| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 585 684 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
04.11.1998 Patentblatt 1998/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.08.1993 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B66B 7/02 |
|
| (54) |
Vorrichtung zur Befestigung von Führungsschienen für Aufzüge
Apparatus for attaching guide rails for elevators
Dispositif pour fixation des guides pour ascenseurs
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR LI |
| (30) |
Priorität: |
04.09.1992 US 940639
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
| (73) |
Patentinhaber: INVENTIO AG |
|
CH-6052 Hergiswil NW (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Pearson, David B.
Raritan,
New Jersey 08869 (US)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-90/15009 FR-A- 2 398 206
|
FR-A- 2 367 694 US-A- 1 925 867
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung von Führungsschienen für
Aufzüge, wobei die Führungsschienen mittels Schienenklammern auf Trägern gehalten
werden, die an Wänden eines Aufzugsschachtes befestigt sind, und wobei die Schenkel
eines Flansches der Führungsschiene von U-förmigen Lagerteilen umfasst und zusammen
mit diesen von den Schienenklammern auf den Träger gepresst werden.
[0002] Bei der Befestigung von Führungsschienen für Aufzüge muss berücksichtigt werden,
dass bei Gebäuden, insbesondere Neubauten, Kontraktionen auftreten, weil das Mauerwerk
sich setzt und niedriger wird. Die mittels Trägern am Mauerwerk befestigten Führungsschienen
unterliegen derartigen Kontraktionen nicht, so dass zwischen den Einspannstellen Verwerfungen
auftreten können, die einen unruhigen Lauf der Kabine und des Gegengewichtes bewirken
oder schlimmsten Falles Verklemmungen und Beschädigungen hervorrufen, welche die Aufzugsanlage
unbenutzbar machen. Vorstehend beschriebene Auswirkungen können bei hohen Gebäuden
auch bei grösseren Temperaturschwankungen, starken Windböen und seismischen Kräften
auftreten. Es müssen daher Vorkehrungen getroffen werden, welche eine Längsverschiebung
zwischen Führungsschienen und Schachtmauerwerk gestatten. Hierbei gelangen Befestigungsvorrichtungen
zur Anwendung, die eine Verschiebung der Führungsschienen in Längsrichtung ermöglichen
und in Querrichtung verhindern.
[0003] Mit der US-A 1 925 867 ist eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff bekannt geworden,
die vorstehend aufgestellte Forderungen erfüllen soll. Die aus Federstahl bestehenden
Schienenklammern sind U-förmig gebogen und weisen einen kurzen und einen langen Schenkel
auf. Der kurze Schenkel ist über eine Distanzhülse mit einem Träger fest verschraubt,
der an der Wand eines Aufzugsschachtes befestigt ist. Die Schenkel des Flansches der
Führungsschiene werden von einem U-förmigen Lagerteil umfasst und zusammen mit diesem
von den langen Schenkeln der Schienenklammern auf den Träger gepresst. Die Distanzhülse
ragt durch eine Bohrung im langen Schenkel über diesen hinaus, so dass der lange Schenkel
sich frei bewegen kann und beim Anpressen der Führungsschiene an den Träger nur die
eingestellte Vorspannung der Schienenklammern zur Auswirkung kommt. Mittels der U-förmigen
Lagerteile, die in Längsrichtung der Führungsschiene formschlüssig von den Schienenklammern
gehalten werden, soll die Reibung vermindert werden, wenn die Führungsschiene sich
relativ zur Wand des Aufzugsschachtes bewegt.
[0004] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung hat den Nachteil, dass bei rauher und durch
fortschreitende Korrosion sich verschlechternder Oberfläche der Führungsschiene das
freie Gleiten im U-förmigen Lagerteil erschwert oder ganz verhindert wird. Um das
zu vermeiden müssen die festgerosteten Teile voneinander getrennt und die Führungsschienen
gegebenenfalls geglättet und geschmiert werden, wodurch der Unterhalt der Anlage verteuert
wird.
[0005] Bei einer mit der DE-A 26 46 762 bekannt gewordenen Halterung für Führungsschienen
werden beide Schenkel des Flansches der Führungsschiene von einer einzigen, entsprechend
geformten Zwischenlage umfasst. Weitere Zwischenlagen sind an den Schienenklammern
und an Tragplatten vorgesehen, die im Aufzugsschacht befestigt sind und an denen die
Führungsschienen mittels der Schienenklammern unter Anpressung der Schenkel des Flansches
gehalten werden. Um ein einwandfreies Verschieben der Führungsschienen in senkrechter
Richtung zu gewährleisten, wird als Werkstoff für mindestens eine der Zwischenlagen
ein Kunststoff, wie beispielsweise Teflon vorgeschlagen, der geringe Haft- und Reibungsbeiwerte
aufweist. Diese Lösung ist in bezug auf Werkstoff und Formgebung teuer, ausserdem
weist Teflon Kriechdehnung auf, so dass die Zwischenlagen sich deformieren und öfter
ersetzt werden müssen, was wiederum den Unterhalt der Anlage verteuert.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art vorzuschlagen, die einfach und billig ist und bei der die Oberflächenbeschaffenheit
der Führungsschienen beim Verschieben relativ zum Mauerwerk des Aufzugsschachtes keine
Rolle mehr spielt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Hierbei ist zwischen den Schenkeln des Flansches der Führungsschiene und den U-förmigen
Lagerteilen eine U-förmige Zwischenlage aus korrosionsfestem Metall vorgesehen. Die
Reibungszahl zwischen den Schenkeln des Flansches der Führungsschiene und der U-förmigen
Zwischenlage ist grösser als die Reibungszahl zwischen der U-förmigen Zwischenlage
und dem U-förmigen Lagerteil, so dass bei der Verschiebung der Führungsschiene das
Lagerteil auf der Zwischenlage gleitet.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass die Führungsschienen
keine korrosionsfeste und glatte Oberfläche haben müssen. Die an den Befestigungsstellen
der Führungsschienen vorgesehenen Zwischenlagen sind einfach und billig fabrizierbar
und können leicht montiert werden, so dass dieser Teil der Aufzugsanlage preiswerter
hergestellt werden kann. Da die Zwischenlagen aus rostfreiem Stahl bestehen, müssen
sie nicht ausgetauscht werden, so dass diesbezüglich keine Wartungskosten entstehen.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung, und
- Fig. 2
- einen Querschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 1.
[0010] In den Fig. 1 und 2 sind mit 1 die Wand eines Aufzugsschachtes und mit 2 ein an der
Wand 1 angebrachter Träger bezeichnet. Eine Führungsschiene 3 ist mittels Schienenklammern
4 am Träger 2 befestigt. Die vorzugsweise aus Federstahl bestehenden Schienenklammern
4 sind U-förmig gebogen und weisen einen kurzen und einen langen Schenkel 4.1, 4.2
auf. Der kurze Schenkel 4.1 ist mittels einer Schraube 5 und einer Mutter 6 über eine
Distanzhülse 7 mit dem Träger 2 verschraubt. Die kurzen Schenkel 4.1 sind hierbei
derart bemessen, dass die Führungsschiene in Querrichtung ihre Lage nicht verändern
kann. Die Schenkel 3.2, 3.3 des Flansches 3.1 der Führungsschiene 3 werden je von
einem U-förmigen Lagerteil 8 umfasst, das beispielsweise aus Messing besteht. Zwischen
den Schenkeln 3.2, 3.3 und dem U-förmigen Lagerteil 8 ist eine aus korrosionsfestem
Metall, vorzugsweise rostfreiem Stahl, bestehende U-förmige Zwischenlage 9 vorgesehen.
Die Lagerteile 8, die Zwischenlagen 9 und die Schenkel 3.2, 3.3 werden beim Anschrauben
der Schienenklammern 4 von deren langen Schenkeln 4.2 auf den Träger 2 gepresst. Die
Distanzhülse 7 ragt durch eine Bohrung 4.3 im langen Schenkel 4.2 über diesen hinaus,
so dass der lange Schenkel 4.2 sich frei bewegen kann und nur eine eingestellte Vorspannung
der Schienenklammer 4 für die Halterung der Führungsschiene 3 zur Auswirkung kommt.
Bei Verwendung von Führungsschienen 3, die nicht korrosionsfest sind und eine rauhe
Oberfläche aufweisen, ist die Reibungszahl zwischen den Schenkeln 3.2, 3.3 des Flansches
3.1 der Führungsschiene 3 und der U-förmigen Zwischenlage 9 grösser als die Reibungszahl
zwischen der U-förmigen Zwischenlage 9 und dem U-förmigen Lagerteil 8, so dass bei
der Verschiebung der Führungsschiene 3 das Lagerteil 8 auf der Zwischenlage 9 gleitet.
[0011] Durch zwei Nasen 10, 11 des Lagerteils 8, die an den quer verlaufenden Seitenkanten
des langen Schenkels 4.2 der Schienenklammer 4 anliegen, wird die Lage des Lagerteiles
8 in senkrechter Richtung fixiert. Die U-förmige Zwischenlage 9 ist breiter und länger
als das U-förmige Lagerteil 8. Da die Gleitbewegung der Führungsschienen beim Setzen
von hohen Gebäuden bis zu ca. 75 mm betragen kann, ist die Länge der Zwischenlage
9 ein Mehrfaches der Länge des Lagerteiles 8. Als vorteilhaft hat sich hierbei unter
Berücksichtigung der Länge des Lagerteiles 8 eine Länge der Zwischenlage 9 von ca.
300 mm erwiesen.
1. Vorrichtung zur Befestigung von in Gebäuden vertikal zu verlegenden Führungsschienen
(3) für Aufzüge, welche Führungsschienen (3) mittels Schienenklammern (4) auf Trägern
(2) gehalten werden, die an Wänden (1) eines Aufzugsschachtes befestigt sind und welche
Führungsschienen (3) jeweils einen Flansch (3.1), bestehend aus zwei Schenkeln (3.2,
3.3) aufweisen, die jeweils von einem U-förmigen Lagerteil (8) umfasst werden und
zusammen mit diesem von den Schienenklammern (4) auf den Träger (2) anpressbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Schenkeln (3.2, 3.3) des Flansches (3.1)
der Führungsschiene (3) und dem zugeordneten U-förmigen Lagerteil (8) eine einstückige
U-förmige Zwischenlage (9) aus korrosionsfestem Material eingelegt ist, wobei für
das U-förmige Lagerteil (8) und die U-förmige Zwischenlage (9) eine Materialpaarung
gewählt wird, die eine kleinere Reibungszahl ergibt als jene zwischen den Schenkeln
(3.2, 3.3) der Führungsschiene (3) und der U-förmigen Zwischenlage (9), so dass unter
Verwendung lediglich zweier einstückiger Bauteile, nämlich des Lagerteils (8) und
der Zwischenlage (9) ein Verschieben der Führungsschienen (3) gegenüber dem Schachtmauerwerk
(1) in ausschliesslich vertikaler Richtung ermöglicht wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Zwischenlage
(9) breiter als das U-förmige Lagerteil (8) ist und die Länge ein Mehrfaches der Länge
des U-förmige Lagerteils (8) beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Zwischenlage
(9) dünn und durch die Schienenklammern (4) zusammenpressbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die U-förmige Zwischenlage (9) aus rostfreiem Stahl besteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Verminderung der Reibung zwischen Lagerteil (8) und Zwischenlage (9) das U-förmige
Lagerteil (8) aus Messing besteht.
1. Device for fastening guide rails (3), which are to be laid vertically in buildings,
for lifts, which guide rails (3) are mounted by means of rail clips (4) on girders
(2), which are fastened at walls (1) of a lift shaft, and which guide rails (3) each
comprise a flange (3.1) consisting of two limbs (3.2, 3.3), which are each embraced
by a U-shaped mounting part (8) and together with this can be pressed against the
beam (2) by the rail clips (4),
characterised in that a unitary U-shaped intermediate layer (9) of corrosion-resistant
material is inserted between the limbs (3.2, 3.3) of the flange (3.1) of the guide
rail (3) and the associated U-shaped mounting part (8), wherein selected for the U-shaped
mounting part (8) and the U-shaped intermediate layer (9) is a material pairing which
yields a smaller coefficient of friction than that between the limbs (3.2, 3.3) of
the guide rail (3) and the U-shaped intermediate layer (9), so that with use of merely
two unitary components, namely the mounting part (8) and the intermediate rail (9),
a displacement of the guide rails (3) relative to the shaft masonry (1) is made possible
exclusively in vertical direction.
2. Device according to claim 1, characterised in that the U-shaped intermediate layer
(9) is wider than the U-shaped mounting part (8) and the length amounts to a multiple
of the length of the U-shaped mounting part (8).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the U-shaped intermediate
layer (9) is thin and is compressible by the rail clips (4).
4. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the U-shaped
intermediate layer (9) consists of stainless steel.
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that for reduction
in the friction between mounting part (8) and intermediate layer (9) the U-shaped
mounting part (8) consists of brass.
1. Dispositif pour la fixation de rails de guidage (3) pour ascenseurs, lesquels rails
de guidage (3) doivent être posés à la verticale dans des bâtiments, sont maintenus
à l'aide de crampons de rails (4) sur des poutres (2) qui sont fixées aux parois (1)
d'une cage d'ascenseur, et ont chacun un patin (3.1) formé de deux branches (3.2,
3.3) qui sont entourées chacune par un élément d'appui en U (8) et qui sont aptes
à être pressées avec celui-ci sur la poutre (2) par les crampons de rails (4),
caractérisé en ce qu'on place entre les branches (3.2, 3.3) du patin (3.1) du rail
de guidage (3) et l'élément d'appui en U (8) associé une pièce intermédiaire en U
d'une seule pièce (9) en matériau résistant à la corrosion, étant précisé que pour
l'élément d'appui en U (8) et la pièce intermédiaire en U (9), on choisit un appariement
de matériaux qui donne un coefficient de friction inférieur à celui qui est prévu
entre les branches (3.2, 3.3) du rail de guidage (3) et la pièce intermédiaire en
U (9), de sorte qu'en utilisant simplement deux éléments de construction d'une seule
pièce, à savoir l'élément d'appui (8) et la pièce intermédiaire (9), on permet un
déplacement des rails de guidage (3) par rapport à la maçonnerie (1) de la cage uniquement
dans le sens vertical.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce intermédiaire
en U (9) est plus large que l'élément d'appui en U (8) et sa longueur est égale à
plusieurs fois celle de l'élément d'appui en U (8).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce intermédiaire
en U (9) est mince et est apte à être comprimée par les crampons de rails (4).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce
intermédiaire en U (9) se compose d'acier inoxydable.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour
réduire la friction entre l'élément d'appui (8) et la pièce intermédiaire (9), l'élément
d'appui en U (8) se compose de laiton.
