(19)
(11) EP 0 585 311 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.12.1995  Patentblatt  1995/50

(21) Anmeldenummer: 92910803.3

(22) Anmeldetag:  21.05.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47B 97/04
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9200/423
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9220/261 (26.11.1992 Gazette  1992/29)

(54)

STAFFELEI, INSBESONDERE FÜR LEINWANDWECHSELRAHMEN, ZUR VERWENDUNG BEI DER KUNSTMALEREI

EASEL, ESPECIALLY FOR INTERCHANGEABLE PICTURE FRAMES, FOR USE IN ARTISTIC PAINTING

CHEVALET, EN PARTICULIER POUR PASSE-PARTOUT, DESTINE A ETRE UTILISE DANS LA PEINTURE ARTISTIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU MC NL SE

(30) Priorität: 22.05.1991 DE 4116710

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.03.1994  Patentblatt  1994/10

(73) Patentinhaber: KASA-DJUKIC, Vladimir
D-80802 München (DE)

(72) Erfinder:
  • KASA-DJUKIC, Vladimir
    D-80802 München (DE)

(74) Vertreter: Keller, Günter, Dr. et al
Lederer, Keller & Riederer Patentanwälte Prinzregentenstrasse 16
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 924 477
US-A- 3 926 398
US-A- 3 006 107
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Auf dem Gebiet der Kunst, insbesondere der Kunstmalerei werden häufig großflächige Untergründe von den Künstlern bearbeitet. Üblicherweise handelt es sich hierbei um Leinwand, die auf Rahmen aufgespannt wird. Gelegentlich werden auch andere Untergrundmaterialien wie Holz oder Kartonplatten und dergleichen bearbeitet.

    [0002] Diese Maluntergründe müssen von bestimmten Vorrichtungen bei der Bearbeitung gehalten werden. Üblicherweise werden daher die Maluntergründe auf einer Staffelei fixiert, während der Künstler arbeitet. Bekannt sind solche Staffeleien, bei denen die Maluntergründe fest fixiert sind. Die Verbindung erfolgt meist durch Anklemmen der auf einen Rahmen aufgezogenen Leinwand. Wenn also ein Leinwandwechselrahmen an der Staffelei befestigt ist besteht eine statische, unbewegliche Verbindung zwischen Leinwandwechselrahmen und Staffelei.

    [0003] Eine Staffelei gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus der US-A-3 926 398 bekannt.

    [0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von weiteren Staffeleien, die den Künstlern ein besseres Arbeiten ermöglichen.

    [0005] Professionelle Kunstmaler arbeiten regelmäßig in einem bestimmten Stil. Wesentlicher Bestandteil dieses Stiles ist auch die Art und Weise wie der Pinsel oder das Malwerkzeug geführt wird. Die meisten Künstler haben hierbei eine besondere Richtung und eine besondere Eigenart hinsichtlich der Strichführung. Diesen besonderen, von der Linienführung abhängigen Stil üben die Künstler üblicherweise in einer bestimmten Haltung aus, die von Künstler zu Künstler verschieden sein kann. Die nachfolgend beschriebene erfindungsgemäße Staffelei ermöglicht dem Künstler ein optimales Arbeiten, da die zu bearbeitende Stelle der Leinwand angepaßt werden kann an die für das Arbeiten optimale Körperhaltung des Künstlers.

    [0006] Ein wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Staffelei ist das Trägerteil. Dieses Trägerteil kann im etwa rechten Winkel zu einem vorzugsweise fahrbaren Gestell angebracht sein. Auch eine statische Befestigung des Trägerteiles in bestimmten Räumen, wie beispielsweise in Ateliers wäre denkbar. Das Trägerteil tragende Gestell kann mit Rollen versehen sein, damit die Staffelei problemlos verschoben werden kann. Die Räder oder Rollen des Gestells können vorzugsweise zumindest teilweise festgestellt werden.

    [0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Trägerteil durch eine Säule gebildet. Diese Säule kann beispielsweise durch zwei Profilschienen gebildet werden, die parallel zueinander angeordnet sind. Aussparungen an den Kanten der Profilschienen können als Schienen dienen für das Halteteil, das mittels Rollen bzw. Rädern in diesen Schienen bewegbar ist. Wesentlich ist, daß die eine, zentrale Säule so ausgestaltet ist, daß der Innenraum hohl ist und wenigstens eine oder besser zwei Seiten frei bleiben, so daß sich das auf dem Trägerteil angebrachte Halteteil auch in das Innere der Trägersäule erstrecken kann. Eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Staffelei mit einer zentralen Säule wird in Figur 1 beispielhaft dargestellt.

    [0008] Bei einer anderen Ausführungsform weist das Trägerteil zwei parallel zueinander angeordnete Trägersäulen auf, an denen das Halteteil angebracht ist. Eine derartige Ausführungsform wird beispielsweise in Figur 2 dargestellt.

    [0009] Bei einer weiteren Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Staffelei drei Trägersäulen auf. Eine derartige Ausführungsform ist schematisch in Draufsicht in Figur 3 dargestellt.

    [0010] Für bestimmte Ausführungsformen, insbesondere dann, wenn besonders große oder schwere Gegenstände von der Staffelei zu halten sind kann das Trägerteil auch vier oder mehr Säulen aufweisen.

    [0011] An dem Trägerteil beweglich angebracht ist ein Halteteil, das zusammen mit einer Befestigungsvorrichtung die Verbindung zu dem zu haltenden Gegenstand bildet. Unter beweglich angebrachtem Halteteil wird vorzugsweise verstanden, daß das Halteteil über einen großen Teil des Trägerteils bewegt werden kann. Je nach der konstruktiven Ausführung der erfindungsgemäßen Staffelei sind verschiedene Formen des Halteteiles verwendbar. Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform stellt das Halteteil einen Kasten dar, der die Trägersäule umschließt und in den Zwischenraum zwischen den beiden Profilschienen hinein ragt. Figur 4 zeigt schematisch die Anordnung des Halteteiles im Verhältnis zu den durch die Profilschiene gebildeten Trägerteil. Bei dieser Ausführungsform weist das kastenförmige Halteteil acht Räder oder Rollen auf, die so angeordnet sind, daß sie in die Aussparungen der Profilschienen passen und eine genau passende bewegbare Verbindung ergeben. Der Teil des kastenförmigen Halteteiles, der in den Zwischenraum zwischen die beiden Profilschienen ragt, trägt in bevorzugter Weise die Antriebsmittel, vorzugsweise einen Elektromotor, für die vertikale Bewegung ebenso wie die Antriebsmittel, vorzugsweise Elektromotor, für die Drehbewegung, die auf die Befestigungsvorrichtung ausgeübt werden kann.

    [0012] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt das Halteteil eine Platte dar, die Aussparungen für die Trägerteile aufweist. Eine derartige Ausführungsform ist beispielsweise in Figur 3 dargestellt. Die Platte mit Aussparungen kann sich in vertikaler Richtung an den Trägern bewegen. Zur Stabilisierung können an den Aussparungen des Halteteiles Hülsen parallel zu den Trägersäulen angebracht werden, die eine Stabilisierung der Platte gegen Verkantungen ermöglichen. Auch hier sind auf der Halteplatte Vorrichtungen für die Bewegung sowohl in vertikaler Richtung vorgesehen wie auch Mittel zur Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung.

    [0013] Auf der Staffelei können verschiedene Gegenstände befestigt werden, die von Künstlern bearbeitet werden. Üblicherweise wird auf der Staffelei ein Maluntergrund befestigt. Hierbei kann es sich um Pappkarton oder Holzplatten handeln, üblicherweise wird jedoch als Maluntergrund Leinwand verwendet, die regelmäßig auf Rahmen aufgespannt ist. Diese Rahmen bestehen aus einem viereckigen Lattengerüst, an dem die äußeren Ränder der zu bearbeitenden Leinwand befestigt sind. Häufig weisen die Leinwandwechselrahmen auch eine kreuzartige Verstärkungsstruktur auf, wobei jeweils die Mittelpunkte der gegenüberliegenden Rahmenteile miteinander verbunden sind.

    [0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung drehbar, wobei die Achse der Befestigungsvorrichtung in einem Winkel von 45° - 90°, bevorzugt etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist. Der jeweilige Winkel kann durch geeignete konstruktive Ausführungsformen einstellbar sein. Die Verbindung zwischen der Trägersäule und dem Wechselrahmen wird über das Halteteil und die Befestigungsvorrichtung hergestellt. Zur Bewirkung der Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung weist die erfindungsgemäße Staffelei nach Anspruch 1 einen Elektromotor auf.

    [0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind das Halteteil und die Befestigungsvorrichtung für den Leinwandwechselrahmen voneinander trennbar ausgeführt.

    [0016] Die Befestigungsvorrichtung wird an dem Leinwandwechselrahmen befestigt. Bevorzugt erfolgt dabei die Befestigung derart, daß die Befestigungsvorrichtung mittels Klemmorganen und/oder Schraubverbindungen mit dem Leinwandwechselrahmen verbunden wird.

    [0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Befestigungsvorrichtung an dem Kreuz in dem Leinwandwechselrahmen befestigt.

    [0018] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Halteteil ein Aufnahmeorgan auf, das um eine Achse im Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles drehbar angeordnet ist. Bei dem Aufnahmeorgan kann es sich um eine Buchse handeln, die so ausgestaltet ist, daß eine Drehung durch einen Elektromotor und gegebenenfalls ein Getriebe ermöglicht wird.

    [0019] In dieses Aufnahmeorgan kann das an der Befestigungsvorrichtung befindliche Einsteckorgan eingeführt werden. In einer Ausführungsform handelt es sich bei dem Einsteckorgan um einen Zapfen, der genau in die Buchse paßt.

    [0020] Die Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung ist bevorzugt derart ausgestaltet, daß eine Verdrehung des Einsteckorgans gegenüber dem Aufnahmeorgan nicht möglich ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Aufnahmeorgan Aussparungen aufweist und das Einsteckorgan Erhebungen aufweist, die genau in die Aussparungen des Aufnahmeorganes passen. Weiterhin weist die Verbindung in bevorzugter Weise eine rastbare Arretierung auf, die ein unerwünschtes Lösen der Befestigungsvorrichtung von dem Halteteil verhindert.

    [0021] Die Befestigungsvorrichtung weist bei einer bevorzugten Ausführungsform eine Platte auf, die im rechten Winkel zu dem Einsteckorgan angeordnet ist. Diese beispielsweise rechteckige Platte kann vier Aussparungen aufweisen, die entlang der Verbindungslinien der jeweils gegenüberliegenden Ecken angeordnet sind. Durch diese Aussparungen können Klemmorgane beispielsweise Zwingen oder schraubbare Haken geführt werden, die eine Verbindung zwischen Befestigungsvorrichtung und Kreuz des Wechselrahmens bewirken. Zur Erhöhung der Stabilität kann die Befestigungsvorrichtung weiterhin Verlängerungen aufweisen, die ausziehbar ausgeführt sein können und die weitere Unterstützungspunkte an den Wechselrahmen bzw. an dem Kreuz des Wechselrahmens bilden.

    [0022] Die trennbare Verbindung zwischen Befestigungsvorrichtung und Halteteil hat den Vorteil, daß die oft sehr großen Leinwandwechselrahmen problemlos an der Staffelei befestigt werden können. Weiterhin kann ein leichter Austausch der Leinwandwechselrahmen mit Hilfe der trennbaren Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung erzielt werden.

    [0023] Die erfindungsgemäßen Staffeleien weisen Antriebsvorrichtungen auf, die eine Bewegung des Halteteiles in vertikaler Richtung, parallel zu der Achse des Trägerteiles ermöglichen. Als Antriebsmechanismen sind hier verschiedene Lösungen denkbar. Als erfindungsgemäß bevorzugte Lösung weist die Staffelei eine Zahnstange auf, die parallel zu den Trägersäulen angeordnet ist. Diese Zahnstange weist Einkerbungen auf, in die ein Zahnrad, das an dem Halteteil befestigt ist, eingreift. Dieses Zahnrad wird entweder direkt oder mittels eines Getriebes von einem Elektromotor, der vorwärts und rückwärts laufen kann, angetrieben. Durch die Drehung des Zahnrades bewegt sich dann das Halteteil, in Abhängigkeit von der Laufrichtung des Elektromotors nach oben oder nach unten.

    [0024] Bei einer anderen Ausführungsform weist die Staffelei eine Spindel mit einem Gewinde auf, die parallel zu den Trägersäulen angeordnet ist. Diese Spindel wird durch eine Hülse mit einem zu dem Gewinde der Spindel passenden Gegengewinde geführt. Diese Hülse ist mit dem Halteteil fest verbunden. Eine Drehung der Spindel bewirkt nun, je nach Drehrichtung, eine Auf- oder Abbewegung des Halteteiles. Diese Spindel kann entweder direkt von einem Elektromotor oder mittels eines Getriebes von einem Elektromotor angetrieben werden.

    [0025] Bei einer weiteren Ausführungsform kann der Antrieb durch ein Seil erfolgen, das durch entsprechend angeordnete Rollen so geführt wird, daß beim Aufwickeln des Seiles auf eine Rolle bzw. Abwickeln die Haltevorrichtung nach oben oder nach unten bewegt werden kann.

    [0026] Bei einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform wird das Halteteil über einem Zahnriemen auf und ab bewegt, wobei der Zahnriemen über zwei Zahnrollen geführt wird und eine davon, bevorzugt die untere, über einen Elektromotor antreibbar ist.

    [0027] Die Antriebsvorrichtungen werden in bevorzugter Weise von Elektromotoren angetrieben, es sind jedoch auch andere Antriebsarten möglich. Eine andere Antriebsart wäre beispielsweise ein manueller Betrieb, der durch Drehen einer oder mehrerer Kurbeln erfolgt.

    [0028] Eine Übertragung der Drehbewegung von dem Elektromotor auf das zu bewegende Teil, insbesondere auf den Zapfen für das Aufsteckteil der Befestigungsvorrichtung, erfolgt in bevorzugter Weise durch ineinandergreifende Zahnräder.

    [0029] Die vorliegende Erfindung wird beispielhaft anhand der anliegenden Figuren erläutert:

    Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Staffelei, bei der das Trägerteil aus einer Säule besteht. Die Säule wird gebildet durch zwei einander gegenüber angeordnete Profilleisten (11) die Trägersäule steht auf einem rollbaren Gestell (12) das der Staffelei die erforderliche Stabilität gegenüber Kippen verleiht. An der Säule ist ein Halteteil (13) befestigt, das entlang des Trägerteiles auf- und abbewegt werden kann. Mit dem Halteteil (13) ist die Befestigungsvorrichtung (14) verbunden. An die Befestigungsvorrichtung wird des Leinwandwechselrahmen angebracht.

    Figur 2 zeigt eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei, die zwei parallel zueinander angeordnete Trägersäulen (21) aufweist. Die Trägersäule befindet sich auf einem Gestell (22) die der Staffelei die erforderliche Stabilität gegenüber Umkippen verleiht.
    Entlang der Trägersäulen (21) kann sich die Haltevorrichtung (23) bewegen. An der Stelle der Trägersäulen weist das Halteteil Buchsen (25) auf, die eine bessere Führung des Halteteiles ermöglichen. Mit dem Halteteil (23) verbunden ist die Befestigungsvorrichtung (24), die zur Befestigung des Leinwandwechselrahmens dient. Parallel zu den Trägersäulen (21) ist eine Spindel (26) angeordnet, die sich durch das Trägerteil erstreckt. Diese Spindel weist ein Gewinde auf, das Gegengewinde dazu befindet sich innerhalb der Hülse (27), die an dem Halteteil befestigt ist.

    Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei in Draufsicht. Das in etwa dreieckförmige Halteteil (33) kann sich entlang der Trägersäulen (31) bewegen. Der Antrieb wird durch die hier schematisch dargestellten Antriebsmittel (36) bewirkt. Weiterhin weist das Halteteil das hier schematisch dargestellte Aufnahmeorgan (32) auf, in das das Einsteckorgan der Befestigungsvorrichtung (34) eingeführt werden kann.

    Figur 4 zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei gemäß Figur 1. Die Trägersäule wird hierbei durch die Profilleisten (41) gebildet. Diese Profilleisten werden umgeben von einem kastenförmigen Halteteil (43), das sich auch zwischen den beiden Profilleisten (41) erstreckt. Das kastenförmige Halteteil wird durch an ihm angebrachte Rollen oder Räder (45) in den durch die Profilleisten gebildeten schienenartigen Vertiefungen geführt. Die Auf- und Abbewegung wird durch die Antriebsmittel bewirkt, die schematisch dargestellt sind (46). Die Befestigungsvorrichtung (44) kann durch eine Drehvorrichtung (42) um eine Achse gedreht werden, die im 90° Winkel zu der Trägersäule angeordnet ist.

    Figur 5 zeigt eine Befestigungsvorrichtung, die an einem Leinwandwechselrahmen (55) befestigt ist. Die Befestigungsvorrichtung weist einen Einsteckzapfen (51) auf, der an einer Platte (52) befestigt ist. An der Platte sind Verlängerungen (53) angebracht, die eine Befestigung mit dem Kreuz des Wechselrahmens ermöglichen. In der Platte sind weiterhin noch längliche Aussparungen (54) vorgesehen, durch die Klemmorgane oder schraubbare Haken geführt werden können, die eine weitere Verbindung der Befestigungsvorrichtung mit dem Kreuzrahmen ermöglichen.

    Figur 6 zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei. Das Trägerteil weist im Querschnitt etwa ein abgeflachtes Sechseck auf. Die beiden Trägersäulen (61) sind am oberen und unteren Ende miteinander verbunden. Über den Großteil der Höhe jedoch ist zwischen den beiden Trägersäulen an der Vorderseite ein länglicher Schlitz ausgespart, aus dem ein Zapfen der Haltevorrichtung (63) herausragt, die in diesem Schlitz nach oben und unten bewegbar ist. In der hier gezeigten Ausführungsform ist von der Haltevorrichtung ein zylinderförmiger Zapfen (63) zu sehen, der an zwei Seiten Erhebungen aufweist, die so angeordnet sind, daß das Aufsteckteil (65) der Befestigungsvorrichtung (64) auf den Zapfen (63) der Haltevorrichtung aufgesteckt werden kann. Die Erhebungen zu dem Zapfen (63) der Haltevorrichtung sind so ausgestaltet, daß sie mit den Aussparungen des Aufsteckteiles (65) derart zusammenwirken, daß ein Verdrehen des Aufsteckteiles (65) gegenüber dem Zapfen (63) der Haltevorrichtung ausgeschlossen ist.
    Die Trägersäule ist mit dem Gestell (62) durch zusätzliche Seitenstützen (66) verbunden, die die mechanische Stabilität der Konstruktion erhöhen. Schematisch ist auch die Steuereinheit (67) dargestellt, über die die Bewegung der Haltevorrichtung und der damit verbundenen Befestigungsvorrichtung gesteuert werden kann.

    Figur 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Staffelei, die stationär an einer Wand befestigt werden kann. Das Trägerteil entspricht im wesentlichen dem in Figur 6 gezeigten Trägerteil; es weist die Trägersäulen (71) auf, die zwischen sich einen länglichen Schlitz freilassen, in dem sich der Zapfen (73) der Haltevorrichtung bewegen kann. Das Trägerteil ruht auf nivellierbaren Füßen (72), durch die etwaige Unebenheiten des Bodens ausgeglichen werden können. An seinem oberen Ende ist das Trägerteil mit den Befestigungswinkeln (74) an der Wand befestigt. Diese Ausführungsform ist besonders dann bevorzugt, wenn eine räumliche Bewegbarkeit der Staffelei nicht erforderlich ist und, wenn es darum geht, Platz zu sparen. Dies kann beispielsweise bei Kunstakademien der Fall sein, wo mehrere Künstler oder Studenten auf verhältnismäßig engem Raum zusammenarbeiten.

    Figur 8 zeigt schematisch eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Mechanik, die eine vertikale Bewegung des Halteteiles sowie eine Bewegung des Zapfens (83) des Halteteiles um eine Achse, die in einem Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist, ermöglicht. Das Halteteil weist eine Führungsschiene (81) auf, die in dem (hier nicht gezeigten) Trägerteil bewegbar ist und eine genaue Führung des Halteteiles ermöglicht. An der Führungsschiene (81) ist drehbar der Zapfen (83) und eine damit verbundene Zahnscheibe (82) verbunden. Zapfen (83) und damit verbundene Zahnscheibe (82) können um eine Achse gedreht werden, die in einem Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist. Die Drehbarkeit in beide Richtungen wird über einen Elektromotor (84) bewerkstelligt, der über einen konischen Zahnkolben (90) mit der Zahnscheibe (82) verbunden ist. Die Zahnscheibe (82) weist in der dargestellten, bevorzugten Ausführungsform konisch verlaufende Zähne auf, in die die Zähne des konischen Zahnkolbens (90) eingreifen. Je nach Laufrichtung des Elektromotors bewegt sich die Zahnscheibe (82) in die eine oder andere Richtung. Das gesamte Halteteil kann mit Hilfe des Elektromotors (85) bewegt werden. Der Elektromotor (85) ist mit einer Zahnrolle (86) verbunden. Um die untere Zahnrolle (86) und die obere Zahnrolle (89) läuft ein Zahnriemen (88), der mit seinen beiden Enden an dem Befestigungsbereich (92) des Halteteiles befestigt ist. Weiterhin weist der Zahnriemen (88) an dem dem Befestigungsbereich (92) gegenüberliegenden Teil ein Gegengewicht (91) auf. Durch Drehen der unteren Zahnrolle (86) kann das Halteteil nach oben oder nach unten bewegt werden.



    [0030] Die erfindungsgemäße Staffelei ermöglicht den damit arbeitenden Künstlern eine genaue Präsentierung der verschiedenen Teile des zu bearbeitenden Untergrundes und zwar in der Stellung, die der Körperhaltung des Künstlers am besten entspricht. Aufgrund der mechanischen Verstellbarkeit kann die Leinwand an die gewünschten stellen gebracht werden. Die Drehbarkeit des Leinwandwechselrahmens um die eigene Achse ermöglicht dem Künstler ein Arbeiten, das ohne die erfindungsgemäße Staffelei nicht ohne weiteres erhalten werden könnte.


    Ansprüche

    1. Staffelei, die wenigstens ein Trägerteil (11, 12) und ein darauf angebrachtes Halteteil (13) mit einer Befestigungsvorrichtung (14) für einen Maluntergrund aufweist, das auf dem Trägerteil in im wesentlichen vertikaler Richtung bewegbar ist, wobei die Befestigungsvorrichtung um eine Achse drehbar ist, die in einem Winkel zwischen 45° und 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Bewirkung der Drehbewegung einen Elektromotor (84) aufweist.
     
    2. Staffelei nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (43) auf dem Trägerteil (41) mittels einer elektrisch betreibbaren Antriebsvorrichtung (46) bewegbar ist.
     
    3. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine im wesentlichen parallel zu dem Trägerteil angeordnete Zahnstange, ein an der Haltevorrichtung angebrachtes Zahnrad, das in die Zahnstange eingreifen kann, einen Elektromotor zum Betrieb des Zahnrades und gegebenenfalls ein Getriebe umfaßt.
     
    4. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine im wesentlichen parallel zu dem Trägerteil angeordnete drehbare Spindel (26) mit einem Schraubgewinde, eine mit einem zu dem Schraubengewinde passenden Gegenwinde versehene Hülse (27), die an dem Halteteil befestigt ist, sowie einen Elektromotor zum Drehen der Spindel umfaßt.
     
    5. Staffelei nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil und die Befestigungsvorrichtung für den von der Staffelei gehaltenen Maluntergrund voneinander trennbar sind.
     
    6. Staffelei nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil ein drehbar gelagertes Aufnahmeorgan und die Befestigungsvorrichtung ein in das Aufnahmeorgan einführbares Einsteckorgan aufweist, wobei Aufnahmeorgan und Einsteckorgan eine gegen Verdrehen gesicherte Verbindung zwischen Halteteil und Befestigungsvorrichtung ermöglichen.
     
    7. Staffelei nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteckorgan (65) der Befestigungsvorrichtung Erhebungen aufweist, die in Aussparungen des Aufnahmeorgans (63) rastbar sind.
     
    8. Staffelei nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung eine im rechten Winkel zu dem Einsteckorgan (51) angeordnete Platte (52) aufweist, an der wenigstens zwei Klemmorgane befestigbar sind, die eine Verbindung mit dem von der Staffelei gehaltenen Gegenstand herstellen.
     
    9. Staffelei nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil durch eine Trägersäule gebildet wird.
     
    10. Staffelei nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß über einen Elektromotor (85) und eine Zahnrolle (86, 89) ein Zahnriemen (88) zur vertikalen Bewegung des Halteteiles bewegbar ist.
     
    11. Staffelei nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil einen Zapfen (83) aufweist, der über wenigstens eine Zahnscheibe (82) und einen Zahnkolben (90) mit Hilfe des Elektromotors (84) um die Achse drehbar ist, die in einem Winkel von etwa 90° zu der Achse des Trägerteiles angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Easel exhibiting at least one support element (11, 12) and a holding element (13) fitted thereon having a fastening device (14) for a painting ground, which holding element can be moved on the support element in an essentially vertical direction, the fastening device being rotatable about an axis disposed at an angle of between 45° and 90° to the axis of the support element, characterized in that it exhibits, for the realization of the rotational movement, an electric motor (84).
     
    2. Easel according to Claim 1, characterized in that the holding element (43) can be moved on the support element (41) by means of an electrically operable drive device (46).
     
    3. Easel according to Claim 2, characterized in that the drive device comprises a toothed rack disposed essentially parallel to the support element, a gearwheel fitted to the holding device, which gearwheel can engage in the toothed rack, an electric motor for the operation of the gearwheel and, where appropriate, a gear system.
     
    4. Easel according to Claim 2, characterized in that the drive device comprises a rotatable spindle (26) disposed essentially parallel to the support element and having a screw thread, a sleeve (27) provided with a counter-thread matching the screw thread, which sleeve is fastened to the holding element, and an electric motor for the rotation of the spindle.
     
    5. Easel according to one of the preceding claims, characterized in that the holding element and the fastening device for the painting ground held by the easel are separable from each other.
     
    6. Easel according to Claim 5, characterized in that the holding element exhibits a rotatably mounted receiving member and the fastening device exhibits an insertion member which can be introduced into the receiving member, the receiving member and the insertion member enabling a connection, secured against twisting, between the holding element and the fastening device.
     
    7. Easel according to Claim 6, characterized in that the insertion member (65) of the fastening device exhibits elevations which can be latched into recesses in the receiving member (63).
     
    8. Easel according to one of Claims 6 or 7, characterized in that the fastening device exhibits a plate (52) which is disposed at a right-angle to the insertion member (51) and to which there can be fastened at least two clamping members, which create a connection to the object held by the easel.
     
    9. Easel according to one of the preceding claims, characterized in that the support element is formed by a support column.
     
    10. Easel according to Claim 2, characterized in that a toothed belt (88) for the vertical movement of the holding element can be moved by means of an electric motor (85) and a toothed roller (86, 89).
     
    11. Easel according to Claim 6, characterized in that the holding element exhibits a spigot (83), which can be rotated, by means of at least one toothed disc (82) and a toothed piston (90), with the aid of the electric motor (84), about the axis disposed at an angle of around 90° to the axis of the support element.
     


    Revendications

    1. Chevalet qui présente au moins une partie de support (11, 12) et une partie d'appui (13) appliquée sur celle-ci avec un dispositif de fixation (14) pour un fond à peindre qui est déplaçable sur la partie de support dans une direction essentiellement verticale, le dispositif de fixation pouvant tourner autour d'un axe qui est disposé dans un angle de 45 à 90° par rapport à l'axe de la partie de support, caractérisé en ce qu'il présente un moteur électrique (84) pour assurer le mouvement pivotant.
     
    2. Chevalet selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie d'appui (43) sur la partie de support (46) est déplaçable sur la partie de support (41) au moyen d'un dispositif d'entraînement (46) actionnable électriquement.
     
    3. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement comprend une crémaillère disposée essentiellement parallèlement par rapport à la partie de support, une roue dentée appliquée sur le dispositif d'appui qui peut entrer en prise dans la crémaillère, un moteur électrique pour l'actionnement de la roue dentée et éventuellement une transmission.
     
    4. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement comprend un tenon (26) rotatif disposé de manière essentiellement parallèle à la partie de support avec un filet, une douille portant un contre-filet adapté à ce filet (27) qui est fixée à la partie d'appui ainsi qu'un moteur électrique pour la rotation du tenon.
     
    5. Chevalet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie d'appui et le dispositif de fixation pour le fond à peindre maintenu par le chevalet peuvent être séparés.
     
    6. Chevalet selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie d'appui présente un organe de logement logé à rotation et le dispositif de fixation un organe enfichable qui peut s'introduire dans l'organe de logement, l'organe de logement et l'organe enfichable permettant une fixation à rotation bloquée entre la partie d'appui et le dispositif de fixation.
     
    7. Chevalet selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'organe enfichable (65) du dispositif de fixation présente des ergots qui peuvent s'enclencher dans les évidements de l'organe de logement (63).
     
    8. Chevalet selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif de fixation présente une plaque (52) disposée à angle droit par rapport à l'organe enfichable (51) sur laquelle peuvent être fixés au moins deux organes de serrage qui assurent une jonction avec l'objet maintenu par le chevalet.
     
    9. Chevalet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie de support est formée par une colonne de support.
     
    10. Chevalet selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une courroie dentée (88) peut se déplacer pour le mouvement vertical de la partie d'appui par l'intermédiaire d'un moteur électrique (85) et d'un rouleau denté (86, 89).
     
    11. Chevalet selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie d'appui présente un tenon (83) qui peut tourner par l'intermédiaire d'au moins un disque denté (82) et d'un cône denté (90) à l'aide du moteur électrique (84) autour d'un axe qui est disposé dans un angle d'environ 90° par rapport à l'axe de la partie de support.
     




    Zeichnung