[0001] Auf dem Gebiet der Kunst, insbesondere der Kunstmalerei werden häufig großflächige
Untergründe von den Künstlern bearbeitet. Üblicherweise handelt es sich hierbei um
Leinwand, die auf Rahmen aufgespannt wird. Gelegentlich werden auch andere Untergrundmaterialien
wie Holz oder Kartonplatten und dergleichen bearbeitet.
[0002] Diese Maluntergründe müssen von bestimmten Vorrichtungen bei der Bearbeitung gehalten
werden. Üblicherweise werden daher die Maluntergründe auf einer Staffelei fixiert,
während der Künstler arbeitet. Bekannt sind solche Staffeleien, bei denen die Maluntergründe
fest fixiert sind. Die Verbindung erfolgt meist durch Anklemmen der auf einen Rahmen
aufgezogenen Leinwand. Wenn also ein Leinwandwechselrahmen an der Staffelei befestigt
ist besteht eine statische, unbewegliche Verbindung zwischen Leinwandwechselrahmen
und Staffelei.
[0003] Eine Staffelei gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der US-A-3 926
398 bekannt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von weiteren Staffeleien,
die den Künstlern ein besseres Arbeiten ermöglichen.
[0005] Professionelle Kunstmaler arbeiten regelmäßig in einem bestimmten Stil. Wesentlicher
Bestandteil dieses Stiles ist auch die Art und Weise wie der Pinsel oder das Malwerkzeug
geführt wird. Die meisten Künstler haben hierbei eine besondere Richtung und eine
besondere Eigenart hinsichtlich der Strichführung. Diesen besonderen, von der Linienführung
abhängigen Stil üben die Künstler üblicherweise in einer bestimmten Haltung aus, die
von Künstler zu Künstler verschieden sein kann. Die nachfolgend beschriebene erfindungsgemäße
Staffelei ermöglicht dem Künstler ein optimales Arbeiten, da die zu bearbeitende Stelle
der Leinwand angepaßt werden kann an die für das Arbeiten optimale Körperhaltung des
Künstlers.
[0006] Ein wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Staffelei ist das Trägerteil.
Dieses Trägerteil kann im etwa rechten Winkel zu einem vorzugsweise fahrbaren Gestell
angebracht sein. Auch eine statische Befestigung des Trägerteiles in bestimmten Räumen,
wie beispielsweise in Ateliers wäre denkbar. Das Trägerteil tragende Gestell kann
mit Rollen versehen sein, damit die Staffelei problemlos verschoben werden kann. Die
Räder oder Rollen des Gestells können vorzugsweise zumindest teilweise festgestellt
werden.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Trägerteil durch eine Säule gebildet.
Diese Säule kann beispielsweise durch zwei Profilschienen gebildet werden, die parallel
zueinander angeordnet sind. Aussparungen an den Kanten der Profilschienen können als
Schienen dienen für das Halteteil, das mittels Rollen bzw. Rädern in diesen Schienen
bewegbar ist. Wesentlich ist, daß die eine, zentrale Säule so ausgestaltet ist, daß
der Innenraum hohl ist und wenigstens eine oder besser zwei Seiten frei bleiben, so
daß sich das auf dem Trägerteil angebrachte Halteteil auch in das Innere der Trägersäule
erstrecken kann. Eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Staffelei mit einer zentralen
Säule wird in Figur 1 beispielhaft dargestellt.
[0008] Bei einer anderen Ausführungsform weist das Trägerteil zwei parallel zueinander angeordnete
Trägersäulen auf, an denen das Halteteil angebracht ist. Eine derartige Ausführungsform
wird beispielsweise in Figur 2 dargestellt.
[0009] Bei einer weiteren Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Staffelei drei Trägersäulen
auf. Eine derartige Ausführungsform ist schematisch in Draufsicht in Figur 3 dargestellt.
[0010] Für bestimmte Ausführungsformen, insbesondere dann, wenn besonders große oder schwere
Gegenstände von der Staffelei zu halten sind kann das Trägerteil auch vier oder mehr
Säulen aufweisen.
[0011] An dem Trägerteil beweglich angebracht ist ein Halteteil, das zusammen mit einer
Befestigungsvorrichtung die Verbindung zu dem zu haltenden Gegenstand bildet. Unter
beweglich angebrachtem Halteteil wird vorzugsweise verstanden, daß das Halteteil über
einen großen Teil des Trägerteils bewegt werden kann. Je nach der konstruktiven Ausführung
der erfindungsgemäßen Staffelei sind verschiedene Formen des Halteteiles verwendbar.
Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform stellt das Halteteil einen Kasten dar,
der die Trägersäule umschließt und in den Zwischenraum zwischen den beiden Profilschienen
hinein ragt. Figur 4 zeigt schematisch die Anordnung des Halteteiles im Verhältnis
zu den durch die Profilschiene gebildeten Trägerteil. Bei dieser Ausführungsform weist
das kastenförmige Halteteil acht Räder oder Rollen auf, die so angeordnet sind, daß
sie in die Aussparungen der Profilschienen passen und eine genau passende bewegbare
Verbindung ergeben. Der Teil des kastenförmigen Halteteiles, der in den Zwischenraum
zwischen die beiden Profilschienen ragt, trägt in bevorzugter Weise die Antriebsmittel,
vorzugsweise einen Elektromotor, für die vertikale Bewegung ebenso wie die Antriebsmittel,
vorzugsweise Elektromotor, für die Drehbewegung, die auf die Befestigungsvorrichtung
ausgeübt werden kann.
[0012] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt das
Halteteil eine Platte dar, die Aussparungen für die Trägerteile aufweist. Eine derartige
Ausführungsform ist beispielsweise in Figur 3 dargestellt. Die Platte mit Aussparungen
kann sich in vertikaler Richtung an den Trägern bewegen. Zur Stabilisierung können
an den Aussparungen des Halteteiles Hülsen parallel zu den Trägersäulen angebracht
werden, die eine Stabilisierung der Platte gegen Verkantungen ermöglichen. Auch hier
sind auf der Halteplatte Vorrichtungen für die Bewegung sowohl in vertikaler Richtung
vorgesehen wie auch Mittel zur Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung.
[0013] Auf der Staffelei können verschiedene Gegenstände befestigt werden, die von Künstlern
bearbeitet werden. Üblicherweise wird auf der Staffelei ein Maluntergrund befestigt.
Hierbei kann es sich um Pappkarton oder Holzplatten handeln, üblicherweise wird jedoch
als Maluntergrund Leinwand verwendet, die regelmäßig auf Rahmen aufgespannt ist. Diese
Rahmen bestehen aus einem viereckigen Lattengerüst, an dem die äußeren Ränder der
zu bearbeitenden Leinwand befestigt sind. Häufig weisen die Leinwandwechselrahmen
auch eine kreuzartige Verstärkungsstruktur auf, wobei jeweils die Mittelpunkte der
gegenüberliegenden Rahmenteile miteinander verbunden sind.
[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung drehbar, wobei die
Achse der Befestigungsvorrichtung in einem Winkel von 45° - 90°, bevorzugt etwa 90°
zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist. Der jeweilige Winkel kann durch geeignete
konstruktive Ausführungsformen einstellbar sein. Die Verbindung zwischen der Trägersäule
und dem Wechselrahmen wird über das Halteteil und die Befestigungsvorrichtung hergestellt.
Zur Bewirkung der Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung weist die erfindungsgemäße
Staffelei nach Anspruch 1 einen Elektromotor auf.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind das Halteteil
und die Befestigungsvorrichtung für den Leinwandwechselrahmen voneinander trennbar
ausgeführt.
[0016] Die Befestigungsvorrichtung wird an dem Leinwandwechselrahmen befestigt. Bevorzugt
erfolgt dabei die Befestigung derart, daß die Befestigungsvorrichtung mittels Klemmorganen
und/oder Schraubverbindungen mit dem Leinwandwechselrahmen verbunden wird.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die
Befestigungsvorrichtung an dem Kreuz in dem Leinwandwechselrahmen befestigt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Halteteil ein Aufnahmeorgan auf, das
um eine Achse im Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles drehbar angeordnet
ist. Bei dem Aufnahmeorgan kann es sich um eine Buchse handeln, die so ausgestaltet
ist, daß eine Drehung durch einen Elektromotor und gegebenenfalls ein Getriebe ermöglicht
wird.
[0019] In dieses Aufnahmeorgan kann das an der Befestigungsvorrichtung befindliche Einsteckorgan
eingeführt werden. In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Einsteckorgan
um einen Zapfen, der genau in die Buchse paßt.
[0020] Die Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung ist bevorzugt derart
ausgestaltet, daß eine Verdrehung des Einsteckorgans gegenüber dem Aufnahmeorgan nicht
möglich ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Aufnahmeorgan
Aussparungen aufweist und das Einsteckorgan Erhebungen aufweist, die genau in die
Aussparungen des Aufnahmeorganes passen. Weiterhin weist die Verbindung in bevorzugter
Weise eine rastbare Arretierung auf, die ein unerwünschtes Lösen der Befestigungsvorrichtung
von dem Halteteil verhindert.
[0021] Die Befestigungsvorrichtung weist bei einer bevorzugten Ausführungsform eine Platte
auf, die im rechten Winkel zu dem Einsteckorgan angeordnet ist. Diese beispielsweise
rechteckige Platte kann vier Aussparungen aufweisen, die entlang der Verbindungslinien
der jeweils gegenüberliegenden Ecken angeordnet sind. Durch diese Aussparungen können
Klemmorgane beispielsweise Zwingen oder schraubbare Haken geführt werden, die eine
Verbindung zwischen Befestigungsvorrichtung und Kreuz des Wechselrahmens bewirken.
Zur Erhöhung der Stabilität kann die Befestigungsvorrichtung weiterhin Verlängerungen
aufweisen, die ausziehbar ausgeführt sein können und die weitere Unterstützungspunkte
an den Wechselrahmen bzw. an dem Kreuz des Wechselrahmens bilden.
[0022] Die trennbare Verbindung zwischen Befestigungsvorrichtung und Halteteil hat den Vorteil,
daß die oft sehr großen Leinwandwechselrahmen problemlos an der Staffelei befestigt
werden können. Weiterhin kann ein leichter Austausch der Leinwandwechselrahmen mit
Hilfe der trennbaren Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung erzielt
werden.
[0023] Die erfindungsgemäßen Staffeleien weisen Antriebsvorrichtungen auf, die eine Bewegung
des Halteteiles in vertikaler Richtung, parallel zu der Achse des Trägerteiles ermöglichen.
Als Antriebsmechanismen sind hier verschiedene Lösungen denkbar. Als erfindungsgemäß
bevorzugte Lösung weist die Staffelei eine Zahnstange auf, die parallel zu den Trägersäulen
angeordnet ist. Diese Zahnstange weist Einkerbungen auf, in die ein Zahnrad, das an
dem Halteteil befestigt ist, eingreift. Dieses Zahnrad wird entweder direkt oder mittels
eines Getriebes von einem Elektromotor, der vorwärts und rückwärts laufen kann, angetrieben.
Durch die Drehung des Zahnrades bewegt sich dann das Halteteil, in Abhängigkeit von
der Laufrichtung des Elektromotors nach oben oder nach unten.
[0024] Bei einer anderen Ausführungsform weist die Staffelei eine Spindel mit einem Gewinde
auf, die parallel zu den Trägersäulen angeordnet ist. Diese Spindel wird durch eine
Hülse mit einem zu dem Gewinde der Spindel passenden Gegengewinde geführt. Diese Hülse
ist mit dem Halteteil fest verbunden. Eine Drehung der Spindel bewirkt nun, je nach
Drehrichtung, eine Auf- oder Abbewegung des Halteteiles. Diese Spindel kann entweder
direkt von einem Elektromotor oder mittels eines Getriebes von einem Elektromotor
angetrieben werden.
[0025] Bei einer weiteren Ausführungsform kann der Antrieb durch ein Seil erfolgen, das
durch entsprechend angeordnete Rollen so geführt wird, daß beim Aufwickeln des Seiles
auf eine Rolle bzw. Abwickeln die Haltevorrichtung nach oben oder nach unten bewegt
werden kann.
[0026] Bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform wird das Halteteil über einem
Zahnriemen auf und ab bewegt, wobei der Zahnriemen über zwei Zahnrollen geführt wird
und eine davon, bevorzugt die untere, über einen Elektromotor antreibbar ist.
[0027] Die Antriebsvorrichtungen werden in bevorzugter Weise von Elektromotoren angetrieben,
es sind jedoch auch andere Antriebsarten möglich. Eine andere Antriebsart wäre beispielsweise
ein manueller Betrieb, der durch Drehen einer oder mehrerer Kurbeln erfolgt.
[0028] Eine Übertragung der Drehbewegung von dem Elektromotor auf das zu bewegende Teil,
insbesondere auf den Zapfen für das Aufsteckteil der Befestigungsvorrichtung, erfolgt
in bevorzugter Weise durch ineinandergreifende Zahnräder.
[0029] Die vorliegende Erfindung wird beispielhaft anhand der anliegenden Figuren erläutert:
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Staffelei, bei der das Trägerteil aus einer Säule
besteht. Die Säule wird gebildet durch zwei einander gegenüber angeordnete Profilleisten
(11) die Trägersäule steht auf einem rollbaren Gestell (12) das der Staffelei die
erforderliche Stabilität gegenüber Kippen verleiht. An der Säule ist ein Halteteil
(13) befestigt, das entlang des Trägerteiles auf- und abbewegt werden kann. Mit dem
Halteteil (13) ist die Befestigungsvorrichtung (14) verbunden. An die Befestigungsvorrichtung
wird des Leinwandwechselrahmen angebracht.
Figur 2 zeigt eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei, die zwei
parallel zueinander angeordnete Trägersäulen (21) aufweist. Die Trägersäule befindet
sich auf einem Gestell (22) die der Staffelei die erforderliche Stabilität gegenüber
Umkippen verleiht.
Entlang der Trägersäulen (21) kann sich die Haltevorrichtung (23) bewegen. An der
Stelle der Trägersäulen weist das Halteteil Buchsen (25) auf, die eine bessere Führung
des Halteteiles ermöglichen. Mit dem Halteteil (23) verbunden ist die Befestigungsvorrichtung
(24), die zur Befestigung des Leinwandwechselrahmens dient. Parallel zu den Trägersäulen
(21) ist eine Spindel (26) angeordnet, die sich durch das Trägerteil erstreckt. Diese
Spindel weist ein Gewinde auf, das Gegengewinde dazu befindet sich innerhalb der Hülse
(27), die an dem Halteteil befestigt ist.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei in Draufsicht.
Das in etwa dreieckförmige Halteteil (33) kann sich entlang der Trägersäulen (31)
bewegen. Der Antrieb wird durch die hier schematisch dargestellten Antriebsmittel
(36) bewirkt. Weiterhin weist das Halteteil das hier schematisch dargestellte Aufnahmeorgan
(32) auf, in das das Einsteckorgan der Befestigungsvorrichtung (34) eingeführt werden
kann.
Figur 4 zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Staffelei gemäß Figur 1. Die Trägersäule wird hierbei durch die Profilleisten (41)
gebildet. Diese Profilleisten werden umgeben von einem kastenförmigen Halteteil (43),
das sich auch zwischen den beiden Profilleisten (41) erstreckt. Das kastenförmige
Halteteil wird durch an ihm angebrachte Rollen oder Räder (45) in den durch die Profilleisten
gebildeten schienenartigen Vertiefungen geführt. Die Auf- und Abbewegung wird durch
die Antriebsmittel bewirkt, die schematisch dargestellt sind (46). Die Befestigungsvorrichtung
(44) kann durch eine Drehvorrichtung (42) um eine Achse gedreht werden, die im 90°
Winkel zu der Trägersäule angeordnet ist.
Figur 5 zeigt eine Befestigungsvorrichtung, die an einem Leinwandwechselrahmen (55)
befestigt ist. Die Befestigungsvorrichtung weist einen Einsteckzapfen (51) auf, der
an einer Platte (52) befestigt ist. An der Platte sind Verlängerungen (53) angebracht,
die eine Befestigung mit dem Kreuz des Wechselrahmens ermöglichen. In der Platte sind
weiterhin noch längliche Aussparungen (54) vorgesehen, durch die Klemmorgane oder
schraubbare Haken geführt werden können, die eine weitere Verbindung der Befestigungsvorrichtung
mit dem Kreuzrahmen ermöglichen.
Figur 6 zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei.
Das Trägerteil weist im Querschnitt etwa ein abgeflachtes Sechseck auf. Die beiden
Trägersäulen (61) sind am oberen und unteren Ende miteinander verbunden. Über den
Großteil der Höhe jedoch ist zwischen den beiden Trägersäulen an der Vorderseite ein
länglicher Schlitz ausgespart, aus dem ein Zapfen der Haltevorrichtung (63) herausragt,
die in diesem Schlitz nach oben und unten bewegbar ist. In der hier gezeigten Ausführungsform
ist von der Haltevorrichtung ein zylinderförmiger Zapfen (63) zu sehen, der an zwei
Seiten Erhebungen aufweist, die so angeordnet sind, daß das Aufsteckteil (65) der
Befestigungsvorrichtung (64) auf den Zapfen (63) der Haltevorrichtung aufgesteckt
werden kann. Die Erhebungen zu dem Zapfen (63) der Haltevorrichtung sind so ausgestaltet,
daß sie mit den Aussparungen des Aufsteckteiles (65) derart zusammenwirken, daß ein
Verdrehen des Aufsteckteiles (65) gegenüber dem Zapfen (63) der Haltevorrichtung ausgeschlossen
ist.
Die Trägersäule ist mit dem Gestell (62) durch zusätzliche Seitenstützen (66) verbunden,
die die mechanische Stabilität der Konstruktion erhöhen. Schematisch ist auch die
Steuereinheit (67) dargestellt, über die die Bewegung der Haltevorrichtung und der
damit verbundenen Befestigungsvorrichtung gesteuert werden kann.
Figur 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei, die
stationär an einer Wand befestigt werden kann. Das Trägerteil entspricht im wesentlichen
dem in Figur 6 gezeigten Trägerteil; es weist die Trägersäulen (71) auf, die zwischen
sich einen länglichen Schlitz freilassen, in dem sich der Zapfen (73) der Haltevorrichtung
bewegen kann. Das Trägerteil ruht auf nivellierbaren Füßen (72), durch die etwaige
Unebenheiten des Bodens ausgeglichen werden können. An seinem oberen Ende ist das
Trägerteil mit den Befestigungswinkeln (74) an der Wand befestigt. Diese Ausführungsform
ist besonders dann bevorzugt, wenn eine räumliche Bewegbarkeit der Staffelei nicht
erforderlich ist und, wenn es darum geht, Platz zu sparen. Dies kann beispielsweise
bei Kunstakademien der Fall sein, wo mehrere Künstler oder Studenten auf verhältnismäßig
engem Raum zusammenarbeiten.
Figur 8 zeigt schematisch eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Mechanik,
die eine vertikale Bewegung des Halteteiles sowie eine Bewegung des Zapfens (83) des
Halteteiles um eine Achse, die in einem Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles
angeordnet ist, ermöglicht. Das Halteteil weist eine Führungsschiene (81) auf, die
in dem (hier nicht gezeigten) Trägerteil bewegbar ist und eine genaue Führung des
Halteteiles ermöglicht. An der Führungsschiene (81) ist drehbar der Zapfen (83) und
eine damit verbundene Zahnscheibe (82) verbunden. Zapfen (83) und damit verbundene
Zahnscheibe (82) können um eine Achse gedreht werden, die in einem Winkel von etwa
90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist. Die Drehbarkeit in beide Richtungen
wird über einen Elektromotor (84) bewerkstelligt, der über einen konischen Zahnkolben
(90) mit der Zahnscheibe (82) verbunden ist. Die Zahnscheibe (82) weist in der dargestellten,
bevorzugten Ausführungsform konisch verlaufende Zähne auf, in die die Zähne des konischen
Zahnkolbens (90) eingreifen. Je nach Laufrichtung des Elektromotors bewegt sich die
Zahnscheibe (82) in die eine oder andere Richtung. Das gesamte Halteteil kann mit
Hilfe des Elektromotors (85) bewegt werden. Der Elektromotor (85) ist mit einer Zahnrolle
(86) verbunden. Um die untere Zahnrolle (86) und die obere Zahnrolle (89) läuft ein
Zahnriemen (88), der mit seinen beiden Enden an dem Befestigungsbereich (92) des Halteteiles
befestigt ist. Weiterhin weist der Zahnriemen (88) an dem dem Befestigungsbereich
(92) gegenüberliegenden Teil ein Gegengewicht (91) auf. Durch Drehen der unteren Zahnrolle
(86) kann das Halteteil nach oben oder nach unten bewegt werden.
[0030] Die erfindungsgemäße Staffelei ermöglicht den damit arbeitenden Künstlern eine genaue
Präsentierung der verschiedenen Teile des zu bearbeitenden Untergrundes und zwar in
der Stellung, die der Körperhaltung des Künstlers am besten entspricht. Aufgrund der
mechanischen Verstellbarkeit kann die Leinwand an die gewünschten stellen gebracht
werden. Die Drehbarkeit des Leinwandwechselrahmens um die eigene Achse ermöglicht
dem Künstler ein Arbeiten, das ohne die erfindungsgemäße Staffelei nicht ohne weiteres
erhalten werden könnte.
1. Staffelei, die wenigstens ein Trägerteil (11, 12) und ein darauf angebrachtes Halteteil
(13) mit einer Befestigungsvorrichtung (14) für einen Maluntergrund aufweist, das
auf dem Trägerteil in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbar ist, wobei die
Befestigungsvorrichtung um eine Achse drehbar ist, die in einem Winkel zwischen 45°
und 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
sie zur Bewirkung der Drehbewegung einen Elektromotor (84) aufweist.
2. Staffelei nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (43) auf dem
Trägerteil (41) mittels einer elektrisch betreibbaren Antriebsvorrichtung (46) bewegbar
ist.
3. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine
im wesentlichen parallel zu dem Trägerteil angeordnete Zahnstange, ein an der Haltevorrichtung
angebrachtes Zahnrad, das in die Zahnstange eingreifen kann, einen Elektromotor zum
Betrieb des Zahnrades und gegebenenfalls ein Getriebe umfaßt.
4. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine
im wesentlichen parallel zu dem Trägerteil angeordnete drehbare Spindel (26) mit einem
Schraubgewinde, eine mit einem zu dem Schraubengewinde passenden Gegenwinde versehene
Hülse (27), die an dem Halteteil befestigt ist, sowie einen Elektromotor zum Drehen
der Spindel umfaßt.
5. Staffelei nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Halteteil und die Befestigungsvorrichtung für den von der Staffelei gehaltenen Maluntergrund
voneinander trennbar sind.
6. Staffelei nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil ein drehbar gelagertes
Aufnahmeorgan und die Befestigungsvorrichtung ein in das Aufnahmeorgan einführbares
Einsteckorgan aufweist, wobei Aufnahmeorgan und Einsteckorgan eine gegen Verdrehen
gesicherte Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung ermöglichen.
7. Staffelei nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckorgan (65) der
Befestigungsvorrichtung Erhebungen aufweist, die in Aussparungen des Aufnahmeorgans
(63) rastbar sind.
8. Staffelei nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung
eine im rechten Winkel zu dem Einsteckorgan (51) angeordnete Platte (52) aufweist,
an der wenigstens zwei Klemmorgane befestigbar sind, die eine Verbindung mit dem von
der Staffelei gehaltenen Gegenstand herstellen.
9. Staffelei nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Trägerteil durch eine Trägersäule gebildet wird.
10. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß über einen Elektromotor (85)
und eine Zahnrolle (86, 89) ein Zahnriemen (88) zur vertikalen Bewegung des Halteteiles
bewegbar ist.
11. Staffelei nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil einen Zapfen
(83) aufweist, der über wenigstens eine Zahnscheibe (82) und einen Zahnkolben (90)
mit Hilfe des Elektromotors (84) um die Achse drehbar ist, die in einem Winkel von
etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist.
1. Easel exhibiting at least one support element (11, 12) and a holding element (13)
fitted thereon having a fastening device (14) for a painting ground, which holding
element can be moved on the support element in an essentially vertical direction,
the fastening device being rotatable about an axis disposed at an angle of between
45° and 90° to the axis of the support element, characterized in that it exhibits,
for the realization of the rotational movement, an electric motor (84).
2. Easel according to Claim 1, characterized in that the holding element (43) can be
moved on the support element (41) by means of an electrically operable drive device
(46).
3. Easel according to Claim 2, characterized in that the drive device comprises a toothed
rack disposed essentially parallel to the support element, a gearwheel fitted to the
holding device, which gearwheel can engage in the toothed rack, an electric motor
for the operation of the gearwheel and, where appropriate, a gear system.
4. Easel according to Claim 2, characterized in that the drive device comprises a rotatable
spindle (26) disposed essentially parallel to the support element and having a screw
thread, a sleeve (27) provided with a counter-thread matching the screw thread, which
sleeve is fastened to the holding element, and an electric motor for the rotation
of the spindle.
5. Easel according to one of the preceding claims, characterized in that the holding
element and the fastening device for the painting ground held by the easel are separable
from each other.
6. Easel according to Claim 5, characterized in that the holding element exhibits a rotatably
mounted receiving member and the fastening device exhibits an insertion member which
can be introduced into the receiving member, the receiving member and the insertion
member enabling a connection, secured against twisting, between the holding element
and the fastening device.
7. Easel according to Claim 6, characterized in that the insertion member (65) of the
fastening device exhibits elevations which can be latched into recesses in the receiving
member (63).
8. Easel according to one of Claims 6 or 7, characterized in that the fastening device
exhibits a plate (52) which is disposed at a right-angle to the insertion member (51)
and to which there can be fastened at least two clamping members, which create a connection
to the object held by the easel.
9. Easel according to one of the preceding claims, characterized in that the support
element is formed by a support column.
10. Easel according to Claim 2, characterized in that a toothed belt (88) for the vertical
movement of the holding element can be moved by means of an electric motor (85) and
a toothed roller (86, 89).
11. Easel according to Claim 6, characterized in that the holding element exhibits a spigot
(83), which can be rotated, by means of at least one toothed disc (82) and a toothed
piston (90), with the aid of the electric motor (84), about the axis disposed at an
angle of around 90° to the axis of the support element.
1. Chevalet qui présente au moins une partie de support (11, 12) et une partie d'appui
(13) appliquée sur celle-ci avec un dispositif de fixation (14) pour un fond à peindre
qui est déplaçable sur la partie de support dans une direction essentiellement verticale,
le dispositif de fixation pouvant tourner autour d'un axe qui est disposé dans un
angle de 45 à 90° par rapport à l'axe de la partie de support, caractérisé en ce qu'il
présente un moteur électrique (84) pour assurer le mouvement pivotant.
2. Chevalet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie d'appui (43) sur
la partie de support (46) est déplaçable sur la partie de support (41) au moyen d'un
dispositif d'entraînement (46) actionnable électriquement.
3. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement
comprend une crémaillère disposée essentiellement parallèlement par rapport à la partie
de support, une roue dentée appliquée sur le dispositif d'appui qui peut entrer en
prise dans la crémaillère, un moteur électrique pour l'actionnement de la roue dentée
et éventuellement une transmission.
4. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement
comprend un tenon (26) rotatif disposé de manière essentiellement parallèle à la partie
de support avec un filet, une douille portant un contre-filet adapté à ce filet (27)
qui est fixée à la partie d'appui ainsi qu'un moteur électrique pour la rotation du
tenon.
5. Chevalet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie
d'appui et le dispositif de fixation pour le fond à peindre maintenu par le chevalet
peuvent être séparés.
6. Chevalet selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie d'appui présente
un organe de logement logé à rotation et le dispositif de fixation un organe enfichable
qui peut s'introduire dans l'organe de logement, l'organe de logement et l'organe
enfichable permettant une fixation à rotation bloquée entre la partie d'appui et le
dispositif de fixation.
7. Chevalet selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'organe enfichable (65)
du dispositif de fixation présente des ergots qui peuvent s'enclencher dans les évidements
de l'organe de logement (63).
8. Chevalet selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif
de fixation présente une plaque (52) disposée à angle droit par rapport à l'organe
enfichable (51) sur laquelle peuvent être fixés au moins deux organes de serrage qui
assurent une jonction avec l'objet maintenu par le chevalet.
9. Chevalet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie
de support est formée par une colonne de support.
10. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une courroie dentée (88) peut
se déplacer pour le mouvement vertical de la partie d'appui par l'intermédiaire d'un
moteur électrique (85) et d'un rouleau denté (86, 89).
11. Chevalet selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie d'appui présente
un tenon (83) qui peut tourner par l'intermédiaire d'au moins un disque denté (82)
et d'un cône denté (90) à l'aide du moteur électrique (84) autour d'un axe qui est
disposé dans un angle d'environ 90° par rapport à l'axe de la partie de support.