[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von synchronen Schub-/Drehbewegungen
mit wenigstens einer Schub-/Dreheinheit mit Gehäuse, in welchem eine Drehwelle und
um 90° versetzt eine mit dieser in Eingriff stehende Zahnschubstange gelagert sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus dem Prospektblatt der Anmelderin
"Schlüter-Hubelemente" bekannt. Eine solche Vorrichtung eignet sich für den Aufbau
kompletter Hubsysteme, bei denen es unabhängig von der Lastverteilung auf synchrones
und positioniergenaues Bewegen ankommt. Die Vorrichtungen arbeiten dabei nach dem
Prinzip der Zahnstangengetriebe, sie setzen Dreh- in Linearbewegung um. Je nach Aufgabenstellung
ist auch eine umgekehrte Betriebsweise möglich.
[0003] Um unterschiedliche Systemkonfigurationen zur Lösung unterschiedlicher Aufgabenstellungen
realisieren zu können, sind derzeit zwei unterschiedliche Hubvorrichtungen bekannt,
nämlich eine gattungsgemäße Hubvorrichtung mit einer Zahnstange, bei der die Linearbewegung
horizontal oder vertikal erfolgen kann. Darüber hinaus sind als zweites Grundelement
sogenannte Doppel-Hubelemente bekannt, die mit zwei um 90° versetzten Zahnstangen
arbeiten, welche gleichzeitig Linearbewegungen in horizontaler und vertikaler Richtung
zulassen. Der Antrieb dieser einzelnen Vorrichtungen kann je nach Aufgabenstellung
drehend oder linear ausgeführt werden.
[0004] Wenn auch mit den bekannten Vorrichtungen schon eine Fülle von unterschiedlichen
Systemkonfigurationen verwirklicht werden können, besteht ein Nachteil der bekannten
Lösungen darin, daß beim Anwender jeweils zwei unterschiedliche Grundbauelemente bereitgehalten
werden müssen, nämlich zum einen eine gattungsgemäße Vorrichtung mit einer Zahnstange
und zum anderen eine zweite Ausführung mit zwei um 90° versetzt angeordneten Zahnstangen.
Darüber hinaus ist bei den bekannten Vorrichtungen von Nachteil, daß bei der Ausführung
mit zwei Zahnstangen die beiden Schubrichtungen auf einen Winkel von 90° zueinander
festgelegt sind.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gattungsgemäße Vorrichtung so zu verbessern,
daß mit dieser auf einfache Weise unterschiedlichste Hubaufgaben realisiert werden
können.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art erfindungsgemäß
durch wenigstens zwei gekoppelte Schub-/Dreheinheiten gelöst, deren Drehwellen drehfest
mit einer gemeinsamen Antriebswelle verbunden sind und deren Gehäuse um die Antriebswelle
als Drehachse zueinander beliebig verdreht angeordnet, lösbar aneinander befestigt
sind.
[0007] Es steht somit eine Vorrichtung zur Verfügung, die aus wenigstens zwei identischen
Bauteilen, d.h. zwei identischen Schub-/Dreheinheiten besteht, welche in beliebiger
Anordnung durch entsprechende Ausrichtung der beiden Gehäuse aneinander befestigt
werden können, so daß es möglich ist, nicht nur, wie bei der bekannten Vorrichtung
zwei um 90° versetzte Zahnschubstangen zu erreichen, vielmehr können prinzipiell die
Schubstangen der beiden gekoppelten Schub-/Dreheinheiten in beliebiger Winkelanordnung
ausgerichtet werden. Es ist somit nicht erforderlich, für unterschiedliche Hubaufgaben
mehrere unterschiedliche Bauteile bereitzuhalten, vielmehr können aus identischen
Bauteilen (Schub-/Dreheinheiten) eine Vielzahl unterschiedlicher Anordnungen erstellt
werden.
[0008] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Drehwellen der Schub-/Dreheinheiten
als profilierte Hohlwellen ausgebildet sind, in welche die Antriebswelle drehfest
eingreift. Diese Ausgestaltung dient einer besonders leicht zu handhabenden Anordnung,
nach entsprechender Befestigung der Gehäuse der beiden Schub-/Dreheinheiten läßt sich
die drehfeste Verbindung der Drehwellen durch einfaches Einschieben der profilierten
Antriebswelle erreichen.
[0009] Vorteilhaft ist es darüber hinaus, wenn die miteinander verbundenen Gehäuse um einen
gemeinsamen Zentrierring gegeneinander verdrehbar sind. Es ist dann auf einfache Weise
eine exakte Ausrichtung der beiden Gehäuse und Drehwellen zueinander möglich, ohne
daß es dazu einer aufwendigen Positionierung bedarf.
[0010] Zur lösbaren Verbindung der Gehäuse zweier Schub-/Dreheinheiten ist vorteilhaft vorgesehen,
daß die Gehäuse mittels einer Verschraubung aneinander befestigt sind, und daß im
jeweiligen Gehäuse auf einem gemeinsamen Radius um die Drehwelle eine Vielzahl von
Bohrungen für die Verschraubung ausgebildet ist. Die Gehäuse der beiden zu koppelnden
Schub-/Dreheinheiten können dann in die gewünschte Anordnung gegeneinander verdreht
und in dieser Position durch Einfügen entsprechender Schrauben aneinander lösbar befestigt
werden.
[0011] Weiterhin sieht die Erfindung vorteilhaft vor, daß das jeweilige Gehäuse zentrisch
um die Führungselemente der Zahnschubstangen angeordnete Einsenkungen zur Aufnahme
von Behältern für Schmierstoff aufweist. Durch diese Ausgestaltung wird die Baukastenausgestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung noch verbessert, da die entsprechenden Behälter
getrennt bereitgehalten werden und auf einfache Weise eingesetzt bzw. ausgetauscht
werden können.
[0012] Zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit sieht die Erfindung vorteilhaft vor, daß
die Drehwellen in Wälzlagern gelagert sind. Gegenüber bekannter Gleitlagerlagerung
bei derartigen Vorrichtungen läßt sich somit eine wesentlich weniger aufwendige Lagerung
der Drehwellen erreichen.
[0013] Die Wartungsfreundlichkeit kann vorteilhaft dadurch erhöht werden, daß die Zahnschubstangen
in Kugelbuchsen gelagert sind.
[0014] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Zahnschubstangen
an beiden Kupplungsenden mit einem Gewinde versehen sind, an welches ein Kupplungsadapter
anschraubbar ist. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, daß ein Zahnstangentyp sowohl
für den horizontalen als auch für den vertikalen Einsatz Verwendung finden kann. Die
Zahnschubstange wird dabei lediglich durch Einschrauben der verschiedenen Adapter
modifiziert. Aufgesetzte weitere Vorrichtungen können direkt mit dem oberen Ende der
vertikalen Zahnschubstange verschraubt werden.
[0015] Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, daß der Kupplungsadapter als Augenschraube ausgebildet
ist. Hier kann selbstverständlich auch ein Wellenschaft vorgesehen sein oder ein anderer
Adaptertyp.
[0016] Bei der Verwendung von Augenschrauben als Kupplungsadapter für die Zahnschubstange
ist besonders vorteilhaft vorgesehen, daß die Augenschraube mit einer Zug-/Druck-Stange
verbindbar ist, welche an beiden Kupplungsenden jeweils einen Gabelkopf aufweist und
längenveränderbar ist. Mit einer solchen längenveränderbaren Zug-/Druck-Stange ist
auch für unterschiedliche Abstände auf einfache Weise eine Kupplung zweier erfindungsgemäßer
Vorrichtungen möglich, indem einfach ein Verbindungsbolzen zwischen die jeweilige
Augenschraube und den jeweiligen Gabelkopf eingesteckt wird. Dabei ist bevorzugt das
Spiel zwischen Augenschraube und Gabelkopf so gewählt, daß geringe Maßdifferenzen
in allen drei Achsrichtungen, vorzugsweise unterstützt durch eine Kugelbuchse, ausgeglichen
werden. Bisher übliche Verspannungen in den Zahnstangenführungen und die daraus resultierende
geringe Standzeit werden somit vermieden.
[0017] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Zug-/Druck-Stange ein Gewindestück aufweist,
auf welches die Gabelköpfe aufschraubbar sind. Durch Verwendung unterschiedlich langer
Gewindestücke ist dann auf einfachste Weise eine stufenlose Einstellung der Differentialkupplung
möglich, wobei beispielsweise die Gewindestücke in konstruktiven Schritten von 100
mm ausgelegt sein können. Durch geeignete Ausdehnung der Gewindetiefen kann dadurch
ein Einstellbereich von beispielsweise 100 mm überbrückt werden.
[0018] Die Feineinstellung durch den Monteur wird vor Ort vorgenommen. Dies wird dadurch
erreicht, daß Kontermuttern am Gewindestück bzw. den Gabelköpfen gelöst werden und
das jeweilige aus Augenschraube und Gabelkopf bestehende Kupplungsteilstück verdreht
wird. Durch unterschiedliche Gewindesteigungen zwischen Augenschraube und Gabelkopf
kann bei einer Drehung von 360° beispielsweise ein Verstellweg von 1 mm erreicht werden.
Einstellungsgenauigkeiten im hundertstel Millimeterbereich sind so unproblematisch
erreichbar.
[0019] Die Gesamtkonzeption der Vorrichtung bzw. des aus mehreren Vorrichtungen gebildeten
Systemes ist somit als Stecksystem ausgelegt, was eine besonders schnelle und sichere
sowie genaue Montage zuläßt. Die Montagezeit gegenüber bisher üblichen gebohrten und
gestifteten Systemen ist um ca. 70 % geringer. Gleichzeitig wird durch schnelles Herauslösen
einzelner Teile aus dem Gesamtsystem zudem ein Höchstmaß an Reparaturfreundlichkeit
erreicht.
[0020] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt jeweils in perspektivischer Darstellung in
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei gekoppelten Schub-/Dreheinheiten,
- Fig. 2
- eine einzelne Schub-/Dreheinheit,
- Fig. 3
- in Seitenansicht teilweise im Schnitt eine vorteilhafte Zahnschubstange einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 4
- in Seitenansicht einen als Augenschraube ausgebildeten Kupplungsadapter für die Zahnschubstange
nach Fig. 3,
- Fig. 5
- einen als Wellenschaft ausgebildeten Kupplungsadapter für die Zahnschubstange nach
Fig. 3 in Seitenansicht,
- Fig. 6
- eine mit Zahnschubstangen mit Augenschraube gekoppelte Zug-/Druck-Stange in einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung mit einer ersten Länge,
- Fig. 7
- die Anordnung nach Fig. 6 mit einer zweiten Länge,
- Fig. 8
- ein Ausführungsbeispiel eines aus erfindungsgemäßen Vorrichtungen zusammengestellten
Systems in Seitenansicht und
- Fig. 9
- das System nach Fig. 8 in Draufsicht.
[0021] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung von synchronen Schub-/Drehbewegungen
ist in der Zeichnung allgemein mit 1 bezeichnet. Diese Vorrichtung 1 besteht aus wenigstens
zwei baugleichen, aneinander gekoppelten Schub-/Dreheinheiten 2, die jeweils ein Gehäuse
3 aufweisen.
[0022] Wie an sich bekannt, ist innerhalb jedes Gehäuses 3 der jeweiligen Schub-/Dreheinheit
2 eine Drehwelle 4 und dazu um 90° versetzt mit dieser Drehwelle in Eingriff stehend
eine Zahnschubstange 5 gelagert.
[0023] Vorteilhaft sind dabei, was zeichnerisch nicht im einzelnen dargestellt ist, die
Drehwellen 4 jeweils in Wälzlagern und die Zahnschubstangen 5 jeweils in Kugelbuchsen
im Gehäuse 3 gelagert.
[0024] Jedes Gehäuse 3 weist parallel zur Drehwelle 4 auf einem gemeinsamen Radius eine
Mehrzahl von Bohrungen 6 auf, derart, daß die beiden Gehäuse 3 zweier Schub-/Dreheinheiten
2 um die nicht dargestellte, drehfest mit den beiden Drehwellen 4 verbundene Antriebswelle
als Drehachse zueinander beliebig verdreht angeordnet werden können. In Abhängigkeit
von der jeweiligen Hubaufgabe ist es somit möglich, durch entsprechende Anordnung
der beiden Gehäuse 2 zueinander unterschiedliche Winkelstellungen der beiden Zahnschubstangen
5 beider Schub-/Dreheinheiten 2 zu verwirklichen, d.h. es ist nicht nur die in Fig.
1 dargestellte rechtwinklige Anordnung möglich, sondern es läßt sich prinzipiell jede
Winkelstellung zwischen den Zahnschubstangen 5 verwirklichen. Dabei ist für eine exakte
Ausrichtung der beiden Schub-/Dreheinheiten 2 vorgesehen, daß die beiden Gehäuse 2
um einen nicht dargestellten gemeinsamen Zentrierring gegeneinander verdrehbar sind.
Dieser Zentrierring kann jeweils entsprechend in die betreffende Ausnehmung 7 für
die Drehwelle 4 eingesetzt werden.
[0025] Um auf besonders einfache Weise eine Kopplung und drehfeste Verbindung der Drehwellen
4 mit der Antriebswelle zu erreichen, sind die Drehwellen 4 als Hohlwellen ausgebildet,
wie in Fig. 2 dargestellt. Dabei sind die Hohlwellen entsprechend mit einer Profilierung
versehen, z.B. als Keilwelle ausgebildet, so daß eine entsprechend außenprofilierte
Antriebswelle auf einfache Weise drehfest in die Drehwellen 4 eingreifen und diese
miteinander koppeln kann.
[0026] Die Gehäuse 2 bestehen bevorzugt aus einzelnen Seitenteilen, die beispielsweise miteinander
verschraubt sein können, entsprechende Bohrungen sind mit 8 angedeutet. Hier können
Gußteile Verwendung finden oder es können auch entsprechende Blechformteile eingesetzt
werden.
[0027] Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß das jeweilige Gehäuse 3 zentrisch um die Führungselemente
der Zahnschubstangen 5 angeordnete Einsenkungen zur Aufnahme von Behältern für Schmierstoff
aufweist, was zeichnerisch nicht dargestellt ist.
[0028] Erkennbar besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 im wesentlichen nur aus baugleichen
Schub-/Dreheinheiten 2, die prinzipiell in beliebiger Anzahl aneinandergereiht und
gekoppelt werden können, d.h. hier können nicht nur zwei derartige Einheiten miteinander
gekoppelt werden, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, sondern auch drei oder mehr,
wobei dann durch entsprechende Anordnung der Gehäuse zueinander die Zahnschubstangen
5 in beliebiger Richtung orientiert angeordnet werden können und dergl. mehr.
[0029] In Fig. 3 ist in besonders vorteilhafter Ausgestaltung eine Zahnschubstange 5 dargestellt.
Diese Zahnschubstange 5 ist an beiden Kupplungsenden 9 jeweils mit einem Innengewinde
10 versehen, in welches ein Kupplungsadapter einschraubbar ist.
[0030] Dieser Kupplungsadapter ist gemäß Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 vorzugsweise als
Augenschraube 11 ausgebildet, welche mit einem Außengewinde 12 versehen ist und in
üblicher Weise einen Kopf 13 mit einer Bohrung 14 aufweist.
[0031] Alternativ kann gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 der Kupplungsadapter auch
als Wellenschaft 15 ausgebildet sein, das Einschraubgewinde ist hier mit 16 bezeichnet.
[0032] Erkennbar bietet die Ausgestaltung der Zahnschubstange 5 gemäß Fig. 3 den Vorteil,
daß unterschiedliche Kupplungsadapter stirnseitig angebracht werden können oder auch
weitere Vorrichtungen.
[0033] Bei der Ausgestaltung des Kupplungsadapters als Augenschraube 11 gemäß Fig. 4 in
Verbindung mit der Zahnschubstange nach Fig. 3 ist vorteilhaft auch eine Zug-/Druck-Stange
17 vorgesehen, die in Fig. 6 bzw. 7 dargestellt ist.
[0034] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 weist die Zug-/Druck-Stange 17 an beiden Kupplungsenden
jeweils einen Gabelkopf 18 auf, wobei beide Gabelköpfe 18 endseitig auf ein zwischen
dieses befindliches Gewindestück 19 aufschraubbar sind. Die Gabelköpfe 18 sind dabei
selbstverständlich so ausgelegt, daß sie verbindend mit den Augenschrauben 11 bzw.
deren Köpfen 13 zusammenwirken, d.h. mit einem Verbindungsbolzen 20 gekoppelt werden
können.
[0035] Durch unterschiedliche Längenauswahl der Gewindestücke 17 bzw. 17a (Fig. 7) können
auf einfache Weise unterschiedlich lange Zug-/Druck-Stangen 17 bzw. 17a erstellt werden.
Dabei sind zusätzlich sowohl an den Gewindestücken 19 als auch an den Gewinden 12
der Augenschrauben 11 Kontermuttern 21 bzw. 22 vorgesehen, mittels derer eine exakte
Längeneinstellung möglich ist.
[0036] Um eine stufenlose Einstellung der Differentialkupplung in allen Längen zu gewährleisten,
werden die Gewindestücke 19 vorzugsweise in konstruktiven Schritten von 100 mm ausgelegt.
Durch die Auslegung der Gewindetiefen kann dazu ein Einstellbereich von 100 mm überbrückt
werden. Es ist so beispielsweise möglich, dem Anwender ein Kupplungsstück in einem
Einstellbereich von 280 bis 1480 mm stufenlos zur Verfügung zu stellen. Dabei werden
die Kupplungsstücke bevorzugt voreingestellt geliefert.
[0037] Die Feineinstellung durch den Monteur vor Ort wird dadurch erreicht, daß die Kontermuttern
21,22 gelöst werden und das jeweils aus Augenschraube 11 und Gabelkopf 18 bestehende
Kupplungsteilstück verdreht wird.
[0038] Durch unterschiedliche Gewindesteigungen zwischen Augenschraube 11 (vorzugsweise
M20x2) und Kabelkopf (vorzugsweise M20x1,5) wird beispielsweise bei einer Drehung
von 360° ein Verstellweg von 1 mm erreicht (Linksdrehung + 1 mm, Rechtsdrehung - 1
mm). Dadurch sind Einstellungsgenauigkeiten im hundertstel Millimeterbereich problemlos
möglich.
[0039] Erkennbar ist das Gesamtsystem als Stecksystem ausgelegt, was eine schnelle und sichere
sowie genaue Montage ermöglicht. Außerdem ist durch ein schnelles Herauslösen einzelner
Teile aus dem Gesamtsystem ein Höchstmaß an Reparaturfreundlichkeit gegeben.
[0040] In den Fig. 8 und 9 ist beispielsweise ein aus mehreren Vorrichtungen 1 zusammengestelltes
Gesamtsystem gezeigt, welches von einem Pneumatik-Zylinder 23 angetrieben wird, welcher
über eine Kupplungsverbindung 24 an die Drehwelle 4 einer ersten erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 angeschlossen ist.
[0041] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So lassen
sich mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen 1 eine Vielzahl unterschiedlicher Hubsysteme
erstellen.
1. Vorrichtung zur Erzeugung von synchronen Schub-/Drehbewegungen mit wenigstens einer
Schub-/Dreheinheit mit Gehäuse, in welchem eine Drehwelle und um 90° versetzt eine
mit dieser in Eingriff stehende Zahnschubstange gelagert sind,
gekennzeichnet durch
wenigstens zwei gekoppelte Schub-/Dreheinheiten (2), deren Drehwellen (4) drehfest
mit einer gemeinsamen Antriebswelle verbunden sind und deren Gehäuse (3) um die Antriebswelle
als Drehachse zueinander beliebig verdreht angeordnet, lösbar aneinander befestigt
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehwellen (4) der Schub-/Dreheinheiten (2) als profilierte Hohlwellen ausgebildet
sind, in welche die Antriebswelle drehfest eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die miteinander verbundenen Gehäuse (3) um einen gemeinsamen Zentrierring gegeneinander
verdrehbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäuse (3) mittels einer Verschraubung aneinander befestigt sind und daß
im jeweiligen Gehäuse (3) auf einem gemeinsamen Radius um die Drehwelle (4) eine Vielzahl
von Bohrungen (6) für die Verschraubung ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Gehäuse (3) zentrisch um die Führungselemente der Zahnschubstangen
(5) angeordnete Einsenkungen zur Aufnahme von Behältern für Schmierstoff aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehwellen (4) in Wälzlagern gelagert sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahnschubstangen (5) in Kugelbuchsen gelagert sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zahnschubstangen (5) an beiden Kupplungsenden (9) mit einem Gewinde (10) versehen
sind, an welches ein Kupplungsadapter (11,15) anschraubbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kupplungsadapter als Augenschraube (11) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Augenschraube (11) mit einer Zug-/Druck-Stange (17) verbindbar ist, welche
an beiden Kupplungsenden jeweils einen Gabelkopf (18) aufweist und längenveränderbar
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zug-/Druck-Stange (17) ein Gewindestück (19) aufweist, auf welches die Gabelköpfe
(18) aufschraubbar sind.