[0001] Die Erfindung betrifft ein fotografisches Aufzeichnungsmaterial mit mindestens einer
Silberhalogenidschicht, das in einer Schicht bestimmte Hydrochinondiether als Lichtstabilisiermittel
enthält.
[0002] Es ist bekannt, farbige fotografische Bilder durch chromogene Entwicklung herzustellen,
d.h. dadurch, daß man bildmäßig belichtete Silberhalogenidemulsionsschichten in Gegenwart
geeigneter Farbkuppler mittels geeigneter farbbildender Entwicklersubstanzen - sogenannter
Farbentwickler - entwickelt, wobei das in Übereinstimmung mit dem Silberbild entstehende
Oxidationsprodukt der Entwicklersubstanzen mit dem Farbkuppler unter Bildung eines
Farbstoffbildes reagiert. Als Farbentwickler werden gewöhnlich aromatische, primäre
Aminogruppen enthaltende Verbindungen, insbesondere solche vom p-Phenylendiamintyp,
verwendet.
[0003] Es ist auch bekannt, daß die durch chromogene Entwicklung erzeugten Bildfarbstoffe
in unterschiedlichem Ausmaß unter dem Einfluß der Umweltbedingungen gewisse Veränderungen
erleiden. Besonders auffällig ist dies, was die Einwirkung von Licht betrifft. Bekanntlich
bleichen hierbei die aus Pyrazoloazolkupplern erzeugten Magentafarbstoffe besonders
stark aus, während sich die aus phenolischen Kupplern erzeugten Blaugrünfarbstoffe
in dieser Hinsicht als besonders anfällig erwiesen.
[0004] Es hat nicht an Versuchen gefehlt, diesem Mangel durch besondere Maßnahmen abzuhelfen.
Namentlich im Fall der Magentakuppler ist es gelungen, durch lichtstabilisierende
Zusätze zu verbesserter Lichtbeständigkeit zu gelangen. Als lichtstabilisierende Mittel
eignen sich im wesentlichen phenolische Verbindungen, insbesondere Derivate des Hydrochinons,
die entweder den Kupplern beigemischt oder in Form von Substituenten mit den Kupplermolekülen
verknüpft werden (DE-B-1 547 803, DE-A-26 17 826, DE-A-29 52 511, JP-N-53 070 822,
JP-N-54 070 830, JP-N-54 073 032). Auch Hydrochinondialkylether sind bereits als Lichtschutzmittel
beschrieben worden, z.B. in US-A-4 588 679 und US-A-4 735 893. Weiterhin sind N-alkylierte
Aminophenolether als Lichtschutzmittel vorgeschlagen worden, beispielsweise zur Stabilisierung
der aus Pyrazoloazolkupplern erzeugten Bildfarbstoffe, vgl. EP-A-0 273 412. Die bekannten
Lichtschutzmittel genügen jedoch noch nicht in jeder Hinsicht den an sie gestellten
Anforderungen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial
bereitzustellen, das Silberhalogenidemulsionsschichten mit zugeordneten Cyan-, Magenta-
bzw. Gelbkupplern enthält und durch Zusatz eines Lichtschutzmittels gegen das Ausbleichen
des chromogen gebildeten Farbstoffs unter dem Einfluß von Licht stabilisiert worden
ist.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial mit mindestens
einer rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, der ein Cyankuppler zugeordnet
ist, mindestens einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, der ein Magentakuppler
zugeordnet ist, und mindestens einer blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Gelbkuppler zugeordnet ist, das in mindestens einer seiner Schichten eine
Hydrochinondietherverbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrochinondietherverbindung
eine Verbindung der Formel I mit Ausnahme von Verbindungen der Formel IA ist und daß
mindestens einer der vorhandenen Silberhalogenidemulsionsschichten eine Verbindung
der Formel I mit Ausnahme von Verbindungen der Formel IA in Kombination mit einem
Farbkuppler zugeordnet ist:

worin bedeuten
- R1
- Alkyl, Cycloalkyl, Aryl;
- R2
- H, Alkyl;
- R3, R4
- H, Alkyl, Cycloalkyl, Halogen, Alkoxy, Aroxy, Acyloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl,
Sulfonyl, Sulfamoyl, Acylamino, Sulfonylamino, Nitro;
- R5
- H, Acyl, Alkyl,
- X
- -O- oder -NR6-;
- R6
- H oder Alkyl;
- n
- 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 3.
[0007] Ein durch R
1 bis R
6 dargestellter Alkylrest kann geradkettig oder verzweigt, unsubstituiert oder substituiert
sein und bis zu 18 C-Atomen enthalten; Beispiele sind Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl,
Butyl, tert.-Butyl, tert.-Amyl, Hexyl, tert.-Hexyl, Octyl, Dodecyl; Beispiele für
Substituenten sind Halogen (z.B. Chlor), Hydroxy, Alkoxy, Alkoxycarbonyl, Dialkylamino.
[0008] Ein durch R
1, R
3 oder R
4 dargestellter Cycloalkylrest ist insbesondere Cyclohexyl oder Cyclopentyl.
[0009] Ein durch R
1, dargestellter Arylrest ist insbesondere Phenyl, gegebenenfalls substituiert z.B.
mit Alkylsulfonyl, Alkyl und/oder Alkoxy.
[0010] Ein durch R
3, R
4 oder R
5 dargestellter oder darin enthaltener Acylrest leitet sich ab von einer aliphatischen
oder aromatischen Mono- oder Dicarbonsäure, von einem Kohlensäuremonoester oder von
einer Carbaminsäure, Beispiele für solche Acylreste sind Acetyl, 2-Ethylhexanoyl,
p-Hydroxybenzoyl, N-n-Butylcarbamoyl, N-t-Butylcarbamoyl, N-Dodecylcarbamoyl, Hexyloxycarbonyl,
Dodecyloxycarbonyl. Ein durch R
5 dargestellter Acylrest kann auch von Phosphorsäure, Phosphonsäure oder phosphoriger
Säure abgeleitet sein.
[0011] In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung entspricht die Hydrochinondietherverbindung
der Formel I, worin mindestens einer der Reste R
3 und R
4 für Tertiäralkyl steht.
[0012] In weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung entspricht der Hydrochinondietherverbindung
der Formel I, worin -X-R
5 für -OH, -O-CH
2-CH
2-OH oder -O-Acyl steht, wobei der Acylrest sich ableitet von aliphatischen oder aromatischen
Carbonsäuren, von Carbaminsäure, von Kohlensäuremonoestern oder von Phosphorsäure,
Phosphonsäure oder phosphoriger Säure.
[0013] In weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung entspricht die Hydrochinondietherverbindung
der Formel I, worin n für 0 oder 1 steht.
Synthese Beispiel
Synthese des Lichtstabilisators I-14
[0015]

[0016] 18,0 g (100 mmol) 3-tert.-Butyl-4-hydroxyanisol (Verbindung 1) werden in 25,0 g Ethylencarbonat
auf 120°C erhitzt. 5,0 g Kaliumcarbonat werden portionsweise zugesetzt und es wird
4 h bei dieser Temperatur nachgerührt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser eingetragen,
in Ether aufgenommen, mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und am Rotationsverdampfer
eingeengt. Säulenchromatographische Reinigung über Kieselsol ergibt 16,4 g (73 % d.Th.)
Verbindung 2.
[0017] 16,4 g (73,1 mmol) (Verbindung 2, 11,0 g (76,3 mmol) 2-Ethylhexansäure und 0,5 g
p-Toluolsulfonsäure werden in 50 ml Toluol 6 h am Wasserabscheider erhitzt. Anschließend
wird die organische Phase mit Natriumhydrogencarbanatlösung und Wasser neutral gewaschen,
über Natriumsulfat getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Säulenchromatographische
Reinigung über Kieselsol ergibt 22,0 g (86 % d.Th.) I-14.
[0018] Es hat sich gezeigt, daß die lichtstabilisierende Wirkung, die mit Verbindungen der
Formel I erzielt wird, noch deutlich gesteigert werden kann, wenn eine Verbindung
der Formel I kombiniert mit mindestens einer Verbindung einer der nachstehenden Formeln
II, III, IV und V verwendet wird:

worin bedeuten
- R21, R22
- Reste wie R5;
- R23, R24, R25
- Reste wie R3;
- A
- eine Einfachbindung, -S(=O)m-, Alkylen oder -NR26-;
- R26
- Alkyl oder Acyl;
- m
- 0, 1 oder 2;

worin bedeuten
- R31, R32
- Alkyl, Cycloalkyl;
- R33, R34
- Reste wie R3;

worin bedeuten
- R41, R42
- Reste wie R5;
- R43, R44, R45, R46
- Reste wie R3; mit der Maßgabe, daß mindestens einer der Reste R44 und R45 nicht Alkyl bedeutet;

worin bedeuten
- R51
- Alkyl, Cycloalkyl, Aryl;
- R52, R53, R54, R55
- Reste wie R3;
- p
- 0, 1 oder 2.
[0019] Ein durch R
26 oder R
51 dargestellter Alkylrest ist ein Alkylrest, wie er auch durch R
1 bis R
6 dargestellt sein kann. Ein durch R
31 oder R
32 dargestellter Alkylrest kann geradkettig oder verzweigt sein und bis zu 18 C-Atomen
enthalten.
[0020] Ein durch R
31, R
32 oder R
51 dargestellter Cycloalkylrest ist ein Cycloalkylrest, wie er auch durch R
1, R
3 oder R
4 dargestellt sein kann.
[0021] Ein durch R
51 dargestellter Arylrest ist ein Arylrest, wie er auch durch R
1, R
3 oder R
4 dargestellt sein kann.
[0022] Ein durch R
26 dargesteller Acylrest ist ein Acylrest, wie er auch durch R
3, R
4 oder R
5 dargestellt sein kann.
[0023] In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung steht/stehen
- in Formel II:
- A für Alkylen mit 1-6 C-Atomen oder für -S(=O)m- mit m = 0, 1 oder 2; R21 und R22 für H;
- in Formel III:
- mindestens einer der Reste R33 und R34 für Alkyl;
- in Formel IV:
- R41 und R42 für H oder Alkyl;
- in Formel V:
- R54 und R55 für H.
[0025] Das erfindungsgemäße farbfotografische Aufzeichnungsmaterial enthält eine Abfolge
mehrerer lichtempfindlicher Silberhalogenidemulsionsschichten mit jeweils zugeordneten
Farbkupplern und gegebenenfalls weitere Hilfsschichten wie insbesondere Schutzschichten
und zwischen den lichtempfindlichen Schichten angeordnete nicht-lichtempfindliche
Bindemittelschichten, wobei nach vorliegender Erfindung mindestens einer der vorhandenen
lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten eine erfindungsgemäße Verbindung
der Formel I in Kombination mit einem Farbkuppler zugeordnet ist. Vorzugsweise wird
dabei eine erfindungsgemäße Verbindung der Formel I kombiniert mit mindestens einer
Verbindung einer der Formeln II, III, IV und V verwendet. Hierbei treten synergistische
Effekte auf, d.h. die bei der Entwicklung erzeugten Azomethinfarbstoffe werden durch
eine Kombination aus einer Verbindung der Formel I und einer Verbindung einer der
Formeln II, III, IV und V noch besser gegen Licht geschützt als durch eine Verbindung
der Formel I alleine. Die Verbindungen der Formel I werden dabei mit Verbindungen
einer der Formeln II, III, IV und V in einem Verhältnis von 1:10 bis 10:1, vorzugsweise
1:4 bis 4:1 eingesetzt.
[0026] Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen der Formeln I, II, III, IV und V wirken
dabei in erster Linie als Lichtstabilisierungsmittel, d.h. die aus dem Farbkuppler
bei der chromogenen Entwicklung gebildeten Azomethinfarbstoffe weisen in deren Gegenwart
eine beträchtlich erhöhte Stabilität gegenüber der Einwirkung von Licht auf. Daneben
übernehmen die erfindungsgemäßen Verbindungen ganz oder teilweise auch die Funktion
eines Ölbildners für den Farbkuppler, d.h. sie können alleine oder zusammen mit anderen
bekannten Ölbildnern als Kupplerlösungsmittel verwendet werden. Dabei machen die erfindungsgemäßen
Verbindungen vorzugsweise 50 bis 100 Gew.-% der gesamten Ölbildnermenge in der jeweiligen
Schicht aus. Dementsprechend werden sie bevorzugt in der 0,2 bis 2-fachen Gewichtsmenge,
bezogen auf den mit ihnen zusammen verwendeten Farbkuppler, verwendet. Der Umstand,
daß weitere Ölbildner gar nicht oder gegebenenfalls nur in geringerer Menge erforderlich
sind, wirkt sich günstig auf die Schichtbelastung und/oder die Gesamtschichtdicke
der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien aus.
[0027] Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen der Formeln I bis V werden als Lösung
in aprotischen (hydrophoben) Lösungsmitteln, z.B. Ethylacetat, bei der Einarbeitung
in die Gießlösung für die betreffende Schicht zusammen mit dem jeweiligen Farbkuppler,
eingesetzt. Die Einarbeitung erfolgt in der üblichen Weise, wobei gegebenenfalls weitere
Hilfslösungsmittel und/oder hochsiedende Kupplerlösungsmittel, sogenannte Ölbildner,
verwendet werden können.
[0028] Das als lichtempfindlicher Bestandteil in dem erfindungsgemäßen fotografischen Aufzeichnungsmaterial
befindliche Silberhalogenid kann als Halogenid Chlorid, Bromid oder Iodid bzw. Mischungen
davon enthalten. Beispielsweise kann der Halogenidanteil wenigstens einer Schicht
zu 0 bis 15 mol-% aus Iodid, zu 0 bis 100 mol-% aus Chlorid und zu 0 bis 100 mol-%
aus Bromid bestehen.
[0029] Im Falle von Farbnegativ- und Farbumkehrfilmen werden üblicherweise Silberbromidiodidemulsionen,
im Falle von Farbnegativ-und Farbumkehrpapier üblicherweise Silberchloridbromidemulsionen
mit hohem Chloridanteil bis zu reinen Silberchloridemulsionen verwendet. Es kann sich
um überwiegend kompakte Kristalle handeln, die z.B. regular kubisch oder oktaedrisch
sind oder Übergangsformen aufweisen können. Vorzugsweise können aber auch plättchenförmige
Kristalle vorliegen, deren durchschnittliches Verhältnis von Durchmesser zu Dicke
bevorzugt wenigstens 5:1 ist, wobei der Durchmesser eines Kornes definiert ist als
der Durchmesser eines Kreises mit einem Kreisinhalt entsprechend der projizierten
Fläche des Kornes. Die Schichten können aber auch tafelförmige Silberhalogenidkristalle
aufweisen, bei denen das Verhältnis von Durchmesser zu Dicke wesentlich größer als
5:1 ist, z.B. 12:1 bis 30:1.
[0030] Die Silberhalogenidkörner können auch einen mehrfach geschichteten Kornaufbau aufweisen,
im einfachsten Fall mit einem inneren und einem äußeren Kornbereich (core/ shell),
wobei die Halogenidzusammensetzung und/oder sonstige Modifizierungen, wie z.B. Dotierungen
der einzelnen Kornbereiche unterschiedlich sind. Die mittlere Korngröße der Emulsionen
liegt vorzugsweise zwischen 0,2 µm und 2,0 µm, die Korngrößenverteilung kann sowohl
homo- als auch heterodispers sein. Homodisperse Korngrößenverteilung bedeutet, daß
95 % der Körner nicht mehr als ± 30% von der mittleren Korngröße abweichen.
[0031] Die Emulsionen können neben dem Silberhalogenid auch andere Silbersalze, z.B. organische
Silbersalze enthalten, wie etwa Silberbenztriazolat oder Silberbehenat.
[0032] Es können zwei oder mehrere Arten von Silberhalogenidemulsionen, die getrennt hergestellt
werden, als Mischung verwendet werden.
[0033] Die Emulsionen können in der üblichen Weise chemisch und oder spektral sensibilisiert
sein; sie können auch durch geeignete Zusätze stabilisiert sein. Geeignete chemische
Sensibilisatoren, spektrale Sensibilisierungsfarbstoffe und Stabilisatoren sind beispielsweise
in Research Disclosure 17643 (Dezember 1978) beschrieben; verwiesen wird insbesondere
auf die Kapitel III, IV und VI.
[0034] Das erfindungsgemäße farbfotografische Aufzeichnungsmaterial enthält mindestens eine
rotempfindliche, mindestens eine grünempfindliche und mindestens eine blauempfindliche
Silberhalogenidemulsionsschicht. Zur Einstellung der Empfindlichkeit sind die lichtempfindlichen
Schichten in bekannter Weise durch geeignete Sensibilisierungsfarbstoffe spektral
sensibilisiert; bei der blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht kann sich
aufgrund der vorhandenen Eigenempfindlichkeit ein Zusatz von Sensibilisierungsfarbstoffen
erübrigen.
[0035] Eine Übersicht über die als Spektralsensibilisatoren geeigneten Polymethinfarbstoffe,
deren geeignete Kombinationen und supersensibilisierend wirkenden Kombinationen enthält
Research Disclosure 17643 (Dez. 1978),Kapitel IV.
[0036] Als Grünsensibilisatoren sind beispielsweise geeignet 9-Ethylcarbocyanine mit Benzoxazol,
Naphthoxazol oder einem Benzoxazol und einem Benzthiazol als basische Endgruppen sowie
Benzimidazocarbocyanine, die ebenfalls weiter substituiert sein können und ebenfalls
mindestens eine Sulfoalkylgruppe am heterocyclischen Stickstoff enthalten müssen.
[0037] Als Beispiele seien die nachfolgend aufgeführten Grünsensibilisatoren GS genannt,
die jeweils einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, z.B.
GS-1 und GS-2.
- GS-1:
- R1, R3, R7, R9 = H; R2 = Phenyl;

R5 = -C2H5; R6 = SO3⊖; R8 = Cl; m = 2; n = 3; X, Y = O;
- GS-2:
- R1, R2, R7, R8 = Cl; R3, R5, R6, R9 = H;

m, n = 2; X, Y = N-C2H5;
- GS-3:
- R1, R7 = H; R2, R3 sowie R8, R9 zusammen -CH=CH-CH=CH-; R4 = SO3⊖Na⊕; R5 = C2H5; R6 = SO3⊖ ; m, n = 3; X, Y = O;
- GS-4:
- R1, R3, R4, R7, R8, R9 = H; R2 = -OCH3; R5 = -C2H5; R6 = SO3⊖ ; m = 2; n = 4; X = O; Y = S;
[0038] Jede der genannten lichtempfindlichen Schichten kann aus einer einzigen Schicht bestehen
oder in bekannter Weise, z.B. bei der sogenannten Doppelschichtanordnung, auch zwei
oder auch mehr Silberhalogenidemulsionsteilschichten umfassen (DE-C-1 121 470). Bei
Negativfilmen sind üblicherweise rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten
dem Schichtträger näher angeordnet als grünempfindliche Silberhalogenidemulsionsschichten
und diese wiederum näher als blauempfindliche, wobei sich im allgemeinen zwischen
grünempfindlichen Schichten und blauempfindlichen Schichten eine nicht lichtempfindliche
gelbe Filterschicht befindet. Es sind aber auch andere Anordnungen denkbar, z.B. bei
Colorpapier. Zwischen Schichten unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit ist in der
Regel eine nicht lichtempfindliche Zwischenschicht angeordnet, die Mittel zur Unterbindung
der Fehldiffusion von Entwickleroxidationsprodukten enthalten kann. Falls mehrere
Silberhalogenidemulsionsschichten gleicher Spektralempfindlichkeit vorhanden sind,
können diese einander unmittelbar benachbart sein oder so angeordnet sein, daß sich
zwischen ihnen eine lichtempfindliche Schicht mit anderer Spektralempfindlichkeit
befindet (DE-A-1 958 709, DE-A-2 530 645, DE-A-2 622 922).
[0039] Erfindungsgemäße farbfotografische Aufzeichnungsmaterialien enthalten üblicherweise
in räumlicher und spektraler Zuordnung zu den Silberhalogenidemulsionsschichten unterschiedlicher
Spektralempfindlichkeit Farbkuppler zur Erzeugung der unterschiedlichen Teilfarbenbilder
Cyan, Magenta und Gelb, wobei mindestens einer der Farbkuppler zusammen mit einer
der erfindungsgemäßen Verbindung der Formel I, vorzugsweise in Kombination mit mindestens
einer Verbindung einer der Formeln II, III, IV und V, der betreffenden Silberhalogenidemulsionsschicht
zugeordnet ist.
[0040] Unter räumlicher Zuordnung ist dabei zu verstehen, daß der Farbkuppler sich in einer
solchen räumlichen Beziehung zu der Silberhalogenidemulsionsschicht befindet, daß
eine Wechselwirkung zwischen ihnen möglich ist, die eine bildgemäße Übereinstimmung
zwischen dem bei der Entwicklung gebildeten Silberbild und dem aus dem Farbkuppler
erzeugten Farbbild zuläßt. Dies wird in der Regel dadurch erreicht, daß der Farbkuppler
zusammen mit der Hydrochinondietherverbindung der Formel I, vorzugsweise in Kombination
mit mindestens einer Verbindung einer der Formeln II, III, IV und V, in der Silberhalogenidemulsionsschicht
selbst enthalten ist oder in einer hierzu benachbarten gegebenenfalls nichtlichtempfindlichen
Bindemittelschicht.
[0041] Unter spektraler Zuordnung ist zu verstehen, daß die Spektralempfindlichkeit jeder
der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten und die Farbe des aus dem
jeweils räumlich zugeordneten Farbkuppler erzeugten Teilfarbenbildes in einer bestimmten
Beziehung zueinander stehen, wobei jeder der Spektralempfindlichkeiten (Rot, Grün,
Blau) eine andere Farbe des betreffenden Teilfarbenbildes (im allgemeinen z.B. die
Farben Cyan, Magenta bzw. Gelb in dieser Reihenfolge) zugeordnet ist.
[0042] Farbkuppler zur Erzeugung des Teilfarbenbildes Cyan sind in der Regel Kuppler vom
Phenol- oder α-Naphtholtyp; geeignete Beispiele hierfür sind
- C-1:
- R1, R2= H;

- C-2:
- R1 = -NHCOOCH2-CH(CH3)2; R2 = H; R3 = -(CH2)3-OC12H25
- C-3:
- R1 = H; R2 = -OCH2-CH2-SO2CH3; R3 =-C16H33
- C-4:
- R1 = H; R2 = -OCH2-CONH-(CH2)2-OCH3;

- C-5:
- R1, R2 = H;

- C-6:
- R1, R2 = H;

- C-7:
- R1 = H; R2 = Cl; R3 = -C(C2H5)2-C21H43
- C-8:
- R1 = H; R2 = -O-CH2-CH2-S-CH(COOH)-C12H25 R3 = Cyclohexyl

- C-9:
- R1 = -C4H9; R2 = H; R3 = -CN; R4 = Cl
- C-10:
- R1 = -C4H9; R2 = H; R3 = H; R4 = -SO2CHF2
- C-11:
- R1 = -C4H9;

R3 = H; R4 = -CN
- C-12:
- R1 = C2H5; R2, R3 = H; R4 = -SO2CH3
- C-13:
- R1 = -C4H9; R2, R3 = H; R4 = -SO2-C4H9
- C-14:
- R1 = -C4H9; R2 = H; R3 = -CN; R4 = -CN
- C-15:
- R1 = -C4H9; R2, R3 = H; R4 = -SO2-CH2-CHF2
- C-16:
- R1 = -C2H5; R2, R3 = H; R4 = -SO2CH2-CHF-C3H7
- C-17:
- R1 = -C4H9; R2, R3 = H; R4 = F
- C-18:
- R1 = -C4H9; R2, R3 =H; R4 = -SO2CH3
- C-19:
- R1 = -C4H9; R2, R3 = H; R4 = -CN

- C-20:
- R1 = -CH3; R2 = -C2H5; R3, R4 = -C5H11-t
- C-21:
- R1 = -CH3; R2 = H; R3, R4 = -C5H11-t
- C-22:
- R1, R2 = -C2H5; R3, R4 = -C5H11-t
- C-23:
- R1 = -C2H5; R2 = -C4H9; R3, R4 = -C5H11-t
- C-24:
- R1 = -C2H5; R2 = -C4H9; R3, R4 = -C4H9-t

- C-25:
- R1, R2 = -C5H11-t; R3 = -C4H9; R4 = H; R5 = -C3F7
- C-26:
- R1 = -NHSO2-C4H9; R2 = H; R3 = -C12H25; R4 = Cl; R5 = Phenyl
- C-27:
- R1, R2 = -C5H11-t; R3 = -C3H7-i; R4 = Cl; R5 = Pentafluorphenyl
- C-28:
- R1 = = -C5H11-t; R2 = Cl; R3 = -C6H13; R4 = Cl; R5 = -2-Chlorphenyl
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Aufzeichnungsmaterial der vorliegenden
Erfindung in mindestens einer seiner Silberhalogenidemulsionsschichten eine Kombination
aus einer Hydrochinondietherverbindung der Formel I und einem Magentakuppler der Formel
VI

worin bedeuten
- R61
- H, Alkyl, Aralkyl oder Aryl;
- Y
- H oder eine durch Kupplung freisetzbare Gruppe;
- Za, Zb, Zc
- eine gegebenenfalls substituierte Methingruppe, =N- oder -NH-, wobei entweder die
Bindung Za - Zb oder die Bindung Zb - Zc eine Doppelbindung und die jeweils andere Bindung eine Einfachbindung ist;
Kuppler der Formel VI werden zusammenfassend als Pyrazoloazolkuppler bezeichnet.
Darunter versteht man insbesondere Kuppler, die sich ableiten von Imidazolo[1,,2-b]pyrazol,
Imidazolo[3,4-b]pyrazol, Pyrazolo[2,3-b]pyrazol, Pyrazolo[3,2-c]-1,2,4-triazol, Pyrazolo[2,3-b]-1,2,4-triazol,
Pyrazolo[2,3-c]-1,2,3-triazol oder Pyrazolo[2,3-d]tetrazol. Die entsprechenden Strukturen
sind nachstehend durch die Formeln VIa bis VIg angegeben.

[0046] In den allgemeinen Formeln (VIa) bis (VIg) stehen die Reste R
61, S, T und U für Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Aryl, Alkoxy, Aroxy, Alkylthio, Arylthio,
Amino, Anilino, Acylamino, Cyano, Alkoxycarbonyl, Carbamoyl, Sulfamoyl, wobei diese
Reste weiter substituiert sein können.
[0047] Weiterhin steht Y für Wasserstoff oder einen bei Farbkupplung abspaltbaren Rest wie
ein Halogenatom oder eine über ein Sauerstoffatom, ein Schwefelatom oder ein Stickstoffatom
an die kuppelnde Stelle angeknüpfte vorzugweise cyclische Gruppe.
[0048] Falls es sich bei der abspaltbaren Gruppe um eine cyclische Gruppe handelt, kann
die Anknüpfung an die Kupplungsstelle des Kupplermoleküls entweder direkt über ein
Atom, das Bestandteil eines Ringes ist, z. B. ein Stickstoffatom, oder indirekt über
ein zwischengeschaltetes Bindeglied erfolgt sein. Derartige abspaltbare Gruppen sind
in großer Zahl bekannt, z. B. als Fluchtgruppen von 2-Äquivalentmagentakupplern.
[0049] Beispiele von über Sauerstoff angeknüpften abspaltbaren Gruppen entsprechen der Formel
- O - R
62
worin R
62 für einen acyclischen oder cyclischen organischen Rest steht, z.B. für Alkyl, Aryl,
eine heterocyclische Gruppe oder Acyl, das sich beispielsweise ableitet von einer
organischen Carbon-oder Sulfonsäure. Bei besonders bevorzugten abspaltbaren Gruppen
dieser Art bedeutet R
62 eine gegebenenfalls substituierte Phenylgruppe.
[0050] Beispiele von über Stickstoff angeknüpften abspaltbaren Gruppen sind in den folgenden
deutschen Offenlegungsschriften (DE-A-) beschrieben:
25 36 191, 27 03 589, 28 13 522, 33 39 201.
[0051] Hierbei handelt es sich vielfach um 5-gliedrige heterocyclische Ringe, die über ein
Ringstickstoffatom mit der Kupplungsstelle des Purpurkupplers verbunden sind. Die
heterocyclischen Ringe enthalten vielfach benachbart zu dem die Bindung an das Kupplermolekül
vermittelnden Stickstoffatom aktivierende Gruppen, z. B. Carbonyloder Sulfonylgruppen
oder Doppelbindungen.
[0052] Wenn die abspaltbare Gruppe über ein Schwefelatom an die Kupplungsstelle des Kupplers
gebunden ist, kann es sich bei ihr um den Rest einer diffusionsfähigen carbocyclischen
oder heterocyclischen Mercaptoverbindung handeln, die die Entwicklung von Silberhalogenid
zu inhibieren vermag. Derartige Inhibitorreste sind vielfach als an die Kupplungsstelle
von Kupplern, auch Purpurkupplern gebundene abspaltbare Gruppe beschrieben worden,
z.B. in US-A-3 227 554.
[0053] Von den Pyrazoloazolkupplern der Formeln VIa bis VIg werden erfindungsgemäß bevorzugt
solche der Formeln VId und VIe gemeinsam mit einer Hydrochinondietherverbindung der
Formel I verwendet. In den Formeln VId und VIe steht vorzugsweise mindestens einer
der Reste R
61 und S bzw. mindestens einer der Reste R
61 und T für einen Sekundäralkyl- oder Tertiäralkylrest, d.h. einen Rest der Formel

worin R
63 und R
64 für Alkyl und R
65 für H oder einen Substituenten stehen.
[0054] Mögliche Substituenten sind Alkyl, Aryl, Cycloalkyl, Hydroxy, Halogen, -COOH, -SO
3H, -SO
2H, Alkoxy, Aryloxy, Alkylthio, Arylthio, Nitro, Sulfonyl, Sulfamoyl, Sulfonylamino,
Acylamino, Carbamoyl, Acyloxy, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbamoyl, Ureido, Carbamoyloxy,
Alkoxycarbonylamino, Aryloxycarbonylamino, Alkoxycarbonyloxy und Aryloxycarbonyloxy.
[0055] Bevorzugte Substituenten sind Alkyl, Sulfonyl, Sulfonylamino, Sulfamoyl, Ureido,
Acylamino, Carbamoyl, Alkoxy, Aryloxy und Alkoxycarbonylamino.
[0057] Bei den Farbkupplern kann es sich um 4-Äquivalentkuppler, aber auch um 2-Äquivalentkuppler
handeln. Letztere leiten sich von den 4-Äquivalentkupplern dadurch ab, daß sie in
der Kupplungsstelle einen Substituenten enthalten, der bei der Kupplung abgespalten
wird. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind solche zu rechnen, die farblos sind, wie auch
solche, die eine intensive Eigenfarbe aufweisen, die bei der Farbkupplung verschwindet
bzw. durch die Farbe des erzeugten Bildfarbstoffes ersetzt wird (Maskenkuppler), aber
auch die Weißkuppler, die bei Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten im wesentlichen
farblose Produkte ergeben. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind ferner solche Kuppler
zu rechnen, die in der Kupplungsstelle einen abspaltbaren Rest enthalten, der bei
Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten in Freiheit gesetzt wird und dabei
entweder direkt oder nachdem aus dem primär abgespaltenen Rest eine oder mehrere weitere
Gruppen abgespalten worden sind (z.B. DE-A-27 03 145, DE-A-28 55 697, DE-A-31 05 026,
DE-A-33 19 428), eine bestimmte erwünschte fotografische Wirksamkeit entfaltet, z.B.
als Entwicklungsinhibitor oder -accelerator. Beispiele für solche 2-Äquivalentkuppler
sind die bekannten DIR-Kuppler wie auch DAR-bzw. FAR-Kuppler.
[0058] Die verwendeten Kuppler, insbesondere die erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Magentakuppler
vom Typ der Pyrazoloazole, beispielsweise der Formeln (VId) und (VIe), können auch
in polymerer Form, z.B. als Polymerisatlatex zur Anwendung gelangen.
[0059] Hochmolekulare Farbkuppler sind beispielsweise beschrieben in DE-C-1 297 417, DE-A-24
07 569, DE-A-31 48 125, DE-A-32 17 200, DE-A-33 20 079, DE-A-33 24 932, DE-A-33 31
743, DE-A-33 40 376, EP-A-27 284, US-A-4 080 211. Die hochmolekularen Farbkuppler
werden in der Regel durch Polymerisation von ethylenisch ungesättigten monomeren Farbkupplern
hergestellt.
[0060] Die verwendeten Farbkuppler können auch solche sein, die Farbstoffe mit einer schwachen
bzw. eingeschränkten Beweglichkeit liefern.
[0061] Unter einer schwachen bzw. eingeschränkten Beweglichkeit ist eine Beweglichkeit zu
verstehen, die so bemessen ist, daß die Konturen der bei der chromogenen Entwicklung
gebildeten diskreten Farbstoffflecken verlaufen und ineinander verschmiert werden.
Dieses Ausmaß der Beweglichkeit ist einerseits zu unterscheiden von dem üblichen Fall
der völligen Unbeweglichkeit in fotografischen Schichten, der in herkömmlichen fotografischen
Aufzeichnungsmaterialien für die Farbkuppler bzw. die daraus hergestellten Farbstoffe
angestrebt wird, um eine möglichst hohe Schärfe zu erzielen, und andererseits von
dem Fall der völligen Beweglichkeit der Farbstoffe, der beispielsweise bei Farbdiffusionsverfahren
angestrebt wird. Die letztgegenannten Farbstoffe verfügen meist über mindestens eine
Gruppe, die sie im alkalischen Medium löslich machen. Das Ausmaß der erfindungsgemäß
angestrebten schwachen Beweglichkeit kann gesteuert werden durch Variation von Substituenten,
um beispielsweise die Löslichkeit im organischen Medium des Ölbildners oder die Affinität
zur Bindemittelmatrix in gezielter Weise zu beeinflussen.
[0062] Über die genannten Bestandteile hinaus kann das farbfotografische Aufzeichnungsmaterial
der vorliegenden Erfindung weitere Zusätze enthalten, wie zum Beispiel Antioxidantien,
farbstoffstabilisierende Mittel und Mittel zur Beeinflussung der mechanischen und
elektrostatischen Eigenschaften sowie UV-Absorber. Vorteilhaft werden solche zusätzlichen
Verbindungen kombiniert mit den erfindungsgemäßen Verbindungen, d.h. in derselben
Bindungsmittelschicht oder in zueinander benachbarten Bindemittelschichten verwendet.
[0063] Diese weiteren Zusätze zur Verbesserung der Farbstoff-, Kuppler- und Weißenstabilität
sowie zur Verringerung des Farbschleiers (Research Disclosure 17 643 (Dez. 1978),
Kapitel VII) können den folgenden chemischen Stoffklassen angehören: Hydrochinone,
5-, 6-, 7- und 8-Hydroxychromane, 5-Hydroxycumarane, Spirochromane, Spiroindane, p-Alkoxyphenole,
sterische gehinderte Phenole, Gallussäurederivate, Methylendioxybenzole, Aminophenole,
sterisch gehinderte Amine, Derivate mit veresterten oder veretherten phenolischen
Hydroxylgruppen, Derivate mit acylierten Aminogruppen, Metallkomplexe.
[0064] Verbindungen, die sowohl eine sterisch gehinderte Amin-Partialstruktur als auch eine
sterisch gehinderte Phenol-Partialstruktur in einem Molekül aufweisen (US-A-4 268
593), sind besonders wirksam zur Verhinderung der Beeinträchtigung von gelben Farbbildern
als Folge der Entwicklung von Wärme, Feuchtigkeit und Licht. Um die Beeinträchtigung
von purpurroten Farbbildern, insbesondere ihre Beeinträchtigung als Folge der Einwirkung
von Licht, zu verhindern, sind Spiroindane (JP-A-159 644/81) und Chromane, die durch
Alkoxy und/oder Hydroxygruppen substituiert sind (JP-A-89 835/80) besonders wirksam,
ferner auch Alkylureidophenole (deutsche Patentanmeldung P 42 09 346.5).
[0066] UV-Licht absorbierende Verbindungen sollen einerseits die Bildfarbstoffe vor dem
Ausbleichen durch UV-reiches Tageslicht schützen und andererseits als Filterfarbstoffe
das UV-Licht im Tageslicht bei der Belichtung absorbieren und so die Farbwiedergabe
eines Films verbessern. Üblicherweise werden für die beiden Aufgaben Verbindungen
unterschiedlicher Struktur eingesetzt. Beispiele sind arylsubstituierte Benzotriazolverbindungen
(US-A-3 533 794), 4-Thiazolidonverbindungen (US-A-3 314 794 und 3 352 681), Benzophenonverbindungen
(JP-A-2784/71), Zimtsäureesterverbindungen (US-A-3 705 805 und 3 707 375), Butadienverbindungen
(US-A-4 045 229) oder Benzoxazolverbindungen (US-A-3 700 455).
[0067] Beispiele besonders geeigneter Verbindungen sind
R, R1 = H; R2 = -C4H9-t
R = H; R1, R2 = -C4H9-t
R = H; R1, R2 = -C5H11-t
R = H; R1 = -C4H9-s; R2 = -C4H9-t
R = Cl; R1 = -C4H9-t; R2 = -C4H9-s
R = Cl; R1, R2 = -C4H9-t
R = Cl; R1 = -C4H9-t; R2 = -CH2-CH2-COOC8H17
R = H; R = -C12H25-i; R2 = -CH3
R, R1, R2 = -C4H9-t

R1, R2 = -C6H13 ; R3, R4 = -CN
R1, R2 = -C2H5;

R4 = -CO-OC8H17
R1, R2 = -C2H5;

R4 = -COO-C12H25
R1, R2 = -CH2=CH-CH2; R3, R4 = -CN

R1, R2 = H; R3 = -CN; R4 = -CO-NHC12H25
R1, R2 = -CH3; R3 = -CN; R4 = -CO-NHC12H25

[0068] Es können auch ultraviolettabsorbierende Kuppler (wie Blaugrünkuppler des α-Naphtholtyps)
und ultraviolettabsorbierende Polymere verwendet werden. Diese Ultraviolettabsorbentien
können durch Beizen in einer speziellen Schicht fixiert sein.
[0069] Zur Herstellung farbfotografischer Bilder wird das erfindungsgemäße farbfotografische
Aufzeichnungsmaterial, das zugeordnet zu mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht
einen Farbkuppler und eine Verbindung der Formel I enthält, mit einer Farbentwicklerverbindung
entwickelt. Als Farbentwicklerverbindung lassen sich sämtliche Entwicklerverbindungen
verwenden, die die Fähigkeit haben in Form ihres Oxidationsproduktes mit Farbkupplern
zu Azomethinfarbstoffen zu reagieren. Geeignete Farbentwicklerverbindungen sind aromatische
mindestens eine primäre Aminogruppe enthaltende Verbindungen vom p-Phenylendiamintyp,
beispielsweise N,N-Dialkyl-p-phenylendiamine, wie N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, 1-(N-ethyl-N-methylsulfonamidoethyl)-3-methyl-p-phenylendiamin,
1-(N-ethyl-N-hydroxyethyl-3-methyl-p-phenylendiamin, 1-(N-ethyl-N-3-hydroxypropyl)-3-methyl-p-phenylendiamin
und 1-(N-ethyl-N-methoxyethyl)-3-methyl-p-phenylendiamin.
[0070] Weitere brauchbare Farbentwickler sind beispielsweise beschrieben in J. Amer. Chem.
Soc.
73, 3100 (1951); in G. Haist, Modern Photographic Processing, 1979, John Wiley and Sons,
New York, Seiten 545 ff; und in der deutschen Patentanmeldung P 42 41 532.2.
[0071] Nach der Farbentwicklung wird das Material üblicherweise gebleicht und fixiert. Bleichung
und Fixierung können getrennt voneinander oder auch zusammen durchgeführt werden.
Als Bleichmittel können die üblichen Verbindungen verwendet werden, z.B. Fe
3+-Salze und Fe
3+-Komplexsalze wie Ferricyanide, Dichromate, wasserlösliche Kobaltkomplexe usw. Besonders
bevorzugt sind Eisen-III-Komplexe von Aminopolycarbonsäuren insbesondere z.B. Ethylendiamintetraessigsäure,
N-Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure, Alkyliminodicarbonsäuren und von entsprechenden
Phosphonsäuren. Geeignet als Bleichmittel sind weiterhin Persulfate.
Beispiel 1
[0072] Ein für einen Schnellverarbeitungsprozeß geeignetes farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial
wurde hergestellt, indem auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem
Papier die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen wurden.
Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m
2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO
3 angegeben.
Schichtaufbau Probe 1
[0073]
- Schicht 1:
- (Substratschicht)
0,2 g Gelatine
- Schicht 2:
- (blauempfindliche Schicht)
blauempfindliche Silberhalogenidemulsion
(99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,8 µm) aus 0,63
g AgNO3 mit
1,38 g Gelatine
0,95 g Gelbkuppler Y-9
0,2 g Weißkuppler W-1
0,29 g Trikresylphosphat (TKP)
- Schicht 3:
- (Schutzschicht)
1,1 g Gelatine
0,06 g 2,5-Dioctylhydrochinon
0,06 g Dibutylphthalat (DBP)
- Schicht 4:
- (grünempfindliche Schicht)
grünsensibilisierte Silberhalogenidemulsion
(99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,6 µm) aus
0,45 g AgNO3 mit
1,08 Gelatine
0,38 g Magentakuppler VI-1
0,08 g 2,5 Dioctylhydrochinon
0,34 g DBP
0,04 g TKP
- Schicht 5:
- (UV-Schicht)
1,15 g Gelatine
0,6 g UV-Absorber UV-1
0,045 g 2,5 Diocytlhydrochinon
0,04 g TKP
- Schicht 6:
- (rotempfindliche Schicht)
rotsensibilisierte Silberhalogenidemulsion
(99,5 mol-% Chlorid, 0,5 mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,5 µm) aus
0,3 g AgNO3 mit
0,75 g Gelatine
0,36 g Cyankuppler C-24
0,36 g TKP
- Schicht 7:
- (UV-Schutzschicht)
0,35 g Gelatine
0,15 g UV-Absorber UV-1
0,2 g TKP
- Schicht 8:
- (Schutzschicht)
0,9 g Gelatine
0,3 g Härtungsmittel Carbamoylpyridiniumsalz CAS Reg. No. 65411-60-1.
[0074] In Schicht 2 wurde folgende Verbindung (Weißkuppler W-1) verwendet:

[0075] In den Schichten 5 und 7 wurde folgende Verbindung (UV-Absorber UV-1) verwendet.

Proben 2 bis 20
[0076] Proben 2 bis 9 wurden in der gleichen Weise wie Probe 1 hergestellt mit dem Unterschied,
daß der Schicht 4 zusätzlich 0,31 g Lichtschutzmittel der Strukturformeln VP-1 bis
VP-3 bzw. erfindungsgemäße Lichtschutzmittel der Strukturformel I zugesetzt wurde.
Bei den Proben 10 bis 13, 14 bis 17 und 18 bis 20 wurde der Kuppler VI-1 in der aus
nachfolgender Tabelle ersichtlichen Menge durch andere Kuppler der Formel VI ersetzt.
Bei Kuppler VI-23 wurde zusätzlich in der 4. Schicht 0,34 g DBP und 0,04 g TKP durch
0,38 g 2,4-Di-tert-pentylphenol ersetzt (Proben 18 bis 20).
[0078] Die Proben wurden anschließend hinter einem graduierten Graukeil belichtet. Anschließend
wurden die Materialien mit den nachfolgend aufgeführten Verarbeitungsbädern in folgender
Weise verarbeitet.
a)
Farbentwickler - 45 s - 35°C
| Triethanolamin |
9,0 g |
| NN-Diethylhydroxylamin |
4,0 g |
| Diethylenglykol |
0,05 g |
| 3-Methyl-4-amino-N-ethyl-N-methansulfonamidoethyl-anilin-sulfat |
5,0 g |
| Kaliumsulfit |
0,2 g |
| Triethylenglykol |
0,05 g |
| Kaliumcarbonat |
22 g |
| Kaliumhydroxid |
0,4 g |
| Ethylendiamintetraessigsäure di-Na-Salz |
2,2 g |
| Kaliumchlorid |
2,5 g |
| 1,2-Dihydroxybenzol-3,4,6-trisulfonsäure-trinatriumsalz |
0,3 g |
| auffüllen mit Wasser auf 1.000 ml; pH 10,0 |
b)
Bleichfixierbad - 45 s - 35°C
| Ammoniumthiosulfat |
75 g |
| Natriumhydrogensulfit |
13,5 g |
| Ammoniumacetat |
2,0 g |
| Ethylendiamintetraessigsäure (Eisen-Ammonium-Salz) |
57 g |
| Ammoniak 25 %ig |
9,5 g |
| auffüllen mit Essig auf 1.000 ml; pH 5,5 |
c)
Wässern - 2 min - 33°C
Die Proben wurden dem Licht einer für Tageslicht norminierten Xenonlampe ausgesetzt
und mit 5,0 x 10
6 lx'h belichtet; danach wurde die prozentuale Dichteabnahme gemessen (Tabelle 1).
[0079] Das Beispiel zeigt, daß durch die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I die
Lichtstabilität der Bildfarbstoffe deutlich verbessert wird. Die als Vergleich eingesetzten
Verbindungen VP-1 bis VP-3 gemäß GB-A 2 135 788 bewirken eine deutlich geringere Verbesserung
der Lichstabilität.
Beispiel 2
[0080] Als Vergleich dient Probe 14 wie unter Beispiel 1 beschrieben.
[0081] Die erfindungsgemäßen Proben 21 bis 23 unterscheiden sich von Probe 14 dadurch, daß
in der grünempfindlichen Schicht DBP und TKP durch 0,38 g Lichtschutzmittel der Formel
I ersetzt wurden. Die Verarbeitung und Prüfung erfolgte wie in Beispiel 1 beschrieben
(Tabelle 2).

[0082] Beispiel 2 zeigt, daß die erfindungsgemäßen Lichtschutzmittel der Formel I als Ölbildner
in Kombination mit Pyrazoloazolkupplern eingesetzt werden können. Empfindlichkeit,
Gradation und Maxlmaldichte sind vergleichbar mit DBP/TKP, die Lichtstabilität ist
deutlich erhöht.
Beispiel 3
[0083] In diesem Beispiel werden die Vorteile der erfindungsgemäßen Maßnahmen in einem Farbumkehrfilm
gezeigt.
[0084] Farbfotografische Aufzeichnungsmaterialien für die Umkehrverarbeitung wurden hergetellt,
indem auf einen mit einer Haftschicht versehenen Schichtträger aus Cellulosetriacetat
nacheinander die im folgenden aufgeführten Schichten aufgetragen werden.
[0085] Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m
2.
Probe 24 (Vergleich)
[0086]
- Schicht 1
- (Antihaloschicht)
schwarzes kolloidales Silbersol mit
0,25 g Ag
1,60 g Gelatine
0,24 g UV-Absorber UV-2
- Schicht 2
- (Zwischenschicht)
0,64 g Gelatine
- Schicht 3
- (1. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion
(25 mol-% Iodid; mittlerer Korndurchmesser 0,25 µm)
aus 0,60 g AgNO3, mit
0,59 g Gelatine
0,24 g Cyankuppler C-25
0,12 g TKP
- Schicht 4
- (2. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion
(3,0 mol-% Iodid; mittlerer Korndurchmesser 0,43 µm)
aus 0,95 g AgNO3, mit
1,96 g Gelatine
0,95 g Cyankuppler C-25
0,48 g TKP
- Schicht 5
- (Zwischenschicht)
1,78 g Gelatine
0,24 g Verbindung A
0,12 g TKP
- Schicht 6
- (1. grünsensibilisierte Schicht)
Mischung 3:1 aus einer Silberbromidiodidemulsion
(1,0 mol-% Iodid; mittlerer Korndurchmesser 0.26 um)
und einer Silberbromidiodidemulsion
(4,0 mol-% Iodid; mittlerer Korndurchmesser 0,21 µm) beide grünsensibilisiert,
aus 0,67 g AgNO3, mit
1,13 g Gelatine
0,22 g Magentakuppler VI-7
0,10 g TKP
- Schicht 7
- (2. grünempfindliche Schicht)
grünsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion
(1,5 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,42 µm)
aus 1,05 g AgNO3, mit
2,72 g Gelatine
1,00 g Magentakuppler VI-7
0,45 g TKP
- Schicht 8
- (Zwischenschicht)
0,55 g Gelatine
0,10 g Verbindung A
- Schicht 9
- (Gelbfilterschicht)
gelbes kolloidales Silbersol mit
0 11 g Ag,
0,45 g Gelatine
- Schicht 10
- (Zwischenschicht)
0,71 g Gelatine
- Schicht 11
- (1. blauempfindliche Schicht)
blausensibilisierte Silberbromidiodidemulsion
(4,0 mol-% Iodid; mittlerer Korndurchmesser 0,28 µm)
aus 0,58 g AgNO3, mit
1,31 g Gelatine
0,24 g Gelbkuppler Y-19
0,12 g TKP
- Schicht 12
- (2. blauempfindliche Schicht)
blausensibilisierte Silberbromidiodidemulsion (3,0 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,66 µm)
aus 0,66 g AgNO3, mit
2,04 g Gelatine
0,83 g Gelbkuppler Y-19
0,41 g TKP
- Schicht 13
- (Zwischenschicht)
0,76 g Gelatine
0,54 g Verbindung A
0,50 g UV-Absorber UV-1
0,02 g TKP
- Schicht 14
- (Schutzschicht)
Mikrat-Silberbromidiodidemulsion
(4,0 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,15 µm)
aus 0,20 g AgNO3 mit
0,57 g Gelatine
- Schicht 15
- Härtungsschicht
0,25 g Gelatine
0,87 g Härtungsmittel Carbamoylpyridiniumsalz CAS Reg.No. 65411-60-1
[0087] In Beispiel 3 werden außer den bereits erwähnten Verbindungen folgende Verbindungen
verwendet:

Proben 25 bis 30
[0088] Die erfindungsgemäßen Proben 25 und 26 wurden in der gleichen Weise hergestellt wie
die Probe 24 mit dem Unterschied, daß der Ölbildner TKP in den Schichten 6 und 7 durch
die Verbindungen I-14 und I-17 ersetzt wurde. In der Probe 27 wurde der Kuppler VI-7
durch den Kuppler VI-14 ersetzt, als Ölbildner diente TKP (Vergleich).
[0089] Die erfindungsgemäßen Proben 28 bis 30 unterschieden sich von der Probe 27 dadurch,
daß TKP in den Schichten 6 und 7 durch die Verbindungen I-4, I-14 und I-17 ersetzt
wurde.
[0090] Die auf diese Weise hergestellten Proben wurden hinter einem Stufenkeil belichtet
und einer Colorumkehrentwicklung unterzogen, wie beschrieben in "Manual for PROCESSING
Kodak Ektrachrome Film using Process E7", Eastman Kodak Company, 1977 (vergl. Kodak
Publikation Nr. Z-119).
[0091] Die Prüfung hinsichtlich Lichtstabilität erfolgte wie in Beispiel 1 beschrieben,
jedoch wurde mit 7,5·10
6 lux.h belichtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengefaßt.

[0092] Das Beispiel zeigt, daß durch die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formeln I die
Lichtstabilität der Bildfarbstoffe bei Farbumkehrfilmen deutlich gesteigert werden
konnte. Empfindlichkeit, Gradation und Maximaldichte wurden nicht negativ beeinflußt.
Beispiel 4
[0093] Ein für einen Schnellverarbeitungsprozeß geeignetes farbfotografisches Aufzeichnungsmaterialc
wurde hergestellt wie in Beispiel 1, Probe 1, mit dem Unterschied, daß in Schicht
4 anstelle des Magentakupplers VI-1 der Magentakuppler VI-6 in einer Menge von 0,41
g und anstelle des Ölbildnergemisches ausschließlich 0,38 g TKP verwendet wurden (Probe
31).
[0094] Die Probe 32-52 wurde in der gleichen Weise hergestellt wie Probe 31 mit dem Unterschied,
daß der Schicht 4 zusätzlich die in Tabelle 1 angegebenen Lichtschutzmittel VP-1,
VP-3, VP-4 bzw. erfindungsgemäße Lichtschutzmittel zugesetzt wurden.

Verarbeitung, Bestrahlung und Auswertung der Proben erfolgte wie in Beispiel 1, mit
dem Unterschied, daß mit 10.10
6 luxh bestrahlt wurde. Die Ergebnisse sind aus Tabelle 4 ersichtlich.

[0095] Beispiel 4 zeigt, daß durch Anwendung von Lichtschutzmitteln der Formel I die Lichtstabilität
verbessert werden kann (Proben 33, 34, 35, 38) und daß die durch Verbindungen der
Formel I erreichte Lichtstabilität weiter verbessert werden kann, wenn die Verbindungen
der Formel I in Kombination mit Verbindungen der Formeln II, III, IV und V verwendet
werden (Proben 39-52).
Beispiel 5
[0096] Als Vergleich dient die Probe 31 aus Beispiel 4.
Proben 53-59
[0097] Die Proben 53-59 werden mit gleicher Weise hergestellt wie die Probe 31 aus Beispiel
4 mit dem Unterschied, daß der Ölbildner in der Schicht 4 durch erfindungsgemäße Verbindungen
der Formel I ersetzt wird und weitere Verbindungen einer der Formeln II, III, IV und
V bzw. die Vergleichsverbindung VP-3 zugesetzt werden.
[0098] Die Verarbeitung und Prüfung erfolgte wie in Beispiel 1 beschrieben. Zusätzlich wurde
bei den verarbeiteten Proben vor der Bestrahlung die Empfindlichkeit, Gradation und
Maximaldichte bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 zusammengefaßt.

[0099] Der Beispiel 5 zeigt, daß die erfindungsgemäßen Lichtschutzmittel der Formel I zusätzlich
die Funktion eines Ölbildners übernehmen können, ohne daß nachteilige Effekte auf
die Empfindlichkeit, Gradation und Maximaldichte zu beobachten sind. Die Lichtstabilität
wird durch die erfindungsgemäße Kombination mit Verbindungen der Formel II, III, IV
oder V nochmals deutlich erhöht. Bei Vergleichsverbindung VP-3 ist hier deutlich weniger
wirksam.
Beispiel 6
Probe 60
[0100] Ein Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem Papier wurde mit folgenden
Schichten versehen. Die Mengenangaben beziehen sich auf 1 m
2.
- Schicht 1:
- Eine Substratschicht aus 200 mg Gelatine mit KNO3- und Chromalaunzusatz.
- Schicht 2:
- Eine Haftschicht aus 320 mg Gelatine.
- Schicht 3:
- Eine grünempfindliche Silberbromidchloridemulsionsschicht (20 mol-% Chlorid) aus
530 mg AgNO3 mit 750 mg Gelatine,
0,57 g Magentakuppler VI-1, emulgiert mit
0,51 g TKP
- Schicht 4:
- Eine Schutzschicht aus 1 g Gelatine und 16 mg eines Netzmittels der Formel
C8F17 SO3⊖ N(C2H5)4)4⊖ (NM-1)
Auf diese Schicht trägt man eine Härtungsschicht auf, die als Härtungsmittel 120 mg
Carbamoylpyridiniumsalz CAS Reg. No. 65411-60-1 enthält.
Proben 61-72
[0101] Proben 61-72 wurden in der gleichen Weise hergestellt wie Probe 60 mit dem Unterschied,
daß der Schicht 3 die in der Tabelle 6 angegebenen Lichtschutzmittel zugefügt wurden.
Bei den Proben 65-72 wurde außerdem der Magentakuppler VI-1 durch die in Tabelle 6
angegebenen (VI-5, VI-23) ersetzt.
[0102] Die erhaltenen Proben wurden anschließend hinter einem graduierten Graukeil belichtet.
Anschließend wurden die Materialien mit den nachfolgend aufgeführten Verarbeitungsbädern
in Folgender Weise verarbeitet:
| Entwicklung |
210 s, 33°C |
| Bleichen |
50 s, 20°C |
| Fixieren |
60 s, 20°C |
| Wässern |
120 s, 20°C |
| Trocknen. |
|
| Zusammensetzung der Bäder |
| Entwickler |
|
|
| Benzylalkohol |
13 ml |
| Hydroxylammoniumsulfat |
3 g |
| Natriumsulfit |
2 g |
| 4-Amino-N-ethyl-N(β-methan-sulfonamidoethyl)-m-toloidin-sesquisulfat (Monohydrat) |
4,5 g |
| Kaliumcarbonat |
36 g |
| Kaliumbromid |
1,4 g |
| Diethylen-triamino-pentaessigsäure, Pentanatriumsalz |
2 g |
| Diethylenglykol |
12 ml |
| Auffüllen mit Wasser auf 1 Liter pH = |
10,4 |
| Bleichbad |
Wasser |
700 ml |
| |
NH4-Fe-EDTA |
65 g |
| |
EDTA |
10 g |
| |
MMH4Br |
100 g |
| |
mit Essigsäure auf pH 6,0 einstellen, Auffüllen mit Wasser auf 1 1 |
|
| |
| Fixierbad |
Ammoniumthiosulfat |
100 g |
| |
Na-sulfit, sicc. |
10 g |
| |
Na-disulfit |
3 g |
| |
mit Wasser auffüllen auf 1 Liter. |
|
[0103] Außerdem wurden die Proben dem Licht einer für Tageslicht normierten Xenonlampe ausgesetzt
und mit 7,2 x 10
6 lx.h belichtet; danach wurde die prozentuale Dichteabnahme gemessen (Tabelle 6).

[0104] Das Beispiel 6 zeigt die Verbesserung der Lichtstabilität durch Verwendung von Verbindungen
der Formel I (Proben 61, 66, 70) und die nochmal gesteigerte Wirksamkeit bei Kombination
mit Verbindungen einer der Formeln II, III, IV und V als Lichtschutzmittel. Die als
Vergleich eingesetzten Verbindungen VP-1, VP-3 und VP-4 sind deutlich weniger wirksam.
1. Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial mit mindestens einer rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Cyankuppler zugeordnet ist, mindestens einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Magentakuppler zugeordnet ist, und mindestens einer blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht,
der ein Gelbkuppler zugeordnet ist, das in mindestens einer seiner Schichten eine
Hydrochinondietherverbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrochinondietherverbindung
eine Verbindung der Formel I mit Ausnahme von Verbindungen der Formel IA ist und daß
mindestens einer der vorhandenen Silberhalogenidemulsionsschichten eine Verbindung
der Formel I mit Ausnahme von Verbindungen der Formel IA in Kombination mit einem
Farbkuppler zugeordnet ist:

worin bedeuten
R1 Alkyl, Cycloalkyl, Aryl;
R2 H, Alkyl;
R3, R4 H, Alkyl, Cycloalkyl, Halogen, Alkoxy, Aroxy, Acyloxy, Alkylthio, Arylthio, Acyl,
Sulfonyl, Sulfamoyl, Acylamino, Sulfonylamino, Nitro;
R5 H, Acyl, Alkyl,
X -O- oder -NR6-;
R6 H oder Alkyl;
n 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 3.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I mindestens
einer der Reste R3 und R4 für Tertiäralkyl steht.
3. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in Formel I der Rest -X-R5 für -OH, -O-CH2-CH2-OH oder -O-Acyl steht, wobei der Acylrest sich ableitet von einer aliphatischen oder
aromatischen Carbonsäure, einer Carbaminsäure, einem Kohlensäuremonoester oder von
phosphoriger Säure.
4. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
in Formel I der Buchstabe n für 0 oder 1 steht.
5. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
es in Kombination mit einer Hydrochinondietherverbindung der Formel I mindestens eine
Verbindung einer der Formeln II, III, IV und V enthält

worin bedeuten
R21, R22 Reste wie R5;
R23, R24, R25 Reste wie R3;
A eine Einfachbindung, -S(=O)m-, Alkylen oder -NR26-;
R26 Alkyl oder Acyl;
m 0, 1 oder 2;

worin bedeuten
R31, R32 Alkyl, Cycloalkyl;
R33, R34 Reste wie R3;

worin bedeuten
R41, R42 Reste wie R5;
R43, R44, R45, R46 Reste wie R3; mit der Maßgabe, daß mindestens einer der Reste R44 und R45 nicht Alkyl bedeutet;

worin bedeuten
R51 Alkyl, Cycloalkyl, Aryl;
R52, R53, R54, R55 Reste wie R3;
P 0, 1 oder 2.
6. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel II A
für Alkylen und R21 und R22 für H stehen.
7. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel III mindestens
einer der Reste R33 und R34 für Alkyl steht.
8. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel IV mindestens
einer der Reste R43 und R46 und/oder mindestens einer der Reste R44 und R45 für H stehen.
9. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel V R54 und R55 für H stehen.
10. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht eine Verbindung
der Formel I in Kombination mit einem Magentakuppler der Formel VI zugeordnet ist,

wobei in Formel VI bedeuten:
R61 H, Alkyl, Aralkyl oder Aryl;
Y H oder eine durch Kupplung freisetzbare Gruppe;
Za,Zb,Zc eine gegebenenfalls substituierte Methingruppe, =N- oder -NH-, wobei entweder die
Bindung Za - Zb oder die Bindung Zb - Zc eine Doppelbindung und die jeweils andere Bindung eine Einfachbindung ist.
11. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Magentakuppler
einer der Formeln VId und VIe entspricht

worin R
61, für H, Alkyl, Aralkyl oder Aryl steht, und S und T für Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl,
Aryl, Alkoxy, Aroxy, Alkylthio, Arylthio, Amino, Anilino, Acylamino, Cyano, Alkoxycarbonyl,
Carbamoyl oder Sulfamoyl stehen, wobei mindestens einer der Reste R
61, und S (in Formel VId) bzw. mindestens einer der Reste R
61 und T (in Formel VIe) einen Sekundäralkyl- oder Tertiäralkylrest bedeutet, und worin
Y für Wasserstoff oder einen bei Farbkupplung abspaltbaren Rest steht.
12. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
der Formel I oder die Kombination aus einer Verbindung der Formel I mit mindestens
einer Verbindung einer der Formeln II, III, IV und V in der 0,2 bis 2-fachen Gewichtsmenge,
bezogen auf den Magentakuppler der Formel VI, in der grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
enthalten ist.
1. Colour photographic recording material having at least one red-sensitive silver halide
emulsion layer, which is associated with a cyan coupler, at least one green-sensitive
silver halide emulsion layer, which is associated with a magenta coupler, and at least
one blue-sensitive silver halide emulsion layer, which is associated with a yellow
coupler, which contains a hydroquinone diether compound in at least one of the layers
thereof, characterised in that the hydroquinone diether compound is a compound of
the formula I with the exception of compounds of the formula IA and that at least
one of the silver halide emulsion layers present is associated with a compound of
the formula I with the exception of compounds of the formula IA in combination with
a colour coupler:

in which
R1 means alkyl, cycloalkyl, aryl;
R2 means H, alkyl;
R3, R4 mean H, alkyl, cycloalkyl, halogen, alkoxy, aroxy, acyloxy, alkylthio, arylthio,
acyl, sulphonyl, sulphamoyl, acylamino, sulphonylamino, nitro;
R5 means H, acyl, alkyl,
X means -O- or -NR6-;
R6 means H or alkyl;
n means 0 or an integer from 1 to 3.
2. Recording material according to claim 1, characterised in that at least one of the
residues R3 and R4 in the formula I demotes tertiary alkyl.
3. Recording material according to one of claims 1 and 2, characterised in that the residue
-X-R5 in the formula I denotes -OH, -O-CH2-CH2-OH or -O-acyl, wherein the acyl residue is derived from an aliphatic or aromatic
carboxylic acid, a carbamic acid, a carbonic acid monoester or from phosphorous acid.
4. Recording material according to one of claims 1 to 3, characterised in that the index
n in the formula I denotes 0 or 1.
5. Recording materieal according to one of claims 1 to 4, characzerised in that in contains
in combination with a hydroquinone diether compound of the formula I at least one
compound of one of the formulae II, III, IV and V

in which
R21 , R22 mean residues as R5;
R23, R24 R25 mean residues as R3;
A means a single bond, -S(=O)m-, alkylene or -NR26-;
R26 means alkyl or acyl;
m means 0, 1 or 2;

in which
R31, R32 mean alkyl, cycloalkyl;
R33, R34 mean residues as R3;

in which
R41, R42 mean residues as R5;
R43, R44, R45, R46 mean residues as R3; providing that at least one of the residues R44 and R45 does not mean alkyl;

in which
R51 means alkyl, cycloalkyl, aryl;
R52, R53, R54, R55 mean residues as R3;
p means 0, 1 or 2.
6. Recording material according to claim 5, characterised in that in the formula II A
denotes alkylene and R21 and R22 denote H.
7. Recording material according to claim 5, characterised in that in the formula III
at least one of the residues R33 and R34 denotes alkyl.
8. Recording material according to claim 5, characterised in that in the formula IV at
least one of the residues R43 and R46 and/or at least one of the residues R44 and R45 denote H.
9. Recording material according to claim 5, characterised in that in the formula V R54 and R55 denote H.
10. Recording material acccrding to one of claims 1 to 9, characterised in that at least
one green-sensitive silver halide emulsion layer is associated with a compound of
the formula I in combination with a magenta coupler of the formula VI,

wherein in the formula VI
R61 means H, alkyl, aralkyl or aryl;
Y means H or a group releasable by coupling;
Za, Zb, Zc mean an optionally substituted methine group, =N- or -NH-, wherein either the bond
Za-Zb or the bond Zb-Zc is a double bond and the other bond is a single bond.
11. Recording material according to claim 10, characterised in that the magenta coupler
is of one of the formulae VId and VIe

in which R
61 denotes H, alkyl, aralkyl or aryl, and S and T denote hydrogen, alkyl, aralkyl, aryl,
alkoxy, aroxy, alkylthio, arylthio, amino, anilino, acylamino, cyano, alkoxycarbonyl
carbamoyl or sulphamoyl,
wherein at least one of the residues R
61 and S (in the formula VId) or at least one of the residues R
61 and T (in the formula VIe) means a secondary alkyl or tertiary alkyl residue, and
in which Y denotes hydrogen or a residue eliminable on colour coupling.
12. Recording material according to claim 10, characterised in that the compound of the
formula I or the combination of a compound of the formula I with at least one compound
of one of the formulae II, III, IV and V is present in the green-sensitive silver
halide emulsion layer in 0.2 to 2 times the quantity by weight, relative to the magenta
coupler of the formula VI.
1. Matériau d'enregistrement photographique couleur comportant au moins une couche d'émulsion
d'halogénure d'argent sensible au rouge à laquelle est associé un coupleur cyan, au
moins une couche d'émulsion d'halogénure d'argent sensible au vert à laquelle est
associé un coupleur magenta et au moins une couche d'émulsion d'halogénure d'argent
sensible au bleu à laquelle est associé un coupleur jaune, qui contient dans au moins
l'une de ses couches un composé hydroquinonediéther, caractérisé en ce que le composé
hydroquinonediéther est un composé de formule I à l'exception des composés de formule
IA et en ce qu'un composé de formule I à l'exception des composés de formule IA est
associé en combinaison avec un coupleur à au moins l'une des couches d'émulsion d'halogénure
d'argent présentes :

où
R1 représente alkyle, cycloalkyle, aryle,
R2 représente H, alkyle,
R3, R4 représentent H, alkyle, cycloalkyle, halogène, alcoxy, aroxy, acyloxy, alkylthio,
arylthio, acyle, sulfonyle, sulfamoyle, acylamino, sulfonylamino, nitro,
R5 représente H, acyle, alkyle,
X représente -O- ou -NR6-,
R6 représente H ou alkyle,
n représente 0 ou un nombre entier de 1 à 3.
2. Matériau d'enregistrement selon la revendication 1 caractérisé en ce que, dans la
formule I, au moins l'un des restes R3 et R4 représente alkyle tertiaire.
3. Matériau d'enregistrement selon l'une des revendications 1 et 2 caractérisé en ce
que, dans la formule I, le reste -X-R5 représente -OH, -O-CH2- CH2-OH ou -O-acyle, le reste acyle dérivant d'un acide carboxylique aliphatique ou aromatique,
d'un acide carbamique, d'un monoester d'acide carbonique ou de l'acide phosphoreux.
4. Matériau d'enregistrement selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce que,
dans la formule I, la lettre n représente 0 ou 1.
5. Matériau d'enregistrement selon l'une des revendications 1 à 4 caractérisé en ce qu'il
contient en combinaison avec un composé hydroquinonediéther de formule I au moins
un composé de l'une des formules II, III, IV et V

où
R21, R22 représentent des restes comme R5,
R23, R24, R25 représentent des restes comme R3,
A représente une simple liaison, -S(=O)m-, alkylène ou -NR26-,
R26 représente alkyle ou acyle,
m représente 0, 1 ou 2 ;

où
R31, R32 représentent alkyle, cycloalkyle,
R33, R34 représentent des restes comme R3 ;

où
R41, R42 représentent des restes comme R5,
R43, R44 R45, R46 représentent des restes comme R3, à condition qu'au moins l'un des restes R44 et R45 ne représente pas alkyle ;

où
R51 représente alkyle, cycloalkyle, aryle,
R52, R53, R54, R55 représentent des restes comme R3,
p représente 0, 1 ou 2.
6. Matériau d'enregistrement selon la revendication 5 caractérisé en ce que, dans la
formule II, A représente alkylène et R21 et R22 représentent H.
7. Matériau d'enregistrement selon la revendication 5 caractérisé en ce que, dans la
formule III, au moins l'un des restes R33 et R34 représente alkyle.
8. Matériau d'enregistrement selon la revendication 5 caractérisé en ce que, dans la
formule IV, au moins l'un des restes R43 et R46 et/ou au moins l'un des restes R44 et R45 représentent H.
9. Matériau d'enregistrement selon la revendication 5 caractérisé en ce que, dans la
formule V, R54 et R55 représentent H.
10. Matériau d'enregistrement selon l'une des revendications 1 à 9 caractérisé en ce qu'à
au moins une couche d'émulsion d'halogénure d'argent sensible au vert est associé
un composé de formule I en combinaison avec un coupleur magenta de formule VI

où, dans la formule VI :
R61 représente H, alkyle, aralkyle ou aryle,
Y représente H ou un groupe libérable par couplage,
Za, Zb, Zc représentent un groupe méthine éventuellement substitué, =N- ou -NH-, où la liaison
Za-Zb ou la liaison Zb-Zc représente une double liaison et l'autre liaison représente une simple liaison.
11. Matériau d'enregistrement selon la revendication 10 caractérisé en ce que le coupleur
magenta correspond à l'une des formules VId et VIe

où R
61 représente H, alkyle, aralkyle ou aryle, et S et T représentent l'hydrogène, alkyle,
aralkyle, aryle, alcoxy, aroxy, alkylthio, arylthio, amino, anilino, acylamino, cyano,
alcoxycarbonyle, carbamoyle ou sulfamoyle, où au moins l'un des restes R
61 et S (dans la formule VId) ou au moins l'un des restes R
61 et T (dans la formule VIe) représente un reste alkyle secondaire ou alkyle tertiaire,
et où Y représente l'hydrogène ou un reste clivable lors du couplage couleur.
12. Matériau d'enregistrement selon la revendication 10 caractérisé en ce que le composé
de formule I ou la combinaison d'un composé de formule I avec au moins un composé
de l'une des formules II, III, IV et V est contenu en la quantité massique de 0,2
à 2 fois par rapport au coupleur magenta de formule VI, dans la couche d'émulsion
d'halogénure d'argent sensible au vert.