 37 und das Stützbein 11 ist über die angedeuteten Schrauben
mit dem Eckstück 13 verbunden.
[0051] In Figur 2 sind die einzelnen Teile auseinandergezogen. Wiederum ist mit 12 das Tragrohr
bezeichnet, das insbesondere ein Profil aussen runden Querschnittes 17 sein kann.
Das Stützbein 11 ist insbesondere ein Profil aussen eckigen Querschnittes 16. Der
Adapterteil 36 hat ein Profil aussen eckigen Querschnittes 16 und hat insbesondere
den gleichen Querschnitt wie das Stützbein 11. Das Verstärkungsteil mit einem Profil
aussen runden Querschnittes 17 hat insbesondere den gleichen Querschnitt wie das Tragrohr
12. Somit ist es möglich, mit zwei Profilvarianten das Tragrohr, das Stützbein, ein
Adapterteil und ein Verstärkungsteil herzustellen. Zum Festlegen des Tragrohres am
Eckstück dienen die Gewindeeinlagen 20, die im Hohlraum des Profiles aussen runden
Querschnittes angeordnet sind. Das Eckstück 13 weist eine waagrechte Führungsfläche
18 für das Profil aussen eckigen Querschnittes und eine Führungsfläche 19 senkrecht
zur Führungsfläche 18 auf, die ihrerseits das Stützbein aufnimmt. Sowohl das Stützbein
11 als auch das darin befindliche Profil aussen runden Querschnittes weisen Ausnehmungen
auf, durch welche der Bolzen 26 gestossen werden kann, wobei der Bolzen zweckmässig
zwei verschiedene Dicken aufweist und die in Stossrichtung letzte Ausnehmung am Stützbein
beispielsweise nur den Durchmesser des kleineren Bolzenteiles aufweist. Beim Einschieben
des Bolzens 26 von der Aussenseite her ist ein Durchdrücken des Bolzens nicht möglich.
Mittels eines Sicherungsringes am dünnen Bolzenende kann dieser über die Sicherungsstrebe
gegen ein Zurückfallen ebenfalls gesichert werden.
[0052] Figur 3 zeigt die beiden ineinander geschobenen Profile 16 und 17 sowie die eingeschobene
Gewindeeinlage 20. Diese Anordnung entpricht einem Schnitt durch A-A oder B-B in Figur
1. Das Profil aussen eckigen Querschnittes 16 hat auf seiner Innenseite, beispielhaft
dargestellt, vier längskeilförmige Anformungen 15, die ihrerseits in die längsnutenförmigen
Ausformungen 14 aussen am Profil aussen runden Querschnittes 17 eingreifen. Im Innenraum
des Profiles aussen runden Querschnittes 17 sind symetrisch zueinander längsrippenförmige
Anformungen 21 angebracht. Unter diese Anformungen und zwischen die Innenwand wird
die Gewindeeinlage 20 geschoben, die damit nur noch innerhalb des Profiles längsverschiebbar
ist und gegenüber Verdrehungen festgelegt ist.
[0053] Figur 4 zeigt das Profil aussen runden Querschnittes 17 zur näheren Erläuterung allein.
Aus diesem Profil aussen runden Querschnittes 17 kann das Tragrohr hergestellt werden
und das Verstärkungsteil 37 des Stützbeines. Erkennbar sind wiederum die längsnutenförmigen
Ausformungen 14, die hier beispielhaft über den Umfang gleichmässig vierfach verteilt
sind.
[0054] In Figur 5 ist das Profil aussen eckigen Querschnittes 16 im Querschnitt gezeigt.
Dieses Profil kann sowohl für das Stützbein 11 als auch für das Adapterteil 36, welches
über einen Teil des Tragrohres geschoben wird, verwendet werden. Beispielhaft sind
vier keilförmige Anformungen 15 eingezeichnet. Ebenfalls beispielhaft ist der Innenraum
des Profiles 16 an zwei benachbarten Ecken gerundet eingezeichnet. Dies steht im Zusammenhang
mit den eingezogenen beiden benachbarten Ecken der Aussenseite des Profils aussen
eckigen Querschnittes. Die keilförmig eingezogenen Ecken passen formschlüssig auf
die Führungsflächen 18 und 19 des Eckstückes. Die Führungsflächen 18 und 19 des Eckstückes
sind entsprechend längsnutenförmig ausgestaltet. Ebenfalls beispielhaft sind die beiden
Absätze 32 eingezeichnet. Die Bedeutung der Absätze 32 ist der Kommentierung zu Figur
8 zu entnehmen.
[0055] Figur 6 zeigt den Querschnitt und die Draufsicht auf eine beispielhaft gezeigte Gewindeeinlage
20. In der Draufsicht sind drei Schraubenlöcher mit Innengewinde eingezeichnet, die
entsprechend den Bohrungen des Stützbeines und/oder des Tragrohres über die Länge
der Gewindeeinlage 20 verteilt sind. Die Flanken 33 greifen unter die längsförmigen
Anformungen 21 des Profiles aussen runden Querschnittes. Die zusammengestellten Profile
sind der Figur 3 zu entnehmen.
[0056] Figur 7 zeigt eine Ansicht eines Eckstückes. Angedeutet sind die Führungsflächen
18 und 19, die im Winkel von 90° zueinander stehen. Die Führungsflächen 18 und 19
weisen eine längsnutenförmige Ausformung auf, die bevorzugt mit der Form des Profiles
aussen eckigen Querschnittes 16 übereinstimmt. Dies bezieht sich insbesondere auch
auf die eingezogenen Ecken 31 des Profiles aussen eckigen Querschnittes 16. Am Ende
der Führungsfläche 18 ist ein Abschluss 28 beispielhaft eingezeichnet. Das Profil
aussen eckigen Querschnittes, das auf der Führungsfläche 18 aufliegt und an der Führungsfläche
18 durch eine Schraubverbindung festgelegt wird, stösst gegen den Abschluss 28 und
somit sind keine offenen Profile gegen die Aussenseite des Wechselbehälters vorhanden.
Das Profil aussen eckigen Querschnittes, welches das Stützbein 11 darstellt, liegt
an der Führungsfläche 19 an und ist ebenfalls durch die Schraubenverbindung festgelegt.
[0057] In Figur 8 ist eine Draufsicht auf das Eckstück 13 gezeichnet, wobei die Draufsicht
auf das Stützbein 11 aus einem Profil aussen eckigen Querschnittes 16 eingezeichnet
ist. Das Profil 16 weist die Absätze 32 und die eingezogenen Ecken 31 auf. Im Querschnitt
ist die Führungsfläche 19 sichtbar, die entsprechend dem Querschnitt im Bereich der
eingezogenen Ecken von Profil 16 nutenförmig ausgestaltet ist. Das Profil 16 und die
Führungsfläche 19 sind somit formschlüssig. Die Führungsfläche 19 hat einen Rücksprung
34 an deren Aussenkante. Mit dem Absatz 32 und dem Rücksprung 34 ergibt sich eine
Fuge. Es ist möglich, in diese Fuge eine Schweissnaht zu setzen, um die Schraubverbindung
zu unterstützen oder um auf die Schraubverbindung zu verzichten. Sinngemäss gelten
diese Ausführungen für beide Führungsflächen 18 und 19.
[0058] Figuren 9a und 9b zeigen die Sicherungsstrebe 22, hier beispielhaft mit zwei U-förmigen
Profilen 23 aufgebaut. Am einen Ende der U-Profile 23 ist die Lasche 24, am andern
Ende das Auge 25 angebracht und jeweils, hier beispielhaft dargestellt, jeweils durch
vier Schraubverbindungen gesichert. Ein Ringbolzen 29 dient dazu, in Transportstellung
des Stützfusses die Sicherungsstrebe am Stützfuss zu befestigen. Zu diesem Zweck ist
die Sicherungsstrebe etwas seitenverschiebbar oder etwas abspreizbar im Auge 25 gelagert
und die Sicherheitsstrebe kann parallel zum Stützfuss gedreht und in eine Ausnehmung
im untern Ende des Stützfusses eingehängt werden. Figur 9a zeigt die Draufsicht, Figur
9b die Seitenansicht der Sicherungsstrebe 22.
[0059] Die Figur 10 zeigt die in Figur 9 gezeigte Sicherungsstrebe als Explosivzeichnung.
Es sind die beiden U-förmigen Profile 23, das Auge 25, Lasche 24 und Ringbolzen 29
erkennbar, wie die an den Teilen angebrachten Ausnehmungen, respektive Schraubenlöcher.
Die Schrauben selbst sind nicht eingezeichnet.
[0060] Figur 11 zeigt beispielhaft eine Fussplatte 27. Die Fussplatte kann als Gussteil
oder Pressteil und dergleichen ausgeführt werden. In vorliegendem Fall ist die Fussplatte
als Aluminiumgussteil ausgeführt, wobei die eigentliche Fussplatte einen Aufsatz enthält,
dessen äusserer Umfang dem inneren Umfang des Profiles 16 entspricht. Der Aufbau hat
weiters ein Auge, mit dem die Fussplatte am Profil 16 beispielsweise durch eine Schraubverbindung
gesichert werden kann. Der Aufbau kann auch keilförmig gestaltet werden und durch
blosses Einpressen kann dann die Fussplatte am unteren Profilende fest angebracht
werden. Bevorzugt ist auch in diesem Falle eine Schraubverbindung, um die leichte
Auswechselbarkeit zu gewährleisten.
[0061] Figur 12 zeigt eine perspektivische Ansicht von schräg unten eines Wechselbehälters
mit den Stützfüssen in Ruhestellung (vertikal).
1. Stützfuss für Wechselbehälter, aufgebaut aus einem Stützbein und einem quer dazu angeordneten
Tragrohr und einer Sicherungsstrebe, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützfuss ein
Stützbein und ein Tragrohr aus einem stranggepressten Aluminiumprofil und ein gegossenes
Eckstück enthält, wobei das Tragrohr und das Stützbein am Eckstück durch Schraubverbindungen
befestigt sind.
2. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützbein und das Tragrohr
ein stranggepresstes Aluminiumprofil gleichen Querschnittes enthalten.
3. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragrohr aus einem stranggepressten
Aluminiumprofil aussen runden Querschnittes mit wenigstens einer, vorzugsweise vier
im Winkel von 90° zueinander stehenden, längsnutenförmigen Ausformung(en) besteht,
und einends das Aluminiumprofil aussen runden Querschnittes in ein Aluminiumprofil
aussen eckigen Querschnittes und innen runden und/oder eckigen Querschnittes geschoben
ist, wobei die längsnutenförmigen Ausformungen in entsprechende längskeilförmige Anformungen
im inneren Querschnitt des Aluminiumprofils aussen eckigen Querschnittes formschlüssig
eingreifen und sich das Aluminiumprofil eckigen Querschnittes wenigstens über den
Bereich der Schraubverbindungen erstreckt.
4. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützbein aus einem stranggepressten
Aluminiumprofil aussen eckigen Querschnittes und innen runden und/oder eckigen Querschnittes
mit wenigstens einer, vorzugsweise vier im Winkel von 90° stehenden, keilförmigen
Anformung(en) besteht und am oberen Ende, wenigstens im Bereich der Schraubverbindungen,
über ein Aluminiumprofil aussen runden Querschnittes geschoben ist, wobei die längskeilförmigen
Anformungen in entsprechende längsnutenförmigen Ausformungen im äusseren Querschnitt
des Aluminiumprofiles runden Querschnittes formsschlüssig eingreifen und sich das
Aluminiumprofil runden Querschnittes wenigstens über den Bereich der Schraubverbindungen
erstreckt.
5. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gegossene Eckstück zwei
Führungsflächen im Winkel von 90° zueinander aufweist und eine Führungsfläche das
Tragrohr und die andere Führungsfläche das Stützbein aufnimmt, und das Tragrohr und
das Stützbein mit dem Eckstück verschraubt sind.
6. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindungen von
Tragrohr und Eckstück und von Stützbein und Eckstück mit Hilfe von Nutensteinen oder
Gewindeeinlagen erfolgt.
7. Stützfuss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung mit
Hilfe von Gewindeeinlagen, die im Hohlraum des Aluminiumprofils runden Querschnittes
eingelegt und durch längsrippenförmige Anformungen im Innenraum des Aluminiumprofils
runden Querschnittes bezüglich seitlicher Bewegungen festgelegt sind.
8. Stützfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstrebe wenigstens
ein stranggepresstes Aluminiumprofil, einends eine Lasche, welche in verstrebtem Zustande
in ein Gegenlager greift und andernends ein Auge, welches über einen Bolzen mit Sicherung
am Stützbein befestigt ist, aufweist.
9. Stützfuss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstrebe zwei
U-förmige stranggepresste Aluminiumprofile, deren Unterseiten gegeneinander gerichtet
sind, aufweist und die Lasche und das Auge mit ihren Befestigungsteilen zwischen den
U-förmigen Profilen angeordnet und die Profile und Teile durch Befestigungsmittel
verbunden sind.